0068/2026
Förderprogramm Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit 2026
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/162 Vorlagen-Nummer 0068/2026 Freigabedatum 24.03.2026 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Förderprogramm Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit 2026 Beschlussorgan Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration Köln beschließt – für das Jahr 2026 – die Verteilung von 130.000,00 Euro zur Förderung von Projekten der rassismus- kritischen und antirassistischen Arbeit wie folgt: Nr Antragsteller*in Projekttitel Förder- summe in Euro 1 FilmInitiativ Köln e.V: Beyond the Binary, Beyond the Margin - Schwarze queere Per- spektiven 5.000,00 2 DTVK Gemeinsam sicher - Ein Schutz- konzept für Vielfalt und Demo- kratie 3.450,00 3 Integrationshaus e.V. - AK Inter- kulturelle Zentren „Köln unterwegs: Stadtbilder, Vielfalt, Zusammenhalt“ 5.000,00 4 Alevitisches Kul- turzentrum Köln e.V. Vielfalt ist Stärke - Alevitische Perspektiven auf Demokratie & Toleranz 5.000,00 5 Bürgerzentrum Ehrenfeld e.V. Zwischen Räumen tanzen - Kul- turelle Vielfalt machtsensibel ge- stalten 7.000,00 6 Alte Feuerwache Köln e.V. QUEER BIPoC Space 6.000,00 7 Diakonisches Werk Köln und Region Buchheim - Kein Veedel für Ras- sismus 3.500,00 Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration 21.04.2026 2 8 Kölner Flücht- lingsrat e.V. WE CAN SPEAK - Dein Feed, deine Stimme 7.000,00 9 Caritasverband für die Stadt Köln e.V. Wettbewerb: "DISSEN - MIT MIR NICHT! Kreativ gegen Ras- sismus und Diskriminierung 2.100,00 10 Kölner Freiwilli- gen Agentur e.V. Gemeinsam stark im Engage- ment - Schutz vor demokratie- feindlichen, rassistischen und extremistischen Angriffen 4.500,00 11 Giish e.V.. TELA - (Un)Sichtbar - Perspekti- ven auf Vielfalt und Diskriminie- rung in Köln 8.000,00 12 Sinti-Allianz Deutschland NRW e.V. Sport trifft Geschichte 8.000,00 13 rubicon e.V. für das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung Equal Opportunities & Connec- tion 3.450,00 14 Freundeskreis the unERASURE Projekt e.V. Die unERASURE Tour Köln 2026 - Das verborgene Jüdische Köln: Eine Entdeckungstour 7.000,00 15 Pavillon e.V. Bild nach Bild - eine Reise von Jugendlichen 5.000,00 16 Bildungsinitiative Keupstraße ist Überall – erin- nern-aufklären- verändern Erinnern Aufklären - Verändern Lernmodule für Ausstellung, Schule und Universitäten 8.000,00 17 inter Kultur e.V./ MüZe Empowerment Lab 2.0 6.000,00 18 deepower e.V. Dialog im Veedel - Gespräche über Rassismus, Alltag und Zu- sammenleben in Neubrück 8.000,00 19 Feminist Law Cli- nic e.V. Beratung mit Haltung: Empower- ment und diskriminierungskriti- sche Entwicklung in der Feminist Law Clinic 7.000,00 20 Shahrzad e.V. Offene Hände - Gebärden ge- gen Diskriminierung 5.500,00 21 Bündnis14 Afrika e.V. für das Kölner Forum gegen Rassismus und Diskriminierung „100% Menschenwürde. Zusam- men gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ - Veranstal- tungsreihe des Kölner Forum gegen Rassismus und Diskrimi- nierung zum Internationalen Tag 10.000,00 3 gegen Rassismus 2026 22 Sonnenblumen Community De- velopment Group „Wissen als Widerstand – Anti- rassistische Bildung, Empower- ment und historische Bewusst- seinsbildung in der Theodor Wonja Michael Bibliothek“ 5.500,00 Gesamt 130.000,00 Der Durchführungszeitraum liegt zwischen März und Ende Dezember 2026. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung ist im Haus- haltsplan 2026 im Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Pro- duktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in der Teilplanzeile 15 Transferaufwendungen in dem Haus haltsjahr 2026 veranschlagt. Die beanspruchten Mittel stehen im Rahmen der Förderung von „Antirassismus -/Antidiskriminierungsar- beit“ i.H.v. 100.000 Euro zur Verfügung. Die darüber hinaus erforderlichen Aufwandser- mächtigungen i.H.v. 30.000 Euro im Rahmen de s „Antirassismustrainings“ stehen im selbigen Teilergebnisplan zur Verfügung. 4 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 130.000,00 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Zusammenfassung in einfacher Sprache: Rassismus ist in unserer Stadt ein tagtägliches Problem für viele Menschen. Wenn Menschen zum Beispiel wegen ihrer Hautfarbe oder Herkunft beleidigt oder angegrif- fen werden, dann nennen wir das Rassismus. Wir wollen keinen Rassismus in unserer weltoffenen, toleranten und vielfältigen Stadt. Daher unterstützt die Stadt Köln Maß- nahmen, die helfen, dass sich Menschen gegen Rassismus wehren und sich stark machen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Die Stadt Köln setzt sich so für das viel- fältige, friedliche Miteinander der Menschen in Köln ein. Es sind viele Anträge einge- reicht worden. Für alle reicht das vorhandene Geld nicht aus. Daher wurden 22 An- träge ausgewählt. Sie sind inhaltlich gut und wenden unterschiedliche Methoden an. 5 Begründung: In den letzten Jahren hat sich ein zunehmend offen gezeigter Rassismus zu einer massiven Belastung des friedlichen Miteinanders sowie des Zusammenhalts in der Gesellschaft entwickelt. Dies spiegelt sich nicht nur in im politischen Diskurs wider, sondern auch in gesellschaftlichen Stimmungen, Strömungen und in der medialen Praxis. Daher ist auch in Köln der Bedarf an Präventions-, Sensibilisierungs - und Em- powerment - Angeboten sehr hoch. Die Stadt Köln setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dieser Entwicklung entgegenzu- wirken und fördert neben der Arbeit der beiden nichtstädtischen Antidiskriminierungs- büros - Caritasverband für die Stadt Köln e.V. und Öffentlichkeit gegen Gewalt (Köln) e.V. - auch Maßnahmen aus Mitteln des „Antirassismustrainings“ im Rahmen des „Ak- tionsprogramms für ein friedliches Miteinander und gegen Intoleranz und Rechtsradi- kalismus“. Die klare Haltung der Stadt Köln stärkt damit das vielfältige, gewaltfreie und demokratische Miteinander. Gemäß § 22 Absatz 6 der Hauptsatzung der Stadt Köln weist der Rat dem Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration Mittel zu, über deren Verteilung der Aus- schuss für Chancengerechtigkeit und Integration nach einer vom Rat beschlossenen Richtlinie entscheidet. Im Haushaltsjahr 2026 stehen 30.000 Euro aus dem laufenden Budget für Antirassis- musarbeit zur Verfügung. Zusätzlich stehen 100.000 Euro aus dem „Förderprogramm Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit“ und somit insgesamt 130.000 Euro zur Verfügung. Der Bedarf und das Bestreben den unterschiedlichsten Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorzubeugen, sie zu thematisieren, Menschen zu sensibilisieren und zu empowern, zeigt sich sowohl in der Anzahl als auch in der Diversität der ge- stellten Anträge. Für die Förderperiode 2026 sind insgesamt 48 Anträge eingegangen mit einer Antragssumme von insgesamt 386.009,74 Euro. Durch eine Jury wurden 22 Anträge für eine Förderung in Höhe von insgesamt 130.000 Euro vorgeschlagen. Die Jury bestand aus Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Kommunalen Integrationszentrums. Bei der Zusammensetzung der Jury wurde auch darauf geachtet, dass verschiedene Positionierungen repräsentiert werden. Die ausgewählten Anträge orientieren sich an der städtischen Förderrichtlinie und wurden mit jeweils nachvollziehbaren und adäquaten Finanzplänen eingereicht. Zudem werden die Zielgruppen durch unterschiedliche Methoden und Formate ange- sprochen. Sie umfassen unter anderem Workshops, eine Stadtführung, ein Familien- Sport-Fest, Diskussionsformate, ein Fotoprojekt, Multiplikator*innen-Schulungen, An- gebote an Schulen. Sie beschäftigen sich mit Empowerment, Sensibilisierung und Prävention durch Wissensvermittlung. Sie verfolgen die Ziele Demokratie und Akzep- tanz zu fördern, rassistischer Diskriminierung zu begegnen und Radikalisierung vorzu- beugen. Es gibt beispielsweise zur Förderung vorgeschlagene Anträge, die sich mit dem Themenfeld Antisemitismus und Gadje-Rassismus (Rassismus gegen Sinti und Roma) auseinandersetzen und zum Teil explizit von und für Menschen aus der eige- nen Community konzipiert sind. Es werden Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Se- nior*innen, sehr heterogene Zielgruppen angesprochen und einbezogen. Aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Lage erachtete die Verwaltung das Förderpro- gramm für besonders notwendig. Es setzt aktiv Zeichen gegen Rassismus und fördert 6 mit den Angeboten Demokratie und Akzeptanz. Die Angebote leisten Sensibilisie- rungsarbeit, fördern gegenseitiges Verständnis, arbeiten präventiv und Empowern von Rassismus und Antisemitismus betroffene Menschen. Sie machen unter anderem Ak- tionen zum internationalen Tag gegen Rassismus am 21.03. möglich und leisten einen hohen Beitrag zur Stärkung des Zusammenhalts der in Köln lebenden Menschen. Finanzierung Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung ist im Haus- haltsplan 2026 im Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Pro- duktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in der Teilplanzeile 15 Transferaufwendungen in dem Haushaltsjahr 2026 veranschlagt. Die beanspruchten Mittel stehen im Rahmen der Förderung von „Antirassismus-/Antidiskriminierungsar- beit“ i.H.v. 100.000 Euro zur Verfügung. Die darüber hinaus erforderlichen Aufwand- sermächtigungen i.H.v. 30.000 Euro im Rahmen des „Antirassismustrainings“ stehen im selbigen Teilergebnisplan zur Verfügung. Unter Berücksichtigung der in der Begründung enthaltenen Ausführungen wird die Umsetzung des Förderprogramms unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Be- wirtschaftungsverfügung als unaufschiebbar und unbedingt erforderlich eingestuft.
Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Es handelt sich um einen internen Beschluss des Ausschusses für Chancengerechtigkeit und Integration Kontakt OB/1 Büro des Oberbürgermeisters OB/12 Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung Brückenstraße 5-11 50667 Köln Telefon: 0221 – 221 31122 E-M ail: oeffentlichkeitsbeteiligung@stadt-koeln.de Intranetauftritt: Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0068/2026
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 24.03.2026
- Erstellt
- 08.01.2026 15:02