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212065-01 AA

Änderungsantrag auf Ächtung des N*Wortes

Änderungsantrag 18.01.2022

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 15.02.2022, TOP 5.1.1

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Sammeldokument öffentlich

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Änderungsantrag 
öffentlich 
212065-01 AA 
 
 
 
——
 
Antragsteller/in: 
Herr Dilbar (SPD)  
 
17.01.2022 
 
 
 
Änderungsantrag auf Ächtung des N*Wortes 
 
Beratungsfolge 
Integrationsrat 18.01.2022 Anregung 
 
 
 
Inhalt des Änderungsantrags 
 
Der Integrationsrat Bonn bittet den Bonner Stadtrat, in Anerkennung der 
aktuellen UN-Dekade für Menschen afrikanischer Herkunft, der Diskussion 
eines Urteils des Landesverfassungsgerichtes Mecklenburg-Vorpommern zu 
der Nutzung des N*Wortes (1) u. (2), sowie der aktuellen Diskussion zu 
kolonialen Klischees und rassistischen Stereotypen in NRW (3), folgendes zu 
beschließen: 
 
Beschlussvorschlag: 
 
1- Die Stadt Bonn setzt die Ziele der UN-Dekade für Menschen 
afrikanischer Herkunft um und erkennt insbesondre, dass die 
Verwendung des N*Wortes rassistisch ist.  
2- Die Stadt ergreift die notwendigen Sensibilisierungsmaßnahmen und 
Bildungsangebote um rassistischen Stereotypen entgegenzuwirken. 
3- Die Stadt Bonn setzt sich dafür ein, dass die Verwendung des N*Worts 
geächtet wird, um Schwarzen Menschen und PoC ein friedvolles und 
angenehmes Leben in Bonn zu ermöglichen. 
 
Begründung 
 
Begründung 
 
Das N*Wort wird von vielen schwarzen Menschen und PoC mit Leid, 
Diskriminierung, Gewalt, Ungleichheit und Entmenschlichung verbunden. Mit 
dem N*Wort sind eine Vielzahl von rassistischen Stereotypen verbunden. Diese 
Stereotypen umfassen Sexualrepression, wie Triebhaftigkeit und 
Naturhaftigkeit, Kulturlosigkeit, Viktimisierung, Infantilisierung sowie 
Entfremdung (Othering) und führen zu Ohnmachtserfahrungen und 
psychischen Folgen. Als europäisches Konstrukt der Kolonialzeit, wurde es 
verwendet, um eine rassistische Unterscheidung herzustellen, 
Machtverhältnisse zu untermauern und unterdrückende Strukturen zu festigen. 
Diese Erfahrungen sind auch weiterhin im Bewusstsein verankert. Auch wenn 
in der jüngeren Zeit vermehrt das N*Wort in satirischen oder komödiantischen 
Kontexten auftaucht, darf dies nicht über die Verletzungen hinwegtäuschen, die 
damit einhergehen. Seit 2015 haben die Vereinten Nationen die Dekade für 
Menschen afrikanischer Herkunft ausgerufen. Damit erkennt die internationale 
Seite 1 von 2

Seite 2  
——
Gemeinschaft an, dass Menschen afrikanischer Herkunft eine eigenständige 
Gruppe darstellen, deren Menschenrechte gefördert und geschützt werden 
müssen. Insbesondere Menschen, die außerhalb von Afrika leben, sollen in 
dieser Dekade in den Vordergrund gestellt werden. Ziele der UN- Dekade sind: 
 
1- die Förderung der Achtung, des Schutzes und der Einhaltung aller 
Menschenrechte und Grundfreiheiten, 
2- die Förderung einer besseren Kenntnis und Achtung des vielfältigen 
Erbes, der Kultur und des Beitrags von Menschen afrikanischer 
Herkunft zu Entwicklung von Gesellschaften 
3-  der Schutz vor Rassismus und Diskriminierung. Bis 2024 sollen alle 
Staaten sich diesen Zielen verschreiben. 
 
(1) Mit N*Wort wird der rassistische Begriff ‚Neger‘ und seine englische Form 
‚Nigga’ umschrieben 
 
(2) Gerichtsurteil Landesverfassungsgericht Mecklenburg-Vorpommern 
19.12.2019: 
  
https://www.mv-
justiz.de/static/MVJ/Gerichte/Landesverfassungsgericht/Entscheidungen/2019/
1%20-%2019%20Urteil%2019.12.2019%20anonym.pdf 
     
https://www.mv-justiz.de/gerichte-und-
staatsanwaltschaften/landesverfassungsgericht/Presse/?id=156204&processor
=processor.sa.pressemitteilung 
  
(3) Beispiel Köln, Bericht im KStA am 
14.2.2020: https://www.ksta.de/koeln/rassismus-debatte-koelner-konditorei-
verkauft-schwarzes-gebaeck-mit-knochen-im-haar-36242224  
und am 17.02.2020: https://www.ksta.de/koeln/kann-gebaeck-rassistisch-sein--
das-problem-mit-den-koelner--mohrenkoepfen--
36247964?cb=1635947276156& 
 
 
 
Anlage/n 
Keine 
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Beratungsverlauf (2)

18.01.2022 Integrationsrat
TOP 5.1.1 Anregung

Beschluss: vertagt - mit Maßgabe

Zur Sitzung
15.02.2022 Integrationsrat
TOP 5.1.1 Anregung

Beschluss: nicht abgestimmt

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
212065-01 AA
Typ
Änderungsantrag
Datum
18.01.2022
Erstellt
18.01.2026 04:40