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V/0725/2012/1

Ergebnisse zum Expertenworkshops "Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität" und weiteres Vorgehen

Vorlagen 04.12.2012

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 12.12.2012, TOP 6

Hauptvorlage V/0725/2012

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Ansehen

Hauptvorlage V/0725/2012

16024 Zeichen

DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 Vorlagen-Nr.: 
 
V/0725/2012  
Öffentliche Beschlussvorlage Auskunft erteilt: 
Herr Renkhoff 
Ruf: 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Ergebnisse des Expertenworkshops "Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität" und 
weiteres Vorgehen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
25.10.2012 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Vorberatung 
20.11.2012 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung 
12.12.2012 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Werbeagentur M4 media wird damit beauftragt, ihr Grundkonzept zur „Öffentlichkeits-
arbeit umweltfreundliche Mobilität“, das dem ASSVW mit der nichtöffentlichen Vergabevor-
lage V/0600/2011 vorgestellt wurde, unter Berücksichtigung der Workshopergebnisse und 
im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel weiterzuentwickeln, soweit auch ange-
sichts des Handlungsprogramms 2012 – 2017 – Nachhaltige Kommunale Haushaltspolitik 
noch opportun erscheint. 
 
2. Die Verwaltung wird im Frühjahr 2013 eine Informationsveranstaltung organisieren und 
durchführen, in der die Werbeagentur M4 media den Workshopteilnehmern das weiterent-
wickelte Konzept zur „Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität“ auf Grundlage der 
Workshopergebnisse vorstellen wird. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 1401 Übergreifender Umweltschutz, Klima, Im-
missionsschutz, Boden, Abfall 
   
Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen 
2013  
2014 
2015 
40.000 
20.000 
20.000 
 
Insgesamt:    80.000  
492 61 52 
 
E-Mail: 
Renkhoff@stadt-muenster.de  
Datum: 
14.09.2012 
V/0725/2012

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Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2012 bei der Produkt-
gruppe 1401 gemäß Ratsbeschluss vom 08.12.2010 (V/0592/2010 + V/0592/2010/1. Erg.) veran-
schlagt. Es müssen keine zusätzlichen Haushaltsmittel eingestellt werden. 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung und die Mittelbereitstellungen für 
die Haushaltsjahre 2013 – 2015 unter dem Vorbehalt stehen, dass der Rat im Rahmen der jeweili-
gen Haushaltspläne entsprechende Haushaltsermächtigungen bereitstellt. 
 
 
Begründung: 
 
1. Vorbemerkung 
 
Mit Beschluss des Hauptausschusses vom 19.06.2012 wurde die Verwaltung beauftragt, zu den 
Haushaltsplanberatungen eine aktualisierte Kostenübersicht, unter Berücksichtigung der 
Beschlussempfehlung des Ausschusses für Umweltschutz und Bauwesen, vorzulegen. 
 
Im Folgenden kommt die Verwaltung diesem Auftrag nach, indem Möglichkeiten, Grenzen und 
erwartbare Kosten, basierend auf einer durchgeführten Preisabfrage, aufgezeigt werden. Dabei 
liegt das Augenmerk auf der Umsetzung der im Expertenworkshop entwickelten 
Maßnahmenvorschläge. 
 
2. Zielgruppen 
 
Insgesamt konnten durch den Expertenworkshop vier Kernzielgruppen für die Kommunikation 
identifiziert werden. Diese lassen sich wie folgt bewerten: 
 
a) Berufspendler  
sind die wichtigste Zielgruppe, da sich durch deren Anzahl und werktägliche Fahrten ein 
geändertes Verkehrsverhalten besonders nachhaltig auswirkt. Die Einbindung auch der 
Unternehmensebene als Mentoren und Multiplikatoren ist dafür unerlässlich. 
 
b) Jugend/Schüler 
sind nur dann effizient erreichbar, wenn es gelingt, die Schulen/Lehrer und Eltern als 
Multiplikatoren einzubinden. 
 
c) Freizeitbesucher aus dem Umland 
sind z.B. über „Windschutzscheibenkommunikation“ relativ einfach zu erreichen. Allerdings wird 
hier das Aufzeigen konkreter Alternativen sehr schwierig, da weder über Besuchsfrequenz noch 
über alternative Verkehrsangebote in deren Herkunftsorten ausreichend Informationen vorliegen. 
Hinzu kommt, dass insbesondere für Abendbesucher (z. B. Kulturveranstaltungen, Gastronomie) 
aus dem Umland z.T. gar keine ÖPNV-Angebote vorhanden sind und die Entscheidung für bzw. 
gegen die Autonutzung von weiteren, auch persönlichen Faktoren abhängt. Die Einbindung von 
Veranstaltern, wie die Halle Münsterland ist dann ggf. zielführender. 
 
d) „Bestimmte“ Zielgruppen  
Senioren und Schwerbehinderte lassen sich über deren Einrichtungen erreichen. Eltern als „Schul- 
und Freizeittaxis“ sind hingegen eine nur schwer erreichbare Zielgruppe, zumal deren 
Bringedienste oft vor allem durch Sorge um die Kinder motiviert sind – ein emotionaler Faktor, der 
schwer zu entkräften ist. 
 
 
 
 
V/0725/2012

- 3 - 
3. Umsetzungsfokus  
 
Im Experten Workshop wurde vorgeschlagen, den Schwerpunkt auf direkte, dialogorientierte, 
Ansprache zu legen. Diese Kontaktform ist zweifellos sehr nachhaltig, erfordert aber auch einen 
hohen Aufwand an Personal und entsprechende Kosten:  
 
Die Aktivierung von Multiplikatoren wie Schulen, Veranstalter, Senioren- und 
Behinderteneinrichtungen bedarf umfassender Koordination und vieler persönlicher Gespräche. 
Dies und idealerweise auch das Projektmanagement sollten in einer Hand zusammengeführt 
werden, um Reibungsverluste zu vermeiden.  
 
Zugleich muss auch diese Form der Direktansprache durch gedruckte Informationsmaterialien 
gestützt werden, so dass auch hier nicht unerhebliche Aufwände einzukalkulieren sind. 
 
Weiterhin müssen auf einer zentralen, elektronischen Plattform sämtliche relevanten Informationen 
zu diesem Thema sowie Materialien für einzelne Zielgruppen und das geforderte Forum für den 
Dialog mit den Bürgern zur Verfügung gestellt werden. 
 
4. Maßnahmenauswahl 
 
Angesichts der Forderung, die Maßnahmen hinsichtlich ihrer Effektivität zu konzentrieren, 
empfiehlt die Verwaltung, von den im Experte nworkshop erarbeiteten Ansätzen die folgenden 
umzusetzen: 
 
4.1 Umweltpreis 
 
Die Auslobung eines „Kilometersparer-Awards“ (Arbeitstitel) ist eine sehr öffentlichkeitswirksame 
und auch langfristig tragfähige Idee. Dabei sollte es für Einzelne wie für Gruppen darum gehen, 
über einen definierten Aktionszeitraum möglichst viele Autokilometer durch alternative 
Fortbewegungsarten (oder Fahrgemeinschaften) zu ersetzen – und jede dieser Strecken in einer 
Art Fahrtenbuch zu dokumentieren.  
 
Unter allen Teilnehmern werden Sachpreise mit Bezug zum Thema verlost: Von Münster-Helmen 
über Bustickets bis hin zu Fahrrädern. Weiterhin werden auf institutioneller Ebene (Firmen, 
Schulen, Wohneinrichtungen, Umland-Kommunen etc.) die Teilnehmer ausgezeichnet, die 
besonders viele Mitmacher aktivieren bzw. besonders hohe „Kilometersparer“ sind. 
 
Die Vorteile dieser Aktion lassen sich wie folgt zusammenfassen: 
 
• für alle fokussierten Zielgruppen anwendbar und attraktiv 
• ganz konkrete, unmittelbare Erfahrung 
• hoher Aktivierungsgrad, da direkt ans Mitmachen gekoppelt 
• Wettbewerbscharakter motiviert und macht Spaß 
• Gruppeneffekte stärken zusätzlich die Motivation 
• über mehrere Jahre durchführbar bzw. wiederholbar 
• Werbeeffekt für beteiligte Institutionen 
• guter Anlass für regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit 
• „Wir“-Gefühl eines Bündnisses für Klimaschutz wird gestärkt 
 
 
4.2 Aktivierung von institutionellen Multiplikatoren 
 
Die systematische Einbindung von Unternehmen, Schulen, Senioren- und 
Behinderteneinrichtungen sollte ebenfalls ein zentraler Punkt im Gesamtkonzept sein. Auch wenn 
der „Anschub“ der Beteiligten in der Anfangsphase sehr viele Kräfte und Finanzmittel erfordern 
wird, kann nur über deren Einbindung  
V/0725/2012

- 4 - 
 
• darauf hingewirkt werden, dass umweltfreundliche Mobilität auf Dauer einen 
„Selbstläufercharakter“ bekommt und somit nachhaltig wirken kann 
• eine zweite Multiplikatorenebene außerhalb städtischer Akteure aufgebaut wird 
• umweltfreundliche Mobilität schon von Klein auf zum Thema gemacht wird 
• ein hoher Personenanteil der Zielgruppen erreicht wird 
 
Wichtig ist dabei, allen Institutionen dem Bedarf ihrer Zielgruppen entsprechende Angebote zu 
machen. So müssen: 
 
• auf Schulebene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt werden 
• auf Unternehmensebene individuelle Mobilitätspakete geschnürt werden 
• sichergestellt sein, dass alle Interessierten einfach und unkompliziert Zugang zu den für ihr 
alternatives Verkehrskonzept nötigen Informationen erhalten 
• regelmäßige Treffen mit den Multiplikatoren organisiert und inhaltlich gefüllt werden, um die 
Motivation aufrechtzuerhalten. 
 
4.3 Aufbau einer zentralen elektronischen Informations- und Dialogplattform 
 
Die Vielschichtigkeit der Maßnahmen, der Motive und des Informationsbedarfs von Bürgern und 
Institutionen macht eine zentrale (elektronische) Plattform unerlässlich, die alle Quellen 
zusammenführt und niedrigschwellig zur Verfügung stellt. Dabei sollten auch alle 
Printkommunikationsmittel, etwa für Unterrichtseinheiten etc., aber z.B. auch „Spielregeln“ und 
Materialien des Umweltpreises, zum Download bereitgestellt werden. Weiterhin sind interaktive 
Tools wünschenswert, wie z.B. die im Experte nworkshop erwähnten Apps, Modellrechner oder 
elektronische Busfahrpläne, Fahrradroutenplaner etc. Zusätzlich soll diese Plattform die 
Möglichkeit geben, eigene Erfahrungen beim Verkehrsmittelwechsel zu schildern und sich darüber 
auszutauschen, Mitfahrer für Fahrgemeinschaften zu finden etc. 
 
4.4 Unterstützende, klassische Maßnahmen: Außenwerbung, Promotion 
 
Überall dort, wo sich in der Stadt klassischerweise Autos sammeln, gibt es einen relativ einfachen 
Zugang zu den Fahrern. Dies sollte genutzt werden, um das Thema umweltfreundliche Mobilität 
sowie den „Kilometersparer-Preis“ in die Öffentlichkeit zu bringen. Denkbar sind hier: 
 
• Großflächen-Plakatierung an den Haupteinfallstraßen 
• „Windschutzscheibenflyer“ auf städtischen Parkplätzen 
• Flyern durch Promotionteams in der Fußgängerzone, insbesondere an Samstagen 
 
5. Überschlägige Kostenvorschau 
 
5.1 Projektmanagement, Koordination, Aktivierung institutioneller Zielgruppen 
 
Die Aktivierung von Multiplikatoren wie Schulen, Veranstalter, Senioren- und 
Behinderteneinrichtungen, öffentlichen Akteuren (wie Stadtwerke, Halle Münsterland, ADFC etc.)  
bedarf umfassender Koordination und vieler persönlicher Gespräche. Dies und idealerweise auch 
das Projektmanagement sollten in einer Hand zusammengeführt werden, um Reibungsverluste zu 
vermeiden.  
 
In den beteiligten Ämtern sind keine freien Kapazitäten für eine so umfassende Aufgabe 
vorhanden. Im Sinne der Effektivität und des zügi gen Projektfortschritts empfiehlt die Verwaltung 
die Einrichtung einer halben Stelle im gehobenen Dienst, die mit entsprechenden Zielvorgaben 
verknüpft ist und sich evtl. auf den Zeitraum der geplanten Kampagne befristen lässt. 
 
Personalkosten pro Jahr ca. 30.000 EUR 
 
V/0725/2012

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5.2 Kreatives Leitkonzept 
 
Da weder das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung noch das Amt für 
Grünflächen und Umweltschutz über „Werbe-Profis“ verfügen, wird insbesondere in der Startphase 
professionelle Unterstützung bei der Entwicklung eines kreativen Leitkonzeptes, das die gesamte 
Kommunikation unter ein gemeinsames, positives „Dach“ stellt, benötigt. Nur hierdurch können die 
größtmöglichen Synergien und eine maximale Aufmerksamkeit erreicht werden.  
 
Konzeption, Ausarbeitung  
und mehrjährige Nutzung ca. 6.000 bis 8.000 EUR 
 
5.3 Umweltpreis 
 
Auch der Umweltpreis erfordert zunächst eine professionelle Konzeption. So muss sichergestellt 
sein, dass alle Nutzungsmöglichkeiten abgedeckt sind, dass die Kilometererfassung zuverlässig 
funktioniert und dass ggf. Umrechnungsschlüssel eine proportionale Vergleichbarkeit der 
eingesparten Kilometer erlauben (sonst wären z.B. Einpendler, die weite Strecken zurücklegen, 
gegenüber Bürgern der Stadt, die auf Kurzstrecken das Auto stehenlassen, immer im Vorteil).  
 
Sämtliche Kommunikationsmaterialien rund um den Preis müssen entwickelt und produziert 
werden, zudem muss die Distribution sichergestellt sein. 
 
Weiterhin müssen Preise, Lieferanten und eventuelle Sponsoren recherchiert und aquiriert werden. 
 
Inhaltliche und „technische“ Konzeption ca. 4.000 EUR 
 
Preis(gelder), Sponsorensuche 8.000 bis 10.000 EUR 
 
Entwicklung der Kommunikationsmaterialien ca. 5.000 EUR 
 
Produktion und Distribution ca. 10.0000 EUR 
 
5.4 Einbindung institutioneller Akteure 
 
Personell wird diese Position in erster Linie durch 5.1 abgedeckt. Die Erarbeitung der individuellen 
Begleitmaterialien ist zum aktuellen Zeitpunkt kaum  seriös abzuschätzen, da sie von der Anzahl 
unterschiedlicher Akteure und deren spezifischen Anforderungen abhängt. Es muss jedoch davon 
ausgegangen werden, dass für diese Position  
 
        mindestens 10.000 EUR 
 
zu veranschlagen sind. 
 
5.5 Aufbau einer zentralen elektronischen Informations- und Dialogplattform 
 
Idealerweise wird diese Plattform über ein Redaktionssystem (z. B. TYPO3) entwickelt und in die 
Auftritte der Stadt, der Stadtwerke, öffentlicher Akteure sowie ggf. das Intranet größerer Firmen 
eingebunden. Das Einstellen von Inhalten kann zum Teil über PDF der bereits oben bezifferten 
Kommunikationsmedien erfolgen. Der Internetauftritt muss barrierefrei sein. Dennoch werden auch 
hier Konzeption, Entwurf, Text und die Programmierung benötigt. Hinzu kommen laufende 
Aufwände für die Pflege und Aktualisierung der Seiten. 
 
Website-Entwicklung und Programmierung,  
mittlerer Komplexitätsgrad mit  
interaktiven Funktionen, Pflege ab 10.000 EUR 
 
V/0725/2012

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V/0725/2012 
Die Entwicklung interaktiver Tools oder Apps scheint zwar sinnvoll, verursacht aber auch weitere 
Kosten: 
 
App-Entwicklung ab 3.000 EUR 
 
5.6 Unterstützende, klassische Maßnahmen 
 
Die Großflächenplakatierung sollte ggf. über eigene Medienwände auf städtischem Grund realisiert 
werden – zwar stellt auch die WALL AG in nutzungsschwachen Perioden der Stadt Flächen zum 
Sonderpreis zur Verfügung, allerdings ist dies schwer zu kalkulieren. 
 
18/1-Plakate (25 Stück, Herstellungskosten) ca. 1.500 EUR 
 
Für die innerstädtische Promotion und die Verteilung von „Windschutzscheibenmedien“ kann auf 
externe Promotionteams zurückgegriffen werden, denen entsprechende Materialien zur Verfügung 
gestellt werden. Von diesen Promotioneinsätzen werden mindestens zehn bis 12 benötigt, um eine 
nachhaltige Verbreitung der Botschaft zu erreichen: 
 
Promotionteam à 2 Personen 
à 3 Stunden (ca. 300 EUR) 3.000 bis 4.000 EUR 
zzgl. Schulungs- und Einweisungzeiten 
 
6. Vorläufiges Fazit 
 
Der Expertenworkshop hat zweifellos sehr kreative und weitreichende Ergebnisse geliefert. 
Allerdings wurden sie sämtlich ohne Bezug zum budgetierten Kostenrahmen von 20.000 Euro pro 
Jahr entwickelt. Wie ausgeführt, sind in der Verwaltung weder die personellen noch fachlichen 
Kapazitäten und Kompetenzen hinreichend verfügbar, dieses Projekt professionell und effizient 
umzusetzen und zu begleiten. Insofern ist eine Unterstützung durch zusätzliche fachspezifische 
Personalressourcen unerlässlich, was den Kostenaufwand weiter erhöht. Nach vorläufigen 
Recherchen der Fachverwaltung ergäben sich insbesondere im ersten Jahr Kosten in Höhe von 
mindestens 90.500,00 € (siehe Punkte 5.1 bis 5.6), die dieses Maß weit übersteigen. 
 
Vor dem Hintergrund, dass es bereits eine gute Wettbewerbspräsentation für eine professionelle 
Konzeption zum Thema „Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität“ (siehe nichtöffentliche 
Vorlage V/0600/2011) gegeben hat, empfiehlt die Verwaltung daher, weiterhin dessen Umsetzung 
unter Berücksichtigung der Workshop-Ergebnisse sowie im Dialog mit den Teilnehmern. Hierfür 
stehen jährlich Mittel in Höhe von 20.000,00 € zur Verfügung. Eine darüber hinausgehende 
Mittelbereitstellung für die Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen des 
Maßnahmenkataloges kommt angesichts der besonders schwierigen Haushaltslage zum 
gegenwärtigen Zeitpunkt nicht in Frage. Hierüber kann nur im Rahmen der 
Haushaltsplanberatungen der kommenden Jahre unter Berücksichtigung der dann verfügbaren 
Mittel entschieden werden. 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beschlussvorlage

3102 Zeichen

V/0725/2012/1 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Ergebnisse des Expertenworkshops "Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität" und 
weiteres Vorgehen 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.12.2012 Hauptausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Die Werbeagentur M4 media wird damit beauftragt, ihr Grundkonzept zur „Öffentlichkeit s-
arbeit umweltfreundliche Mobilität“, das dem ASSVW mit der nichtöffentlichen Vergabevo r-
lage V/0600/2011 vorgestellt wurde, unter Berücksichtigung der Workshopergebnisse und 
im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel weiterzuentwickeln, soweit auch ang e-
sichts des Handlungsprogramms 2012 – 2017 – Nachhaltige Kommunale Haushaltspolitik 
noch opportun erscheint. 
 
2. Die Verwaltung wird im Frühjahr 2013 eine Informationsveranstaltung organisieren und 
durchführen, in der die Werbeagentur M4 media den Workshopteilnehmern das weiteren t-
wickelte Konzept zur „Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität“ auf Grundlage der 
Workshopergebnisse vorstellen wird. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Teilergebnisplan 
 
 Nr. Bezeichnung Haush.- 
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkungen 
 
Produktgruppe 1401 Übergreifender Umweltschutz, Klima, I m-
missionsschutz, Boden, Abfall 
   
Zeile 13 Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen 
2013  
 
2014 
 
2015 
40.000 
0 
20.000 
80.000 
20.000 
0 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0725/2012/1 
Auskunft erteilt: 
Herr Renkhoff 
Ruf: 
492 61 52 
E-Mail: 
Renkhoff@stadt-muenster.de  
Datum: 
04.12.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0725/2012/1 
Insgesamt:    80.000  
 
 
Die zur Finanzierung erforderlichen Ermächtigungen sind im Haushaltsplan 2012 bei der Produk t-
gruppe 1401 gemäß Ratsbeschluss vom 08.12.2010 (V/0592/2010 + V/0592/2010/1. Erg.) vera n-
schlagt. Es müssen keine zusätzlichen Haushaltsmittel eingestellt werden. 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Beschlussausführung und die Mittelbereitstellungen für 
die Haushaltsjahre 2013 – 2015 unter dem Vorbehalt stehen, dass der Rat im Rahmen der jeweil i-
gen Haushaltspläne entsprechende Haushaltsermächtigungen bereitstellt. 
 
Die vorgesehenen Haushaltsmittel in Höhe von 80.000 € werden nicht über mehrere Jahre 
verteilt, sondern im Jahr 2014 gebündelt zur Verfügung gestellt. 
 
 
Begründung: 
 
Mit dem veränderten Beschluss können wesentliche Ergebnisse des Expertenworkshops 
„Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität“ in das Rahmenkonzept der Werbeage n-
tur M4 media integriert werden. Somit ist für das Jahr 2014 eine gebündelte und intensive 
Öffentlichkeitsarbeit möglich. Diese Arbeiten werden von der Verwaltung im Jahr 2013 vo r-
bereitet. Unter Berücksichtigung der erforderlichen Vorarbeiten wird im dritten Quartal 2013 
im Rahmen einer Informationsveranstaltung den Workshopteilnehmern das weiterentw i-
ckelte Konzept zur „Öffentlichkeitsarbeit umweltfreundliche Mobilität“ mit der Zielsetzung 
vorgestellt, dieses Anfang 2014 beginnend umzusetzen. 
 
 
In Vertretung 
 
 
gez. 
 
Schultheiß 
Stadtdirektor

Beratungsverlauf (1)

12.12.2012 Hauptausschuss
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0725/2012/1
Typ
Vorlagen
Datum
04.12.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37