2014/0328
Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel
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2014/0328
7095 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
01.09.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I / II / III / IV /
V
Grünflächenamt
Schulamt
Stadtplanungsamt
Jugendamt
Finanzverwaltung
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Eigenbetrieb
Immobilienmanagement
Darmstadt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0328
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-030-1000 Investitionsnummer: 08061-8012
Kostenträger: 5110-21
Sachkonto: 0953010
Betreff: Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel
Vorlage vom: 20.08.2014
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat beschließt die Planung und Umsetzung der Neubaumaßnahme „Kinder- und
Jugendzentrum Martinsviertel“ auf dem Grundstück Pankratiusstraße 14 – 18.
2. Für das Vorhaben stehen aus Resten der Städtebaufördermittel zur Sanierung des
Martinsviertels Mittel in Höhe von 5,20 Mio Euro, vorbehaltlich der üblichen baufachlichen
Prüfung durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WI-Bank) zur Verfügung.
Mittelverwaltende Stelle ist das Stadtplanungsamt.
3. Die nicht im Rahmen des Städtebauförderprogramms förderfähigen Kosten für bewegliche
Ausstattung für die Kindertagesstätte und das Jugendzentrum in Höhe von voraussichtlich
285.000 Euro sowie für die Schülerbetreuung in Höhe von voraussichtlich 55.000 Euro
werden im Jahr 2016 aus dem Kernhaushalt finanziert.
- 2 -
4. Der Magistrat nimmt die Folgekosten gemäß Anlagen 3 und 4 zur Kenntnis. Die
Aufwendungen sind nach Fertigstellung bei den Haushaltsanmeldungen zu
berücksichtigen.
Anlagen: Anlage 1 - Entwurfsbeschreibung
Anlage 2 - Lageplan, Grundrisse, Schnitt
Anlage 3 - Folgekostenberechnung Neubau Gebäude
Anlage 4 - Folgekostenberechnung Betrieb Kita / Jugendzentrum
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.08.2014
1. Erläuterung
Auf dem städtischen Grundstück Pankratiusstraße 14-18 soll ein Kinder- und Jugendzentrum
neu errichtet werden, das mit einer Kindertagesstätte, einem Jugendzentrum und
Räumlichkeiten für die Schülerbetreuung der Schillerschule die soziale Infrastruktur im Bereich
Kinder- und Jugendbetreuung im Martinsviertel ergänzen und erheblich verbessern wird.
Die vorbereitende Projektentwicklung für diese Neubaumaßnahme wurde mit dem
Magistratsbeschluss Nr. 2014 / 0211 vom 18.06.2014 beschlossen. Das zu errichtende
Gebäude gehört in das Anlagevermögen des Kernhaushaltes.
Auf dieser Grundlage wurde unter der Projektleitung des Eigenbetriebes Immobilien-
management, Fachbereich Planung und Projektsteuerung, vom Architekturbüro Waechter +
Waechter, Darmstadt, ein Vorentwurf mit konkretisierender Kostenschätzung erarbeitet.
Dieser Vorentwurf wurde mit dem Stadtplanungsamt und den Nutzerämtern (Jugendamt und
Schulamt) abgestimmt und bildet die Grundlage für die weitere planerische Bearbeitung.
Vertiefende sicherheitsrelevante und funktionale Anregungen der Fachämter werden im
weiteren Planungsprozess berücksichtigt.
Parallel zur Gebäudeplanung muss der 2005 offengelegte Bebauungsplanentwurf durch das
Stadtplanungsamt überarbeitet und erneut offengelegt werden. Die jetzt vorgesehene Nutzung
entspricht dem bisherigen Entwurf. Durch die angestrebte Neubebauung wird eine
städtebauliche Reparatur in diesem Bereich angestrebt.
Gemäß Ziffer 10 der Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der Nachhaltigen
Stadtentwicklung - RiLiSE vom 01.07.2008 ist die vorgesehene Baumaßnahme grundsätzlich
förderfähig.
Damit die vom Fördermittelgeber benannten Fristen eingehalten werden können, müssen
sämtliche Planungsleistungen und die Vergabe aller Aufträge abweichend vom üblichen
Prozedere parallel zum Bebauungsplan- und Genehmigungsverfahren bis Ende September
2015 erfolgen.
Die Vorstellung des Entwurfs im Gestaltungsbeirat ist für den 19.09.2014 vorgesehen.
2. Entwurfsbeschreibung
(siehe Anlage 1, Entwurfsbeschreibung von Waechter+ Waechter Architekten )
(siehe Anlage 2, Planverkleinerungen von Waechter+ Waechter Architekten )
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3. Kosten
Kostengruppe Bezeichnung KGR Kosten brutto
100 Grundstück 0,00 €
200 Herrichten und Erschließen 88.500,00 €
300 Bauwerk - Baukonstruktion 2.870.000,00 €
400 Bauwerk - Technische Anlagen 757.500,00 €
500 Außenanlagen 156.500,00 €
600
Ausstattung und Kunstwerke, ohne bewegliche
Ausstattung (Kostengruppe 611) 75.700,00 €
700 Baunebenkosten 950.000,00 €
200 - 700 Gesamtsumme KG 200 - 700 4.897.700,00 €
Zusammenfassung der vertiefenden Kostenschätzung W+W vom 14.08.2014
Gemäß der “Richtlinien des Landes Hessen zur Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung –
ReLiSE“ und in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt sind die Kosten für bewegliche
Ausstattungsgegenstände (Kostengruppe 611) im Rahmen dieses Förderprogramms nicht
förderfähig. Diese Kosten müssen aus dem Kernhaushalt finanziert und im Jahr 2016
bereitgestellt werden. Nach derzeitigem Stand belaufen sich die Kosten voraussichtlich auf
einen Betrag von insgesamt 340.000,00 Euro. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
Ausstattung Kindertagesstätte (Jugendamt) : 230.000,00 € Kst.: 051-007-1229
Ausstattung Jugendzentrum (Jugendamt) : 55.000,00 € Kst.: 051-004-1011
Ausstattung Schülerbetreuung (Schulamt) : 55.000,00 € Kst.: 040-016-1000
4. Zeitablauf
• Beschluss Baumaßnahme Magistrat 03.09.2014
• Beschluss Baumaßnahme StaVo 30.09.2014
• Gestaltungsbeirat 19.09.2014
• Aufstellung und Beschluss Bebauungsplan (Amt 61 bis 09.2015
• Planung, Ausschreibung und Vergabe aller Aufträge bis 09.2015
• Baubeginn 12.2015
• Fertigstellung und Inbetriebnahme voraussichtlich 08.2017
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5. Planungsbeteiligte
Die Projektleitung und das Projektmanagement liegen beim Eigenbetrieb Immobilien-
management, Fachbereich Planung und Projektsteuerung, als Dienstleister für den
Kernhaushalt
Architekten: Waechter + Waechter Architekten, Darmstadt
Tragwerksplanung: Ingenieurbüro Schlier und Partner, Darmstadt
Brandschutzplanung: Ingenieurbüro Tichelmann & Barillas,, Darmstadt
Fachplanung HLSE: n.n.
Die Leistungen der Objektüberwachung sollen als Eigenleistung durch den Eigenbetrieb
Immobilienmanagement erbracht werden.
Darmstadt, 20.08.2014
65-11-06
Dezernat I Dezernat II Dezernat III Dezernat IV Dezernat V
i. V.
Jochen Partsch
Cornelia Zuschke Cornelia Zuschke André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Stadträtin Stadträtin Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 2
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Anlage 2 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“ Anlage 2 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“
anlage 3
1201 Zeichen
Anlage 3 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Folgekostenberechnung für:
Bezeichnung: Neubau Kinder- und Jugendzentrum Mar tinsviertel
Kostenstelle: 051-007-1229
Kostenschätzung: 4.90 Mio €
Geplante Inbetriebnahme: 2017
Zuweisung
Bund € Kernhaushalt € Landkreis, etc. €
Land € Sonstige: 4.90 Mio €
Bemerkung: Restmittel Städtebauförderung Martinsvie rtel
Finanzierungsbetrag €
Zinsaufwand € (Realverzinsung 3 %)
Tilgungssatz %
Nutzungsdauer 50 Jahre
Abschreibungssatz linear 2 %
Notwendiges Grundstück vorhanden:
ja
nein/Folgekosten €
BGF geplant 2.240 m²
Anwendung Vermieter-Mieter-Modell
Ja Nein
Nutzer: Jugendamt 75 %
Schulamt 25 %
Folgekostenberechnung nach Kostenwerten des BKI:
1. Verwaltungskosten KG 200 18.000 €
2. Betriebskosten KG 300 Etatisierung im WP 180.000 €
3. Erhaltungsaufwand KG 400 Etatisierung im WP 85.0 00 €
Sonstige Erläuterungen: -keine-
Aufgestellt: 18.08.2014
anlage 4
2571 Zeichen
Anlage 4 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“
Folgekostenberechnung BETRIEB Kita / Jugendzentrum / Schülerbetreuung
Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel
1. Bereich Kita (Jugendamt)
Ausgaben: 830.000 €
Einnahmen: 278.000 €
Finanzierungsbedarf: 550.000 €
Erläuterung:
Anhand derzeitiger Hochrechnungen geht das Fachamt von Ausgaben für die laufende
Betriebsführung in Höhe von rund 210.000,- € pro Jahr aus (ohne Nebenkosten des Hauses
jedoch inkl. Reinigungsleistung). (KST 051-007-1229, SK 6010500)
Für den ermittelten Personalbedarf (bisherige Berechnungsgrundlage) von 12,07 VZÄ zzgl.
einer JP-Stelle rechnet das Fachamt auf Grundlage der Personalberechnungstabelle 2014 mit
Aufwendungen in Höhe von rund 620.000,- € pro Jahr. (KST 051-007-1229)
Demgegenüber stehen Einnahmen aus Elternentgelten (inkl. Verpflegung) von 143.000,- €
KST 051-007-1229, SK 5090680) sowie Landesfördermittel von geschätzten 135.000,- €.
(KST:051-007-1229, SK 5421000)
2. Bereich Jugendzentrum (Jugendamt)
Personalkosten: 97.000 €
Sachkosten: 14.200 €
VK-Pauschale: 13.400 €
Gesamtkosten: 124.600 € (ohne Mietanteil)
Erläuterung: Der bisherige Zuschuss an den SKA belief sich jeweils auf 147.000,- € für
Personal- und Sachkosten. Nach Rückfrage bei IDA konnten keine Vergleichswerte für Miet-
und Nebenkosten angegeben werden, sodass auch dieser Bereich ggf. nachzureichen wäre. In
unserer Folgeberechnung haben wir den Wert der Nebenkosten aus dem Nachweisjahr 2012
herangezogen und entsprechend der allgemeinen Kostensteigerungen erhöht. Die Mittel in
Höhe von 124.600 € müssen im Kernhaushalt etatisiert werden. (KST 051-004-1011,
SK 7128000, KTR 3660-10)
3. Bereich Schülerbetreuung (Schulamt)
siehe hierzu Magistratsvorlage vom 24.7.2014 „Planungsprozess Schulkindbetreuung zum
Schuljahr 2014/2015“
Zuschüsse / Ausgaben: 65.183 € (651,83 € /Platz/Schuljahr)
Zuschuss Ferienbetreuung: 7.913 € (158,26 €/Platz/ 6 Wochen für 50% der Gesamtplätze)
Sachkosten: 1.250 € (Ersatzbeschaffung Mobiliar, Spielzeug…)
Gesamtkosten gerundet: 74.350 €
Erläuterung: Unter der Voraussetzung der Gremienbeschlüsse zu o.a. Magistratsvorlage
werden nach Fertigstellung des Gebäudes für den Betrieb Kosten in Höhe von rund 74.350,- €
(bei Betreuung von 100 Schülerinnen und Schülern) entstehen. Diese sind unter KST 040-026-
1000, SK 7128620 mit 73.100,- € und im GWG SK 0890010 mit 1.250,- € ab dem
Haushaltsjahr 2017 zu etatisieren.
anlage 1
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Anlage 1 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“ Entwurfsbeschreibung Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel Seite 1 von 3 Mitten im Quartier – Haus für Kinder und Jugendliche Das Martinsviertel ist für junge Familien sehr attr aktiv – daraus resultiert ein großer Bedarf an Betreuungseinrichtungen für die Altersstufen von 0-15 Jahren. Mitten im Quartier - ist das von allen Seiten gut erreichbare Grundst ück Ecke Ruthstraße/Pankratiusstraße für diese Nutzung ideal gelegen. Das Jugendzentrum als Teil der Einrichtung erforder t eine Lage im Erdgeschoss, um dem pädagogischen Anspruch einer offenen, einladend en Einrichtung zu entsprechen, wobei die Niedrigschwelligkeit Voraussetzung ist um gut angenommen zu werden. Die geplante Lage entlang des öffentlichen Fußgängerweg s ermöglicht zudem ein Bespielen der vorhandenen Freiflächen und verhinder t eine Lärmbelästigung der Nachbarn. Die Schülerbetreuung ist ebenfalls sinnvo ll im Erdgeschoss unterzubringen. Es wird vorgeschlagen, den Zugang a ufgrund der fußläufigen Erschließung aus der Schillerschule entlang der Mül lerstraße an der Ecke Pankratius- /Ruthsstraße anzuordnen. Für die 7 Gruppenräume der Kindertagesstätte ist wiederum ein direkter Zugang zur Außenspielfläche möglich. Der vorgeschlagene zweigeschossige Baukörper löst m it einer zunächst ungewöhnlichen Funktionsverteilung – Kindertagesstä tte im Obergeschoss, Jugendzentrum und Schülerbetreuung im Erdgeschoss – die teilweise widersprüchlichen Anforderungen. Städtebaulich wird mit der Randbebauung der Grundstückskanten das Konzept des Bebauungsplanentw urfs aufgegriffen und die Pankratiusstraße angemessen stadträumlich gefasst; zugleich vermittelt der Baukörper zwischen den unterschiedlichen Maßstäben des Kontexts mit den Großbauten der TU und der heterogenen Wohnbebauung des Martinsviertels. Durch das Zurücknehmen der Bauflucht wird der Bürgersteig für die Nutzung angemessen verbreitert. Eine Einbuchtung der Bauflucht ermögli cht die vorhandene Baumgruppe zu erhalten und den Straßenraum zu einem angemessen en Vorplatz zum Bringen und Abholen der Kinder zu erweitern. Ein begrünter Innenhof bildet das Herz der neuen, r ingförmig um diese Mitte organisierten Kindertagesstätte im Obergeschoss. De r Innenhof ist auf das Obergeschoss ‚angehobenen’, damit nur eingeschossig und so sehr gut besonnt. Die geforderten Funktionszusammenhänge sind überall optimal erfüllt; die Gruppen- und Intensivräume sind an den Stirnseiten angeordne t – zum öffentlichen Durchgang die Räume der U7, zur Ruthstraße die Räume der U3, so dass die gewünschte Gliederung der Altersgruppen gegeben ist. Keine dun klen Flure sondern helle, zum Innenhof raumhoch verglaste, damit abwechslungsreic he Kommunikations- und Spielflächen erschließen die Gruppenbereiche und si chern eine einfache und überschaubare Orientierung. Der starke Bezug zum sc hönen Außenraum erlaubt den Kindern den Wechsel der Jahreszeiten zu beobachten. Durch die großzügigen, leicht bedienbaren Schiebefenster kann der Außenraum schwe llenfrei in die Betreuung eingebunden werden. Entlang den Erschließungsfläche n ist Stauraum für Spiel- und Bastelmaterial integriert. Anlage 1 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“ Entwurfsbeschreibung Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel Seite 2 von 3 Direkt an den Eingangsbereich schließt die zentrale Garderobe an, um die Unruhe des Bringens, aber auch etwaigen Schmutz vom Betreuungs bereich zu trennen. Aus der Küche kann die Mittagsversorgung der U3-Kinder in d en Gruppenräumen und der U7- Kinder im Essraum mit kurzem Weg erfolgen. Der zwei seitig belichtete Mehrzweckraum liegt zentral zwischen den Gruppenber eichen mit direkt anschließenden Nebenräumen für Material etc. Das Dach ist leicht modelliert, als Gründach gestal tet und orientiert sich bewusst nicht an dem Steildach der benachbarten Wohnbebauun g. Im Inneren führt dies zu abwechslungsreichen Raumerlebnissen, – hoch, niedri g - flach, schräg – Dächer und auch Oberlicht/ Seitenlicht wechseln. Hierdurch, so wie durch die variierende Wegeführung und die optischen Verkürzungen der Knic kungen wird eine lebendige Kleinmaßstäblichkeit erzielt, die der Altersgruppe der Kinder gerecht wird. Der Innenhof kann von allen Seiten betreten werden und ist für die Betreuer gut einsehbar. Die an die Gruppenräume angrenzenden Flä chen können von den jeweiligen Gruppen bespielt und gestaltet werden. S ämtliche Flächen sind naturnah gestaltet, mit größtmöglich unversiegelten Flächen. Sanfte Höhenmodulationen mit Balancierstangen o. dergl. gliedern die Fläche und tragen zur Stärkung der taktilen Fähigkeiten der Kinder bei. Das auskragende Obergeschoss der Kindertagesstätte markiert den zurückliegenden Eingang des Jugendzentrums an der Südwestecke. Der Mehrzweckraum öffnet sich schaufensterartig zum öffentlichen Durchgang, lädt ein zum Mitmachen und eignet sich ideal, um wie angedacht, als Quartierscafé gen utzt zu werden. Daran folgen zur Pankratiusstraße die Gruppenräume, sowie seitlich der interne Bürobereich. Die Schülerbetreuung wird von der gegenüberliegende n Ecke (Pankratius- /Ruthstraße) betreten, mit dem zentralen Raum für d ie Mittagsversorgung in unmittelbarer Eingangsnähe. Jeweils 2 Betreuungsräu me sind mit mittigem Kleinraum und Sanitärbereich nach dem Bild der ‚Ler nlandschaften‘ konzipiert und zur Ruth- bzw. Pankratiusstraße ausgerichtet. Die Kindertagesstätte wird über den beschriebenen V orplatz erschlossen, mit einem gut proportionierten Foyer, von dem optional auch d ie anderen Einrichtungen betreten werden können. Eine freitragende Treppe und ein Auf zug führen zur Betreuungsebene im Obergeschoss. Die unterschiedliche Lage der Eing änge ermöglicht eine klare Adressbildung und Identifikation, aber auch die kon fliktfreie Nutzung der 3 Einrichtungen. Durch die Nebeneingänge am zentralen Foyer der Kita werden Synergien aber auch etwaig geänderte Nutzungskonzepte ermöglicht. Aus der Gebäudestruktur ‚Innenhof im Obergeschoss‘ ergibt sich im EG ein Hohlraum, der für die erforderlichen Stellplätze genutzt werden kann (Zufahrt über Ruthstraße). Durch die zurückhaltende, der Bauaufgabe angemessen e Architektursprache, fügt sich der Baukörper sehr gut in den heterogenen Kont ext ein. Im Inneren wird eine bergende, aber zugleich heitere, freundliche und lichtdurchflutet helle Atmosphäre der Offenheit und Kommunikation erzielt als Voraussetzu ng für entspanntes Heranwachsen und Lernen. Die vorgesehene Materialit ät stärkt die in der räumlichen Komposition bereits vorhandene Qualität mit hell ge öltem Holzboden, und Anlage 1 zur Magistratsvorlage “Neubau Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel“ Entwurfsbeschreibung Kinder- und Jugendzentrum Martinsviertel Seite 3 von 3 holzfarbigen Fensterprofilen. Farbige Vorhänge ermö glichen je nach Nutzung immer wieder abwechselnde Raumstimmungen mit unterschiedl icher Transparenz zum Außenraum und zu den Gemeinschaftsflächen. Sämtlich e Oberflächen sind strapazierfähig und so für die Nutzung dauerhaft ge eignet – bei der Materialwahl sind die Nachhaltigkeit, der Lebenszyklus und die Schonu ng der natürlichen Ressourcen besonders berücksichtigt. Alle Räumlichkeiten des G ebäudes sind barrierefrei zu erreichen. Das klare, über beide Geschosse durchgehende Konstr uktionssystem mit wirtschaftlichen Spannweiten und aussteifenden Kern en in Massivbauweise ist einfach herstellbar. Sämtliche unverrückbare Infrastrukture inrichtungen (Aufzug, WC, Vertikalschächte) sind in den Kernen zusammengefass t. Die dreifach verglasten transparenten Flächen ermöglichen optimale passive Sonnenenergienutzung, Vertikalmarkisen aus Screengewebe stellen den sommerlichen Wärmeschutz sicher. Die kompakte Baukörperdisposition gewährleistet ene rgetisch minimale Transmissionswärmeverluste. Die hohe Tageslichtauto nomie aller Nutzungsbereiche sowie effiziente Beleuchtungskomponenten reduzieren den Primärenergiebedarf weiter. Die Beheizung erfolgt energetisch sinnvoll über eine Fußbodenheizung, so dass die Speichermasse des Bodens in das Energiekonzept eingebunden werden kann. Im Inneren sind keine in der Nutzung störende Heizkörp er erforderlich und die Kinder können auf warmen Fußböden spielen. Effiziente Anla gentechnik (unter Verwendung von regenerativen bzw. primärenergetisch günstigen Energieträgern sowie ein in der Herstellung und im Betrieb wirtschaftliches Haustec hnikkonzept ermöglichen eine hohe Energieeffizienz des Gebäudes.
Beratungsverlauf (6)
Orte (2)
- Pankratiusstraße 14
- Ruthsstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0328
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.08.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00