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1388/2017

Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim; VEP; Einleitungsbeschluss und Beschluss zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung

Beschlussvorlage Ausschuss 23.06.2017

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Anlage 3 (Planungskonzept)

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Ansehen

Anlage 0 (Dringlichkeit)

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Ansehen

Anlage 1 (Geltungsbereich)

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Ansehen

Anlage 2 (Erläuterungstext zum städtebaulichen Konzept)

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Ansehen

Beschlussvorlage Ausschuss

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Ansehen

Anlage 3 (Planungskonzept)

3033 Zeichen

Neurather Weg 
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Von-Galen-Straße
III
III
III
III
III
III
III
III
III
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III
III
III
III
II
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IV
I
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II
I
I
I
I
I
ehem. Fort
Cottbuser Straße
Deutsche Bahn
Höhenhauser Ring
Neurather Weg 
Autobahn A3
Autobahn A3
Berliner Straße
II
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II
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II
IV
IV
IV
Flurstücke 1262/1699/1703
Erweiterungsfläche
17.300 m²
Berliner Straße
Flurstück 853
Winterquartier
10.036 m²
Neurather Weg / Circus-Roncalli-Weg
Zu-/Abfahrt 
alternativ
Vordach
Vordach
-1.30
Vordach
Hof
Zufahrt
Schranke
Parkpalette
I
I
I
I
I
III
III
Fahrzeug- und Lagerhalle
Pförtner und Parken
Kranbahn
Werkstätten
Werkstätten
Werkhof
Laderame mit Lastenaufzug
Werkstätten
II
I
II
I
III
III
II
05
± 0.00
Arkaden
Arkaden
Shop
Café
08
Remisenvorbau
Museum
Besucher-eingang
01
Wohnung/Direktion
02
03
II
II
II
II
I
I
I
Eventhalle
Museum
Museum
06
II
Museum
Druchfahrt EG
Druchfahrt EG
Druchfahrt EG
Besucher-eingang
II
07
III
und Wagenhalle
Arkaden
Druchfahrt EGDruchfahrt EG
07
und Wagenhalleund Wagenhalleund Wagenhalle
Museum/Werkstätten
Planungsstudie Roncalli - Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co.KG 
Städtebauliches Konzept M1:1000 auf DIN A4 (70%) verkleinert
Schnitt   A-A o.M.
Neurather Weg 
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Deutsche Bahn
Von-Galen-Straße
III
III
III
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III
III
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I I
I
I
I
I
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I
I I
I
I I
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I
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I
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I
I
I
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IV
IV
IV
IV
I
I
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IV
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II
II
I
I
I
I
I
Neurather Weg 
Berliner Straße
Cottbuser Straße
Berliner Straße
Autobahn A3
Autobahn A3
Neurather Weg 
Höhenhauser Ring
Deutsche Bahn
Höhenhauser Ring
Berliner Straße
ehem. Fort
Flurstück1699
EF
1.642 m²
Flurstück 1262
Erweiterungsfläche
15.511 m²
Flurstück 853
Winterquartier
9.990 m²
Flurstück 922
EF
1.598 m²
Flurstück 1703
EF
372 m²
A
A
Anlage 3
5.0 5.0
4.0
Neurather Weg
Kranbahn
Werkhof LadezoneCafé Eventhalle Museum/
Werkstätten
Werkstätten/
Logistik
3.2 3.2 5.2
4.5
5.0 5.0 1.5
5.0 5.0 1.5
11.5
2.34.0
10.75 60.00 10.685
10.75 60.00 10.685
Schreinerei/ OG: Lager
EG: Garagen
Maler Spritzhalle überdachte Laderampe
5.05.0
Eventhalle Museum/
Werkstätten
-1,30
± 0,00
± 0,00
-1,30
Wagenbau Ladezone
1.2 3.3 5.5
5.2
11.5
10.75 60.00 10.685
5.0 1.5
5.0 1.5
-1,30
± 0,00
Neurather Weg Café Eventhalle
Museum/
Werkstätten
Werkhof
und Werkstätten Werkstätten Umfahrt und GrünstreifenLaderampeKranbahn Fahrzeug- und Lagerhalle

Anlage 0 (Dringlichkeit)

1073 Zeichen

A N L A G E  0  
613müss1388-2017masb 
 
 
 
 
 
Beschluss über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebau-
ungsplan) und zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung 
Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim 
Vorlage 1388/2017 
 
hier: Begründung der Dringlichkeit zur Behandlung der Beschlussvorlage  
in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 (Mülheim) am 29.05.2017 
 
 
 
 
 
Mit dem beabsichtigten Bebauungskonzept soll zügig Planungsrecht für das von Herrn Bernhard 
Paul entwickelte Museumskonzept geschaffen werden. Ein großer Teil der notwendigen Fachgut-
achter ist bereits beauftragt. Vor diesem Hintergrund soll daher auch ohne Anwendung des § 13 a 
BauGB ein möglichst zügiges Bebauungsplanverfahren durchgeführt werden. Mit der in der Vorla-
ge angestrebten Beschlussfolge kann noch vor der Sitzungspause im Sommer der Einleitungsbe-
schluss eingeholt werden und in den Sommermonaten ohne größeren Zeitverlust an der Konkreti-
sierung der Planung gearbeitet, sowie weitere Planungsschritte vorbereitet werden.

Anlage 1 (Geltungsbereich)

369 Zeichen

Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von0LWJOLHGHUQGHV5DWHVGHU$XVVFKVVHXQGGHU%H]LUNVYHUtretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zuGLHVHP7DJHVRUGQXQJVSXQNWQLFKWWHLOQHKPHQGUIHQ
Anlage 1
0D‰VWDEN
StadtplanungsamtGeltungsbereich des vorhabenbezogenen BebauungsplanesCircus-Roncalli-WegLQ.|OQ0OKHLP
0 10050 200300 Meter

Anlage 2 (Erläuterungstext zum städtebaulichen Konzept)

14005 Zeichen

/ 2 
 
A N L A G E  2  
  1388/2017 
 
 
Begründung zum städtebaulichen Planungskonzept 
(vorhabenbezogener Bebauungsplan); 
Arbeitstitel: Circus Roncalli-Weg in Köln-Mülheim 
  
 
1. Plangebiet 
 
Das Plangebiet liegt im Stadtbezirk 9/Köln-Mülheim, Stadtteil Mülheim. 
Es umfasst das circa 10 000 m² große Grundstück des Winterquartiers des Circus Roncalli sowie 
drei südwestlich angrenzende insgesamt circa 17 500 m² große städtische Grundstücke (Flurstü-
cke 1262,1699 und 1703). Das Gelände wird in weiten Teilen durch den Neurather Weg im Nord-
osten, die Bahntrasse der Deutschen Bahn im Nordwesten und eine Grabelandfläche im Süden 
begrenzt. Am Neurather Weg grenzen gewerbliche Flächen südöstlich an das Winterquartier-
grundstück. Ein Mehrfamilienhaus sowie ein Hindu-Tempel schließen im Nordwesten an. Die städ-
tischen Grundstücke verfügen über einen Zugang zum Neurather Weg im Norden und zur Berliner 
Straße im Osten. An der Berliner Straße grenzt nördlich des Zugangs zur Berliner Straße eine 
Parzelle mit Wohnungsbau an, südlich schließt eine geschlossene Gebäudezeile mit schmalen 
Stadthäusern an. 
Die Umbenennung des Neurather Wegs in Circus-Roncalli-Weg ist bereits beschlossen und wird in 
Kürze vollzogen.  
Auf dem Grundstück des Zirkus befinden sich das Wohnhaus des Direktors, das Bürogebäude des 
Unternehmens sowie das Winterquartier mit Werkstätten, Lager und Logistikflächen. Die städti-
schen Parzellen 1262 und 1703 liegen brach beziehungsweise werden in Teilen als Grabeland 
genutzt. Die ebenfalls unbebaute Parzelle 1699 wird von einem Autohändler genutzt. 
 
 
2. Anlass und Ziel der Planung 
 
Seit über 30 Jahren ist der renommierte Circus Roncalli in Köln-Mülheim beheimatet. Der Stamm-
sitz, das historische Winterquartier des Circus Williams, beherbergt neben dem Wohnhaus des 
Roncalli-Gründers und -Direktors, Bernhard Paul, zahlreiche Werkstätten, Teile der Logistik sowie 
die umfangreiche Sammlung von Originalstücken aus der Welt des Zirkus und wertvolle Zeugen 
der "guten alten Zeit". 
 
In den letzten Jahrzehnten ist Roncalli mit mehreren Firmen und Unternehmensteilen stetig ge-
wachsen. In Köln-Porz entstand ein zweiter Standort des Unternehmens, der den Fuhrpark beher-
bergt.  
 
Die Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co. KG (Vorhabenträgerin) beabsichtigt nun, das Unter-
nehmen an einem Standort zu bündeln und zugleich mit dem Bau eines Museums die umfangrei-
chen Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.  
 
Dazu sollen die drei städtischen Parzellen erworben und ein Teil der Nutzungen des Winterquar-
tiers, die Werkstätten und der Fuhrpark dorthin verlagert werden. Auf der vorhandenen Liegen-
schaft des circa 10 000 m² großen Winterquartiers soll dann das neue Museum entstehen. Hierfür 
sollen die vorhandenen Bauten in Teilen aufgestockt und durch Neubauten wie eine neue Halle im 
Zentrum des Grundstücks ergänzt werden. Mit dem Projekt kann das im Umbruch befindliche Ge-
werbeareal am Neurather Weg, welches durch den Neubau von Wohnungen und den Hindu-
Tempel bereits eine Änderung erfahren hat, weiter aufgewertet werden.

- 2 - 
 
/ 3 
 
Ziel des Projektes ist es, das traditionsreiche Unternehmen mit seinen insgesamt 150 Beschäftig-
ten an seinem Kölner Standort zu sichern und für eine zukunftsfähige Entwicklung breiter aufzu-
stellen. Mit der musealen Nutzung reiht es sich ein in die wachsende Gruppe neuer Kultur- und 
Eventstandorte im Stadtbezirk Mülheim und trägt so zu einer Aufwertung bei, ohne zugleich hand-
werkliche Arbeitsplätze am Standort zu verdrängen. Nicht zuletzt kann das mit öffentlichen Ver-
kehrsmitteln gut erreichbare Areal ein attraktives, stadtweit bedeutsames Freizeitangebot für Köl-
ner Bürgerinnen und Bürger werden. 
 
Planungsziel des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ist es, die planungsrechtlichen Voraus-
setzungen für die Erweiterung des Areals mit den gewerblichen und logistischen Nutzungen im 
Südwesten sowie den Umbau, die Aufstockung und Ergänzung der Bestandsbauten für museale 
und Eventnutzungen auf dem Bestandsgrundstück zu ermöglichen. 
 
 
3. Planungsvorgaben 
 
3.1 Bebauungsplan 
Für das Plangebiet existiert kein Bebauungsplan.  
 
3.2 Gebietsentwicklungsplan 
Der Regionalplan stellt das Plangebiet als „Bereich für gewerbliche und industrielle Nutzungen 
(GIB)“ dar. Darüber hinaus wird das Gebiet als Teil einer Fläche mit der Freiraumfunktion „Grund-
wasser- und Gewässerschutz“ dargestellt. Die Planziele des vorhabenbezogenen Bebauungspla-
nes entsprechen somit den Darstellungen des Regionalplans. 
 
3.3 Flächennutzungsplan 
Der Flächennutzungsplan stellt das Areal als "Gewerbegebiet" (GE) dar. Das Plangebiet ist Teil 
des Gewerbegebietes, das südlich des Neurather Weges und westlich der Berliner Straße bis zu 
der Bahntrasse im Westen reicht. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan kann somit aus dem 
Flächennutzungsplan entwickelt werden.  
 
3.4 Landschaftsplan 
Im Landschaftsplan (LP) ist das Plangebiet als „Innenbereich gemäß § 34 BauGB“ und „Bauflä-
chen gemäß BP (Bebauungsplan)“ dargestellt. Westlich des Planungsgebiets grenzt ein geschütz-
ter Landschaftsbestandteil an (LB9.31). Nördlich des Neurather Wegs befindet sich ein Land-
schaftsschutzgebiet (L26). 
 
 
4. Bebauungsplanverfahren 
 
Der Bebauungsplan soll als vorhabenbezogener Bebauungsplan gemäß § 12 Baugesetzbuch 
(BauGB) aufgestellt werden. 
 
 
5. Planungskonzept 
 
5.1 Bebauungskonzept 
 
Das städtebauliche Konzept sieht unter weitgehendem Erhalt der bestehenden städtebaulichen 
Struktur eine Ergänzung des Bestandes durch eine weitere Hofanlage im Südwesten vor. Der be-
stehende nördliche Hof - auf dem Areal des Winterquartiers - rahmt den Neubau einer Eventhalle 
ein, die im Zentrum des neuen Museumsquartiers das Herz der Anlage bilden und um einen Café-
Neubau ergänzt werden soll. Die umliegenden Hallen sollen für museale Nutzungen umgebaut und 
aufgestockt werden.

- 3 - 
 
/ 4 
 
Nach Südwesten wird die Anlage auf den städtischen Flächen um einen zweiten Hof ergänzt. Die-
ser soll als Werkhof ausgebildet werden und die bisher auf dem Winterquartier vorhandenen Nut-
zungen sowie den Fuhrpark aufnehmen. 
 
Die bestehenden Gebäude mit ihren circa 10.000 m² Bruttogeschossflächen (BGF) sollen um circa 
11 000 m² BGF auf insgesamt circa 21 000 m² BGF erweitert werden. 
 
5.2 Nutzungskonzept 
 
Museumsbereich 
Auf dem Grundstück des ehemaligen Winterquartiers soll unter dem Arbeitstitel "Boulevard of bro-
ken dreams" die größte europäische Sammlung rund um die Geschichte des Zirkus in aller Welt 
präsentiert werden. Hier sollen, neben der Welt der Manege auch die Historie des Varieté, die Ge-
schichte des Jahrmarktes und der alten Karusselle erlebbar werden. Plakate sind genauso Be-
standteil der Sammlungen wie eine Bibliothek und ein umfangreiches Filmarchiv mit zahlreichen 
Raritäten. Zudem verfügt Roncalli über die größte Sammlung historischer Läden. Dieses besonde-
re Museums- und Erlebniskonzept soll in den jetzigen Hallen des Winterquartiers verwirklicht wer-
den, wo auch ein Café-Neubau sowie ein Shop in dem derzeitigen Bürogebäude entstehen soll. 
Das Wohnhaus des Direktors bleibt erhalten und wird weiterhin zum Wohnen genutzt. 
Der Museumsbereich soll nach heutiger Planung an den verlängerten Wochenenden von Donners-
tag bis Sonntag jeweils von 10.00 bis 19.00 Uhr geöffnet sein. Er soll darüber hinaus den Rahmen 
für die Veranstaltungen in der Eventhalle bilden. Über die Besucherzahlen des Museums lassen 
sich wegen fehlender Erfahrungswerte derzeit keine abschließenden Angaben machen. Es wird 
mit mehreren Hundert Besuchern an den verlängerten Wochenenden gerechnet. 
 
Eventbereich 
Eingerahmt vom Museumskomplex soll eine Eventhalle entstehen, die ein historisches schmiede-
eisernes Zirkus-Kuppeldach aus Brüssel aus dem Jahr 1900 erhalten soll. Diese Veranstaltungs-
halle soll flexible Nutzungen in den verschiedensten Größenordnungen ermöglichen. Sie soll von 
den Kölner Bürgerinnen und Bürgern für Familienfeiern und große Feste ebenso genutzt werden 
können wie von Firmen, Institutionen und Vereinen für repräsentative und außergewöhnliche 
Events. Zudem möchte sich Roncalli hier auch für Kölner Veranstaltungsreihen wie "Musik bezie-
hungsweise Literatur in den Häusern der Stadt" oder die "Passagen" öffnen. Darüber hinaus wird 
sich Roncalli hier mit seiner Traumwelt zum Beispiel in Form von Dinnershows wie "Panem et Cir-
censes" präsentieren. 
Der Eventbereich wird in wandelbaren Räumlichkeiten Nutzungsmöglichkeiten für Veranstaltungen 
von 60 bis 1 000 Besuchern haben. Feste Öffnungszeiten für die Eventhalle soll es nicht geben, 
sie werden sich vielmehr aus der jeweiligen Nutzung ergeben.  
 
Werkhof 
Der Werkhof soll die gewerblichen Nutzungen sowie den Fuhrpark der Firma beherbergen. Hier 
werden das Einstellen, der Bau und  die Reparatur der zahllosen Roncalli-Zirkuswagen gebündelt. 
Dazu sollen die Werkstätten für die circa 45 ganzjährig beschäftigten, hochspezialisierten Hand-
werker in den relevanten Gewerken Schreinerei, Schlosserei, Elektriker, Bühnenbildner, Fahrzeug-
lackierer, Fahrzeugbau- und Fahrzeugwartung aus dem bisherigen Winterquartier hierher verlagert 
werden. Betriebszeiten sind Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr. Zudem sollen hier die Zelte 
gelagert und all die Sammlungsteile untergebracht werden, die temporär nicht im Museumskom-
plex gezeigt werden können. Auch Teile der Verwaltung können hier angesiedelt werden.  
 
5.3 Erschließungskonzept 
 
Lkw-Erschließung 
Die Erschließung des Werkhofs im Südwesten des Plangebietes soll über eine Zufahrt an der Ber-
liner Straße erfolgen.

- 4 - 
 
/ 5 
 
Pkw- Erschließung 
Die Pkw-Erschließung wird über eine neue Zufahrt im Norden des Neurather Weges erfolgen. Eine 
untergeordnete Rolle wird der derzeitige Hauptzugang zu dem Winterquartier am Neurather Weg 
spielen. Da hier künftig der fußläufige Haupteingang in das Museumsareal liegen soll, werden nur 
untergeordnete Anlieferungen hierüber erfolgen.  
 
Ruhender Verkehr 
Der Bedarf an Parkplatzflächen für Besucher wird derzeit auf circa 150 Stellplätze geschätzt. Diese 
sollen in Parkpalletten im Westen untergebracht werden. Circa 50 weitere Stellplätze für Betriebs-
angehörige sollen auf einem Parkplatz im Südosten des Plangebietes verortet werden. 
 
Bushaltestelle für Touristen-Busse 
Für größere Besuchergruppen sollen vor dem Haupteingang am Neurather Weg zwei Stell- bezie-
hungsweise Halteplätze für Busse vorgesehen werden. 
 
ÖPNV 
Das Plangebiet ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Die Stadtbahn- und Um-
steigestelle "Mülheim Berliner Straße" liegt circa 800 Meter entfernt. Sie wird von der im 10- Minu-
ten-Takt fahrenden Stadtbahnlinie 4 sowie von fünf unterschiedlichen Buslinien (151, 152, 155, 
260, 434) bedient. Mit der Stadtbahnlinie 4 kann der Neumarkt in 28 Minuten direkt erreicht wer-
den. Im Nahverkehrsplan ist hier außerdem ein neuer S-Bahn-Haltepunkt geplant, konkrete Pla-
nungen sind derzeit jedoch nicht bekannt. Des Weiteren befindet sich die Bushaltestelle Neurather 
Weg in 400 Meter Entfernung, die von den Buslinien 155, 260 und 434 ebenfalls angefahren wird. 
 
Fußläufige Erschließung 
Die fußläufige Erschließung soll über den Neurather Weg erfolgen. Der heutige Zugang zum Win-
terquartier soll den künftigen Haupteingang für die Museumsbesucher bilden.  
 
 
6. Auswirkungen der Planung 
 
Für die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes "Circus-Roncalli-Weg  in Köln-
Mülheim" werden eine formale Umweltprüfung gemäß § 2 Absatz 4 BauGB für die Belange nach 
§ 1 Absatz 6 Nummer 7 und § 1a BauGB durchgeführt und ein Umweltbericht mit den Ergebnissen 
der Umweltprüfung erstellt. 
 
6.1 Verkehr 
Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine Verkehrsuntersuchung durchgeführt, die insbe-
sondere eine Abschätzung der Mehrverkehre vornehmen und ggf. erforderliche verkehrliche Maß-
nahmen definieren soll. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 
 
6.2 Flora und Fauna 
Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine Artenschutzprüfung durchgeführt, die die zu er-
wartenden Auswirkungen auf Flora und Fauna untersucht und eventuelle erforderliche Maßnah-
men definieren soll. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 
 
6.3 Lärm 
Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird eine schalltechnische Untersuchung erstellt, die die 
Auswirkungen der Planung untersuchen soll und eventuelle Maßnahmen zum Lärmschutz defi-
niert. Detaillierte Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt.

- 5 - 
 
 
 
6.4 Klima 
In der Umweltprüfung wird untersucht, welche Maßnahmen festgesetzt werden können, um die 
klimatischen Auswirkungen der Planung zu minimieren. Detaillierte Aussagen dazu werden im wei-
teren Planverfahren ergänzt. 
 
6.5 Gewässer 
Im Plangebiet oder in der näheren Umgebung verlaufen keine Gewässer. 
 
6.6 Boden/Altlasten 
Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens wird der Standort auf Altlasten untersucht. Detaillierte 
Aussagen dazu werden im weiteren Planverfahren ergänzt. 
 
 
7. Plandurchführung 
 
Die Vorhabenträgerin verhandelt derzeit mit der Stadt Köln über den Erwerb der städtischen 
Grundstücke. Ein Eigentumsübergang soll kurzfristig erfolgen. Somit läge die Verfügungsbefugnis 
über die zur Planverwirklichung notwendigen Grundstücke vor. 
 
Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt, werden die Planungs- und Er-
schließungskosten von der Vorhabenträgerin übernommen. Der Stadt Köln entstehen keine Kos-
ten. 
 
Es ist eine kurzfristige Umsetzung der Planung vorgesehen. 
 
 
8. Gutachtenbedarf 
 
Für das Bebauungsplanverfahren wird eine Umweltprüfung durchgeführt, deren Ergebnisse in ei-
nem Umweltbericht dargestellt werden. Folgende Gutachten werden nach derzeitigem Kenntnis-
stand im Rahmen der Umweltprüfung beziehungsweise des weiteren Bebauungsplanverfahrens 
erforderlich: 
 
 Artenschutzprüfung 
 Verkehrsuntersuchung  
 Lärmgutachten  
 Bodenuntersuchung

Beschlussvorlage Ausschuss

4140 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VI/61/1 
613 Wegm KeSB 
Vorlagen-Nummer 
 1388/2017 
Freigabedatum  29.05.2017 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Beschluss über die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener 
Bebauungsplan) und zur Durchführung der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung 
Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim 
Beschlussorgan 
Stadtentwicklungsausschuss 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
 
Der Stadtentwicklungsausschuss 
1. beschließt, nach § 12 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) ein Bebauungsplanverfahren (vorha-
benbezogener Bebauungsplan) für die Flurstücke 853, 1262, 1699 und 1703 der Gemarkung 
Dünnwald, Flur 61 –Arbeitstitel: Circus-Roncalli-Weg in Köln-Mülheim– einzuleiten mit dem Ziel, 
den vorhandenen Standort zu einem Museumskomplex mit Lager und Werkstattflächen zu ent-
wickeln; 
2. nimmt das städtebauliche Planungskonzept zur Kenntnis und beschließt die Durchführung der 
frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 1 BauGB nach Modell 1 (Aushang).  
 
 
Alternative:  
 
Der Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens (vorhabenbezogener Bebauungsplan) wird 
abgelehnt, da die städtischen Flächen nicht in das Vorhaben einbezogen werden sollen. Damit ver-
bleibt die Neuordnung und Optimierung im Bestand mit der entsprechenden baulichen Nutzung, die 
sich in Art und Maß in die nähere Umgebung einfügt. 
 
 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 29.05.2017 
Wirtschaftsausschuss 22.06.2017 
Ausschuss für Umwelt und Grün 07.07.2017 
Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
 
Der Circus Roncalli hat seit dem Jahr 1984 in Köln-Mülheim, Neurather Weg 7, sein festes Winter-
quartier. Neben dem Wohnhaus des Roncalli-Gründers und -Direktors, Bernhard Paul, sind zahlrei-
che Werkstätten, Teile der Logistik sowie die umfangreiche Sammlung von Originalstücken aus der 
Welt des Zirkus hier vorzufinden. Die Umbenennung des Neurather Wegs in Circus-Roncalli-Weg ist 
bereits beschlossen und wird in Kürze vollzogen. 
 
In den letzten Jahrzehnten ist Roncalli mit mehreren Firmen und Unternehmensteilen stetig gewach-
sen. In Köln-Porz entstand ein zweiter Standort des Unternehmens, der den Fuhrpark beherbergt. Für 
die Zukunft beabsichtigt die Bernhard Paul Traumfabrik GmbH & Co. KG (Vorhabenträgerin) jedoch, 
sämtliche Lagerhallen und Werkstätten an einem Standort zu konzentrieren. Zudem sollen mit dem 
Bau eines Museums die umfangreichen Sammlungen an ausgewählten Wochenenden der Öffentlich-
keit zugänglich gemacht werden. Auch sollen zukünftig Veranstaltungen rund um das Thema Zirkus 
in den neuen Gebäuden stattfinden und Räume für Feiern zur Verfügung stehen. 
 
Für das Vorhaben sind zusätzliche Flächen notwendig. Hierfür bietet sich die Fläche südwestlich des 
Winterquartiers zwischen Berliner Straße, Neurather Weg und Bahntrasse an. Die Vorhabenträgerin 
möchte die drei städtischen Parzellen zeitnah erwerben. Es handelt sich insgesamt dann um ein etwa 
27 500 m² großes Plangebiet. 
 
Ziel der Planung ist es, das traditionsreiche Unternehmen mit seinen insgesamt 150 Beschäftigten an 
seinem Kölner Standort zu sichern und für eine zukunftsfähige Entwicklung breiter aufzustellen. Mit 
der musealen Nutzung reiht es sich ein in die wachsende Gruppe neuer Kultur- und Eventstandorte 
im Stadtbezirk Mülheim und trägt so zu einer Aufwertung bei, ohne zugleich handwerkliche Arbeits-
plätze am Standort zu verdrängen. Nicht zuletzt kann das mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut er-
reichbare Areal ein attraktives, stadtweit bedeutsames Freizeitangebot für Kölner Bürgerinnen und 
Bürger werden. 
 
Zur geordneten städtebaulichen Entwicklung ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes erforderlich. 
Der Bebauungsplan soll als vorhabenbezogener Bebauungsplan gemäß § 12 Baugesetzbuch 
(BauGB) aufgestellt werden. Der Antrag auf die Einleitung des Verfahrens wurde am 20.02.2017 ge-
stellt. 
 
 
 
 
Anlagen 
1 Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes 
2 Erläuterungstext zum städtebaulichen Konzept 
3 Städtebauliches Planungskonzept

Beratungsverlauf (4)

29.05.2017 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 9.2.6 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
22.06.2017 Wirtschaftsausschuss
TOP 6.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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06.07.2017 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 10.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

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07.07.2017 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

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Details

Aktenzeichen
1388/2017
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
23.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27