1499/2026
Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 im Sommer 2026 - hier: Schienenersatzkonzept
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Anlage 3 - geänderter Beschlussvorschlag
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Anlage 3 Aufgrund der abweichenden Beschlussempfehlung der Bezirksvertretung Porz – s. Anlage 1 – macht die Verwaltung folgenden geänderten Beschlussvorschlag: Geänderter Beschlussvorschlag Der Rat beauftragt die Verwaltung, die KVB während der umfangreichen Baumaßnahmen an der rechtsrheinischen Infrastruktur im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 mit dem in der Vorlage dargestellten Schienenersatzkonzept nach Maßgabe des öffentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) zu betrauen. Darüber hinaus ist bis zum 10. Juli zu prüfen, ob der Inselbetrieb auf der Linie 7 bis zum Ende der Baumaßnahme weiter durchgeführt werden kann. Die Kosten der Trennungsmaßnahmen sind förderfähig und werden über ein Förderprojekt der Stadt Köln sowie über eine Fördermaßnahme der KVB anteilig mit öffentlichen Mitteln finanziert. Das städtische Projekt wird mit einer Förderquote von 90% nach §12 ÖPNVG NRW, das Projekt der KVB im Rahmen der Kommunalen Schiene / Grunderneuerung des GVFG mit bis zu 60% bezuschusst. Das Förderprojekt der KVB befindet sich derzeit im Bewilligungsprozess, die KVB geht von einem positiven Bescheid aus. Sollte wider Erwarten keine Förderung gewährt werden, wird der zusätzlich entstehende Verlust der KVB aufgrund des Schienenersatzkonzepts in Höhe von bis zu 4,2 Mio. Euro im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ausgeglichen, was die Gewinnausschüttungsfähigkeit der SWK an den städtischen Haushalt verringert und zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt führen kann. Der Zeitpunkt der haushaltsmäßigen Belastung wird auf das Jahr 2027 prognostiziert. Datum Unterschrift Unterschrift 01.07.2026 Torsten Burmester Christiane Martin
Dringlichkeitsvorlage Rat
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Dezernat, Dienststelle
III/68/681/1
Vorlage-Nummer
1499/2026
Freigabedatum
01.07.2026
Dringlichkeitsentscheidung und Genehmigung
zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Entscheidung durch den Oberbürgermeister und ein Ratsmitglied gemäß § 60 Absatz 1, Satz
2 GO NRW und Genehmigung durch den Rat.
Betreff
Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 - hier:
Schienenersatzkonzept Sommer 2026
Gremium Datum
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) per DE 1710/2026
Bezirksvertretung 7 (Porz) per Vorlage
1711/2026
Bezirksvertretung 8 (Kalk) per DE 1712/2026
Mobilitätsausschuss 30.06.2026
Rat 02.07.2026
Begründung für die Dringlichkeit:
Ab dem 29.06.2026 werden an der rechtsrheinischen Infrastruktur durch verschiedene Bau-
lastträger umfangreiche Baumaßnahmen im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 durchge-
führt, welche zu Trennungen dieser Stadtbahnlinien führen.
Mit Beginn der jeweiligen Baumaßnahmen müssen die dazugehörigen Ersatzverkehre zwin-
gend in Betrieb gehen, um die Einschränkungen für die Kölner*innen so gering wie möglich zu
halten. Jeder weitere zeitliche Aufschub bedeutet gleichzeitig auch ein Risiko für die umfang-
reichen Infrastrukturmaßnahmen.
Aufgrund des Umfangs der zu bestellenden Ersatzverkehre in Verbindung mit einem einge-
schränkten Anbietermarkt (Beginn bereits vor den Sommerferien sowie parallele Bestellungen
der DB InfraGo) war es für die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) ebenfalls bereits notwen-
dig, die Bieterfrist zu verlängern, um adäquate Angebote zu erhalten. Das Vergabeverfahren
ist noch nicht abgeschlossen. Ein Zuschlag für ein Nachunternehmen muss allerdings zeitnah
erfolgen, damit die interessierten Bieter*innen nicht abspringen.
Die Beschlussvorlage konnte aufgrund der dazu erforderlichen Abstimmungen zwischen Ver-
waltung und KVB nicht früher erstellt werden.
Eine Beschlussfassung ist jedoch zwingend vor der nächsten regulären Sitzung des Rates er-
forderlich. Zeitgleich werden die betroffenen Bezirksvertretungen Innenstadt, Porz und Kalk
ebenfalls per Dringlichkeitsentscheidung angehört. Der zuständige Fachausschuss konnte
aufgrund der Kurzfristigkeit nicht erreicht werden.
Beschluss:
Der Rat beauftragt die Verwaltung, die KVB während der umfangreichen Baumaßnahmen an
der rechtsrheinischen Infrastruktur im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 mit dem in der
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Vorlage dargestellten Schienenersatzkonzept nach Maßgabe des öffentlichen Dienstleistungs-
auftrags (ÖDLA) zu betrauen.
Die Kosten der Trennungsmaßnahmen sind förderfähig und werden über ein Förderprojekt
der Stadt Köln sowie über eine Fördermaßnahme der KVB anteilig mit öffentlichen Mitteln fi-
nanziert. Das städtische Projekt wird mit einer Förderquote von 90% nach §12 ÖPNVG NRW,
das Projekt der KVB im Rahmen der Kommunalen Schiene / Grunderneuerung des GVFG mit
bis zu 60% bezuschusst. Das Förderprojekt der KVB befindet sich derzeit im Bewilligungspro-
zess, die KVB geht von einem positiven Bescheid aus.
Sollte wider Erwarten keine Förderung gewährt werden, wird der zusätzlich entstehende Ver-
lust der KVB aufgrund des Schienenersatzkonzepts in Höhe von bis zu 4,2 Mio. Euro im Rah-
men des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ausgeglichen,
was die Gewinnausschüttungsfähigkeit der SWK an den städtischen Haushalt verringert und
zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt führen kann. Der Zeitpunkt der haushaltsmäßi-
gen Belastung wird auf das Jahr 2027 prognostiziert.
Datum Abstimmungsergebnis
Unterschrift Unterschrift
Unterschrieben wie in Anlage 3
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Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Nein
Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)
Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)
Begründung:
Ausgangslage
Im Sommer 2026 wird vom 29.06.2026 bis vrsl. 02.09.2026 im rechtsrheinischen Stadtbahn-
netz ein umfangreiches, koordiniertes Maßnahmenbündel mehrerer Baulastträger umgesetzt.
Die Arbeiten dienen der langfristigen Sicherung und Modernisierung der Infrastruktur und er-
folgen insbesondere im Zusammenhang mit Maßnahmen der Stadt Köln am Hochwasser-
schott Mindener Straße (vgl. Vorlagen-Nr. 3500/2025).
Darüber hinaus sind folgende Maßnahmen Bestandteil des Gesamtprogramms:
Arbeiten auf der Deutzer Brücke durch Verwaltung und KVB,
brandschutztechnische Sanierung im Bereich der Haltestelle Bahnhof Deutz/Messe
durch die Verwaltung,
Gleiserneuerungen im Abschnitt Merheim bis Bensberg einschließlich Gleisdreieck
Merheim durch die KVB sowie
Instandsetzungsarbeiten an der Brücke L286n „Merheimer Bruch“ durch Stra-
ßen.NRW.
Informationen zum Betriebskonzept und zum Ersatzverkehr
Zur Aufrechterhaltung der Mobilität wird ein umfangreiches Ersatz- und Betriebskonzept um-
gesetzt. Dieses umfasst insbesondere:
Schienenersatzverkehr mit Busleistungen,
verstärkte Fahrgastinformation und Servicepersonal sowie
die Berücksichtigung mehrerer Großveranstaltungen im Stadtgebiet Köln, die im Zeit-
raum der Maßnahme stattfinden (bspw. Veranstaltungen im RheinEnergieStadion, der
CSD, die Kölner Lichter sowie die Gamescom).
Die für den notwendigen Ersatzbusverkehr benötigten Leistungen werden im Wesentlichen an
externe Verkehrsunternehmen vergeben. Dies ist aufgrund der zeitlich begrenzten Maßnahme
wirtschaftlich zweckmäßig und bietet die Möglichkeit, die Finanzierung teilweise aus Förder-
mittel vorzunehmen.
Für die Ersatzbusverkehre werden zusätzliche Haltestellen im Bereich der während der Maß-
nahmen nicht bedienten Stadtbahnhaltestellen eingerichtet. Zudem werden die Buslinien auf
ihrem Linienweg auch an bestehenden Haltestellen, soweit möglich, anfahren.
Die KVB wird auf ihrem Internetauftritt umfassend über das Schienenersatzkonzept im Busbe-
reich informieren (vgl. „Baustellen“).
Aufgrund der Vielzahl paralleler Eingriffe sind umfangreiche betriebliche Einschränkungen wie
Stadtbahntrennungen mit Schienenersatzverkehr erforderlich, die in drei aufeinanderfolgen-
den Betriebsphasen umgesetzt werden müssen.
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Phase 1 (29.06.2026 – 13.07.2026)
In Phase 1 sind folgende Trennungen vorgesehen:
Trennung Linie 1 zwischen „Heumarkt“ und „Bf Deutz/Messe“,
Trennung Linie 7 zwischen „Neumarkt“ und „Deutzer Freiheit“ sowie
Trennung Linie 9 zwischen „Heumarkt“ und „Bf Deutz/Messe“.
Stadtbahn
Die Stadtbahnlinie 1 wird jeweils hin und zurück zwischen „Heumarkt“ und „Weiden West“ so-
wie zwischen „Bensberg“ und „Bf Deutz/Messe“ verkehren. Die linksrheinischen Verstärker-
fahrten der Linie 1 entfallen.
Die Stadtbahnlinie 7 wird jeweils hin und zurück zwischen „Frechen-Benzelrath“ bzw. „Aache-
ner Straße/Gürtel“ und „Neumarkt“ sowie zwischen „Deutzer Freiheit“ und „Zündorf“ verkeh-
ren.
Die Stadtbahnlinie 9 wird jeweils hin und zurück zwischen „Sülz Hermeskeiler Platz“ und
„Heumarkt“ sowie zwischen „Königsforst“ und „Bf Deutz/Messe“ verkehren.
Busverkehr
Als Schienenersatz wird die Buslinie 101 zwischen den Haltestellen „Koelnmesse“ und „Neu-
markt“ im 2- bis 3-Minuten-Takt verkehren.
Phase 2 (13.07.2026 – 14.08.2026)
In Phase 2 sind folgende Trennungen vorgesehen:
weiterhin Trennung Linie 1 zwischen „Heumarkt“ und „Bf Deutz/Messe“,
zusätzliche Trennung Linie 1 zwischen „Merheim“ und „Bensberg“,
vollständige Trennung Linie 7 zwischen „Neumarkt“ und „Zündorf“ ab 20.07.2026,
weiterhin Trennung Linie 9 „Heumarkt“ – „Bf Deutz/Messe“ sowie
eingleisige Bedienung „Bf Deutz/Messe“ ab 17.07.2026.
Stadtbahn
Die Stadtbahnlinie 1 wird jeweils hin und zurück zwischen „Heumarkt“ und „Weiden West“ so-
wie rechtsrheinisch zwischen „Bf Deutz/Messe“ und „Merheim“ verkehren. Die linksrheini-
schen Verstärkerfahrten der Linie 1 entfallen weiterhin. Die rechtsrheinischen Verstärkerfahr-
ten werden in den Sommerferien, ab Freitag 17.07. ca. 22:00 Uhr mit Beginn der Arbeit im „Bf.
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Deutz/Messe“ ebenfalls entfallen.
Die Stadtbahnlinie 7 wird jeweils hin und zurück zwischen „Frechen-Benzelrath“ bzw. „Aache-
ner Straße/Gürtel“ und „Neumarkt“ verkehren. Bis Montag, 20.07. ca. 3:00 Uhr verkehrt die
Stadtbahnlinie auch zwischen „Deutzer Freiheit“ und „Zündorf“. Ab Montag, 20.07., ca. 3:00
Uhr wird die Linie 7 aufgrund der Baumaßnahmen zwischen „Neumarkt“ und „Zündorf“ voll-
ständig getrennt.
Die Stadtbahnlinie 9 wird jeweils hin und zurück zwischen „Sülz Hermeskeiler Platz“ und
„Heumarkt“ sowie zwischen „Königsforst“ und „Bf Deutz/Messe“ verkehren.
Busverkehr
Die Buslinie 101 wird weiterhin zwischen „Koelnmesse“ und „Neumarkt“ im 2- bis 3-Minuten-
Takt für alle Fahrten der Linie 1 (inkl. Verstärkerfahrten bis Fr 17.07.26 ca. 22:00 Uhr), der Li-
nie 7 (bis Montag, 20.07.26, ca. 03:00 Uhr) und der Linie 9 verkehren.
Ab Montag, 20.07.26, verkehrt die Buslinie 101 im 5-Minuten-Takt. Zusätzlich wird dann auch
die Ersatzbuslinie 107 zwischen „Neumarkt“ und „Zündorf“ im 10-Minuten-Takt eingesetzt,
welche auf den Fahrten in Richtung „Neumarkt“ über „Bf. Köln Messe/Deutz“ wenden und auf
den Fahrten in Richtung „Zündorf“ von den Deutzer Brücke kommend direkt auf die Siegbur-
ger Straße in südliche Richtung verkehren wird.
Die Buslinie 107 wird entlang der Siegburger Straße und Kölner Straße bis nach Porz geführt.
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In Porz verkehrt die Linie dann über „Porz Steinstr.“ zu „Porz Markt“. Von dort wird die Buslinie
über die Schleife in Zündorf zur dortigen Endhaltestelle geführt. Auf den Fahrten in Richtung
„Neumarkt“ wird die Linie von „Zündorf“ kommend direkt in nördliche Richtung und anschlie-
ßend über die Mühlenstraße und Klingenstraße bis „Porz Markt“ geführt. Von dort verkehrt die
Linie über „Porz Steinstraße“ zurück zum „Neumarkt“.
Zwischen den Haltestellen „Merheim“ und „Bensberg“ wird ebenfalls die Buslinie 101 im 10-
Minuten-Takt verkehren. Die Linie folgt ab „Merheim“ dem Verlauf der Olpener Straße.
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Sie verkehrt in Bergisch-Gladbach über die Haltestellen „Lustheide“ und „Refrath“ und folgt
zum Schluss der Kölner Straße und Steinstraße bis zur Endhaltestelle „Bensberg“.
Phase 3 (14.08.2026 – 02.09.2026)
In Phase 3 sind folgende Trennungen vorgesehen:
Trennung Linie 1 zwischen „Heumarkt“ und Bensberg,
Fortsetzung der Trennung Linie 7 zwischen Neumarkt und Zündorf,
Fortsetzung der Trennung Linie 9 Heumarkt – Bf Deutz/Messe sowie
weiterhin eingleisige Bedienung Bf Deutz/Messe.
Stadtbahn
Die Stadtbahnlinie 1 wird zwischen „Heumarkt“ und „Weiden West“ hin und zurück verkehren.
Die Verstärkerfahrten der Linie 1 entfallen weiterhin.
Die Stadtbahnlinie 7 wird jeweils hin und zurück zwischen „Frechen-Benzelrath“ bzw. „Aache-
ner Straße/Gürtel“ und „Neumarkt“ verkehren.
Die Stadtbahnlinie 9 wird jeweils hin und zurück zwischen „Sülz Hermeskeiler Platz“ und
„Heumarkt“ sowie zwischen „Königsforst“ und „Bf Deutz/Messe“ verkehren.
Busverkehr
Als Schienenersatz wird in Phase 3 weiterhin die Buslinie 107 zwischen den Haltestellen
„Neumarkt“ und „Zündorf“ im 10-Minuten-Takt verkehren. Die Linienführung bleibt gegenüber
Phase 2 unverändert.
Die Buslinie 109 übernimmt die Linienführung den Pendellinie zwischen den Haltestellen
„Neumarkt“ und „KoelnMesse“ im 10-Minuten-Takt.
Die Buslinie 101 wird in Phase 3 bereits ab der Haltestelle „Neumarkt“ bis „Bensberg“ im 10-
Minuten-Takt verkehren und dabei im Wesentlichen der Deutz-Kalker-Straße, der Kalker
Hauptstraße und der Olpener Straße folgen.
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Lediglich im Bereich Höhenberg und Merheim weicht die Buslinie 101 von der Olpener Straße
ab, um die Stadtbahnhaltestellen „Fuldaer Str.“ und „Sportpark Höhenberg“ zu bedienen. Der
weiteren Linienverlauf in Richtung „Bensberg“ bleibt gegenüber Phase 2 unverändert.
Finanzielle Auswirkungen
Betriebskosten und Erlöse:
Die KVB wird im Rahmen der Stadtbahntrennung zusätzliche Aufwendungen sowie Minderer-
träge durch den veränderten Betrieb und die Ersatzverkehre verzeichnen. Der für diesen tem-
porären Anlass eingerichtete Busverkehr führt unter Berücksichtigung der im Abschnitt Be-
schluss aufgeführten Förderquoten von 90% bzw. 60% der zuwendungsfähigen Kosten zu
Mehrkosten von bis zu 1,7 Mio. € für den Zeitraum vom 29.06.2026 bis vrsl. 02.09.2026. Hier
liegt kein weiteres Erlöspotential vor.
Im aktuellen Wirtschaftsplan wurden für diese Schienenersatzverkehre Aufwendungen in
Höhe von bis zu ca. 0,7 Mio. € (nach Förderung) berücksichtigt. Die Maßnahme führt unter
Berücksichtigung einer Förderung von 90% bzw. 60% der zuwendungsfähigen Kosten somit
zu einem zusätzlich zum aktuellen Wirtschaftsplan entstehenden Verlust der KVB i. H. v. bis
zu 1,0 Mio. € für das Jahr 2026.
Sollte die Förderung geringer oder komplett entfallen, würden die Mehrkosten höher ausfallen.
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Im unwahrscheinlichen Falle des vollständigen Förderentfalls, könnten die Aufwendungen aus
dem SEV bis zu 4,2 Mio. € betragen. Da die Ausschreibungsergebnisse und die Bewilligung
des Förderprojekts der KVB noch ausstehen, handelt es sich in dieser Vorlage um vorläufige
Zahlen.
Haushaltsmäßige Auswirkungen:
Der prognostizierte zusätzlich entstehende Verlust wird aufgrund des Ergebnisabführungsver-
trages von der SWK ausgeglichen, was die Gewinnausschüttungsfähigkeit der SWK an den
städtischen Haushalt verringert und zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt führen kann.
Der Zeitpunkt der haushaltsmäßigen Belastung wird auf das Jahr 2027 prognostiziert. Die
Umsetzung der Maßnahme bewirkt keine haushaltsmäßigen Auswirkungen, sofern diese zu-
sätzlichen Aufwendungen der KVB innerhalb des SWK-Konzerns aufgefangen werden und
damit die zwischen der Stadt Köln und dem Stadtwerkekonzern vereinbarten und geplanten
Ausschüttungen für das Jahr 2027 eingehalten werden.
Zuschüsse:
Die zusätzlichen Kosten des SEV können bezuschusst werden. Dementsprechend wird sich
der zusätzlich entstehende Verlust der KVB verringern. Die genaue absolute Höhe der Förde-
rung kann erst nach Abschluss der laufenden Ausschreibung beziffert werden.
Soll-Ausgleich
Die zuvor beschriebenen Maßnahmen entsprechen nach Maßgabe des Öffentlichen Dienst-
leistungsauftrags (ÖDLA) einer Änderung der gemeinwirtschaftlichen Verpflichtung und führen
zu einer Erhöhung des Soll-Ausgleichs.
Auswirkungen auf den Klimaschutz
Mit der Durchführung adäquater und notwendiger Ersatzverkehre sollen während der Stadt-
bahntrennungen möglichst viele KVB-Nutzer*innen im ÖPNV-System gehalten werden, damit
keine erhöhte PKW-Nutzung mit den damit verbundenen negativen Auswirkungen für das
Klima entsteht.
Anlage 1 - Auszug BV 7, 23.06.2026
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Geschäftsführung Bezirksvertretung 7 (Porz) Erik Stäuder Telefon: (0221) 221-97327 E-Mail: Erik.Staeuder@Stadt-Koeln.de Datum: 23.06.2026 Auszug aus dem Beschlussprotokoll der 6. Sitzung der Bezirksvertretung Porz vom 23.06.2026 öffentlich 6.8 Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Stadtbahn linien 1, 7 und 9 in den Sommerferien 2026 - hier: Anhörung zum Schienenersatzkonzept 1711/2026 Mündlicher Änderungsantrag der Fraktionen CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grü- nen-Volt: Nach einer Sitzungsunterbrechung lässt Herr Bezirksbürgermeister Tempel über den mündlichen Änderungsantrag und anschließend über die geänderte Beschlussvorlage abstimmen. I. Beschluss über den mündlichen Änderungsantrag: Der Rat beauftragt die Verwaltung, die KVB während der umfangreichen Baumaßnah- men an der rechtsrheinischen Infrastruktur im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 mit dem in der Vorlage dargestellten Schienenersatzkonzept nach Maßgabe des öf- fentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) zu betrauen, mit der Maßgabe, dass die KVB den Inselbetrieb während der vollständigen bauzeitlichen Sperrung auf- rechterhält. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung der Stimme von Herrn Meinhard (Die Linke) zugestimmt. II. Beschluss über die geänderte Beschlussvorlage: Die Bezirksvertretung Porz empfiehlt dem Rat wie folgt zu beschließen: Der Rat beauftragt die Verwaltung, die KVB während der umfangreichen Baumaßnah- men an der rechtsrheinischen Infrastruktur im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 mit dem in der Vorlage dargestellten Schienenersatzkonzept nach Maßgabe des öf- fentlichen Dienstleistungsauftrags (ÖDLA) zu betrauen , mit der Maßgabe, dass die KVB den Inselbetrieb während der vollständigen bauzeitlichen Sperrung auf- rechterhält. Die Kosten der Trennungsmaßnahmen sind förderfähig und werden über ein Förder- projekt der Stadt Köln sowie über eine Fördermaßnahme der KVB anteilig mit öffentli- chen Mitteln finanziert. Das städtische Projekt wird mit einer Förderquote von 90% nach §12 ÖPNVG NRW, das Projekt der KVB im Rahmen der Kommunalen Schiene / Grunderneuerung des GVFG mit bis zu 60% bezuschusst. Das Förderprojekt der KVB befindet sich derzeit im Bewilligungsprozess, die KVB geht von einem positiven Be- scheid aus. Sollte wider Erwarten keine Förderung gewährt werden, wird der zusätzlich entste- hende Verlust der KVB aufgrund des Schienenersatzkonzepts in Höhe von bis zu 4,2 Mio. Euro im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages von der Stadtwerke Köln GmbH (SWK) ausgeglichen, was die Gewinnausschüttungsfähigkeit der SWK an den städtischen Haushalt verringert und zu einer Ergebnisbelastung im Kernhaushalt füh- ren kann. Der Zeitpunkt der haushaltsmäßigen Belastung wird auf das Jahr 2027 prognostiziert. Abstimmungsergebnis: Einstimmig bei Enthaltung der Stimme von Herrn Meinhard (Die Linke) zugestimmt. Hinweis: Der TOP 6.8 wurde zusammen mit der Aktuellen Stunde beraten. Aufgrund der Übersichtlichkeit erfolgt die Protokollierung analog der Tagesordnung.
Anlage 2 - Stellungnahme der Verwaltung
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Anlage 2 Infrastrukturmaßnahmen im Bereich der Stadtbahnlinien 1, 7 und 9 - hier: Schienenersatzkonzept Sommer 2026 1499/2026 Die Verwaltung nimmt zur geänderten Beschlussempfehlung der BV Porz (s. Anlage 1) wie folgt Stellung: Nach Aussage der KVB AG kann der Inselbetrieb nur in den drei Wochen vor Ferienbeginn durchgeführt werden. Die Verwaltung empfiehlt, dem Beschluss der BV Porz nicht zu folgen. Hintergrund: Aufgrund der Sperrung der Deutzer Brücke ist der Streckenabschnitt von Deutzer Freiheit bis Zündorf vom restlichen KVB -Stadtbahnnetz abgetrennt. Auf diesem Abschnitt soll in den drei Wochen vor Beginn der Sommerferien durch die KVB ein sogenannter Inselbetrieb mit dort eingeschlossenen Stadtbahnfahrzeugen durchgeführt werden. Damit steht während der nachfragestärkeren Zeit vor den Sommerferien auf diesem Abschnitt das gewohnte Angebot zur Verfügung. Während der Sommerferien steht der größte Stadtbahnbetriebshof (Köln Merheim) für drei Wochen nicht für Wartungs- und Reparaturarbeiten zur Verfügung. Um einen Reparatur- und Wartungsstau bei den Stadtbahnfahrzeugen zu vermeiden, ergibt sich in dieser Zeit die Notwendigkeit, insgesamt weniger Fahrzeuge einzusetzen. Dementsprechend kann ein Inselbetrieb mit Stadtbahnfahrzeugen während der Sommerferien nicht realisiert werden. Aufgrund der ohnehin gegebenen Umsteigenotwendigkeit der Linie 7 vor der Deutzer Brücke wurde durch KVB entschieden, die o.g. Stadtbahnverbindung in den Sommerferien durch Busse zu ersetzen, die eine direkte Verbindung in die Kölner Innenstadt schaffen.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Alternative beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1499/2026
- Typ
- Dringlichkeitsvorlage Rat
- Datum
- 01.07.2026
- Erstellt
- 20.05.2026 15:43