OVA/150/2025
Bericht „Baustellenmanagement“
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Informationsvorlage
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OVA/150/2025 X öffentlich nicht öffentlich Informationsvorlage Betrifft: Bericht „Baustellenmanagement„ Fachbereich: 66 - Amt für Verkehrsmanagement Dezernentin / Dezernent: Beigeordneter Jochen Kral Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Ordnungs- und Verkehrsausschuss 21.01.2026 Kenntnisnahme Sachdarstellung: Die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur ist für die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Düsseldorf von besonderer Bedeutung. Unumgängliche Beeinträchtigung des öffentlichen Verkehrsraums durch Baumaßnahmen oder Veranstaltungen sind daher aufeinander abzustimmen und effizient zu planen, um die Einschränkung der Verkehrsinfrastruktur auf ein Minimum zu reduzieren. Dabei sind sowohl Baustellen im Bereich der Verkehrsinfrastruktur als auch Veranstaltungen, welche Besucherströme generieren oder Verkehrsfläche nutzen, in Betracht zu ziehen. Ein wesentlicher Bestandteil des Baustellenmanagements ist die Koordination dieser Maßnahmen im öffentlichen Raum. Dazu gehören monatliche Koordinierungssitzungen und halbjährliche Treffen der relevanten Akteure im öffentlichen Straßenraum der Landeshauptstadt Düsseldorf. Darüber hinaus wird aktuell bereits eine Software zur Koordinierung eingesetzt, die für die Verwaltung und wesentlichen Leitungsträger zugänglich ist. Mit folgenden Maßnahmen soll in 2026 das Baustellenmanagement optimiert werden: • Einrichtung einer zentralen Koordinierungseinheit zur intensiven Vernetzung der Vorhabenträger, insbesondere bei großen Vorhaben im Kernnetz. • Erweiterung der eingesetzten Software um eine Funktion, die eine IT- unterstützte Kontingentierung von Baumaßnahmen einzelner Bauherren ermöglicht. • Erweiterung der eingesetzten Software um ein georeferenziertes Modul, um für die Koordinierung von Maßnahmen im Straßenraum medienbruchfrei und bidirektional kommunizieren zu können. • Intensivierung der Baustellenkontrollen Die Abläufe, wie zurzeit Baustellen koordiniert und genehmigt werden, sind bereits in Seite 2 einer ersten Prozessdarstellung festgehalten. Des Weiteren wurde ein Pflichtenheft definiert, welches zukünftige Funktionalitäten der eingesetzten Software beschreibt. Die Erstellung eines einheitlichen, öffentlichen Zeitstrahls aller Bau- und Planungsprojekte wird aus mehreren Gründen von der Verwaltung nicht empfohlen: Viele Maßnahmen unterliegen dynamischen Änderungen im Planungs- und Bauablauf In der Koordination von Bauprojekten im öffentlichen Verkehrsraum sind Planungsabsichten privatrechtlicher Unternehmen zu berücksichtigen. Eine frühzeitige Veröffentlichung derer Vorhaben und ein regelmäßiges Reporting über bevorstehende Maßnahmen aller Akteure gegenüber der Verwaltung, kann privaten Akteuren nicht abverlangt werden. Die Verwaltung ist darauf angewiesen, dass Vorhabenträger frühzeitig und vertraulich in einen Dialog mit der Verwaltung eintreten, um eine vorausschauende Koordination zu ermöglichen. Ohne eine entsprechende Vertraulichkeit wird bei einigen Vorhabenträgern die Bereitschaft zur Kommunikation zurückgehen, da interne Unternehmensplanungen nicht in die Öffentlichkeit sollen. Die Komplexität und Vielzahl der Projekte macht eine schematische, allgemeinverständliche Darstellung in einem Zeitstrahl schwierig bis unmöglich. Der personelle und organisatorische Aufwand zur Erstellung und Pflege eines öffentlichen Zeitstrahls steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Nutzen. Die Stadt Düsseldorf stellt bereits jetzt umfassende Informationen über aktuelle und geplante Baustellen zur Verfügung. Hierzu zählen insbesondere: Der „Verkehrstechnische Maßnahmenmanager“ (VT-Manager) auf der Website der Stadt Düsseldorf, der eine interaktive Übersicht aktueller und kurzfristig bevorstehende Baumaßnahmen bietet. Die landesweite „Mobilithek NRW“, ein ergänzendes Portal, das auch baustellenbedingte Einschränkungen städteübergreifend darstellt. Außerdem verfolgt die Verwaltung den Ansatz, baustellenbezogene Informationen projektbezogen und bedarfsorientiert über geeignete Plattformen zur Verfügung zu stellen – etwa bei größeren Infrastrukturvorhaben über gesonderte Projektwebsites mit Zeitplänen, Phasen und Beteiligungsmöglichkeiten. Dies ermöglicht, dass Bürgerinnen und Bürger regelmäßig und verständlich über den Stand und die Abfolge der Maßnahmen informiert werden. Bereits heute findet eine umfassende und kontinuierliche Baustellenkoordinierung innerhalb der Stadt Düsseldorf statt. An diesem Prozess sind sämtliche relevanten Akteure beteiligt, darunter: Amt für Verkehrsmanagement Netzgesellschaft Düsseldorf Rheinbahn AG Stadtentwässerungsbetrieb Straßen.NRW Autobahn GmbH bauausführende Unternehmen Veranstaltungsmanagement Diese Koordinierung erfolgt in mehreren Formaten: Halbjährliche strategische Koordinierungssitzungen für langfristige Maßnahmen Regelmäßige, operative Gesprächsrunden für mittelfristige und kurzfristige Maßnahmen Einbindung von Veranstaltungen in die Koordinierung zur Vermeidung verkehrlicher Konflikte Dabei wird ein zentrales Baustellenkoordinierungstool eingesetzt, um alle Maß- nahmen transparent zu dokumentieren und abzustimmen. Darüber hinaus werden Seite 3 die Auswirkungen auf das Gesamtverkehrsnetz regelmäßig bewertet, um gleichzeitige Beeinträchtigungen zu minimieren. Im Rahmen des Projektes zu Maßnahmen zur Optimierung des fließenden Verkehrs in Düsseldorf (OVA/096/2025) wird derzeit außerdem an einer weiteren Optimierung der Baustellenkoordination gearbeitet. Ziel ist es, die Qualitätssicherung des Verkehrs-ablaufs für anstehende Baumaßnahmen verstärkt bereits während der Planungs-, Genehmigungs- und Anordnungsphase durchzuführen. Dies erfolgt über die zentrale Koordinierungseinheit. Die Verwaltung kommt dem Auftrag der Einrichtung eines koordinierten Baustellenmanagements entsprechend bereits umfassend nach. In Ausnahmefällen sind die Einschränkungen des Verkehrs jedoch nicht das alleinige Kriterium für die Priorisierung und zeitliche Umsetzung von Maßnahmen. Dies betrifft insbesondere dringend notwendige und nicht aufschiebbare Maßnahmen, wie zum Beispiel die Sanierung oder Ertüchtigung kritischer Infrastruktur. Mit Ablauf des Jahres 2026 wird der Ordnungs- und Verkehrsausschuss über den Stand der obigen Maßnahmen unterrichtet.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- OVA/150/2025
- Typ
- Informationsvorlage
- Datum
- 21.11.2025
- Erstellt
- 21.11.2025 10:42