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2013/0326

Ausweisung eines städtischen Ehrengrabs hier: Grabstätte 01/L 6a 13 auf dem Waldfriedhof - Wilhelm Glässing

Magistratsvorlage 07.10.2013

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2013/0326

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2013/0326

3448 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
06.11.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat I      Dezernat III 
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Kulturamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0326 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.: 533010 
Kostenstelle: 067-112-1610 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 5330-11      Sachkonto: 6161820 
 
Betreff: Ausweisung eines städtischen Ehrengrabs 
hier: Grabstätte 01/L 6a 13 auf dem Waldfriedhof  - Wilhelm Glässing 
 
Vorlage vom: 07.10.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
 1. Die Grabstätte von Wilhelm Glässing auf dem Waldfriedhof, Nr. 01/L 6a 13, wird als 
     städtisches Ehrengrab ausgewiesen. 
 
2. Die Deckung der laufenden Pflegekosten in Höhe  250 Euro/Jahr erfolgt aus dem Budget 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 7.10.2013:  
 
Wilhelm Glässing (1865-1929) ist auf dem Waldfriedhof bestattet. Die Nutzungsrechte an der 
Grabstätte sind zwischenzeitlich an die Stadt zurückgefallen, so dass nunmehr zu entscheiden ist, 
ob die  Grabstätte als Ehrengrab erhalten werden soll.  
 
Mit einer Amtszeit von knapp 20 Jahren war Wilhelm Glässing der am längsten amtierende 
Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt.  
 
Der Jurist wurde 1901 von der Stadt Darmstadt zum Beigeordneten ernannt. Es folgten die 
Beförderung zum Bürgermeister im Jahr 1904 und 1909 die Wahl zum Oberbürgermeister. In 
diesem Amt verblieb Glässing bis zu seinem Tod am 10.3.1929.  
In seine Amtszeit fiel eine grundlegende Modernisierung des öffentlichen Verkehrswesens. 
Insbesondere engagierte sich Glässing für die Verkehrsplanung in Zusammenhang mit dem Neubau 
des Hauptbahnhofs und der Gründung der HEAG.  Als Finanz- und Rechtsexperte äußerte sich 
Wilhelm Glässing in Vorträgen und Aufsätzen zu  grundsätzlichen Fragen der modernen 
Stadtentwicklung wie  „Die Entwicklung der Stadt Darmstadt und die städtischen Finanzen“ (1910) 
oder “Wie können wir unsere öffentlich-rechtliche Verwaltung  vereinfachen? Die Verwaltungsreform 
als deutsches Problem der Gegenwart“ (1926). Wilhelm Glässing war Oberbürgermeister in einer 
Zeit, in der der erste Weltkrieg und seine Folgen das Kommunalwesen mit Problemen in einem 
bisher nicht gekannten Ausmaß konfrontierten. Die Notsituation der Bevölkerung machte die 
Schaffung neuer Ressorts und Institutionen notwendig, mit Maßnahmen wie dem Straßen – und 
Wohnungsbauprogramm versuchte man die schwierige Lage zu bewältigen.  
 
Aufgrund der historischen Bedeutung Glässings für die Geschichte der Stadt Darmstadt kann die 
Ausweisung als Ehrengrab uneingeschränkt empfohlen werden. 
 
Die Pflege des Ehrengrabes verursacht Folgekosten von rund 250 Euro jährlich, die aus der  
Kostenstelle des Grünflächenamtes 067-112-1610 Sachkonto 61616820 getragen werden.. 
 
Darmstadt, den 7.10.2013 
41 2200140 
 
 
Dezernat I    Dezernat III   Dezernat IV 
 
 
 
Jochen Partsch   Brigitte Lindscheid   André Schellenberg 
Oberbürgermeister   Stadträtin   Stadtkämmerer

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Details

Vorlagen-Nr.
2013/0326
Typ
Magistratsvorlage
Datum
07.10.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00