2017/0199
Bundesförderprogramm 'Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt' Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität (QuartierMobil)
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Stand: 27. Juni 2017
Vorhabenbeschreibung im Rahmen der „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ des BMBF
QuartierMobil:
Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
Gesamtausgaben: 1.354.608 Euro
Beantragte Fördersumme: 1.221.190 Euro
Laufzeit: 1. September 2017 bis 31. August 2020 (36 Monate)
Antragsteller
Stadt Frankfurt am Main Wissenschaftsstadt Darmstadt
Der Magistrat Der Magistrat
Referat Mobilitäts- und Verkehrsplanung
Stiftstraße 9-17
60313 Frankfurt am Main
Tel.: 069212 37370
E-Mail: Referat66A. 1@stadt-frankfurt.de
Stadtplanungsamt - Mobilität und öffentlicher Raum
Technisches Stadthaus
Bessunger Straße 125
64295 Darmstadt
Tel: 06151/13 2820
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de
Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Institut für Humangeographie
Prof. Dr. Martin Lanzendorf
Theodor-W.-Adorno-Platz 6,
60629 Frankfurt am Main
Tel.: 0 69/798 - 35181
E-Mail: lanzendorf@geo.uni-frankfurt.de
Technische Universität Braunschweig
Lehrstuhl für Innenpolitik
Prof. Dr. Nils C. Bandelow
Bienroder Weg 97
38106 Braunschweig
Tel.: 0531/391 8900
E-Mail: nils.bandelow@tu-bs.de
Planersocietät - Stadtplanung, Verkehrsplanung,
Kommunikation Dr.-Ing. Frehn, Steinberg
Partnerschaft
Dr. Michael Frehn
Gutenbergstraße 34
44139 Dortmund
Tel.: 0231/589696-0
E-Mail: frehn@planersocietaet.de
StetePlanung, Büro für Stadt- und Verkehrsplanung
Gisela Stete
Sandbergstraße 65
64285 Darmstadt
Tel.: 06151/65233
E-Mail: gs@steteplanung.de
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Zusammenfassung
Das übergeordnete Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Handlungsoptionen zur Transformationen urbaner Mobilität
im Sinne von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem Abbau sozial-ökologischer Ungleichheiten in den Blick zu nehmen
und dabei mit einer vorrangig quartiersbezogenen Perspektive sowohl wissenschaftliche als auch planungspraktisch
relevante Ergebnisse zu erzielen.
In der Vergangenheit haben zahlreiche deutsche Städte mit ihrer Quartiersentwicklung soziale oder ökologische Zielstel-
lungen verfolgt. Bislang ist es jedoch allenfalls in Einzelfällen gelungen neue Quartiere zu entwickeln oder bestehende
Quartiere so zu verändern, dass die Entstehung von Mobilität grundlegend verändert und nachhaltiger gestaltet wurde.
Oft scheitert die Umsetzung einer nachhaltigen Mobilitätsgestaltung an den über Jahrzehnte gewachsenen, persistenten
und auf den motorisierten Privatverkehr ausgerichteten Raum- und Infrastrukturen der autogerechten Stadt. Das Vorha-
ben befasst sich mit der Transformation urbaner Mobilität und den persistenten Strukturen im Quartier aus einer trans-
disziplinären Perspektive und führt die Felder der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung, der Verkehrsplanung
und Stadtentwicklung sowie der Politikwissenschaft zusammen.
Wissenschaftliches Ziel ist ein besseres Verstehen, wie (i) die nachfrageseitigen Dynamiken, Präferenzen und Wünsche
der Bewohner*innen und Nutzenden eines Quartiers (gesellschaftliche Dynamik), (ii) die angebotsseitigen Veränderun-
gen und Persistenzen gebauter Umwelt, Infrastrukturen und Mobilitätsdienstleistungen (Persistenz der Infrastruktur)
sowie (li) die Governance-Prozesse zur Aushandlung und Gestaltung urbaner Mobilität (Governance und Akteurskons-
tellationen) in ihrer Wechselwirkung zueinander stehen und daraus Handlungsoptionen für die Planungspraxis entste-
hen. Aus planungspraktischer Sicht sollen mit ‚Reallaboren" Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung der Mobilität in
(i) neuen sowie (ii) bestehenden städtischen Quartieren entwickelt und erprobt sowie (iii) hinsichtlich der Übertragbarkeit
auf weitere Quartiere im Sinne einer gesamtstädtischen Strategie geprüft werden. (iv) Ebenso soll die Übertragbarkeit
der Ergebnisse auf weitere Städte gewährleistet werden.
Als methodisches Instrument zur Beantwortung der Fragen dienen zwei Reallabore urbaner Mobilität: Das bestehende
Quartier Bornheim in Frankfurt am Main sowie in Darmstadt als Beispiel einer Neu-Entwicklung die Konversationsfläche
Lincoln-Siedlung. Die Reallabore bringen kommunale Entscheidungsträger, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen,
Zivilgesellschaft und Forschung mit dem Ziel zusammen, Umsetzungskonzepte für eine Quartiersgestaltung zu entwi-
ckeln, die eine nachhaltige Mobilität der Einwohner*innen ermöglicht, sozial-ökologische Ungleichheiten abbauen hilft
und die Lebensqualität steigert. Die beteiligten Kommunen setzen dabei eigene Schwerpunkte in den Reallaboren, die
Forschung begleitet den Prozess und versteht sich als Impulsgeberin. Die Reallabore sind in drei Phasen aufgebaut:
(1) In einer ersten Phase werden die Bedürfnisse der Bevölkerung und ihre Anforderungen an das Quartier empirisch
erfasst, wobei ein Schwerpunkt auf den Interessen und Konflikten der Akteur*innen im Quartier liegt.
(2) Auf Grundlage der Erkenntnisse aus der ersten Phase werden Handlungsoptionen mittels Partizipationsverfahren
gemeinsam mit der Bevölkerung und in Kooperation mit Stakeholdem erarbeitet.
(3) Die dritte abschließende Phase dient der Entwicklung von Umsetzungskonzepten, die als „Strategien zur Zukunft
urbaner Mobilität im Quartier" publiziert werden.
- Zusammenfassung -
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
1. Problemstellung, Darstellung des Stands der Wissenschaft und Technik sowie eigener Vorarbeiten
1.1 Problemstellung
In Städten entscheidet sich das Gelingen einer sozial-ökologischen Transformation hin zu einer ressourceneffizienten,
klimaverträglichen und an den Zielen einer nachhaltigen Entwicklung orientierten Gesellschaft. Die zukünftige urbane
Mobilität wird hierfür einen wesentlichen Beitrag leisten müssen - aufgrund des Beitrages von Verkehr an den Treib-
hausgasemissionen und am Energieverbrauch. Ein energieeffizientes Quartier wird immer auch daran gemessen, wel-
cher Verkehr erzeugt wird. Erste Anzeichen für Veränderungsprozesse lassen sich beobachten, etwa das veränderte
Verkehrshandeln jüngerer, urbaner Bevölkerungsgruppen, die zunehmende Verbreitung ‚neuer‘ (Sharing-) Mobilitäts-
dienstleistungen oder der Bedeutungsgewinn nicht-motorisierter Mobilität, vor allem des Fahrradverkehrs. Für Kommu-
nen ergeben sich hier verkehrs- und stadtplanerische, aber auch kommunikative Handlungsspielräume sowohl in beste-
henden wie auch in neu geplanten Quartieren.
In der Vergangenheit haben zahlreiche deutsche Städte bereits Erfahrungen mit einer Quartiersentwicklung gemacht,
die soziale oder ökologische Zielstellungen verfolgte. Bislang ist es Jedoch allenfalls in Einzelfällen gelungen neue Quar-
tiere zu entwickeln oder bestehende Quartiere so zu verändern, dass die Entstehung von Mobilität grundlegend verän-
dert und nachhaltiger gestaltet wurde. Die Übertragbarkeit solcher Ansätze war entsprechend gering.
Zugleich scheint sich in der verkehrs- und stadtplanerischen Praxis die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass die
klassischen planerischen Instrumente der Infrastruktur- und Stadtraumplanung alleine nicht für eine innovative Quar-
tiersplanung ausreichen. Vielmehr sind neben partizipativen Bestandteilen zur Integration der Ideen und Vorstellungen
der lokalen Bevölkerung und weiterer Akteure (Einzelhandel, Arbeitgeber, Mobilitätsdienstleister, ...) auch weitergehen-
de kommunikative Maßnahmen und Dienstleistungen zur Quartiersentwicklung nötig, die häufig unter dem Begriff Quar-
tiers- oder Mobilitätsmanagement zusammengefasst werden. Die dynamische Entwicklung neuer Mobilitätsdienstleis-
tungen, zum Teil in Verbindung mit Angeboten der Elektromobilität, bietet hier zahlreiche neue Möglichkeiten zur Gestal-
tung urbaner Mobilität und zwingt die Kommunen zum Handeln, indem die Verfügbarkeit öffentlicher oder privater Flä-
chen für das Abstellen von Sharing-Angeboten mit dem Potenzial zur Reduzierung des Pkw-Bestandes im Quartier in
den Blickpunkt gerückt wird. Dadurch können letztlich Fragen zur Nutzung öffentlicher Flächen im Quartier - und damit
einhergehende Nutzungskonflikte zwischen Verkehrs- oder Grünflächen, aber auch Spiel- oder sonstigen Freiflächen -
neu verhandelt werden.
Damit treffen die Anforderungen an eine nachhaltige Mobilitätsgestaltung aber auch auf die über Jahrzehnte gewachse-
nen, persistenten und vorrangig auf den motorisierten Privatverkehr ausgerichteten Raum- und Infrastrukturen der auto-
gerechten Stadt. Das Verkehrssystem einer Stadt ist als das Produkt von zurückliegenden Planungsparadigmen anzu-
sehen, die sich vorrangig an der Bewältigung des motorisierten Individualverkehres orientierten. Zu den beobachtbaren
Pfadabhängigkeiten gehört die Aufteilung des Straßenraumes nach Verkehrsarten, vor allem die Trennung des schnel-
len und damit potentiell gefährlichen motorisierten Verkehrs vom Fuß- und Radverkehr, und die Trennung des fließen-
den und ruhenden Verkehrs. Die Folge ist der monofunktionale öffentliche Raum im Quartier, der eine auf den ruhenden
oder fließenden Verkehr beschränkte Nutzung zulässt, andere Formen der Nutzung dagegen weitgehend ausschließt
bzw. nicht-motorisierte Mobilität einschränkt.
- Vorhabenbeschreibung -
1
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
1.2 Darstellung des Stands der Wissenschaft und Technik
Das Vorhaben befasst sich mit der Transformation urbaner Mobilität im Quartier aus einer transdisziplinären Perspektive
und führt die Wissenschaftsfelder der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung, der angewandten Verkehrsplanung
und Stadtentwicklung sowie der Politikwissenschaft zusammen.
Die sozialwissenschaftliche Mobilitätsforschung befasst sich im Themenfeld urbaner Mobilität mit der Pluralisierung der
Lebensstile, die ihren Ausdruck in der Veränderung von Verkehrshandeln (Scheiner, 2006; Schmitz, 2001) und Mobili-
tätsstilen (Hunecke/Haustein, 2007) findet. Der Ansatz der Mobilitätsbiographien (Lanzendorf, 2003, Müggenburg et al.,
2015) betrachtet die Veränderung des Verkehrshandelns im Lebensverlauf. Eine zunehmende Anzahl an Menschen
sieht im Auto nicht mehr ihr Hauptverkehrsmittel, sie weicht auf Alternativen aus (Wilde, 2015). Es bilden sich neue
Mobilitätsroutinen aus, innerhalb derer das Auto seine führende Rolle verliert (Lanzendorf/Schönduwe, 2013). Das Auto
ist dabei nur noch ein Fortbewegungsmittel unter vielen (ifmo 2011). Studien, die sich der Frage nach einer Abkehr vom
Auto annehmen, sprechen bereits von einem anhaltenden Trend (Schönduwe et al., 2012). Die Abkehr vom Auto bestä-
tigten Erhebungen des Statistischen Bundesamtes: Der Anteil autofreier Haushalte in Städten mit mehr als 500.000
Einwohnern lag im Jahr 2003 noch bei 22 %, im Jahr 2013 verzichteten mehr als 30 % auf ein eigenes Auto (Destatis,
2014). Dies unterstützt inter- und multimodale Verhaltensweisen, welche ein nachhaltigeres Mobilitätsverhalten in der
Stadt ermöglichen können.
Mit dem Paradigmenwechsel von der autogerechten Verkehrsplanung (Reichow, 1959) zu einer an nachhaltiger Mobili-
tät orientierten Stadtentwicklung geht eine Transformation der Verkehrssysteme einher. Die angewandte Verkehrspla-
nung und Stadtentwicklung befasst sich dabei mit der Umsetzung vor allem infrastrukturbezogener Maßnahmen. Prä-
gend ist die Orientierung am Leitbild einer „Stadt der kurzen Wege“ (Feldtkeller 2008; Apel 2015). Stadtquartiere mit
einer dichten Bebauung und gemischter Nutzung, so das Grundprinzip des Leitbildes, sind gewöhnlich gekennzeichnet
durch einen geringeren Gesamtverkehrsaufwand und einen höheren Anteil des nichtmotorisierten Individualverkehrs
sowie des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) am Verkehrsaufkommen (vgl. Nesss/Roe/Larsen 1995; Holz-Rau
1997; Kagermeier 1999; Motzkus 2004; Schwanen/Mokhtarian 2005). Dem Leitbild folgen infrastrukturbezogene Maß-
nahmen zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität, die von der Förderung des Fahrrad- und Fußverkehrs (Bracher 2016)
über Car-Sharing-Angebote (Witzke 2016) bis hin zu Mobilitätsstationen für eine multimodale Vernetzung von Ver-
kehrsmitteln (Jansen et al. 2015) reichen. Dazu können ebenfalls Maßnahmen gezählt werden, welche die Aufenthalts-
qualität im Quartier erhöhen und damit nicht unmittelbar auf die Mobilität der Menschen bezogen sind, aber die Bedin-
gungen für Nahmobilität und damit eine nachhaltige Mobilität verbessern (Dürr/Simon-Philipp 2013) oder zur Klimaresili-
enz beitragen (Rößler 2015). Als eines der schwierigsten Probleme wird die Neuordnung des ruhenden Verkehrs ange-
sehen: Einerseits werden Flächen für alternative, nachhaltige Mobilitätsangebote oder für mehr Aufenthaltsqualität benö-
tigt, anderseits ist in gewachsenen Quartieren der Parkdruck so hoch, dass regelwidrig abgestellte Fahrzeuge zum
Stadtbild gehören. Wenn auch mit neuen Mobilitätsdienstleistungen die Hoffnung verbunden ist, dass langfristig private
Pkw abgeschafft und Flächen frei werden, entsteht in der Phase der Planung und Einführung deutlicher Widerstand in
der Bevölkerung (vgl. Ison/Mulley 2014; Jansen et al. 2014; Kohla/Fellendorf 2015). Das Konzept der autofreien oder
zumindest autoreduzierten Stadtquartiere will diese Konflikte bereits bei der Entwicklung von Wohngebieten vermeiden.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Bei neuen Quartieren und bei der Entwicklung von Konversionsflächen stehen Dienstleistungen nachhaltiger Mobilität im
Vordergrund, Parken ist allenfalls in Quartiersgaragen möglich (Melia 2014, Blechschmidt 2016).
Während umwelt- und nachhaltigkeitspolitische Themen, etwa Luftreinhaltepolitik, zu den ‚klassischen“ Themen der
Policy Forschung gehören (Bandelow/Kundolf 2011; Bandelow 2007), werden explizit mobilitäts- und verkehrspolitische
Fragen erst in den letzten Jahren häufiger thematisiert (Bandelow/Lindloft/Sikatzki 2016). Bezogen auf urbane Mobilität
im Quartier zeigte sich, dass kommunale verkehrspolitische Einflussmöglichkeiten, etwa im Bereich der neuen Mobili-
tätsdienstleistungen, wie Car-Sharing (z. B. Parkraumgestaltung), mitunter quer zu einer zentralisierten Kompetenzver-
teilung liegen (Lindloff et al. 2014). Ihren programmatischen Ansprüchen wird die Verkehrspolitik bis heute (noch) nicht
gerecht (Schwedes 2011; Bandelow/Kundoff/Lindloff 2014). Dies zeigt sich z.B. darin, dass insbesondere im Verkehrs-
sektor nationale Reduktionsstrategien für CO,-Emissionen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht erfolgreich waren
(Lindloff 2016). Lokale Politikansätze können eine hohe Wirksamkeit entfalten, da sie im Kontext gesellschaftlicher Prob-
leme und Bedürfnisse formuliert und als städtische und quartiersbezogene Maßnahmen umgesetzt werden (Walk 2008;
Schwedes 2011; Heinelt/Lamping 2014). Auch in der urbanen Governance sind jedoch Beharrungskräfte anzunehmen:
verfestigte kognitive Koalitionen können verhindern, dass gelernt und Politikwandel ermöglicht wird (Bandelow 1999). Im
Gegensatz zu rein interessentheoretisch argumentierenden Perspektiven der Politischen Ökonomie oder effizienzorien-
tierten institutionenökonomischen Ansätzen eignen sich theoretische Modelle der Policy Analyse für Betrachtungen
lokaler Politik, da sie komplexe Kompetenzverteilungen und multiple Akteursnetze aufnehmen und abbilden (Schu-
bert/Bandelow 2014). Anders als streng rationalistisch argumentierende Perspektiven gehen sie von begrenzten Ratio-
nalitäten und einer Knappheit von Handlungsressourcen aus, insbesondere im Zusammenspiel mit anderen Politikebe-
nen (Marsden et al. 2014).
Bislang ist die Forschung zur urbanen Mobilität und die Gestaltung nachhaltiger Verkehrssysteme durch die Perspektive
der Verkehrsplanung geprägt, mit der Folge einer Schwerpunktlegung auf investitionsgeleitete Planung von Infrastruk-
turprojekten. Transdisziplinäre Projekte, wie etwa StadtLeben (Beckmann et al. 2006), zeigen dagegen die Bedeutung
einer integrierten Perspektive, die den Fokus nicht auf den Verkehr legt, sondern den Menschen, seine Mobilität und
Bedürfnisse in den Mittelpunkt rückt.
1.3 Bisherige Arbeiten der Antragsteller
Stadt Frankfurt am Main
Die Stadt Frankfurt a.M. verfolgt mit dem Masterplan 100% Klimaschutz das Ziel bis 2050 die Stadt zu 100% aus erneu-
erbaren Energien zu versorgen. Auch sind unter dem Label „Frankfurt Green City" verschiedene Ämter und Initiativen
vernetzt, um eine nachhaltigere Entwicklung zu fördern. Fragestellungen zur nachhaltigen Stadt- und Mobilitätsentwick-
lung haben in Frankfurt vor dem Hintergrund starken Bevölkerungswachstums in den letzten Jahren (ca. 68.000 Perso-
nen bzw. mehr als 10% zwischen 2010 und 2015, vgl. Stadt Frankfurt 2016) an Bedeutung gewonnen. In innenstadtna-
hen Vierteln hat Frankfurt a.M. in den vergangenen Jahren zahlreiche erfolgreiche Projekte zur urbanen Mobilität und
zur Umgestaltung von Quartieren durchgeführt (z.B. im Frankfurter Nordend, inkl. breiter Partizipationsansätze). Die
bisherigen Konzepte stoßen jedoch immer wieder an Grenzen, z.B. hinsichtlich Fragen zur weiteren Gestaltung des
ruhenden Verkehrs, und sollen im Rahmen dieses Vorhabens erweitert werden. Hierfür werden von der Stadt Lösungen
- Vorhabenbeschreibung -
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
gesucht, die in einer integrierten Perspektive auch den halböffentlichen und privaten Parkraum erfassen und die sich
auch bei Neubauprojekten umsetzen lassen (weitere Flexibilisierung durch Mobilitätsmanagement etc.). Zudem erarbei-
tet die Stadt derzeit eine gesamtstädtische Mobilitätsstrategie, welche zur stadtweiten Ausweitung der quartiersbezoge-
nen Erkenntnisse genutzt werden kann. Hier sollen Aussagen zur Aufwertung bzw. Umgestaltung des öffentlichen Frei-
raums erarbeitet werden, so dass Ergebnisse der Reallabore konkret auf weitere städtische Quartiere übertragen wer-
den könnten.
Wissenschaftsstadt Darmstadt
In Darmstadt als attraktivem Wohnort steigen die Einwohnerzahlen ebenfalls kontinuierlich an. Die Nachfrage nach
Wohnraum lässt sich immer schwerer befriedigen, die Stadt hat die Grenzen für räumliches Wachstum erreicht. Darm-
stadt muss daher verstärkt auf die Innenentwicklung setzen. Großes Potenzial birgt dabei die Konversion ehemals von
der US-Army genutzter Areale. Denn auf Flächen, wie der Lincoln-Siedlung, kann Darmstadt die Vision von einer wirt-
schaftlich starken, vielfältigen, kulturell reichhaltigen und ökologisch orientierten Stadt realisieren, wie sie mit dem "Mas-
terplan Darmstadt 2030" und einem umfassenden Beteiligungsprozess begonnen wurde.
Auf die Lincoln-Siedlung bezogen bedeutet das: Das 244.000 m? große Gelände soll sich in den kommenden Jahren in
ein modernes urbanes Quartier mit Wohnraum für 4.000 Menschen verwandeln. In der Lincoln-Siedlung wird die Vision
eines nachhaltigen städtischen Verkehrskonzeptes (einschließlich eines innovativen Parkierungs-/ Parkraumbewirtschaf-
tungskonzepts) umgesetzt. Dabei wird erstmalig die Umsetzung eines planerischen Konzepts von Anfang an durch ein
aktives, vor Ort vertretenes Mobilitätsmanagement begleitet. Die Bewohner*innen werden ein vielfältiges, in dieser Dich-
te einmaliges Angebot an Verkehrsmitteln und -dienstleistungen vorfinden.
Goethe-Universität Frankfurt am Main, Institut für Humangeographie, Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung
Die Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung (Leitung: Prof. Lanzendorf) arbeitet in vielfältigen, häufig transdisziplinär organi-
sierten Projekten der Grundlagen- und Anwendungsforschung zu Fragestellungen zum Verstehen und Gestalten nach-
haltiger Mobilität mit vorrangig sozial- und raumwissenschaftlichen Methoden. Zuwendungs- und Auftragsgeber sind u.a.
die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), das BMVI, das HMWEVL (Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Ener-
gie, Verkehr und Landesentwicklung) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund, Thematische Schwerpunkte sind Verände-
rungen des individuellen Verkehrshandelns, räumliche Aspekte der Mobilität sowie Mobilitätsmanagement zur Gestal-
tung nachhaltiger Mobilität, z.B. in den Projekten (vgl. Publikationsliste und weitere Referenzprojekte im Anhang B):
- Sharing-Konzepte für ein multioptionales Mobilitätssystem in FrankfurtRheinMain - Analyse neuerer Entwick-
lungen und Ableitung von Handlungsoptionen für kommunale und regionale Akteure“ (2015-2016, HMWEVL)
- Mobility Biographies: A Life-Course Approach to Travel Behaviour and Residential Choice (DFG), TU Dort-
mund, ETH Zürich; 2012-2016)
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
Die Forschungsschwerpunkte des Lehrstuhls für Innenpolitik der TU Braunschweig liegen in den Bereichen der Policy
Analyse, der vergleichenden Regierungslehre und der politischen Kommunikation mit Fokussierung auf das Politikfeld
Mobilität und Verkehr. Prof. Dr. Bandelow ist Sprecher des interdisziplinären Forschungsverbunds „Eskalationsforschung
zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben" und an mehreren transdisziplinären Forschungsverbünden
beteiligt. Mit dem Advocacy-Koalitionsansatz und anderen lerntheoretischen Perspektiven arbeitet er seit seiner Disser-
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
tation (Bandelow, 1999). Die TU Braunschweig hat jüngst die Einrichtung eines inter- und transdisziplinären sozialwis-
senschaftlichen Masterstudiengangs beantragt. In dem Schwerpunkt Stadt, Umwelt und Mobilität soll das Forschungs-
projekt „QuartierMobil‘ Bestandteil des einjährigen Projektmoduls für die Studierenden werden und ihnen die Bearbei-
tung forschungspraktischer Fragestellungen ermöglichen. Zwei relevante Forschungsprojekte (vgl. Publikationsliste und
weitere Referenzprojekte im Anhang C) sind:
- „Metapolis - Eine inter- und transdisziplinäre Plattform für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt-Land-
Beziehungen in Niedersachsen“, Verbundprojekt (2016-2020, Niedersächsisches Vorab der VolkswagenStif-
tung, Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur)
- „Agenda Setting für eine nachhaltige Verkehrspolitik in der Europäischen Union. Akteurskonstellationen,
Machtverhältnisse und Erfolgsstrategien" (2010-2013, Hans-Böckler-Stiftung)
Planersocietät - Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation
Als integriert arbeitendes Stadt- und Verkehrsplanungsbüro übernimmt die Planersocietät seit über 20 Jahren vielfältige
strategische und konzeptionelle Planungs- und Kommunikationsaufgaben. Ansässig ist das Büro in Dortmund mit zwei
Bürofilialen in Bremen und Karlsruhe. Die Planersocietät arbeitet an Verkehrs- und Stadtforschungsfragen für Ministerien
auf Landes- und Bundesebene und berät Kommunen und Regionalverbänden in Fragen der integrierten Verkehrspla-
nung. In ihren Projekten bringt sie Fragen der Nahmobilität, Verkehrsplanung, Stadtgestaltung und Quartiers- und Stadt-
teilaufwertung zusammen. Dies gewährleistet eine integrierte Herangehensweise sowie eine entsprechende Fach- und
Methodenkompetenz. Zwei relevante Forschungsprojekte (vgl. Publikationsliste und weitere Referenzprojekte im An-
hang D) sind:
- Unterstützung der Stadt Frankfurt am Main bei der Erarbeitung der gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie
- ExWosSt-Projekt „Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume im Frankfurter Nordend" (2007-2010)
StetePlanung, Büro für Stadt -und Verkehrsplanung
StetePlanung ist ein seit 1991 deutschlandweit tätiges Planungsbüro für Stadt- und Verkehrsplanung. Auftraggeber sind
Ministerien, Landkreise, Kommunen, Verkehrsverbünde/-unternehmen sowie private Investoren. Das Tätigkeitsspektrum
umfasst verkehrliche Rahmenplanungen auf regionaler, Gesamtstadt- und Quartiersebene, Mobilitätskonzepte für Quar-
tiere bis hin zu Entwurfsplanungen für Straßen und Plätze. Ziel ist es, den Lebensalltag der Menschen in die Planung
einzubeziehen, Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen nachhaltig verträglich zu gestalten, Bürger'innen zu beteiligen
und Transparenz im Planungsprozess zu gewährleisten. Neben der Planungspraxis beschäftigt sich das Büro transdis-
ziplinär mit Forschungsfragen. Zwei relevante Forschungsprojekte (vgl. Publikationsliste und weitere Referenzprojekte
im Anhang E) sind:
- Anforderungen an energieeffiziente und klimaneutrale Quartiere, Verbundprojekt (ExWoSt-Forschungsprojekt
des BMVBS, 2013 - 2015)
- Entwicklung eines integrierten Konzepts der Planung, Kommunikation und Implementierung einer nachhaltigen,
multioptionalen Mobilitätskultur, Verbundprojekt (BMVBS, 2005 - 2006)
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
. (Gesamt)ziel des Vorhabens
Das übergeordnete Ziel des Forschungsvorhabens ist, in einem transdisziplinären Forschungsprozess die Handlungsop-
tionen zur Transformationen urbaner Mobilität im Sinne von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem Abbau sozial-
ökologischer Ungleichheiten in den Blick zu nehmen und dabei mit einer quartiersbezogenen Perspektive sowohl wis-
senschaftliche als auch planungspraktisch relevante Ergebnisse zu erzielen.
Wissenschaftliches Ziel ist ein besseres Verstehen, wie (i) die nachfrageseitigen Dynamiken, Präferenzen und Wünsche
der Bewohner und Nutzenden eines Quartiers (gesellschaftliche Dynamik), (ii) die angebotsseitigen Veränderungen und
Persistenzen gebauter Umwelt, Infrastrukturen und Mobilitätsdienstleistungen (Persistenz der Infrastruktur) sowie (Ili) die
Governance-Prozesse zur Aushandlung und Gestaltung urbaner Mobilität (Governance Regimes und Akteurskonstellati-
onen) in ihrer Wechselwirkung miteinander in Beziehung stehen und daraus Handlungsoptionen für die Planungspraxis
entstehen (Abb. 1).
Dynamik
Gesellschaft
Transformation
urbaner
Mobilität
Persistenz
Governancef
Akteurskon-
stellationen
Infra-
strukturen
Abb. 1: Dynamik, Persistenz und Govemance: Spannungsfeld von Transformation
Aus planungspraktischer Sicht sollen mit sog. „Reallaboren" Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung der Mobilität in
(i) neuen oder (ii) bestehenden städtischen Quartieren entwickelt und erprobt sowie (iii) hinsichtlich der Übertragbarkeit
auf weitere Quartiere im Sinne einer gesamtstädtischen Strategie geprüft werden. (iv) Auch die Übertragbarkeit der
Ergebnisse auf weitere Städte soll gewährleistet werden.
Forschungsleitend im Projekt ist die Frage: Welche neuen Mobilitätsmuster können sich in der Zukunftsstadt im Wech-
selspiel hoher Dynamik sozialer Strukfuren einerseits sowie der Persistenz gewachsener baulicher und nicht-baulicher
Strukturen andererseits entfalten und welche Handlungsoptionen ergeben sich daraus für die Gestaltung und Transfor-
mation urbaner Mobilität?
- Vorhabenbeschreibung -
6
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Daraus abgeleitet werden nachfolgende Teilfragen verfolgt:
()
Ü)
(ii)
WW)
Dynamik der Gesellschaft: Wie wirken sich die dynamischen Veränderungen der Gesellschaft vor dem Hintergrund
zunehmender Digitalisierung und neuer Angebote der Sharing Economy auf die alltäglichen Mobilitätsmuster, All-
tagspraktiken und mobilitäts- bzw. nachhaltigkeitsbezogenen Einstellungen der urbanen Bevölkerung in ihrer Vielfalt
(Junge, Alte, Singles, Familien, Migrant*innen, ...) aus und welche Handlungsspielräume für eine Transformation
urbaner Mobilität lassen sich daraus erkennen?
Persistenz von Infrastrukturen: Wie lassen sich die gewachsenen Infrastrukturen der autogerechten Stadt - sowohl
des fließenden wie auch des ruhenden Verkehrs - für eine nachhaltige Mobilität in der Zukunftsstadt so anpassen,
dass die Chancen neuer Mobilitätsoptionen und -dienstleistungen (inkl. Mobilitätsmanagement) ebenso wie die
Möglichkeiten nicht-motorisierter Mobilität für die Lebens- und Aufenthaltsqualitäten im Quartier optimal genutzt und
Entwicklungspfade zu einem nachhaltigen Stadtquartier aufgezeigt werden?
Governance und Akteurskonstellationen: Wie lässt sich die Transformation der Governance von einer eher „klassi-
schen", d.h. infrastruktur- und angebotsbezogenen Verkehrsplanung und einem klassischen Verkehrsmanagement,
zu einer „neuen“, nachfrage- und „an den Bedürfnissen des Menschen" orientierten Mobilitätsplanung und einem
Mobilitätsmanagement bewerkstelligen? Wie verlaufen entsprechende Veränderungsprozesse auf einer Quartiers-
wie auch auf einer gesamtstädtischen Ebene?
Ökologische und soziale Bewertungen: Wie können sich die beobachteten und angestoßenen Transformationspro-
zesse langfristig auf gesamtstädtischer Ebene für eine nachhaltigere Mobilität auswirken und welche Beiträge für
eine gleichermaßen energieeffizientere und ökologischere wie auch sozial gerechtere Stadt lassen sich erwarten?
. Bezug des Projekts zu den förderpolitischen Zielen der Bekanntmachung
Das Projekt befasst sich mit der Gestaltung urbaner Mobilität, indem die Mobilität im Quartier - als wesentlicher Auslöser
für die Entstehung von Personenmobilität - in den Fokus genommen wird, und bringt kommunale Entscheidungsträger,
Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Zivilgesellschaft und Forschung zusammen. Damit werden gemeinsam Strate-
gien zur Zukunft urbaner Mobilität entwickelt, welche Mobilitätsdienstleistungen und -infrastrukturen mit den Bedürfnis-
sen der Bürger*innen und der Nachhaltigkeit in Einklang bringen. Die Strategien beziehen sich in fünf Punkten auf die
förderpolitischen Ziele der Bekanntmachung:
1.
Indem das Projekt konkret Wege vorzeichnet, wie urbane Mobilität möglichst emissionsarm gestaltet werden kann,
und die Kausalität von Mobilität und Ökosystemleistung eines Quartiers verdeutlicht, trägt es zum Erreichen der
Klimaschutzziele auf kommunaler Ebene bei.
Indem das Projekt über eine lebensweltliche Problemanalyse hinausgeht und durch Werkstätten mit Bürger*innen
einen partizipativen Ansatz wählt, zeigt es Möglichkeiten auf, wie Mobilitätsangebote und -infrastrukturen an Anfor-
derungen der Bürger*innen und der Nachhaltigkeit angepasst werden können.
Indem das Projekt auf alle Bevölkerungsgruppen in den ausgewählten Modellquartieren der Städte Frankfurt a. M.
und Darmstadt zugeht, sollen die Ergebnisse die Akteure auf kommunaler Ebene befähigen, die Umwelt- und Le-
bensqualität in ihrer Mobilitätsplanung sozial gerecht zu gestalten.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
4. Indem das Projekt den Möglichkeiten und Grenzen neuer Mobilitätsdienstleistungen nachgeht und die Bedingungen
festhält, unter denen sich der Trend urbaner, nachhaltiger Mobilität verstetigen könnte, hilft es technologische und
gesellschaftliche Innovationen vorzubereiten, die zur nachhaltigen Stadt führen.
. Beschreibung der geplanten Forschungsarbeiten und des Arbeitsprogramms
Als methodisches Instrument zur Beantwortung der Forschungsfragen zu (i) Dynamik der Gesellschaft, (ii) Persistenz
der Infrastrukturen und (ii) Governance und Akteure (siehe Beschreibung der Arbeitspakete) dienen Reallabore urbaner
Mobilität in ausgewählten Quartieren der beteiligten Kommunen. Die Reallabore bringen kommunale Entscheidungsträ-
ger, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Zivilgesellschaft und Forschung mit dem Ziel zusammen, Umsetzungskon-
zepte für eine Quartiersgestaltung zu entwickeln, die eine nachhaltige Mobilität der Einwohner*innen ermöglicht, sozial-
ökologische Ungleichheiten abbauen hilft und die Lebensqualität steigert. Die beteiligten Kommunen setzen dabei eige-
ne Schwerpunkte in den Reallaboren, die Forschung begleitet den Prozess und versteht sich als Impulsgeber.
Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier
Dynamik Gesellschaft Persistenz Infrastrukturen Governance/Akteure
{Alltägliche) Digitalisierung & Infrastrukturen Infrastrukturen „traditionelle“ „neue“ Aufgaben
Lebensweise & Sharing Economy des „ruhenden“ di (eher -des
Mobilität Verkehrs infrastruktur- und Managements
angebots- -der fachlichen
bezogene) Integration
H Aufgaben
1. Analysephase Reallabore (Akteure, Interessen, Akzeptanz, Entwicklungen, ...)
EEE | PREEUWERN |
2. Handlungsoptionen Reallabore
Terme Bil I
3. (Umsetzungs-) Konzepte Reallabore
Abb. 2: Themenfelder und Reallabore: Strategien zur Zukunft der Mobilität im Quartier
AP 1: Stand der Forschung und Praxis - Mobilität in Quartieren (Leitung: Goethe-Universität, Beteiligt: alle)
In AP 1 wird der Stand von Forschung und Praxis zur Gestaltung nachhaltiger Mobilität in städtischen Quartieren aufbe-
reitet. Zugleich wird der Stand zu „Best-Practices" recherchiert, also Möglichkeiten zur Quartiersgestaltung, die z.B.
aufgrund ihrer Innovationskraft in der Praxis als wegweisend gelten. Die Bearbeitung erfolgt längs der drei Themenfelder
Dynamik und Gesellschaft, Persistenz von Infrastrukturen sowie Governance und Akteurskonstellationen. Neben den
wissenschaftlichen Partnern werden auch Akteure der beteiligten Städte Frankfurt und Darmstadt in die Bearbeitung
einbezogen, indem entsprechende Expert*innen-Kenntnisse erfragt werden.
AP 2: Reallabor Darmstadt Lincoln-Siedlung (Leitung: Stadt Darmstadt)
Innerhalb des Darmstädter Stadtgebietes befinden sich ehemals militärisch genutzte Flächen, die in den kommenden
Jahren entwickelt werden. Ziel des Konversionsprozesses ist eine bedarfsgerechte und nachhaltige Entwicklung der
Flächenpotenziale. Im ca. 3 km von der Innenstadt entfernten Reallabor Lincoln-Siedlung (siehe Abb. im Anhang F)
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
entsteht Wohnraum für etwa 4.000 Menschen, einschließlich notwendiger Versorgungseinrichtungen wie Kita, Schule,
soziale Einrichtungen, quartiersbezogene Dienstleistungen sowie Spiel- und Erholungsflächen. Die Bewohner*innen
sollen Bedingungen vorfinden, die die Unabhängigkeit vom eigenen Auto fördern. Die Lincoln-Siedlung wird mit dem
Konzept des autoreduzierten Wohnens und weniger Kfz-Stellplätzen als in Darmstadt üblich entwickelt und beinhaltet
die Entkopplung von Wohnen und Stellplätzen.
Mit dem Quartier Lincoln-Siedlung beabsichtigt die Stadt Darmstadt ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Mobilitäts- und
Siedlungsentwicklung zu realisieren, das im Rahmen des Anfang 2016 begonnenen Entwicklungsprozesses „Masterplan
Darmstadt 2030" im Themenfeld Mobilität beispielgebend ist und als Vorbild für weitere Quartiersentwicklungen dienen
soll. Dies gilt insbesondere für die anstehende Entwicklungsstufe „Cambrai-Fritsch-Kaserne mit Jefferson-Siedlung"
(siehe Abb. im Anhang F), wo Wohnraum für weitere 3.500 Menschen geschaffen wird. Das Reallabor Darmstadt steht
für ein in einem frühen Stadium der Entwicklung befindliches Stadtquartier, in dem der Transformationsprozess gezielt
gesteuert werden soll.
AP 2.1: Analysephase Reallabor Darmstadt Lincoln-Siedlung: Lebensweltliche und planungspraktische Prob-
lemlagen (Leitung: Stadt Darmstadt)
Im ersten Schritt wird untersucht, welche lebensweltlichen und planungspraktischen Problemlagen im Quartier vorliegen.
Hierzu erfolgt zunächst eine Verständigung zwischen Wissenschafts- und Praxispartnern hinsichtlich der verfolgten
Ziele, zu verwendenden Methoden und zum transdisziplinären Forschungsdesign. Entsprechend werden weitere für die
Lincoln-Siedlung relevante Praxispartner sowie die Bevölkerung einbezogen. Den drei thematischen Schwerpunkten
folgend werden Analysen durchgeführt (vgl. ausführlicher in AP 4.1, AP 5.1 und AP 6.1) und anschließend in einem
Workshop der Wissenschafts- und Praxispartner diskutiert. Diese Analysen bilden die Grundlage für das weitere Vorge-
hen der folgenden Arbeitspakete im Reallabor Darmstadt.
AP 2.2: Handlungsoptionen Reallabor Darmstadt Lincoln-Siedlung: Organisation und Durchführung von Pla-
nungswerkstätten mit der Bevölkerung (Leitung: Stadt Darmstadt)
Mit der in der Lincoln-Siedlung ansässigen Bevölkerung sowie zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner - soweit sie
bekannt sind werden Werkstätten mit allen Bevölkerungsgruppen durchgeführt. Die Werkstätten dienen der Identifizie-
rung von Anforderungen an das Quartier und an das Mobilitätsangebot, der Erhebung von Erfahrungen mit den angebo-
tenen innovativen Mobilitätsdienstleistungen sowie mit dem Parkraumkonzept. Mögliche Themenfelder der Planungs-
werkstätten sind: 1. Aufenthaltsqualität, Parkierung, Mobilitätsbedarf/Erfordernis, das Quartier zu verlassen. 2. Zusam-
menwirken von Gemeinwesenarbeit und Mobilitätsmanagement.
AP 2.3: (Umsetzungs-)Konzepte Reallabor Darmstadt Lincoln-Siediung: Übertragbarkeit auf das Cambrai-
Fritsch-Quartier (Leitung: Stadt Darmstadt)
Im Vorfeld der Entwicklung des geplanten, nächsten Konversions-Quartiers Cambrai-Fritsch werden Planungswerkstät-
ten als Grundlage für die Konzeptentwicklung durchgeführt. Dies geschieht in Anlehnung an das bereits erprobte Verfah-
ren in der Lincoln-Siedlung. Ziel dieser Planungswerkstätten ist es, frühzeitig Erkenntnisse über die Anforderungen an
den neuen Standort zu gewinnen und sich auf Qualitätsziele hinsichtlich einer nachhaltigen verkehrlichen Entwicklung
zu verständigen. Im Ergebnis soll eine Konzeption für das geplante Cambrai-Fritsch-Quartier erfolgen, die sowohl auf die
- Vorhabenbeschreibung -
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
planerischen Vorarbeiten zur Lincoln-Siedlung Bezug nimmt als auch zwischenzeitliche Erkenntnisfortschritte aus dem
Projekt und den damit verbundenen Planungs- und Bevölkerungswerkstätten einbindet.
AP 2.4: Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung weiterer Akteure (Leitung: Stadt Darmstadt)
Die Aktionen im Reallabor Darmstadt werden durch Öffentlichkeitsarbeit begleitet, wofür auch lokale Medienpartner (z.B.
die Zeitschrift „Lincoln-News", die quartalsweise erscheint) eingebunden werden. Ein Kommunikationskonzept für die
Beteiligung der Akteure und Öffentlichkeit soll unter Berücksichtigung der bisherigen Öffentlichkeitsarbeit entwickelt
werden. Zugleich werden weitere Akteure angesprochen (z.B. Sozialverbände, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen,
kommunale Wohnungsunternehmen als Vermieter der Bestandsgebäude, Vermarkter von Entwicklungsflächen auf dem
Gelände, Projektentwickler) und im Rahmen von Veranstaltungen in die Entwicklungsplanung eingebunden. Themenfel-
der sind ihre Erwartungen an das Leben in der Lincoln-/Cambrai-Fritsch-Siedung und ihre Bereitschaft zur Unterstüt-
zung des Entwicklungskonzepts.
AP 3: Reallabor Frankfurt Bornheim (Leitung: Stadt Frankfurt, Beteiligt: Planersocietät)
Das innenstadtnahe Bornheim in Frankfurt a. M. wird als zweites Reallabor fungieren. Bornheim ist ein weitgehend
gründerzeitlich geprägtes Wohn- und Mischgebiet mit ca. 30.000 Einwohner*innen. Der Stadtteil ist durch hohe Ver-
kehrsbelastungen (sowohl im ruhenden als auch im fließenden Kfz-Verkehr) und viele Nutzungskonflikte, gerade auch
im Verkehrsbereich, gekennzeichnet. Die Anforderungen der Bevölkerung an das Quartier sind als sehr heterogen ein-
zuschätzen. Die dichten Strukturen und die kurzen Wege im Stadtteil, sowie die hohe Verkehrsbelastung und der vor-
handene Parkdruck führen zu einer gestiegenen Bereitschaft auf neue Mobilitätsformen umzusteigen, dennoch besteht
ein ausgeprägter Wunsch nach öffentlichem Parkraum.
Das Reallabor Bornheim steht für ein urbanes Stadtquartier im Bestand, das von urbanen Transformationsprozessen
gekennzeichnet ist.
AP 3.1: Analysephase Reallabor Frankfurt Bornheim: Lebensweltliche und planungspraktische Problemlagen
(Leitung: Planersocietät, Beteiligt: Stadt Frankfurt)
Das Reallabor soll gemeinsam von Anwohner*innen-Initiativen, Vereinen und Infrastrukturträgern sowie Eltern- und
Bürger*innengruppen im Quartier sowie vom Ortsbeirat getragen werden. Eine Einbindung weiterer relevanter Akteure
(z.B. Mobilitätsdienstleister, Einzelhandel) kann kontinuierlich erfolgen. Ähnlich wie im Reallabor Darmstadt erfolgt zu-
nächst eine Analyse der bestehenden lebensweltlichen und planungspraktischen Problemlagen im Quartier (vgl. AP
2.1), wozu neben den Forschungs- und Praxispartnern weitere Praxisakteure eingebunden werden (z.B. Eltern- und
Bürger*innengruppen im Quartier, Mobilitätsdienstleister). Auch hier erfolgen die Analysen entsprechend der drei thema-
tischen Schwerpunkte (vgl. ausführlicher AP 4.2, AP 5.2 und AP 6.2). Die Ergebnisse werden anschließend in einem
Workshop der Wissenschafts- und Praxispartner vorgestellt und diskutiert.
AP 3.2: Handlungsoptionen Reallabor Frankfurt Bornheim: Organisation und Durchführung von Planungswerk-
stätten mit der Bevölkerung (Leitung: Stadt Frankfurt, Beteiligt: Planersocietät)
Im Vorfeld einer öffentlichen Auftaktveranstaltung werden in Form von Expert’innengesprächen mögliche Akteur*innen
und Kooperationspartner*innen auf lokaler Ebene gewonnen und eingebunden. Die spezifischen Interessen und Vorstel-
lungen werden ebenso herausgearbeitet, wie die Bereitschaft zum Engagement, die Sicht auf andere Akteur'innen.
Daraufhin wird der öffentliche Planungsdialog konzipiert, welcher sich insbesondere aus Bürgerforen und Planungs-
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
werkstätten zusammensetzt, die anhand der Themenfelder: 1. Förderung der Nahmobilität, Aufenthaltsqualität; 2. Flä-
chenverbrauch und Organisation des ruhenden Verkehrs; 3. Mobilifätsstationen und Integration von Sharing-Systemen
sowie 4. quartiersbezogene Mobilitätsdienstleistungen und Mobilitätsmanagement die verschiedenen Ansprüche, Projek-
tideen und Zielkonflikte und Möglichkeiten diskutieren sollen. Der Partizipationsansatz wird nicht nur quartiersübergrei-
fend, sondern ebenso auf der Ebene der Straßenräume erfolgen. Mit den Bewohner*innen und Stakeholdern werden
Handlungsszenarien zur alternativen Nutzung des Frei- und Stadtraums sowie Mobilitätsangeboten entwickelt. Zwei
öffentliche Aktionstage werden stattfinden.
Ar $us (Umsetzungs-)Konzepte Reallabor Frankfurt Bornheim (Leitung: Planersocietät, Beteiligt: Stadt Frank-
u
Auf Grundlage der Planungswerkstätten sollen zukunftsweisende Konzepte zur Umsetzung im Reallabor Frankfurt
Bornheim erarbeitet werden. Neben einer quartiersbezogenen Strategie für Bornheim sollen auch Experimente mit der
Umsetzung einzelner Maßnahmen und Bausteine in der Laufzeit des Projektes erfolgen. Hier könnte z.B. an Begeg-
nungszonen im Quartier, die Einrichtung von Mobilitätsstationen zur Steigerung der Attraktivität von Sharing-Stationen
(ggf. unter Einbindung von Elektrofahrzeugen) oder ein neues Parkraumkonzept für das Quartier angedacht werden.
Auch soll eine Einbindung bzw. Abstimmung des Konzeptes mit der Mobilitätsstrategie der Stadt Frankfurt bzw. mit
übergeordneten planerischen und strategischen Konzepten erfolgen, um damit die Übertragbarkeit auf andere Quartiere
zu sichern.
en 3.4: Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung weiterer Akteure (Leitung: Stadt Frankfurt, Beteiligt: Planersocie-
tät
Ähnlich wie im Reallabor Darmstadt (vgl. AP 2.4) wird auch in Frankfurt eine systematische Öffentlichkeitsarbeit unter
Einbindung lokaler Medien erfolgen. Es bestehen Medienpartnerschaften mit der Frankfurter Rundschau sowie mit hr-
INFO im.Rahmen von „Green City". Auch die Einbindung weiterer Akteure wird verfolgt (vgl. auch AP 3.1.).
AP 4: Dynamik und Gesellschaft (Leitung: Goethe-Universität)
Charakteristisches Merkmal moderner Gesellschaften sind fortschreitende und dynamische Veränderungen von Instituti-
onen und Alltagsroutinen. So gehen z.B. mit der Digitalisierung und Entwicklung neuer Technologien (z.B. Smartphones)
direkte und indirekte Veränderungen alltäglicher Gewohnheiten und Praktiken einher, welche letztlich auch auf die Ent-
stehung von Verkehr und Mobilität umfassende Auswirkungen haben können. So ist z.B. die sogenannte Sharing Eco-
nomy in den letzten Jahren in den unterschiedlichsten Lebensbereichen deutlich gewachsen (z.B. Wohnen mit Airbnb
etc.) und auch im Mobilitätssystem deuten sich zahlreiche Veränderungen an (z.B. Uber, Car- und Bike-Sharing, Mit-
fahrgelegenheiten, autonomes Fahren), deren Konsequenzen derzeit in keiner Weise abschätzbar sind, die den Mobili-
tätsalltag in Zukunft jedoch erheblich verändern werden.
Digitalisierung ermöglicht im Mobilitätssystem bessere Informationen zu Verkehrsmitteloptionen, gerade auch zur Kom-
bination verschiedener Verkehrsmittel auf unterschiedlichen Wegen (Multimodalität) sowie innerhalb einer Wegekette
(Intermodalität). Multimodalität wird als eine Strategie für eine nachhaltigere urbane Mobilitätsgestaltung häufig genannt
(z.B. European Communities, 2007), zugleich wird jedoch auch vor damit einher gehenden Gefahren der sozialen Exklu-
sion bestimmter Bevölkerungsgruppen gewarnt (‚multimodal divide', z.B. Groth, 2016). Vor dem Hintergrund sich wan-
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
deinder Bevölkerungsstrukturen (u.a. demographischer Wandel, Migration) werden in der Stadt der Zukunft solche sozi-
al-ökotogischen Ungleichheiten einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.
Doch auch weitere soziale Veränderungen sind für die Mobilität der Zukunft relevant. So treten mit den ‚baby boomers'
Menschen in die Ruhestandsphase, welche den Aufstieg des Autos zur Massenmotorisierung (mit-)erlebten und {mit-)
gestalteten. Sie besitzen einen hohen Führerscheinanteil und waren in ihrem Leben stärker an das Automobil gebunden
als alle Generationen zuvor. Zugleich werden weitere aktuelle Tendenzen zur Veränderungen der Alltagsmobilität disku-
tiert, etwa zur Ablösung des Autos als Statussymbol bei jüngeren Menschen und zur Renaissance des Fahrrads in allen
Altersgruppen oder die fortschreitende Flexibilisierung der Arbeitswelten mit damit einher gehenden, veränderten Mobili-
tätserfordernissen.
Die vorhandenen Mobilitätsbedürfnisse sowie mögliche Veränderungspotentiale aus Bevölkerungssicht sollen im AP 4
mithilfe der Reallabore analysiert werden. Auch soll hierbei auf aktuell ablaufende Prozesse und sich daraus ergebende
neue Handlungsoptionen - z.B. Sharing-Optionen für Alltagsmobilität, Bedeutung von Pkw-Besitz und -Nutzung, Mit-
fahroptionen - differenziert eingegangen werden. Aus Bevölkerungssicht sollen Möglichkeiten zur (Um-)Gestaltung von
Mobilität im Quartier herausgearbeitet werden sowie die Bereitschaft der Bevölkerung abgeschätzt werden, entspre-
chende Maßnahmen der Stadt zu unterstützen bzw. an ihrer Umsetzung mitzuwirken.
AP 4.1: Reallabor Darmstadt: Dynamik und Gesellschaft (Leitung: Goethe-Universität)
Eine Analyse der Mobilitätsbedürfnisse und der sozialen Integration der heutigen Bewohner*innen wird mittels einer
quantitativen standardisierten Befragung vorgenommen. Es sollen die Motive der Verkehrsmittelwahl, Einstellungen zu
Verkehrsmitteln und Sharing-Dienstleistungen, die Nutzung der Mobilitätsangebote im Quartier (Mobilitätsberatung,
Elektro-Leihwagen, Car-Sharing, Car-Pooling, Leihräder, ÖPNV, Rad), Nutzungsansprüche (Parken, Aufenthalt, Freizeit)
sowie Anforderungen an die Lebensqualität, sozio-kulturelle Vielfalt und das Wohlbefinden im Quartier erfasst werden.
Auch soll die Sozialstruktur und Bevölkerungsdynamik in der Lincoln-Siedlung, in der sukzessive neue Wohnungen
erschlossen werden, begleitet werden, da sich individuelle Gewohnheiten bereits im Prozess der Quartiersentwicklung
herausbilden und zielgruppengerechte Maßnahmen frühzeitig ergriffen werden sollten. Die Ergebnisse der quantitativen
Befragung werden in Workshops mit der Bevölkerung diskutiert und hinsichtlich sich daraus ergebender Maßnahmen
diskutiert. Qualitative Interviews und Fokusgruppen sollen die erzielten Ergebnisse vertiefen.
Weiterhin sollen im Reallabor Lincoln-Siedlung Aspekte der sozio-kulturellen Integration untersucht werden. Die Stadt
Darmstadt zielt auf einen Transfer vorhandener Erfahrungen aus den Darmstädter Quartieren des Programms Soziale
Stadt, wie z.B. Kranichstein und Eberstadt-Süd. Durch die sozialwissenschaftliche Begleitung sollen von der Bevölke-
rung wahrgenommene distributive, prozedurale und interpersonale (Un-)Gerechtigkeiten herausgearbeitet werden, um
über geeignete Strategien die Identifikation der Bewohner*innen mit dem Quartier und dessen innovativen Zielen im
Kontext der Nachhaltigkeit zu stärken und sozial-ökologische Ungleichheiten abzubauen.
AP 4.2: Reallabor Frankfurt Bornheim: Dynamik und Gesellschaft (Leitung: Goethe-Universität)
In Bornheim wird ebenfalls eine quantitative standardisierte Befragung der Quartiers-Bewohner*innen hinsichtlich ihrer
Mobilitätsbedürfnisse, Einstellungen zu und Nutzung von Verkehrsmitteln im Alltag durchgeführt. Die Bedürfnisse der
Bewohner*innen des Quartiers bezüglich Parkraumnutzung bilden einen Schwerpunkt der Befragung, die in großen
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Teilen identisch zu der Befragung in Darmstadt (AP 4.1) erfolgt. Die Befragungsergebnisse sollen in den nachfolgenden
Planungswerkstätten und bei Workshops genutzt werden, um Strategien zur Steigerung der Nahmobilität, Veränderun-
gen des Parkraum-Managements oder zur Abschätzung der Nachfrage von Mobilitätsstationen zu gewinnen. Weiterhin
soll die sozialwissenschaftliche Begleitforschung die Entwicklung von Interventionen, wie z.B. Anreizen zur Nutzung von
Sharing-Dienstleistungen, begleiten und deren Wirksamkeit evaluieren sowie Aufschluss über deren Wirksamkeit und
Transfermöglichkeiten geben. Ähnlich wie in Darmstadt (AP 4.1) werden die Ergebnisse der quantitativen Befragung in
Workshops mit der Bevölkerung diskutiert und finden Verwendung als Input in Planungswerkstätten zur Entwicklung
geeigneter Handlungsoptionen. Eine Analyse der gesellschaftlichen Akzeptanz innovativer Parkraumkonzepte, die auch
neue Sharing-Dienstleistungen einbeziehen und damit letztlich zu einer Verknappung des Parkraums für individuell
genutzte Pkw führen können, soll durchgeführt werden sowie die Mitarbeit und Evaluation einer ggf. notwendigen Kom-
munikationsstrategie zu neuen Parkraumkonzepten. Auch wird ggf. auf qualitative Interviews und Fokusgruppen zur
vertiefenden Analyse einzelner Aspekte oder geplanter Umsetzungen zurückgegriffen. So können z.B. Strategien zur
Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Klimaresilienz mit Bürger*innen und lokalen Akteur*innen erarbeitet und dis-
kutiert werden (z.B. Quartierslogistik für die KAP-Dienste; Begrünung des Quartiers, Parkraumgestaltung in Verknüpfung
mit Sharing-Systemen). Die durchgeführten Maßnahmen sollen im Anschluss evaluiert werden.
AP 4.3: Dynamik und Gesellschaft Übertragbarkeit und Synthese der Ergebnisse aus den Reallaboren (Leitung:
Goethe-Universität)
Die Erkenntnisse aus den Reallaboren in Darmstadt und Frankfurt werden in einem abschließenden Workshop integrie-
rend mit Forschungs- und Praxispartnern sowie weiteren lokalen Akteuren diskutiert und hinsichtlich der Übertragbarkeit
auf weitere Städte und Quartiere bewertet.
AP 5: Persistenz und Infrastrukturen (Leitung: Planersocietät/StetePlanung)
Die Persistenz gewachsener (Infra-)Strukturen hat auf die Zukunft der Mobilität in Stadtquartieren einen entscheidenden
Einfluss. Soziale Dynamiken können sich nur im Rahmen des baulich Gewachsenen entfalten und müssen dieses ver-
ändern und anpassen. Zugleich ist die Veränderung baulicher Strukturen in Städten ein langwieriger, zeitraubender
Prozess mit einer Vielzahl von Akteuren, gerade auch gemessen an den dynamischen Veränderungen durch die Digita-
lisierung. Orientiert am Leitbild der Stadt der kurzen Wege wird in AP 5 analysiert, wie sich Konzepte der Nahmobilität
als Beitrag zu Klimaschutzzielen und zur Förderung der Aufenthaltsqualität vor dem Hintergrund der historisch gewach-
senen Struktur einer autogerechten Stadt umsetzen lassen. Besonders die Organisation des ruhenden Verkehrs sowie
autoreduziertes Wohnen werden als konfliktbehaftete Themen wahrgenommen, zu denen unter Einbezug der lokalen
Bevölkerung in den Reallaboren gemeinsam Gestaltungsmöglichkeiten erarbeitet werden.
AP 5.1: Reallabor Darmstadt Lincoln-Siedlung: Persistenz und Infrastrukturen (Leitung: StetePlanung)
AP 5.1 befasst sich mit den Prozessen der Infrastrukturgestaltung bei der Entwicklung der Lincoln-Siedlung sowie der
Ausgestaltung und Etablierung von alternativen Angeboten zur individuellen motorisierten Mobilität. Forschungsleitend
ist die Frage, inwiefern sich manifestierte Planungsstrukturen bei der Gestaltung neuer Quartiere fortsetzen und wie sie
im Sinne einer nachhaltigen Gestaltung urbaner Mobilität aufgebrochen werden können, Parkraumkonzepte bspw. wer-
den üblicherweise auf Grundlage der Landesbauordnung (LBO) bzw. der kommunalen Stellplatzsatzung entwickelt. Je
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
nach Quartiersdichte kann dies zu einem erheblichen Bedarf an Stellplätzen führen, der in direkter Konkurrenz zu Auf-
enthalts- und Bewegunggsflächen für den nicht-motorisierten Verkehr steht.
Traditionell überwiegt bei der Gestaltung des öffentlichen Raums vielfach die Verkehrsfunktion. Die Aufenthaltsfunktion
wird dem untergeordnet. Das verträgliche Miteinander der verschiedenen Nutzergruppen wird durch verkehrsrechtliche
Festlegungen (z.B. Anordnung von Geschwindigkeit) erschwert. Des Weiteren erschweren Infrastrukturgestaltung und
verkehrsrechtliche Regelungen (z.B. bei CarSharing-Stellplätzen im öffentlichen Raum) die Etablierung von Alternativen
zum Privat-Pkw.
Um die für eine zukunftsfähige Mobilität entscheidenden Planungs- und Beteiligungsprozesse auf Quartiersebene zu
beforschen, die Anforderungen der Quartiersbevölkerung im Hinblick auf die Infrastrukturgestaltung und die alternativen
Mobilitätsangebote aufzunehmen sowie Zielkonflikte, Hemmnisse und Chancen aus Sicht von Projektentwicklern und
Fachverwaltungen zu erfassen, werden u.a. Veranstaltungen im Reallabor Lincoln, wie Zielgruppen-Werkstätten mit
unterschiedlichen Zielgruppen und Bürgerforen sowie Interviews mit ausgewählten Akteuren durchgeführt. So sollen
beispielsweise Interviews mit neuen Grundstückseigentümern / Projektentwicklern zu den spezifischen Rahmenbedin-
gungen in Lincoln (z.B. Trennung von Wohnen und Pkw-Stellplätzen, Parkraumkonzept, Fahrradinfrastruktur), ihrer
Bewertung des Mobilitätskonzepts und die Frage, inwieweit dies ihre Entscheidung für Lincoln beeinflusst hat, durchge-
führt werden. Weiterhin sollen Interviews mit Architekten von Bauvorhaben in Lincoln zu deren Umgang mit den Vorga-
ben zur infrastrukturellen Ausstattung in Lincoln (z.B. Fahrradinfrastruktur, Ladesäulen für e-Mobilität) auf Privatgrund
und zu ggfs. auftretenden Zielkonflikten durchgeführt werden.
In AP 5.1 wird herausgearbeitet, was es konkret bedeutet, von diesen Vorgaben und Vorstellungen abzurücken und
alternativen Angeboten die erforderliche Infrastruktur bereitzustellen und die Chance zu nutzen, ein Quartier von Anfang
an so zu gestalten, dass das eigene Auto entbehrlich ist. Im Rahmen des AP 5.1 werden zum einen Handlungsoptionen
herausgearbeitet, wie sich - auf der Grundlage der erfassten Mobilitätsbedürfnisse - in weiteren Quartieren neue Mobili-
tätsdienstleistungen etablieren lassen und zum andern welcher Organisations- und Managementstrukturen sowie ver-
kehrsrechtlichen Regelungen bzw. planungsrechtlichen Vorgaben es hierbei bedarf.
AP 5.2: Reallabor Frankfurt Bornheim: Persistenz und Infrastrukturen (Leitung: Planersocietät)
AP 5.2 analysiert den Umgang mit persistenten Raum- und Infrastrukturen vor dem Hintergrund der erfassten lebens-
weltlichen Probleme und der Mobilitätsbedürfnisse der Quartiersbewohner*innen. Fragen sind z.B. wie starre Strukturen
flexibilisiert werden und für andere Verkehrsarten und veränderte Mobilitätsbedürfnisse ausgerichtet werden können?
Wie kann sich die Infrastruktur des ruhenden und fließenden Verkehrs in urbanen Quartieren vor dem Hintergrund der
erwarteten zukünftigen Mobilitätsumbrüche und Herausforderungen ausrichten? Wie können die Organisationsstrukturen
entsprechend den neuen Nutzeranforderungen sowie der individueller werdenden Mobilitätsformen genutzt werden?
Neue Mobilitätsformen oder Mobilitätsstationen für eine multimodale Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel müssen
in die Straßenraumstruktur integriert werden. Dafür werden flexible Handlungsoptionen herausgearbeitet, die es einem
urban geprägten Stadtraum ermöglichen, auf sich wandelnde gesellschaftliche Entwicklungen nutzerorientiert zu reagie-
ren. Mit solchen Optionen geht die Chance einher, Flächen des öffentlichen Raums oder der Infrastruktur, die dem flie-
Rßenden und ruhenden MIV vorbehalten sind, zurückzugewinnen, gestalterisch aufzuwerten und soziale Interaktionen im
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukünftsstadt
Quartiersraum zu realisieren. Gleichzeitig sollen mit den lokalen Wirtschaftsakteuren im Quartier neue Möglichkeiten der
Güterverteilung entwickelt werden. Die Entwicklung und der Erfolg neuer Mobilitätsformen hängen dabei in großem
Maße von ihrer Akzeptanz in der Nutzung ab, weshalb die Mitarbeit der lokalen Stakeholder mit ihren Anforderungen,
Bedenken und Bedürfnissen als zukünftige Nutzer*innen in den Reallaboren ausschlaggebend ist.
AP 5.3: Integration der Ergebnisse: Persistenz und Infrastrukturen (Leitung: StetePlanung/Planersocietät)
Die Erkenntnisse aus den Reallaboren in Darmstadt und Frankfurt werden in einem abschließenden Workshop integrie-
rend mit Forschungs- und Praxispartnern sowie weiteren lokalen Akteuren diskutiert und hinsichtlich der Übertragbarkeit
auf weitere Städte und Quartiere bewertet.
AP 6: Governance und Akteurskonstellationen (Leitung: TU Braunschweig)
AP 6 wird eine vergleichende Politikfeldanalyse beider Reallabore durchführen und ermöglicht einen evaluierenden Blick
auf die politischen Umsetzungsmöglichkeiten einer transformativen Quartiergestaltung. Das Vorgehen orientiert sich
dabei an einem dem Advocacy Coalition Framework (ACF) entlehnten und für die Städte Darmstadt und Frankfurt je-
weils angepassten Vorgehen. Der Vergleich zielt auf eine komparative verstehende Tiefenanalyse der Governance in
beiden Städten. Die urbane Mobilitätsgestaltung wird somit zwischen und innerhalb der Städte und Quartiere betrachtet.
Vergleichend lassen sich Strategien und Ergebnisse unter verschiedenen Rahmenbedingungen identifizieren.
AP 6.1: Strukturen der Policy Subsysteme (Leitung: TU Braunschweig)
AP 6.1 erfasst die Strukturen der Policy Subsysteme der urbanen Mobilität institutionell. Auf Basis von Befragungen
erhebt AP 6.1 netzwerkanalytisch die Akteurskonstellationen und die Belief-Systeme der Akteure. Die Ergebnisse dienen
der Einordnung der Fälle in Hinblick auf Reifegrad und Koalitionsstrukturen der Subsysteme.
AP 6.2: Untersuchung und Begleitung der Aushandlungsprozesse (Leitung: TU Braunschweig)
In einem zweiten Schritt erfolgt die Untersuchung und Begleitung der Aushandlungsprozesse für Veränderungen der
Quartiersstrukturen und Gestaltungen der Mobilitätsoptionen. Die Analyse orientiert sich an den einschlägigen Hypothe-
sen des ACF und untersucht die Rolle von gemeinsamen Foren, Policy Brokern, externen Ereignissen, spezifischen
Aushandlungsprozessen, Besonderheiten der institutionellen Gegebenheiten und der Subsystemstrukturen auf Lern-
und Veränderungsprozesse.
AP 6.3: Evaluation der beschlossenen Maßnahmen (Leitung: TU Braunschweig)
Die dritte Projektphase umfasst die Evaluation der Maßnahmen. Auf Grundlage von teilnehmender Beobachtung, Do-
kumentenanalysen und Expertengesprächen werden mit den Bewohner*innen Kriterien und Wirkungsmodelle entwickelt,
um den Erfolg der Umsetzung nachhaltiger Mobilitätskonzepte zu erfassen. Ziel ist die Entwicklung von Indikatoren mit
den Stakeholdern vor Ort, die den Erfolg lokaler Maßnahmen quantitativ und qualitativ abbilden und von den Bewoh-
ner‘innen als eigene Kriterien für die Begleitung der Umsetzung genutzt und akzeptiert werden. Sofern im Projektzeit-
raum noch möglich, wird eine standardisierte Validierung der Ergebnisse mit objektiven Daten (Verkehrsflüssen, Verän-
derungen des Modal Splits, Nutzung neuer Mobilitätsdienstleistungen) und Befragungsergebnissen angestrebt.
AP 6.4: Integration der Ergebnisse: Governance und Akteurskonstellationen (Leitung: TU Braunschweig)
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Die Erkenntnisse zu Governance und Akteurskonstellationen werden in einem abschließenden Workshop städteüber-
greifend integrierend mit Forschungs- und Praxispartnern sowie weiteren lokalen Akteuren diskutiert und hinsichtlich der
Übertragbarkeit auf weitere Städte und Quartiere bewertet.
AP 7: Analyse und Zusammenführung der Ergebnisse (Leitung: Goethe-Universität)
AP 7 führt die Ergebnisse der vorangegangenen Arbeitspakete zu den Reallaboren (AP 2 und AP 3) sowie zu den The-
menschwerpunkten (AP 4, AP 4, AP 6) zusammen. Damit integriert dieses Arbeitspaket sowohl die reallaborspezifischen
Aushandlungsprozesse zwischen Bürgerschaft, Stadtgesellschaft, Wirtschaftsakteure, Politik und Verwaltung als auch
die wissenschaftlichen, übergreifenden Erkenntnisse. Zudem werden die Erkenntnisse aus den beiden Reallaboren in
Frankfurt und Darmstadt miteinander vernetzt. Hieraus sollen integrierte, übertragbare Umsetzungskonzepte nachhalti-
ger Mobilitätsgestaltung in Quartieren formuliert werden, die eine Bandbreite von Anwendungsfällen abdecken. AP 7
beinhaltet eine ökologische und soziale Bewertung der Ergebnisse. Diese wird durch einen Stakeholder-Workshop be-
gleitet und ist qualitativ angelegt (Multi-Kriterien-Analyse). Die Bewertung befasst sich mit den Auswirkungen der Trans-
formationsprozesse auf der gesamtstädtischen Ebene, wobei insbesondere die Beiträge für eine energieeffizientere und
ökologischere wie auch sozial gerechtere Stadt betrachtet werden. Am Ende des Arbeitspaketes stehen „Strategien zur
Zukunft urbaner Mobilität im Quartier“, die als Handlungsgrundlage für die Transformation von Quartieren unter den
Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem Abbau sozial-ökologischer Ungleichheiten dienen.
AP 8: Projektkoordination und Ergebnistransfer (Leitung: Goethe-Universität)
Die Goethe-Universität übernimmt die Projektkoordination, sie umfasst die Abstimmungen auf Arbeitsebene, die Organi-
sation von Arbeitskreisen und Projekttreffen sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Zudem beinhaltet AP 8 eine Evaluations-
komponente auf Grundlage eines Evaluationskonzeptes. Der Ergebnistransfer setzt sich zusammen aus: mindestens 3
Publikationen und 6 Vorträgen, drei Praxisworkshops sowie einer Abschlusskonferenz. Das Gesamtergebnis des Projek-
tes wird zielgruppenspezifisch aufbereitet und als „Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier" publiziert.
. Kooperationen und Arbeitsteilung in transdisziplinärer Kooperation
Im Sinne eines trans- und interdisziplinären Forschungsprojektes werden die Arbeitspakete (AP) von den Partnern ge-
meinsam bearbeitet. Die Kommunen leiten die APs zu den Reallaboren (AP 2 bzw. AP 3), die Goethe-Universität (AP 1,
AP 4), die Planersocietät sowie StetePlanung (AP 5) und die TU Braunschweig (AP 6) leiten die stärker wissenschaftli-
chen Arbeitspakete. Die Koordinationsaufgaben übernimmt die Goethe-Universität (AP 7, AP 8). Die mediale Kommuni-
kation zu Aktivitäten des Projekts zur Information der Bevölkerung des Quartiers und der Stadt wird durch lokale Medi-
enpartner realisiert. Zwischen der Stadt Frankfurt und hr-NFO besteht eine Medienkooperation zum Thema Green City,
in deren Rahmen das Forschungsprojekt vorgestellt und regelmäßig über Veranstaltungen und Fortschritte berichten
wird. Weiterhin wurde eine Medienpartnerschaft mit der Frankfurter Rundschau zu dem Projekt geschlossen, in deren
Rahmen über den Verlauf des Projekts berichtet wird (siehe Anlage).
Orientiert an der idealtypischen Ausgestaltung transdisziplinärer Forschung (Jahn, 2012) werden (1) in einem Teambuil-
dingsprozess zunächst die lebensweltlichen Probleme in der Quartiersgestaltung zum Thema urbane Mobilität der
Kommunen herausgearbeitet (AP 2.1 und AP 3,1) und gemeinsam mit allen Projektbeteiligten in Forschungsfragen
übersetzt. Hierzu soll ein zweitägiges Kickoff-Treffen stattfinden. (2) Im Anschluss werden die Fragestellungen in hete-
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
rogene Problemwahrnehmungen der Themenschwerpunkte im Projekt aufgefächert. Disziplinübergreifende Wissensge-
nerierung und die Anschlussfähigkeit der Arbeitspakete wird durch regelmäßig stattfindende Projekttreffen einmal pro
Quartal gewährleistet. Gemeinsam werden dabei Ergebnisse erarbeitet, ausgetauscht und in einem wechselseitigen
Prozess des Lernens und Evaluierens weiterentwickelt. Die Forschungspartner verstehen sich als Impulsgeber bei der
Entwicklung von Strategien. (3) Abschließend findet eine Wissensintegration in zwei Richtungen statt: a) Auf Seiten der
Praxis findet eine problembezogene Integration von Diskursen und Änderungen im Praxisfeld mit dem Ziel einer Trans-
formation lebensweltlicher Probleme statt. Dabei werden die Ergebnisse zielgruppenspezifisch aufgearbeitet und als
„Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier" publiziert. b) Im wissenschaftlichen Kontext wird eine interdiszipli-
näre Integration durch die Herausarbeitung von Impulsen für Diskurse mit dem Ziel wissenschaftlicher Innovation erar-
beitet.
. Erwartetes Ergebnis, Anwendungspotenzial und Transfermöglichkeiten
Bei der Gestaltung der Reallabore wird das Projekt auf inhaltliche und methodische Vorerfahrungen aus anderen Projek-
ten zurückgreifen können. Insbesondere ist hier das vom Land Baden-Württemberg geförderte „Future City
Lab_Stuttgart: Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur‘ an der Universität Stuttgart zu nennen, welches sozial-
wissenschaftlich vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) begleitet wird. Die Erfahrungen aus Stuttgart
sollen bereits frühzeitig in das Design der Reallabore in Frankfurt und Darmstadt einfließen. Auch sollen weitere Erfah-
rungen mit städtischen Reallaboren im Methodendesign Beachtung finden, um letztlich mit dem Projekt auch Erkennt-
nisse über die Eignung des Instruments „Reallabor" für zukünftige Forschungsvorhaben der Stadt- und Mobilitätsfor-
schung zu gewinnen.
Auf wissenschaftlicher Ebene wird das Vorhaben die Transformation urbaner Mobilität untersuchen und den Möglichkei-
ten der Gestaltung nachhaltiger Mobilität im Quartier aus der Perspektive der Sozialwissenschaften, der Politikwissen-
schaft und der angewandten Stadt-/Verkehrsplanung nachgehen. Das Vorhaben dient ebenfalls der Qualifikation des
wissenschaftlichen Nachwuchses an den beteiligten Universitäten. Studierende des beantragten inter- und transdiszipli-
nären Masterstudiengangs der TU Braunschweig werden in einem einjährigen Projektmodul direkt an der Erforschung
lebensweltlicher Problemstellungen beteiligt. An der Goethe-Universität Frankfurt sollen Bachelor- und Master-
Studierende der Humangeographie in Projektseminaren an der Erforschung von Partizipations- und Umsetzungsprozes-
sen in den Quartieren beteiligt werden.
Auf planungspraktischer Ebene wird das Projekt konkrete Prozesse für Verwaltungshandeln und Bürger*innen-
Beteiligung formulieren und Umsetzungskonzepte für Vorhaben auf Quartiersebene hervorbringen - diese werden in
einer eigenen Publikation als „Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier" veröffentlicht. Das Projekt wird Ko-
operationsformen aufzeigen und die Akteur‘innen auf kommunaler Ebene befähigen, eigene Lösungen zur Gestaltung
einer nachhaltigen Mobilität im Quartier zu erarbeiten.
Innerhalb der Stadtgesellschaften wird der Erkenntnistransfer des Projekts durch gemeinsame Veranstaltungen (z.B.
Bürgerwerkstätten) mit lokalen Akteuren und Bürger*innen - auch aus anderen Quartieren - durchgeführt. Zur stärkeren
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Partizipation von Bürger*innen werden verschiedene Formate angewandt, die auch digitale Medien einbeziehen. Damit
werden neben dem Erkenntnistransfer auch Vernetzungsmöglichkeiten für nachhaltige Mobilität und Partizipation in den
Städten gestärkt. In Darmstadt sind z.B. drei Zielgruppen-Werkstätten sowie zwei Bürgerforen im Projektverlauf geplant.
In Frankfurt werden ein Bürgerforum zum Auftakt, sechs Workshops (eine Sitzung zur Analyse, vier Sitzungen zur Kon-
zeption, eine Sitzung zum Umsetzungskonzept) sowie öffentliche Aktionstage (zweimal jeweils in 2019 und 2020) statt-
finden. Des Weiteren werden Kommunikationsmaterialien erarbeitet und in gedruckter Form sowie online zur Verfügung
gestellt.
Die beiden Reallabore in Frankfurt und Darmstadt stehen prototypisch für zwei Typen von Quartieren, die sich in ähnli-
cher Weise und mit ähnlichem Problemdruck auch in zahlreichen weiteren Kommunen finden lassen: erstens, eher ver-
dichtete Bestandsquartiere mit hohem Bevölkerungs- und Flächendruck (insbesondere durch Mangel an preisgünstigen
Pkw-Stellflächen), wie in Frankfurt-Bornheim, und zweitens Neubauquartiere bzw. Konversionsflächen (wie die Lincoln-
Siedlung in Darmstadt) mit noch guten oder sehr guten Erreichbarkeiten städtischer Zentren, bei denen alternative Fort-
bewegungsmöglichkeiten bereits in der Bau- und Planungsphase des’Quartiers so attraktiv gestaltet werden, dass ein
Leben ohne eigenes Auto möglich und attraktiv wird. Damit können die Erfahrungen in den beiden Reallaboren auch
übertragen werden, um mit den gleichen oder ähnlichen Gestaltungsoptionen und Partizipationsmöglichkeiten eine
Transformation im Quartier hin zu einer nachhaltigeren Entwicklung zu erleichtern.
Vor diesem Hintergrund spielt der Ergebnistransfer in regionale und überregionale Netzwerke von Forschung und Praxis
durch die regelmäßige Teilnahme und Vorträge auf wissenschaftlichen Konferenzen sowie durch die Beteiligung an
entsprechenden Netzwerken der Planungswissenschaften und Stadtverwaltungen (z.B. difu-Veranstaltungen, Arbeits-
kreise der Städte, etc.) eine wichtige Rolle zum Transfer der Ergebnisse auch in andere Städte und Quartiere.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
. Zeit-, Finanzierung- und Meilensteinplanung
Zeit- und Meilensteinplanung
Leitinitiative Zukunftsstadt
Die Projektlaufzeit beträgt 36 Monaten. Die Zeiträume und Meilensteine für die Arbeitspakete sind in Abbildung 3 auf
S. 20 aufgeführt.
Personelle Ressourcenplanung
Vorgesehenen Personenmonate je Arbeitspaket und Verbundpartner:
Tabelle 1: Darstellung der vorgesehenen Personenmonate je Arbeitspaket und Verbundpartner
Personenmonate
GU TUB_| Planersocietät | StetePlanung Darmstadt Frankfurt
3,75 1,5
15,5
mit Unterauftrag
mit Unterauftrag
mit Unterauftrag
mit Unterauftrag
6
AP31 PS 4
AP3.2 FFMPS 4 mit Unterauftrag
AP33 PS 1,6
AP3.4 FFM mit Unterauftrag
AP4_ GU
AP41 GU 15
AP42 GU 15
AP43 GU 6,25
AP5 PSISP
AP 5.1 sp 12,5
AP52 PS 15
AP5.3 PSISP 3 3
AP6 TUB
AP6.1 TUB 25
AP62 TUB 12
AP6.3 TUB 75
AP6.4 TUB 5,5
AP7T _GU 4
AP8 GU 18
Gesamt: 63 29 27,6 15,5 15,5 6
Neben den aus dem Projekt finanzierten Personalkosten (sie Freistellung der Stadt Frankfurt) stellt die Stadt Frankfurt
am Main für die Projektlaufzeit (36 Monate) zusätzlich eigenes Bestandspersonal (TVÖD E13) für Koordinierungsaufga-
ben, die Betreuung der Unteraufträge sowie die Projektleitung zur Verfügung.
Darüber hinaus stellt die Stadt Frankfurt am Main Räumlichkeiten für Abstimmungs- und Lenkungskreissitzungen bereit.
- Vorhabenbeschreibung -
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Leitinitiative Zukunftsstadt
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
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- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Finanzierungsplanung
Die Kosten (in Euro) verteilen sich auf die Projektpartner wie folgt:
Personalkosten Projekt- Gesamt
Kosten Pauschale Pauschale Uni | Projektkosten
W Gemeinkosten (20%)
Stadt FFM 6_| 43,500 43.500 | 43.000 sl | 8740] 100%] 87.400]
Stadt DA 15,5 | 101.072 101.072| 48.100 900 150.072 100% 150.072
Uni Frankfurt 63 | 365.050 365.050 73.790 442.741 100% 442.741
29 182.390 229.668
272.462 279.662
73.121 87.745| 160.866 165.066
GESAMT | [| tal 1221180]
Tabelle 2: Finanzierungsplanung
8. Erklärung über die Notwendigkeit der Zuwendung
Das Projekt kann ohne die Zuwendung nicht durchgeführt werden. Eigen- und Drittmittel stehen nicht zur Verfügung.
9. Schutzrechteerklärung
Schutzrechte und Schutzrechtsanmeldungen werden nicht berührt.
10.Darstellung des Verwertungsplans der Teilprojekte:
Verwertungsplan Goethe-Universität Frankfurt am Main
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten mit Zeithorizont:
Die Goethe-Universität konzentriert sich als Forschungseinrichtung kennzeichnend durch non-profit orientierten Arbei-
tens auf den gesellschaftlichen Nutzen. Dabei hat sie sich vor allem das Ziel eines Transfers des theoretischen Wissens
in die Alltagswelt der Region RheinMain zum Ziel gesetzt. Dies soll als bi-direktionaler Prozess verstanden werden, bei
dem nicht nur Wissen in die Praxis transferiert werden soll, sondern auch mittels der Reallabore weitere Fragestellungen
aus der Gesellschaft heraus generiert werden. Aufbauend auf die Analyse der Bedürfnisse und Anforderungen der Bür-
ger*innen der Säule Gesellschaft und Dynamik werden Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Klimaschutzzielen auf kom-
munaler Ebene im Rahmen einer möglichst emissionsarmen Gestaltung urbaner Mobilität und der Zufriedenheit von
Bürger*innen erarbeitet, welche Konflikte bei der klimaschutzorientierten Entwicklung von Wohngebieten vorbeugen
sollen. Analysen einer sozial gerechteren Gestaltung der Umwelt- und Lebensqualität in der Mobilitätsplanung unterstüt-
zen dies ebenfalls. Mit dem Ziel der Konfliktvermeidung durch eine frühe Analyse der Bedürfnisse und Wahrnehmung
der Bevölkerung ist dieser Ansatz reinen top-down Planungsansätzen überlegen. Das Projekt analysiert die Potentiale
und Herausforderungen neuer Mobilitätsdienstleistungen und Möglichkeiten zur zukunftsorientierten Ausgestaltung
nachhaltiger urbaner Mobilität und trägt somit dazu bei gesellschaftliche Innovationen für eine Transformation in Rich-
tung nachhaltiger Stadt vorzubereiten.
- Vorhabenbeschreibung -
21
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Wissenschaftliche und/oder technische Erfolgsaussichten mit Zeithorizont:
Das Projekt stärkt den interdisziplinären Austausch (zwischen Humangeographie und Politikwissenschaften) sowie einen
transdisziplinären Austausch (zwischen Universität, Planungsbüros und Städten) und ermöglicht dadurch sowohl einen
theoretischen als auch einen praktischen Erkenntnisfortschritt. Erfahrung in der der Erforschung von Reallaboren wer-
den gesammelt und die Methode dabei hinsichtlich ihrer Eignung überprüft und weiterentwickelt. Die Integration der
verschiedenen Perspektiven mündet dabei in peer-review Publikationen zu der Erforschung von und den Erfahrungen
mit Reallaboren. Weiterhin werden die Erkenntnisse aus der Analyse von Mobilitätsbedürfnissen der Bewohnenden
ebenfalls in peer-review Publikationen zur Reflektion des entwickelten quantitativen Erhebungsinstruments sowie inhalt-
lichen Erkenntnissen münden. Im Rahmen des Projekts wird im Sinne der Weiterqualifizierung des wissenschaftlichen
Nachwuchses die Bearbeitung einer Dissertation eingebunden. Im Rahmen der Lehre finden Exkursionen der Studie-
renden in die Quartiere statt. Des Weiteren werden die Studierenden im Rahmen von Master-Seminaren zum Thema
Mobilität in die Partizipationsprozesse mit Anwohnenden und deren Umsetzung einbezogen.
In einer Publikation „Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier‘ werden konkrete Prozesse für Verwaltungs-
handeln und Bürger*innen-Beteiligung formuliert und Umsetzungskonzepte für Vorhaben auf Quartiersebene formuliert.
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit:
Transferoptionen in andere Quartiere (z.B. in Darmstadt in die Cambrai-Fritsch-Kaserne mit Jefferson-Siedlung), aber
auch in andere Städte werden aus Sicht der Säule der Dynamik der Gesellschaft im Rahmen der Gestaltung von Partizi-
pationsprozessen und Bedürfnisanalysen mit Bürger*innen im Kontext von Reallaboren ausgearbeitet und in Form eines
Leitfadens publiziert sowie im Rahmen von Workshops mit Praxisakteuren diskutiert. Innerhalb der Projektzeit werden
neue Thesen und Fragestellung der Forschung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft generiert. Es wird angestrebt
diese in die Ausarbeitung eines Antrags für ein Folge-Projekt fließen zu lassen, um die erarbeiteten Strategien und
Maßnahmen umzusetzen und zu begleiten.
Verwertungsplan TU Braunschweig
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten mit Zeithorizont
Das Institut für Sozialwissenschaften der TU Braunschweig ist eng mit regionalen und kommunalen Akteuren insbeson-
dere in Südostniedersachsen vernetzt. Die Forschungsprojekte des Lehrstuhls für Innenpolitik sind transdisziplinär orien-
tiert und nehmen Herausforderungen aus der Gesellschaft auf und entwickeln im Dialog zwischen Wissenschaft und
Zivilgesellschaft nachhaltige Lösungen. Durch die Einbindung der niedersächsischen Forschergruppe wird ein Transfer
auch über die direkt untersuchte Region Rhein-Main ermöglicht. Der wissenschaftlich-praktische Transfer verläuft über
die beiden strategischen Forschungsschwerpunkte der TU Braunschweig „Stadt der Zukunft" und „Mobilität und Verkehr"
an denen der Lehrstuhl für Innenpolitik mit anderen Projekten bereits intensiv beteiligt ist. Vor allem das Projekt „Metapo-
lis“ zu nachhaltigen Stadt-Land-Beziehungen (2016-2020) ist inter- und transdisziplinär in enger Kooperation mit nieder-
sächsischen und Bremer Kommunen und ermöglicht diesen Transfer. Die Ergebnisse von QuartierMobil werden mit dem
Metapolis-Verbund ausgetauscht und so bereits während der Projektlaufzeit den Kommunen außerhalb Hessens ange-
boten.
- Vorhabenbeschreibung -
22
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Wissenschaftliche und technischer Erfolgsaussichten.
Die wissenschaftlichen Erfolgsaussichten des Projekts durch die TU Braunschweig beinhalten einerseits Lehre und
Nachwuchsförderung und andererseits fachwissenschaftliche Kommunikation. Wichtigstes Element der Nachwuchsför-
derung ist die angestrebte Promotion mindestens einer Projektmitarbeiter/in. Zudem werden Studierende nicht nur als
Hilfskräfte, sondern auch im Rahmen eines einjährigen Projektmoduls in das Reallabor einbezogen. Die Promotionen
sollen möglichst kumulativ erfolgen und so auch direkt der fachwissenschaftlichen Kommunikation dienen. An der Kom-
munikation sind weitere Teammitglieder des Lehrstuhls für Innenpolitik (insbesondere Hr. Bandelow und Fr. Vogeler)
beteiligt. Dies sichert die Nutzung der bestehenden Kommunikationsnetzwerke, unter anderem durch die Herausgabe
der internationalen Fachzeitschrift European Policy Analysis.
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit
Die wissenschaftliche Anschlussfähigkeit wird vor allem über die theoretische Perspektive des ACF gewährleistet, die
Projektergebnisse sollen unter anderem in die internationale Diskussion der Policy Forschung einfließen. Die Erfahrun-
gen mit den Reallaboren in Darmstadt und Frankfurt sollen den niedersächsischen Projektpartnern im Anschluss an das
Projekt angeboten werden.
Verwertungsplan Planersocietät - Stadtplanung, Verkehrsplanung, Kommunikation Dr.-Ing. Frehn, Steinberg
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten
Die Planersocietät wird die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um u.a. durch das Reallabor Frankfurt den
Themenschwerpunkt "Nachhaltige Infrastruktur und Mobilitätskultur" zu vertiefen und als Beratungsthema auszubauen
und zu verwerten. Als Ergebnis der analytischen und handlungsorientierten Bausteine sowie der Erprobung in den Real-
laboren ist sowohl ein hoher Innovationsgrad der Ergebnisse als auch ein starker Anwendungsbezug zu erwarten. Der
im Projektkontext angelegte inter- und transdisziplinäre Austausch sowie die enge Kooperation mit den Kommunen
sichern kurzfristig praxisbezogene Verwertungsmöglichkeiten.
Wissenschaftliche und technische Erfolgsaussichten
Die Planersocietät wird die gewonnenen Erkenntnisse im Rahmen der Projektlaufzeit sowie nach Vorhabenende über
Publikationen und durch die Einspeisung in verschiedene kommunale und fachliche Netzwerke der Stadt- und Verkehrs-
planung weiterverwerten und nutzen. Die Planersocietät wird die Erkenntnisse über die Mitarbeit in Arbeitskreisen, durch
Veröffentlichungen und durch Vorträge einer breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich machen. Die Vorhabenergebnisse
werden für die Stadt- und Verkehrsplanungspraxis einen wichtigen Erkenntnisgewinn bedeuten. Es ist zu erwarten, dass
die entwickelten Analyse-, Informations- und Beratungsinstrumente in der kommunalen Planungspraxis nachgefragt
werden.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobit: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit
Die Planersocietät wird die Stadt Frankfurt bei der Umstrukturierung von Bestandsquartieren im Sinne einer nachhalti-
gen Mobilitätsinfrastruktur beraten und den Transfer in andere Quartiere und Städte begleiten. In Form eines Leitfadens
sollen Anpassungsoptionen für eine nachhaltige Mobilität der Zukunftsstadt publiziert und im Rahmen von Workshops
mit weiteren Praxisakteuren und Kommunen diskutiert werden. Es werden neue Thesen und Fragestellungen generiert.
Es wird angestrebt, diese in neue Beratungsprojekte für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilitätsentwicklung
einfließen zu lassen, um die erarbeiteten Strategien und Maßnahmen umzusetzen.
Verwertungsplan StetePlanung, Büro für Stadt- und Verkehrsplanung
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten
StetePlanung wird die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um den Themenschwerpunkt "Nachhaltige Mobili-
tätskultur" zu vertiefen und als Beratungsthema auszubauen und zu verwerten. Das erworbene Wissen über die Wirkun-
gen von Maßnahmen (Stellplatzreduzierung, Angebote von Mobilitätsalternativen und Dienstleistungen, Straßenraumge-
staltung orientiert an Nahmobilität etc.) sowie deren Akzeptanz in der Bevölkerung wird gezielt eingesetzt, um Städte
und Gemeinden bei der Entwicklung von nachhaltigen Mobilitätskonzepten für Quartiere/die Gesamtkommune sowie
beim Rückbau autoaffiner Infrastrukturen unter Beachtung der erkannten Wechselwirkungen und der Anforderungen von
verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu unterstützen bzw. als Dienstleistung anzubieten. Weiterer Mehrwert wird durch
die Erweiterung der Beratungsleistungen hinsichtlich Einsparpotenziale bei der Bereitstellung und Unterhaltung verkehr-
licher Infrastruktur sowie durch Erkenntnisgewinne bei der Strukturierung und der Anwendung spezifischer Beteiligungs-
formate im Planungsprozess gesehen.
Wissenschaftliche und technische Erfolgsaussichten
StetePlanung ist Teil eines bundesweiten (fachlichen und kommunalen) Netzwerks (z.B. Vereinigung für Stadt-, Regio-
nal- und Landesplanung SRL, Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung DASL, Forschungsgesellschaft für
Straßen und Verkehrswesen FGSV, Deutscher Ingenieurinnenbund dib e.V) und wird die gewonnenen Erkenntnisse
über die Mitarbeit in Arbeitskreisen, in Form von Beiträgen in Fachzeitschriften und Vorträgen auf Konferenzen einer
breiteren Fachöffentlichkeit zugänglich machen. Die Büroleiterin wird in Studienprojekten und Lehrveranstaltungen der
TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt die Erkenntnisse wissenschaftlich verwerten und Studierenden zugänglich
machen. Des Weiteren wird sie im Rahmen ihrer Preisrichtertätigkeit in städtebaulichen Wettbewerben das erworbene
Wissen zielführend einbringen.
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit
StetePlanung wird die Stadt Darmstadt bei der Entwicklung des Quartiers Cambrai-Fritsch bzw. von weiteren Quartieren
sowie bei der Umstrukturierung von Bestandsquartieren im Sinne einer nachhaltigen Mobilitätsinfrastruktur beraten und
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
begleiten. Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens bilden dabei eine wichtige Grundlage. Die erfolgreiche Anwendung
des Leitfadens kann beispielsweise ein aufbauender/ergänzender Baustein sein. Die Darmstädter Projekte bzw. der
"Darmstädter Weg" können als Good-Practice-Beispiel anderen Kommunen Ansporn sein, vergleichbare Projekte anzu-
gehen und umzusetzen.
Verwertungsplan Stadt Frankfurt am Main, Reallabor Bornheim
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten
Die Stadt Frankfurt am Main entwickelt derzeit ein Leitbild für eine stadt- und umweltverträgliche Mobilität: Im Fokus
steht das Bild einer kompakten und zugleich grünen Stadt, in der Verkehr Lebensqualität und Gesundheit möglichst
wenig beeinträchtigt und in der Mobilität in allen Formen für alle gleichberechtigt möglich ist. Mit neuen innovativen
Ideen und Konzepten sollen vorhandene Infrastrukturen und Ressourcen effizient genutzt werden. Erforderliche infra-
strukturelle Anpassungen sollen nachhaltig nutzbar sein.
Wissenschaftliche und technische Erfolgsaussichten
Die bisherigen Aktivitäten zur Förderung zukunftsfähiger und stadtverträglicher Mobilität werden mit wissenschaftlicher
Unterstützung ausgebaut und weiterentwickelt.
Die Stadt Frankfurt am Main wird ihre Erkenntnisse und Konzepte kommunalen Netzwerken wie z.B. Deutscher Städte-
tag, Hessischer Städtetag oder Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) sowie auf ihrer Webseite zur Verfü-
gung stellen.
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit
Die im diskursiven Prozess gewonnenen innovativen Ideen und Erkenntnisse sollen auch für andere Frankfurter Stadt-
teile und Quartiere genutzt werden. Geeignete Ergebnisse sind zu erproben. Die im Projektverlauf herausgearbeiteten
Hemmnisse (z.B. in der Verwaltungsorganisation und -abstimmung) sollen identifiziert werden. Die Erkenntnisse werden
in einem Handlungsleitfaden zusammengefasst und der Verwaltung als Hilfsmittel zur Verfügung gestellt.
Verwertungsplan Wissenschaftsstadt Darmstadt, Reallabor Darmstadt
Durch die Teilnahme an dem Projekt soll die Bedeutung einer stadtverträglichen Mobilität bei Politik, Verwaltung und
Bürgerinnen bekannt und verankert werden. Die Bedeutung eines umfangreichen Maßnahmenangebotes zur Förde-
rung und Umsetzung alternativer Mobilitätsarten durch ein von Anfang an verortetes Mobilitäts- und Quartiersmanage-
ment soll in das Bewusstsein aller Beteiligten treten, da eine wie bisher alleinige Infrastruktur- und Stadtraumplanung für
die Lösung der Verkehrsprobleme, auch mit Blick auf die Umweltbelastungen durch Verkehr (Lärm und Luftverunreini-
gung) nicht mehr ausreichend ist.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Wirtschaftliche Erfolgsaussichten:
Mit Projekten zur nachhaltigen Quartiersentwicklung möchte die Stadt Darmstadt ihre Ausgaben für den Erhalt von
übermäßig dimensionierten Infrastruktur reduzieren bzw. deren Ausbau auf ein verträgliches Maß reduzieren. So sind
mit einer intensiven Förderung des Umweltverbunds wesentlich geringere {Langzeit-)Kosten für die Öffentliche Hand
verbunden, als für den alleinigen Ausbau der Flächen für den ruhenden und fließenden Pkw-Verkehr.
Des Weiteren sieht sich die Stadt mit ihren positiven Zukunftsaussichten einem starken Bevölkerungsdruck ausgesetzt,
dem sie möglichst sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und wirtschaftlich verantwortungsvoll begegnen möchte.
Wissenschaftliche und technische Erfolgsaussichten:
Die Stadt Darmstadt wird ihre Erkenntnisse in Stadtnetzwerken (z.B. Deutscher Städte- und Gemeindebund, AG
Nahmobilität Hessen, u.a.) und auf ihrer Website bzw. ‚auf Landes- oder Bundeseigenen Websites (z.B. Konversion in
Hessen, oder Website des BBSR) ihre Erkenntnisse und Konzepte einer breiteren Fachöffentlichkeit zur Verfügung
stellen.
Wissenschaftliche und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit:
Die Stadt Darmstadt möchte die im Projekt zu gewinnenden Erkenntnisse und die Vorstellungen der Bürgerschaft zur
Entwicklung weiterer Konversionsflächen und einer nachhaltigen Entwicklung der Bestandsquariiere nutzen. Die im
Projektverlauf identifizierten Hemmnisse (z.B. in der Verwaltungsorganisation und -abstimmung) sollen identifiziert wer-
den. Auch sollen Maßnahmen zum Mobilitätsmanagement umgesetzt und ein Leitfaden zur zukünftigen Quartiersent-
wicklung erstellt werden, der ein Hilfsmittel für die Verwaltung aber auch für andere Kommunen darstellen soll.
- Vorhabenbeschreibung -
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QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang
Anhang A: Literatur zum Stand der Forschung
Anhang B: Lebensläufe, Publikationsliste und Referenzprojekte Goethe-Uni. Frankfurt, AG Mobilitätsforschung
Anhang ©: Lebensläufe, Publikationsliste und Referenzprojekte TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
Anhang D: Lebensläufe und Referenzprojekte Planersocietät
Anhang E: Lebensläufe, Publikationen und Referenzprojekte StetePlanung
-Anhang -
1
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang A: Literatur zum Stand der Forschung
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- Anhang -
2
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
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Witzke, S. (2016): Carsharing und die Gesellschaft von Morgen. Ein umweltbewusster Umgang mit Automobilität? Unter
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- Anhang -
3
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang B: Lebensläufe, Publikationsliste, Referenzprojekte Goethe-Universität Frankfurt, AG Mobilitäts-
forschung
B-1: Lebensläufe, mögliche Projektbearbeitung, Goethe-Universität Frankfurt, AG Mobilitätsforschung
Prof. Dr. Martin Lanzendorf
Institut für Humangeographie, Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung
Beruflicher Werdegang
seit Nov. 2008
2007 - 2008
2003 - 2008
2000 - 2003
1998 - 2000
1996 — 2000
Ausbildung
2000
1991- 1994
Professur Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität, Frankfurt/M.
Vertretungsprofessur für Angewandte Anthropogeographie, Department für Geographie, Ludwig-
Maximilians-Universität; München
Juniorprofessur "Nachhaltige Mobilität" am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und am
Institut für Geographie der Universität Leipzig; Leipzig
Postdoc Stadtgeographie am Urban and Regional Research Centre Utrecht (URU), Utrecht Universi-
ty, Niederlande
Gastdozent am Geographischen Institut der Universität Bonn, Bonn
Doktorand am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, Abteilung Verkehr, mit einem Promoti-
onsstipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
Promotion zum Dr. phil. der Universität Trier, Fachbereich VI Geographie mit Dissertation "Freizeit-
mobilität - Unterwegs in Sachen sozial-ökologischer Mobilitätsforschung"
Studium Lehramt Sekundarstufe I/II Geographie/Mathematik, Universität Bonn, Bonn
1985- 86, 1988- 94 Studium auf Diplom-Mathematik, Universität Bonn, Bonn
Mitgliedschaften in professionellen Vereinigungen
seit 2014
2013- 2015
2009- 2015
seit 2002
seit 2000
1999- 2009
Mitglied des internationalen wissenschaftlichen Beirats des Journal for Transport Geography
Mitglied der Kommission "Transport Geography" der International Geographical Union (IGU)
Mitglied des Programmkomitees "Sustainable Land Use and Transport", Association for European
Transport
Mitherausgeber der Buchreihe „Studien zur Mobilitäts- und Verkehrsforschung", VS Verlag für Sozi-
alwissenschaften
Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des European Journal of Transport and Infrastructure Rese-
arch (EJTR)
Mitglied des Sprecherteams des Arbeitskreises Verkehr der Deutschen Gesellschaft für Geographie
(DGfG)
- Anhang -
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Dr. Hannah Müggenburg
Institut für Humangeographie, Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung
Berufserfahrung
seit 2012
2014-2015
2011-2012
Ausbildung
seit 2016
2012-01/2016
2010
2009 - 2010
2008-2009
2005-2011
Wissenschaftlich Mitarbeiterin, AG Mobilitätsforschung, Institut für Humangeographie, Goethe-
Universität Frankfurt
Psychosozialberatung Studierender und Universitäts-Angehöriger: Einzelberatung, Konzeption und
Durchführung von Gruppentrainings, Beratungszentrum, Studentenwerk Frankfurt
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Forschungsgruppe Umweltpsychologie, Universität des Saarlandes,
Saarbrücken (soz.wiss. Begleitung der Umsetzung der nationalen Klimaschutzinitiative zweier Kom-
munen)
Weiterbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Gesellschaft für Ausbil-
dung in Psychotherapie (GAP), Frankfurt.
Promotion (Dr. phil), Geographie, Goethe-Universität Frankfurt. Dissertationsschrift: „Die Auswirkun-
gen von Lebensereignissen auf das Verkehrshandeln: eine generations-übergreifende Untersuchung
von Mobilitätsbiographien" .
Diplomarbeit "Social Acceptance of Pico-Photovoltaic Systems" in Äthiopien, GIZ
Zertifikat „Technologie und internationale Entwicklung“, Centrum für interdisziplinäre Studienschwer-
punkte (CiSP), TU Darmstadt
zweijährige Weiterbildung zur systemischen Gesprächsführung, systemwerkstatt Darmstadt
Studium der Psychologie (Diplom), TU Darmstadt
Dr. Mathias Wilde
Institut für Humangeographie, Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung
Beruflicher Werdegang
seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc) am Institut für Humangeographie, Arbeitsgruppe Mo-
bilitätsforschung der Goethe-Universität Frankfurt/Main
2012-2013 Elternzeit
2005-2012 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt
2004-2005 Praktikant und freier Mitarbeiter bei der ProgTrans AG, Basel
1998-2000 Stabsdienstsoldat der Bundeswehr
Wissenschaftliche Ausbildung
2012
Promotion in Geographie (Dr. rer. nat.) an der Chemisch-Geowissenschaftlichen Fakultät der
Friedrich-Schiller-Universität Jena
2009-2010 Weiterbildung Hochschuldidaktik der akademischen Personalentwicklung an Hochschulen in
Thüringen, Abschluss: Zertifikat für Hochschuldidaktik und Schlüsselkompetenzen
2008-2012 Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsgeographie und Regionalentwicklung, Chemisch-
Geowissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena
2007-2008 promotionsvorbereitendes Studium der Geographie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
2000-2005 Studium des Verkehrs- und Transportwesens an der Fachhochschule Erfurt, Abschluss: Dip-
lom Wirtschaftsingenieur (FH) im Verkehrs- und Transportwesen
Auslandsaufenthalte
Visiting Fellow an der School of Geography, University of Plymouth (UK)
2004-2005 Praktikum/freie Mitarbeit bei der ProgTrans AG, Basel (Schweiz)
2004
1999
Studium, Transport Economics and Engineering, Vilniaus Gedimino Technikos Universitetas
(Vilnius/Litauen)
Soldat der Kosovo Force, NATO-Friedensmission im Kosovo und in Mazedonien
- Anhang -
5
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
B-2 Ausgewählte Publikationen Goethe-Universität Frankfurt, AG Mobilitätsforschung
Blechschmidt, Andreas; Lanzendorf, Martin; Wilde, Mathias (2015): Integrierte Stadtentwicklung und die Gestaltung
nachhaltiger Mobilität - Zum Stand der Planungspraxis am Beispiel der Stadt Leipzig. Raumforschung
Raumordnung 73 (6), S. 423-437. DOI:10.1007/513147-015-0372-5.
Blitz, Andreas; Klinger, Thomas; Schubert, Steffi (2015): Von der Insel zum Netz - Potenzialanalyse für weitere eMobil-
Stationen in Offenbach am Main. In: Der Nahverkehr 33, 11, S. 40-46.
Boltze, Manfred; Elbert, Ralf; Lanzendorf, Martin; Liebetrau, Axel; Köhler, Uwe (2013): Die Zukunft des Verkehrs 2030 -
Ein Bericht vom 10. Hessischen Mobilitätskongress. In: Straßenverkehrstechnik 57 (7), S. 438-446.
Busch-Geertsema, Annika; Klinger, Thomas; Lanzendorf, Martin (2015): Wo bleibt eigentlich die Mobilitätspolitik? Eine
kritische Auseinandersetzung mit Defiziten und Chancen der deutschen Politik und Forschung zu Verkehr und
Mobilität. In: Informationen zur Raumentwicklung (2/2015), S. 135-148.
Busch-Geertsema, Annika; Lanzendorf, Martin; Müggenburg, Hannah; Wilde, Mathias (2015): Mobilitätsforschung aus
nachfrageorientierter Perspektive: Theorien, Erkenntnisse und Dynamiken des Verkehrshandelns. In: Canzler,
W.; Knie, A.; Schwedes, O. (Hrsg.): Handbuch Verkehrspolitik. 2. Auft., Wiesbaden: Springer VS, S. 755-779.
European Commission. (2007). Towards a New Culture for Urban Mobility. Green Paper on Urban Mobility.
Götz, Konrad; Deffner, Jutta; Klinger, Thomas (2015): Mobilitätsstile und Mobilitätskulturen - Erklärungspotentiale, Re-
zeption und Kritik. In: Schwedes, O.; Canzler, W.; Knie, A. (Hrsg.): Handbuch Verkehrspolitik. 2. Auflage. Wies-
baden: Springer VS, S. 781-804.
Groth, Sören (2016). Multimodal Divide: Zum sozialen Ungleichgewicht materieller Verkehrsmitteloptionen. Internationa-
les Verkehrswesen, 68(1), 66-69.
Groth, Sören (2016). Nach dem Auto Multimodalität? Problematisierung eines neuen Paradigmas. Transforming Cities,
(1), 61-65.
Klinger, Thomas; Kemen, Juliane; Lanzendorf, Martin; Deffner, Jutta; Stein, Melina (2016): Sharing-Konzepte für ein
multioptionales Mobilitätssystem in FrankfurtRheinMain - Analyse neuerer Entwicklungen und Ableitung von
Handlungsoptionen für kommunale und regionale Akteure. Schlussbericht. Arbeitspapiere zur Mobilitätsfor-
schung Nr. 9. Frankfurt a.M. urn:nbn:de:hebis:30:3-384215.
Klinger, Thomas; Kenworthy, Jeffrey R.; Lanzendorf, Martin (2013): Dimensions of urban mobility cultures - a compari-
son of German cities. In: Journal of Transport Geography, 31, 18-29.
Klinger, Thomas; Lanzendorf, Martin (2016): Moving between mobility cultures: what affects the travel behaviour of new
residents? In: Transportation 43 (2), S. 243-271. DOI1:10.1007/511116-014-9574-x
Lanzendorf, Martin (2010): Key Events and Their Effect on Mobility Biographies: The Case of Childbirth. In: Internation-
al Journal of Sustainable Transportation, 4, 272-292, S. 272-292.
Lanzendorf, Martin; Busch-Geertsema, Annika (2014): The cycling boom in large German cities—Empirical evidence for
successful cycling campaigns. In: Transport Policy 36, S. 26-33. DOI: 10.1016/j.tranpol.2014.07.003
Lanzendorf, Martin; Prill, Thomas; Schubert, Steffi (2011): Pendeln mit dem Pedelec. Erfahrungen aus der Sicht der
Nutzenden und Unternehmen. In: Regionalverband FrankfurtRheinMain (Hrsg.): bike + business 2.0. Pedelecs
als Bestandteil des betrieblichen Mobilitätsmanagements. Frankfurt, S. 16-18.
Lanzendorf, Martin; Schönduwe, Robert (2013): Urbanität und Automobilität. Neue Nutzungsmuster und Bedeutungen
verändern die Mobilität der Zukunft. In: Geographische Rundschau (6), S. 3441.
Lanzendorf, Martin; Tomfort, Dennis (2012): Warum bewirkt Mobilitätsmanagement Verhaltensänderungen? Zur Wirkung
von Maßnahmen aus der Perspektive der Mobilitätsforschung. In: Mechtild Stiewe und Ulrike Reutter (Hrsg.):
Mobilitätsmanagement. Wissenschaftliche Grundlagen und Wirkungen in der Praxis. 1. Aufl. Essen: Klartext, S.
62-75.
Müggenburg, H., Biesgen, K., Wörner , M. und Klein, M. (2013). Sozialwissenschaftliche Begleitung der Null-Emissions-
Gemeinde Nalbach: Ergebnis- und Erfahrungsbericht. In: P. Schweizer-Ries, J. Hildebrand, |. Rau (Hrsg.). Kli-
maschutz Energienachhaltigkeit: Die Energiewende als sozialwissenschaftliche Herausforderung. Universaar.
Müggenburg, Hannah (2015). Bleibt alles anders? - Eine Untersuchung zum Einfluss privater Lebensereignisse auf das
Verkehrshandeln im Generationenvergleich. Umweltpsychotogie, 191), 121-143.
Müggenburg, Hannah, Busch-Geertsema, Annika, Lanzendorf, Martin (2015): Mobility biographies: A review of achieve-
ments and challenges of the mobility biographies approach and a framework for further research. In: Journal of
Transport Geography 46, 151-163. DOI: 10.1016/j.jtrangeo.2015.06.004.
Schäfer, Petra et al (2016). Elektromobilität als Motor für Verhaltensänderung und neue Mobilität. Abschlussbericht des
Gesamtvorhabens „Sozialwissenschaftliche und ökologische Begleitforschung in der Modellregion Elektromobi-
lität Rhein-Main“. Arbeitspapiere zur Mobilitätsforschung Nr. 8. Frankfurt a.M.
-Anhang -
6
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Schubert, Steffi; Lanzendorf, Martin (2014): emobility. OF - Empirische Erkenntnisse zur Multimodalität und Elektromobili-
tät der Offenbacher/innen. In: Petra K. Schäfer, Birgit Blättel-Mink, Martin Lanzendorf und Udo Hermenau
(Hrsg.): Elektromobilität - Utopie oder Realität? Zwischenfazit zur Begleitforschung in der Modellregion Rhein-
Main. Frankfurt a. M., S. 20-29.
Schweizer-Ries, P., Müggenburg, H., Piekarski, J., Gigli, M. (2013). Zusammenarbeit der Gemeinde Kleinmachnow mit
der Forschungsgruppe Umweltpsychologie auf dem Weg zu mehr Klimaschutz: Ergebnis- und Erfahrungsbe-
richt. In: P. Schweizer-Ries, J. Hildebrand, I. Rau (Hrsg.). Klimaschutz Energienachhaltigkeit: Die Energiewen-
de als sozialwissenschaftliche Herausforderung. Universaar.
Wilde, Mathias (2014): Verkehrspolitik Im Zeichen des demografischen Wandels. In: RaumPlanung, Fachzeitschrift für
räumliche Planung und Forschung, S. 61-64.
Wilde, Mathias (2015): Die Re-Organisation der Verkehrssysteme: Warum sich die städtische Verkehrsplanung zu einer
Mobilitätsplanung weiterentwickeln sollte. In: Standort Zeitschrift für Angewandte Geographie. DOI:
10.1007/s00548-015-0364-2
Wulfhorst, Gebhard; Kenworthy, Jeffrey R.; Kesselring, Sven; Lanzendorf, Martin (2013): Perspectives on Mobility Cul-
tures in Megacities. In: Institute for Mobility Research (ifmo) (Hrsg.): Megacity Mobility Culture. Berlin, Heidel-
berg: Springer, S. 243-258.
B-3: Referenzprojekte Goethe-Universität Frankfurt, AG Mobilitätsforschung
e Projekt zum nationalen Radverkehrsplan „Verbesserte Integration des Fahrrads in den Öffentlichen Verkehr"
{Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), 2015-2018)
* Mobility Biographies: A Life-Course Approach to Travel Behaviour and Residential Choice (Deutsche For-
schungsgemeinschaft (DFG), TU Dortmund, ETH Zürich; 2012-2016)
« _Sharing-Konzepte für ein multioptionales Mobilitätssystem in FrankfurtRheinMain - Analyse neuerer Entwick-
lungen und Ableitung von Handlungsoptionen für kommunale und regionale Akteure (Hessisches Ministerium
für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, 07/2015-12/2015)
« Anforderungen an und Handlungsoptionen für die städtebauliche und verkehrliche Integration der Fernbusse in
lokale Verkehrssysteme nach der Liberalisierung des Fernbusmarktes. (HOLM-Innovationsförderung, 2015)
® _Konzeptstudie für ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement in Hessen, Studie im Auftrag des Hessischen Minis-
teriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (2014-15)
« Jobticketangebote für Klein- und Kleinstbetriebe - Eine Konzeptstudie am Beispiel der Region Frankfurt
Rhein-Main (Böckler-Stiftung und Kooperationsstelle Hochschulen und Gewerkschaften Frankfurt-Rhein-Main;
2013)
« Betriebliches Mobilitätsmanagement - CO; neutrale Landesverwaltung Hessen (2014-15)
e Sozialwissenschaftliche und ökologische Begleitforschung der „Allianz der Elektromobilität‘ - Erfolgskriterien
der Elektromobilität aus Nutzerperspektive für intermodale Mobilitätssysteme und für Freizeit- und Versor-
gungswege (Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS); 2012-15)
« _ Mobilitätsdienstleistungen im Neoliberalismus — Eine Analyse zum Einfluss neoliberaler Politiken auf Mobilitäts-
politik und Mobilitätsplanung (Eigenprojekt , 2014-17)
e Pedelecs als Beitrag für ein nachhaltiges Mobilitätssystem? (Stipendium der Goethe-Universität; 2010-15) .
« _ Betriebliches Mobilitätsmanagement an der Goethe-Universität (Eigenprojekt, 2013)
e Städtische Mobilitätskulturen und Wohnumzüge (Eigenprojekt; 2009-14)
« _Mobilitätsbiografien hochmobiler Menschen (Stipendium der Goethe-Universität; 2010-15)
-Anhang -
7
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
e Nachhaltige Mobilität und Kontextwechsel: Die Veränderung mobilitätsrelevanter Einstellungen und Verkehrs-
* mittelentscheidungen im Kontext der Umbruchsituation zwischen Studium und dem Start ins Berufsleben
(Deutsche Bundesstiftung Umwelt; 2012-16)
-Anhang -
8
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang C: Lebensläufe, Publikationsliste, Referenzprojekte TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
C-1: Lebensläufe, mögliche Projektbearbeitung, TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
Prof. Dr. rer. soc. habil. Nils C. Bandelow, Dipl. Sozialwissenschaftler
Technische Universität Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik, Institut für Sozialwissenschaften
Beruflicher Werdegang
2007- W3-Professor, Politikwissenschaft, Technische Universität Braunschweig
2015- Mitherausgeber der Zeitschrift European Policy Analysis (im Auftrag der Policy Studies Organization,
mit Peter Biegelbauer, Fritz Sager und Klaus Schubert)
2013- Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung
2011- Mitherausgeber der Reihe Policy Analyse (Nomos Verlagsgesellschaft) (mit Britta Rehder und Chris-
toph Strünck)
2003-2007 Hochschuldozent, Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
2003-2004 Vertreter des Lehrstuhls für Politikwissenschaft | (Vergleich politischer Systeme und Politikfelder),
Heinrich-Heine Universität Düsseldorf
1998-2003 Wissenschaftlicher Assistent, Lehrstuhl für Politikwissenschaft Il (Vergleichende Regierungslehre und
Politikfeldanalyse), Ruhr-Universität Bochum
2002 DFG-Forschungsstipendiat, Institute for German Studies, University of Birmingham/GB (April bis Sep-
tember)
2001-2013 Mitherausgeber der Zeitschrift German Policy Studies (unter dem Dach der Southern Public Administ-
ration Education Foundation, mit Fritz Sager und Klaus Schubert)
1999-2000 Lehrbeauftragter, FernUniversität Hagen
1994-1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Lehrstuhl für Politikwissenschaft Il (Vergleichende Regierungslehre
und Politikfeldanalyse), Ruhr-Universität Bochum
1987-1989 Zivildienst im Bereich der individuellen Schwerstbehindertenbetreuung, Familien- und Krankenpflege
e. V. Bochum
Ausbildung
2003 Habilitation in Politikwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
1994-1998 Dissertation an der Fakultät für Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum, „Überzeugungen und
Informationen als Faktoren der Gentechnologiepolitik“ (summa cum laude)
1994 Diplom in Sozialwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum
1989-1994 Studium der Sozialwissenschaft und Biologie an der Ruhr-Universität Bochum
Auszeichnungen
2012 Best Paper Award bei der 3rd ICEME International Conference on Engineering and Meta-Engineering,
Orlando, Florida, USA (mit R. Hosse, $. Sikatzki, E. Schnieder)
2002 DFG-Forschungsstipendium und Honorary Research Fellow der University of Birmingham
Aktuelle Drittmittelprojekte
2016-2020 Pl: VolkswagenStiftung, Niedersächsisches Vorab Verbundprojekt: Metapolis - Eine inter-
und transdisziplinäre Plattform für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt-Land-Beziehungen
in Niedersachsen
2014-2017 Sprecher und Pl: VolkswagenStiftung, Niedersächsisches Vorab Verbundprojekt: Eskalati-
onsforschung zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben
2014-2015 PI: Allianz für die Region: Evaluation von Berufsorientierungsmaßnahmen in Braunschweig
und Wolfenbüttel
2013-2014 Pl: Wolfsburg AG: MINT-Angebote Wolfsburger Bildungseinrichtungen
2010- Regionalkoordinator: Bertelsmann Stiftung: Sustainable Governance Indicators
2010-2014 Pl: Hans-Böcker-Stiftung: Agenda Setting für eine nachhaltige EU-Verkehrspolitik. Ak-
teurskonstellationen, Machtverhältnisse und Erfolgsstrategien
-Anhang -
9
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Dr. rer. soc. Colette Sophie Vogeler
Technische Universität Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik, Institut für Sozialwissenschaften
Beruflicher Werdegang
seit 2016 Koordination des Querschnittsprojekts im interdisziplinären Verbundprojekt „Eskalationsfor-
. schung zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben“ der VolkswagenStiftung,
Niedersächsiches Vorab
seit 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc) am Lehrstuhl für Innenpolitik der Technischen Uni-
versität Braunschweig
2011-2014 Produktreferentin für den chinesischen und südamerikanischen Markt im internationalen Pro-
duktmarketing der Volkswagen AG, Wolfsburg
2006-2011 Diverse Praktika in Stiftungswesen und Wirtschaft in Shanghai (China), Santa Cruz (Bolivien),
Hamburg und Regensburg
Ausbildung
2015 Promotion zur Dr. rer. soc., Technische Universität Braunschweig
2008-2010 Mandarin Studium, Shanghai University 2008-2012
2004-2009 Studium der Informations- und Politikwissenschaft, Universität Regensburg (M. A.)
2003 ‚Abitur am Colegio Humboldt, San Jose, Costa Rica
Funktionen .
seit 2015 Vorstandsmitglied der Sektion Politische Ökonomie der Deutschen Vereinigung für Politische
Wissenschaft
C-2 Ausgewählte Publikationen TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
Bandelow, NC, Lindloff, K, Sikatzki S. 2016. Governance im Politikfeld Verkehr: Steuerungsmuster und Handlungsmodi
in der Verkehrspolitik, in: Schwedes O, Canzler W, Knie A (Hrsg.) Handbuch Verkehrspolitik. 2, erweiterte Auf-
lage. Wiesbaden: Springer VS, 165-187.
Bandelow, NC. 2015. Advocacy Coalition Framework, in: Zohlnhöfer, R, Wenzelburger, G (Hrsg.). Handbuch Policy-
Forschung. Wiesbaden: Springer VS, 305-324.
Bandelow, NC. 2014. Policy-Lernen: Begriffe und Ansätze im Vergleich, in: Bandelow NC, Schubert K (Hrsg.). Lehrbuch
der Politikfeldanalyse. 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage. München: De Gruyter Oldenbourg, 341-371.
Bandelow, NC, Kundolf, S, Lindloff, K. 2014. Agenda Setting für eine nachhaltige EU-Verkehrspolitik. Akteurskonstellati-
onen, Machtverhältnisse und Erfolgsstrategien. Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Mitbestim-
mung und wirtschaftlicher Wandel, Bd. 160. Berlin: edition sigma.
Lindloff K, Pieper N, Bandelow, NC, Woisetschläger D. 2014. Drivers of Carsharing Diffusion in Germany: an Actor-
centred Approach, in: International Journal of Automotive Technology and Management 14/3-4, Special Issue
on Sustainable Urban Mobility in Comparison, 217-245.
Bandelow, NC. 2015. Advocacy Coalition Framework, in: Zohlnhöfer, R, Wenzelburger, G (Hrsg.). Handbuch Policy-
Forschung. Wiesbaden: Springer VS, 305-324.
Bandelow, NC. 2014. Policy-Lernen: Begriffe und Ansätze im Vergleich, in: Bandelow NC, Schubert K (Hrsg.). Lehrbuch
der Politikfeldanalyse. 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage. München: De Gruyter Oldenbourg, 341-371.
Bandelow, NC. 2008. Government Learning in German and British European Policies, in: Journal of Common Market
Studies 46/4: 743-764.
Bandelow, NC. 2007. Unwissen als Problem politischer Steuerung in der Verkehrspolitik, in: Bandelow, NC, Bleek, W
(Hrsg.). Einzelinteressen und kollektives Handeln in modernen Demokratien. Wiesbaden: VS Verlag, 139-162.
Bandelow NG, Hegelich, S (Hrsg.). 2011. Pluralismus - Strategien - Entscheidungen. Wiesbaden: VS Verlag.
Bandelow NC, Schubert K (Hrsg.). 2014. Lehrbuch der Politikfeldanalyse. 3. aktualisierte und überarbeitete Auflage.
München: De Gruyter Oldenbourg.
Bandelow NC, Thies B. 2014. Gerechtigkeitsempfindungen bei Großprojekten als Ursache von Konflikteskalationen?
Vertrauen und Legitimität als moderierende Faktoren illustriert am Beispiel der Konflikte um die Erweiterung des
Frankfurter Flughafens, in: Politische Psychologie 4/1: 24-37.
- Anhang -
10
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Bandelow, NC, Bleek, W (Hrsg.) 2007. Einzelinteressen und kollektives Handeln in modernen Demokratien. Wiesbaden:
VS Verlag.
Bandelow, NC, Bleek, W. 2007. Einzelinteressen und kollektives Handeln in unterschiedlichen politischen, kulturellen
und historischen Kontexten, in: Bandelow, NC, Bleek, W (Hrsg.). Einzelinteressen und kollektives Handeln in
modernen Demokratien. Wiesbaden: VS Verlag, 285-296.
Bandelow, NC, Hegelich, S. 2011. Pluralistische Policy Analyse: Methoden des Handelns, in: Bandelow, Nils
C./Hegelich, Simon (Hrsg.): Pluralismus - Strategien — Entscheidungen. Wiesbaden: VS Verlag, 425-439.
Bandelow, NC, Kundolf S. 2011. Governance of Transport Policy. Special Issue of German Policy Studies 7/2.
Bandelow, NC, Kundolf, S, Lindloff, K. 2014. Agenda Setting für eine nachhaltige EU-Verkehrspolitik. Akteurskonstellati-
onen, Machtverhältnisse und Erfolgsstrategien. Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Mitbestim-
mung und wirtschaftlicher Wandel, Bd. 160. Berlin: edition sigma.
Bandelow, NC, Kundolf, S. 2011. Verkehrspolitische Entscheidungen aus Sicht der Politikwissenschaft, in: Schwedes, O
(Hrsg.). Verkehrspolitik: Eine interdisziplinäre Einführung. Wiesbaden: VS Verlag, 161-179.
Bandelow, NC, Lindloff, K, Sikatzki S. 2016. Governance im Politikfeld Verkehr: Steuerungsmuster und Handiungsmodi
in der Verkehrspolitik, in: Schwedes ©, Canzler W, Knie A (Hrsg.) Handbuch Verkehrspolitik. 2. erweiterte Auf-
lage. Wiesbaden: Springer VS, 165-187.
Bandelow, NC, Vallo, C, Viciska, K. 2011. Pluralistische Verhandlungsdemokratie im politischen System Deutschlands,
in: Bandelow NC, Hegelich, S (Hrsg.). Pluralismus - Strategien - Entscheidungen. Wiesbaden: VS Verlag,
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Bandelow, NC, Vogeler, CS. 2015. Devil Shift als Herausforderung für die Verwaltung am Beispiel von Stuttgart 21.
Paper zum Kongress der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft 2015, Sektion Policy-Analyse und
Verwaltungswissenschaft: "Die Grand Challenges der Verwaltung.", Duisburg, 22. September 2015.
Eisenmann, T, Lindioff, K. 2015. Media coverage as a trigger of escalation? Agenda-setting and framing in the case of
the infrastructure project "Stuttgart 21”. Paper zur International Conference on Public Poticy 2015, Milan, 14.
Juli 2015.
Lindloff, K. 2016. Beyond "Trading up": Environmental Federalism in the European Union. The Case of Vehicle Emission
Legislation. Baden-Baden: Nomos Verlag.
Lindloff, K. 2012. „In the Shadow of Comitology?“ Governance von Technik in der europäischen Abgasgesetzgebung, in:
Donk, A, Becker, R (Hrsg.). Politik und Wissenschaft im Technikwandel. Neue interdisziplinäre Ansätze. Berlin:
LIT Verlag, 133-150.
Lindloff K, Pieper N, Bandelow, NC, Woisetschläger D. 2014. Drivers of Carsharing Diffusion in Germany: an Actor-
centred Approach, in: International Journal of Automotive Technology and Management 14/3-4, Special Issue
on Sustainable Urban Mobility in Comparison, 217-245.
Lindloff K., Kundolf, S, Bandelow, NC 2014. Europäisches Parlament und Interessenverbände als Akteure und Adressa-
ten europäischer Verkehrspolitik: Eine interaktionsorientierte Betrachtung, in: Winter TV, Blumenthal JV. Inte-
ressengruppen und Parlamente. Wiesbaden: Springer VS: 211-232.
Vogeler, CS; Bandelow, NC 2016: Devil Shift und Angel Shift in eskalierten politischen Konflikten am Beispiel von Stutt-
gart 21, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft, Vol. 26, Nr. 3
C-3: Referenzprojekte, TU Braunschweig, Lehrstuhl für Innenpolitik
Verbundprojekt "Eskalationsforschung zur Kommunikation großer Infrastruktur- und Bauvorhaben", Laufzeit:
10/2014 - 9/2017, Förderung: Volkswagenstiftung, Interdisziplinäre Kooperation mit Rechtswissenschaften, Bauingeni-
eurwesen, Pädagogische Psychologie, Sozialpsychologie
"Science Meets Politics" - Studierende beraten PolitikerInnen im Bereich Verkehrspolitik in Braunschweig, Lauf-
zeit: 10/2015 - 12/2016, Förderung: BMBF/Teach4TU, Trans- und interdisziplinäres Lehrprojekt in Kooperation mit dem
Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und -betrieb
- Anhang -
11
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Evaluationsprojekte zu Erfolgen regionaler Bildungsmaßnahmen, Entwicklung von Indikatoren zum Vergleich von
Bildungsinstitutionen, Analyse regionaler MINT-Angebote, Evaluation von Berufsorientierungsmaßnahmen, Evaluation
von Einzelprojekten
Sustainable Governance Indicators, Laufzeit: seit 2008, Förderung: BertelsmannsStiftung, Anmerkungen: Regionalko-
ordination Northwest Europe
Agenda Setting für eine nachhaltige EU-Verkehrspolitik, Laufzeit 2010 bis 2013, Anwendung des Multiple Streams
Approachs, drei Fallstudien und strategische Schlussfolgerungen, Förderung: Hans Böckler Stiftung, Endbericht als
Buch bei edition sigma
Optimierung politischer Reformprozesse, Laufzeit 2007 bis 2010, Mitentwicklung eines Analysetools (heute "Reform-
kompass'), Fallstudie zum GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, Förderung: BertelsmannStiftung, Projektergebnisse als
Buch, aktuelle Projektseite
-Anhang -
12
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang D: Lebenslauf und Referenzprojekte Planersocietät
D-1: Lebenslauf, Dr. -Ing. Michael Frehn
Dr. Michael Frehn hat Raumplanung an der Universität Dortmund studiert. 1994 gründete er das Büro Planersocietät
und leitet das Büro zusammen mit Gernot Steinberg. 1994-1996 arbeitete er u.a. als freiberuflicher Mitarbeiter beim
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und von 1998-2003 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter mit eigener Lehre
am Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrswesen der Universität Dortmund. 2004 wurde ihm von der Fakultät der
Raumplanung der Doktortitel für seine Arbeit „Freizeit findet Innenstadt“ verliehen. Er arbeitet in seinem Büro v.a. in den
Schwerpunktbereichen strategische Verkehrsentwicklungsplanung, Nahmobilitätsförderung und integrierte Verkehrspla-
nung. Dr. Michael Frehn ist Mitglied im AA 1.1 der FGSV und Sprecher des AK Nahmobilität der SRL.
D-2: Referenzprojekte, Planersocietät
Fußverkehrs-Checks in 8 Modellkommunen in Baden-Württemberg; Koordination sowie inhaltliche und thematische
Vorbereitung der Fußverkehrs-Checks 2016 mit dem Ziel der systematischen Fußverkehrsförderung in den Kommunen,
Vorbereitung und Moderation der Workshops und der Begehungen; Auftraggeber: Verkehrsministerium, 2016-2017
Fußverkehrs-Checks in 15 Modellkommunen in Baden-Württemberg; Koordination sowie inhaltliche und themati-
sche Vorbereitung der Fußverkehrs-Checks mit dem Ziel der systematischen Fußverkehrsförderung in den Kommunen,
Vorbereitung und Moderation der Workshops und der Begehungen; Auftraggeber: Ministerium für Verkehr und Infra-
struktur bzw. Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg mbH, 2015-2016
Erarbeitung eines Handbuchs zu Mobilitätsstationen; (Verknüpfung von Verkehrsträgern des Umweltverbundes in
Form von Mobilitätsstationen); Auftraggeber: Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH, 2015
Iserlohn: Ermittlung der Kosteneffizienz von Leitungsinfrastrukturen unter Schrumpfungsbedingungen; For-
schungsstudie zu notwendigen Anpassungsstrategien der Leitungsinfrastruktur (Kanalisation) anhand einer Mikrosimula-
tion in fünf Modellquartieren sowie den gesamtstädtischen Auswirkungen (inkl. Gebührenmodellierung); Auftraggeber:
Stadt Iserlohn, 2011-2012
NRW-Verkehrsministerium: Leitfaden zum betrieblichen Mobilitätsmanagement; Erarbeitung einer Strategie und
eines Leitfadens zur Ansprache von Unternehmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement; Auftraggeber: Ministerium
für Wirtschaft, Energie, Bauen, Verkehr und Wohnen NRW, 2012
Stand der Forschung und Praxis von Verfahren zur Abschätzung der Verkehrsfolgen von Siedlungsentwicklung;
Recherche von Instrumenten und Verfahren, Interviews mit Anwendern zum Prozess, Übertragungsmöglichkeiten auf
die Region Frankfurt/Rhein-Main; Auftraggeber: IVM GmbH Frankfurt, 2011-2012
Abschätzung und Bewertung der Verkehrs- und Kostenfolgen von Siedlungsprojekten unter besonderer Be-
rücksichtigung der Belange des ÖPNV; FOPS-Projekt zur Entwicklung eines Tools zur Abschätzung der Verkehrs-
Anhang -
13
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
und Kostenfolgen von Siedlungsprojekten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (DiFu); Auftrag-
geber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS), 2008-2010
Daseinsvorsorge und Dienstleistungsqualität in der Nahverkehrsplanung unter der besonderen Berücksichti-
gung der Belange älterer Verkehrsteilnehmer; FOPS-Projekt in Zusammenarbeit mit der TU Dortmund; Auftraggeber:
Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung über Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR),
2007-2010
Masterplan Mobilitätsmanagement: Analyse von Fördermöglichkeiten und Vorschläge zur Optimierung des
Instrumentariums; Analyse der bestehenden Fördermöglichkeiten auf den Ebenen EU, Bund, Länder und Kommunen
und Aufzeigen von Möglichkeiten zur Optimierung und Erweiterung des Instrumentariums; im Rahmen des gleichen
Projekts wurden auch die rechtlichen und fiskalischen Rahmenbedingungen durch das ISB der RWTH Aachen betrach-
tet; Projektkoordination: Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung Dortmund; Auftraggeber: dena - Deutsche
Energie-Agentur, 2010
Neubau- und Umnutzungspotenziale auf Stadtbrachen für künftige Wohnungsnachfrage; Aufzeigen von Potenzia-
len auf Stadtbrachen in drei verschiedenen Regionen (Stuttgart, Hannover, Halle/Saale}; Wohnungsmarkttendenzen;
Strategien zur Aktivierung von Brachflächen sowie zur Innenverdichtung; Auftraggeber: Umweltbundesamt, 2008-2010
Stadtumbau und Infrastruktursysteme; Wege zur kosteneffizienten Anpassung in Bestandsgebieten; Folgekosten-
entwicklung; Pilotstudie in Iserlohn; in ARGE mit dem ILS gGmbH; Auftraggeber: Ministerium für Bauen und Verkehr in
NRW, 2008-2009
Vernetzte Spiel- und Begegnungsräume im Frankfurter Nordend; Projektsteuerung und Moderation eines ExWoSt-
Modellvorhabens zur generationsübergreifenden Qualifizierung des öffentlichen Raums; Auftraggeber: Stadt Frankfurt
am Main, 2007-2009
Lean? - Nachhaltiges Flächenmanagement und kommunale Finanzen; Entwicklung eines Instruments zur Bewer-
tung der Folgekosten von Siedlungsentwicklungsprojekten; Auftraggeber: Bundesministerium für Forschung und
Bildung (BMBF), 2006-2008
Kosten und Nutzen zukünftiger Siediungsentwicklung; Forschungsexpertise für das Land NRW zu den Bau- und
Folgekosten von Siedlungsprojekten; Auftraggeber: Ministerium für Bauen und Verkehr NRWIILS NRW, 2005-2007
Umsetzung und Akzeptanz für eine nachhaltige Siedlungs- und Verkehrsentwicklungsplanung; Politik- und Pro-
zessanalyse zu Erfolgsfaktoren und Hemmnissen einer nachhaltigen Verkehrspolitik; Forschungsprojekt in Zusammen-
arbeit mit dem ILS Dortmund/TU Dortmund; Auftraggeber: Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen,
2003-2004
- Anhang -
14
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang E: Lebensläufe, Publikationen und Referenzprojekte StetePlanung
E-1: Lebenslauf, Gisela Stete, StetePlanung
Dipl.-Ing. Gisela Stete hat Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der Technischen Hochschule Darmstadt studiert
und leitet seit 1991 das Büro StetePlanung. Nach ihrem Diplomabschluss 1979 arbeitete sie in verschiedenen Ingeni-
eurbüros und war wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Verkehr (Fachgebiet Verkehrsplanung und Verkehrs-
technik) an der TU Darmstadt. In dieser Zeit hat sie sich in Forschungsarbeiten mit Fragen der Gestaltung des Öffentli-
chen Raums ("Quantifizierung von Nutzungsansprüchen an den öffentlichen Straßenraum") und Gender Mainstreaming
("Mobilität von Frauen in unterschiedlichen Lebenssituationen") befasst.
Von 2010 bis 2013 war sie Lehrbeauftragte an der Hochschule RheinMain im Masterstudiengang "Umweltmanagement
In Städten und Ballungsräumen" für das Modul "Verkehrsentwicklungsplanung". Sie wird regelmäßig als Referentin auf
Fachtagungen und Fachseminaren und als Fach-/Sachpreisrichterin in Wettbewerbsverfahren eingeladen. Aktuell berät
sie als Expertin die hessische Landesregierung und dort die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen
AKNH.
Gisela Stete ist seit vielen Jahren Mitglied in der Forschungsgesellschaft für Straßen und Verkehrswesen und im wis-
senschaftlichen Beirat des VED und wurde 2000 in die Deutsche Akademie für Städtebau und Landesplanung DASL
berufen, '
E-2 Ausgewählte Publikationen/Vorträge, Gisela Stete
Stete, Gisela (2016): Kinder und Jugendliche als Verkehrsteilnehmende, in: Straßenverkehrstechnik 6, 2016, Bonn
Behr, Iris; Stete, Gisela (2015): Stellplatzsatzung und Parkraumbewirtschaftung - Steuerungsinstrument einer verkehrs-
flächen- und kostensparenden Siedlungsplanung in: Planerin, Heft 5, Oktober 2015, Berlin
Stete, Gisela (2015): Nur Integriertes Denken und Handeln führt weiter. in: Regionale Schienen Extra 4/2015, Salzburg,
Österreich
Stete, Gisela (2013): Gender aspects for urban traffic planning. Vortrag auf dem 26. ICTCT-Workshop "Sustainable and
safe road design from a human behaviour point of view", 24.-25. Oktober 2013 in Maribor; Slovenien
{http:/www.ictct.org/workshops/past-workshops/)
E-3: Referenzprojekte, StetePlanung
Verkehrliche Rahmenplanung Konversion Bessungen-Süd in Darmstadt (mit integriertem Mobilitätskonzept
Lincoln-Siedlung) (2011). Auftraggeberin Wissenschaftsstadt Darmstadt,
Verkehrliche Rahmenplanung für die Konversionsflächen Benjamin-Franklin-Village und Taylor-Barracks in
Mannheim (2014 - 2016). Auftraggeberin MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim
Implementierung des nachhaltigen Mobilitätsmanagements für die erste Entwicklungsstufe Lincoln-Siediung in
Darmstadt (seit 2016). Auftraggeberin: Wissenschaftsstadt Darmstadt 2016
- Anhang -
15
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Klimaschutzteilkonzept "Klimafreundliche Mobilität" - Schulstandort Leopold-Lucas-Straße in Marburg (2013-
2014). Auftraggeberin: Stadt Marburg
Konzepte zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement (seit 2014) für das. Unternehmen ALNATURA vor Umzug an
einen neuen Verwaltungsstandort, für das Gesundheitsamt Stadt Darmstadt und Landkreis Darmstadt-Dieburg, den
Landeswohlfahrtsverband Hessen, die Agaplesionklinik Elisabethenstift und die HEAG mobilo, Darmstadt, Auftraggeber:
Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain ivm GmbH, Frankfurt
Entwicklungskonzept Ortszentrum Hemsbach - Parkierung und Nahmosbilität (seit 2015) Auftraggeberin: Stadt
Hemsbach
Integration von Fahrrad und ÖPNV im Rhein-Main-Verkehrsverbund - Strategien und Maßnahmen zur besseren
Vernetzung im RMV-Gebiet (2015, in Kooperation mit plan&rat, Braunschweig). Auftraggeber: Rhein-Main-
Verkehrsverbund, Hofheim
Mobilitätspunkte im Gebiet des Verbands Region Stuttgart - Grundlagen zur Entwicklung eines regionalen Kon-
zepts (2015). Auftraggeber: Verband Region Stuttgart
Fahrradvermietsystem MVGmeinRad - Standortbestimmung und Ämterkoordination in den Städten Mainz und
Wiesbaden (2011 - 2015). Auftraggeberin: Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH
Schülerradroutennetz Region Frankfurt RheinMain - Netzentwicklung für die Städte Darmstadt, Offenbach und
Mainz (2012 - 2015) Auftraggeberin: ivm GmbH, Frankfurt
Entwicklung eines Konzepts für den Aufbau von multimodalen Mobilitätsstationen im Gebiet der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt (seit 2016), Auftraggeber: HEAG mobilo, Darmstadt
-Anhang -
16
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität Leitinitiative Zukunftsstadt
Anhang F-1: Lage der Reallabore Lincoln-Siedlung in Darmstadt und Bornheim in Frankfurt a.M.
Heimstätten-
siedlung ,
\
Ki coln-Siedlun
Abb. Anhang F-2: Konversionsflächen „Lincoln-Siedlung“ und „Cambrai-Fritsch-Kaserne mit Jefferson-Siedlung"
- Anhang -
17
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
we: 2 5
Abbildung Anhang F-3: Übersichtskarte Frankfurt a.M. mit dem Stadtteil Bornheim
a1
Bornheim
»279,7.na
ni 8
Tr
\nnenstädt
Abb. Anhang F-4: Luftbild des Stadtteils Bomheim in Frankfurt a.M,
- Anhang -
Leitinitiative Zukunftsstadt
QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
Anhang 6: Medienpartnerschaft
Goethe-Universität Frankfurt
Institut für Humangeografie
Herrn Prof Dr Martin Lanzendorf
Theodor-W -Adorno Platz 6
60629 Frankfurt
Medienpartnerschaft
Sehr geehrter Professor Lanzendorf,
Leitinitiative Zukunftsstadt
FrankfurterRundschau
REDAKTION
Mainzer Landstraße 199
60326 Frankfurt am Mein
Tel (089) 21 99 - 27098
Fax (069) 21 99 - 3666
t leclerc@fr de
Frankfurt,
30. Januar 2017
mit großem Interesse habe ich Ihre Anfrage für eine Medienpartnerschaft
zwischen der Goethe-Universität Frankfurt, Institut für Humangeografie, und
der Frankfurter Rundschau für das Projekt „Quartier-Mobil“ im Rahmen des
Programms „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und
Forschung gelesen.
Die Frankfurter Rundschau ist gerne bereit, Medienpartner zu werden und über
Start und Verlauf des Projekts „Quartier-Mobil” mit lokalem Bezug zu
berichten.
Gerne kann die Projektgruppe „Quartier-Mobil” das Logo der Frankfurter
Rundschau bei anstehenden Veranstaltungen, wie etwa Bürgerforen,
verwenden.
Die redaktionelle Unabhängigkeit gebietet es allerdings, dass inhaltliche
Ausrichtung und Umfang der Berichterstattung im Ermessen der Redaktion
verbleiben.
Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche Ihnen viel Erfolg beim
Projektstart!
Mit frei chen WE
Pclict
Elorlan ur
Frankfurter Rundschau
Eranikhirter Rundschau GmbH
-Anhang -
19
anlage 6
259 Zeichen
Punkt 27: Bundesförderprogrann "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt" Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität (QuartierMobil) (V-Nr. 2017/0199) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 8
240 Zeichen
Punkt 47: Bundesförderprogrann "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt" Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität (QuartierMobil) (V-Nr. 2017/0199) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 5
10688 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
02.11.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 15
III 61
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0199
Magistratsbeschluss -Nr.
443
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511060 (75%) / 541010 (25%)
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-61 (75%) / 5410 -11 (25%) Sachkonto: Diverse
Betreff: Bundesförderprogrann "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt"
Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
(QuartierMobil)
Vorlage vom: 18.09.2017
Beschlussvorschlag :
1. Die erfolgreiche Bewerbung des Forschungskonsortiums unter Beteiligung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt für eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung
und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative
Zukunftsstadt“ unter dem Arbeitstitel QuartierMobil wird zur Kenntnis genommen und als
Beitrag zur Stadt - und Mobilitätsentwicklung im Bereich der Konversion (Lincoln -Siedlung und
ehemalige Cambrai -Fritsch-Kaserne/Jefferson -Siedlung) ausdrücklich begrüßt.
(Vorhabenbeschreibung siehe Anlage 1).
2. Einer vorzeitigen Ausschreibung der für 2,5 Jahre geförderten Stelle im bereits laufenden
Haushaltsjahr 2017 wird zugestimmt. Ab dem Hau shaltsjahr 2018 erfolgt eine 100%ige
Refinanzierung der anfallenden Personalaufwendungen aus den Projektfördermitteln des
Bundes.
- 3 -
3. Für den Fall, dass beim Bund 2017 nicht ausreichend Mittel zu Verfügung stehen, wird der im
Zuwendungsbescheid dargestellten Finanzierung zugestimmt und entsprechend in Vorleistung
gegangen (siehe Anlagen 2 und 3). Mit einer Stellungnahme vom Fördergeber (Stand
26.10.2017) wird zugesagt, dass die Mittel bedarfsgerecht abgerufen werden können.
Anlagen: Anlage 1: Vorhabenbeschreibung
Anlage 2: Zuwendungsbescheid
Anlage 3: Gegenüberstellung Antrags - und Förder-Finanzierung
Anlage 4: Ergänzung zum Zuwendungsbescheid
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 08.11.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2017:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, hier das Stadtplanungsamt, Abt. Mobilität und öffentlicher
Raum, hat gemeinsam mit der Stadt Frankfurt am Main, der Goethe-Universität Frankfurt am
Main, der Technischen Universität Braunschweig sowie den beiden Planungsbüros
StetePlanung aus Darmstadt und Planersocietät aus Dortmund einen Förderantrag beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der "Umsetzung der Leitinitiativen
Zukunftsstadt" mit dem Thema "Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft
urbaner Mobilität" gestellt. Die Stadt Darmstadt beteiligt sich mit dem Teilprojekt "Real labor
Darmstadt", das sich mit der Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitäts- und
Stellplatzkonzeptes im Rahmen von der Entwicklung neuer Stadtquartiere, hier Lincoln -
Siedlung sowie Cambrai-Fritsch-Kaserne /Jefferson-Siedlung, befasst.
Die Projektlaufzeit und Förderzeitraum für die Wissenschaftsstadt Darmstadt erstreckt sich
vom 01.01.2018 bis 31.07.2020.
Die Finanzierung der für das Projekt erforderlichen Stelle erfolgt zu 100 % aus dem
Förderprojekt während der Projektlaufzeit von 2,5 Jahre. Die hierzu notwendige Einrichtung
einer Stelle am Stadtplanungsamt, Abteilung Mobilität und öffentlicher Raum, im Umfang
von 0,5 VZÄ / 19,5 Std./W., ausgewiesen nach EG 11 kw TVöD (vorbehaltlich der
abschließenden Bewertung) werden über den Stellplanantrag 2018 veranke rt.
Weitere Projektmittel in Höhe von 40.000,00 EUR werden ebenso zu 100 % refinanziert.
Ausgangspunkt des Forschungsprojektes:
Durch die rasant gestiegene Einwohnerzahl (in den letzten 10 Jahren um 20.000) und auch die
in Zukunft zu erwartende Zunahme u.a. aufgrund der guten Arbeitsplatzsituation
(Schwarmstadt), gilt es neben der Schaffung von Wohnraum Lösungen für die sich daraus
ergebenen Belastungen des ruhenden und fließenden Autoverkehrs zu finden. Dies besonders
auch vor dem Hintergrund der Verpflichtngen aus dem Luftreinhalteplan alles zu unternehmen,
um die Luftschadstoffe zu minimieren.
Zentrale Ziele des Forschungsprojektes:
Übergeordnetes Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Handlungsoptionen zur
Transformationen urbaner Mobilität im Sinne von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem Abbau
sozial-ökologischer Ungleichheiten in den Blick zu nehmen und dabei mit einer vorra ngig
quartiersbezogenen Perspektive sowohl wissenschaftlich als auch planungspraktisch relevante
Ergebnisse zu erzielen.
In der Vergangenheit haben zahlreiche deutsche Städte mit ihrer Quartiersentwicklung soziale
oder ökologische Zielstellungen verfolgt. Bislang ist es jedoch allenfalls in Einzelfällen gelungen
neue Quartiere zu entwickeln oder bestehende Quartiere so zu verändern, dass die Entstehung
von Mobilität grundlegend verändert und nachhaltiger gestaltet wurde. Oft scheitert die
Umsetzung einer na chhaltigen Mobilitätsgestaltung an den über Jahrzehnte gewachsenen,
persistenten (gewohnheitsmäßig) und auf den motorisierten Privatverkehr ausgerichteten
Raum- und Infrastrukturen der autogerechten Stadt. Das Vorhaben befasst sich mit der
Transformation u rbaner Mobilität und den persistenten Strukturen im Quartier aus einer
transdisziplinären Perspektive und führt die Felder der sozialwissenschaftlichen
Mobilitätsforschung, der Verkehrsplanung und Stadtentwicklung sowie der Politikwissenschaft
zusammen.
Wissenschaftliches Ziel ist ein besseres Verstehen, wie (i) die nachfrageseitigen Dynamiken,
Präferenzen und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzenden eines Quartiers
(gesellschaftliche Dynamik), (ii) die angebotsseitigen Veränderungen und Persi stenzen
gebauter Umwelt, Infrastrukturen und Mobilitätsdienstleistungen (Persistenz der Infrastruktur)
sowie (iii) die Governance -Prozesse zur Aushandlung und Gestaltung urbaner Mobilität
(Governance und Akteurskonstellationen) in ihrer Wechselwirkung zuei nander stehen und
daraus Handlungsoptionen für die Planungspraxis entstehen. Aus planungspraktischer Sicht
sollen mit „Reallaboren“ Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung der Mobilität in (i) neuen
- 5 -
sowie (ii) bestehenden städtischen Quartieren entwickelt un d erprobt sowie (iii) hinsichtlich der
Übertragbarkeit auf weitere Quartiere im Sinne einer gesamtstädtischen Strategie geprüft
werden. (iv) Ebenso soll die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Städte gewährleistet
werden.
Als methodisches Instrume nt zur Beantwortung der Fragen dienen zwei Reallabore urbaner
Mobilität: Das bestehende Quartier Bornheim in Frankfurt am Main, in Darmstadt als Beispiel
einer Neu -Entwicklung die Konversationsfläche Lincoln -Siedlung. Die Reallabore bringen
kommunale Entscheidungsträger, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Zivilgesellschaft und
Forschung mit dem Ziel zusammen, Umsetzungskonzepte für eine Quartiersgestaltung zu
entwickeln, die eine nachhaltige Mobilität der Einwohnerinnen und Einwohner ermöglicht,
sozial-ökologische Ungleichheiten abbauen hilft und die Lebensqualität steigert. Die beteiligten
Kommunen setzen dabei eigene Schwerpunkte in den Reallaboren, die Forschung begleitet den
Prozess und versteht sich als Impulsgeberin. Die Reallabore sind in drei Phasen aufgebaut:
(1) In einer ersten Phase werden die Bedürfnisse der Bevölkerung und ihre Anforderungen an
das Quartier empirisch erfasst, wobei ein Schwerpunkt auf den Interessen und Konflikten
der Akteurinnen und Akteure im Quartier liegt.
(2) Auf Grundlage de r Erkenntnisse aus der ersten Phase werden Handlungsoptionen mittels
Partizipationsverfahren gemeinsam mit der Bevölkerung und in Kooperation mit
Stakeholdern erarbeitet.
(3) Die dritte abschließende Phase dient der Entwicklung von Umsetzungskonzepten, die al s
„Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier“ publiziert werden.
Für Darmstadt wird der Projektstart als sehr günstig eingeschätzt, weil er zum einen auf das
sich bereits in der Lincoln -Siedlung in Umsetzung befindende Mobilitätskonzept aufbauen
kann, und zum andern bei der Entwicklung der Cambrai -Fritsch-Kaserne / Jefferson -Siedlung
unterstützen kann. Die Lincoln -Siedlung als Modellprojekt für eine nachhaltige
Mobilitätsplanung und deren Übertragbarkeit auf die benachbarte Konversionsfläche sowi e auf
Bestandsquartiere in Darmstadt und in anderen Städten nimmt hier eine zentrale und
bedeutende Rolle ein.
Die Auswahl als Förderprojekt durch das BMBF belegt, dass dem Mobilitätskonzept in und aus
Darmstadt als Modellprojekt national Aufmerksamkeit zukommt.
Die im Rahmen des Förderprojektes durchzuführenden Arbeiten wie Entwicklung eines
Kommunikationskonzeptes, Vorbereitung, Organisation und Durchführung von
Bürgerveranstaltungen, begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowie die gesamte Abwicklung des
Förderantrages gehören zu den Aufgaben der schaffenden Stelle.
Zur Umsetzung innerhalb der Verwaltung stehen für die Stadt von 1.1.2018 bis zum 31.7.2020
Personalmittel in Höhe von 101.072, -- EUR als Zuwendung des BMBF zu Verfügung. Inklusive
weiterer Sach- und Reisekosten beträgt der Gesamtförderbetrag 150.072,-- EUR.
Die Stelle soll bereits 2017 ausgeschrieben werden um Anfang 2018 bewirtschaftet werden zu
können.
Wie dem Zuwendungsbescheid (Anlage 2) zu entnehmen ist, können aus haushaltstechnischen
Gründen des Fördergebers (Bund) die Jahresbeträge ggf. nicht wie im Förderantrag
ausgewiesen, zugeteilt werden.
Eine Gegenüberstellung der Finanzierungszusammenstellung aus unserem Antrag und dem
des Zuwendungsbescheides können Anlage 3 entnommen werden.
Ergänzend ist hierzu am 26.10.2017 eine Stellungnahme vom Fördergeber vorgelegt worden,
in dem zugesagt wird, dass die Mittel bedarfsgerecht abgerufen werden können.
- 6 -
Nach Beschluss des Magistrats werden die Maßnahmen der Öffentlichkeit über die Medien und
den städtischen Internetauftritt vorgestellt.
Darmstadt, 18.09.2017
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Nst. 2820
Dezernat I: Dezernat III: Dezernat IV:
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
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Punkt 99: Bundesförderprogramm "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt" Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität (QuartierMobil) - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2017/0199) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
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Punkt 18: Bundesförderprogrann "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt" Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität (QuartierMobil) (V-Nr. 2017/0199) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
2017/0199
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
02.11.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0199
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511060 (75%) / 541010 (25%)
Kostenstelle: 061-004-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-61 (75%) / 5410 -11 (25%) Sachkonto: Diverse
Betreff: Bundesförderprogr amm "Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt"
Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität
(QuartierMobil)
Vorlage vom: 18 .09.2017
Beschlussvorschlag :
1. Die erfolgreiche Bewerbung des Forschungskonsortiums unter Beteiligung der Wissenschaft s-
stadt Darmstadt für eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ unter
dem Arbeitstitel QuartierMobil wird zur Kenntnis genommen und als Beitrag zur Stadt - und
Mobilitätsentwicklung im Bereich de r Konversion (Lincoln -Siedlung und ehemalige Cambrai -
Fritsch-Kaserne/Jefferson -Siedlung) ausdrücklich begrüßt. (Vorhabenbeschreibung siehe A n-
lage 1).
2. Einer vorzeitigen Ausschreibung der für 2,5 Jahre geförderten Stelle im bereits laufenden
Haushaltsjahr 2017 wird zugestimmt. Ab dem Haushaltsjahr 2018 erfolgt eine 100%ige Refi-
nanzierung der anfallen den Personalaufwendungen aus den Projektfördermitteln des Bundes.
- 2 -
3. Für den Fall, dass beim Bund 2017 nicht ausreichend Mittel zu Verfügung stehen, wird der im
Zuwendungsbescheid dargestellten Finanzierung zugestimmt und entsprechend in Vor leistung
gegangen (siehe Anlagen 2 und 3). Mit einer Stellungnahme vom Fördergeber (Stand
26.10.2017) wird zugesagt, dass die Mittel be darfsgerecht abgerufen werden können.
Anlagen: Anlage 1: Vorhabenbeschreibung
Anlage 2: Zuwendungsbescheid
Anlage 3: Gegenüberstellung Antrags - und Förder-Finanzierung
Anlage 4: Ergänzung zum Zuwendungsbescheid
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2017:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, hier das Stadtplanungsamt, Abt. Mobilität und öffentlicher
Raum, hat gemeinsam mit der Stadt Frankfurt am Main, der Goethe-Universität Frankfurt am
Main, der Technischen Universität Braunschweig sowie den beiden Planungsbüros
StetePlanung aus Darmstadt und Planersocietät aus Dortmund einen Förderantrag beim
Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der "Umsetzung der Leitinitiativen
Zukunftsstadt" mit dem Thema "Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft
urbaner Mobilität" gestellt. Die Stadt Darmstadt beteiligt sich mit dem Teilprojekt "Real labor
Darmstadt", das sich mit der Umsetzung eines nachhaltigen Mobilitäts- und
Stellplatzkonzeptes im Rahmen von der Entwicklung neuer Stadtquartiere, hier Lincoln -
Siedlung sowie Cambrai-Fritsch-Kaserne /Jefferson-Siedlung, befasst.
Die Projektlaufzeit und Förderzeitraum für die Wissenschaftsstadt Darmstadt erstreckt sich
vom 01.01.2018 bis 31.07.2020.
Die Finanzierung der für das Projekt erforderlichen Stelle erfolgt zu 100 % aus dem
Förderprojekt während der Projektlaufzeit von 2,5 Jahre. Die hierzu notwendige Einrichtung
einer Stelle am Stadtplanungsamt, Abteilung Mobilität und öffentlicher Raum, im Umfang
von 0,5 VZÄ / 19,5 Std./W., ausgewiesen nach EG 11 kw TVöD (vorbehaltlich der abschli e-
ßenden Bewertung) werden über den Stellplanantrag 2018 veran kert.
Weitere Projektmittel in Höhe von 40.000,00 EUR werden ebenso zu 100 % refinanziert.
Ausgangspunkt des Forschungsprojektes:
Durch die rasant gestiegene Einwohnerzahl (in den letzten 10 Jahren um 20.000) und auch die
in Zukunft zu erwartende Zunahme u.a. aufgrund der guten Arbeitsplatzsituation
(Schwarmstadt), gilt es neben der Schaffung von Wohnraum Lösungen für die sich daraus
ergebenen Belastungen des ruhenden und fließenden Autoverkehrs zu finden. Dies besonders
auch vor dem Hintergrund der Verpflichtngen aus dem Luftreinhalteplan alles zu unternehmen,
um die Luftschadstoffe zu minimieren.
Zentrale Ziele des Forschungsprojektes:
Übergeordnetes Ziel des Forschungsvorhabens ist es, die Handlungsoptionen zur Transform a-
tionen urbaner Mobilität im Sinne von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und dem Abbau sozial -
ökologischer Ungleichheiten in den Blick zu nehmen und dabei mit einer vorra ngig quartiers-
bezogenen Perspektive sowohl wissenschaftlich als auch planungspraktisch relevante Erge b-
nisse zu erzielen.
In der Vergangenheit haben zahlreiche deutsche Städte mit ihrer Quartiersentwicklung soziale
oder ökologische Zielstellungen verfolgt. Bislang ist es jedoch allenfalls in Einzelfällen gelungen
neue Quartiere zu entwickeln oder bestehende Quartiere so zu verändern, dass die Entstehung
von Mobilität grundlegend verändert und nachhaltiger gestaltet wurde. Oft scheitert die Umse t-
zung einer nachhaltigen Mobilitätsgestaltung an den über Jahrzehnte gewachsenen, persiste n-
ten (gewohnheitsmäßig) und auf den motorisierten Privatverkehr ausgerichteten Raum - und
Infrastrukturen der autogerechten Stadt. Das Vorhaben befasst sich mit der Transformation
urbaner Mobilität und den persistenten Strukturen im Quartier aus einer transdisziplinären
Perspektive und führt die Felder der sozialwissenschaftlichen Mobilitätsforschung, der Ve r-
kehrsplanung und Stadtentwicklung sowie der Politikwissenschaft zusammen.
Wissenschaftliches Ziel ist ein besseres Verstehen, wie (i) die nachfrageseitigen Dynamiken,
Präferenzen und Wünsche der Bewohnerinnen und Bewohner sowie Nutzenden eines Quartiers
(gesellschaftliche Dynamik), (ii) die angebotsseitigen Veränderungen und Persi stenzen gebau-
ter Umwelt, Infrastrukturen und Mobilitätsdienstleistungen (Persistenz der Infrastruktur) sowie
(iii) die Governance -Prozesse zur Aushandlung und Gestaltung urbaner Mobilität (Governance
und Akteurskonstellationen) in ihrer Wechselwirkung zuei nander stehen und daraus Han d-
lungsoptionen für die Planungspraxis entstehen. Aus planungspraktischer Sicht sollen mit „R e-
allaboren“ Konzepte und Maßnahmen zur Gestaltung der Mobilität in (i) neuen sowie (ii) best e-
henden städtischen Quartieren entwickelt un d erprobt sowie (iii) hinsichtlich der Übertragba r-
keit auf weitere Quartiere im Sinne einer gesamtstädtischen Strategie geprüft werden. (iv)
Ebenso soll die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Städte gewährleistet werden.
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Als methodisches Instrume nt zur Beantwortung der Fragen dienen zwei Reallabore urbaner
Mobilität: Das bestehende Quartier Bornheim in Frankfurt am Main, in Darmstadt als Beispiel
einer Neu-Entwicklung die Konversationsfläche Lincoln -Siedlung. Die Reallabore bringen ko m-
munale Entsc heidungsträger, Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen, Zivilgesellschaft und
Forschung mit dem Ziel zusammen, Umsetzungskonzepte für eine Quartiersgestaltung zu en t-
wickeln, die eine nachhaltige Mobilität der Einwohnerinnen und Einwohner ermöglicht, sozia l-
ökologische Ungleichheiten abbauen hilft und die Lebensqualität steigert. Die beteiligten
Kommunen setzen dabei eigene Schwerpunkte in den Reallaboren, die Forschung begleitet den
Prozess und versteht sich als Impulsgeberin. Die Reallabore sind in drei Phasen aufgebaut:
(1) In einer ersten Phase werden die Bedürfnisse der Bevölkerung und ihre Anforderungen an
das Quartier empirisch erfasst, wobei ein Schwerpunkt auf den Interessen und Konflikte n
der Akteurinnen und Akteure im Quartier liegt.
(2) Auf Grundlage de r Erkenntnisse aus der ersten Phase werden Handlungsoptionen mittels
Partizipationsverfahren gemeinsam mit der Bevölkerung und in Kooperation mit Stakeho l-
dern erarbeitet.
(3) Die dritte abschließende Phase dient der Entwicklung von Umsetzungskonzepten, die al s
„Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität im Quartier“ publiziert werden.
Für Darmstadt wird der Projektstart als sehr günstig eingeschätzt, weil er zum einen auf das
sich bereits in der Lincoln -Siedlung in Umsetzung befindende Mobilitätskonzept aufbauen
kann, und zum andern bei der Entwicklung der Cambrai -Fritsch-Kaserne / Jefferson -Siedlung
unterstützen kann. Die Lincoln -Siedlung als Modellprojekt für eine nachhaltige Mobilitätspl a-
nung und deren Übertragbarkeit auf die benachbarte Konversionsfläche sowi e auf Bestand s-
quartiere in Darmstadt und in anderen Städten nimmt hier eine zentrale und bedeutende Rolle
ein.
Die Auswahl als Förderprojekt durch das BMBF belegt, dass dem Mobilitätskonzept in und aus
Darmstadt als Modellprojekt national Aufmerksamkeit zukommt.
Die im Rahmen des Förderprojektes durchzuführenden Arbeiten wie E ntwicklung eines Ko m-
munikationskonzeptes, Vorbereitung, Organisation und Durchführung von Bürgerveranstaltu n-
gen, begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowie die gesamte Abwicklung des Förderantrages gehö-
ren zu den Aufgaben der schaffenden Stelle.
Zur Umsetzung innerhalb der Verwaltung stehen für die Stadt von 1.1.2018 bis zum 31.7.2020
Personalmittel in Höhe von 101.072, -- EUR als Zuwendung des BMBF zu Verfügung. Inklusive
weiterer Sach- und Reisekosten beträgt der Gesamtförderbetrag 150.072,-- EUR.
Die Stelle soll bereits 2017 ausgeschrieben werden um Anfang 2018 bewirtschaftet werden zu
können.
Wie dem Zuwendungsbescheid (Anlage 2) zu entnehmen ist, können aus haushaltstechnischen
Gründen des Fördergebers (Bund) die Jahresbeträge ggf. nicht wie im Förderantrag ausgewi e-
sen, zugeteilt werden.
Eine Gegenüberstellung der Finanzierungszusammenstellung aus unserem Antrag und dem
des Zuwendungsbescheides können Anlage 3 entnommen werden.
Ergänzend ist hierzu am 26.10.2017 eine Stellungnahme vom Fördergeber vorgelegt worden,
in dem zugesagt wird, dass die Mittel bedarfsgerecht abgerufen werden können.
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Nach Beschluss des Magistrats werden die Maßnahmen der Öffentlichkeit über die Medien und
den städtischen Internetauftritt vorgestellt.
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Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
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PROJEKTTRÄGER FÜR DAS Dr AR Bundesministerium DLR Projektträger für Bildung und Forschung DLR Projektträger DLR Projektträger Bereich Heinrich-Konen-Straße 1, 53227 Bonn Sozialökologische Forschung Wissenschaftsstadt Darmstadt Frau Samaan Postfach 11 10 61 Ihr Zeichen 64225 Darmstadt Ihr Schreiben Unser Zeicher Ihr/e Gesprächspartner/in Ingo Beckert Telefon +49 2283821- 1516 Telefax +49 228 3821- 1540 E-mail Ing.beckert@dlr.de Zuwendung aus dem Bundeshaushalt, Einzelplan 30, Kapitel 3004, 26. Oktober 2017 Titel 68543, Haushaltsjahr 2017, für das Vorhaben: "QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität, Teilprojekt D: Reallabor Stadt Darmstadt" hier: Ihre Anfrage zur Mittelbereitstellung Ausführende Stelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt - Stadtplanungsamt - Abt. Mobilität und öffentlicher Raum Förderkennzeichen: 01UR1702D Sehr geehrte Frau Samaan, wie telefonisch besprochen werden wir die Mittel nach dem Vorliegen von entsprechenden Zahlungsanforderungen bereitstellen und ggf. aus den Folgejahren in die entsprechenden HHJ vorziehen. Eine bedarfsgerechte Bereitstellung wird grundsätzlich aufgrund der besonderen Gegebenheiten der Projetförderung nicht vorgenommen. So kommt es durch Verzögerungen beim Projektstart oder spätere Einstellung von Personal oftmals zu Verschiebungen im Mittelbedarf, den wir im Vorfeld mit berücksichtigen. Mit freundlichen Grüßen Rasche Beckert Besucheradresse: Heinrich-Konen-Straße 1 53227 Bonn Telefon +49 228 3821-0 Internet DLR-PT.de Zertifiziert nach ISO 9001 Das Deutsche Zentrum für Luft- und R Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Vertreter des DLR sind der Vorstand und von ihm ermächtigte Personen. Auskünfte erteilt der Leiter Allgerneine Rechtsangelegen- heiten, Linder Höhe, 51147 Köln (Hauptsitz des DLR).
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Jahresfinanzierungspläne 08 03 Planungszeitraum von | 01.98.2017 bis | 31.07.2020 2017 2018 2019 2020 Gesamt F0812 [Entgeltgruppe E12-15 0,00) 0,00] 0,00) 0,00) 0,00) Eosı7 IEntgeltgruppe E1-E11 0,00) 38.976,00) 39.360,00] 22.736,00) 101.072,00] F0820 |Lohnempfänger(innen) MTArb 0,00] 0,00) 0,00] 0,00) 0,00) F0822 Beschäftigungsentgelte 0,00] 0,00) 0,00] 0,00) 0,00) F0824 [Summe Personalausgaben 0,00 38.976,00 39.360,00] 22.736,00] 101.072,00) F0831 |Gegenstände bis zu € 410 im Einzelfall 0,00] 0,00) 0,00) 0,00] 0,001 F0835 Vergabe von Aufträgen 0,00) 16.600,00) 26.400,00) 5 Per 48.100,00] DER F0838 |Verbrauchsmaterial 0,00) 0,00| 0,00) 0,00] 0,00] F0839 |Geschäftsbedarf 0,00) 0,00) 0,001 0,00] 0,00) F0840 [Literatur 0,00) 0,00) 0,001 0,00] 0,00] F0841 |Weitere Sachausgaben 1 0,00] 0,00) 0,00] 0,00] 0,0 F0842 Weitere Sachausgaben 2 0,00) 0,00) 0,00 0,00) 0,00] F0844 Dienstreisen Inland 150,00) 300,00) 300,00) 150,00) 20000 F0845 Dienstreisen Ausland 0,00] 0,00) 0,00] 0,00] 0,00) FFogaz. Dumme Sächlicher 150,00 | 16.900,00 26.700,00 5.250,00) 49.000,00) erwaltungsausgaben ” ” ” ” u R F0861 |Gesamtausgaben des Vorhabens 150,00 55.876,00 66.060,00) 27.986,00 150.072,00| rrz: 04 4fe 17020 15 Online-Kennung: 100323504 Gesamtfinanzierungsplan 08 0% Planungszeitraum von | 01.08.2017 bis | 31 2020 2017 2018 2019 2020 Gesamt F0861 |Gesamtausgaben € 150,00 55.876,00] 66.060,00 27.986,00) 150.072,00) Fear BR F0862 [Eigenmittei € 0,00) 0,00) 0,00) 0,00) 0,00] F0863 |Mittel Dritter / Einnahmen € 0,00) 0,00] 0,00) 0,00] 0,00) [F0864 [Zuwendung € 150,00) 55.876,00) 66.060,00) 27.986,00] 150.072,01 | FKZ: SM, NoZD 16 Online-Kennung: 100323504 5 2 150.072,00 2018 65.876,00 55.876,00 . 15.000,00 66.060,00 u 66.060,00 80.000,00 27.986,00 ; 0,00 55.072,00 Schließen j i
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R BETREFF BEZUG ANLAGE Bundesministerium für Bildung und Forschung Bundesministerium für Bildung und Forschung 53170 8onn HAUSANSCHRIFT Heinemannstraße 2, 53175 Bonn-Bad Godesberg Wissenschaftsstadt Darmstadt POSTANSCHRIFT 53170 Bonn N 1 I TEL. +49 (01228 99 57-3481 armstadt Fax +49 (0)228 99 57-83481 m 6z 721 -40001 - 1IUR1702D BEARBEITET VON Holger Nicolai N E-MAIL holger.nicolai@bmbf.bund.de HOMEPAGE www.bmbf.de DATUM Bonn, 29.08.2017 Zuwendungsbescheid Zuwendung aus dem Bundeshaushalt, Einzelplan 30, Kapitel 3004, Titel 68543, Haushaltsjahr 2017, für das Vorhaben: "QuartierMobil: Persistenz und Dynamik im Quartier - Strategien zur Zukunft urbaner Mobilität, Teilprojekt D: Reallabor Stadt Darmstadt" Ausführende Stelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt — Stadtplanungsamt Förderkennzeichen: 01UR1702D Kassenzeichen: 810303734194 Ihr Antrag vom 28.02.2017 mit Ergänzungen vom 14.06.2017 und 07.08.2017 - Abdruck „Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung an Gebietskörperschaften- ANBest-Gk -" (Stand: November 2016) - Abdruck „Besondere Nebenbestimmungen für Zuwendungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zur Projektförderung auf Ausgabenbasis (BNBest-BMBF 98)“ (Stand: April 2006) - Gesamtfinanzierungsplan - Vordruck "Merkblatt für Antragsteller/Zuwendungsempfänger zur Zusammenarbeit der Partner von Verbundprojekten" - Abdruck "Hinweise zur Ausfüllung des Berichtsblattes bzw. des Document Control Sheet" - Vordruck "Berichtsblatt/!Document Control Sheet" - Vordruck "Empfangsbestätigung" - Vordruck "Zahlungsanforderung" mit Hinweisen für Zahlungsempfänger - Vordruck „Antrag profi online“ - Weitere Nebenbestimmungen und Hinweise - Vordruck „Mitteilung des BMBF-Förderkennzeichens bei Schutzrechtsanmeldungen" (gem. Nr. 5.4 BNBest - BMBF 98) TELEFONZENTRALE +49 (0)228 99 57-0 FAX-ZENTRALE +49 (0)228 99 57-83601 E-MAIL-ZENTRALE bmbf@bmbf.bund.de BMBF-Vordr. 0224/11.16_0 Sehr geehrte Damen und Herren, 1. Höhe der Zuwendung/Finanzierungsform und -art/Zweckbindung/Bewilligungszeitraum/ Zahlungsplan ich bewillige Ihnen als Projektförderung eine nicht rückzahlbare Zuwendung bis zu 150.072,00 € (in Buchstaben: Eins-fünf-null-null-sieben-zwei Euro), höchstens jedoch in Höhe der zuwendungsfähigen Ausgaben (Vollfinanzierung). Die Zuwendung ist zweckgebunden; sie darf nur für das o. a. Vorhaben entsprechend Ihrem Antrag vom 28.02.2017 einschließlich evtl. Ergänzungen (s. Bezug) und dem beigefügten, von mir im Einvernehmen mit Ihnen, geänderten Gesamtfinanzierungsplan verwendet werden. Die Bewilligung setzt voraus, dass die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesichert bleibt. Die Zuwendung gilt für den Zeitraum vom 01.09.2017 bis 31.08.2020 (Bewilligungszeitraum). Die Zuwendung darf nur für die im Bewilligungszeitraum für das Vorhaben verursachten Ausgaben abgerechnet werden. Ich beabsichtige, die Zuwendung kassenmäßig wie folgt zur Verfügung zu stellen: 0,00€ im Haushaltsjahr 2017 15.000,00€ im Haushaltsjahr 2018 80.000,00€ im Haushaltsjahr 2019 0,00€ im Haushaltsjahr 2020 55.072,00€ im Haushaltsjahr 2021. Abweichend von Ihrem Antrag können derzeit aus haushaltstechnischen Gründen die Jahresbeträge nur wie oben ausgewiesen werden. Ich gehe davon aus, dass der Arbeits- und Zeitplan wie bewilligt eingehalten werden kann. Sobald mir im Haushaltsvollzug 2017 ff. wieder ausreichend Mittel zur Verfügung stehen, werde ich versuchen, den Zahlungsplan im Rahmen des Möglichen anzupassen. Sollte sich der Mittelbedarf gegenüber Ihrem Anitrag zeitlich verschieben, so ist das unver- züglich (spätestens bis zum 15. Oktober eines jeden Haushaltsjahres) unter Beifügung neuer Finanzierungspläne für die betreffenden Haushaltsjahre zu beantragen, damit versucht werden kann, den Zahlungsplan anzupassen.
Beratungsverlauf (5)
Orte (4)
- Bessunger Straße 125
- Gutenbergstraße 34
- Sandbergstraße 65
- Stiftstraße 9
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0199
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 27.06.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00