A-R/0067/2023
Klimawäldchen
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A-R-0067-2023-IF-Klimawäldchen_2023_12_05
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0067/2023 Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Weseler Str. 19-21 – 48151 Münster 0251/13651766 – buero@fraktion-ms.de – Fraktionssprecher: Lars Nowak Seite 1 von 2 Mü nster, den 05.12.2023 Antrag gem. § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Rates Klimawäldchen Der Rat möge beschließen: 1. In Mü nster werden mehrere Klimawa ldchen geschaffen. 2. Die Verwaltüng schla gt geeignete Standorte fü r Klimawa ldchen (nach Miyawaki Methode) vor. Dabei legt sie einen Schwerpünkt aüf den stark verdichteten Bereich des Bezirks Mitte. 3. Die Verwaltüng bezieht geeignete Partner*innen in den Prü fprozess mit ein. 4. Die Verwaltüng macht Vorschla ge wie eine Finanzierüng gegebenenfalls ünter Einbeziehüng alternativer Finanzierüngsqüellen (z.B. Crowdfünding, Züschü sse von Bünd, Land oder Stiftüngen) erfolgen kann. 5. Die Verwaltüng prü ft weiterhin, wo geeignete Standorte fü r Pop Up Wa ldchen in der Stadt vorhanden sind ünd wie eine Umsetzüng aüssehen ko nnte. 6. Die Verwaltüng legt einen geeigneten Bericht im zweiten Qüartal 2024 vor. Begründung: 1. Ein Klimawa ldchen ist ein angepflanzter Wald, der einer kleinen Fla che mit einer großen Dichte angelegt wird. Damit wird das Ziel verfolgt, kleinfla chig fünktionierende Biotope anzülegen, die fü r eine hohe CO2 -Bindüng sorgen ünd das Mikroklima – insbesondere im sta dtischen Siedlüngsbereich – deütlich verbessern. Kennzeichnend sind schnellwachsende ünd vielfa ltige Pflanzüngen. Die Gro ße der Pflanzüngen ist dabei stark ünterschiedlich. Die kleinsten Wa ldchen in Eüropa würden schon mit weniger als 100 qm Fl a che ümgesetzt. Die Idee geht aüf den japanischen O kologen Akira Miyawaki zürü ck ünd würde in Eüropa bereits seit 2010 ümgesetzt. Mittlerweile gibt es weltweit etwa 3.000 „Miyawaki-Wa ldchen“. Internationale Fraktion Die PARTEI/ÖDP – Weseler Str. 19-21 – 48151 Münster 0251/13651766 – buero@fraktion-ms.de – Fraktionssprecher: Lars Nowak Seite 2 von 2 Die Stadt Mü nster ist bereits jetzt ünd wird in den kommenden J ahren ünd Jahrzehnten in zünehmendem Umfang vom Klimawandel betroffen sein. Insbesondere die Probleme der Hitzeinseln ünd der stark rü ckla üfigen Biodiversita t im Siedlüngsbereich erreichen bereits jetzt ein besorgniserregendes Niveaü. Hier ist dringender H andlüngsbedarf gegeben. Da große züsammenha ngende Fla chen nicht fü r eine nachhaltige Gestaltüng zür Verfü güng stehen, sondern eher fü r andere Zwecke der Stadtentwicklüng (Wohnen, Gewerbe, soziale ünd technische Infrastrüktür etc.) verwendet werden ünd dami t ihren positiven Effekt aüf das Stadtklima einbü ßen, mü ssen hier dringend Gegenmaßnahmen getroffen werden. Eine kleinteilige Umsetzüng mit entsprechender Entsiegelüng verspricht angesichts der allgegenwa rtigen Fla chenkonkürrenz eine ho here Realisierüngschance. 2. Die Festlegüng einzelner Fla chen sollte angesichts der schwierigen Abwa güng im Einzelfall (liegenschaftliche, planerische ünd weitere Belange) dürch die Verwaltüng erfolgen. Angesichts der ho chsten Siedlüngsdichte ist der Bezirk Mitte dabei in den Foküs zü rü cken, ohne dass die ü brigen Bezirke ünberü cksichtigt bleiben. 3. Fü r ein Gelingen der Umsetzüng ünd des mittel- ünd langfristigen Erhalts der Klimawa ldchen ist eine frü hzeitige Einbeziehüng von Stakeholder-Grüppen hilfreich. Hier ist insbesonde re an Nachbarschaftsinitiativen ünd Umweltgrüppen fü r die Anlage ünd Pflege sowie Gründstü ckseigentü mer*innen ünd Anlieger*innen zü denken. 4. Dürch die finanzielle Einbeziehüng von interessierten Einwohner*innen kann die „Verwürzelüng“ der Klimawa ldchen im jeweiligen Stadtviertel noch besser gelingen. Mo gliche Co- Finanzierüngen dürch andere staatliche Ebenen bzw. Stiftüngen sollten geprü ft ünd genützt werden. 5. Angesichts von immer wieder langandaüernden Planüngs- ünd Realisierüngsprozessen ko nnen zeitlich begrenzte Klimawa ldchen als so genannte Pop-Up-Wa ldchen eine fü r alle Beteiligten sinnvolle Zwischennützüng von aktüell nicht genützten Gründstü cken darstellen. Eine Mindestnützüng von fü nf Jahren erscheint dabei sinnvoll; la ngere Nützüngsdaüern sind natü rlich erstrebenswert. gez. Lars Nowak Dr. Georgios Tsakalidis Michael Krapp
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Weseler Straße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0067/2023
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 05.12.2023
- Erstellt
- 05.12.2023 14:25