0759/2026
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion aus der Sitzung der BV 2 Rodenkirchen vom 16.03.2026 (AN/0484/2026) betreffend "Kandagänse in den Grünanlagen des Stadtbezirks"
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
2973 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/67/670 Vorlagen-Nummer 0759/2026 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 27.04.2026 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der CDU-Fraktion aus der Sitzung der BV2 Rodenkirchen vom 16.03.2026 (AN/0484/2026) betreffend "Kandagänse in den Grünanlagen des Stadtbezirks" Die CDU-Fraktion bittet um die Beantwortung der folgenden Fragen: 1. Wie geht die Verwaltung gegen diese unkontrollierte Ausbreitung vor? 2. Wie erfolgreich ist das Gelegemanagement? 3. Wird das Gelegemanagement weitergeführt oder wurde es im Zuge der Haushalts- sparmaßnahmen mittlerweile eingestampft? Antwort der Verwaltung: Zu 1.: Zum einen werden die Gänse an den Stadträndern in den Jagdbezirken außerhalb der Schon- zeiten (01.02 - 16.07) bejagt. Dies geschieht hauptsächlich auf den landwirtschaftlich genutz- ten Flächen zur Wildschadensverhütung. Hier werden in Köln jährlich etwa 150 Kanada- und 230 Nilgänse geschossen. Im innerstädtischen Bereich, den sogenannten befriedeten Bezirken, steht die Bejagung unter einem strengen Genehmigungsvorbehalt und ist grundsätzlich erst einmal verboten. Hier hat die Stadt jene Flächen ausfindig gemacht, an welchen die Brutdichte der Tiere besonders hoch ist. Dies sind derzeit der Mediapark, der Ebertplatz/Theodor-Heuss-Park, der Claren- bach- und Rautenstrauchkanal, der Stadtwaldweiher, die Gewässer an der Universitäts- und Stadtbibliothek, der Aachener Weiher, der Kalscheurer Weiher und seit 2026 auch der Volks- garten. In der Brutzeit (Februar – Mai) werden hier alle zwei Wochen Eier aus den Gelegen entnom- men. Die Plätze mit hoher Brutdichte und jene, an denen sich die Tiere in großer Zahl aufhal- ten, sind nicht immer deckungsgleich. So wurden im Rheinpark und am Fühlinger See sowie auch am Decksteiner Weiher nicht ausreichend Gelege ausgemacht, als dass sich ein Ma- nagement dort lohnen würde, obgleich sich die Tiere dort vermehrt aufhalten. Zu 2.: Es wurden 2025 etwa 300 Eier der Kanadagans an den oben genannten Gewässern entnom- men. Dadurch konnte der Bestand der Kanadagänse seit 2023 stabil gehalten werden. Dies gilt nur für die Flächen, an denen das Gelegemanagement stattfindet und gezählt wird. 2 Der Bestand der Nilgans steigt dagegen überall an. Nilgänse sind keine Bodenbrüter, und Ihre Gelege in den Baumkronen sind schwer zu erreichen. Im Rahmen eines Pilotprojektes werden daher derzeit Brutkästen aufgestellt, in denen Nilgänse brüten sollen. Aus diesen Brutkästen sollen dann ebenfalls Eier entnommen werden. Geplant sind Standorte am Ostasiatischen Museum (noch in der Klärung), auf dem Friedhof Melaten, am Hörsaalgebäude Unigewässer und Clarenbachkanal, an der Liebfrauenschule sowie die Schule neben dem Rautenstrauch- kanal. Einige Kästen wurden bereits aufgestellt. Zu 3.: Es ist angedacht, das Management weiter fortzuführen.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0759/2026
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 26.03.2026
- Erstellt
- 13.03.2026 08:14