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2014/0069

Projekt Green Smart City Darmstadt - Projektkoordinierungsfunktion des House of IT

Magistratsvorlage 20.02.2014

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2014/0069

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2014/0069

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.03.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung: 
 
Dezernat I Hauptamt IT-Abteilung an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0069 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:  571010 
Kostenstelle:  015-001-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5710-11 Sachkonto:  7128810 
 
Betreff: Projekt Green Smart City Darmstadt - Projektkoordinierungsfunktion des House of IT  
 
Vorlage vom: 20.02.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
1.  Der Ansatz, Darmstadt im Sinne des Leitbildes Wissenschaftsstadt als innovative Green Smart 
City zu positionieren und dazu konkrete Projekte vorzubereiten, wird zur Kenntnis genommen 
und begrüßt. 
2.  Dass das House of IT hierbei eine Koordinierungsfunktion für Teilprojekte übernimmt, wird im 
Sinne des Ziels der Stadt, durch das House of IT das lokale IT-Cluster zu stärken, begrüßt. 
Der Magistrat wird beauftragt, gegenüber dem House of IT entsprechend zu verfahren. 
3.  Der Restzuschuss für das House of IT für 2013 in Höhe von 90.000€ wird in das Jahr 2014 
übertragen und projektbezogen gewidmet. 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20. Februar 2014 
 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt bietet als innovationsafines High-Tech-Zentrum der 
RheinMain-Region und europäischer IT-Spitzenstandort mit exzellenten demografischen und 
ökonomischen Rahmenbedingungen beste Voraussetzungen, um aktuelle gesellschaftliche und 
technologische Megatrends und Herausforderungen aufzugreifen und in Modellprojekten 
zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln. 
 
Der Fokus entfernt sich dabei von rein fachspezifischen Betrachtungsweisen hin zu immer 
stärker holistischen Ansätzen, welche Querverbindungen und Wechselwirkungen verschiedener 
Technologien aufnehmen und Lösungsansätze in ganzheitlicher und nachhaltiger Weise 
suchen. Dies gilt insbesondere für den Bereich der Stadtentwicklung, der sich unter anderem 
Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Ressourcen- und Flächeneffizienz sowie dem 
demografischen Wandel, im Falle von Darmstadt im Sinne einer wachsenden Bevölkerungszahl, 
die wiederum sich verstärkende Flächenkonkurrenzen hervorruft, zu stellen hat. Hier gilt es 
zukünftig noch stärker als heute integrierte Konzepte zu entwickeln, die Elemente aus den 
Bereichen Energie(-effizienz) und innovative Mobilität/Infrastruktur mit Lösungen der 
Informations- und Telekommunikationstechnologien (IT) kombinieren. Ergänzt werden diese 
von modernen Anforderungen an E-Government, E-Partizipation und die Möglichkeiten der 
lokalen Nutzbarmachung soziale Netzwerke sowie durch die Möglichkeiten IT-gestützter 
Steuerungs-, Prozess- und Produktionsoptimierung. 
  
In der Summe firmieren solche Ansätze unter dem Schlagwort „ Green Smart City “. Die 
Chancen von Darmstadt mit seinem herausragenden Besatz an wissenschaftlichen 
Einrichtungen, Forschungsinstitutionen und Unternehmungen, in diesen Technologiefeldern  
eine führende Rolle zu übernehmen und zugleich die Standort- und Lebensqualität vor Ort 
abzusichern bzw. zu verbessern, sind sehr hoch einzuschätzen. Schlaglichtartig können 
folgende Themenfelder unter dem Leitbegriff genannt und untereinander kombiniert werden: 
Smart City Government (Verwaltungsmodernisierung und –optimierung), Smart Energy 
(effiziente Energienutzung, intelligenter Netzausbau), Smart Transport (ressourcenschonende 
Mobilitätsangebote und –konzepte), Smart Living (Assistenz- und Steuerungssysteme im 
Wohnbereich), Smart Education (neue Formen der IT-gestützten Wissensvermittlung), Smart 
Health (innovative Medikations-, Behandlungs- und Vorsorgeformen).   
 
Der Impuls, auf dieser Basis eine Arbeitsgruppe zu initiieren, die entsprechende Projekte 
verfolgt, begleitet oder anstößt, wurde von Oberbürgermeister Jochen Partsch und dem 
Vorstandsvorsitzenden der Software AG, Karl-Heinz Streibich, gesetzt. Zum Kreis der Akteure, 
welche bereits in Kontakt stehen, zählen zum Beispiel die Technische Universität, das Institut 
Wohnen und Umwelt, die HSE, HEAGmobilo, die Bauverein AG, die Software AG, die Firma 
AGT, das Urban Software Institute, die Wissenschaftsstadt Darmstadt selbst, das Netzwerk IT 
for Work bei der IHK Darmstadt und das House of IT. 
 
In diesem Zusammenhang engagiert sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt in mehreren 
Städtenetzwerken. Zu nennen ist hier insbesondere das Smart City Forum, in welchem sich 
Städte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Luxemburg organisiert haben, um 
in enger Anbindung an den German Innovation Roundtable ihre Interessen bei der EU-
Kommission zu platzieren, sowie das Green Energy Committee, welches von der Partnerstadt 
Graz aus als europäisches Städtenetz organisiert wird und den sogenannten Club de 
Strasbourg integriert. Beide Verbünde zielen insbesondere auf Erfahrungsaustausch und 
Kooperationen im Bereich Energie und Ressourceneffizienz ab. 
 
Insofern passt sich der Green Smart City-Ansatz sowohl in die Internationalisierungsstrategie 
der Stadt allgemein als auch in das Ziel, EU-Kooperationen stärker zu bespielen, ideal ein.    
Auf EU-Ebene ist das Horizon 2020-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ein 
wichtiger Orientierungsrahmen. In seinen Zielformulierungen ist es in vielen Teilen praktisch 
deckungsgleich zur oben skizzierten Idee einer Green Smart City. Es vereinigt die bisherigen 
Forschungsrahmenprogramme der EU mit dem Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit 
und Investition und dem Konzept des  European Institute for Innovation and Technology (EIT). 
Es wurden darin drei Säulen festgelegt, auf denen die Zukunftsvision der EU aufbaut:

- 4 - 
Exzellente Wissenschaft, wettbewerbsfähige Industrien und eine bessere Gesellschaft. 
Zwischen 2014 und 2020 sollen über Horizon 2020 70,2 Mrd. € eingesetzt werden. Besonders 
interessant ist hierbei die sogenannte Europäische Innovationspartnerschaft Smart Cities and 
Communities und die damit verbundenen Projektausschreibungen. Hier ist ein Engagement 
beabsichtigt.  
 
Die Koordinierung von Green Smart City-Projekten ist analog zu vergleichbaren Themenfeldern 
mit erheblichem zeitlichen und personellem Aufwand verbunden. Dieser muss von der Stadt 
zum Teil geleistet werden. Es empfiehlt sich jedoch unbedingt, mit einem qualifizierten, 
vertrauenswürdigen Partner zusammen zu arbeiten, der in der lokalen Wissenschafts- und 
Wirtschaftslandschaft implementiert ist und über entsprechende Kontaktnetzwerke verfügt. 
Hierfür bietet sich insbesondere das House of IT  an, das 2010/2011 als Jointventure zwischen 
dem Land Hessen, der Stadt mit der TU Darmstadt, der Hochschule Darmstadt und der 
Wirtschaft ins Leben gerufen wurde. In enger Kooperation mit der Stadt kann von dort aus an 
der Schnittstelle zwischen IT-Kompetenz und den anderen relevanten Fachlichkeiten 
(Stadtentwicklung, Verkehr, Energie Kommunikation etc.) das Thema Green Smart City 
begleitet sowie z.B. Antragstellungen vorbereitet und Aufträge an Dritte vergeben werden. 
Insofern würde die Stadt hier über den Kernpunkt der Förderung des lokalen IT-Clusters hinaus 
aus dem House of IT einen essentiellen Vorteil für die Verwirklichung übergeordneter 
Stadtentwicklungsziele ziehen können. 
Auch die Finanzierung von Green Smart City-Projekten ist zu berücksichtigen. Es kann nicht 
davon ausgegangen werden, dass jeweils alle Projektbestandteile und Vorarbeiten 
fremdfinanzierbar sind. Deckungsmittel dafür stehen unter Sachkonto 7128810 
(Zuschussstelle House of IT) zur Verfügung, da das House of IT in 2013 nicht in der Lage war, 
Zuschüsse über den Mitgliedsbeitrag für die Stadt in Höhe von 10.000€ hinaus abzurufen, da 
zunächst Rücklagen zu verausgaben waren. Es wird empfohlen, den Ausgaberest in Höhe von 
90.000€ aus dem Haushaltsjahr 2013 nach 2014 zu übertragen und projektbezogen für Green 
Smart City im Haushalt des Amts für Wirtschaft und Stadtentwicklung zu widmen. 
 
 
 
Dezernat I      Dezernat IV 
 
 
 
 
Jochen Partsch     André Schellenberg 
Oberbürgermeister     Stadtrat

Beratungsverlauf (4)

TOP 97
TOP 11
TOP 5
TOP 26 beschließend

Details

Vorlagen-Nr.
2014/0069
Typ
Magistratsvorlage
Datum
20.02.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00