A-R/0024/2012
Verkehrskonzept für das Hafenviertel entwickeln - Zusammenarbeit mit Anwohnern, Nutzern, Unternehmern und Eigentümern verbessern
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Originalantrag
5549 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0024/2012
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
Sachentscheidung:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Verkehrskonzept für das Hansa-/Hafenviertel zu
entwickeln. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen:
- Ausweitung von Anwohnerparkflächen, Aufwertung des Besitzes von
Parkberechtigungsscheinen,
- bessere Lenkung der auswärtigen Verkehrsströme in die Parkhäuser
am Cineplex und Stadthaus III insbesondere an Wochenenden,
- Entlastung der Wohnstraßen vom Durchgangsverkehr („Schleichverkehr“, Park-Such-
Verkehr),
- Reduzierung der Lärmbelastung für die Anwohner,
- Reduzierung der Geschwindigkeit am Hafenweg (Tempo -30 km/h-Zone).
Ordnungsrechtliche Möglichkeiten sind zu nutzen. Die Nutzung des vorhandenen
Parkraums ist zu optimieren.
2. Bei der Erarbeitung des Konzeptes sind die im Hansaviertel und am Stadthafen I tätigen
Akteure wie Anwohner, Eigentümer, Nutzer und Betreiber von Kultur- und
Wirtschaftsunternehmen einzubeziehen und zu beteiligen. Die Einrichtung eines Runden
Tisches ist hier vorzusehen.
3. Bei der Erarbeitung des Konzeptes sind die wissenschaftlichen Untersuchungen der
Fachhochschule ebenfalls einzubeziehen und die dort formulierten Vorschläge zu prüfen
(„Kreativkai – Lärm und andere Probleme“, Münster, 2006., „Kreativkai II – Lärm und
andere Probleme“, Münster, 2008).
4. Im Hansaviertel (Dortmunder Straße und Soester Straße) wird eine
weitere Bewohnerparkzone eingerichtet. Die Einrichtung weiterer Bewohnerparkzonen im
Bereich der Schillerstraße wird geprüft.
5. Das Konzept ist
zeitnah aufzustellen.
Bündnis 90/Die Grünen/GAL
Ratsfraktion Münster
Windthorststr. 7
48143 Münster
Fon: 0251 / 8 99 58 10
Fax: 0251 / 8 99 58 15
ratsfraktion@ gruene-muenster.de
www.gruene -muenster.de
Antrag
„
Verkehrskonzept für das Hafenviertel
entwickeln – Zusammenarbeit m it
Anwohnern, Nutzern, Unternehmern und
Eigentümern verbessern“
30.04.2012
2
Begründung:
1. Notwendigkeit eines Verkehrskonzeptes für das Hansaviertel
Die mit allen Akteuren abgestimmte und auf Kooperation angelegte Entwicklung eines
Verkehrskonzeptes für das Hansaviertel ist dringend notwendig. Das Konzept muss die
Möglichkeit der Fortschreibung zulassen, um die jeweils aktuellen Planungen und
Entwicklungen im Bereich des Stadthafens zu berücksichtigen. Der seit 2004 von der
Verwaltung wiederholte
Hinweis, dass die verkehrlichen Probleme im Rahmen eines
zukünftigen Gesamtkonzeptes gelöst werden sollen, blieb bislang nur Ankündigung und
hilft bei der Lösung der aktuellen Probleme nicht weiter.
Angesichts der zahlreichen aber stets gescheiterten Versuche (z.B. Quartiersparkhaus am
Hafenweg), im Hafen zusätzlichen Parkraum anzubieten, ist es vordringlich, den
vorhandenen Parkraum optimal zu nutzen und dabei vorrangig
die Anwohnerinteressen zu
berücksichtigen.
Innerhalb des Viertels wird der Bau des Einkaufszentrums nach wie vor kritisch gesehen,
insbesondere hinsichtlich der verkehrlichen Belastung und wegen der Auswirkungen auf
den traditionellen Einzelhandel. Die Sperrung der OSMO- Hallen und die dadurch
weggefallene Durchfahrt sorgen für zusätzliche Probleme.
Vorbild für den Planungsprozess kann hier das Hafenforum sein, die Einrichtung eines
Runden Tisches bietet sich an. Die Umsetzung der im Masterplan Hafen für den Stadthafen
I vorgesehenen Planungen steht noch am Anfang und ist angesichts des laufenden
Bebauungsplan-Verfahrens noch längst nicht abgeschlossen.
Zu prüfen sind daher die vorhandenen ordnungsrechtlichen Möglichkeiten. Die Verwaltung
hat bestätigt, dass die Ausweisung von Bewohnerparkzonen mit einer dichten
ordnungsbehördlichen Kontrolle verbunden sein muss. Leider ist die ordnungsbehördliche
Kontrolldichte in Bewohnerparkzonen aus falsch verstandener Liebe zum Autoverkehr
drastisch zurückgefahren worden – auf Kosten der Stadtbewohner in den innerstädtischen
Wohnquartieren. Sogenannte Schwerpunktüberwachungen bis 22:30 Uhr mit nur zwei
Mitarbeitern stadtweit haben das sanktionslose Falschparken in Münster erst salonfähig
gemacht. Da sich– wie die Vergangenheit gezeigt hat - der abendliche Ordnungsdienst
finanziell selbst trägt, ist die Kostenneutralität einer Intensivierung der
Verkehrsüberwachung gewährleistet. Hinsichtlich der Bewirtschaftung der beiden
Parkhäuser ist an eine Ausweitung der Öffnungszeiten zu denken. Große Teile der
Parkflächen am Stadthaus III stehen meistens leer.
2. Einrichtung neuer Bewohnerparkzonen im Hafengebiet
Die in den letzten Jahre gestiegene Attraktivität und zunehmende Frequentierung der
Freizeitangebote des Stadthafens I hat zu einem vermehrten Park-Such-Verkehr
gebietsfremder PKW-Fahrer im Hansaviertel geführt. Von den Bewohnern wird vielfach
beklagt, trotz eines Parkberechtigungsscheins keinen Stellplatz mehr finden zu können. Der
Park-Such-Verkehr beeinträchtig mehr und mehr die Lebensqualität der Bewohner,
insbesondere in den Nachtstunden. Dabei bestehen für die motorisierten Besucher der
Hafenmeile fußläufige Park-Alternativen: Ausreichende Stellplätze sind in den Parkhäusern
Stadthaus 3 und Cineplex vorhanden. Die Ausweisung weiteree Anwohnerparkzonen wäre
deshalb ein Beitrag, verloren gegangene Wohnqualität wiederherzustellen. Soweit in
3
Bewohnerparkzonen 50 % freie Parkplätze vorgehalten werden müssen, spricht dies nicht
gegen eine entsprechende Ausweisung in den genannten Straßenzügen.
gez. Carsten Peters
und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Orte (5)
- Windthorststraße 7
- Hafenweg
- Dortmunder Straße
- Soester Straße
- Schillerstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0024/2012
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 02.05.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37