A-R/0081/2018
Münster braucht die Verkehrswende - jetzt!
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a-r-0081-2018-Verkehrswende jetzt
4050 Zeichen
Antrag an den Rat Nr.: A-R/0081/2018
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Bahnhofstraße 9
48143 Münster
Tel. (0251) 45 314
Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de
Münster braucht die Verkehrswende - jetzt!
Ratsantrag
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. Es werden u. a. folgende konkrete Maßnahmen zur zügigen Umsetzung einer Verkehrs-
wende erarbeitet und umgesetzt:
a. Förderung und Bevorrechtigung des Busverkehrs durch Busspuren und bevor-
rechtigte Ampelschaltungen
b. Nutzung der vorhandenen Gleistrassen im Stadtgebiet von Münster für den
SPNV, Reaktivierung ehemaliger und Bau neuer Bahnhaltepunkte
c. Stadtbahn-Konzept zügig entwickeln
d. Bau von Pendler-Mobilstationen an den Ausfallstraßen, um das Auto abzustellen
und mit Fahrrädern, Bus oder Bahn in die Stadt zu kommen
e. effiziente nutzungs- und zeitgesteuerte Lenkung der Verkehrsströme über die
vorhandenen Lichtsignalanlagen
f. bauliche Umsetzung aller bereits beschlossenen Maßnahmen zur Förderung der
Sicherheit im Radverkehr (z. B. Straßenfurten)
2. Hierfür werden ab 2019 jährlich 15.000.000 € bereitgestellt.
3. Die Verwaltung wird beauftragt, die Bemühungen um einen Masterplan Mobilität 2035 +
einzustellen.
Begründung:
Münster wächst. Das bedeutet, dass zum einen ausreichend Wohnraum geschaffen werden
muss, den sich Bürgerinnen und Bürger auch leisten können. Gleichzeitig stellt eine wachsende
Stadt besondere Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur. Hier stößt die Stadt zunehmend
an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Folgen sind lange Staus durch den steigenden PKW-
Individualverkehr insbesondere auf den Ringstraßen.
Das Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs bietet hier für viele Menschen eine Alterna-
tive. Lange Staus wirken sich aber auch auf die Busverbindungen aus, längere Fahrtzeiten und
03.12.2018
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Verspätungen sind die Folge. Verbesserungen insbesondere bei der Beschleunigung des Busver-
kehrs sind daher notwendig, um Fahrtzeiten zu verkürzen und den Busverkehr damit attraktiver
zu machen, um noch mehr Bürgerinnen und Bürger dazu zu bewegen, den ÖPNV dem eigenen
PKW vorzuziehen.
Zudem sind weitere Anstrengungen im Sinne einer Stärkung des Öffentlichen Personennahver-
kehrs notwendig. Dazu gehört auch die Entwicklung eines Stadtbahnkonzeptes. Ziel ist ein flä-
chendeckendes Netz von schienengebundenem Nahverkehr in unserer Stadt. Ein entsprechen-
der Ratsantrag unsererseits liegt seit längerer Zeit vor und soll nun endlich umgesetzt werden.
Zur Förderung einer nachhaltigen Mobilität muss auch der Radverkehr weiter gestärkt werden.
Dabei sind kostspielige „Einzelmaßnahmen“ wie die Bevorrechtigung von Radfahrerinnen und
Radfahrern an einzelnen Kreuzungspunkten der Promenade der falsche Ansatz. Diese Investiti-
onsmittel können sinnvoller eingesetzt werden. Hierzu gehört die konsequente Umsetzung be-
reits beschlossener Maßnahmen wie der Schaffung von
optisch auffälligen und sicheren Stra-
ßenquerungen, um die Sicherheit der Radfahrerinnen und Radfahrer weiter zu verbessern.
Mehr Pendlerinnen und Pendler sollen zudem dazu bewegt werden, mit Bus, Bahn oder Rad in
die Stadt zu gelangen. Dafür sollen entsprechenden Mobilstationen an den Ausfallstraßen ein-
gerichtet werden, an denen PKWs abgestellt werden können.
Münster braucht umfassende Investitionen in den ÖPNV und Radverkehr. Es ist höchste Zeit,
jetzt endlich die richtigen Weichen dafür zu stellen. Nur so können wir langfristig einem dro-
henden Verkehrsinfarkt in unserer Stadt begegnen.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster
Dr. Michael Jung Stephan Brinktrine Doris Feldmann
Philipp Hagemann Marius Herwig Dr. Cornelia Jäger
Mathias Kersting Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Stel tig
Hedwig Liekefedt Anne Schulze Wintzler Petra Seyf ferth
Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson Robert von Ol berg
Maria Winkel
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Bahnhofstraße 9
- Promenade
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0081/2018
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 04.12.2018
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37