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A-R/0011/2014

Innovatives Münster für jede Generation - Für ein Musterhausquartier mit E-Mobilitätsanschluss

Antrag an den Rat 19.03.2014

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 02.04.2014, TOP 63.7

Originalantrag

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Originalantrag

5678 Zeichen

Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-R/0011/2014 
 
 
 
Antrag          17. März 2014 
Innovatives Münster für jede Generation – Für ein 
Musterhausquartier mit E-Mobilitätsanschluss 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
1. Zur nachhaltigen Stadtentwicklung Münsters soll ein strategisches Konzept mit den 
Zielen einer generationsübergreifenden Gestaltung des Wohnraums der städtischen 
Infrastruktur und der Mobilität mittels E-Fahrzeugen entwickelt werden. 
2. Dazu nimmt die Stadt Münster am Demografiewettbe werb des Bundesministeriums 
für Bildung und Forschung „Innovationen für Kommunen und Regionen im 
demografischen Wandel“ (InnovaKomm) zusammen mit den Stadtwerken Münster 
teil. 
3. Die Partner erarbeiten zusammen eine Projektskiz ze nach den Richtlinien des 
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), nach denen in einer 
Wissenschaft-Praxis-Kooperation modellhafte Lösungen für spezifische Bedarfslagen 
von Kommunen im demografischen Wandel entwickelt und zum Einsatz gebracht 
werden. Basis hierfür ist die Ausschreibung des BMBF vom 21.02.2014 „Innovation 
für Kommunen im demografischen Wandel“ (InnovaKomm) 
4. Ein möglicher Modellcharakter Münsters (Stadtmar keting) wird eingebracht und eine 
Zusammenarbeit mit Städten im Umland, z.B. Osnabrück, Dortmund und den 
münsterschen Partnerstädten soll angestrebt werden.  
 
Begründung: 
 
Infolge des demografischen Wandels verändern sich die gesellschaftlichen Bedarfslagen und 
die Lebenssituationen der Menschen zum Teil gravierend. Die Auswirkungen sind in den 
Kommunen und Regionen besonders deutlich zu spüren und zum Teil sehr unterschiedlich. 
Mit dem Demografiewettbewerb „Innovationen für Kommunen und Regionen im 
demografischen Wandel“ (InnovaKomm) fördert das BMBF Innovationen der Mensch-
Technik-Interaktion (MTI), die die konkreten Bedarfslagen ansprechen, die sich aus dem 
demografischen Wandel für Kommunen und Regionen ergeben und zu spürbaren 
Verbesserungen für die Menschen vor Ort führen. Die Bundesregierung verfolgt damit das 
Ziel, Deutschlands Innovationskraft zu stärken, um zukünftige Arbeitsplätze in 
Wachstumsbranchen zu schaffen und wichtige Leitmärkte auszubauen. Elementarer 
Bestandteil des Wettbewerbs ist die maßgebliche Einbindung kommunaler und regionaler 
Akteure, wie kommunale Einrichtungen, zivilgesellschaftliche Akteure, Privatwirtschaft, 
Sozialwirtschaft und Wohnungswirtschaft, um die Passgenauigkeit der Innovationen 
sicherzustellen und Beispiele guter Praxis für die Gestaltung des demografischen Wandels 
zu schaffen.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt M ünster 
Fraktionsgesch äftsstelle 
Mauritzstra ße 7-8 . 48143 M ünster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de  
 
Münster verfügt aktuell über einen sehr ausgewogenen Altersmix, der sich allerdings in den 
kommenden Jahren mit einem verstärkten Wachstum des Bevölkerungsanteils über 60 
Jahren auszeichnen wird (vergleiche die Studie der WWU „Altersarmut im Lichte des 
demographischen Wandels“; in Auftrag gegeben durch den Rat der Stadt Münster 07.2011-
11.2011). Durch die sich ändernde Altersstruktur wird Münster vor neue Herausforderungen 
gestellt und muss Fragestellungen aufgrund von Auswirkungen auf Erwerbstätigkeit, 
Steuereinnahmen, Wohlstand, Erhaltung der Selbständigkeit und Mobilität im Alter sowie den 
gesellschaftlichen Zusammenhalt lösen. 
Die ersten Erfahrungen mit der E-Mobilität zeigen, dass zum Aufbau einer Grund-
Infrastruktur eine gewisse Anzahl von Mindestteilnehmern vonnöten ist. Deswegen wäre z. 
B. im Rahmen einer Planung und Erschließung eines Wohnbaugebiets mit etwa 100 
Wohneinheiten die Umsetzung einer „Musterhaussiedlung mit E-Mobilitätsanschluss“ 
möglich. Innovative Konzepte sollen dort umgesetzt werden, um praktische Erfahrungen mit 
dem menschlichen Umgang – ob jung oder alt – mit neuen Technologien zu sammeln und 
gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Das zu erstellende Konzept soll Münsters Ziel als 
lebenswerteste Stadt für die nächsten Jahre untermauern. 
Münster kann aufgrund seiner Vielfalt innovative Ideen für die Erstellung eines 
Handelskonzepts liefern, die die Teilnahme am Wettbewerb erfolgreich ermöglichen. 
Ebenfalls bietet sich eine Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen, z. B. dem 
MEET-Batterieforschungszentrum und weiteren relevanten kommunalen Akteuren – z. B. der 
W+S und der Handwerkskammer an. Neuwertige Lösungen und Handlungskonzepte sind 
Voraussetzungen für eine gut funktionierende generationenübergreifende lokale 
Gemeinschaft. 
Die Teilnahme am Wettbewerb ist mit einer finanziellen Zuwendung verbunden, die der 
Bürgerschaft zugute kommt. In der Umsetzungsphase – nach einem erfolgreichen Bestehen 
der ersten Projektphase (Konzeptentwicklungsphase) – werden strategische 
Handlungskonzepte mit jeweils bis zu 5 Millionen Euro über eine Laufzeit von bis zu 5 
Jahren gefördert.  
Als Forschungs- und Wissenschaftsstandort und als eine zukunftsorientierte Stadt, die alle 
Generationen einbindet, bietet Münster die richtigen Voraussetzungen, an dem 
Innovationsprojekt teilzunehmen. 
 
gez. 
Stefan Weber 
Gilbert Aldejohann 
Frank Baumann 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Heinz-G. Buddenbäumer 
Olaf Dreßen 
Edgar Drüge 
Wolfhard Ediger 
Dr. Dietmar Erber 
 
 
Georg Fehlauer 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Ludger Janning 
Bruno Kleine Borgmann 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Teresa Küppers 
Franz-P. Graf von Merveldt 
 
 
Christian Moll  
Andreas Nicklas 
Jürgen Ohm 
Robert Otte 
Karin Reismann 
H.-Dieter Sellenriek 
Angela Stähler 
Barbara Stober  
Helga Welker 
Simone Wendland 
Peter Wolfgarten

Beratungsverlauf (1)

02.04.2014 Rat
TOP 63.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0011/2014
Typ
Antrag an den Rat
Datum
19.03.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37