Mandari Insight

1866/2020

Bericht Antirassismus-Training 2019

Mitteilung Ausschuss 05.08.2020

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Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anhang 1

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

3685 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162 
 
Vorlagen-Nummer 05.08.2020 
 1866/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 18.08.2020 
Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 
Finanzausschuss 07.09.2020 
 
Bericht Antirassismus-Training 2019 
Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Köln setzen sich tag-
täglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander ein. Es ist die gemeinsame Auf-
gabe der Stadt Köln und der Zivilgesellschaft, jeder Demokratie- und Menschenfeindlichkeit entschie-
den und geschlossen entgegenzutreten. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt die Stadt Köln seit 
2007 Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt aus den Mitteln für Antirassismus-
Training. Ziel ist es, Kölnerinnen und Kölner hinsichtlich menschen- und demokratiefeindlicher Ein-
stellungen zu sensibilisieren. Die Projektmittel setzen dabei auf verschiedenen Ebenen an. 
 
Sowohl die zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den ver-
schiedenen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung 
der bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Kölner Maßnahmenträger weitere Angebote in 
Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und methodi-
sche Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Für viele dieser Antragstellenden ist die Ausei-
nandersetzung mit Rassismus ein zentraler Arbeitsschwerpunkt. So erproben sie Maßnahmen, die 
die Handlungskompetenz von Einrichtungen, insbesondere Bildungseinrichtungen, stärken. 
 
Im Haushaltsplan 2019 waren 10.000 Euro für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Zusätzlich ste-
hen weitere Mittel in Höhe von 40.000 Euro aus dem Integrationsbudget zur Verfügung.  
In vier Schritten fand die Verteilung der Mittel aus dem Integrationsbudget auf Basis der Beschlüsse 
zu Vorlagen-Nr. 1371/2019, Nr. 2650/2019, Nr. 0556/2019 und Nr. 0103/2019 statt. Von den zur Ver-
fügung stehenden Mitteln wurden im Jahr 2019 insgesamt 49.782,00 Euro beantragt und 49.267,30 
Euro zweckentsprechend verausgabt.  
 
Von den 16 bewilligten Projekten (siehe Anhang) wurden 15 Projekte durchgeführt. Die Mehrheit der 
geförderten Projekte und Maßnahmen sind den Handlungsfeldern Querschnitt und Bildung zuzuord-
nen. Die Formate der geförderten Projekte waren sehr facettenreich. Neben 38 Workshops, Informa-
tions- und Fachveranstaltungen und einem Kreativwettbewerb wurde unter anderem eine Visualisie-
rung des Modells des NSU-Mahnmals im Maßstab 1:10 erstellt. Insgesamt konnten ca. 1879 Perso-
nen unterschiedlicher Altersgruppen erreicht werden.  
 
Die geförderten Träger und Initiativen verfügen über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der 
Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sowie der rassismuskritischen Arbeit. Sie sind breit mit 
unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in Köln vernetzt. Neben den Themen der klassischen 
Antirassismus-Arbeit im Bildungsbereich werden dabei auch weitere Diversity-Dimensionen wie z. B. 
Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter und religiöse bzw. weltanschauliche Vielfalt in Projekten mit 
selbstreflektivem Anteil gefördert. Im Rahmen der fachlichen Steuerung dieser Projekte über die Pro-

2 
 
jektberatungsgespräche konnten gemeinsam mit den Trägern neue Schwerpunkte gesetzt und Maß-
nahmen (weiter-) entwickelt oder an die aktuellen Bedarfslagen angepasst werden. Im Vergleich zum 
Vorjahr ist die Zahl der Projektanträge sowie Anfragen nach Projektmitteln zum Thema Antirassismus 
und Rassismuskritik deutlich um 30% gestiegen.  
 
 
 
Gez. Reker 
 
 
Anhang 1

Anhang 1

15704 Zeichen

Anhang 1  
Bericht über die durchgeführten Projekte 2019  
  Träger /  
Institution  
Projekttitel  Fördersumme in 
Euro  
Handlungsfeld / 
Format  
Teilnehmer* 
innen  
Erfahrungsbericht / Rückmeldung   
1  Kölner 
Flüchtlingsrat 
e.V.  
  
Brückenbauer  5.000,00  Bildung   
10 Workshops  
ca. 120  Der Bedarf an politischer Bildungsarbeit in Schulen zum 
Thema Flucht, Flüchtlinge sowie die Sensibilisierung für 
die Themen Menschrechte und Demokratie ist nach wie 
vor sehr hoch, so dass die Workshops gleich zu Beginn 
ausgebucht waren.   
Seit dem 1.1.2020 fördert die Stadt Köln die  
Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrats e.V. mit einer 
0,5-Stelle für drei Jahre.  
2  Caritasverband 
für die Stadt 
Köln e.V.  
  
Coaching für die 
Vertreter*innen der 
Mitgliederorganisati
onen des Kölner  
Forums gegen  
Rassismus und  
Diskriminierung  
650,00  Querschnitt 
Coaching  
18  Durch das Coaching wurde den Mitgliedern des Kölner 
Forums gegen Rassismus und Diskriminierung Raum 
gegeben, sich intensiv miteinander auszutauschen und 
die gemeinsame Arbeit zu reflektieren. Es besteht noch  
Entwicklungspotential. Dies nicht nur in Bezug auf den 
Tag gegen Rassismus selbst, sondern allgemein 
bezüglich der Arbeitsprozesse, Ziele, Haltungen und 
der gemeinsamen Auffassung zentraler Themen des 
Kölner Forums. Grundlegende Fragestellungen waren 
beispielsweise: Welche Aufgaben sollen im Forum  
Priorität haben? Reaktionsgeschwindigkeit bei aktuellen 
Ereignissen? Gibt es Strategien, die bevorzugt werden? 
Die Notwendigkeit wurde deutlich, diesen Prozess des 
Coachings kontinuierlich fortzusetzen.  
3  Caritasverband 
für die Stadt 
Köln e.V.  
  
Gestaltung der 
Homepage  
1.170,00  Querschnitt   - / -   Durch die neue aussagekräftige Homepage kann das 
Kölner Forum mit seinen Mitgliedsorganisationen und 
seinen jeweiligen Angeboten auch im Internet Präsenz 
zeigen. Die Internetseite richtet sich an Betroffene 
und/oder Interessierte, die Rat und Unterstützung im 
Bereich Diskriminierung und Rassismus suchen.

Die Homepage ist unter dem folgendem Link zu finden:  
http://www.forumgegenrassismus.koeln/ 
4  Caritasverband 
für die Stadt 
Köln e.V.  
„Dissen - mit mir 
nicht! - Kreativ  
gegen Rassismus 
und  
Diskriminierung“  
2.000,00  Bildung   
Wettbewerb   
ca. 100  Jugendliche, Schüler und Schülerinnen, Besucher und 
Besucherinnen von Jugendeinrichtungen waren dazu 
aufgerufen, Beiträge in Form von Bildern, Fotos,  
Collagen, einer Geschichte oder Erzählung, einem 
Video, einem Musikstück oder Ähnlichem einzureichen.  
Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung wurden 19  
Beiträge vorgestellt und die Mitwirkenden hatten die 
Möglichkeit, diese kurz zu kommentieren. Die Beiträge 
waren sehr beeindruckend, teils sehr emotional, offen 
und „unter die Haut gehend“. Alle Zuschauer und 
Zuschauerinnen zollten den Beiträgen und dem 
gesamten Thema sehr großen Respekt. Dies wurde  
u.a. dadurch deutlich, dass das gesamte Publikum sehr 
interessiert und aufmerksam dem Programm folgte. Es 
gab viele positive Rückmeldungen von den 
Teilnehmer*innen.  
5  Öffentlichkeit 
gegen Gewalt 
e.V.  
Roots & Wings!  
Afrodeutsche und 
Schwarze Kinder in 
Deutschland stark 
machen.  
3.280,00  Familie/Bildung 
2 Workshops  
22  Das Angebot stieß auf breites Interesse, schon nach 
kurzer Zeit war der Workshop ausgebucht. Besonders 
gefreut hat es die Eltern, dass direkt im Raum nebenan, 
eine Kinderbetreuung von zwei Schwarzen 
Pädagoginnen angeboten worden ist. So konnten sich 
die Eltern ganz in Ruhe auf den Workshop einlassen. In 
Begleitung der Antidiskriminierungs-und 
Adultismustrainerin haben die Eltern in einem 
geschützten Raum mit Hilfe verschiedener 
Übungen, Methoden und Simulationen die eigenen 
Positionen, Empfindungen und Meinungsbilder 
entdeckt und hinterfragt. Die Trainerin konnte dabei 
besonders sensibel auf die Bedürfnisse der Eltern 
eingehen, die an den beiden Tagen oftmals auch 
eigene Rassismuserfahrungen reflektiert haben. Der

Erfahrungsaustausch und die Kontaktaufnahme wurde 
von den Teilnehmerinnen als heilsam und wohltuend 
beschrieben und alle äußerten das Bedürfnis nach 
regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen in dieser 
Form. 
6  Öffentlichkeit 
gegen Gewalt 
e.V.  
„Express yourself! – 
Empowerment 
durch Graphic  
Storytelling“  
3.300,00  Querschnitt 
Workshop  
10  Es gab ein eindeutiges positives Feedback zu dem 
Workshop, welches durch Feedbackbögen anonymisiert 
erfasst wurde. Der Bedarf an geschützten Räumen, die 
sich explizit mit Erfahrungen von antimuslimischem  
Rassismus befassen, wurde geäußert. Die  
Teilnehmer*innen gaben zwar an, sich in muslimischen  
Communities zu verorten, dennoch wurde ein klares 
Bedürfnis nach Empowerment- Räumen formuliert, in 
denen die Aufarbeitung antimuslimischer  
Rassismuserfahrungen möglich ist und professionell 
aufgearbeitet werden kann. Dadurch, dass nur Frauen* 
an dem Workshop teilgenommen haben, kamen auch 
sexistische Erfahrungen zum Ausdruck, der Austausch 
hierüber war sehr wohltuend für die Teilnehmer*innen.  
7  Kölner 
Flüchtlingsrat 
e.V.  
Stärkung der 
Arbeitsstruktur des  
Kölner Forums 
gegen Rassismus 
und  
Diskriminierung  
8.482,00  Struktur  - / -   Ein Ziel bleibt es, dass sich das Kölner Forum als ein 
gemeinsam handelnder Akteur versteht, wobei 
Verantwortlichkeiten untereinander ständig neu 
aufgeteilt und Handlungsaufträge gemeinsam effizient 
umgesetzt werden. Die geförderte Stelle ist ein 
wichtiger Baustein in diesem Prozess. So wird 
sichergestellt, dass das Kölner Forum weiterhin  
Schwerpunktthemen ausarbeitet, mit den  
Verantwortlichen das Gespräch sucht und notwendige 
Handlungsschritte für die Stadtgesellschaft erarbeitet.  
Die Honorarstelle stärkt die Sprecherinnen und  
Mitglieder des Kölner Forums gegen Rassismus und  
Diskriminierung dahingehend, dass die Arbeit in den  
Themenbereichen des Forums intensiviert,

Arbeitsabläufe optimiert und die Inhalte innerhalb und 
außerhalb des Kölner Forums besser kommuniziert 
werden konnten. Indem die Forumsrunde von  
Expert*innen in ihrer Struktur eines Gremiums durch die 
Arbeit der Stelle unterstützt wird, wird ebenso die Arbeit 
des Kölner Forums im Engagement gegen Rassismus 
und Diskriminierung gestärkt. 
8  Integrations-
haus e.V.  
Workshop und 
ein Guide „Unser 
Kopf ist rund, 
damit das  
Denken die 
Richtung wechseln 
kann!“  
2.600,00  Querschnitt /  
Kunst  
1 Workshop  
- / -  Es wurde ein Workshop für Multiplikator*innen zu den  
Themenschwerpunkten Critical Whiteness und 
Postkolonialismus durchgeführt. Es wurde ein 
öffentlicher Workshop bei der Eröffnung der „Baustelle“ 
durchgeführt und mit der Aktion  
„Revolutionär*innen gesucht“ eine Plattform 
geschaffen, bei der sich Menschen mit ihrer Idee für 
eine gerechtere Welt positionieren konnten. Durch die 
Erstellung des Guide und ersten Rückmeldungen 
dazu, wurde eine Form gefunden, mit Besucher*innen 
des Museums in Dialog zu treten, ohne direkt vor Ort 
zu sein.  
Link zum Guide: https://ihaus.org/de/wp-
content/uploads/sites/12/2011/11/%E2%80%9EUnser-
Kopf-ist-rund-damit-das-Denken-die-Richtung-
wechseln-kann%E2%80%9C.pdf 
   
9  NS-  
Dokumentat- 
ionszentrum 
der Stadt Köln  
„Baustelle  
Demokratie.  
Workshops zu  
Demokratie,  
Teilhabe und  
Ausgrenzung“  
3.000,00  Bildung  
9 Workshops  
ca. 118  Nicht alle Teilnehmenden des Workshops konnten 
einen Bezug zum Thema Rassismus sehen bzw. 
dieser musste erst durch eine Teamerin/einen Teamer 
hergestellt werden. Die Idee, dass Rassismen über 
die Frage „Wer wird beteiligt?“ diskutiert werden, 
gestaltete sich als schwierig. So wurde die Übung 
weitestgehend ersetzt durch die Auseinandersetzung 
mit Selbstzeugnissen wie Filmen oder Berichten/Fotos 
auf Instagram, in denen von Rassismus Betroffene 
von ihren Diskriminierungserfahrungen berichten. 
Diese wurden unter der Fragestellung von

Demokratiegefährdung, Menschenrechten und 
demokratischen Handlungsoption diskutiert. Hierbei 
war es wichtig, einen Diskussionsraum zu öffnen, in 
den die Teilnehmenden eintreten und ihre Meinungen 
austauschen können. Die Wissensvermittlung wird als 
Ziel dabei bewusst hintangestellt. Es geht also 
weniger darum, dass die Teilnehmenden im 
Anschluss etwaige Definitionen wiedergeben können, 
sondern vielmehr um die Möglichkeit, Themen in 
einem soweit wie möglich ‚geschützten Rahmen‘  
moderiert besprechen und Fragen an sich oder die 
anderen Teilnehmenden oder die Referierenden stellen 
zu können, um so verschiedene Perspektiven 
kennenzulernen. 
9  NS-  
Dokumentat- 
ionszentrum 
der Stadt Köln  
„Baustelle  
Demokratie.  
Workshops zu  
Demokratie,  
Teilhabe und  
Ausgrenzung“  
3.000,00  Bildung  
9 Workshops  
ca. 118  Nicht alle Teilnehmenden des Workshops konnten 
einen Bezug zum Thema Rassismus sehen bzw. 
dieser musste erst durch eine Teamerin/einen 
Teamer hergestellt werden. Die Idee, dass 
Rassismen über die Frage „Wer wird beteiligt?“ 
diskutiert werden, gestaltete sich als schwierig. So 
wurde die Übung weitestgehend ersetzt durch die 
Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen wie Filmen 
oder Berichten/Fotos auf Instagram, in denen von 
Rassismus Betroffene von ihren 
Diskriminierungserfahrungen berichten. Diese wurden 
unter der Fragestellung von Demokratiegefährdung, 
Menschenrechten und demokratischen 
Handlungsoption diskutiert. Hierbei war es wichtig, 
einen Diskussionsraum zu öffnen, in den die 
Teilnehmenden eintreten und ihre Meinungen 
austauschen können. Die Wissensvermittlung wird als 
Ziel dabei bewusst hintangestellt. Es geht also 
weniger darum, dass die Teilnehmenden im 
Anschluss etwaige Definitionen wiedergeben können,

sondern vielmehr um die Möglichkeit, Themen in 
einem soweit wie möglich ‚geschützten Rahmen‘  
moderiert besprechen und Fragen an sich oder die 
anderen Teilnehmenden oder die Referierenden stellen 
zu können, um so verschiedene Perspektiven 
kennenzulernen. 
10  Bündnis 14 
Afrika e.V.  
„AKWAABA  
2019 – Afrika in  
Köln. Auf den 
Spuren der  
Migration…  
Eine Zeitreise ins 
Licht.“  
5.000,00  Querschnitt  
Ausstellung,   
4 Workshops,  
Vorträge,  
Diskussionen, 
Filmvor- 
führungen und 
Rahmenprogram
m  
ca. 1000   Die Einmaligkeit der Veranstaltung wird dadurch 
deutlich, dass verschiedene Vertreter*innen,  
Organisationen und Einzelpersonen der afrikanischen 
Diaspora zusammen das Projekt realisiert haben. 
„AKWAABA 2019 – Afrika in Köln“ bot eine Plattform für 
eine kritische aber auch hoffnungsvolle  
Auseinandersetzung mit den diversen vielschichtigen 
Realitäten der afrikanischen Diaspora, die in 
unterschiedlichen Vorträgen, Workshops, Diskussionen, 
Filmvorführungen und im Rahmenprogramm der 
Veranstaltung ihren Raum fanden. In dem Programm 
kamen fast ausschließlich Angehörige der afrikanischen  
Community zu Wort, um ihren Anliegen und  
Erfahrungen auch in Bezug auf das Thema Rassismus- 
und Diskriminierung Gehör zu verschaffen. Das  
Publikum bei AKWAABA 2019 war, wie erwünscht, sehr 
heterogen, sowohl was die Herkunft als auch die 
Alterszusammensetzung und den sozialen Hintergrund 
angeht. Somit wurde den von Rassismus-Betroffenen 
Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben, sich über 
ihre Erfahrungen auszutauschen und 
Reflektionsmöglichkeiten für die privilegierte Seite bzw. 
Angehörigen der weißen Mehrheitsgesellschaft eröffnet.

11  DEMASK  
kollektiv  
Workshop          
Der Antrag wurde zurückgezogen, weil das Projekt nach 
der Entscheidung der Gremien nicht mehr umsetzbar 
wäre.  
  
12  Kein Veedel für 
Rassismus  
Lesung  500,00  Querschnitt 
Lesung  
140  Die Veranstaltung war im Vorfeld schon so gefragt, dass 
die 100 Plätze schnell ausgebucht waren. Am Abend 
kamen dennoch viele Spontangäste, woraufhin im 
Nebenraum eine Audio-Anlage für 40 weitere Gäste 
installiert wurde, so dass diese immerhin zuhören 
konnten. Weitere Gäste mussten aus Platzgründen 
leider abgewiesen werden. Der Vortrag von Christian 
Fuchs hat Transparenz in die Neurechte Szene 
gebracht, aufgerüttelt und viele Tipps gegeben, wie wir 
mit den Neuen Rechten umgehen können. Der Autor 
war bereit, mit den Kölnerinnen und Kölnern noch fast 
anderthalb Stunden zu diskutieren, ihre Fragen zu 
beantworten und aufzuklären. Besonders interessiert 
war das Publikum an Strategien gegen Rechts im Netz.  
13  Ulf Aminde  Visualisierung des 
„Denkmals zum 
Anschlag des NSU 
in der Keupstraße 
und der  
Probsteigasse”  
5.500,00  Querschnitt  - / -  Um zum 15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in 
der Keupstraße an die noch ausstehende Realisierung 
des Mahnmals an der Keupstraße zu erinnern, wurde 
ein Modell des Mahnmals im Maßstab 1:10 mit einer 
Transportkiste gebaut, damit es variabel präsentiert 
werden kann. Das Tablet dient zur Präsentation des 
App-Prototypen; dieser wurde in zwei Schritten 
realisiert. So wurde eine Präsentationsplattform 
möglich, das Modell des Mahnmals in angemessener 
und professioneller Art und Weise auszustellen. Der 
Förderung zu Grunde liegt der Ansatz mit Ausstellungen 
des Mahnmals an den NSU Bombenanschlag in der 
Probsteigasse 2001, an den Nagelbombenanschlag in 
der Keupstraße 2004 und darüber hinaus an die

Realisierung des von der Stadt Köln in Auftrag 
gegebenen Mahnmals zu erinnern. Das erste Mal wurde 
die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln mit großem 
Medienecho durchgeführt, danach wurde das Mahnmal 
bei mehreren Bürgerversammlungen und 
Informationsveranstaltungen in der Keupstraße 
ausgestellt.  
14  Alevitische  
Gemeinde  
Porz  
Fachveranstalt- ung 
Umgang mit  
Intoleranz,  
Antisemitismus und  
Antiziganismus  
3.200,00  Querschnitt 
Podiums- 
gespräch  
ca. 120   Auf dem Podium ging es um die Herausforderung an 
eine solidarische, wachsame und kritische  
Zivilgesellschaft in einer Demokratie, die in Kenntnis der 
historischen Ereignisse, Strukturen und Mechanismen 
frühzeitig entsprechende Tendenzen in unserer 
heutigen Zeit erkennt und ihnen entgegen wirkt. Gerade 
im Hinblick auf die rechtsradikalen Tendenzen in der 
heutigen Gesellschaft war das offene und konstruktive 
Gespräch sehr hilfreich.  
15  DTVK e.V.  Fachtag  
„Rassismus wirkt” 
zum 
Internationalen  
Tag gegen  
Rassismus  
21.03.2019  
5.000,00  Querschnitt 
Fachtagung  
ca. 200  Tiefgreifende rassistische Wissensdiskurse als auch die  
Emotionalität, die bei der Auseinandersetzung mit 
Rassismus und Diskriminierung aufkommt, lassen sich 
nur schwer mittels einer Veranstaltung aufarbeiten. 
Dennoch hat der Fachtag dazu beigetragen, dass die 
Selbstreflektion für alle von hoher Bedeutung ist, da 
mögliche Handlungsperspektiven erst nach einer 
Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus auf 
Seite der Betroffenen und Privilegierten entwickelt 
werden. Eine breite Öffentlichkeit konnte erreicht und für 
das Thema sensibilisiert werden. Dennoch bedarf es 
sowohl einer anhaltenden Querschnittsaufgabe 
antirassistischer als auch interkultureller Ansätze in 
allen relevanten Bereichen wie Bildung, Politik, Kultur, 
Medien, Gesundheit, Sport und Wissenschaft.

16  Rubicon e.V.  „Männlichkeiten“  1.100,00  Geschlecht / 
Mehrfachdis- 
kriminierungen  
Filmproduktion  
11  Im Film werden folgende Merkmale von Männern* 
verkörpert: schwarz, schwul, geflüchtet, Trans*, nicht 
binär, viele Identitäten und Hintergründe. Es ist nicht 
einfach, Gesicht zu zeigen, wenn man Angst vor 
Repressalien hat. Viele Menschen haben so viel erlebt, 
dass es eine Herausforderung bedeutet, sich vor eine 
Kamera zu stellen und über die Identitäten und 
Erfahrungen zu sprechen. Scham, Angst und Trauma 
sind ein spürbares Beispiel bei den Menschen, die 
sowohl von Rassismus als auch von Trans- und 
Homophobie betroffen getroffen sind.

Beratungsverlauf (3)

18.08.2020 Integrationsrat
TOP 5.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.08.2020 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 10.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.09.2020 Finanzausschuss
TOP 2.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Keupstraße 2004
  • Probsteigasse 2001

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
1866/2020
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.08.2020
Erstellt
18.06.2020 11:17