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2025/0321

Dienstanweisung für die Überwachung, Behandlung und Schutz des städtischen Baumbestandes vom 01.01.1984; Städtebaufördergebiet "Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof" "Umgestaltung Lindenhofstraße, Mühlstraße und Woogsplatz" - Baumfällung Kiefer

Magistratsvorlage 27.11.2025

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Anlage 4 Auszug Baumgutachten

2025/0321

6124 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
02.12.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0321 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 551020 
Kostenstelle:  061-001-4010 Investitionsnummer:  17061-4002 
Kostenträger:  5110-41 Sachkonto: 0953010 
 
Betreff: Dienstanweisung für die Überwachung, Behandlung und Schutz des städtischen  
Baumbestandes vom 01.01.1984;  
Städtebaufördergebiet "Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof"  
"Umgestaltung Lindenhofstraße, Mühlstraße und Woogsplatz" - Baumfällung Kiefer  
 
Vorlage vom: 27.11.2025  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Fällung der Kiefer vor dem Nordeingang der Stadtbibliothek wird zugestimmt .  
 
2. Die Finanzierung der Maßnahme erfolgt aus bereits bewilligten Fördermitteln des 
Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“. Die Mittel stehen auf der 
Kostenstelle 061 -001-4010 mit der Investitionsnummer 17061 -4002 an die Kostenstelle 
061-001-4010 des Stadtplanungsamtes zur Verfügung sind zu verausgaben.  
 
 
Anlagen: Anlage 1 Ausschnitt Freiflächen Altstadtanlage  
Anlage 2 Belagsöffnung Grünflächenamt 2025

- 2 - 
Anlage 3 Kontrollgrabung Entega  
Anlage 4 Auszug Baumgutachten  
Anlage 5 SN Entega Kiefer vor Umspannanlage  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 27.11.2025 
 
Die Altstadtanlage  ist als wichtige Grünanlage im Integrierten Stadtentwicklungskonzept für 
das Stadtumbaugebiet Kapellplatz/Woogsviertel/Ostbahnhof im Handlungsfeld „Lebendige 
Plätze und Straßenräume“ benannt. Ab Februar 2026 soll sie als eines der ersten Projekte 
im Stadtumbaugebiet umgest altet werden.  
Das Projekt, in der Vorplanung federführend vom Stadtplanungsamt betreut, ist aktuell, seit 
Beginn der Entwurfsplanung, in der Federführung des Grünflächenamtes.  
 
Als grüne Oase in der Nähe der Stadtmitte ist die Altstadtanlage sowohl ein wic htiger Ruhe-
platz für BürgerInnen als auch ein wichtiger Biotoptrittstein für Fauna und Flora. Aus diesem 
Grund versucht das Grünflächenamt mit dem Planungsteam, alle vorhandenen Bäume in die 
neue Freiraumplanung zu integrieren oder deren Lebensbedingungen  durch bessere Boden -
zusammensetzung und erweiterten Wurzelraum nach der Umgestaltung zu stärken.  
 
Bei einem Bestandsbaum gelingt dies leider nicht, weshalb hiermit um die Zustimmung zu 
dessen Fällung  gebeten wird. Es handelt sich dabei um eine Kiefer in e inem Pflanzbeet im 
Eingangsbereich vor dem nördlichen Ausgang der Stadtbibliothek.  
Dieser Baum wurde ursprünglich in ein Pflanzbeet über dem Keller der Umspannanlage 
Darmstadt-Mitte gepflanzt. Er hat keinen Bodenanschluss und kann daher nicht tief wurzel n, 
wie bei Kiefern sonst üblich. Das ihn umgebende Pflaster sitzt auf einem sehr geringen 
Tragschichtauf bau, da sich direkt darunter Keller der benachbarten Umspannanlage 
befindet. Um trotzdem Halt zu finden, wurzelt der Baum weit über das Pflanzbeet hin aus, in 
die ihn umgebenden Betonpflasterflächen hinein. Dadurch wurde bereits an mehreren Stellen 
das Pflaster ange hoben, was zu Stolperstellen und dauerhaften Schäden führt.  
 
Darüber hinaus besteht ein Zwangspunkt, der unbedingtes Handeln erfordert: Die genannte 
Umspannanlage ist für die Stromversorgung der Innenstadt elementar wichtig. Das 
Wurzelwerk der Kiefer ist in Gebäudefugen der Umspannanlage eingedrungen und verursacht 
einen Wassereintritt, der mit provisorischen Maßnahmen nur reduz iert, aber nicht vollständig 
gestoppt werden kann. Eine umfassende Sanierung ist notwendig – dies sinnvoller Weise im 
Zusammenhang mit der Umgestaltung der Altstadtanlage. Wasser kann im Umfeld 
stromführender Anlagen aus Sicherheits - und Gründen der Betrie bsverlässlichkeit nicht 
geduldet werden. Eine Fällung der Kiefer ist unumgänglich.  
Im Anhang befinden sich zwei Fotodokumentationen, welche die hier beschriebenen 
Missstände dokumentieren.  
 
Nach der Umgestaltung werden auf der jetzigen Pflanzfläche Fahrra dständer platziert, das 
Pflanzbeet entfällt und der Eingangsbereich vor der Stadtbibliothek wird erweitert. Diese Er -
weiterung der aktuell beengten Eingangssituation wurde ausdrücklich im Rahmen der Betei -
ligung der Träger öffentlicher Belange (TÖB) an dem Planungsprozess, in diesem Fall der 
Stadtbibliothek, gewünscht.  
 
Als Ersatz für die gefällte Kiefer wird im Rahmen der Umgestaltung der Altstadtanlage ein 
neuer Baum, eine Mehlbeere (Sorbus aria) gepflan zt. Es handelt sich dabei um eine heimi -
sche Baumart, welche wärmeliebend ist und Sommertrockenheit erträgt. Wichtige Eigen -
schaften für ein Wachstum im südhessischen Klima. Mit seinem direkten Bodenanschluss 
außerhalb der Tiefgarage hat dieser Baum beste Wachstumsbedingungen.

- 4 - 
Die Städtebaufördermittel, welche die Umgestaltung der Altstadtanlage inkl. der 
Baumfällung ermöglichen, stehen beim Stadtplanungsamt zur Verfügung ( Inv.Nr. 17061-
4002; Kostenstelle 061 -001-4010) und setzen sich zu je einem Drittel aus Mitteln des 
Bundes, des Landes Hessen und der Wissenschafts stadt Darmstadt zusammen.  
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Michael Kolmer 
Stadtrat

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Anlage 2 Belagsöffnung Grünflächenamt 2025

anlage 3

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Anlage 3 Kontrollgrabung Entega Eingangsbereich Nord Stadtbibliothek

anlage 1

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Anlage 1 Ausschnitt Freiflächenplan Altstadtanlage
Kiefer, zu fällen
Mehlbeere, 
Ersatzpflanzung
Stadtbibliothek

anlage 5

4998 Zeichen

e-netz Südhessen AG - Postfach 10 11 42 : 64211 Darmstadt

Dornheimer' Weg 24
Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt . 64293 Darmstadt
Grünflächenamt www.e-netz-suedhessen.de
Annette Hennemann Telefon +49 (0)6151 701-4204

Telefax +49 (0)6151 701-
Hilpertstr. 31 kai.kraeckmann@entega.ag

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64295 Darmstadt > Ihre Nachricht:

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21. November 2025

Wassereintritt in Umspannanlage Da-Mitte unter Altstadtanlage
Baumfällantrag - Stellungnahme e-Netz Südhessen AG

Sehr geehrte Frau Hennemann,

wie Sie wissen, haben wir seit geraumer Zeit Probleme mit unplanmäßigem
Wassereintritt in unser Gebäude der Umspannanlage Darmstadt-Mitte (UA),
mutmaßlich verursacht durch die Bepflanzung im darüber liegenden Bereich der
Altstadtanlage (am Eingang zur Stadtbibliothek). Zur Beseitigung des Problems ist
u. E. eine Baufällung erforderlich. Mit nachfolgender Stellungnahme versuchen wir
das Problem genauer zu erläutern.

Zur Errichtungszeit in den späten 1970er Jahren wurde die Umspannanlage DA-
Mitte als freistehendes, eigenständiges Gebäude zur sicheren Versorgung der
Kernstadt mit Strom gebaut. Im Verlauf der Folgejahre wurde sowohl die
Stadtbibliothek darüber sowie das Justus-Liebig-Parkhaus daneben errichtet. Die
ergänzte Parkanlage der Altstadtanlage verbindet die neuen Gebäude und
überdeckt Teile der Gebäude, sie schafft Verbindungen, wo vorher keine waren.
Die sehr komplexen Fugen der aneinandergebauten Gebäudeteile werden durch
die Grünanlagen der Altstadtanlage und ihre Beschaffenheit so verdeckt, dass eine
Wartung oder Sanierung dieser Schnittstellen quasi unmöglich gemacht wurde.
Darüber hinaus kam mit den vorhandenen Kiefern eine Baumart zum Einsatz, die
als Tiefwurzler eigentlich gar nicht für die niedrigen Aufbauhöhen der
Pflanzbereiche geeignet ist. In der Folge haben sich die Kiefern angepasst und ein
weitverzweigtes horizontales Wurzelsystem aufgebaut, dass dennoch immer
wieder bestrebt ist, nach unten zu wachsen, wo immer sich eine Möglichkeit bietet.

In wesentlichen Teilen der Fläche des Parkhausdaches mag das eventuell kein
Problem darstellen, da das Dach vermutlich von vornherein als Gründach geplant

e-netz Südhessen AG Vorstand: Ust.ldnr.: DE258553404

Dornheimer Weg 24 Holger Klein St.-Nr.: 007 225 46612

64293 Darmstadt Ines Schultze Bankverbindung:
www.e-netz-suedhessen.de ‚Aufsichtsratsvorsitzender: Deutsche Bank AG

Sitz der Gesellschaft: Darmstadt Andreas Niedermaier IBAN: DE21 5087 0005 0032 5977 00
Reg.-Gericht Darmstadt HRB 86706 BIC: DEUTDEFF508

Die e-netz Südhessen AG erfü die gesetzlichen Datenschutzbestimmungen. Näheres hierzu finden Sie auf www.o-netz-suedhessen.deidalenschutz [===
EEE stm > „TSM) pt

Seite 212

wurde. Bei dem zur Rede stehenden Baum verhält sich das allerdings anders, der .
steht auf einem kleinen Teilbereich des Daches der Umspannanlage und dieses
hat einen anderen Dachaufbau als das Parkhaus, es wurde nie als Gründach
geplant, bestenfalls ertüchtigt. Darüber hinaus verschneiden sich an dieser Stelle 4
verschiedene Gebäudeteile mit einem entsprechend hohen Fugenanteil.

Wassereintritt in die darunterliegende Warte der UA machte es notwendig, einer
möglichen Ursache auf den Grund zu gehen. Einen Rohrleitungsdefekt o. ä.
konnten wir rasch ausschließen. Eine Bauteilöffnung bzw. Erkundungsgrabung im
Jahr 2023 im darüber liegenden Bereich der Altstadtanlage, unmittelbar im
Wurzelbereich der Kiefer, brachte zu Tage, dass deren Wurzeln bereits in
Gebäudefugen eingewachsen waren und dass die Dichte des Wurzelwerkes eine
notwendige Dachsanierung unmöglich macht.

Im Arbeitsbereich des o. g. Erkundungsgrabens wurden ad hoc, im Rahmen der
beschränkten Möglichkeiten, provisorische Abdichtungsarbeiten ausgeführt. Im
Gebäudeinneren wurde durch Kunstharz Hochdruck-Verpress-Arbeiten versucht,
sichtbare Fugen abzudichten. So konnte der Wassereintritt zumindest vorläufig
reduziert, jedoch nicht beseitigt werden. Aber: Wasser sucht sich seinen Weg...
Für eine umfassende Dachsanierung muss zwingend der kleine Teilbereich des
Daches über der UA komplett abgeräumt werden, idealerweise im Zuge der
anstehenden Sanierung der Altstadtanlage, die ohnehin hier eine geänderte
Gestaltung vorsieht.

Die UA-Mitte stellt einen elementaren Baustein zur Stromversorgung der Stadt
Darmstadt dar. Es liegt in der Natur der Sache, dass Wassereinritt in das Gebäude
und in die stromführenden Anlagen ein erhebliches Risiko darstellt, diese
Versorgung zu unterbrechen! Im Rahmen unserer Verantwortung und der .
gegebenen Möglichkeiten haben wir alles versucht, um den Wassereintritt in den
Griff zu bekommen, jedoch können wir es -ohne eine umfassende Dachsanierung
in diesem Teilbereich- nicht ganz beseitigen.

Damit die Dachsanierung gelingen kann, ist unseres Erachtens der Baum nicht zu
halten und eine Fällung notwendig, wir bitten um entsprechende Veranlassung.

Mit freundlichen Grüßen

P400 Immobilien und Services G143 Betrieb Strom
ENTEGA AG, e-Netz Südhessen AG

i. A. Mirko Bitsch

Beratungsverlauf (1)

TOP 399

Orte (6)

  • Mühlstraße
  • Hilpertstraße 31
  • Kapellplatz
  • Dornheimer Weg 24
  • Lindenhofstraße
  • Woogsplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2025/0321
Typ
Magistratsvorlage
Datum
27.11.2025
Erstellt
29.09.2026 00:00