A-R/0056/2021
Zu Ehren des Kanzlers der Einheit – eine Helmut-Kohl-Straße in Münster
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a-r-0056-2021-CDU-Helmut Kohl Straße
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0056/2021 RATSANTRAG Münster, 08.06.2021 Zu Ehren des Kanzlers der Einheit – eine Helmut-Kohl-Straße in Münster Der Rat möge beschließen: Die Stadt Münster widmet Helmut Kohl ein bleibendes Andenken und würdigt sein umfangreiches Wirken durch die Benennung einer Straße oder eines Platzes an zentraler Stelle nach Helmut Kohl. Die Verwaltung wird hierfür beauftragt, einen der Person geeigneten Standort vorzuschlagen. Begründung: In Anerkennung seiner Leistungen als Bundeskanzler, insbesondere für die deutsche Wiedervereinigung soll in Münster eine Straße oder ein Platz nach dem verstorbenen früheren Bundeskanzler Helmut Kohl benannt werden. Seine herausragenden Leistungen für ein vereintes Deutschland in einem friedlichen gemeinsamen Europa sollen für alle Bürger sichtbar gewürdigt und die Erinnerungskultur in unserem Land weiter gestärkt werden. Helmut Kohl setzte auf die Politik der Westintegration, verlor aber auch den Osten nie aus dem Blick. Für finanzielle Leistungen verlangte er mit Erfolg von der DDR humanitäre Gegenleistungen. In der 1980er Jahren erreichte Kohl damit beispielsweise den Abbau der Selbstschussanlagen und die Reduzierung der Anwendung der Todesstrafe in der DDR. Nach über dreißig Jahren der deutschen Einheit wird uns beim Blick zurück wieder bewusst, dass die Wiedervereinigung 1989/90 keine Selbstverständlichkeit war. Nur durch kluges und durchsetzungsstarkes Agieren des damaligen Bundeskanzlers konnte Deutschland vereinigt werden. Helmut Kohl war vor allem überzeugter Europäer. In den 16 Jahren seiner Amtszeit hat er dafür gesorgt, dass die Europäische Union noch weiter zusammenwachsen konnte. Seine außenpolitische Hauptaufgabe sah er vor allem in der Weiterentwicklung der europäischen Gemeinschaftsbildung. Auf Kohls Politik ist das Schengen-Abkommen zum schrittweisen Abbau der Personenkontrollen an den Binnengrenzen zurückzuführen. Unter Kohl kam es zum Vertrag von Maastricht und zur Gründung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, dem Amsterdamer Vertrag sowie zur Einführung des Euro als gemeinsame Währung. Von Helmut Kohl stammt das Zitat: „Europa ist unsere Zukunft. Europa ist unser Schicksal“. Dessen sollten wir uns in der aktuellen Krise bewusst sein, denn in Krisenzeiten zeigt sich die wahre Belastbarkeit der europäischen Zusammenarbeit. Die europäische Einigung löste die Blockstellungen des Kalten Krieges auf friedlichem Wege auf. Die EU erweiterte sich nach Osten. Kohls europafreundliche Politik der Gemeinschaft trug stark dazu bei, weiterhin bestandene Vorbehalte gegenüber Deutschland zu lösen und der Deutschen Einheit zuzustimmen. Für Kohl war die Wiedervereinigung Deutschlands stets mit der Europäischen Einigung verbunden. Helmut Kohl hat sich in hohem Maße um Deutschland und Europa verdient gemacht und seine Verdienste sollen gebührend berücksichtigt werden. Nicht ohne Grund ist er einer von insgesamt nur drei Ehrenbürger Europas. Es ist die Aufgabe der nachfolgenden Generationen, unsere Aufgabe, das Erbe Helmut Kohls zu bewahren. gez. Stefan Weber und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0056/2021
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 14.06.2021
- Erstellt
- 14.06.2021 15:13