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A-R/0024/2012

Verkehrskonzept für das Hafenviertel entwickeln - Zusammenarbeit mit Anwohnern, Nutzern, Unternehmern und Eigentümern verbessern

Antrag an den Rat 02.05.2012

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 09.05.2012, TOP 27.6

Originalantrag

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Originalantrag

5549 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0024/2012  
 
 
 
 
 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
Sachentscheidung: 
 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, ein Verkehrskonzept für das Hansa-/Hafenviertel zu 
entwickeln. Hierbei sind folgende Ziele zu berücksichtigen: 
 
- Ausweitung von Anwohnerparkflächen, Aufwertung des Besitzes von 
Parkberechtigungsscheinen, 
 
- bessere Lenkung der auswärtigen Verkehrsströme in die Parkhäuser 
am Cineplex und Stadthaus III insbesondere an Wochenenden, 
 
- Entlastung der Wohnstraßen vom Durchgangsverkehr („Schleichverkehr“, Park-Such-
Verkehr), 
 
- Reduzierung der Lärmbelastung für die Anwohner, 
 
- Reduzierung der Geschwindigkeit am Hafenweg (Tempo -30 km/h-Zone). 
 
Ordnungsrechtliche Möglichkeiten sind zu nutzen. Die Nutzung des vorhandenen 
Parkraums ist zu optimieren. 
 
2. Bei der Erarbeitung des Konzeptes sind die im Hansaviertel und am Stadthafen I tätigen 
Akteure wie Anwohner, Eigentümer, Nutzer und Betreiber von Kultur- und 
Wirtschaftsunternehmen einzubeziehen und zu beteiligen. Die Einrichtung eines Runden 
Tisches ist hier vorzusehen. 
 
3. Bei der Erarbeitung des Konzeptes sind die wissenschaftlichen Untersuchungen der 
Fachhochschule ebenfalls einzubeziehen und die dort formulierten Vorschläge zu prüfen 
(„Kreativkai – Lärm und andere Probleme“, Münster, 2006., „Kreativkai II – Lärm und 
andere Probleme“, Münster, 2008). 
 
4. Im Hansaviertel (Dortmunder Straße und Soester Straße) wird eine 
weitere Bewohnerparkzone eingerichtet. Die Einrichtung weiterer Bewohnerparkzonen im 
Bereich der Schillerstraße wird geprüft. 
 
5. Das Konzept ist 
 zeitnah aufzustellen.  
Bündnis 90/Die Grünen/GAL 
Ratsfraktion Münster 
 
Windthorststr. 7 
48143 Münster 
 
Fon: 0251 / 8 99 58 10 
Fax: 0251 / 8 99 58 15 
ratsfraktion@ gruene-muenster.de 
www.gruene -muenster.de 
Antrag 
„
Verkehrskonzept für das Hafenviertel 
entwickeln – Zusammenarbeit m it 
Anwohnern, Nutzern, Unternehmern und 
Eigentümern verbessern“ 
 
30.04.2012

2 
 
Begründung: 
 
 
1. Notwendigkeit eines Verkehrskonzeptes für das Hansaviertel 
 
Die mit allen Akteuren abgestimmte und auf Kooperation angelegte Entwicklung eines 
Verkehrskonzeptes für das Hansaviertel ist dringend notwendig. Das Konzept muss die 
Möglichkeit der Fortschreibung zulassen, um die jeweils aktuellen Planungen und 
Entwicklungen im Bereich des Stadthafens zu berücksichtigen. Der seit 2004 von der  
Verwaltung wiederholte 
 Hinweis, dass die verkehrlichen Probleme im Rahmen eines 
zukünftigen Gesamtkonzeptes gelöst werden sollen, blieb bislang nur Ankündigung und 
hilft bei der Lösung der aktuellen Probleme nicht weiter. 
 
Angesichts der zahlreichen aber stets gescheiterten Versuche (z.B. Quartiersparkhaus am 
Hafenweg), im Hafen zusätzlichen Parkraum anzubieten, ist es vordringlich, den 
vorhandenen Parkraum optimal zu nutzen und dabei vorrangig 
 die Anwohnerinteressen zu 
berücksichtigen.  
 
Innerhalb des Viertels wird der Bau des Einkaufszentrums nach wie vor kritisch gesehen, 
insbesondere hinsichtlich der verkehrlichen Belastung und wegen der Auswirkungen auf 
den traditionellen Einzelhandel. Die Sperrung der OSMO- Hallen und die dadurch 
weggefallene Durchfahrt sorgen für zusätzliche Probleme.   
 
Vorbild für den Planungsprozess kann hier das Hafenforum sein, die Einrichtung eines 
Runden Tisches bietet sich an. Die Umsetzung der im Masterplan Hafen für den Stadthafen 
I vorgesehenen Planungen steht noch am Anfang und ist angesichts des laufenden 
Bebauungsplan-Verfahrens noch längst nicht abgeschlossen.  
 
Zu prüfen sind daher die vorhandenen ordnungsrechtlichen Möglichkeiten. Die Verwaltung 
hat bestätigt, dass die Ausweisung von Bewohnerparkzonen mit einer dichten 
ordnungsbehördlichen Kontrolle verbunden sein muss. Leider ist die ordnungsbehördliche 
Kontrolldichte in Bewohnerparkzonen aus falsch verstandener Liebe zum Autoverkehr 
drastisch zurückgefahren worden – auf Kosten der Stadtbewohner in den innerstädtischen 
Wohnquartieren. Sogenannte Schwerpunktüberwachungen bis 22:30 Uhr mit nur zwei 
Mitarbeitern stadtweit haben das sanktionslose Falschparken in Münster erst salonfähig 
gemacht. Da sich– wie die Vergangenheit gezeigt hat - der abendliche Ordnungsdienst 
finanziell selbst trägt, ist die Kostenneutralität einer Intensivierung der 
Verkehrsüberwachung gewährleistet. Hinsichtlich der Bewirtschaftung der beiden 
Parkhäuser ist an eine Ausweitung der Öffnungszeiten zu denken. Große Teile der 
Parkflächen am Stadthaus III stehen meistens leer. 
 
2. Einrichtung neuer Bewohnerparkzonen im Hafengebiet 
 
Die in den letzten Jahre gestiegene Attraktivität und zunehmende Frequentierung der 
Freizeitangebote des Stadthafens I hat zu einem vermehrten Park-Such-Verkehr 
gebietsfremder PKW-Fahrer im Hansaviertel geführt. Von den Bewohnern wird vielfach 
beklagt, trotz eines Parkberechtigungsscheins keinen Stellplatz mehr finden zu können. Der 
Park-Such-Verkehr beeinträchtig  mehr und mehr die Lebensqualität der Bewohner, 
insbesondere in den Nachtstunden. Dabei bestehen für die motorisierten Besucher der 
Hafenmeile fußläufige Park-Alternativen: Ausreichende Stellplätze sind in den Parkhäusern 
Stadthaus 3 und Cineplex vorhanden. Die Ausweisung weiteree Anwohnerparkzonen wäre 
deshalb ein Beitrag, verloren gegangene Wohnqualität wiederherzustellen. Soweit in

3 
 
Bewohnerparkzonen 50 % freie Parkplätze vorgehalten werden müssen, spricht dies nicht 
gegen eine entsprechende Ausweisung in den genannten Straßenzügen.  
 
gez. Carsten Peters 
      und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

09.05.2012 Rat
TOP 27.6 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Windthorststraße 7
  • Hafenweg
  • Dortmunder Straße
  • Soester Straße
  • Schillerstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0024/2012
Typ
Antrag an den Rat
Datum
02.05.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37