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2020/0387

Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger Einzelhandel"

Magistratsvorlage 01.12.2020

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2020/0387

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5958 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
17.12.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0387 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
11 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle: 061-001-4010 Investitionsnummer: 17061-4002 
Kostenträger: 5110-41 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 
Vorlage vom: 01.12.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
Dem Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ wird zugestimmt. Die darin vorgeschlagenen 
Maßnahmen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 
im Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof den weiteren Planungen zugrunde 
gelegt werden. Konkrete bauliche Maßnahmen werden der Stadtverordnetenversammlung 
jeweils zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
 
Anlagen: Konzept Lebendiger Einzelhandel  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.12.2020  
 
 
Im Zuge der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für 
das Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof wurde als eines der Hand-
lungsfelder das Thema „Lebendiges Miteinander“ identifiziert. Dieses Handlungsfeld, das für 
das „Wir“ im Stadtteil steht und das soziale Miteinander stärken soll, steht für den Wunsch der 
Bewohnerinnen und Bewohner die Versorgungssituation im Quartier durch zusätzliche 
Lebensmittelgeschäfte und andere Angebote mit Gütern des täglichen Bedarfs zu verbessern. 
Damit zunächst die Chance auf Realisierbarkeit dieses Ziels überprüft werden konnte, war es  
erforderlich, die Ist-Situation des Einzelhandels, der einzelhandelsnahen Dienstleister und der 
Gastronomie zu untersuchen. Zur Erarbeitung eines entsprechenden Gutachtens wurde die 
Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) aus Ludwigsburg beauftragt. 
 
Exemplarisch wurden die drei Einzelhandelsbereiche mit der höchsten Konzentration an Läden 
und Gastronomie im Stadtumbaugebiet betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Ladenlokale 
und Gastronomiebetriebe in der Kirchstraße/Pädagogstraße, in der Nieder-Ramstädter Straße 
zwischen Roßdörfer Platz und Heinrichstraße sowie um die Läden, Gastronomiebetriebe und 
einzelhandelsnahen Dienstleister in der Roßdörfer Straße. Auf der Grundlage der detaillierten 
Bestandsaufnahme und Analyse wurde von der GMA im nächsten Schritt ein Handlungskonzept 
entwickelt. Die drei Bereiche wurden in Form von „räumlichen Lupen“ in ein Beteiligungs- und 
Aktivierungskonzept eingebunden. Nach der Bestandserhebung wurde über eine gebietsweite 
Befragung aller Haushalte im Stadtumbaugebiet und durch Expert*innenbefragung der 
Inhaber*innen und Betreiber*innen von Einzelhandels und einzelhandelsnahen 
Dienstleistungsbetrieben sowie Gastwirtschaften und Restaurants (Magistratsvorlage Nr. 
2019/0249) eine zielgerichtete Analyse ausgearbeitet.  
 
Die „Lokale Partnerschaft“ (eine Gruppe interessierter Bürger*innen und Funktionsträgern im 
Stadtumbaugebiet) wurde zu Beginn des Projektes beteiligt und hatte im Verlauf der 
Erarbeitung des Einzelhandelsgutachtens mehrmals Gelegenheit, Anregungen in die Arbeit der 
GMA einzubringen. Hieraus wurden in der Folge Aktivierungs- und Entwicklungsmaßnahmen 
abgeleitet. Das ausgearbeitete Konzept wurde abschließend im Mai 2020 mit den Mitgliedern 
der „Lokalen Partnerschaft“ abgestimmt.  
 
Bedingt durch die zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sind Analyse und 
ermittelte Daten zum Einzelhandel nur noch bedingt auf die Zukunft übertragbar, da zurzeit 
noch nicht absehbar ist, wie sich der Einzelhandel und die Gastronomie mittelfristig entwickeln 
werden. Die im Handlungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen sind jedoch auch unabhängig 
von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geeignet, durch die Umsetzung konkreter 
Projekte weiter verfolgt zu werden.  
 
Im Einzelnen sind dies: 
 
- Berücksichtigung als schützenswerte Nahversorgungslage bei der Ausarbeitung von 
gesamtstädtischen Einzelhandelskonzepten 
- Unterstützung der bestehenden Einzelhandelsbetriebe in verkehrlichen Belangen 
(Andienung, Kundenverkehr, Parkraumbewirtschaftung)  
- Nachnutzungsstrategien für brachfallende Ladenlokale – Prüfung, ob quartiersbezogene 
Nutzung anstelle einer Umwandlung in Wohnen möglich ist 
- Entwicklung eines Identifikationsraumes für das Quartier, z.B. Wochenmarkt

- Schaffung von Fahrradabstellanlagen vor Läden und Geschäften, z.B. in der Roßdörfer 
Straße (> Konzept ist bereits in Bearbeitung, Magistratsvorlage zur Beschlussfassung 
durch die Stadtverordnetenversammlung folgt) 
- Entschärfung von Gefahrensituationen im Bereich Kirchstraße und Roßdörfer Straße 
- Erneuerung von Gehwegen und Fahrbahnen einschließlich der Aufstellung von 
Fahrradabstellanlagen 
- Förderung von Veranstaltungen und Initiativen, z.B. durch Gründung eines 
Arbeitskreises „Quartier“ und/oder eines Arbeitskreises „Markt“ 
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen im Stadtumbaugebiet weiter verfolgt werden. Die 
Verwaltung wird hierzu die Maßnahmen in die weiteren Planungen einfließen lassen bzw. die 
Umsetzung koordinieren. Die „Lokale Partnerschaft“ wird dabei in die jeweiligen 
Planungsprozesse eingebunden.  
 
 
Dezernat I Dezernat III 
 
 
 
 
Jochen Partsch                                        Dr. Barbara Boczek 
Oberbürgermeister                                  Stadträtin

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205 Zeichen

Punkt 19: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 (V-Nr. 2020/0387) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: UWIGA  
Stimmenthaltung: AfD und FDP

anlage 3

5958 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
17.12.2020 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
Dezernat I 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
I 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0387 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
11 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle: 061-001-4010 Investitionsnummer: 17061-4002 
Kostenträger: 5110-41 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 
Vorlage vom: 01.12.2020 
 
Beschlussvorschlag: 
Dem Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ wird zugestimmt. Die darin vorgeschlagenen 
Maßnahmen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 
im Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof den weiteren Planungen zugrunde 
gelegt werden. Konkrete bauliche Maßnahmen werden der Stadtverordnetenversammlung 
jeweils zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
 
Anlagen: Konzept Lebendiger Einzelhandel  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 13.01.2021 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.12.2020  
 
 
Im Zuge der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für 
das Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof wurde als eines der Hand-
lungsfelder das Thema „Lebendiges Miteinander“ identifiziert. Dieses Handlungsfeld, das für 
das „Wir“ im Stadtteil steht und das soziale Miteinander stärken soll, steht für den Wunsch der 
Bewohnerinnen und Bewohner die Versorgungssituation im Quartier durch zusätzliche 
Lebensmittelgeschäfte und andere Angebote mit Gütern des täglichen Bedarfs zu verbessern. 
Damit zunächst die Chance auf Realisierbarkeit dieses Ziels überprüft werden konnte, war es  
erforderlich, die Ist-Situation des Einzelhandels, der einzelhandelsnahen Dienstleister und der 
Gastronomie zu untersuchen. Zur Erarbeitung eines entsprechenden Gutachtens wurde die 
Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) aus Ludwigsburg beauftragt. 
 
Exemplarisch wurden die drei Einzelhandelsbereiche mit der höchsten Konzentration an Läden 
und Gastronomie im Stadtumbaugebiet betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Ladenlokale 
und Gastronomiebetriebe in der Kirchstraße/Pädagogstraße, in der Nieder-Ramstädter Straße 
zwischen Roßdörfer Platz und Heinrichstraße sowie um die Läden, Gastronomiebetriebe und 
einzelhandelsnahen Dienstleister in der Roßdörfer Straße. Auf der Grundlage der detaillierten 
Bestandsaufnahme und Analyse wurde von der GMA im nächsten Schritt ein Handlungskonzept 
entwickelt. Die drei Bereiche wurden in Form von „räumlichen Lupen“ in ein Beteiligungs- und 
Aktivierungskonzept eingebunden. Nach der Bestandserhebung wurde über eine gebietsweite 
Befragung aller Haushalte im Stadtumbaugebiet und durch Expert*innenbefragung der 
Inhaber*innen und Betreiber*innen von Einzelhandels und einzelhandelsnahen 
Dienstleistungsbetrieben sowie Gastwirtschaften und Restaurants (Magistratsvorlage Nr. 
2019/0249) eine zielgerichtete Analyse ausgearbeitet.  
 
Die „Lokale Partnerschaft“ (eine Gruppe interessierter Bürger*innen und Funktionsträgern im 
Stadtumbaugebiet) wurde zu Beginn des Projektes beteiligt und hatte im Verlauf der 
Erarbeitung des Einzelhandelsgutachtens mehrmals Gelegenheit, Anregungen in die Arbeit der 
GMA einzubringen. Hieraus wurden in der Folge Aktivierungs- und Entwicklungsmaßnahmen 
abgeleitet. Das ausgearbeitete Konzept wurde abschließend im Mai 2020 mit den Mitgliedern 
der „Lokalen Partnerschaft“ abgestimmt.  
 
Bedingt durch die zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sind Analyse und 
ermittelte Daten zum Einzelhandel nur noch bedingt auf die Zukunft übertragbar, da zurzeit 
noch nicht absehbar ist, wie sich der Einzelhandel und die Gastronomie mittelfristig entwickeln 
werden. Die im Handlungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen sind jedoch auch unabhängig 
von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geeignet, durch die Umsetzung konkreter 
Projekte weiter verfolgt zu werden.  
 
Im Einzelnen sind dies: 
 
- Berücksichtigung als schützenswerte Nahversorgungslage bei der Ausarbeitung von 
gesamtstädtischen Einzelhandelskonzepten 
- Unterstützung der bestehenden Einzelhandelsbetriebe in verkehrlichen Belangen 
(Andienung, Kundenverkehr, Parkraumbewirtschaftung)  
- Nachnutzungsstrategien für brachfallende Ladenlokale – Prüfung, ob quartiersbezogene 
Nutzung anstelle einer Umwandlung in Wohnen möglich ist 
- Entwicklung eines Identifikationsraumes für das Quartier, z.B. Wochenmarkt

- Schaffung von Fahrradabstellanlagen vor Läden und Geschäften, z.B. in der Roßdörfer 
Straße (> Konzept ist bereits in Bearbeitung, Magistratsvorlage zur Beschlussfassung 
durch die Stadtverordnetenversammlung folgt) 
- Entschärfung von Gefahrensituationen im Bereich Kirchstraße und Roßdörfer Straße 
- Erneuerung von Gehwegen und Fahrbahnen einschließlich der Aufstellung von 
Fahrradabstellanlagen 
- Förderung von Veranstaltungen und Initiativen, z.B. durch Gründung eines 
Arbeitskreises „Quartier“ und/oder eines Arbeitskreises „Markt“ 
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen im Stadtumbaugebiet weiter verfolgt werden. Die 
Verwaltung wird hierzu die Maßnahmen in die weiteren Planungen einfließen lassen bzw. die 
Umsetzung koordinieren. Die „Lokale Partnerschaft“ wird dabei in die jeweiligen 
Planungsprozesse eingebunden.  
 
 
Dezernat I Dezernat III 
 
 
 
 
Jochen Partsch                                        Dr. Barbara Boczek 
Oberbürgermeister                                  Stadträtin

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205 Zeichen

Punkt 19: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 (V-Nr. 2020/0387) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.  
 
Gegenstimmen: UWIGA  
Stimmenthaltung: AfD und FDP

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Punkt 15: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 (V-Nr. 2020/0387) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Gegenstimmen: AfD und UWIGA  
Stimmenthaltung: FDP

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Im Auftrag von: 
Projektleitung:
Datum:
Gesellschaft für Markt-
und Absatzforschung mbH
Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet 
Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Dipl.-Ing. Gabriele Ostertag
Stand: 
09.04.2020, letzte redaktionelle Änderung 23.11.2020

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Das vorliegende Dokument unterliegt dem Urheberrecht gemäß §2 Abs. 2 sowie §31 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutze der 
Urheberrechte. Eine Vervielfältigung, Weitergabe oder (auch auszugsweise) Veröffentlichung ist nur nach vorheriger schriftlicher
Genehmigung der GMA und des Auftraggebers unter Angabe der Quelle zulässig. 
Titelbild: Stadt Darmstadt: Stadtumbau: Luftbild mit Umgrenzung Stadtumbaugebiet; Foto: Vermessungsamt, Grafik: Stadtplanungsamt; 
https://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/stadtplanung/sanierung-soziale-stadt-stadtumbau/stadtumbau;abgerufen am 29.01.2019
2
Urheberrecht
Gesellschaft für Markt-und Absatzforschung mbH
Ludwigsburg | Dresden, Hamburg, Köln, München
Hohenzollernstraße 14
71638Ludwigsburg
Geschäftsführer: Dr. Stefan Holl
Telefon: 07141/ 9360-0
Telefax: 07141 / 9360-10
E-Mail: gabriele.ostertag@gma.biz
Internet: www.gma.biz

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Inhaltsverzeichnis
3
I. Aufgabenstellung und Ziele 4
II. Grundlagenermittlung und Analyse im Stadtumbaugebiet 7
III. Befragungsergebnisse –Expertengespräche 22
IV. Befragungsergebnisse –Haushaltsbefragung 31
V. Handlungskonzept 47
Anlage
Befragungsleitfaden Expertengespräche 
Fragebogen Haushaltsbefragung

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
I. Aufgabenstellung und Ziele
1. Ausgangslage und Handlungserfordernis
Als Ergebnis des ISEK—Prozesses wird im Handlungsfeld „Lebendiges Miteinander“ ein Konzept zur Belebung des örtlichen
EinzelhandelsimStadtumbaugebietKapellplatz,Woogsviertel,OstbahnhofalswichtigeMaßnahmeformuliert.
AktuellprägenvorrangigdreiEinzelhandelsschwerpunktedasGebiet:
/ In derK irchstraße / Pädagogstraße sind inhabergeführte Läden und Gastronomiebetriebe in einem wenig attraktiven
Umfeldvorhanden,
/ in derN ieder-Ramstädter Straße 1 ist in einem stark verkehrsbelasteten Umfeld noch ein Angebot aus dem Einzelhandel
existent(Innenausstattungshaus,Reinigung,Galerie),
/ in derR oßdörfer Straße 2 sind wichtige Betriebe der Nahversorgung zzgl. Gastronomie ansässig (insbesondere Bäckerei,
NahkaufundNetto).DesWeiterensindeinzelhandelsnaheDienstleister(Änderungsschneiderei,Frisör)vorhanden.
DiesedreiBereichewurdeninFormvon„räumlichenLupen“imRahmendeszuerarbeitendenKonzeptesdurcheinBeteiligungs-
undAktivierungsverfahreneingebunden.
Ausgehend von der zielgerichteten Aufbereitung relevanter Grundlagendaten (Schwerpunkt: Bestandserhebung in den drei
Lupengebieten) wurde über ein Beteiligungskonzept (insbesondere Totalbefragung aller Haushalte im Gebiet sowie eine
ExpertenbefragungvonBetriebenausdemEinzelhandelundeinzelhandelsnahenDienstleistern,Gastronomie)einezielgerichtete
Analyseausgearbeitet.HierausließensichmöglicheAktivierungs-undEntwicklungsmaßnahmenableiten.
4
1 Abschnitt Roßdörfer Straße und Heinrichstraße
2Abschnitt Roßdörfer Platz und Inselstraße bis zum Bereich zwischen Beckstraße und Inselstraße; außerhalb des Stadtumbaugebietes

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
DieAnalysebasiertauffolgendenArbeitsschritten:
/ GrundlagenermittlungundräumlicheBestandsaufnahme:
A
uf Basis bestehender Grundlagendaten des Stadtplanungsamtes, insbesondere ISEK zzgl. Einzelhandelskonzept, in
Ergänzung mit weiteren statistischen Grundlagendaten sowie eigener Daten inkl. Erfahrungshintergrund in puncto
wohnortnahe Grundversorgung, wurden zielgerichtet für die dreiräumlichenLupen Kirchstraße / Pädagogstraße, Nieder-
Ramstädter Straße und Roßdörfer Straße zentrale Informationen zusammengestellt. Hierzu zählte auch eine
Bestandsaufnahme durch Vor-Ort-Begehung und die Ermittlung der alternativen Einkaufsstandorte im Umfeld des
Untersuchungsgebietes,ebenfallsdurchVor-Ort-Begehung.
/ Befragungsmodule:
Z
ur Einbindung der Ladenbetreiber wurden Expertengespräche durchgeführt. Neben einzelbetrieblichen Informationen
konnten mögliche Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Standortes zzgl. Standortumfeldes abgefragt werden. Darüber
hinaus wurde auch eine Einschätzung der Stärken und Schwächen der Lupenräume vorgenommen. Ergänzt wurden die
ExpertengesprächeübereinedurchgeführteBürgerbefragungimGebiet(=Totalbefragung).AuchhierbeiwurdederFokus
auf mögliche Entwicklungsmaßnahmen insbesondere im Einzelhandel gelegt. Diese empirischen Untersuchungsschritte
waren letztlich ein zentraler Input zur Formulierung des Maßnahmen- und Umsetzungskonzeptes „Lebendiger
Einzelhandel“.
DasKonzept„LebendigerEinzelhandel“imStadtumbaugebietKapellplatz,Woogsviertel,Ostbahnhofwurdealsdialogorientiertes
Projekt in enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung entwickelt und gemeinsam mit dem Auftraggeber ausgearbeitet. Die
Zwischenergebnisse der Analyse wurden mit der Lenkungsgruppe bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung (Frau
Eichenauer,HerrMathias)sowiederprojektbegleitendenFa.ProjektStadt(HerrBecker)diskutiertundabgestimmt.
5
2. Vorgehensweise

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
6
Übersicht 1: Prozess und Dialog
Quelle: GMA 2019

7
II. Grundlagenermittlung und Analyse

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Einwohner aktuell: rd. 5.150
8
10%
6%
8
%
unter 18 Jahre 18 bis unter 25 Jahre
25 bis unter 35 Jahre 35 bis unter 45 Jahre
45 bis unter 55 Jahre 55 bis unter 65 Jahre
65 bis unter 75 Jahre 75 Jahre und älter
Quelle: ISEK S. 94
A
bb.: Altersstruktur aktuell
Quelle: Eigene Darstellung auf Datengrundlage der Stadt Darmstadt
Abb.: Durchschnittsalter der Wohnbevölkerung 
nach Baublöcken
Durchschnittsalter im Gebiet: 40 (Darmstadt ges.: 41),
aber im Gebiet: 
• geringerer Anteil an Kindern und Jugendlichen (< 18 
Jahre) und älterer Bevölkerung (65+)
• hoher Anteil an Single-und Paarhaushalten
Einwohner im Gebiet

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kaufkraft im Gebiet
9
Einzelhandelsrelevantes Kaufkraftvolumen im Stadtumbaugebiet insg.: 34,6 Mio. €
Kaufkraftkennziffer 
PLZ 64287:
115,1
Kaufkraft-
kennziffer
PLZ 64283:
103,3
Stadtumbaugebiet
Darmstadt Ost
Kaufkraftkennziffer* Darmstadt gesamt: 106,0 
*      Die Kaufkraftkennziffer gibt das Kaufkraftnivea u einer Region / Raumeinheit wieder; dies hängt vom Einkommen der Bevölkerung ab,das sich wiederum aus der 
Wirtschaftskraft dieser Region ergibt. Angegeben wird das Kaufkraftniveau durch die Kaufkraftkennziffer. Verwendet werden dieregionalen Kaufkraftkennziffern von MB Research 
2018 auf Postleitzahlebene. Dabei deuten Werte über 100 auf ein im Vergleich zum Bundesdurchschnitt höheres Kaufkraftniveau, Werte unter 100 auf ein unter dem 
Bundesdurchschnitt liegendes Kaufkraftniveau hin; Quelle: MB-Research, Nürnberg, 2018
GMA-Zusammenstellung 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Kaufkraft im Gebiet
10
Branchen Kaufkraftin Mio. €
Nahrungs-und Genussmittel 12,7
Gesundheit, Körperpflege 2,6
Blumen, zool. Bedarf, Zeitschriften 1,1
Summe kurzfristiger Bedarf 16,4
Bücher, Schreib-/ Spielwaren 1,4
Bekleidung, Schuhe, Sport 4,2
Summe mittelfristiger Bedarf 5,6
Elektrowaren, Medien, Foto 3,2
Hausrat, Einrichtung, Möbel 3,5
Bau-, Heimwerker-, Gartenbedarf 3,0
Optik / Uhren, Schmuck 0,9
Sonstige Sortimente 2,0
Summe langfristiger Bedarf 12,6
Summe Einzelhandel 34,6
Rechenvorgang: Pro-Kopf-Ausgaben x Einwohner x Kaufkra ft (Index in %) = Kaufkraftvolumen. 
Quelle: GMA-Berechnungen 2019 auf Grundlagen von GMA-eigenen pro-Kopf-Ausgabewerten; MB Research Nürnberg, 2018, und Stadt Darmstadt

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Einzelhandelsbestand in den Lupenräumen
11
24%
60%
7%
5
%
2% 2%
Einzelhandel
Dienstleistungen
Gastronomie
Freizeit / Kultur
Bildungseinrichtung
Leerstand
Nutzungen in den Lupenräumen
/ 11 Einzelhandelsbetriebe  
/ 27 Dienstleister (Friseur, Reisebüro, Bank)
/ 3gastronomische Betriebe
/ 2 Freizeit / Kultur-Einrichtungen
/ 1 Bildungseinrichtung
/ 1 Leerstand (mittlerweile als Friseur umgenutzt)
E
inzelhandelsbetriebe in den Lupenräumen
Warengruppen Anzahl
Betriebe VK* in m²
Nahrungs-und Genussmittel 4 515
Gesundheit, Körperpflege 1 30
Blumen, zool. Bedarf, Zeitschriften 1 30
Summe kurzfristiger Bedarf 6 575
Bücher, Schreib-/ Spielwaren 1 100
Bekleidung, Schuhe, Sport 1 250
Summe mittelfristiger Bedarf 2 350
Elektrowaren, Medien, Foto 1 250
Hausrat, Einrichtung, Möbel 1 400
Bau-, Heimwerker-, Gartenbedarf 0 0
Optik / Uhren, Schmuck 0 0
Sonstige Sortimente 1 50
Summe langfristiger Bedarf 3 700
Summe Einzelhandel 11 1.625
GMA-Erhebungen 2019
Umsatz knapp 8,0 Mio. €
nahversorgungsrelevant: 4,8 Mio. €(inkl. Woog Shop)
* VK = Verkaufsfläche

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Einkaufsorientierung im Gebiet (Nahversorgung)
12
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende; GMA-Bearbeitung 2019
Im Gebiet selbst:
- Kleinflächen: nahkauf, Netto und Inselmarkt
Nächste größere Anbieter:
- Rewe (Heinrichstr.)
- Rewe und Penny (Dieburger Str. / Heinheimer Str.)
Zentralität im kurzfristigen Bedarf ist mit 27 % gering:
dieGrundversorgungfindetgrößtenteilsaußerhalbdes
Gebietes statt; dennoch sind die bestehenden
Nahversorger Rückgrat der rudimentären, fußläufigen
Nahversorgung und sind unbedingt zu sichern und
wennmöglichweiterzuentwickeln.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Verteilung gebietsprägender Einrichtungen
13
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kar tengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019
Verteilung Lebensmittelmärkte
Verteilung Dienstleister und Einzelhändler 
Verteilung Gastronomiebetriebe
Die Verteilung gebietsprägender Einrichtungen Lebens-
mittel, Gastronomiebetriebe und Dienstleister und
weitere Einzelhändler zeigt Konzentrationsansätze im
Bereich der Kirchstraße / Pädagogstraße sowie Ross-
dörfer Straße und Nieder-Rahmstädter-Straße. In Folge
wurde im Rahmen des vorliegenden Konzeptes die drei
Lupenräumeherausgefiltert.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Lupenräume im Gebiet
14
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019
Kirchstraße / 
Pädagogstraße 
Nieder-
Ramstädter 
Straße

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Nutzungen in den Lupenräumen –Übersicht 
15
24%
60%
7%
5
%
2% 2%
Einzelhandel
Dienstleistungen
Gastronomie
Freizeit / Kultur
Bildungseinrichtung
Leerstand
Nutzungen in den Lupenräumen
/ 11 Einzelhandelsbetriebe  
/ 27 Dienstleister (Friseur, Reisebüro, Bank)
/ 3gastronomische Betriebe
/ 2 Freizeit / Kultur-Einrichtungen
/ 1 Bildungseinrichtung
/ 1 Leerstand (wird aber als Friseur aktuell 
a
usgebaut; bereits eröffnet
Einzelhandelsbetriebe in den Lupenräumen
GMA-Erhebungen 2019
Warengruppen Anzahl
Betriebe VK* in m²
Nahrungs-und Genussmittel 4 515
Gesundheit, Körperpflege 1 30
Blumen, zool. Bedarf, Zeitschriften 1 30
Summe kurzfristiger Bedarf 6 575
Bücher, Schreib-/ Spielwaren 1 100
Bekleidung, Schuhe, Sport 1 250
Summe mittelfristiger Bedarf 2 350
Elektrowaren, Medien, Foto 1 250
Hausrat, Einrichtung, Möbel 1 400
Bau-, Heimwerker-, Gartenbedarf 0 0
Optik / Uhren, Schmuck 0 0
Sonstige Sortimente 1 50
Summe langfristiger Bedarf 3 700
Summe Einzelhandel 11 1.625
* VK = Verkaufsfläche

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Nutzungsverteilung in den Lupenräumen –räumliche Verteilung  
16
Nieder-
Ramstädter 
Straße
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019
Kirchstraße / 
Pädagogstraße 
Eine Kompaktierung der Nutzungen findet
aufdenerstenBlicksowohlöstlichalsauch
westlich der Roßdörfer Straße statt. Auch
in der Kirchstraße / Pädagogstraße ist ein
Ansatz zur Konzentration zu erkennen. Die
einzelnen Lupenräume sind im Folgenden
dargestellt.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Lupenraum Kirchstraße / Pädagogstraße
17
Innenstadt
Moda Italia
Ladenzeile mit Leerstand 
(mittlerweile Friseur), 
weiterem Friseur und 
Imbiss
Ladenzeile mit Tattoo & 
Piercing, italienischem 
Brautmodeladen und 
Dienstleister für 
Haarverlängerungen
Negativ (-)
• T rennwirkung durch stark befahrene 
Kirchstraße und Tram
• insbesondere der nördliche Block wirkt 
sanierungsbedürftig
• keine Einkaufs-/ Bummelatmosphäre
Positiv (+)
• La ge direkt neben der Innenstadt
• Besatzaus Dienstleistung, Gastronomie 
und Einzelhandel vorhanden
• kein Leerstand (bzw. Nachnutzung 
bereits geplant)
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende  sowie Ka rtengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Lupenraum Nieder-Ramstädter Straße
18
Wohnen, weiter südlich 
Gewerbeeinheiten (u. a. 
Versicherung, Kosmetik, 
Döner-Imbiss, Galerie)
Kreuzungsbereich 
Roßdörfer / Nieder-
Ramstädter Straße
Ladenzeile mit Reinigung; 
größter Anbieter: 
Raumausstatter
Negativ (-)
• T rennwirkung durch stark befahrene Straße 
und Tram
• insbesondere südliche Bebauung etwas 
sanierungsbedürftig (Hausnummer 52 –60)
• keine Einkaufs-/ Bummelatmosphäre
Positiv (+)
• u nter Anbetracht beider Straßenseiten 
hohe Nutzungsmischung und Angebot
• Mischnutzungaus Dienstleistung, 
Gastronomie und Einzelhandel 
vorhanden
Raumaus-
statter 
Pötz
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Lupenraum Roßdörfer Straße I
19
Insgesamt hoher Besatz aus 
Einzelhandel (darunter der 
Lebensmittelanbieter 
Nahkauf), Dienstleistung, 
Gastronomie, Bildungs-und 
Kultureinrichtungen über 
den Bereich Roßdörfer Str. 
(ab Kreuzung Nieder-
Ramstädter Straße bis 
Kreuzung Inselstraße)
Funktionen mit Wohnutzung
durchmischt. Selten durch-
gängiger Besatz an 
gewerblichen Einheiten. 
Verdichtete Bebauungs-
struktur entlang des 
Straßenzuges.
Enger / schmaler 
Straßenzuschnitt mit 
Längsparkern, welche zur 
Hälfte auf dem Gehweg 
stehen.
Nahkauf
Elektro 
Winkelmann
Gitarrenladen
Waschsalon
Schnitzel-
haus
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage 
Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Lupenraum Roßdörfer Straße II
20
Eigenständiger Versorgungsbereich mit Netto als Hauptmagnet
Blumen,
Bäckerei
Netto
Apotheke
Eiscafé
Inselmarkt
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage 
Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Bewertung RoßdörferStraße I und II
21
Negativ (-)
• k ein durchgängiger Nutzungsbesatz ; teils hoher Anteil Wohnen (insbesondere 
zwischen Martin-Buber-Str. / Gervinus-und Beckstr.)
• enger Straßenzuschnitt (durch PKW-Stellplätze noch enger) 
• verminderte, durchgängige Einkaufs-/ Bummelatmosphäre, viele PKW-
Stellplätze bzw. schmale Gehwege durch PKW-Parkplätze 
• keine zeitgemäßen Radabstellmöglichkeiten
• Nahkauf und Netto verfügen jeweils über Verkaufsflächen unter 400 m² 
kein großer Nahversorgerim Gebiet vorhanden
Positiv (+)
• g ewerblicher Besatz zwar auf weiter Streckt verteilt, dafür Kristallisationspunkte vorhanden (Raumausstatter 
Pötz, Nahkauf, Elektroanbieter bis Waschsalon; Blumenladen, Bäckerei, Netto bis Apotheke
• Mischnutzungaus Dienstleistung, Gastronomie und Einzelhandel vorhanden
• keine Hauptverkehrsachse

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Entwicklungspotenziale im Gebiet
22
35
8
18 21 24
31 29
0
20
40
60
80
100
120
Nahrungs- und
Genussmittel
Gesundheit /
Körperpflege
Blumen, Pflanzen, zool.
Bedarf, Zeitschriften
Bücher, PBS,
Spielwaren
Bekleidung, Schuhe,
Sport
Elektrowaren, Medien,
Foto
Hausrat, Einrichtung,
Möbel
Zentralität
* Angaben zur Zentralität: Kaufkraft –Umsatz –Relation in einem definierten Raum (hier: Stadtumbaugebiet bzw. Lupenräume); 
eine Zentralität von > 100 deutet auf einen Kaufkraftzufluss und von < 100 auf einen Kaufkraftabfluss hin.  
Rechnerisch Entwicklungspotenzial vorhanden
Flächenseitig keine Bereiche zur 
Ansiedlung neuer, größerer Anbieter.
Zentralität*
GMA-Berechnungen 2019
aber:
Ziel ist es, auf dem heutigen Bestand 
aufzubauen bzw. diesen fortzuentwickeln 
und zu sichern
E rstellung Konzept Aktivierungs-und 
Entwicklungsmaßnahmen

23
III. Ergebnisse Expertengespräche

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Die vor Ort aktiven Einzelhändler, Gastronomie-und Dienstleistungsbetriebe sowie ergänzende Experten (z. B. Banken, 
Immobilienfirma) wurden über ein umfangreiches Leitfadengespräch in den Prozess eingebunden. Insgesamt flossen Ideen und 
Erfahrungen aus 14 Gesprächen ein. Die wesentlichen Ergebnisse werden zusammengefasst wiedergegeben. 
/ Gesprächsdauer: ca. 1 Stunde
/ angekündigt durch Anschreiben der Stadt, zzgl. tel. T erminvereinbarung
… Betrieb … Standort
/ Größe
/ Einzugsgebiet und Umsatzherkunft
/ Umsatz, Entwicklung
/ Immobiliensituation, Miethöhe
/ Perspektive und beabsichtigte 
V
eränderungen
/ Entwicklung des Quartiers der letzten 5 Jahre
/ WesentlicheStärken und Schwächen als Nahversorgungss tandort
/ Perspektiven des Quartiers?
/ fehlende Branchen, Geschäfte, Nutzungen 
w
elche Standorte? 
/ Maßnahmen,um das Quartier fit für die Zukunft zu mac hen
/ Wer macht‘s? Stadtverwaltung?, örtliches Gewerbe?
I
nformationen zu…
24

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
25
7
2
2
2
1
> 30 Jahre
1
0 - 30 Jahre
3 - 10 Jahre
< 3 Jahre
keine Angabe
Hohe Standorttreue der Befragten
Q
uelle: Expertengespräche Darmstadt, 2019

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Entwicklung des Quartiers
restrospektiv
26Quelle: Expertengespräche Darmstadt, 2019
3
2
6
3
positiv
u
nverändert
rückläufig
keine Angabe
Wirtschaftliche Gesamtsituation
Abwärtsspirale (in die Jahre gekommen, 
Metzger, 2 Bäckereien, Drogerie, Optiker)
viele Fremdparker
Standortbedingt (neuralgische Punkte, (Gefahr: 
für Schulkinder, Rad, Unterführungen werden nicht 
genutzt: Gestank
positiver Wandel (kleines Café, Architekturbüros, 
im Umbruch, sympathisch, alt, jung, sozial)
Die vergangenheitsbezogene Bewertung der Quartiersentwicklung wird insbesondere aufgrund der erfolgten Aufgabe mehrerer 
Anbieter (z. B. Metzger, Drogerie usw.) negativer beurteilt.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Entwicklung des Quartiers 
27Quelle: Expertengespräche Darmstadt, 2019
6
2
3
3
positiv
u
nverändert
rückläufig
keine Angabe
hohe Lebensqualität, gemischte Einwohnerstruktur
Handel wird sich weiter zurückziehen, v. a. 
Kaufkraftverlust, Loop 5, Online)
Fokus auf reine Nahversorgung, hohe 
Lebensqualität bleibt trotzdem
perspektivisch
Die perspektivische Entwicklung des Quartiers hingegen wird positiver bewertet. Hierbei wird ein deutlicher Fokus auf die reine 
Nahversorgung mit einer gleichbleibenden hohen Lebensqualität als Grund angeführt.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
28
Entwicklung des eigenen Betriebs 
retrospektiv
Quelle: Expertengespräche Darmstadt, 2019
4
4
3
3
positiv
u
nverändert
rückläufig
keine Angabe
Eigenbetriebliche Gründe (Sortiment, ergänzende Dienstleistungen, 
Spezialisierung, Traditionsbetrieb, Ergänzung durch Online)
Branchenbedingt (Gesetzgebung, 
Wegzug Arzt, Wettbewerb) 
kurze Ansiedlungsdauer
Branchenbedingt(gute Konjunktur, 
geringer bis fehlender Wettbewerb)
Standortbedingt(Erreichbarkeit, 
Baustellen, fehlende Information 
zu anstehenden Bauarbeiten  
Die wesentlichen Gründe, die zu einer positiven Entwicklung des eigenen Betriebs beigetragen haben, sind ausnahmslos
eigenbetriebliche Faktoren zzgl. branchenbedingter Schönwetterlagen wie die gute Konjunktur und geringer bis fehlender
Wettbewerb im Quartier. Dagegen werden rückläufige Entwicklungen des eigenen Betriebs neben branchenbedingten
übergeordneten Rahmenbedingungen (z. B. Gesetzgebung) auf standortbezogene Faktoren zurückgeführt (v. a. Erreichbarkeit,
Baustellen,fehlendeInformationzuanstehendenBauarbeiten,Umleitungenetc.).

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
29
Entwicklung des eigenen Betriebs
Quelle: Expertengespräche Darmstadt, 2019
8
3
3
positiv
u
nverändert
rückläufig
keine Angabe
nur noch von kurzer 
Dauer, Aufgabe 
ungewiss (z. B. Kündigung Fläche)
gutes Sortiment, kein 
Wettbewerb, gute Sichtlage, 
Erweiterungswillig
perspektivisch
Die Erwartung des eigenen Betriebes für die Zukunft wird überwiegend positiv gesehen; aufgrund des guten Sortiments,
fehlenden Wettbewerbs sowie der guten Lage innerhalb des Quartiers ist die Situation als sehr stabil zu werten. Tatsächliche
AufgabeplänewerdennurvonganzwenigenBefragtenangeführt.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stärken und Schwächen
30
+ -
Quelle: Expertengespräche, Mehrfachnennungen möglich, 2019
Das positive Gesamtbild der Wirtschaftstreibenden im Stadtumbaugebiet, welches sich insbesondere über den hohen
Zusammenhalt und der Quartierszugehörigkeit sowie der noch für das Auto als „durchlässig“ bezeichneten Rahmenbedingungen
gefasst werden kann, wird etwas eingetrübt durch die Verkehrssituation: Erreichbarkeit, Parkierung, Gefahrenbereiche sowie
Flächenengpass. Naturgemäß werden v. a. für Gewerbetreibende wichtige Themen, v. a. zur verkehrlichen Erreichbarkeit, in
Abhängigkeitvonihrerjew.Perspektiveauchunterschiedlichbeurteilt.
/ eines der schönsten Darmstädter Stadtviertel
/ Laufkundschaft Roßdörfer Straße, interessiertes Publ ikum, gutes Klima und Miteinander
/ „mein Quartier“: überschaubar, jeder kennt jeden; ho her Zusammenhalt, man kennt sich „hier 
lebe ich, hier kaufe ich ein“
/ soziales Miteinander; Lage des Viertels
/ kleines Viertel, jeder kennt jeden, eigenständiger S tadtteil
/ gute Preislage
/ Bevölkerungsdichte und Wachstum
/ noch mit Auto durchlässig; gute Erreichbarkeit (zu F uß, ÖPNV, Buslinie Richtung Lichtwiese)
/ Parkmöglichkeiten am Haus, eigene Parkplätze
/ Nähe Innenstadt, Uni
/ Nähe Stadt / Nähe Wald; Woog
/ kein Wettbewerber im gesamten Viertel
/ Vieles vor Ort: Nahversorgung, Delfino, Netto, Bäcke r, Eiscafé, Inselcafé, Post (Schulbedarf), 
Bäckerei, Ärzteangebot (3 Allgemeinärzte, 1 Zahnarzt; zentrale und kompakte Geschäftslage 
über 300 -400 m verteilt)
/ zentrale Lage im Viertel; wichtigste Grundversorger noch vorhanden; 3 Cafés (Café Lotte, Café 
daneben, Café Bormuth) 
/ „selbst wenn alle Nahversorger weg wären, wäre es im mer noch gut“
/ Weggang von Metzgerei
/ keine Rundumversorgung mehr
/ fehlende Flächenverfügbarkeit; Supermärkte zu klein
/ Parkplatzengpass, katastrophale Verkehrssituation
/ Straßenfest abgeschafft (Konflikt Bushaltestelle)
/ Planungen zum Anwohnerparken
/ Verkehrssituation Einbahnstraßenregelung Radfahrer, Linksabbieger
/ Zu viel große Lkws, gefährliche Ecke
/ Anwohnerausweis, kompliziert und teuer; Parkierung ( Anwohnerparken nur für die Bewohner 
nicht für Wirtschaftstreibende)
/ Erreichbarkeit, schwierige Verkehrsplanung, wenig Tr ansparenz seitens der Stadt, nicht 
nachvollziehbare Projekte

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Maßnahmenvorschläge der Wirtschaftstreibenden zur Weiterentwicklung Stadtumbaugebietes 
31
Quelle: Expertengespräche, Mehrfachnennungen möglich, 2019
Städtebau, Veranstaltungen, Umfeld Verkehr
 Handel ist nicht mehr quartiersprägend; Gewerbe‐ und Ladenflächen nicht in Wohnen umwandeln; 
Erhalt Mischgebiet (Umnutzungsverbote) 
 Treffpunkte schaffen: Woog‐See, kein freier Platz; Stadtplatz, Entwicklungsplanung überlegen
 Sanierung Mühlstraße (Wanne ohne Bürgersteig); Gesamtplanung im Zuge der Grundschulplanung 
 Darmbach offenlegen (Richtung Rinne vor" Schepp‐Schachtel" à la Freiburg)
 Sommerfest, Quartiers‐, Straßenfest gemeinsam mit Apotheke, Woogkiosk auf gegenüberliegenden 
Grünfläche (Bauverein) 
 Kinderspielplatz, Bänke auf der Grünfläche vom Bauverein
 Verjüngung der Einwohner, Adäquate Mieten, „aussuchen, an wen vermietet wird“
 transparentere Planung von Veranstaltungen (z. B. Late Night‐Shopping, Innenstadtaktivitäten). 
Einbindung des Viertels in Innenstadtaktivitäten 
 Erweiterung Netto, größerer Standort (z. B. Roßdörfer Straße / Ecke Heinrichstraße
 Werbung über Darmstädter Echo zu teuer, keine Stadtzeitung über die Stadt (Werbung, Storytelling, 
Vorstellung einzelner Geschäfte) Sanierung des alten, erhaltenswürdigen Häuserbestands
 Sanierung Gebäude (v. a. Austausch Fenster, energetische Sanierung)
 Gastronomie ermöglichen; Entwicklung Café
 Kommunikations‐ und Unternehmenskultur
 inhabergeführte Geschäfte, kehren vor der eigenen Tür
 Quartiersberatung kostenlos (ca. 5 ‐10 Geschäfte)  
 Wirtschaftsförderung / Stadtmarkteting
 Verkaufsoffener Sonntag, Events, identitätsstiftendes Straßenfest
 Anwohnerparken kritisch; kein Anwohnerparken, es muss 
kostenfrei bleiben; Ausdehnung Anwohnerparken auch für 
Wirtschaftstreibende / Café zzgl. Ladezone, Intervalle Parkuhren 
anpassen, 
 Fahrradachse in beide Richtungen befahrbar lassen
 Erweiterung zumindest aber Erhalt der Parkmöglichkeiten (z. B. 
keine Fremdparker) 
 Verkehr flüssig halten, CO2 gesperrte Straßen Heinrichstraße und 
Hügelstraße wieder für den Verkehr durchgängig machen 
(Odenwald!)
 Überarbeitung Verkehrskonzept
 Ausbau ÖPNV; Straßenbahn nicht realisierbar, Bus ausreichend
 Beibehalt der Abladeformate 7‐14 Uhr gegenüberliegend 
Parkverbotsschilder
 Fußgängerüberweg, gefährliche Stelle, Thema Schulweg, 
Pförtnerampel
 Radabstellmöglichkeiten, Gehsteig
 Mehr Verkehrsberuhigung, Plätze, grün, Aufenthaltsqualität im 
Freiraum usw.
Es überwiegen Vorschläge zum Verkehr hinsichtlich Erreichba rkeit und Parken ergänzt um wohnpolitische Themen sowie ein zu
schaffender Treffpunkt und Veranstaltungen wie z. B. ein „Identit ätsstiftendes Straßenfest“. Im Rahmen der Sitzung der Lokalen
Partnerschaft wird in diesem Zusammenhang der Standort Nat urfreundehaus sowie die Fläche des Trainingsbades für ein
Stadtteilzentrum ins Gespräch gebracht.

32
IV. Ergebnisse Haushaltsbefragung

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
33
Die Haushaltsbefragung im Stadtumbaugebiet wurde im September bis Oktober 2019 durchgeführt. Dabei bekamen
alleHaushaltedurch AnschreibendesOberbürgermeistersunddieÜberlassungdesFragebogensdieMöglichkeit sich
an der Befragung zu beteiligen. Mit 237 Beteiligten Haushalten ist die Rücklaufquote mit knapp 10 % für die
untersuchtestädtischeStrukturnochalsvergleichsweiseguteinzuordnen.NachWohnortunterschiedenteilensichdie
ProbandenaufdieverschiedenenQuartieredesStadtumbaugebietswiefolgtauf:
/ Kapellplatzviertel: 2 Nennungen (1 %)
/ Woogsviertel: 139 Nennungen (59 %)
/ Ostbahnhof: 90 Nennungen (38 %)
/ Keine Angabe: 6 Nennungen (2 %)
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
Befragungsablauf

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
1%
59%
38%
2%
Kapellplatzviertel
Woogsviertel
Ostbahnhof
keine Angabe
In welchem Viertel wohnen Sie (in %)? 
n
 = 237
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
34

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
37%
42%
1
0%
10%1%
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen und mehr
keine Angabe
Haushaltsgröße
n
 = 237
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
35
Wi
e viele Personen einschließlich Ihnen leben in Ihrem 
Haushalt (in %)? 
Anzahl Personen in befragten Haushalten nach 
Haushaltsgröße (absolute Zahlen) 
87
200
7
5
115
6
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen und mehr
keine Angabe
Beteiligung: ca. 10 % der Haushalte bzw. auch der Ei nwohner

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Wo kaufen Sie die folgenden Waren am häufigsten ein (in %)? Geschäft im Viertel
n = 237
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
36
D
ieErgebnissezurFragenachderEinkaufsorientierung,unterschiedennachSortimentenderNahversorgungdecktsichim
Wesentlichen mit den vorab skizzierten Zentralitäten für die jeweiligen Bereiche. Mit Ausnahme von Lebensmitteln und
BackwarenwirdderGroßteilderEinkäufeaußerhalbdesGebieteserledigt.
2
46
1
11
25
25
2
1
9
1
1 7
1
7
1
8
5
7
6
8
3
4
49
9
2
76
79
93
71
Lebensmittel
F
leisch-, Wurstwaren
Backwaren
Getränke
Zeitschriften /
Zeitungen
Drogerie- /
Parfümeriewaren
Apotheke
Bormuth, Inselmarkt,
Woogshop
Kronen Apotheke
Nahkauf
Netto
Sonstiges
keine Angabe
45

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
15
13
4
54
5
23
5
5
3
1
13
4
27
5
5 19
15
17
20
8
13
16
32
68
63
49
88
33
52
Lebensmittel
F
leisch-, Wurstwaren
Backwaren
Getränke
Zeitschriften / Zeitungen
Drogerie- / Parfümeriewaren
Apotheke
Bormuth (u.a. Marktplatz)
Aldi
DM
Einhorn-Apotheke
Engel Apotheke
Metzgerei Gräber
Apotheke Mathildenhöhe
Rewe
Tegut
Sonstiges
keine Angabe
Wo kaufen Sie die folgenden Waren am häufigsten ein (in %)? G eschäft außerhalb des Viertels
n = 237
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
37
Als ausgeprägte Grundversorgungsstandorte zeichnen sich dm und Rewe außerhalb des Gebietes aus.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Wie häufig kaufen Sie im Viertel ein (in %)? 
n = 233
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
38
D
ie Ergebnisse zur Einkaufshäufigkeit im Viertel belegen die hohe Bedeutung der 
zumindest für die rudimentäre Nahversorgung dienenden Geschäfte. Über 50 % gehen 
mindestens einmal wöchentlich bzw. täglich einkaufen. Damit sind es nicht nur 
Versorgungsorte, sondern auch Orte der Kommunikation und des Austausches.
Mit ca. 56 % besteht eine hohe Zufriedenheit der Bewohner mit den Angeboten der 
Nahversorgung in ihrem Viertel.
16%
40%13%
7
%
20%
4%
täglich
mindestens einmal
wöchentlich
alle 1-2 Wochen
alle 1-2 Monate
seltener
nie
56 %
44 %
Ja Nein
Halten Sie die Nahversorgung in Ihrem 
V
iertel für ausreichend?

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
93
81
77
65
35
62
Metzgerei
Drogerie- und Parfümeriewaren
Lebensmittelmarkt
Bäckerei
Apotheke
Sonstiges
Biomarkt
Banken / 
Geldautomat
Wochenmarkt
Unverpackt-
Laden
Packstation / Post 
/ Briefkasten Fußpflege
Café
Ärzte
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
39
W
elche zusätzlichen Angebote der Nahversorgung wären für Sie im Viertel wichtig (absolute Zahlen)?
n = 196, Mehrfachnennungen möglich
Vermisst werden Dinge, die bereits im Quartier
ansässig waren: Metzgerei und Drogerie- und
Parfümeriewaren(ehemalsSchlecker).Inpunkto
Lebensmittelmarkt wird vielfach auf die sehr
eingeschränkte Verkaufsflächengröße sowie
komplexe verkehrliche und parkplatzbezogene
Situation eingegangen. Eine weitere Bäckerei
könnte zur Diversifizierung des bestehenden
Angebotesbeitragen.MitBlickaufdieApotheke
wird insbesondere die notwendige Bestands-
sicherungthematisiert.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
41
41
14
9
61
Ostbahnhof
Rößdörfer Str.
Woogsviertel / Woog
Rößdörfer Platz
Sonstiges
Erbacher Str.
Landgraf-
Georg-Straße
Ecke Roßdörfer Straße / 
Heidenreichstr.Mathildenhöhe
Heinrichstr.
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
40
W
o könnten Sie sich solche Einrichtungen konkret vorstellen(absolute Zahlen)?
n = 122; Mehrfachnennungen möglich

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
17
15
12
11
55
Metzgerei
Bäckerei
Drogerie
LM
Sonstiges
Bäckerei
Discounter / 
Aldi / Lidl
Parkhaus / 
Parkplätze
regionale 
Produktegrößeres Sortiment 
im Nahkauf
mehr 
Geschäfte
mehr Gastro / 
Cafés
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
41
W
elche Maßnahmen können Sie sich zur Verbesserung der Nahversorgung 
vorstellen (absolute Zahlen)?
n = 70; Mehrfachnennungen möglich

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
71%
29%
Ja Nein
Nutzen Sie die vorhandenen Dienstleistungen und gastronomischen 
A
ngebote in Ihrem Viertel (in %)? 
n = 225
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
42
Auch die vorhandenen Dienstleistungen und
gastronomischen Angebote werden von knapp
dreiViertelderBefragtengenutzt.Somitstellen
auch diese eine wichtige Versorgungsfunktion
für das Stadtumbaugebiet sicher und sind
weiter fortzuentwickeln und zu erhalten.
BesondersrelevantsindnebendemFrisörauch
das Ärzteangebot und die Kreditinstitute mit
ihren entsprechenden Angeboten, wenngleich
zeitlich bereits deutlich limitiert. Eine ebenfalls
hohe Beliebtheit bei den Bewohnern im
UmbaugebietkommtderReinigungzu.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
50
48
38
33
20
27
Friseur
Ärzte
Bank/ Sparkasse
Reinigung / Wäscherei
Post/ Packstation/ Briefkasten
Sonstiges
Massage
Änderungsschneiderei / 
SchneiderKosmetik
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
43
W
enn ja, dann nennen Sie bitte jeweils max. drei Einrichtungen, welche Sie 
regelmäßig aufsuchen (absolute Zahlen)? Dienstleistungen
n = 125; Mehrfachnennungen möglich

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
45
32
20
15
11
10
10
100
Woog Café
Delfino
Ristorante Riviera
Wok Man
Café Lotte
Agora
Café Chaos
Sonstiges
Café Freddo Bodrum 
Döner
Café Hess
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
44
W
enn ja, dann nennen Sie bitte jeweils max. drei Einrichtungen, welche Sie 
regelmäßig aufsuchen (absolute Zahlen)? Gastronomie
n = 126, Mehrfachnennungen möglich
Eisdiele
Schnitzelhaus
Dem Woog-Café und dem Delfino kommen im 
Rahmen der Befragungsergebnisse die höchsten 
Zustimmungswerte zu, gefolgt vom Ristorante 
Riviera und dem Wok Man.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
24
12
9
9
8
7
5
34
Bankfilialen /
Bankautomat
Ärzte
Allgemeinarzt
Packstation/
Briefkasten
Friseur
alle
Post
Sonstiges
Bäcker / 
Konditor Schuster / 
Schuhreparatur
Tankstelle
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
45
W
elche Dienstleistungen fehlen Ihrer Meinung nach im Viertel? (absolute Zahlen)? 
n = 77; Mehrfachnennungen möglich
Metzger
Reinigung / 
Wäscherei
Wenngleich es entsprechende Angebote im
Umbaugebiet gibt, werden den Themen Kreditinstitut
und Ärzte der höchste Stellenwert bei der Frage nach
fehlenden Dienstleistungen angesprochen. Die einge-
schränkten Öffnungszeiten (Kreditinstitute) bzw. der
Weggang eines Allgemeinarztes in jüngster Zeit bzw. die
Befürchtungen, dass diesem weitere folgen (Stichpunkt
Ärzteversorgung)sindalsErklärungsansätzeanzuführen.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
20
16
12
11
9
5
18
Cafés / Bistro
Restaurant
Bars / Pub
Kneipen
Fast Food / Imbiss
Italiener
Sonstiges
Vegetarisches 
Restaurant / 
Ökologisch Außengastronomie
Quelle: Haushaltsbefragung Darmstadt GMA 2019
46
W
elche gastronomischen Angebote fehlen Ihrer Meinung nach im Viertel? (absolute Zahlen)? 
n = 64, Mehrfachnennungen möglich
Gut bürgerlich / 
deutsche KücheDem Thema Cafés und Bistro zzgl. Restaurant wird der höchste Stellenwert bei der Frage 
nach fehlenden Angeboten im Gastronomiebereich eingeräumt.

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
47
Fazit:  Stärken-Schwächen-Analyse
GMA-Zusammenstellung 2019
Stärken Schwächen
/ Lückenhafte Grundausstattung wird von den Bürgern im  Stadtumbaugebiet 
gut angenommen
/ Leistungsfähiges Angebot im Viertel
/ Lupenraum Kirchstraße / Pädagogstraße: Innenstadtnäh e, kein Leerstand
/ Lupenraum Nieder-Ramstädter-Straße: Beidseitiger Nut zungsbesatz mit 
Mischung aus Dienstleistungs, Gastronomie und Einzelhandel
/ Lupenraum RoßdörferStraße: Hoher Nutzungsbesatz auf relativ weiter 
Strecke, allerdings mit Kristallisationspunkten im Bereich Nahkauf auf der 
einen Seite und Netto auf der anderen Seite
/ Im Umgriff des Umbaugebietes zahlreiche Alternativst andorte vorhanden, 
insbesondere Richtung Innenstadt, aber auch Heinrichstraße (Rewe) bzw. 
Dieburger Straße (Rewe, Penny)
/ „Mein Quartier“ überschaubar, jeder kennt jeden, hoher  Zusammenhalt, 
„hier lebe ich –hier kaufe ich ein“
/ Gute Erreichbarkeit zu Fuß, ÖV, Bus 
/ Parkierung am eigenen Haus
/ Lupenraum Kirchstraße / Pädagogstraße: Fluktuation i m Besatz, stark 
sanierungsbedürftiger nördlicher Bereich; fehlende Einkaufs-und 
Bummelatmosphäre durch hohe Trennwirkung der Kirchstraße zzgl. 
Tram
/ Lupenraum Nieder-Ramstädter-Straße: Hohe Trennwirkun g; v. a. 
südlicher Bereich sanierungsbedürftig; keine Einkaufs-oder 
Bummelatmosphäre
/ Lupenraum Roßdörfer Straße I: Selten durchgängiger B esatz; enger 
Straßenzuschnitt mit Längsparkern und hohe Anforderungen an die 
Anlieferung des Nahkauf (Gefahrenquelle); z. T. überalterter Bestand 
im Einzelhandel (z. T. noch Geschäftsaufgaben zu erwarten)
/ Lupenraum Roßdörfer Straße II: kein durchgängiger Nu tzungsbesatz, 
sondern mit hohem Wohnanteil; enger Straßenzuschnitt, der durch die 
straßenbegleitenden Pkw-Stellplätze noch enger wird; keine 
zeitgemäßen Radabstellmöglichkeiten; kein moderner und zeitgemäßer 
Versorger mit ausreichendem Angebot im Gebiet; die beiden 
Lebensmittelmärkte Nahkauf und Netto können ihre gesamte 
Produktpalette nicht anbieten
/ Versorgungsfunktion insgesamt nicht stark ausgeprägt : Zentralität:
27 % und in den vergangenen Jahren tendenziell abnehmend
/ Keine Identifikationspunkte für das gesamte Quartier ; das 
Stadtumbaugebiet dreigeteilt mit jeweils sehr unterschiedlichem 
Charakter
/ Sanierungsbedürftige Bereiche (Schwerpunkt Bereich K irchstraße)
hohe Vielfalt der Angebote in der Nahversorgung, 
der Gastronomie und im Ärzteangebot
drei relativ unabhängig voneinander agierende Lagen
Nahversorgung wird nicht als Problem im Quartier 
gesehen, da im Umfeld ausreichende Angebote 
vorhanden sind
Hohe Identifikation mit dem Quartier
Flächenengpass und Erreichbarkeit als begrenzende 
Faktoren

Nieder-
Ramstädter 
Straße
Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende sowie Kartengrundlage Stadt Darmstadt; GMA-Bearbeitung 2019
Kirchstraße / 
Pädagogstraße 
48
V. Maßnahmenkonzept

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
49
Maßnahmenkonzept (Vorschlag) 
Standortkonzept Weiterentwicklungzeitgemäßer Handelsformate
/ NutzungallerMöglichkeitenzurEtablierungeinesAnbieter s,derdenheutigenKonsumgewohnheitenentspricht
unddiegesamteProduktpalettederNahversorgungabdeckenkann(aktuellstehenkeineFlächenzurVerfügung)
/ Sicherung und Stärkung des vorhandenen Besatzes auch über en tsprechende Formulierungen in der
anstehenden Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes (zu berücksichtigen als schützenswerte
NahversorgungslageauchbeiVorhabenaußerhalbdesQuartiers)
/ UnterstützungderbestehendenHändlerinihreninsbesonder eauchverkehrlichenBedürfnissen(v.a.Liefer-und
Kundenverkehr,Parkraumbewirtschaftung)
Change-Management
/ Nachnutzungsstrategien für brachfallende Ladenlokale;  insbesondere vor einer Umnutzung in Richtung Wohnen 
ist eine Prüfung für andere, der Versorgung des Quartiers dienende Nutzung vorzusehen; dies gilt insbesondere 
für jene Immobilien, auf die die Stadt Darmstadt einen Zugriff hat (z. B. Bauverein); ansonsten Thema 
Kommunikationsstelle „Change-Management / Immobilien“ bei der Stadt

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
50
Maßnahmenkonzept (Vorschlag) 
Städtebau / Verkehr / Erreichbarkeit
/ Entwicklung eines Identifikationsraumes für das Quar tier; diese Funktion könnte durch die Entwicklung einer 
Marktaktivität  unterstützt werden. Zur Nutzung der Synergien wäre eine Fläche innerhalb der Lupenräume sinnvoll (= 
Einrichtung einer „AG Markt“)
/ Schaffung von adäquaten Fahrradabstellmöglichkeiten z. B. am Standort Roßdörfer Straße im Bereich Netto (in 
Vorbereitung) 
/ Entschärfung der Gefahrensituation im Bereich Kirchs traße und Roßdörfer Straße Höhe Nahkauf
/ Einbeziehung der Bewohner und Wirtschaftstreibenden bei allen Fragen der weiteren Verkehrs-und Parkplatzplanung im 
Gebiet 
/ Erneuerung von Straßen im Gebiet (z. B. Sanierung Mü hlstraße)
Veranstaltungen,Marketing und Image
/ Förderung von Veranstaltungen im Quartier (z. B. auf  Höhe Roßdörfer Straße, Netto) = Gewerbeverein, AG Marktplatz o. ä.
/ Prüfung eines identitätsstiftenden Quartiersfestes ( „AK Quartier“)
/ Einbindung des Quartiers in Innenstadtaktivitäten (z . B. Kommunikation, ggf. unmittelbare Einbindung)
/ Bekanntmachen der Einrichtungen und Initiativen im Q uartier („AK Quartier“)

Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ im Stadtumbaugebiet Kapellplatz / Woogsviertel / Ostbahnhof in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
Anlage:
Befragungsleitfaden Expertenbefragung
Fragebogen Haushaltsbefragung
51

Darmstadt, Expertengespräche 
1
Darmstadt, Expertengespräch 
1. Wie sehen Sie die Entwicklung in Ihrem Quartier in den letzten 5 Jahren und welche Entwick‐
lungen erwarten Sie in der näheren Zukunft? 
2. Was sind die wesentlichen Stärken und Schwächen des Quartiers als Nahversorgungsstand‐
ort? 
3. Welche konkreten Projekte / Entwicklungen / Impulse kommen Ihnen im Quartier besonders 
positiv / neg ativ  ins Gedächtnis? 
4. Wie ist ihre Einschätzung zur Entwicklung des Quartiers in der näheren Zukunft? 
5. Welche Einzelhandelsnutzungen / sonstige Nutzungen sollten im Quartier zusätzlich angesie‐
delt werden? Und an welchen Standorten? 
6. Welche Maßnahmen wären aus Ihrer Sicht geeignet, um das Quartier als Nahversorgungs‐
standort fit für die Zukunft zu machen? 
7. Was müsste Ihr
er Meinung nach die Stadtverwaltung vorrangig tun, um das Quartier und v. 
a. den Standort noch attraktiver zu gestalten (Maßnahmen im öffentlichen Raum etc.)?  
8. Welche Maßnahmen sollte aus Ihrer Sicht das örtliche Gewerbe zur Attraktivitätserhöhung 
des Quartiers ergreifen (individuelle / einzelbetriebliche / gemeinschaftliche Maßn ahmen)?  
Betriebliche Abfrage (für Handel / Dienstleistung / Gastronomie) 
 Betriebsgröße Bestand / Planung 
 Frequenzen / Einzugsgebiet etc. 
 Umsatzentwicklung, Perspektive eigener Standort und Standort im Quartier, digitaler Wandel 
usw.  
 Immobiliensituation (Bestand / Planung, Mietkosten / Dauer Mietvertrag etc.)

weiter siehe Rückseite 
 
Darmstadt – Haushaltsbefragung zur Nahversorgung im Viertel 
Haushaltsbefragung zur Nahversorgung im Stadtumbaugebiet 
Kapellplatz, Woogsviertel, Ostbahnhof 
1. In welchem Viertel wohnen Sie?  
  Kapellplatzviertel    Woogsviertel    Ostbahnhof 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Wo kaufen Sie die folgenden Waren am häufigsten ein? (Bitte nur eine Angabe je Zeile) 
 
Nennung des konkreten Geschäfts und Straße 
Liefer‐
service
„Kein 
Bedarf“ im Viertel  außerhalb des Viertels 
Geschäft  Straße  Geschäft  Straße 
Lebensmittel            
Metzgerei            
Bäckerei            
Getränke            
Zeitschriften/Zeitungen            
Drogerie‐/Parfümeriewaren            
Apotheke           

Darmstadt – Haushaltsbefragung zur Nahversorgung im Viertel 
3. Wie häufig kaufen Sie im Viertel ein?   täglich    alle 1 – 2 Monate 
  mindestens einmal wöchentlich    seltener 
  alle 1 – 2 Wochen     
4. Welche zusätzlichen Angebote der 
Nahversorgung wären für Sie im Viertel 
wichtig?  
(bitte ankreuzen – Mehrfachnennungen 
möglich) 
 Lebensmittelmarkt    Drogerie‐ und Parfümeriewaren 
 Bäckerei    Apotheke 

 
Metzgerei 
 
  Sonstiges (bitte eintragen): 
..................................................... 
5. Wo könnten Sie sich solche Einrichtun‐
gen konkret vorstellen? 
Nennung der Standorte: .................................................................................................
..........................................................................................................................................
..........................................................................................................................................  
6.   Halten Sie die Nahversorgung in  
Ihrem Viertel für ausreichend?    Ja (weiter mit Frage 7)    Nein (weiter mit Frage 6a.) 
 
6a.  Welche  Maßnahmen  können  Sie  sich 
zur  Verbesserung  der  Nahversorgung 
vorstellen? 
......................................................................................................................................... 
......................................................................................................................................... 
.........................................................................................................................................  
7.  Nutzen Sie die vorhandenen Dienstleistungen (Frisör, Kosmetik, Reinigung, Ärzte, 
Bank etc.) und gastronomischen Angebote im Ihrem Viertel?    ja   nein 
 
7a. Wenn ja, dann nennen Sie 
bitte jeweils max. drei Ein‐
richtungen, welche Sie re‐
gelmäßig aufsuchen 
Dienstleistungen: 
........................................................................... 
............................................................................
............................................................................ 
Gastronomie: 
............................................................................
............................................................................
............................................................................
7b. Welche Dienstleistungen 
und gastronomischen An‐
gebote fehlen Ihrer Mei‐
nung nach im Viertel? 
Dienstleistungen: 
........................................................................... 
............................................................................
............................................................................ 
Gastronomie: 
............................................................................
............................................................................
............................................................................
Sonstige Anmerkungen / Anregungen / Ideen zur Weiterentwicklung und Sicherung der Nahversorgung im Viertel 
.................................................................................................................................................................................................................
..................................................................................................................................................................................................................
..................................................................................................................................................................................................................
..................................................................................................................................................................................................................  
Wie viele Personen einschließlich Ihnen  
leben in Ihrem Haushalt? 
Anzahl bitte eintragen 
  1 Person    3 Personen 
  2 Personen    4 Personen und mehr 
___ Personen < 18 Jahre  ___ Personen zwischen 18 und 65 Jahren 
___ Personen > 65 Jahre     
Geschlecht    männlich   weiblich    divers 
 
Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung! 
Rückgabe bis spätestens zum 03.11.2019 per Post (Rückumschlag anbei, Porto zahlt Empfänger) 
Bei Rückfragen:   07141 / 93 60 – 37 (Frau Ostertag, GMA) 
   06151  / 13 36 45 (Frau Eichenauer, Wissenschaftsstadt Darmstadt)

anlage 5

259 Zeichen

Punkt 15: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 (V-Nr. 2020/0387) 
 
Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage 
zuzustimmen. 
  
Gegenstimmen: AfD und UWIGA  
Stimmenthaltung: FDP

2020/0387

5912 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.12.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0387 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle:  061-001-4010 Investitionsnummer:  17061-4002 
Kostenträger:  5110-41 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof; Konzept "Lebendiger 
Einzelhandel" 
 
Vorlage vom: 01.12.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
Dem Konzept „Lebendiger Einzelhandel“ wird zugestimmt. Die darin vorgeschlagenen 
Maßnahmen sollen im Rahmen des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ 
im Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof den weiteren Planungen zugrunde 
gelegt werden. Konkrete bauliche Maßnahmen werden der Stadtverordnetenversammlung 
jeweils zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
 
Anlagen: Konzept Lebendiger Einzelhandel  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.12.2020 
 
 
Im Zuge der Erarbeitung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) für 
das Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof wurde als eines der Hand -
lungsfelder das Thema „Lebendiges Miteinander“ identifiziert. Dieses Handlungsfeld, das für 
das „Wir“ im Stadtteil steht und das soziale Miteinander stärken soll, steht für den Wunsch der 
Bewohnerinnen und Bewohner die Versorgungssituation im Quartier durch zusätzliche 
Lebensmittelgeschäfte und andere Angebote mit Gütern des täglichen Bedarfs zu verbessern. 
Damit zunächst die Chance auf Realisierbarkeit dieses Ziels überprüft werden konnte, war es  
erforderlich, die Ist-Situation des Einzelhandels, der einzelhandelsnahen Dienstleister und der 
Gastronomie zu untersuchen. Zur Erarbeitung eines entsprechenden Gutachtens wurde die 
Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) aus Ludwigsburg beauftragt. 
 
Exemplarisch wurden die drei Einzelhandelsbereiche mit der höchsten Konzentration an Läden 
und Gastronomie im Stadtumbaugebiet betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Ladenlokale 
und Gastronomiebetriebe in der Kirchstraße/Pädagogstraße, in der Nieder-Ramstädter Straße 
zwischen Roßdörfer Platz und Heinrichstraße sowie um die Läden, Gastronomiebetriebe und 
einzelhandelsnahen Dienstleister in der Roßdörfer Straße. Auf der Grundlage der detaillierten 
Bestandsaufnahme und Analyse wurde von der GMA im nächsten Schritt ein Handlungskonzept 
entwickelt. Die drei Bereiche wurden in Form von „räumlichen Lupen“ in ein Beteiligungs- und 
Aktivierungskonzept eingebunden. Nach der Bestandserhebung wurde über eine gebietsweite 
Befragung aller Haushalte im Stadtumbaugebiet und durch Expert*innenbefragung der 
Inhaber*innen und Betreiber*innen von Einzelhandels und einzelhandelsnahen 
Dienstleistungsbetrieben sowie Gastwirtschaften und Restaurants (Magistratsvorlage Nr. 
2019/0249) eine zielgerichtete Analyse ausgearbeitet.  
 
Die „Lokale Partnerschaft“ (eine Gruppe interessierter Bürger*innen und Funktionsträgern im 
Stadtumbaugebiet) wurde zu Beginn des Projektes beteiligt und hatte im Verlauf der 
Erarbeitung des Einzelhandelsgutachtens mehrmals Gelegenheit, Anregungen in die Arbeit der 
GMA einzubringen. Hieraus wurden in der Folge Aktivierungs- und Entwicklungsmaßnahmen 
abgeleitet. Das ausgearbeitete Konzept wurde abschließend im Mai 2020 mit den Mitgliedern 
der „Lokalen Partnerschaft“ abgestimmt.  
 
Bedingt durch die zu erwartenden Auswirkungen der Corona-Pandemie sind Analyse und 
ermittelte Daten zum Einzelhandel nur noch bedingt auf die Zukunft übertragbar, da zurzeit 
noch nicht absehbar ist, wie sich der Einzelhandel und die Gastronomie mittelfristig entwickeln 
werden. Die im Handlungskonzept vorgeschlagenen Maßnahmen sind jedoch auch unabhängig 
von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geeignet, durch die Umsetzung konkreter 
Projekte weiter verfolgt zu werden.  
 
Im Einzelnen sind dies: 
 
- Berücksichtigung als schützenswerte Nahversorgungslage bei der Ausarbeitung von 
gesamtstädtischen Einzelhandelskonzepten 
- Unterstützung der bestehenden Einzelhandelsbetriebe in verkehrlichen Belangen 
(Andienung, Kundenverkehr, Parkraumbewirtschaftung)  
- Nachnutzungsstrategien für brachfallende Ladenlokale – Prüfung, ob quartiersbezogene 
Nutzung anstelle einer Umwandlung in Wohnen möglich ist 
- Entwicklung eines Identifikationsraumes für das Quartier, z.B. Wochenmarkt

- 4 - 
- Schaffung von Fahrradabstellanlagen vor Läden und Geschäften, z.B. in der Roßdörfer 
Straße (> Konzept ist bereits in Bearbeitung, Magistratsvorlage zur Beschlussfassung 
durch die Stadtverordnetenversammlung folgt) 
- Entschärfung von Gefahrensituationen im Bereich Kirchstraße und Roßdörfer Straße  
- Erneuerung von Gehwegen und Fahrbahnen einschließlich der Aufstellung von 
Fahrradabstellanlagen 
- Förderung von Veranstaltungen und Initiativen, z.B. durch Gründung eines 
Arbeitskreises „Quartier“ und/oder eines Arbeitskreises „Markt“ 
Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen im Stadtumbaugebiet weiter verfolgt werden. Die 
Verwaltung wird hierzu die Maßnahmen in die weiteren Planungen einfließen lassen bzw. die 
Umsetzung koordinieren. Die „Lokale Partnerschaft“ wird dabei in die jeweiligen 
Planungsprozesse eingebunden.  
 
 
Dezernat I Dezernat III 
 
 
 
 
Jochen Partsch                                        Dr. Barbara Boczek  
Oberbürgermeister                                  Stadträtin

Beratungsverlauf (6)

TOP 11
TOP 15
TOP 15
TOP 11
TOP 19
TOP 19

Orte (17)

  • Kirchstraße
  • Nieder-Ramstädter Straße 18
  • Roßdörfer Straße
  • Pädagogstraße 17
  • Heinrichstraße
  • Dieburger Straße
  • Heinheimer Straße
  • Martin-Buber-Straße
  • Hügelstraße
  • Heidenreichstraße
  • Kapellplatz
  • Marktplatz
  • Erbacher Straße
  • Landgraf-Georg-Straße
  • Inselstraße
  • Beckstraße
  • Mühlstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0387
Typ
Magistratsvorlage
Datum
01.12.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00