1866/2020
Bericht Antirassismus-Training 2019
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 05.08.2020 1866/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 18.08.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 Finanzausschuss 07.09.2020 Bericht Antirassismus-Training 2019 Zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger in ganz Köln setzen sich tag- täglich für ein vielfältiges, gewaltfreies und respektvolles Miteinander ein. Es ist die gemeinsame Auf- gabe der Stadt Köln und der Zivilgesellschaft, jeder Demokratie- und Menschenfeindlichkeit entschie- den und geschlossen entgegenzutreten. Bei dieser wichtigen Arbeit unterstützt die Stadt Köln seit 2007 Maßnahmen zur Stärkung von Demokratie und Vielfalt aus den Mitteln für Antirassismus- Training. Ziel ist es, Kölnerinnen und Kölner hinsichtlich menschen- und demokratiefeindlicher Ein- stellungen zu sensibilisieren. Die Projektmittel setzen dabei auf verschiedenen Ebenen an. Sowohl die zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den ver- schiedenen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Kölner Maßnahmenträger weitere Angebote in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und methodi- sche Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Für viele dieser Antragstellenden ist die Ausei- nandersetzung mit Rassismus ein zentraler Arbeitsschwerpunkt. So erproben sie Maßnahmen, die die Handlungskompetenz von Einrichtungen, insbesondere Bildungseinrichtungen, stärken. Im Haushaltsplan 2019 waren 10.000 Euro für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Zusätzlich ste- hen weitere Mittel in Höhe von 40.000 Euro aus dem Integrationsbudget zur Verfügung. In vier Schritten fand die Verteilung der Mittel aus dem Integrationsbudget auf Basis der Beschlüsse zu Vorlagen-Nr. 1371/2019, Nr. 2650/2019, Nr. 0556/2019 und Nr. 0103/2019 statt. Von den zur Ver- fügung stehenden Mitteln wurden im Jahr 2019 insgesamt 49.782,00 Euro beantragt und 49.267,30 Euro zweckentsprechend verausgabt. Von den 16 bewilligten Projekten (siehe Anhang) wurden 15 Projekte durchgeführt. Die Mehrheit der geförderten Projekte und Maßnahmen sind den Handlungsfeldern Querschnitt und Bildung zuzuord- nen. Die Formate der geförderten Projekte waren sehr facettenreich. Neben 38 Workshops, Informa- tions- und Fachveranstaltungen und einem Kreativwettbewerb wurde unter anderem eine Visualisie- rung des Modells des NSU-Mahnmals im Maßstab 1:10 erstellt. Insgesamt konnten ca. 1879 Perso- nen unterschiedlicher Altersgruppen erreicht werden. Die geförderten Träger und Initiativen verfügen über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sowie der rassismuskritischen Arbeit. Sie sind breit mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in Köln vernetzt. Neben den Themen der klassischen Antirassismus-Arbeit im Bildungsbereich werden dabei auch weitere Diversity-Dimensionen wie z. B. Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, Alter und religiöse bzw. weltanschauliche Vielfalt in Projekten mit selbstreflektivem Anteil gefördert. Im Rahmen der fachlichen Steuerung dieser Projekte über die Pro- 2 jektberatungsgespräche konnten gemeinsam mit den Trägern neue Schwerpunkte gesetzt und Maß- nahmen (weiter-) entwickelt oder an die aktuellen Bedarfslagen angepasst werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Projektanträge sowie Anfragen nach Projektmitteln zum Thema Antirassismus und Rassismuskritik deutlich um 30% gestiegen. Gez. Reker Anhang 1
Anhang 1
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Anhang 1 Bericht über die durchgeführten Projekte 2019 Träger / Institution Projekttitel Fördersumme in Euro Handlungsfeld / Format Teilnehmer* innen Erfahrungsbericht / Rückmeldung 1 Kölner Flüchtlingsrat e.V. Brückenbauer 5.000,00 Bildung 10 Workshops ca. 120 Der Bedarf an politischer Bildungsarbeit in Schulen zum Thema Flucht, Flüchtlinge sowie die Sensibilisierung für die Themen Menschrechte und Demokratie ist nach wie vor sehr hoch, so dass die Workshops gleich zu Beginn ausgebucht waren. Seit dem 1.1.2020 fördert die Stadt Köln die Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrats e.V. mit einer 0,5-Stelle für drei Jahre. 2 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Coaching für die Vertreter*innen der Mitgliederorganisati onen des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung 650,00 Querschnitt Coaching 18 Durch das Coaching wurde den Mitgliedern des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung Raum gegeben, sich intensiv miteinander auszutauschen und die gemeinsame Arbeit zu reflektieren. Es besteht noch Entwicklungspotential. Dies nicht nur in Bezug auf den Tag gegen Rassismus selbst, sondern allgemein bezüglich der Arbeitsprozesse, Ziele, Haltungen und der gemeinsamen Auffassung zentraler Themen des Kölner Forums. Grundlegende Fragestellungen waren beispielsweise: Welche Aufgaben sollen im Forum Priorität haben? Reaktionsgeschwindigkeit bei aktuellen Ereignissen? Gibt es Strategien, die bevorzugt werden? Die Notwendigkeit wurde deutlich, diesen Prozess des Coachings kontinuierlich fortzusetzen. 3 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Gestaltung der Homepage 1.170,00 Querschnitt - / - Durch die neue aussagekräftige Homepage kann das Kölner Forum mit seinen Mitgliedsorganisationen und seinen jeweiligen Angeboten auch im Internet Präsenz zeigen. Die Internetseite richtet sich an Betroffene und/oder Interessierte, die Rat und Unterstützung im Bereich Diskriminierung und Rassismus suchen. Die Homepage ist unter dem folgendem Link zu finden: http://www.forumgegenrassismus.koeln/ 4 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. „Dissen - mit mir nicht! - Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung“ 2.000,00 Bildung Wettbewerb ca. 100 Jugendliche, Schüler und Schülerinnen, Besucher und Besucherinnen von Jugendeinrichtungen waren dazu aufgerufen, Beiträge in Form von Bildern, Fotos, Collagen, einer Geschichte oder Erzählung, einem Video, einem Musikstück oder Ähnlichem einzureichen. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung wurden 19 Beiträge vorgestellt und die Mitwirkenden hatten die Möglichkeit, diese kurz zu kommentieren. Die Beiträge waren sehr beeindruckend, teils sehr emotional, offen und „unter die Haut gehend“. Alle Zuschauer und Zuschauerinnen zollten den Beiträgen und dem gesamten Thema sehr großen Respekt. Dies wurde u.a. dadurch deutlich, dass das gesamte Publikum sehr interessiert und aufmerksam dem Programm folgte. Es gab viele positive Rückmeldungen von den Teilnehmer*innen. 5 Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. Roots & Wings! Afrodeutsche und Schwarze Kinder in Deutschland stark machen. 3.280,00 Familie/Bildung 2 Workshops 22 Das Angebot stieß auf breites Interesse, schon nach kurzer Zeit war der Workshop ausgebucht. Besonders gefreut hat es die Eltern, dass direkt im Raum nebenan, eine Kinderbetreuung von zwei Schwarzen Pädagoginnen angeboten worden ist. So konnten sich die Eltern ganz in Ruhe auf den Workshop einlassen. In Begleitung der Antidiskriminierungs-und Adultismustrainerin haben die Eltern in einem geschützten Raum mit Hilfe verschiedener Übungen, Methoden und Simulationen die eigenen Positionen, Empfindungen und Meinungsbilder entdeckt und hinterfragt. Die Trainerin konnte dabei besonders sensibel auf die Bedürfnisse der Eltern eingehen, die an den beiden Tagen oftmals auch eigene Rassismuserfahrungen reflektiert haben. Der Erfahrungsaustausch und die Kontaktaufnahme wurde von den Teilnehmerinnen als heilsam und wohltuend beschrieben und alle äußerten das Bedürfnis nach regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen in dieser Form. 6 Öffentlichkeit gegen Gewalt e.V. „Express yourself! – Empowerment durch Graphic Storytelling“ 3.300,00 Querschnitt Workshop 10 Es gab ein eindeutiges positives Feedback zu dem Workshop, welches durch Feedbackbögen anonymisiert erfasst wurde. Der Bedarf an geschützten Räumen, die sich explizit mit Erfahrungen von antimuslimischem Rassismus befassen, wurde geäußert. Die Teilnehmer*innen gaben zwar an, sich in muslimischen Communities zu verorten, dennoch wurde ein klares Bedürfnis nach Empowerment- Räumen formuliert, in denen die Aufarbeitung antimuslimischer Rassismuserfahrungen möglich ist und professionell aufgearbeitet werden kann. Dadurch, dass nur Frauen* an dem Workshop teilgenommen haben, kamen auch sexistische Erfahrungen zum Ausdruck, der Austausch hierüber war sehr wohltuend für die Teilnehmer*innen. 7 Kölner Flüchtlingsrat e.V. Stärkung der Arbeitsstruktur des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung 8.482,00 Struktur - / - Ein Ziel bleibt es, dass sich das Kölner Forum als ein gemeinsam handelnder Akteur versteht, wobei Verantwortlichkeiten untereinander ständig neu aufgeteilt und Handlungsaufträge gemeinsam effizient umgesetzt werden. Die geförderte Stelle ist ein wichtiger Baustein in diesem Prozess. So wird sichergestellt, dass das Kölner Forum weiterhin Schwerpunktthemen ausarbeitet, mit den Verantwortlichen das Gespräch sucht und notwendige Handlungsschritte für die Stadtgesellschaft erarbeitet. Die Honorarstelle stärkt die Sprecherinnen und Mitglieder des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung dahingehend, dass die Arbeit in den Themenbereichen des Forums intensiviert, Arbeitsabläufe optimiert und die Inhalte innerhalb und außerhalb des Kölner Forums besser kommuniziert werden konnten. Indem die Forumsrunde von Expert*innen in ihrer Struktur eines Gremiums durch die Arbeit der Stelle unterstützt wird, wird ebenso die Arbeit des Kölner Forums im Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung gestärkt. 8 Integrations- haus e.V. Workshop und ein Guide „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!“ 2.600,00 Querschnitt / Kunst 1 Workshop - / - Es wurde ein Workshop für Multiplikator*innen zu den Themenschwerpunkten Critical Whiteness und Postkolonialismus durchgeführt. Es wurde ein öffentlicher Workshop bei der Eröffnung der „Baustelle“ durchgeführt und mit der Aktion „Revolutionär*innen gesucht“ eine Plattform geschaffen, bei der sich Menschen mit ihrer Idee für eine gerechtere Welt positionieren konnten. Durch die Erstellung des Guide und ersten Rückmeldungen dazu, wurde eine Form gefunden, mit Besucher*innen des Museums in Dialog zu treten, ohne direkt vor Ort zu sein. Link zum Guide: https://ihaus.org/de/wp- content/uploads/sites/12/2011/11/%E2%80%9EUnser- Kopf-ist-rund-damit-das-Denken-die-Richtung- wechseln-kann%E2%80%9C.pdf 9 NS- Dokumentat- ionszentrum der Stadt Köln „Baustelle Demokratie. Workshops zu Demokratie, Teilhabe und Ausgrenzung“ 3.000,00 Bildung 9 Workshops ca. 118 Nicht alle Teilnehmenden des Workshops konnten einen Bezug zum Thema Rassismus sehen bzw. dieser musste erst durch eine Teamerin/einen Teamer hergestellt werden. Die Idee, dass Rassismen über die Frage „Wer wird beteiligt?“ diskutiert werden, gestaltete sich als schwierig. So wurde die Übung weitestgehend ersetzt durch die Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen wie Filmen oder Berichten/Fotos auf Instagram, in denen von Rassismus Betroffene von ihren Diskriminierungserfahrungen berichten. Diese wurden unter der Fragestellung von Demokratiegefährdung, Menschenrechten und demokratischen Handlungsoption diskutiert. Hierbei war es wichtig, einen Diskussionsraum zu öffnen, in den die Teilnehmenden eintreten und ihre Meinungen austauschen können. Die Wissensvermittlung wird als Ziel dabei bewusst hintangestellt. Es geht also weniger darum, dass die Teilnehmenden im Anschluss etwaige Definitionen wiedergeben können, sondern vielmehr um die Möglichkeit, Themen in einem soweit wie möglich ‚geschützten Rahmen‘ moderiert besprechen und Fragen an sich oder die anderen Teilnehmenden oder die Referierenden stellen zu können, um so verschiedene Perspektiven kennenzulernen. 9 NS- Dokumentat- ionszentrum der Stadt Köln „Baustelle Demokratie. Workshops zu Demokratie, Teilhabe und Ausgrenzung“ 3.000,00 Bildung 9 Workshops ca. 118 Nicht alle Teilnehmenden des Workshops konnten einen Bezug zum Thema Rassismus sehen bzw. dieser musste erst durch eine Teamerin/einen Teamer hergestellt werden. Die Idee, dass Rassismen über die Frage „Wer wird beteiligt?“ diskutiert werden, gestaltete sich als schwierig. So wurde die Übung weitestgehend ersetzt durch die Auseinandersetzung mit Selbstzeugnissen wie Filmen oder Berichten/Fotos auf Instagram, in denen von Rassismus Betroffene von ihren Diskriminierungserfahrungen berichten. Diese wurden unter der Fragestellung von Demokratiegefährdung, Menschenrechten und demokratischen Handlungsoption diskutiert. Hierbei war es wichtig, einen Diskussionsraum zu öffnen, in den die Teilnehmenden eintreten und ihre Meinungen austauschen können. Die Wissensvermittlung wird als Ziel dabei bewusst hintangestellt. Es geht also weniger darum, dass die Teilnehmenden im Anschluss etwaige Definitionen wiedergeben können, sondern vielmehr um die Möglichkeit, Themen in einem soweit wie möglich ‚geschützten Rahmen‘ moderiert besprechen und Fragen an sich oder die anderen Teilnehmenden oder die Referierenden stellen zu können, um so verschiedene Perspektiven kennenzulernen. 10 Bündnis 14 Afrika e.V. „AKWAABA 2019 – Afrika in Köln. Auf den Spuren der Migration… Eine Zeitreise ins Licht.“ 5.000,00 Querschnitt Ausstellung, 4 Workshops, Vorträge, Diskussionen, Filmvor- führungen und Rahmenprogram m ca. 1000 Die Einmaligkeit der Veranstaltung wird dadurch deutlich, dass verschiedene Vertreter*innen, Organisationen und Einzelpersonen der afrikanischen Diaspora zusammen das Projekt realisiert haben. „AKWAABA 2019 – Afrika in Köln“ bot eine Plattform für eine kritische aber auch hoffnungsvolle Auseinandersetzung mit den diversen vielschichtigen Realitäten der afrikanischen Diaspora, die in unterschiedlichen Vorträgen, Workshops, Diskussionen, Filmvorführungen und im Rahmenprogramm der Veranstaltung ihren Raum fanden. In dem Programm kamen fast ausschließlich Angehörige der afrikanischen Community zu Wort, um ihren Anliegen und Erfahrungen auch in Bezug auf das Thema Rassismus- und Diskriminierung Gehör zu verschaffen. Das Publikum bei AKWAABA 2019 war, wie erwünscht, sehr heterogen, sowohl was die Herkunft als auch die Alterszusammensetzung und den sozialen Hintergrund angeht. Somit wurde den von Rassismus-Betroffenen Teilnehmer*innen die Möglichkeit gegeben, sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und Reflektionsmöglichkeiten für die privilegierte Seite bzw. Angehörigen der weißen Mehrheitsgesellschaft eröffnet. 11 DEMASK kollektiv Workshop Der Antrag wurde zurückgezogen, weil das Projekt nach der Entscheidung der Gremien nicht mehr umsetzbar wäre. 12 Kein Veedel für Rassismus Lesung 500,00 Querschnitt Lesung 140 Die Veranstaltung war im Vorfeld schon so gefragt, dass die 100 Plätze schnell ausgebucht waren. Am Abend kamen dennoch viele Spontangäste, woraufhin im Nebenraum eine Audio-Anlage für 40 weitere Gäste installiert wurde, so dass diese immerhin zuhören konnten. Weitere Gäste mussten aus Platzgründen leider abgewiesen werden. Der Vortrag von Christian Fuchs hat Transparenz in die Neurechte Szene gebracht, aufgerüttelt und viele Tipps gegeben, wie wir mit den Neuen Rechten umgehen können. Der Autor war bereit, mit den Kölnerinnen und Kölnern noch fast anderthalb Stunden zu diskutieren, ihre Fragen zu beantworten und aufzuklären. Besonders interessiert war das Publikum an Strategien gegen Rechts im Netz. 13 Ulf Aminde Visualisierung des „Denkmals zum Anschlag des NSU in der Keupstraße und der Probsteigasse” 5.500,00 Querschnitt - / - Um zum 15. Jahrestag des Nagelbombenanschlags in der Keupstraße an die noch ausstehende Realisierung des Mahnmals an der Keupstraße zu erinnern, wurde ein Modell des Mahnmals im Maßstab 1:10 mit einer Transportkiste gebaut, damit es variabel präsentiert werden kann. Das Tablet dient zur Präsentation des App-Prototypen; dieser wurde in zwei Schritten realisiert. So wurde eine Präsentationsplattform möglich, das Modell des Mahnmals in angemessener und professioneller Art und Weise auszustellen. Der Förderung zu Grunde liegt der Ansatz mit Ausstellungen des Mahnmals an den NSU Bombenanschlag in der Probsteigasse 2001, an den Nagelbombenanschlag in der Keupstraße 2004 und darüber hinaus an die Realisierung des von der Stadt Köln in Auftrag gegebenen Mahnmals zu erinnern. Das erste Mal wurde die Ausstellung im Museum Ludwig in Köln mit großem Medienecho durchgeführt, danach wurde das Mahnmal bei mehreren Bürgerversammlungen und Informationsveranstaltungen in der Keupstraße ausgestellt. 14 Alevitische Gemeinde Porz Fachveranstalt- ung Umgang mit Intoleranz, Antisemitismus und Antiziganismus 3.200,00 Querschnitt Podiums- gespräch ca. 120 Auf dem Podium ging es um die Herausforderung an eine solidarische, wachsame und kritische Zivilgesellschaft in einer Demokratie, die in Kenntnis der historischen Ereignisse, Strukturen und Mechanismen frühzeitig entsprechende Tendenzen in unserer heutigen Zeit erkennt und ihnen entgegen wirkt. Gerade im Hinblick auf die rechtsradikalen Tendenzen in der heutigen Gesellschaft war das offene und konstruktive Gespräch sehr hilfreich. 15 DTVK e.V. Fachtag „Rassismus wirkt” zum Internationalen Tag gegen Rassismus 21.03.2019 5.000,00 Querschnitt Fachtagung ca. 200 Tiefgreifende rassistische Wissensdiskurse als auch die Emotionalität, die bei der Auseinandersetzung mit Rassismus und Diskriminierung aufkommt, lassen sich nur schwer mittels einer Veranstaltung aufarbeiten. Dennoch hat der Fachtag dazu beigetragen, dass die Selbstreflektion für alle von hoher Bedeutung ist, da mögliche Handlungsperspektiven erst nach einer Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus auf Seite der Betroffenen und Privilegierten entwickelt werden. Eine breite Öffentlichkeit konnte erreicht und für das Thema sensibilisiert werden. Dennoch bedarf es sowohl einer anhaltenden Querschnittsaufgabe antirassistischer als auch interkultureller Ansätze in allen relevanten Bereichen wie Bildung, Politik, Kultur, Medien, Gesundheit, Sport und Wissenschaft. 16 Rubicon e.V. „Männlichkeiten“ 1.100,00 Geschlecht / Mehrfachdis- kriminierungen Filmproduktion 11 Im Film werden folgende Merkmale von Männern* verkörpert: schwarz, schwul, geflüchtet, Trans*, nicht binär, viele Identitäten und Hintergründe. Es ist nicht einfach, Gesicht zu zeigen, wenn man Angst vor Repressalien hat. Viele Menschen haben so viel erlebt, dass es eine Herausforderung bedeutet, sich vor eine Kamera zu stellen und über die Identitäten und Erfahrungen zu sprechen. Scham, Angst und Trauma sind ein spürbares Beispiel bei den Menschen, die sowohl von Rassismus als auch von Trans- und Homophobie betroffen getroffen sind.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Keupstraße 2004
- Probsteigasse 2001
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Details
- Aktenzeichen
- 1866/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 05.08.2020
- Erstellt
- 18.06.2020 11:17