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1319/2020

Projektskizze: "Floristische Aufwertung städtischer Streuobstwiesen durch Mahdgutübertragung zur Förderung der lokalen Insektenfauna"

Mitteilung BV 05.06.2020

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Mitteilung BV

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Anlage 1 - Projektskizze Aufwertung Obstwiesen

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Mitteilung BV

4215 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dienststelle 
57/571 
 
Vorlagen-Nummer 
 1319/2020 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 22.06.2020 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 20.08.2020 
Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 31.08.2020 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 01.09.2020 
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 07.09.2020 
 
Projektskizze: "Floristische Aufwertung städtischer Streuobstwiesen durch 
Mahdgutübertragung zur Förderung der lokalen Insektenfauna" 
 
Zusammenfassung Projekt Mahdgutübertragung 
 
Zur Förderung der lokalen Insektenfauna plant die NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln die 
floristische Aufwertung ausgewählter Streuobstwiesen im Kölner Stadtgebiet durch Mahdgutübertra-
gung. Auf der Basis von Kartierungen und Flächenanalysen wurden fünf Streuobstbestände ausge-
wählt, die sich für die Beimpfung von Fräßstreifen mit dem Mahdgut geeigneter Spenderflächen eig-
nen. Die Maßnahmen zur Mahdgutübertragung werden durch ein jährliches floristisches Monitoring 
der NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln begleitet. Das Projekt wird durch den NABU Insekten-
schutzfond gefördert (siehe Anlage Projektskizze). Die Untere Naturschutzbehörde hat dem Vorha-
ben der Biologischen Station zugestimmt. Sie erhält die Kartierergebnisse des Monitorings sowie ei-
nen Abschlussbericht des Projekts. 
 
Geplante Vorgehensweise 
 
Noch in 2020 sollen drei der fünf ausgewählten Streuobstwiesen mit Mahdgut geeigneter Spenderflä-
chen beschickt werden:  
 die Obstwiese am Alt Engeldorfer Hof in K-Meschenich (linksrheinisch),  
 die Obstwiese am Nüssenberger Busch West in K-Ossendorf (linksrheinisch)  
 sowie die Obstwiese am Wesselinger Weg in K-Langel (rechtsrheinisch). 
Es ist geplant für die Mahdgutübertragung auf der westlichen Obstwiese am Nüssenberger Busch 
Mahdgut von den Stromtal-Glatthaferwiesen aus dem Naturschutzgebiet N 1 „Rheinaue Langel-
Merkenich“ zu verwenden. Für die Obstwiese am Alt Engeldorfer Hof in K-Meschenich wird Mahdgut 
von den Stromtal-Halbtrockenrasen bzw. Stromtal-Glatthaferwiesen aus dem Zonser Grind verwen-
det; dieses wurde bereits erfolgreich auf eine Fläche im Naturschutzgebiet N4 „Rheinaue Worringen-
Langel“ übertragen. Für die Obstwiese am Wesselinger Weg in K-Langel ist geplant, das Mahdgut 
von artenreichen Abschnitten der benachbarten Rheindeiche zu nutzen. 
Nach einer erfolgten Zwischenevaluation sollen voraussichtlich im nächsten Jahr zwei weitere Streu-
obstwiesenflächen mit Mahdgut beschickt werden: die Obstwiese am Mennweg in K-Fühlingen (links-
rheinisch) und die Obstwiese Nüssenberger Busch Ost in K-Ossendorf (linksrheinisch).

2 
 
Für die Obstwiese am Mennweg soll Mahdgut von den Stromtal-Halbtrockenrasen bzw. Stromtal-
Glatthaferwiesen aus dem Zonser Grind verwendet werden. Die östliche Obstwiese am Nüssenberger 
Busch soll wie die westliche Obstwiese am Nüssenberger Busch mit Mahdgut von den Stromtal-
Glatthaferwiesen aus dem Naturschutzgebiet N 1 „Rheinaue Langel-Merkenich“ beschickt werden. 
 
Möglicher Zeitplan der einzelnen Maßnahmen 
 
Die vorbereitende Bodenbearbeitung mittels Fräse könnte je nach Witterung zwischen April und Mai 
erfolgen. Es werden quer zur Bewirtschaftungsrichtung der Flächen 1-3 Frässtreifen angelegt (zur 
Anzahl und jeweiligen Lage der Frässtreifen je Fläche siehe beigefügte Projektskizze). Mit der Kreise-
legge könnte die weitere Bodenbearbeitung Mitte oder Ende Juni durchgeführt werden. Je nach Sa-
menreife der Pflanzen könnte Ende Juni auch die Mahd der Spenderflächen erfolgen. Das Mahdgut 
müsste im frischen Zustand sofort aufgenommen werden und als Rundballen gepresst bzw. bei ge-
ringer Entfernung als Lockermaterial mit dem Ladewagen zur jeweiligen Obstwiese transportiert wer-
den. Anschließend wird das frische Spendermaterial mit einem Rechen auf der Obstwiese manuell 
abgerollt und ausgebreitet oder mit einem Ladewagen sowie einer Dosierwalze ausgestreut. Mindes-
tens ein Pflegeschnitt ist im Spätsommer oder Herbst nötig um den Beikrautdruck zu reduzieren. Auf 
den Flächen sind keine Rote-Liste-Arten von den Maßnahmen betroffen. Die Maßnahmen werden 
vollständig von der NABU Naturschutzstation Leverkusen-Köln betreut.

Anlage 1 - Projektskizze Aufwertung Obstwiesen

19203 Zeichen

Floristische Aufwertung städtischer 
 Streuobstwiesen durch 
 Mahdgutübertragung zur Förderung 
 der lokalen Insektenfauna 
 
 
 Gefördert durch den NABU Insektenschutzfond 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum 
NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln © 2020 
Bearbeiter: Volker Unterladstetter 
Bearbeitungsstand: 03.04.2020 
NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln 
Friedrich-Ebert-Straße 49  |  50996 Köln 
Tel.: (0221) 272 581 69 
www.nabu-bslk.de

Synopsis 
Die Naturschutzstation hat 2019 einen Antrag auf finanzielle Förderu ng durch den NABU 
Insektenschutzfond gestellt. Ziel ist die Umsetzung von insektenfreundlichen Maßnahmen auf 
städtischen Streuobstwiesen. Der Antrag wurde Ende 2019 bewilligt und das Projekt durch den NABU-
Insektenschutzfond gefördert. 
Ziel des Projekts ist die floristische Aufwertung ausgewählter Kölner Obstwiesen durch das Beimpfen 
von Frässtreifen mit dem Mahdgut artenreicher Spenderflächen (Mahdgutübertragung). Auf der Basis 
von Kartierungen und Flächenanalysen wurden fünf Kölner Streuobstbestände ausgewählt, die sich 
für eine solche Aufwertung eignen. Drei F lächen sollen 2020 mit Mahdgut beschickt  werden, zwei 
weitere (nach einer Zwischenevaluatio n) voraussichtlich 2021. Alle Maßnahmen werden durch ein 
jährliches Monitoring der Naturschutzstation begleitet. Die folgende Projektskizze beschreibt den 
Projektrahmen und die geplante Vorgehensweise. 
 
 
 
Hintergrund 
Durch den Pflegerückstand vieler Streuobstbestände und den massiven Rückgang der Insektenfauna 
ergibt sich ein deutlicher Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Biotopqualität auf den Flächen. Wenn 
die streuobsttypischen Lebensgemeinschaften aus  Pflanzen, Insekten und anderen Tieren lokal 
erhalten werden sollen, müssen die entsprechenden Biotope sowohl strukturell als auch vom 
Arteninventar her optimiert werden. Ein entscheidender Baustein dabei ist die jeweilige Unternutzung 
des Streuobstbestands als Wies e oder Weide. Artenreiche Heuwiesen und extensive Weidesysteme 
stellen einen dringend benötigten Lebensraum für mehrere Tausend Insektenarten dar. Langjährig 
verbrachte Flächen bzw. in unregelmäßigen Abständen gemulchtes Grünland hingegen ist für die 
Förderung der Insektenvielfalt von weitaus geringerem Wert. Die meisten Streuobstwiesen der Stadt 
Köln wurden in der Vergangenheit nicht naturschutzfachlich gepflegt. Einige sind verbuscht, einige 
bestehen im wesentlichen aus Dominanzbeständen einiger weniger Süßgräser oder nitrophiler Arten, 
wiederum andere sind durch zu häufige Mahd in ihrem Artenspektrum verarmt. 
 
Projektidee 
Um die vielerorts verloren gegangenen Pflanzen des Grünland zurück auf die Flächen zu bringen, 
sollen in ausgewählten Wiesen Streifen angelegt werden, die mit artenreichem Spenderheu aus dem 
gleichen Naturraum beschickt werden. Diese Methode der Mahdgutübertragung wird seit längerer 
Zeit erfolgreich praktiziert, um verarmtes Grünland aufzuwerten und das ursprünglich vorhandene 
Artenspektrum der Wiesenpflanzen wieder herzustellen. Im Rheinland arbeitet die Biologische Station 
im Rheinkreis Neuss seit langem mit dieser Methode. Es existieren artenreiche Spenderflächen und 
das notwendige Know -How, um Mahdgutübertragungen durchzuführen. In der Vergangenheit 
konnten in Zus ammenarbeit mit der Biostation Neuss auch in Köln schon einzelne Flächen mit 
artenreichem Spendermahdgut beschickt werden. 
 
Vorarbeiten 
2019 wurden in Zusammenarbeit zwischen Grünflächenamt, Unterer Naturschutzbehöre und 
Naturschutzstation erstmals Managementpläne für einzelne Kölner Obstwiesen entwickelt, die bisher 
außerhalb existierender PEPL lagen. Die Umsetzung einer naturschutzfachlichen Unternutzung der

Wiesen ist 2020 zwar noch in der Anfangsphase, es kann jedoch von einer grundsätzlich günstigen 
Wiesenentwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden.  
Ebenfalls 2019 erfolgte durch den Botaniker Hubert Sumser (NABU Köln) eine Kartierung der 
Gefäßpflanzen auf ausgewählten Kölner Obstwiesen. Diese Daten wurden ausgewertet und 
miteinander verglichen. Bei der Aus wertung hat sich gezeigt, dass fast alle untersuchten Flächen 
relativ artenarm sind und nur ein geringer Anteil der kartierten Arten sich dem Lebensraumkomplex 
Grünland zuordnen lässt (vgl. Tabelle 1 unten). Der Anteil an gefährdeten bzw. seltenen Arten ist auf 
allen Flächen äußerst gering. 
 
Flächenauswahl 
Eine Reihe von Kölner Flächen würde sich für eine Aufwertung durch Mahdgutübertragung eignen. 
Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Durchführung sind:  
(1) naturschutzfachlich hochwertige Fläche (Vorhandensein von Biotopstrukturen wie alte 
Obstbäume, Hecken, Nähe zu Naturschutzflächen etc),  
(2) geringer Druck durch Erholungsnutzung (um eine positive Wiesenentwicklung zu ermöglichen),  
(3) günstige Bodenwerte (keine überdüngten Böden aus ehemaliger intensiver Ackernutzung, im 
besten Fall Auftrags-Regosole mit hohem Anteil von Grobboden/ mineralischem Abdeckmaterial im 
Oberbodenhorizont, bzw. gewachsene Böden auf alten Grünlandstandorten) 
Folgende fünf Flächen eignen sich unserer Meinung nach unter Berücksichtigung der oben genannten 
Parameter für eine Durchführung von Mahdgutübertragungen.  
Fläche Anzahl 
Arten 
Anzahl 
RL-Arten 
Anteil 
Gräser % 
Grasland-
arten % 
Ruderale 
Arten % 
Nitrophile 
Arten % 
F R N 
Alt Engeldorfer Hof 54 2 24,07 55,56 27,78 11,11 5,12 6,82 5,81 
Mennweg 31 0 19,35 35,48 29,03 25,81 5,13 7,14 6,48 
Nüssenberger Busch Ost 30 0 23,33 30,00 20,00 13,33 5,14 6,76 5,92 
Nüssenberger Busch West 33 2 27,27 45,45 18,18 9,09 5,17 6,82 5,67 
Wesselinger Weg 32 0 21,88 31,25 28,13 18,75 5,33 6,69 6,75 
Flächen gemittelt 36 0,8 23,18 39,55 24,62 15,62 5,18 6,85 6,13 
Tabelle 1: Ergebnisse der floristischen Kartierung 2019 (Auswahl). Erfasst wurden alle Gefäßpflanzenarten. RL – Rote Liste 
NRW bzw. NRBU. Anteil Gräser – Anteil an Gefäßpflanzenarten aus den Familien Poaceae, Cyperaceae und Juncaceae. Anteil 
Graslandarten – Anteil an Gefäßpflanzenarten aus dem Lebensraum Grasland. F – Feuchtigkeitszahl nach Ellenberg 
(gemittelter Wert aus allen kartierten Arten), F – Reaktionszahl nach Ellenberg (gemittelter Wert aus allen kartierten Arten), N 
– Stickstoffwert nach Ellenberg (gemittelter Wert aus allen kartierten Arten). 
In den folgenden Abschnitten wird flächenbezogen jeweils kurz die geplante Vorgehensweise 
vorgestellt, um die Maßnahmen vor Ort umsetzen zu können.

Flächen mit geplanter Maßnahmenumsetzung 2020 
213.01Am Alt Engeldorfer Hof, Köln-Meschenich (linksrheinisch) 
Ziel      
Streifenförmige Mahdgutübertragung (ein Streifen ca. 3,5 m breit/ ca. 72 m lang diagonal zur 
Bewirtschaftungsrichtung) 
Ausgangsvegetation: Mäßig artenreiche bis artenarme krautreiche Glatthafer-Rumpfgesellschaft 
(Arrhenatherion) im Brachestadium mit relativ hohem Deckungsgrad an Störzeigern 
Zielvegetation: Artenreiche magere Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit wechselfeuchter bzw. 
trockener Ausprägung 
Spendermaterial    
Mahdgut von Stromtal-Halbtrockenrasen bzw. Stromtal-Glatthaferwiesen aus dem Zonser Grind 
(linksrheinisch) 
Möglicher Zeitplan   
1. Bodenbearbeitung April – Mai je nach Witterung (Fräse) 
2. Bodenbearbeitung Mitte/ Ende Juni (Kreiselegge) 
Mahd der Spenderflächen Ende Juni (je nach Samenreife der Wiesenpflanzen) 
Sofortige Aufnahme des Mahdguts im frischen Zustand und Transport zur Obstwiese (als 
Rundballen gepresst) 
Manuelles Abrollen und Ausbreiten des frischen Spendermaterials mit Rechen 
Mind. ein Pflegeschnitt im Spätsommer/ Herbst zur Reduzierung des Beikrautdrucks 
Die Obstwiese Am Alt Engeldorfer Hof zählt zu den relativ gesehen artenreicheren Obstwiesen in 
Köln. Dennoch ist das Spektrum der Wiesenarten nur ansatzweise auf der Fläche vorhanden. Eine 
Aufwertung der Wiesenvegetation durch eine Beimpfung mit artenreichem Spenderheu wäre durch 
die Funktion der Wiese als Biotopvernetzungselement und Pufferzone zum angrenzenden NSG 
naturschutzfachlich wünschenswert. Die Wiese wird zwar zum Teil von Anwohnern zum 
Spazierengehen genutzt, allerdings halten sich die Auswirkungen auf Flora und Insektenfauna durch 
die Flächengröße in Grenzen. 
Der Frässtreifen soll quer zur Bewirtschaf tsrichtung (also in West -Ost-Richtung) angelegt werden 
(vgl. Abbildung 1). Durch die vorgeschlagene Position wird einerseits Abstand zum Feuchtbereich in 
der Flächenmitte gehalten. Zum anderen werden die (kleinen) Bestände der Rote Liste-Arten Großer 
Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) und Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) vollständig geschont, die 
nördlich des Frässtreifens erfasst worden sind.

Abbildung 1: Streuobstbestand Am Alt Engeldorfer Hof (K-Meschenich). Der geplante Streifen für die MGÜ verläuft quer zur Bewirtschaftsungsrichtung. Dicke des Streifens nicht 
maßstabsgetreu.

406.01 Nüssenberger Busch West, Köln-Ossendorf (linksrheinisch) 
Ziel      
Streifenförmige Mahdgutübertragung (zwei Streifen ca. 3,5 m breit/ ca. 120 m lang diagonal zur 
Bewirtschaftungsrichtung) 
Ausgangsvegetation: Artenarme krautreiche Glatthafer-Rumpfgesellschaft (Arrhenatherion) im 
Brachestadium mit relativ hohem Deckungsgrad an Störzeigern 
Zielvegetation: Artenreiche magere Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit trockener Ausprägung 
Spendermaterial    
Mahdgut von Stromtal-Glatthaferwiesen aus N1 Rheinaue Merkenich (linksrheinisch) 
Möglicher Zeitplan   
1. Bodenbearbeitung April – Mai je nach Witterung (Fräse) 
2. Bodenbearbeitung Mitte/ Ende Juni (Kreiselegge) 
Mahd der Spenderflächen Ende Juni (je nach Samenreife der Wiesenpflanzen) 
Sofortige Aufnahme des Mahdguts im frischen Zustand und Transport zur Obstwiese (als 
Rundballen gepresst oder als Lockermaterial mit dem Ladewagen) 
Manuelles Abrollen und Ausbreiten des frischen Spendermaterials mit Rechen bzw. Ausstreuen mit 
Ladewagen und Dosierwalze  
Mind. ein Pflegeschnitt im Spätsommer/ Herbst zur Reduzierung des Beikrautdrucks 
Die westliche Obstwiese im Nüssenberger Busch liegt heute in einer Waldlichtung westlich der 
Johannesstraße. Seit den 1990er Jahren ist die Fläche sukzessiv durch Gehölzaufwuchs und 
Waldentwicklung kleiner geworden. Im Zuge eines gemeinsamen Projekts zwischen UNB, 
Grünflächenamt und Naturschutzstation wurden die Waldränder 2019 leicht zurückgesetzt und der 
Brachezustand aufgehoben. Die Wie se ist aktuell relativ artenarm. Durch die allenfalls mittlere 
Bodenqualität ist eine Wiesenentwicklung hin zu einer mageren Glatthaferwiese als 
erfolgversprechend zu bewerten. 
Die geplanten Frässtreifen s ollten beide Teilflächen (die Lichtungsfläche = Altbestand , sowie die 
Erweiterungsfläche nördlich davon) abdecken und zumindest diagonal zur Bewirtschaftungsrichtung 
verlaufen (vgl. Abbildung 2). Rote Liste-Arten wären auf diesen Flächen nicht betroffen.

Abbildung 2: Streuobstbestand Nüssenberger Busch West (K-Ossendorf). Die geplanten Streifen für die MGÜ decken beide Teilflächen ab und verlaufen mehr oder weniger diagonal 
zur Bewirtschaftungsrichtung. Dicke der Streifen nicht maßstabsgetreu.

715.01 Wesselinger Weg, Köln-Langel (rechtsrheinisch) 
Ziel      
Streifenförmige Mahdgutübertragung (zwei Streifen ca. 3,5 m breit/ ca. 70 m lang möglichst quer zur 
Bewirtschaftungsrichtung) 
Ausgangsvegetation: Mäßig artenreiche bis artenarme krautreiche Glatthafer-Rumpfgesellschaft 
(Arrhenatherion) im Brachestadium mit relativ hohem Deckungsgras an Störzeigern 
Zielvegetation: Artenreiche magere Stromtal-Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit trockener 
Ausprägung 
Spendermaterial    
Mahdgut von artenreichen Abschnitten des Rheindeichs in N17 Langeler Auwald (rechtsrheinisch) – 
Luftlinie wenige Hundert Meter 
Möglicher Zeitplan   
1. Bodenbearbeitung April – Mai je nach Witterung (Fräse) 
2. Bodenbearbeitung Mitte/ Ende Juni (Kreiselegge) 
Mahd der Deichabschnitte Ende Juni (je nach Samenreife der Wiesenpflanzen) 
Sofortige Aufnahme des Mahdguts im frischen Zustand und Transport zur Obstwiese (als 
Rundballen gepresst oder als Lockermaterial mit dem Ladewagen) 
Manuelles Abrollen und Ausbreiten des frischen Spendermaterials mit Rechen bzw. Ausstreuen mit 
Ladewagen und Dosierwalze 
Mind. ein Pflegeschnitt im Spätsommer/ Herbst zur Reduzierung des Beikrautdrucks 
Der Streuobstbestand am Wesselinger Weg liegt auf der flussnahen Niederterrasse über zum Teil 
kiesigen Ablagerungen. Zudem sind an einer  Stelle alte Fundamente eines Gebäudes erhalten 
geblieben. Dadurch ergibt sich im Sommer eine relativ schlechte Wasserversorgung auf der Fläche, 
was sich auch im geringen Wuchs vieler Obstbäume wi ederspiegelt. Für artenreiches Grünland sind 
damit gute Bedingungen gegeben. Aktuell weist die Wiese allerdings nur relativ wenig Pflanzenarten 
auf, in weiten Bereichen ist sie vergrast. Störzeiger fehlen weitgehend. 
Die beiden geplanten Streifen sollten auch hier quer zur Bewirtschaftsrichtung liegen (Abbildung 3). 
Rote Liste-Arten sind auf dieser Fläche nicht betroffen.

Abbildung 3: Streuobstbestand Wesselinger Weg (K-Langel rrh.). Die beiden geplanten Streifen für die MGÜ verlaufen quer zur Bewirtschaftungsrichtung. Dicke der Streifen nicht 
maßstabsgetreu.

Flächen mit geplanter Maßnahmenumsetzung 2021 
602.01 Mennweg, Köln-Fühlingen (linksrheinisch) 
Ziel      
Mahdgutübertragung auf zwei bis drei rechteckigen Teilflächen in den besonnten Bereichen der 
Wiese (insgesamt ca. 250 m2) 
Ausgangsvegetation: Artenarme stark vergraste Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit 
Dominanzaspekt von Wiesen-Fuchsschwanz (Alopecurus pratensis) bzw. ausgedehnten 
Brennnesselfluren in den stärker beschatteten Bereichen 
Zielvegetation: Artenreiche Stromtal-Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit wechselfeuchter bis 
feuchter Ausprägung 
Spendermaterial    
Mahdgut von Stromtal-Glatthaferwiesen aus N1 Rheinaue Merkenich (linksrheinisch) 
Möglicher Zeitplan   
1. Bodenbearbeitung April – Mai je nach Witterung (Fräse) 
2. Bodenbearbeitung Mitte/ Ende Juni (Kreiselegge) 
Mahd der Spenderflächen Ende Juni (je nach Samenreife der Wiesenpflanzen) 
Sofortige Aufnahme des Mahdguts im frischen Zustand und Transport zur Obstwiese (als 
Rundballen gepresst oder als Lockermaterial mit dem Ladewagen) 
Manuelles Abrollen und Ausbreiten des frischen Spendermaterials mit Rechen bzw. Ausstreuen mit 
Ladewagen und Dosierwalze 
Mind. ein Pflegeschnitt im Spätsommer/ Herbst zur Reduzierung des Beikrautdrucks 
Die Obstwiese am Mennweg liegt geomorphologisch im Bereich einer schluffige n Vega (Brauner 
Auenboden) im Altauenbereich. Durch die hohe Nährstoffverfügbarkeit im Boden und die in den 
letzten Jahren unterbliebene Grünlandpflege hat sich eine Fettwiese mit Tendenz zur Verbrachung 
entwickelt. Der Dominanzaspekt des Wiesen -Fuchsschwanz zeigt an, dass der Standort eine gute 
Wasserversorgung (hohe nutzbare Feldkapazität) besitzt. Es handelt sich in den besonnteren 
Bereichen um älteres (wenn auch artenarmes) Grünland ohne besondere Störzeiger, so dass davon 
ausgegangen werden kann, dass sich unter einem geeigneten Pflegeregime eine durchaus artenreiche 
Ausprägung einer Stromtal-Glatthaferwiese (Arrhenatheretum typicum) entwickeln kann. 
Die beiden geplanten Bereiche können aufgrund des besonderen Flächenzuschnitts und des zum Teil 
zu dicht stehenden Obstbaum bestands nur in den besonnten offenen Bereichen angelegt werden 
(Abbildung 4). Rote Liste-Arten sind auf der Fläche von der Maßnahme nicht betroffen.

Abbildung 4: Streuobstbestand Mennweg (K-Fühlingen). Die beiden geplanten Rechtecke für die MGÜ liegen in den besonnten Bereichen. Ausmaße nicht maßstabsgetreu.

606.02 Nüssenberger Busch Ost, Köln-Pesch (linksrheinisch) 
Ziel      
Streifenförmige Mahdgutübertragung (drei Streifen ca. 3,5 m breit/ ca. 70 m lang möglichst quer zur 
Bewirtschaftungsrichtung) 
Ausgangsvegetation: Artenarme gräserdominierte Glatthafer-Rumpfgesellschaft (Arrhenatherion) 
im Brachestadium mit relativ hohem Deckungsgrad an Störzeigern 
Zielvegetation: Artenreiche magere Glatthaferwiese (Arrhenatheretum) mit trockener Ausprägung 
Spendermaterial    
Mahdgut von Stromtal-Halbtrockenrasen bzw. Stromtal-Glatthaferwiesen aus dem Zonser Grind 
(linksrheinisch) 
Möglicher Zeitplan   
1. Bodenbearbeitung April – Mai (Fräse) 
2. Bodenbearbeitung Mitte/ Ende Juni (Kreiselegge) 
Mahd der Spenderflächen Ende Juni (je nach Samenreife der Wiesenpflanzen) 
Sofortige Aufnahme des Mahdguts im frischen Zustand und Transport zur Obstwiese (als 
Rundballen gepresst oder als Lockermaterial mit dem Ladewagen) 
Manuelles Abrollen und Ausbreiten des frischen Spendermaterials mit Rechen bzw. Ausstreuen mit 
Ladewagen und Dosierwalze 
Mind. ein Pflegeschnitt im Spätsommer/ Herbst zur Reduzierung des Beikrautdrucks 
Die östliche Obstwiese im Nüssenberger Busch ist ebenso wie die westliche Fläche lange Zeit 
verbracht und wird durch den vorrückenden Waldrand teilweise überwachsen. Wie  auch auf der 
westlichen Fläche  wird der Waldrand im Rahmen der Streuobstwiese nbetreuung durch die 
Naturschutzstation sukzessiv zurückgesetzt. Das Grünland unter und zwischen den Obstbäumen ist 
ebenso wie das auf der westlichen Fläche relativ artenarm und gräserdominiert. Die meisten typischen 
Wiesenarten fehlen auf der Fläche. Der Untergrund ist durch ehemalige Zuwegungen aus der Zeit des 
Truppenübungsplatzes beeinflusst und weist stark heterogene Strukturen auf. Nährstoffverfügbarkeit 
und Wassspeichervermögen sind damit allenfalls von mittlerer Güte, so dass auch dieser Standort zu 
Sommertrockenheit neigt. Damit sind auch hier gute Voraussetzungen für eine Wiesenentwicklung 
hin zu einer mageren trockenen Glatthaferwiese gegeben. 
Aufgrund des besonderen Flächenzuschnitts sollten auch hier drei kürzere Streifen gewählt werden, 
die an verschiedenen Stellen quer zur Bewirtschaftungsrichtung verlaufen (Abbildung 5). Rote Liste-
Arten sind auf dieser Fläche von der Maßnahme nicht betroffen.

Abbildung 5: Streuobstbestand Nüssenberger Busch Ost (K-Pesch). Die drei geplanten Streifen für die MGÜ verlaufen quer zur Bewirtschaftungsrichtung. Dicke der Streifen nicht 
maßstabsgetreu.

Maßnahmenbegleitung und Monitoring 
Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden vollständig von der Naturschutzstation betreut. Dazu zählt 
die Einweisung und Begleitung der bodenvorbereitenden Maßnahmen, das Beernten, de r Transport 
und das Ausbringen des Spenderheus sowie ein floristisches bzw. vegetationskundliches Monitoring 
in den Folgejahren. Mit der Biologischen Station im Rheinkreis Neuss wird eine gesonderte Absprache 
bzgl. der Aufgabenverteilung erfolgen. 
Die angelegten Streifen und die jeweilige Wiesenumgebung werden dabei jährlich mindestens einmal 
zur Vegetationszeit floristisch erfasst. Alle Gefäßpflanzenarten werden mit Vorkommen und 
Deckungsgrad (nach LANUV-Standard) ermittelt. Nach zwei Jahren (voraussichtlich 2022/2023) wird 
ein vorläufiger Abschlussbericht erstellt und die Maßnahmen auf ihren Erfolg hin bewertet. Dabei soll 
auch eine Neubewertung des Lebensraumtyps 6 510 erfolgen. Die Kartierergebnisse und der 
Abschlussbericht werden den Projekpartnern in der UNB und  im Grünflächenamt zur Verfügung 
gestellt. 
Zusätzlich erfolgt nach Abschluss der Maßnahmen (voraussichtlich 2021) ein Abschlussbericht an den 
NABU-Insektenschutzfond.

Beratungsverlauf (5)

22.06.2020 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.08.2020 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 10.2.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.08.2020 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen)
TOP 10.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.09.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 10.2.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.09.2020 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1319/2020
Typ
Mitteilung BV
Datum
05.06.2020
Erstellt
06.05.2020 08:34