1701/2024
Beantwortung einer Anfrage der SPD Fraktion betreffend der Zunahme von Femiziden und häuslicher Gewalt
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
2790 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/I-3 Vorlagen-Nummer 17.06.2024 1701/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 24.06.2024 Beantwortung einer Anfrage der SPD Fraktion betreffend der Zunahme von Femiziden und häuslicher Gewalt AN/0708/2024 Die SPD-Fraktion hat zum o.g. Thema eine Anfrage gestellt. Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung: Frage 1: Welche Kenntnisse hat die Stadt über die Entwicklung von Straftaten mit frauenfeindlichem Hintergrund (siehe PKS NRW und PKS Köln 2023) in Köln? Antwort: Der Verwaltung liegen Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) vor. Es gibt eine Zunahme bei den Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung in Höhe von 12,55 % (von 2022 auf 2023 in Köln); dies beinhaltet auch die Straftatbestände der Kinderpornographie und des sexuellen Missbrauchs von Kindern (jeweils Zuwächse in Höhe von 21,48% und 18,88%), was das Au- genmerk aktuell insbesondere auch auf Kinder richtet. Bei den Straftaten Häusliche Gewalt ist von 2022 auf 2023 keine signifikante Entwicklung er- kennbar. Hier stagniert die Zahl in Köln bei etwa 2.500 Straftaten. Frage 2: Welche Konsequenzen will die Stadt aus der Zunahme dieser Straftatbestände ziehen? Antwort: Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit der Polizei Köln. Je nach Kriminalitätsschwerpunk- ten werden Präventionsmaßnahmen ergriffen. Dies betrifft insbesondere Straftaten, die eine hohe Fallzahlentwicklung aufweisen. U.a. veranstaltet die Stadt Köln in Zusammenarbeit mit der Polizei Präventionsgespräche für Zielgruppen oder klärt in Form von Aktionstagen auf. Zum Thema Missbrauch von Kindern und Kinderpornographie werden erste präventive Maß- nahmen intern abgestimmt, die eine weitere Früherkennung ermöglichen sollen. Eine Aufnahme des Themas Femizide und häusliche Gewalt in die Präventionsgespräche wird in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern abgestimmt. 2 Frage 3: Gibt es einen Austausch, z. B. mit der spanischen Partnerstadt Barcelona, darüber, welche kommunalen Handlungsmöglichkeiten sich in Spanien ergeben haben und ob diese auf Köln übertragbar sind? Antwort: Mit Barcelona besteht ein konstruktiver und guter Austausch zum Thema Kriminalprävention über das Europäische Forum für Urbane Sicherheit (EFUS), dem beide Städte angehören, es besteht aber auch unmittelbarer Austausch. Zum engen Netzwerk gehört auch die Partnerstadt Rotterdam. Alle EFUS angehörigen Städte lernen voneinander und nehmen teilweise an ge- meinsamen Forschungsprojekten teil. Bislang hat es jedoch noch keinen Austausch in Bezug auf Femizide und häusliche Gewalt mit der Partnerstadt Barcelona gegeben. Gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1701/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 17.06.2024
- Erstellt
- 24.05.2024 15:56