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1599/2020

10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 04.06.2020

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 18.06.2020, TOP 5.4.2

Anlage 2: Auszug BP - TOP 6.2 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1: Antrag 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU

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Anlage 2: Auszug BP - TOP 6.2 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU

1506 Zeichen

Geschäftsführung  
Integrationsrat 
Frau Arikan 
Telefon:  (0221) 29725  
Fax       :  (0221)  
E-Mail:  Neslihan.Arikan@STADT-KOELN.DE  
Datum: 27.05.2020 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Integrationsrates vom 
26.05.2020  
öffentlich 
6.2 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU 
AN/0458/2020 
 
Der Integrationsrat bittet den Rat folgendes zu beschließen: 
Der Rat der Stadt Köln  
 
 bittet die Verwaltung zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen Kölner Bürger 
und sonstige Initiativen, Jugendeinrichtungen, Vereine etc. im öffentlichen Raum 
Bäume pflanzen, mit Gedenktafeln, Stelen o.ä. versehen und die Verantwortung 
für eine Patenschaft zur Pflege dieser Bäume übernehmen können, 
 ermutigt die Schüler*innen an den Kölner Schulen, als deutliches Zeichen eines 
lebendigen Erinnerns an die Opfer rechtsterroristischer Morde sowie eine klare 
Positionierung gegen eine Zerstörung oder Schändung ihrer Gedenkorte, z.B. auf 
ihren Schulhöfen, Bäume zu pflanzen, mit Gedenktafeln, Stelen o.ä. zu versehen 
und die Verantwortung für eine Patenschaft zur Pflege dieser Bäume zu über-
nehmen und bittet die Schulleitungen sowie Kolleg*innen, ihre Schülerschaft zu 
unterstützen, sowie die Verwaltung, solche Vorhaben durch ein wohlwollendes 
Genehmigungsverfahren (seitens der Gebäudewirtschaft und des Schulamtes) 
und eine Bereitstellung von Bäumen (über das Amt für Landschaftspflege und 
Grünflächen) zu ermöglichen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig (ohne Enthaltungen) zugestimmt

Beschlussvorlage Rat

4147 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 1599/2020 
Freigabedatum 
04.06.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Mit Beschluss vom 26.05.2020 bittet der Integrationsrat den Rat der Stadt Köln, wie folgt zu beschlie-
ßen:  
Der Rat der Stadt Köln  
 
 bittet die Verwaltung zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen Kölner Bürger und sonstige Ini-
tiativen, Jugendeinrichtungen, Vereine etc. im öffentlichen Raum Bäume pflanzen, mit Gedenkta-
feln, Stelen o.ä. versehen und die Verantwortung für eine Patenschaft zur Pflege dieser Bäume 
übernehmen können, 
 ermutigt die Schüler*innen an den Kölner Schulen, als deutliches Zeichen eines lebendigen Erin-
nerns an die Opfer rechtsterroristischer Morde sowie eine klare Positionierung gegen eine Zerstö-
rung oder Schändung ihrer Gedenkorte z.B. auf ihren Schulhöfen, Bäume zu pflanzen, mit Ge-
denktafeln, Stelen o.ä. zu versehen und die Verantwortung für eine Patenschaft zur Pflege dieser 
Bäume zu übernehmen und bittet die Schulleitungen sowie Kolleg*innen, ihre Schülerschaft zu 
unterstützen, sowie die Verwaltung, solche Vorhaben durch ein wohlwollendes Genehmigungs-
verfahren (seitens der Gebäudewirtschaft und des Schulamtes) und eine Bereitstellung von Bäu-
men (über das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen) zu ermöglichen. 
 
 
Rat 18.06.2020

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
Als Begründung wird im Antragstext der Antragsteller*innen Folgendes ausgeführt: 
„Die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur muss in unserer Kommune und im Bundesland 
NRW eine außerordentliche Bedeutung haben und stetig mit verschiedenen Institutionen weiterentwi-
ckelt werden.  
In jüngster Zeit wurden immer wieder Erinnerungsstätten in anderen Städten für die Opfer des rechts-
terroristischen NSU Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet 
Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiesewetter 
geschändet bzw. zerstört.  
In 2014 war in Kassel der Gedenkstein für das NSU-Opfer Halit Yozgat mit Bitumen übergossen und 
in Rostock der Gedenkort für Mehmet Turgut dreimal beschädigt worden. In Nürnberg entfernten Un-
bekannte 2015 eine Gedenktafel, eine Stele wurde im November 2017 mit einem Hakenkreuz be-
schmiert. Im Oktober 2019 war in Zwickau eine Eiche abgesägt worden, die zum Gedenken an Enver 
Simsek gepflanzt worden war. 
Der Integrationsrat Köln möchte gemeinsam mit anderen Städten in NRW einer Initiative des Landes-
integrationsrates folgen und ein Zeichen setzen, das auf die Bedeutung einer lebendigen Erinne-
rungskultur hinweist.  
Die Realisierung des rechtsextremen Terrors, die Aufklärung über die Taten und Täter sind eine ge-
samtstaatliche -und gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss dem Anspruch unserer Kommune als einem 
Ort des vielfältigen und friedlichen Zusammenlebens gerecht werden. Das Ziel ist es, mit den geplan-
ten Erinnerungsorten über die Dimension dieser Verbrechen zu informieren. 
Der Landesintegrationsrat NRW regt mit der Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ die 
Integrationsräte in NRW an, in ihren Kommunen an einem geeigneten Ort an die Opfer des Rassis-
mus und Rechtsextremismus zu erinnern. Dabei sollen in jeder Kommune elf neue Bäume ange-
pflanzt werden. Die Zahl elf ergibt sich aus zehn Bäumen für die zehn Opfer des NSU und einem 
Baum für alle weiteren Opfer rassistischer Angriffe. 
Beispielsweise können die Schulen, die dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Coura-
ge“ angehören, zu ihrem diesjährigen 25-jährigen Jubiläum der Verbundgründung, die Verantwortung 
für die Pflanzung und Betreuung einiger Bäume übernehmen.“ 
Die geplanten Baumpflanzungen für die Opfer des NSU haben eine positive Wirkung auf den Klima-
schutz. 
 
 
Anlagen: 
1. Antrag 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU 
2. Auszug aus dem Beschlussprotokoll

Anlage 1: Antrag 10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU

3896 Zeichen

Tayfun Keltek          02.04.2020 
 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
 
An die  
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
Antrag gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium Datum der Sitzung 
Integrationsrat 21.04.2020 
 
 
10 + 1 Bäume für die Opfer des NSU – AN/0458/2020 
Die Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur muss in unserer Kommune und im Bundesland 
NRW eine außerordentliche Bedeutung haben und stetig mit verschiedenen Institutionen weiterent-
wickelt  werden.  
In jüngster Zeit wurden immer wieder Erinnerungsstätten in anderen Städten für die Opfer des 
rechtsterroristischen NSU Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, 
Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michèle Kiese-
wetter geschändet bzw. zerstört.  
In 2014 war in Kassel der Gedenkstein für das NSU-Opfer Halit Yozgat mit Bitumen übergossen und in 
Rostock der Gedenkort für Mehmet Turgut dreimal beschädigt worden. In Nürnberg entfernten Un-
bekannte 2015 eine Gedenktafel, eine Stele wurde im November 2017 mit einem Hakenkreuz be-
schmiert. Im Oktober 2019 war in Zwickau eine Eiche abgesägt worden, die zum Gedenken an Enver 
Simsek gepflanzt worden war. 
Der Integrationsrat Köln möchte gemeinsam mit anderen Städten in NRW einer Initiative des Landes-
integrationsrates folgen und ein Zeichen setzen, das auf die Bedeutung einer lebendigen Erinne-
rungskultur hinweist.  
Beschluss: 
Der Integrationsrat bittet den Rat folgendes zu beschließen : 
Der Rat der Stadt Köln  
 bittet die Verwaltung zu prüfen, unter welchen Voraussetzungen Kölner Bürger und sonstige 
Initiativen, Jugendeinrichtungen, Vereine etc. im öffentlichen Raum Bäume pflanzen, mit Ge-
denktafeln, Stelen o.ä. versehen und die Verantwortung für eine Patenschaft zu Pflege dieser 
Bäume übernehmen können, 
 ermutigt die Schüler*innen an den Kölner Schulen, als deutliches Zeichen eines lebendigen Erin-
nerns an die Opfer rechtsterroristischer Morde, sowie eine klare Positionierung gegen eine Zer-
störung oder Schändung ihrer Gedenkorte, z.B. auf ihren Schulhöfen Bäume zu pflanzen, mit Ge-

denktafeln, Stelen o.ä. zu versehen und die Verantwortung für eine Patenschaft zu Pflege dieser 
Bäume zu übernehmen und bittet die Schulleitungen sowie Kolleg*innen ihre Schülerschaft zu 
unterstützen, sowie die Verwaltung, solche Vorhaben durch ein wohlwollendes Genehmigungs-
verfahren (seitens der Gebäudewirtschaft und des Schulamtes) und eine Bereitstellung von Bäu-
men (über das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen) zu ermöglichen. 
Begründung: 
Die Realisierung des rechtsextremen Terrors, die Aufklärung über die Taten und Täter sind eine ge-
samtstaatliche -und gesellschaftliche Aufgabe. Sie muss dem Anspruch unserer Kommune als einem 
Ort des vielfältigen und friedlichen Zusammenlebens gerecht werden. Das Ziel ist es, mit den geplan-
ten Erinnerungsorten über die Dimension dieser Verbrechen zu informieren. 
Der Landesintegrationsrat NRW regt mit der Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ die 
Integrationsräte in NRW an, in ihren Kommunen an einem geeigneten Ort an die Opfer des Rassis-
mus und Rechtsextremismus zu erinnern. Dabei sollen in jeder Kommune elf neue Bäume ange-
pflanzt werden. Die Zahl elf ergibt sich aus zehn Bäumen für die zehn Opfer des NSU und einem 
Baum für alle weiteren Opfer rassistischer Angriffe. 
Beispielsweise können die Schulen, die dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ 
angehören, zu ihrem diesjährigen 25-jährigen Jubiläum der Verbundsgründung,  die Verantwortung 
für die Pflanzung und Betreuung einiger Bäume übernehmen. 
Weitere Informationen sind der Broschüre zur Kampagne „10+1 Bäume für die Opfer des NSU“ des 
Landesintegrationsrates NRW zu entnehmen, die als Anlage angefügt ist. 
Mit freundlichen Grüßen 
Tayfun Keltek

Beratungsverlauf (1)

18.06.2020 Rat
TOP 5.4.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

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Details

Aktenzeichen
1599/2020
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
04.06.2020
Erstellt
27.05.2020 12:48