1478/2020
Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten des Bundesverwaltungsamtes
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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss
4848 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/V/7 Vorlagen-Nummer 25.05.2020 1478/2020 Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Si tzung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Umwelt und Grün 04.06.2020 Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten des Bundesverwaltungsamtes Anfragetext: 9.3 Mündliche Anfrage von SE Herrn Donath Umwelt- und Klimaschutzaktivitäten des Bundesverwaltungsamtes SE Herr Donath informiert über einen Bericht in der Kölner Presse am 21.01.2020 über „60 Jahre Bundesverwaltungsamt (BVA)“, das seinen Sitz in einem Bürohochhaus an der Amsterdamer Str. in Köln-Riehl habe. Für den mächtigen Bürokomplex sei 1983 eine schöne Schrebergartenkolonie verschwunden. Zu- sätzlich sei ein imposanter Vorplatz und großzügig bemessene Parkplätze versiegelt worden. Herr Donath zeigt sich erstaunt, dass der Bericht nicht ein Wort zu „Klima“ oder “Umwelt“ enthalte. Er fragt, ob die Verwaltung in Erfahrung bringen könne, inwieweit das BVA Umwelt- und Klimaaspekte im Blick habe. Die Klimafolgen der Beseitigung der Schrebergärten könnten nicht wirklich kompen- siert aber doch zumindest gemildert werden. Herr Donath stellt in diesem Zusammenhang Fragen und bittet die Verwaltung um Beantwortung: (Fragen werden im Wortlaut und nicht im Konjunk tiv protokolliert) 1. Ist an eine Umstellung des Gaskessels auf Fernwärme gedacht worden? Seit Jahren liegt Fernwärme in der Nähe (GAG-Naumann-Siedlung Luftlinie ca. 400 m). 2. Wie viel Gas wird derzeit verbraucht? 3. Wie hoch wäre die CO2-Einsparung durch diese Umstellung? 4. Wie viel Strom wird verbraucht? 5. Wie viel Ökostrom könnten PV-Module auf den Flachdächern, an den Fassaden und evtl. Auf- ständerungen über den Parkflächen erzeugen? 6. Hat das BVA schon daran gedacht? 7. Können Dächer/Fassaden/Parkflächen begrünt werden? 8. Kann Regenwasser der versiegelten Flächen gesammelt und /oder versickert werden? 9. Ist an E-Ladepunkte gedacht? 10. Wie viele Mitarbeiter nutzen Jobtickets? Die Verwaltung antwortet hierzu: Zur Beantwortung wurde das Bundesverwaltungsamt sowie die Bundesanstalt für Immobilienaufga- ben kontaktiert die hierzu wie folgt geantwortet haben: 2 Zu 1) Das BVA hat nach eigenen Angaben 2008 umfangreiche energetische Sanierungsmaßnahmen durchführen lassen. Eine Anbindung an eine Fernwärmeversorgung wurde in diesem Rahmen durch die Oberfinanzdirektion nicht in Erwägung gezogen. Dabei wurden energetische Maßnahmen, wie Einsatz von BHKW-Anlagen, Niedertemperatur- und Brennwerttechnik umgesetzt mit dem Ziel, eine jährliche CO2-Einsparung von etwa 2000 Tonnen zu realisieren. Zu 2) Der Gasverbrauch kann nur exemplarisch dargestellt werden. So wurden im Jahr 2019 durchschnitt- lich etwa 343.771 KWh/Monat verbraucht. Zu 3) Zur CO2-Einsparung wurde oben unter 1. bereits berichtet. Zu 4) Der Stromverbrauch kann nur exemplarisch dargestellt werden. So wurden im Jahr 2019 durch- schnittlich etwa 727.944 KWh/Monat verbraucht. Zu 5/ 6) Es liegen uns keine Erkenntnisse dazu vor, wieviel Ökostrom durch PV-Module auf den Flachdä- chern, an den Fassaden und evtl. Aufständerungen über den Parkflächen erzeugt wird. Hierfür wäre eine umfassende Untersuchung durch entsprechende Fachplaner notwendig. Zu 7) Teilweise sind die Dachterrassen des BVA schon begrünt. Die grundsätzliche Möglichkeit der weite- ren Begrünung von Dächern, Fassaden und Parkflächen müssten von Fachleuten untersucht werden. Eine Begrünung des großen Platzes vor dem Haupteingang des BVA ist nicht möglich. Hierbei han- delt es sich gemeinsam mit dem dort stehenden Brunnen um Kunst am Bau, deren Veränderung nur unter besonderen Umständen möglich ist. Zu 8) Im Rahmen des gesetzlich geforderten Dichtheitsnachweises wurde im Jahr 2012 für das BVA ein Liegenschaftsbezogenes Abwasserkonzept (LAK) erstellt. Hiernach entwässert die Liegenschaft in das örtliche öffentliche Abwassernetz der Stadt Köln. Im Rahmen des LAKs wurde auch die Möglichkeit einer Regenwasserversickerung für den Parkplatz vor dem Hauptgebäude untersucht. Hierbei wurde jedoch festgestellt, dass die Chancen einer Ge- nehmigung zur Versickerung des Niederschlagswasser auf dem Grundstück eher gering seien, vor allem, weil neben technischen Gesichtspunkten, die Versickerung ausschließlich dem Zwecke der Gebührenersparnis und nicht anderen Zwecken (bspw. Bewässerung) diene. Das Umweltamt der Stadt Köln, sowie die Stadtentwässerungsbetriebe der Stadt Köln wurden in diese Abwägung einbe- zogen. Zu 9) Es wurde bereits eine E-Ladesäule für Dienstkraftfahrzeuge installiert. Die Einrichtung weiterer E- Ladesäulen ist in Vorbereitung. Es sind auch mehrere Elektro-/ Hybrid- Dienstkraftfahrzeuge im Ein- satz. Zu 10) In 2019 nutzen 510 Beschäftige am BVA-Standort Köln ein VRS-Jobticket. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Amsterdamer Straße
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Details
- Aktenzeichen
- 1478/2020
- Typ
- Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
- Datum
- 25.05.2020
- Erstellt
- 18.05.2020 12:53