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2014/0328

Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel

Magistratsvorlage 20.08.2014

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2014/0328

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2014/0328

7095 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
01.09.2014 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I / II / III / IV / 
V 
Grünflächenamt 
Schulamt 
Stadtplanungsamt 
Jugendamt 
Finanzverwaltung 
an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement 
Darmstadt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2014/0328 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:  511020  
Kostenstelle:  061-030-1000  Investitionsnummer:  08061-8012 
Kostenträger:  5110-21 
 
Sachkonto:  0953010 
 
Betreff: Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel 
 
Vorlage vom: 20.08.2014 
 
Beschlussvorschlag : 
1.  Der Magistrat beschließt die Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme „Kinder- und 
Jugendzentrum Martinsviertel“ auf dem Grundstück Pankratiusstraße 14 – 18. 
 
2.  Für das Vorhaben stehen aus Resten der Städtebaufördermittel zur Sanierung des 
Martinsviertels Mittel in Höhe von 5,20 Mio Euro, vorbehaltlich der üblichen baufachlichen 
Prüfung durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank) zur Verfügung. 
Mittelverwaltende Stelle ist das Stadtplanungsamt.  
 
3.  Die nicht im Rahmen des Städtebauförderprogramms förderfähigen Kosten für bewegliche 
Ausstattung für die Kindertagesstätte und das Jugendzentrum in Höhe von voraussichtlich 
285.000 Euro sowie für die Schülerbetreuung in Höhe von voraussichtlich 55.000 Euro 
werden im Jahr 2016 aus dem Kernhaushalt finanziert.

- 2 - 
4.  Der Magistrat nimmt die Folgekosten gemäß Anlagen 3 und 4 zur Kenntnis. Die 
Aufwendungen sind nach Fertigstellung bei den Haushaltsanmeldungen zu 
berücksichtigen. 
 
Anlagen: Anlage 1 - Entwurfsbeschreibung 
Anlage 2 - Lageplan, Grundrisse, Schnitt 
Anlage 3 - Folgekostenberechnung Neubau Gebäude 
Anlage 4 - Folgekostenberechnung Betrieb Kita / Jugendzentrum 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.08.2014 
 
 
 
1.  Erläuterung 
 
Auf dem städtischen Grundstück Pankratiusstraße 14-18 soll ein Kinder- und Jugendzentrum 
neu errichtet werden, das mit einer Kindertagesstätte, einem Jugendzentrum und 
Räumlichkeiten für die Schülerbetreuung der Schillerschule die soziale Infrastruktur im Bereich 
Kinder- und Jugendbetreuung im Martinsviertel ergänzen und erheblich verbessern wird. 
 
Die vorbereitende Projektentwicklung für diese Neubaumaßnahme wurde mit dem 
Magistratsbeschluss Nr. 2014 / 0211 vom 18.06.2014 beschlossen.  Das zu errichtende 
Gebäude gehört in das Anlagevermögen des Kernhaushaltes. 
 
Auf dieser Grundlage wurde unter der Projektleitung des  Eigenbetriebes Immobilien-
management, Fachbereich Planung und Projektsteuerung, vom Architekturbüro Waechter + 
Waechter, Darmstadt, ein Vorentwurf mit konkretisierender Kostenschätzung erarbeitet.  
Dieser Vorentwurf wurde mit dem Stadtplanungsamt und den Nutzerämtern (Jugendamt und 
Schulamt) abgestimmt und bildet die Grundlage für die weitere planerische Bearbeitung.  
Vertiefende sicherheitsrelevante und funktionale Anregungen der Fachämter werden im 
weiteren Planungsprozess berücksichtigt. 
 
Parallel zur Gebäudeplanung muss der 2005 offengelegte Bebauungsplanentwurf durch das 
Stadtplanungsamt überarbeitet und erneut offengelegt werden. Die jetzt vorgesehene Nutzung 
entspricht dem bisherigen Entwurf. Durch die angestrebte Neubebauung wird eine 
städtebauliche Reparatur in diesem Bereich angestrebt. 
 
Gemäß Ziffer 10 der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der Nachhaltigen 
Stadtentwicklung - RiLiSE vom 01.07.2008 ist die vorgesehene Baumaßnahme grundsätzlich 
förderfähig. 
 
Damit die vom Fördermittelgeber benannten Fristen eingehalten werden können, müssen 
sämtliche Planungsleistungen und die Vergabe aller Aufträge abweichend vom üblichen 
Prozedere parallel zum Bebauungsplan- und Genehmigungsverfahren bis Ende September 
2015 erfolgen.  
 
Die Vorstellung des Entwurfs im Gestaltungsbeirat ist für den 19.09.2014 vorgesehen. 
 
 
2.  Entwurfsbeschreibung 
 
 
(siehe Anlage 1, Entwurfsbeschreibung von Waechter+ Waechter Architekten ) 
(siehe Anlage 2, Planverkleinerungen    von Waechter+ Waechter Architekten )

- 4 - 
 
 
 
 
 
3.  Kosten 
 
 
Kostengruppe  Bezeichnung KGR Kosten brutto  
100 Grundstück 0,00 €  
200 Herrichten und Erschließen 88.500,00 €  
300 Bauwerk - Baukonstruktion 2.870.000,00 €  
400 Bauwerk - Technische Anlagen 757.500,00 €  
500 Außenanlagen 156.500,00 €  
600 
Ausstattung und Kunstwerke, ohne  bewegliche 
Ausstattung (Kostengruppe 611) 75.700,00 €  
   
700 Baunebenkosten 950.000,00 €  
     
200 - 700  Gesamtsumme  KG 200 - 700  4.897.700,00 €  
Zusammenfassung der vertiefenden Kostenschätzung W+W vom 14.08.2014  
 
 
 
Gemäß der “Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung – 
ReLiSE“ und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt sind die Kosten für bewegliche 
Ausstattungsgegenstände (Kostengruppe 611)  im Rahmen dieses Förderprogramms nicht 
förderfähig. Diese Kosten müssen aus dem Kernhaushalt finanziert und im Jahr 2016 
bereitgestellt werden. Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf 
einen Betrag von insgesamt 340.000,00 Euro. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 
 
Ausstattung Kindertagesstätte (Jugendamt) :  230.000,00 €   Kst.: 051-007-1229  
Ausstattung Jugendzentrum   (Jugendamt) :    55.000,00 €   Kst.: 051-004-1011 
Ausstattung Schülerbetreuung (Schulamt) :     55.000,00 €    Kst.: 040-016-1000 
        
 
4.  Zeitablauf 
 
 
• Beschluss Baumaßnahme Magistrat 03.09.2014  
• Beschluss Baumaßnahme StaVo 30.09.2014  
 
• Gestaltungsbeirat  19.09.2014 
 
• Aufstellung und Beschluss Bebauungsplan (Amt 61 bis  09.2015 
• Planung, Ausschreibung und Vergabe aller Aufträge bis  09.2015 
 
• Baubeginn 12.2015 
• Fertigstellung und Inbetriebnahme voraussichtlich  08.2017

- 5 - 
 
 
 
 
5.  Planungsbeteiligte 
 
 
Die Projektleitung und das Projektmanagement liegen beim Eigenbetrieb Immobilien-
management, Fachbereich Planung und Projektsteuerung, als Dienstleister für den 
Kernhaushalt 
 
Architekten:    Waechter + Waechter Architekten, Darmstadt 
Tragwerksplanung:   Ingenieurbüro Schlier und Partner, Darmstadt 
Brandschutzplanung:   Ingenieurbüro Tichelmann & Barillas,, Darmstadt 
Fachplanung HLSE:   n.n. 
 
 
Die Leistungen der Objektüberwachung sollen als Eigenleistung durch den Eigenbetrieb 
Immobilienmanagement erbracht werden. 
 
 
 
 
Darmstadt, 20.08.2014 
65-11-06 
 
 
 
 
Dezernat I          Dezernat II         Dezernat III         Dezernat IV      Dezernat V 
            i. V. 
 
 
 
Jochen Partsch       
Cornelia Zuschke   Cornelia Zuschke André Schellenberg   Barbara Akdeniz 
Oberbürgermeister  Stadträtin           Stadträtin            Stadtkämmerer        Stadträtin

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164 Zeichen

Anlage 2 zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“

Anlage 2 zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“

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1201 Zeichen

Anlage 3  zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“ 
 
 
Eigenbetrieb Immobilienmanagement 
 
 
Folgekostenberechnung für: 
 
Bezeichnung:   Neubau Kinder- und Jugendzentrum Mar tinsviertel  
Kostenstelle:   051-007-1229 
Kostenschätzung:  4.90 Mio € 
Geplante Inbetriebnahme: 2017 
 
 
Zuweisung 
 Bund       €  Kernhaushalt        €  Landkreis, etc.       € 
   
  
 Land       €  Sonstige: 4.90 Mio € 
 
Bemerkung: Restmittel Städtebauförderung Martinsvie rtel  
        
   
 
Finanzierungsbetrag          € 
 
Zinsaufwand           €  (Realverzinsung 3 %) 
 
Tilgungssatz           % 
 
Nutzungsdauer    50 Jahre 
 
Abschreibungssatz linear   2 % 
 
Notwendiges Grundstück vorhanden:      
 
 ja 
 
 nein/Folgekosten          € 
 
BGF  geplant     2.240 m²    
 
Anwendung Vermieter-Mieter-Modell 
 
 Ja            Nein       
 
Nutzer:  Jugendamt  75 % 
  Schulamt  25 % 
                
 
Folgekostenberechnung nach Kostenwerten des BKI: 
 
1.  Verwaltungskosten   KG 200 18.000 € 
2.  Betriebskosten  KG 300 Etatisierung im WP 180.000 €  
3.  Erhaltungsaufwand  KG 400 Etatisierung im WP   85.0 00 € 
 
Sonstige Erläuterungen: -keine- 
 
Aufgestellt: 18.08.2014

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2571 Zeichen

Anlage 4  zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“  
            
Folgekostenberechnung BETRIEB  Kita / Jugendzentrum / Schülerbetreuung 
 
Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel 
 
1.  Bereich Kita (Jugendamt)  
 
Ausgaben:   830.000 € 
Einnahmen:   278.000 € 
Finanzierungsbedarf:  550.000 € 
 
Erläuterung: 
Anhand derzeitiger Hochrechnungen geht das Fachamt von Ausgaben für die laufende 
Betriebsführung in Höhe von rund 210.000,- € pro Jahr aus (ohne Nebenkosten des Hauses 
jedoch inkl. Reinigungsleistung). (KST 051-007-1229, SK 6010500) 
Für den ermittelten Personalbedarf (bisherige Berechnungsgrundlage) von 12,07 VZÄ zzgl. 
einer JP-Stelle rechnet das Fachamt auf Grundlage der Personalberechnungstabelle 2014 mit 
Aufwendungen in Höhe von rund 620.000,- € pro Jahr. (KST 051-007-1229) 
Demgegenüber stehen Einnahmen aus Elternentgelten (inkl. Verpflegung) von 143.000,- €   
KST 051-007-1229, SK 5090680) sowie Landesfördermittel von geschätzten 135.000,- €. 
(KST:051-007-1229, SK 5421000) 
 
 
2.  Bereich Jugendzentrum (Jugendamt)  
 
Personalkosten:  97.000 € 
Sachkosten:   14.200 €   
VK-Pauschale:  13.400 € 
Gesamtkosten:          124.600 €  (ohne Mietanteil)  
Erläuterung: Der bisherige Zuschuss an den SKA belief sich jeweils auf 147.000,- € für 
Personal- und Sachkosten. Nach Rückfrage bei IDA konnten keine Vergleichswerte für Miet- 
und Nebenkosten angegeben werden, sodass auch dieser Bereich ggf. nachzureichen wäre. In 
unserer Folgeberechnung haben wir den Wert der Nebenkosten aus dem Nachweisjahr 2012 
herangezogen und entsprechend der allgemeinen Kostensteigerungen erhöht. Die Mittel in 
Höhe von 124.600 € müssen im Kernhaushalt etatisiert werden. (KST 051-004-1011,            
SK 7128000, KTR 3660-10) 
 
3.   Bereich Schülerbetreuung (Schulamt) 
siehe hierzu Magistratsvorlage vom 24.7.2014 „Planungsprozess Schulkindbetreuung zum 
Schuljahr 2014/2015“ 
Zuschüsse / Ausgaben:   65.183 €  (651,83 € /Platz/Schuljahr) 
Zuschuss Ferienbetreuung:    7.913 €  (158,26 €/Platz/ 6 Wochen für 50% der Gesamtplätze) 
Sachkosten:      1.250 € (Ersatzbeschaffung Mobiliar, Spielzeug…) 
Gesamtkosten gerundet: 74.350 € 
 
Erläuterung: Unter der Voraussetzung der Gremienbeschlüsse zu o.a. Magistratsvorlage 
werden nach Fertigstellung des Gebäudes für den Betrieb Kosten in Höhe von rund 74.350,- € 
(bei Betreuung von 100 Schülerinnen und Schülern) entstehen. Diese sind unter KST 040-026-
1000, SK 7128620 mit 73.100,- € und im GWG SK 0890010 mit 1.250,- € ab dem 
Haushaltsjahr 2017 zu etatisieren.

anlage 1

8672 Zeichen

Anlage 1  zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“  
 
 
Entwurfsbeschreibung  
Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel 
 
 
 
Seite 1 von 3 
 
Mitten im Quartier – Haus für Kinder und Jugendliche  
Das Martinsviertel ist für junge Familien sehr attr aktiv – daraus resultiert ein großer 
Bedarf an Betreuungseinrichtungen für die Altersstufen von 0-15 Jahren.  
Mitten im Quartier  - ist das von allen Seiten gut erreichbare Grundst ück Ecke 
Ruthstraße/Pankratiusstraße für diese Nutzung ideal gelegen. 
Das Jugendzentrum als Teil der Einrichtung erforder t eine Lage im Erdgeschoss, um 
dem pädagogischen Anspruch einer offenen, einladend en Einrichtung zu entsprechen, 
wobei die Niedrigschwelligkeit Voraussetzung ist um  gut angenommen zu werden. Die 
geplante Lage entlang des öffentlichen Fußgängerweg s ermöglicht zudem ein 
Bespielen der vorhandenen Freiflächen und verhinder t eine Lärmbelästigung der 
Nachbarn. Die Schülerbetreuung ist ebenfalls sinnvo ll im Erdgeschoss 
unterzubringen. Es wird vorgeschlagen, den Zugang a ufgrund der fußläufigen 
Erschließung aus der Schillerschule entlang der Mül lerstraße an der Ecke Pankratius- 
/Ruthsstraße anzuordnen. Für die 7 Gruppenräume der  Kindertagesstätte ist 
wiederum ein direkter Zugang zur Außenspielfläche möglich.  
Der vorgeschlagene zweigeschossige Baukörper löst m it einer zunächst 
ungewöhnlichen Funktionsverteilung – Kindertagesstä tte im Obergeschoss, 
Jugendzentrum und Schülerbetreuung im Erdgeschoss –  die teilweise 
widersprüchlichen Anforderungen. Städtebaulich wird  mit der Randbebauung der 
Grundstückskanten das Konzept des Bebauungsplanentw urfs aufgegriffen und die 
Pankratiusstraße angemessen stadträumlich gefasst; zugleich vermittelt der 
Baukörper zwischen den unterschiedlichen Maßstäben des Kontexts mit den 
Großbauten der TU und der heterogenen Wohnbebauung des Martinsviertels. Durch 
das Zurücknehmen der Bauflucht wird der Bürgersteig  für die Nutzung angemessen 
verbreitert. Eine Einbuchtung der Bauflucht ermögli cht die vorhandene Baumgruppe 
zu erhalten und den Straßenraum zu einem angemessen en Vorplatz zum Bringen und 
Abholen der Kinder zu erweitern.  
Ein begrünter Innenhof bildet das Herz der neuen, r ingförmig um diese Mitte 
organisierten Kindertagesstätte im Obergeschoss. De r Innenhof ist auf das 
Obergeschoss ‚angehobenen’, damit nur eingeschossig und so sehr gut besonnt.   
Die geforderten Funktionszusammenhänge sind überall  optimal erfüllt; die Gruppen- 
und Intensivräume sind an den Stirnseiten angeordne t – zum öffentlichen Durchgang 
die Räume der U7, zur Ruthstraße die Räume der U3, so dass die gewünschte 
Gliederung der Altersgruppen gegeben ist. Keine dun klen Flure sondern helle, zum 
Innenhof raumhoch verglaste, damit abwechslungsreic he Kommunikations- und 
Spielflächen erschließen die Gruppenbereiche und si chern eine einfache und 
überschaubare Orientierung. Der starke Bezug zum sc hönen Außenraum erlaubt den 
Kindern den Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten.  Durch die großzügigen, leicht 
bedienbaren Schiebefenster kann der Außenraum schwe llenfrei in die Betreuung 
eingebunden werden. Entlang den Erschließungsfläche n ist Stauraum für Spiel- und 
Bastelmaterial integriert.

Anlage 1  zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“  
 
 
Entwurfsbeschreibung  
Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel 
 
 
 
Seite 2 von 3 
Direkt an den Eingangsbereich schließt die zentrale  Garderobe an, um die Unruhe des 
Bringens, aber auch etwaigen Schmutz vom Betreuungs bereich zu trennen. Aus der 
Küche kann die Mittagsversorgung der U3-Kinder in d en Gruppenräumen und der U7-
Kinder im Essraum mit kurzem Weg erfolgen. Der zwei seitig belichtete 
Mehrzweckraum liegt zentral zwischen den Gruppenber eichen mit direkt 
anschließenden Nebenräumen für Material etc. 
Das Dach ist leicht modelliert, als Gründach gestal tet und orientiert sich bewusst 
nicht an dem Steildach der benachbarten Wohnbebauun g. Im Inneren führt dies zu 
abwechslungsreichen Raumerlebnissen, – hoch, niedri g -  flach, schräg – Dächer und 
auch Oberlicht/ Seitenlicht wechseln. Hierdurch, so wie durch die variierende 
Wegeführung und die optischen Verkürzungen der Knic kungen wird eine lebendige 
Kleinmaßstäblichkeit erzielt, die der Altersgruppe der Kinder gerecht wird. 
Der Innenhof kann von allen Seiten betreten werden und ist für die Betreuer gut 
einsehbar. Die an die Gruppenräume angrenzenden Flä chen können von den 
jeweiligen Gruppen bespielt und gestaltet werden. S ämtliche Flächen sind naturnah 
gestaltet, mit größtmöglich unversiegelten Flächen.  Sanfte Höhenmodulationen mit 
Balancierstangen o. dergl. gliedern die Fläche und tragen zur Stärkung der taktilen 
Fähigkeiten der Kinder bei. 
Das auskragende Obergeschoss der Kindertagesstätte markiert den zurückliegenden 
Eingang des Jugendzentrums an der Südwestecke. Der Mehrzweckraum öffnet sich 
schaufensterartig zum öffentlichen Durchgang, lädt ein zum Mitmachen und eignet 
sich ideal, um wie angedacht, als Quartierscafé gen utzt zu werden. Daran folgen zur 
Pankratiusstraße die Gruppenräume, sowie seitlich der interne Bürobereich.  
Die Schülerbetreuung wird von der gegenüberliegende n Ecke (Pankratius-
/Ruthstraße) betreten, mit dem zentralen Raum für d ie Mittagsversorgung in 
unmittelbarer Eingangsnähe. Jeweils 2 Betreuungsräu me sind mit mittigem 
Kleinraum und Sanitärbereich nach dem Bild der ‚Ler nlandschaften‘ konzipiert und 
zur Ruth- bzw. Pankratiusstraße ausgerichtet.  
Die Kindertagesstätte wird über den beschriebenen V orplatz erschlossen, mit einem 
gut proportionierten Foyer, von dem optional auch d ie anderen Einrichtungen betreten 
werden können. Eine freitragende Treppe und ein Auf zug führen zur Betreuungsebene 
im Obergeschoss. Die unterschiedliche Lage der Eing änge ermöglicht eine klare 
Adressbildung und Identifikation, aber auch die kon fliktfreie Nutzung der 3 
Einrichtungen. Durch die Nebeneingänge am zentralen  Foyer der Kita werden 
Synergien aber auch etwaig geänderte Nutzungskonzepte ermöglicht. 
Aus der Gebäudestruktur ‚Innenhof im Obergeschoss‘ ergibt sich im EG ein Hohlraum, 
der für die erforderlichen Stellplätze genutzt werden kann (Zufahrt über Ruthstraße).  
Durch die zurückhaltende, der Bauaufgabe angemessen e Architektursprache, fügt 
sich der Baukörper sehr gut in den heterogenen Kont ext ein. Im Inneren wird eine 
bergende, aber zugleich heitere, freundliche und lichtdurchflutet helle Atmosphäre der 
Offenheit und Kommunikation erzielt als Voraussetzu ng für entspanntes 
Heranwachsen und Lernen. Die vorgesehene Materialit ät stärkt die in der räumlichen 
Komposition bereits vorhandene Qualität mit hell ge öltem Holzboden, und

Anlage 1  zur Magistratsvorlage  “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“  
 
 
Entwurfsbeschreibung  
Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel 
 
 
 
Seite 3 von 3 
holzfarbigen Fensterprofilen. Farbige Vorhänge ermö glichen je nach Nutzung immer 
wieder abwechselnde Raumstimmungen mit unterschiedl icher Transparenz zum 
Außenraum und zu den Gemeinschaftsflächen. Sämtlich e Oberflächen sind 
strapazierfähig und so für die Nutzung dauerhaft ge eignet – bei der Materialwahl sind 
die Nachhaltigkeit, der Lebenszyklus und die Schonu ng der natürlichen Ressourcen 
besonders berücksichtigt. Alle Räumlichkeiten des G ebäudes sind barrierefrei zu 
erreichen. 
Das klare, über beide Geschosse durchgehende Konstr uktionssystem mit 
wirtschaftlichen Spannweiten und aussteifenden Kern en in Massivbauweise ist einfach 
herstellbar. Sämtliche unverrückbare Infrastrukture inrichtungen (Aufzug, WC, 
Vertikalschächte) sind in den Kernen zusammengefass t. Die dreifach verglasten 
transparenten Flächen ermöglichen optimale passive Sonnenenergienutzung, 
Vertikalmarkisen aus Screengewebe stellen den sommerlichen Wärmeschutz sicher.  
Die kompakte Baukörperdisposition gewährleistet ene rgetisch minimale 
Transmissionswärmeverluste. Die hohe Tageslichtauto nomie aller Nutzungsbereiche 
sowie effiziente Beleuchtungskomponenten reduzieren  den Primärenergiebedarf 
weiter. Die Beheizung erfolgt energetisch sinnvoll über eine Fußbodenheizung, so dass 
die Speichermasse des Bodens in das Energiekonzept eingebunden werden kann. Im 
Inneren sind keine in der Nutzung störende Heizkörp er erforderlich und die Kinder 
können auf warmen Fußböden spielen. Effiziente Anla gentechnik (unter Verwendung 
von regenerativen bzw. primärenergetisch günstigen Energieträgern sowie ein in der 
Herstellung und im Betrieb wirtschaftliches Haustec hnikkonzept ermöglichen eine 
hohe Energieeffizienz des Gebäudes.

Beratungsverlauf (6)

TOP 18
TOP 8
TOP 6
TOP 9
TOP 352
TOP 5

Orte (2)

  • Pankratiusstraße 14
  • Ruthsstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2014/0328
Typ
Magistratsvorlage
Datum
20.08.2014
Erstellt
29.09.2026 00:00