1388/2017
Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim; VEP; Einleitungsbeschluss und Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage 3 (Planungskonzept)
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Neurather Weg Deutsche Bahn Deutsche Bahn Deutsche Bahn Deutsche Bahn Von-Galen-Straße III III III III III III III III III III III III III III II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II IIII II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II I I I I I I III I I II II I I I I I I I I I I IV I II I II II II II I I I I I ehem. Fort Cottbuser Straße Deutsche Bahn Höhenhauser Ring Neurather Weg Autobahn A3 Autobahn A3 Berliner Straße II II II II II II II IV IV IV Flurstücke 1262/1699/1703 Erweiterungsfläche 17.300 m² Berliner Straße Flurstück 853 Winterquartier 10.036 m² Neurather Weg / Circus-Roncalli-Weg Zu-/Abfahrt alternativ Vordach Vordach -1.30 Vordach Hof Zufahrt Schranke Parkpalette I I I I I III III Fahrzeug- und Lagerhalle Pförtner und Parken Kranbahn Werkstätten Werkstätten Werkhof Laderame mit Lastenaufzug Werkstätten II I II I III III II 05 ± 0.00 Arkaden Arkaden Shop Café 08 Remisenvorbau Museum Besucher-eingang 01 Wohnung/Direktion 02 03 II II II II I I I Eventhalle Museum Museum 06 II Museum Druchfahrt EG Druchfahrt EG Druchfahrt EG Besucher-eingang II 07 III und Wagenhalle Arkaden Druchfahrt EGDruchfahrt EG 07 und Wagenhalleund Wagenhalleund Wagenhalle Museum/Werkstätten Planungsstudie Roncalli - Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co.KG Städtebauliches Konzept M1:1000 auf DIN A4 (70%) verkleinert Schnitt A-A o.M. Neurather Weg Deutsche Bahn Deutsche Bahn Deutsche Bahn Deutsche Bahn Von-Galen-Straße III III III III III III III III III III III III III III III III II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II IIII II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II II III III III II II I I I I I I I I I I I II I I I I I I I I I I I II III I I II II I I I I I I I I I II IV IV IV IV I I I I I I IV I II I II IV IV IV IV IV II II II I I I I I Neurather Weg Berliner Straße Cottbuser Straße Berliner Straße Autobahn A3 Autobahn A3 Neurather Weg Höhenhauser Ring Deutsche Bahn Höhenhauser Ring Berliner Straße ehem. Fort Flurstück1699 EF 1.642 m² Flurstück 1262 Erweiterungsfläche 15.511 m² Flurstück 853 Winterquartier 9.990 m² Flurstück 922 EF 1.598 m² Flurstück 1703 EF 372 m² A A Anlage 3 5.0 5.0 4.0 Neurather Weg Kranbahn Werkhof LadezoneCafé Eventhalle Museum/ Werkstätten Werkstätten/ Logistik 3.2 3.2 5.2 4.5 5.0 5.0 1.5 5.0 5.0 1.5 11.5 2.34.0 10.75 60.00 10.685 10.75 60.00 10.685 Schreinerei/ OG: Lager EG: Garagen Maler Spritzhalle überdachte Laderampe 5.05.0 Eventhalle Museum/ Werkstätten -1,30 ± 0,00 ± 0,00 -1,30 Wagenbau Ladezone 1.2 3.3 5.5 5.2 11.5 10.75 60.00 10.685 5.0 1.5 5.0 1.5 -1,30 ± 0,00 Neurather Weg Café Eventhalle Museum/ Werkstätten Werkhof und Werkstätten Werkstätten Umfahrt und GrünstreifenLaderampeKranbahn Fahrzeug- und Lagerhalle
Anlage 0 (Dringlichkeit)
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A N L A G E 0 613müss1388-2017masb Beschluss über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebau- ungsplan) und zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim Vorlage 1388/2017 hier: Begründung der Dringlichkeit zur Behandlung der Beschlussvorlage in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) am 29.05.2017 Mit dem beabsichtigten Bebauungskonzept soll zügig Planungsrecht für das von Herrn Bernhard Paul entwickelte Museumskonzept geschaffen werden. Ein großer Teil der notwendigen Fachgut- achter ist bereits beauftragt. Vor diesem Hintergrund soll daher auch ohne Anwendung des § 13 a BauGB ein möglichst zügiges Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Mit der in der Vorla- ge angestrebten Beschlussfolge kann noch vor der Sitzungspause im Sommer der Einleitungsbe- schluss eingeholt werden und in den Sommermonaten ohne größeren Zeitverlust an der Konkreti- sierung der Planung gearbeitet, sowie weitere Planungsschritte vorbereitet werden.
Anlage 1 (Geltungsbereich)
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Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von0LWJOLHGHUQGHV5DWHVGHU$XVVFKVVHXQGGHU%H]LUNVYHUtretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zuGLHVHP7DJHVRUGQXQJVSXQNWQLFKWWHLOQHKPHQGUIHQ Anlage 1 0DVWDEN StadtplanungsamtGeltungsbereich des vorhabenbezogenen BebauungsplanesCircus-Roncalli-WegLQ.|OQ0OKHLP 0 10050 200300 Meter
Anlage 2 (Erläuterungstext zum städtebaulichen Konzept)
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/ 2 A N L A G E 2 1388/2017 Begründung zum städtebaulichen Planungskonzept (vorhabenbezogener Bebauungsplan); Arbeitstitel: Circus Roncalli-Weg in Köln-Mülheim 1. Plangebiet Das Plangebiet liegt im Stadtbezirk 9/Köln-Mülheim, Stadtteil Mülheim. Es umfasst das circa 10 000 m² große Grundstück des Winterquartiers des Circus Roncalli sowie drei südwestlich angrenzende insgesamt circa 17 500 m² große städtische Grundstücke (Flurstü- cke 1262,1699 und 1703). Das Gelände wird in weiten Teilen durch den Neurather Weg im Nord- osten, die Bahntrasse der Deutschen Bahn im Nordwesten und eine Grabelandfläche im Süden begrenzt. Am Neurather Weg grenzen gewerbliche Flächen südöstlich an das Winterquartier- grundstück. Ein Mehrfamilienhaus sowie ein Hindu-Tempel schließen im Nordwesten an. Die städ- tischen Grundstücke verfügen über einen Zugang zum Neurather Weg im Norden und zur Berliner Straße im Osten. An der Berliner Straße grenzt nördlich des Zugangs zur Berliner Straße eine Parzelle mit Wohnungsbau an, südlich schließt eine geschlossene Gebäudezeile mit schmalen Stadthäusern an. Die Umbenennung des Neurather Wegs in Circus-Roncalli-Weg ist bereits beschlossen und wird in Kürze vollzogen. Auf dem Grundstück des Zirkus befinden sich das Wohnhaus des Direktors, das Bürogebäude des Unternehmens sowie das Winterquartier mit Werkstätten, Lager und Logistikflächen. Die städti- schen Parzellen 1262 und 1703 liegen brach beziehungsweise werden in Teilen als Grabeland genutzt. Die ebenfalls unbebaute Parzelle 1699 wird von einem Autohändler genutzt. 2. Anlass und Ziel der Planung Seit über 30 Jahren ist der renommierte Circus Roncalli in Köln-Mülheim beheimatet. Der Stamm- sitz, das historische Winterquartier des Circus Williams, beherbergt neben dem Wohnhaus des Roncalli-Gründers und -Direktors, Bernhard Paul, zahlreiche Werkstätten, Teile der Logistik sowie die umfangreiche Sammlung von Originalstücken aus der Welt des Zirkus und wertvolle Zeugen der "guten alten Zeit". In den letzten Jahrzehnten ist Roncalli mit mehreren Firmen und Unternehmensteilen stetig ge- wachsen. In Köln-Porz entstand ein zweiter Standort des Unternehmens, der den Fuhrpark beher- bergt. Die Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co. KG (Vorhabenträgerin) beabsichtigt nun, das Unter- nehmen an einem Standort zu bündeln und zugleich mit dem Bau eines Museums die umfangrei- chen Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu sollen die drei städtischen Parzellen erworben und ein Teil der Nutzungen des Winterquar- tiers, die Werkstätten und der Fuhrpark dorthin verlagert werden. Auf der vorhandenen Liegen- schaft des circa 10 000 m² großen Winterquartiers soll dann das neue Museum entstehen. Hierfür sollen die vorhandenen Bauten in Teilen aufgestockt und durch Neubauten wie eine neue Halle im Zentrum des Grundstücks ergänzt werden. Mit dem Projekt kann das im Umbruch befindliche Ge- werbeareal am Neurather Weg, welches durch den Neubau von Wohnungen und den Hindu- Tempel bereits eine Änderung erfahren hat, weiter aufgewertet werden. - 2 - / 3 Ziel des Projektes ist es, das traditionsreiche Unternehmen mit seinen insgesamt 150 Beschäftig- ten an seinem Kölner Standort zu sichern und für eine zukunftsfähige Entwicklung breiter aufzu- stellen. Mit der musealen Nutzung reiht es sich ein in die wachsende Gruppe neuer Kultur- und Eventstandorte im Stadtbezirk Mülheim und trägt so zu einer Aufwertung bei, ohne zugleich hand- werkliche Arbeitsplätze am Standort zu verdrängen. Nicht zuletzt kann das mit öffentlichen Ver- kehrsmitteln gut erreichbare Areal ein attraktives, stadtweit bedeutsames Freizeitangebot für Köl- ner Bürgerinnen und Bürger werden. Planungsziel des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ist es, die planungsrechtlichen Voraus- setzungen für die Erweiterung des Areals mit den gewerblichen und logistischen Nutzungen im Südwesten sowie den Umbau, die Aufstockung und Ergänzung der Bestandsbauten für museale und Eventnutzungen auf dem Bestandsgrundstück zu ermöglichen. 3. Planungsvorgaben 3.1 Bebauungsplan Für das Plangebiet existiert kein Bebauungsplan. 3.2 Gebietsentwicklungsplan Der Regionalplan stellt das Plangebiet als „Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB)“ dar. Darüber hinaus wird das Gebiet als Teil einer Fläche mit der Freiraumfunktion „Grund- wasser- und Gewässerschutz“ dargestellt. Die Planziele des vorhabenbezogenen Bebauungspla- nes entsprechen somit den Darstellungen des Regionalplans. 3.3 Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan stellt das Areal als "Gewerbegebiet" (GE) dar. Das Plangebiet ist Teil des Gewerbegebietes, das südlich des Neurather Weges und westlich der Berliner Straße bis zu der Bahntrasse im Westen reicht. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan kann somit aus dem Flächennutzungsplan entwickelt werden. 3.4 Landschaftsplan Im Landschaftsplan (LP) ist das Plangebiet als „Innenbereich gemäß § 34 BauGB“ und „Bauflä- chen gemäß BP (Bebauungsplan)“ dargestellt. Westlich des Planungsgebiets grenzt ein geschütz- ter Landschaftsbestandteil an (LB9.31). Nördlich des Neurather Wegs befindet sich ein Land- schaftsschutzgebiet (L26). 4. Bebauungsplanverfahren Der Bebauungsplan soll als vorhabenbezogener Bebauungsplan gemäß § 12 Baugesetzbuch (BauGB) aufgestellt werden. 5. Planungskonzept 5.1 Bebauungskonzept Das städtebauliche Konzept sieht unter weitgehendem Erhalt der bestehenden städtebaulichen Struktur eine Ergänzung des Bestandes durch eine weitere Hofanlage im Südwesten vor. Der be- stehende nördliche Hof - auf dem Areal des Winterquartiers - rahmt den Neubau einer Eventhalle ein, die im Zentrum des neuen Museumsquartiers das Herz der Anlage bilden und um einen Café- Neubau ergänzt werden soll. Die umliegenden Hallen sollen für museale Nutzungen umgebaut und aufgestockt werden. - 3 - / 4 Nach Südwesten wird die Anlage auf den städtischen Flächen um einen zweiten Hof ergänzt. Die- ser soll als Werkhof ausgebildet werden und die bisher auf dem Winterquartier vorhandenen Nut- zungen sowie den Fuhrpark aufnehmen. Die bestehenden Gebäude mit ihren circa 10.000 m² Bruttogeschossflächen (BGF) sollen um circa 11 000 m² BGF auf insgesamt circa 21 000 m² BGF erweitert werden. 5.2 Nutzungskonzept Museumsbereich Auf dem Grundstück des ehemaligen Winterquartiers soll unter dem Arbeitstitel "Boulevard of bro- ken dreams" die größte europäische Sammlung rund um die Geschichte des Zirkus in aller Welt präsentiert werden. Hier sollen, neben der Welt der Manege auch die Historie des Varieté, die Ge- schichte des Jahrmarktes und der alten Karusselle erlebbar werden. Plakate sind genauso Be- standteil der Sammlungen wie eine Bibliothek und ein umfangreiches Filmarchiv mit zahlreichen Raritäten. Zudem verfügt Roncalli über die größte Sammlung historischer Läden. Dieses besonde- re Museums- und Erlebniskonzept soll in den jetzigen Hallen des Winterquartiers verwirklicht wer- den, wo auch ein Café-Neubau sowie ein Shop in dem derzeitigen Bürogebäude entstehen soll. Das Wohnhaus des Direktors bleibt erhalten und wird weiterhin zum Wohnen genutzt. Der Museumsbereich soll nach heutiger Planung an den verlängerten Wochenenden von Donners- tag bis Sonntag jeweils von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein. Er soll darüber hinaus den Rahmen für die Veranstaltungen in der Eventhalle bilden. Über die Besucherzahlen des Museums lassen sich wegen fehlender Erfahrungswerte derzeit keine abschließenden Angaben machen. Es wird mit mehreren Hundert Besuchern an den verlängerten Wochenenden gerechnet. Eventbereich Eingerahmt vom Museumskomplex soll eine Eventhalle entstehen, die ein historisches schmiede- eisernes Zirkus-Kuppeldach aus Brüssel aus dem Jahr 1900 erhalten soll. Diese Veranstaltungs- halle soll flexible Nutzungen in den verschiedensten Größenordnungen ermöglichen. Sie soll von den Kölner Bürgerinnen und Bürgern für Familienfeiern und große Feste ebenso genutzt werden können wie von Firmen, Institutionen und Vereinen für repräsentative und außergewöhnliche Events. Zudem möchte sich Roncalli hier auch für Kölner Veranstaltungsreihen wie "Musik bezie- hungsweise Literatur in den Häusern der Stadt" oder die "Passagen" öffnen. Darüber hinaus wird sich Roncalli hier mit seiner Traumwelt zum Beispiel in Form von Dinnershows wie "Panem et Cir- censes" präsentieren. Der Eventbereich wird in wandelbaren Räumlichkeiten Nutzungsmöglichkeiten für Veranstaltungen von 60 bis 1 000 Besuchern haben. Feste Öffnungszeiten für die Eventhalle soll es nicht geben, sie werden sich vielmehr aus der jeweiligen Nutzung ergeben. Werkhof Der Werkhof soll die gewerblichen Nutzungen sowie den Fuhrpark der Firma beherbergen. Hier werden das Einstellen, der Bau und die Reparatur der zahllosen Roncalli-Zirkuswagen gebündelt. Dazu sollen die Werkstätten für die circa 45 ganzjährig beschäftigten, hochspezialisierten Hand- werker in den relevanten Gewerken Schreinerei, Schlosserei, Elektriker, Bühnenbildner, Fahrzeug- lackierer, Fahrzeugbau- und Fahrzeugwartung aus dem bisherigen Winterquartier hierher verlagert werden. Betriebszeiten sind Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr. Zudem sollen hier die Zelte gelagert und all die Sammlungsteile untergebracht werden, die temporär nicht im Museumskom- plex gezeigt werden können. Auch Teile der Verwaltung können hier angesiedelt werden. 5.3 Erschließungskonzept Lkw-Erschließung Die Erschließung des Werkhofs im Südwesten des Plangebietes soll über eine Zufahrt an der Ber- liner Straße erfolgen. - 4 - / 5 Pkw- Erschließung Die Pkw-Erschließung wird über eine neue Zufahrt im Norden des Neurather Weges erfolgen. Eine untergeordnete Rolle wird der derzeitige Hauptzugang zu dem Winterquartier am Neurather Weg spielen. Da hier künftig der fußläufige Haupteingang in das Museumsareal liegen soll, werden nur untergeordnete Anlieferungen hierüber erfolgen. Ruhender Verkehr Der Bedarf an Parkplatzflächen für Besucher wird derzeit auf circa 150 Stellplätze geschätzt. Diese sollen in Parkpalletten im Westen untergebracht werden. Circa 50 weitere Stellplätze für Betriebs- angehörige sollen auf einem Parkplatz im Südosten des Plangebietes verortet werden. Bushaltestelle für Touristen-Busse Für größere Besuchergruppen sollen vor dem Haupteingang am Neurather Weg zwei Stell- bezie- hungsweise Halteplätze für Busse vorgesehen werden. ÖPNV Das Plangebiet ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Die Stadtbahn- und Um- steigestelle "Mülheim Berliner Straße" liegt circa 800 Meter entfernt. Sie wird von der im 10- Minu- ten-Takt fahrenden Stadtbahnlinie 4 sowie von fünf unterschiedlichen Buslinien (151, 152, 155, 260, 434) bedient. Mit der Stadtbahnlinie 4 kann der Neumarkt in 28 Minuten direkt erreicht wer- den. Im Nahverkehrsplan ist hier außerdem ein neuer S-Bahn-Haltepunkt geplant, konkrete Pla- nungen sind derzeit jedoch nicht bekannt. Des Weiteren befindet sich die Bushaltestelle Neurather Weg in 400 Meter Entfernung, die von den Buslinien 155, 260 und 434 ebenfalls angefahren wird. Fußläufige Erschließung Die fußläufige Erschließung soll über den Neurather Weg erfolgen. Der heutige Zugang zum Win- terquartier soll den künftigen Haupteingang für die Museumsbesucher bilden. 6. Auswirkungen der Planung Für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Circus-Roncalli-Weg in Köln- Mülheim" werden eine formale Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 BauGB für die Belange nach § 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt und ein Umweltbericht mit den Ergebnissen der Umweltprüfung erstellt. 6.1 Verkehr Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt, die insbe- sondere eine Abschätzung der Mehrverkehre vornehmen und ggf. erforderliche verkehrliche Maß- nahmen definieren soll. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 6.2 Flora und Fauna Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine Artenschutzprüfung durchgeführt, die die zu er- wartenden Auswirkungen auf Flora und Fauna untersucht und eventuelle erforderliche Maßnah- men definieren soll. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 6.3 Lärm Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine schalltechnische Untersuchung erstellt, die die Auswirkungen der Planung untersuchen soll und eventuelle Maßnahmen zum Lärmschutz defi- niert. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. - 5 - 6.4 Klima In der Umweltprüfung wird untersucht, welche Maßnahmen festgesetzt werden können, um die klimatischen Auswirkungen der Planung zu minimieren. Detaillierte Aussagen dazu werden im wei- teren Planverfahren ergänzt. 6.5 Gewässer Im Plangebiet oder in der näheren Umgebung verlaufen keine Gewässer. 6.6 Boden/Altlasten Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird der Standort auf Altlasten untersucht. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 7. Plandurchführung Die Vorhabenträgerin verhandelt derzeit mit der Stadt Köln über den Erwerb der städtischen Grundstücke. Ein Eigentumsübergang soll kurzfristig erfolgen. Somit läge die Verfügungsbefugnis über die zur Planverwirklichung notwendigen Grundstücke vor. Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt, werden die Planungs- und Er- schließungskosten von der Vorhabenträgerin übernommen. Der Stadt Köln entstehen keine Kos- ten. Es ist eine kurzfristige Umsetzung der Planung vorgesehen. 8. Gutachtenbedarf Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüfung durchgeführt, deren Ergebnisse in ei- nem Umweltbericht dargestellt werden. Folgende Gutachten werden nach derzeitigem Kenntnis- stand im Rahmen der Umweltprüfung beziehungsweise des weiteren Bebauungsplanverfahrens erforderlich: Artenschutzprüfung Verkehrsuntersuchung Lärmgutachten Bodenuntersuchung
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 Wegm KeSB Vorlagen-Nummer 1388/2017 Freigabedatum 29.05.2017 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Beschluss über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) und zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim Beschlussorgan Stadtentwicklungsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Stadtentwicklungsausschuss 1. beschließt, nach § 12 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ein Bebauungsplanverfahren (vorha- benbezogener Bebauungsplan) für die Flurstücke 853, 1262, 1699 und 1703 der Gemarkung Dünnwald, Flur 61 –Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim– einzuleiten mit dem Ziel, den vorhandenen Standort zu einem Museumskomplex mit Lager und Werkstattflächen zu ent- wickeln; 2. nimmt das städtebauliche Planungskonzept zur Kenntnis und beschließt die Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 BauGB nach Modell 1 (Aushang). Alternative: Der Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) wird abgelehnt, da die städtischen Flächen nicht in das Vorhaben einbezogen werden sollen. Damit ver- bleibt die Neuordnung und Optimierung im Bestand mit der entsprechenden baulichen Nutzung, die sich in Art und Maß in die nähere Umgebung einfügt. Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 Wirtschaftsausschuss 22.06.2017 Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Der Circus Roncalli hat seit dem Jahr 1984 in Köln-Mülheim, Neurather Weg 7, sein festes Winter- quartier. Neben dem Wohnhaus des Roncalli-Gründers und -Direktors, Bernhard Paul, sind zahlrei- che Werkstätten, Teile der Logistik sowie die umfangreiche Sammlung von Originalstücken aus der Welt des Zirkus hier vorzufinden. Die Umbenennung des Neurather Wegs in Circus-Roncalli-Weg ist bereits beschlossen und wird in Kürze vollzogen. In den letzten Jahrzehnten ist Roncalli mit mehreren Firmen und Unternehmensteilen stetig gewach- sen. In Köln-Porz entstand ein zweiter Standort des Unternehmens, der den Fuhrpark beherbergt. Für die Zukunft beabsichtigt die Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co. KG (Vorhabenträgerin) jedoch, sämtliche Lagerhallen und Werkstätten an einem Standort zu konzentrieren. Zudem sollen mit dem Bau eines Museums die umfangreichen Sammlungen an ausgewählten Wochenenden der Öffentlich- keit zugänglich gemacht werden. Auch sollen zukünftig Veranstaltungen rund um das Thema Zirkus in den neuen Gebäuden stattfinden und Räume für Feiern zur Verfügung stehen. Für das Vorhaben sind zusätzliche Flächen notwendig. Hierfür bietet sich die Fläche südwestlich des Winterquartiers zwischen Berliner Straße, Neurather Weg und Bahntrasse an. Die Vorhabenträgerin möchte die drei städtischen Parzellen zeitnah erwerben. Es handelt sich insgesamt dann um ein etwa 27 500 m² großes Plangebiet. Ziel der Planung ist es, das traditionsreiche Unternehmen mit seinen insgesamt 150 Beschäftigten an seinem Kölner Standort zu sichern und für eine zukunftsfähige Entwicklung breiter aufzustellen. Mit der musealen Nutzung reiht es sich ein in die wachsende Gruppe neuer Kultur- und Eventstandorte im Stadtbezirk Mülheim und trägt so zu einer Aufwertung bei, ohne zugleich handwerkliche Arbeits- plätze am Standort zu verdrängen. Nicht zuletzt kann das mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut er- reichbare Areal ein attraktives, stadtweit bedeutsames Freizeitangebot für Kölner Bürgerinnen und Bürger werden. Zur geordneten städtebaulichen Entwicklung ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. Der Bebauungsplan soll als vorhabenbezogener Bebauungsplan gemäß § 12 Baugesetzbuch (BauGB) aufgestellt werden. Der Antrag auf die Einleitung des Verfahrens wurde am 20.02.2017 ge- stellt. Anlagen 1 Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 2 Erläuterungstext zum städtebaulichen Konzept 3 Städtebauliches Planungskonzept
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1388/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 23.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27