2016/0382
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2016 zum Haushalt 2016
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2016/0382
1678 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
07.09.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat IV
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Mag istrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0382
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2016 zum Haushalt 2016
Vorlage vom: 06.09.2016
Beschlussvorschlag:
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die
Stadtverordnetenversammlung weiter.
Anlagen: FC-Bericht Q2 2016
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.09.2016:
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordnetenve r-
sammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2016“ kann der Stand
der Ausführung des Haushalts 2016 zum 30. Juni 2016 entnommen werden.
Darmstadt, 06.09.2016
Dezernat IV
André Schellenberg
Stadtkämmerer
anlage 1
19855 Zeichen
Haushalt 2016
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2016
1
Inhaltsverzeichnis
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 2
2 Überblick Ergebnishaushalt 3
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.06.2016 3
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 5
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand 8
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe 8
3.2 Stand der Bürgschaften 8
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 9
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 9
4.2 Steuerertragsquote 9
4.3 Personalquote 10
4.4 Zuschuss- und Förderquote 10
4.5 Transferaufwandsquote 11
4.6 Transferdeckungsquote 11
4.7 Zinslastintensität 12
2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.06.2016.
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert.
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 11.08.2016. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein.
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des Haushaltsplans 2016, teilweise wird eine Anpassung der Ansätze mit dem Nach-
tragshaushalt 2016 erfolgen.
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu-
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu-
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar.
Budget = (HH-Ansatz 2016 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2015 – Sperre) / 2
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe-
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz-
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt.
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet.
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt.
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus-
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.
3
2 Überblick Ergebnishaushalt
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. Juni 2016
Die Genehmigung des Haushalts 2016 wurde am 02.03.2 016 von der Regierungspräsidentin erteilt. Bis dahi n galten die Grundsätze der vorläufi-
gen Haushaltsführung.
Die Entwicklung im Ergebnishaushalt stellt sich bis zum 30.06.2016 folgendermaßen dar:
Beschreibung HH -Ansatz
2016
Budget bis
30.06.2016
Ist bis
30.06.2016 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
privatrechtliche Leistungsentgelte -6.824.200 -3.412.100 -2.818.267 -593.833 83%
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -46.831.731 -23.415.866 -20.832.728 -2.583.138 89%
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -20.1 65.260 -10.082.630 -9.751.920 -330.710 97%
davon Asyl umA -54.764 -27.382 -407.997 380.615 1490%
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -121. 900 -60.950 -7.168 -53.782 12%
Steuern und Steuerähnliche Erträge -314.653.000 -157.326.500 -154.846.141 -2.480.359 98%
davon Gewerbesteuer -168.000.000 -84.000.000 -85.898.028 1.898.028 102%
davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -90.0 42.000 -45.021.000 -43.778.452 -1.242.548 97%
davon Grundsteuer B -37.500.000 -18.750.000 -15.992.453 -2.757.547 85%
davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -15.500. 000 -7.750.000 -7.703.778 -46.222 99%
davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -2.760.000 -1.380.000 -1.437.148 57.148 104%
davon Zweitwohnungssteuer -350.000 -175.000 -16.955 -158.045 10%
Erträge aus Transferleistungen -39.509.065 -19.754.533 -21.027.137 1.272.604 106%
davon SGB II / Hartz IV -10.795.365 -5.397.683 -6.206.937 809.254 115%
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -162.033.780 -81.016.890 -66.853.346 -14.163.544 83%
davon Schlüsselzuweisungen -120.093.150 -60.046.575 -60.425.519 378.944 101%
davon AsylbLG -33.844.000 -16.922.000 -3.141.942 -13.780.058 19%
Erträge aus der Auflösung von SoPos -7.101.702 -3.550.851 -3.528.495 -22.356 99%
sonstige ordentliche Erträge -9.115.150 -4.557.575 -6.446.902 1.889.327 141%
Summe der ordentlichen Erträge -606.355.788 -303.177.894 -286.112.104 -17.065.790 94%
4
Beschreibung HH -Ansatz
2016
Budget bis
30.06.2016
Ist bis
30.06.2016 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Personalaufwendungen 94.056.260 47.013.230 43.863.438 -29.800 3.149.792 93%
Versorgungsaufwendungen 16.413.160 8.206.580 7.068.264 1.138.316 86%
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 100.185 .843 50.153.594 42.388.472 165.000 29.800 55.282 5.519.696 -5.648.433 7.765.122 85%
davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 3 8.433.082 19.216.541 19.216.541 100%
Abschreibungen 21.901.151 10.950.576 9.849.388 1.101.188 90%
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 139.700. 918 64.080.725 60.333.498 -164.174 2.886.991 -14.262.285 3.747.227 94%
davon Zuweisung Staatstheater 16.204.800 8.102.400 8.102.400 100%
davon Zuschuss DADINA 4.400.000 1.760.000 1.050.000 -880.000 710.000 60%
davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 17.775.000 7.110.000 -3.555.000 7.110.000
davon Zuschuss Darmstadtium 3.500.000 1.400.000 2.500.000 -700.000 -1.100.000 179%
davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 30. 363.223 13.984.675 15.099.541 -82 -2.393.791 -1.114.866 108%
davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 2 1.900.000 10.950.000 10.891.475 58.525 99%
davon Verlustabdeckung EB Kultur 10.898.400 4.359.360 5.250.000 -2.179.680 -890.640 120%
davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.966.780 2.483.390 2.400.000 83.390 97%
davon Verlustabdeckung EB Bürgerhäuser u. Märkte 1.947.059 778.824 500.000 -389.412 278.824 64%
davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 1 .365.980 682.990 1.365.980 -682.990 200%
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 70.518.200 35.397.778 34.787.627 277.356 610.151 98%
davon LWV-Umlage 39.600.000 19.800.000 19.492.146 307.854 98%
davon Gewerbesteuerumlage 26.887.000 13.443.500 13.238.067 205.433 98%
Transferaufwendungen 152.884.860 76.471.787 67.356.518 -1.600 60.313 9.115.269 88%
davon SGB II / Hartz IV 39.581.000 19.790.500 20.807.313 -1.016.813 105%
davon Jugendhilfe (inkl. umA) 30.181.397 15.090.699 15.863.600 -772.901 105%
davon AsylbLG 33.864.000 16.932.000 7.564.926 9.367.074 45%
sonstige ordentliche Aufwendungen 23.075 10.404 6.436 -2.268 3.968 62%
Summe der ordentlichen Aufwendungen 595.683.467 292.284.673 265.653.642 165.000 -110.492 8.744.356 -19.912.985 26.631.031 91%
Verwaltungsergebnis -10.672.321 -10.893.221 -20.458.462 165.000 -110.492 8.744.356 -19.912.985 9.565.241 188%
Finanzerträge -8.441.060 -4.220.530 -5.228.802 1.008.272 124%
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 18.708.010 9.271.505 8.752.226 -165.000 519.279 94%
davon für Kassenkredite 4.534.000 2.184.500 2.382.997 -165.000 -198.497 109%
Finanzergebnis 10.266.950 5.050.975 3.523.424 -165.000 1.527.551 70%
5
Beschreibung HH -Ansatz
2016
Budget bis
30.06.2016
Ist bis
30.06.2016 ÜPL APL MVS HAR 2015 Sperre Abweichung
Budget / Ist Ist in %
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -614.796.848 -307.398.424 -291.340.906 -16.057.518 95%
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 614.391. 477 301.556.178 274.405.868 -110.492 8.744.356 -19.912.985 27.150.310 91%
Ordentliches Ergebnis -405.371 -5.842.246 -16.935.038 -110.492 8.744.356 -19.912.985 11.092.792 290%
Außerordentliche Erträge -127.000 -63.500 -1.715.585 1.652.085 2702%
Außerordentliche Aufwendungen 100.000 45.000 217.670 -10.000 -172.670 484%
Außerordentliches Ergebnis -27.000 -18.500 -1.497.915 -10.000 1.479.415 8097%
Jahresergebnis -432.371 -5.860.746 -18.432.953 -110.492 8.744.356 -19.922.985 12.572.207 315%
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen
Ordentliche Erträge
Die Ordentlichen Erträge erreichen im ersten Halbja hr 2016 das rechnerische Budget nur zu 94%.
Dies liegt zum größten Teil (16,4 der 17,1 Mio. €) darin begründet, dass zum einen die Leistungen des Landes im Bereich Asyl nachlaufend sind
und diese zum anderen auf im System erfassten Fallz ahlen und Daten basieren, die ebenfalls nur nachlau fend zur Verfügung stehen. Ähnliches gilt
für die Erstattung von Aufwendungen für die Betreuu ng unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender. Hier sind die geplanten Mittel allerdings noch
in der Position „Erträge aus Transferleistungen“ en thalten, während die Ist-Buchungen größtenteils ber eits auf dem richtigen Sachkonto im Bereich
der „Kostenerstattungen“ gebucht werden und deshalb in der oben stehenden Tabelle (noch) nicht sichtba r sind – eine Korrektur erfolgt mit dem
Nachtragshaushalt 2016.
Weiterhin ist bei der Beurteilung der Entwicklung i m Berichtszeitraum zu berücksichtigen, dass in den „Kostenersatzleistungen und Kostenerstat-
tungen“ die Kostenerstattung für Leistungen nach de m Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Gastschulbeit räge größtenteils bereits für das ganze
Jahr enthalten sind, wogegen in den Positionen „pri vatrechtliche Leistungsentgelte“ und „öffentlich-re chtliche Leistungsentgelte“ Erträge fehlen,
die erst zum Jahresende abgerechnet werden. Auch Zw eitwohnungs- und Hundesteuer sind bspw. nur einmal im Jahr zum 01.07. und damit erst
im dritten Quartal fällig.
Es zeichnet sich ab, dass sich die Gewerbesteuerert räge besser entwickeln als geplant und der Ansatz i m Nachtragshaushalt angepasst werden
kann, während jedoch der Einkommensteueranteil nach unten korrigiert werden muss. Ursächlich für den R ückgang der Einkommensteuer 2016
gegenüber den Erwartungen ist nach Auskunft des Hes s. Städtetages die „kleine“ Einkommensteuerreform ( Kindergeld, Kinderfreibeträge).
6
Ordentliche Aufwendungen
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 265,7Mio. € und s omit um 26,6 Mio. € niedriger als ver-
fügbar (91% des Budgets).
Die größte Abweichung gibt es bei den Transferaufwe ndungen, verursacht auch hier durch den Bereich Asy l. Wie im bundesweiten Trend kamen
auch in Darmstadt im ersten Halbjahr 2016 weniger A sylsuchende an, als noch bei Aufstellung des Hausha ltsplans prognostiziert. Dadurch wurde
das vorhandene Budget deutlich weniger belastet als vorgesehen (entsprechende Mindererträge). Dem steh en allerdings in den Bereichen SGB II
und SGB XIII (Jugendhilfe) Steigerungen der Kosten und Fallzahlen gegenüber, die auch dauerhaft entspr echend berücksichtigt werden müssen.
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendunge n fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge, die s tets erst zum Jahresabschluss zu buchen
sind und auch bei den vertraglich festgelegten Aufw endungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich die Zahlungen nicht nach fixen Fällig-
keiten, sondern nach konkretem Finanzbedarf. In bei den Fällen ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres die Budgets wei-
testgehend ausgeschöpft werden.
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 20 M io. € bei der Berechnung des Budgets berücksichtigt . Davon entfallen allerdings 14 Mio. €
auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgrund vertrag licher Verpflichtungen zu einem großen Teil noch be nötigt werden.
Finanzergebnis
Das Budget der Finanzerträge wurde mit 124% bereits übererfüllt, das der Finanzaufwendungen zu 94% in Anspruch genommen.
Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen
sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sin d jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.
Das Finanzergebnis für das 2. Quartal liegt bei ein em Erfüllungsgrad von 70% und damit um 1,5 Mio. € b esser als veranschlagt.
Das weiterhin niedrige Zinsniveau wirkt sich vor al lem im Bereich der Kassenkredite auf die Zinsaufwen dungen aus, mittlerweile aber auch immer
mehr auf die Zinsen für neue langfristige Kredite. Gleichzeitig kann jedoch die Zinsentwicklung nie zu verlässig eingeschätzt werden, so dass es in
diesem Bereich immer Abweichungen zum Ansatz geben wird.
7
Außerordentliches Ergebnis
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n und Schenkungen sowie Sponsoring
und außerordentlicher Aufwand aus Dienstherrenwechs el nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag sowie Sonderabschreibungen und
periodenfremder Aufwand. Da es sich oft um besonder e Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem Bereich nicht besonders aussagekräftig.
So ist auch das Budget von 18.500 € mit einem tatsä chlichen Überschuss von 1,5 Mio. € weit übererfüllt .
Jahresergebnis
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Über-
schuss in Höhe von 5,9 Mio. € vor. Tatsächlich konn te ein Überschuss in Höhe von 18,4 Mio. € erwirtsch aftet werden.
Mit dem Nachtragshaushaltsplan 2016 wird sich der g eplante Jahresüberschuss nochmals um ca. 0,8 Mio. € verbessern und auch im Haushalts-
vollzug ist nach dem derzeitigen Stand damit zu rec hnen, dass der Haushaltsausgleich im Rechnungsergeb nis Bestand hat.
Damit ist auch das Erreichen des vorgegebenen Schut zschirmziels (Fehlbetrag von max. 6,7 Mio. €) nicht in Gefahr.
8
3 Kreditaufnahme und Schulden
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.06.2015
Investitionskredite Kassenkredite Gesamt
Kernhaushalt 253.941.591,32 € 288.976.583,72 € 542.918.175,04 €
EB Kulturinstitute 6.998.415,30 € 0,00 € 6.998.415,30 €
EB Bäder 10.149.054,58 € 0,00 € 10.149.054,58 €
EB Bürgerhäuser und Märkte 2.482.639,01 € 0,00 € 2.482.639,01 €
EB EAD 28.097.605,89 € 0,00 € 28.097.605,89 €
EB DWuW 508.142,01 € 0,00 € 508.142,01 €
EB IDA 68.998.108,32 € 15.000.000,00 € 83.998.108,32 €
Summe 371.175.556,43 € 303.976.583,72 € 675.152.140,15 €
In diesen Summen ist ein inneres Darlehen (Kernhaus halt an IDA über 2.727.360 €) enthalten.
Durch den Kommunalen Entschuldungsfonds wurden bish er Kredite in Höhe von 183.978.125 € abgelöst.
3.2 Stand der Bürgschaften
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 31. 12.2015 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaf ten 412,41 Mio. €. Davon sind
noch die Beträge abzuziehen, die von den Bürgschaft snehmern im Laufe des Jahres an die Banken zur Tilg ung der Kredite zurückgezahlt werden,
was stets erst im ersten Quartal des Folgejahres mi t den Banken abgeglichen werden kann.
Daraus ergibt sich ein endgültiger Bürgschaftsstand zum 31.12.2015 in Höhe von 402,79 Mio. €.
Bis zum Stichtag 30.06.2016 ist keine weitere Bürgs chaft hinzugekommen.
9
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen
4.1 Aufwandsdeckungsgrad
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis.
Formel:
ordentliche Erträge + Finanzerträge
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 291.349.107 €
274.464.046 €
Wert zum 30.06.16 106,15% (30.06.15: 111,85%)
4.2 Steuerertragsquote
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer-
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes.
Formel:
Steuererträge
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 154.846.141 €
291.349.107 €
Wert zum 30.06.16 53,15% (30.06.15: 46,13%)
10
4.3 Personalquote
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in-
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor.
Formel:
Personal- und Versorgungsaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 50.933.207 €
274.464.046 €
Wert zum 30.06.16 18,56% (30.06.15: 20,34%)
4.4 Zuschuss- und Förderquote
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu-
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken.
Formel:
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 60.333.498 €
274.464.046 €
Wert zum 30.06.16 21,98% (30.06.15: 23,56%)
11
4.5 Transferaufwandsquote
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer).
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken.
Formel:
Transferaufwendungen
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen
Berechnung (Ist): 67.408.859 €
274.464.046 €
Wert zum 30.06.16 24,56% (30.06.15: 21,09%)
4.6 Transferdeckungsquote
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind
Formel:
Erträge aus Transferleistungen
Transferaufwendungen
Berechnung (Ist): 21.027.137 €
67.408.859 €
Wert zum 30.06.16 31,19% (30.06.15: 45,34%)
12
4.7 Zinslastintensität
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige
Quote ist daher anzustreben.
Formel:
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen
ordentliche Erträge + Finanzerträge
Berechnung (Ist): 8.752.226 €
291.349.107 €
Wert zum 30.06.16 3,00% (30.06.15: 3,57%)
Darmstadt, 22.08.2016
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0382
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.09.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00