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2016/0382

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2016 zum Haushalt 2016

Magistratsvorlage 06.09.2016

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2016/0382

1678 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.09.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat IV an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Dezernat IV 
 OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Mag istrat 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0382 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2016 zum Haushalt 2016  
 
Vorlage vom: 06.09.2016  
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontrolling -Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die 
Stadtverordnetenversammlung weiter.  
 
 
 
 
Anlagen: FC-Bericht Q2 2016  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.09.2016: 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans 
der Gemeinden (Gemeindehaushaltsverordnung – GemHVO) ist die Stadtverordnetenve r-
sammlung mehrmals jährlich über den Stand des Haushaltsvollzugs zu unterrichten.  
 
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling -Bericht Januar bis Juni 2016“ kann der Stand 
der Ausführung des Haushalts 2016 zum 30. Juni 2016 entnommen werden.  
 
Darmstadt, 06.09.2016  
 
Dezernat IV 
 
 
 
 
 
André Schellenberg  
Stadtkämmerer

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Haushalt 2016 
Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Juni 2016

1
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   3 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30.06.2016   3 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen   5 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   8 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe   8 
3.2 Stand der Bürgschaften   8 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen   9 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   9 
4.2 Steuerertragsquote   9 
4.3 Personalquote   10 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   10 
4.5 Transferaufwandsquote   11 
4.6 Transferdeckungsquote   11 
4.7 Zinslastintensität   12

2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand d es Haushaltsvollzugs bis zum 30.06.2016. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch d argestellt und die wesentlichen Positionen / Veränd erungen erläutert. 
 
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 11.08.2016. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick a uf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen könn en seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht ein geflossen sein. 
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Plan werte des Haushaltsplans 2016, teilweise wird eine Anpassung der Ansätze mit dem Nach- 
tragshaushalt 2016 erfolgen. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansa tz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Sum me der jeweiligen Haushaltsansätze zu- 
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mitt el, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesper rten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- 
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stell t also den tatsächlichen Rahmen für die 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter  und Verwaltungsstellen dar. 
 
Budget = (HH-Ansatz 2016 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2015 – Sperre) / 2 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung de r Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die  Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- 
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Er trägen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- 
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert darge stellt. 
 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Beri chtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteil t in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende  des Berichtszeitraumes abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt  zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften  mitgeteilt. 
 
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirt schaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schn elleren Überblick über die jeweilige Haus- 
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere En twicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.

3
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1  Gesamtergebnisrechnung zum Stand 30. Juni 2016 
 
 
Die Genehmigung des Haushalts 2016 wurde am 02.03.2 016 von der Regierungspräsidentin erteilt. Bis dahi n galten die Grundsätze der vorläufi- 
gen Haushaltsführung. 
 
Die Entwicklung im Ergebnishaushalt stellt sich bis  zum 30.06.2016 folgendermaßen dar:  
 
Beschreibung HH -Ansatz 
2016  
Budget bis 
30.06.2016  
Ist bis 
30.06.2016  ÜPL  APL  MVS  HAR 2015  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
privatrechtliche Leistungsentgelte -6.824.200  -3.412.100  -2.818.267       -593.833  83%  
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -46.831.731  -23.415.866  -20.832.728       -2.583.138  89%  
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -20.1 65.260  -10.082.630  -9.751.920       -330.710  97%  
   davon Asyl umA -54.764  -27.382  -407.997       380.615  1490%  
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -121. 900  -60.950  -7.168       -53.782  12%  
Steuern und Steuerähnliche Erträge -314.653.000  -157.326.500  -154.846.141       -2.480.359  98%  
   davon Gewerbesteuer -168.000.000  -84.000.000  -85.898.028       1.898.028  102%  
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -90.0 42.000  -45.021.000  -43.778.452       -1.242.548  97%  
   davon Grundsteuer B -37.500.000  -18.750.000  -15.992.453       -2.757.547  85%  
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -15.500. 000  -7.750.000  -7.703.778       -46.222  99%  
   davon Vergnügungssteuer/Spielapparate -2.760.000  -1.380.000  -1.437.148       57.148  104%  
   davon Zweitwohnungssteuer -350.000  -175.000  -16.955       -158.045  10%  
Erträge aus Transferleistungen -39.509.065  -19.754.533  -21.027.137       1.272.604  106%  
   davon SGB II / Hartz IV -10.795.365  -5.397.683  -6.206.937       809.254  115%  
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -162.033.780  -81.016.890  -66.853.346       -14.163.544  83%  
   davon Schlüsselzuweisungen -120.093.150  -60.046.575  -60.425.519       378.944  101%  
   davon AsylbLG -33.844.000  -16.922.000  -3.141.942       -13.780.058  19%  
Erträge aus der Auflösung von SoPos -7.101.702  -3.550.851  -3.528.495       -22.356  99%  
sonstige ordentliche Erträge -9.115.150  -4.557.575  -6.446.902       1.889.327  141%  
Summe der ordentlichen Erträge -606.355.788  -303.177.894  -286.112.104       -17.065.790  94%

4
Beschreibung HH -Ansatz 
2016  
Budget bis 
30.06.2016  
Ist bis 
30.06.2016  ÜPL  APL  MVS  HAR 2015  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
Personalaufwendungen 94.056.260  47.013.230  43.863.438   -29.800     3.149.792  93%  
Versorgungsaufwendungen 16.413.160  8.206.580  7.068.264       1.138.316  86%  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 100.185 .843  50.153.594  42.388.472  165.000  29.800  55.282  5.519.696  -5.648.433  7.765.122  85%  
   davon Mieten an IDA aus Mieter-Vermieter-Modell 3 8.433.082  19.216.541  19.216.541        100%  
Abschreibungen 21.901.151  10.950.576  9.849.388       1.101.188  90%  
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 139.700. 918  64.080.725  60.333.498    -164.174  2.886.991  -14.262.285  3.747.227  94%  
   davon Zuweisung Staatstheater 16.204.800  8.102.400  8.102.400        100%  
   davon Zuschuss DADINA 4.400.000  1.760.000  1.050.000      -880.000  710.000  60%  
   davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 17.775.000  7.110.000       -3.555.000  7.110.000   
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.500.000  1.400.000  2.500.000      -700.000  -1.100.000  179%  
   davon Kita-Zuschuss kirchliche u. freie Träger 30. 363.223  13.984.675  15.099.541    -82   -2.393.791  -1.114.866  108%  
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 2 1.900.000  10.950.000  10.891.475       58.525  99%  
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 10.898.400  4.359.360  5.250.000      -2.179.680  -890.640  120%  
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.966.780  2.483.390  2.400.000       83.390  97%  
   davon Verlustabdeckung EB Bürgerhäuser u. Märkte  1.947.059  778.824  500.000      -389.412  278.824  64%  
   davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 1 .365.980  682.990  1.365.980       -682.990  200%  
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 70.518.200  35.397.778  34.787.627     277.356   610.151  98%  
   davon LWV-Umlage 39.600.000  19.800.000  19.492.146       307.854  98%  
   davon Gewerbesteuerumlage 26.887.000  13.443.500  13.238.067       205.433  98%  
Transferaufwendungen 152.884.860  76.471.787  67.356.518    -1.600  60.313   9.115.269  88%  
   davon SGB II / Hartz IV 39.581.000  19.790.500  20.807.313       -1.016.813  105%  
   davon Jugendhilfe (inkl. umA) 30.181.397  15.090.699  15.863.600       -772.901  105%  
   davon AsylbLG 33.864.000  16.932.000  7.564.926       9.367.074  45%  
sonstige ordentliche Aufwendungen 23.075  10.404  6.436      -2.268  3.968  62%  
Summe der ordentlichen Aufwendungen 595.683.467  292.284.673  265.653.642  165.000   -110.492  8.744.356  -19.912.985  26.631.031  91%  
Verwaltungsergebnis -10.672.321  -10.893.221  -20.458.462  165.000    -110.492  8.744.356  -19.912.985  9.565.241  188%  
Finanzerträge -8.441.060  -4.220.530  -5.228.802       1.008.272  124%  
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 18.708.010  9.271.505  8.752.226  -165.000      519.279  94%  
   davon für Kassenkredite 4.534.000  2.184.500  2.382.997  -165.000      -198.497  109%  
Finanzergebnis 10.266.950  5.050.975  3.523.424  -165.000          1.527.551  70%

5
Beschreibung HH -Ansatz 
2016  
Budget bis 
30.06.2016  
Ist bis 
30.06.2016  ÜPL  APL  MVS  HAR 2015  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  Ist in %  
Gesamtbetrag der ordentlichen Erträge -614.796.848  -307.398.424  -291.340.906       -16.057.518  95%  
Gesamtbetrag der ordentlichen Aufwendungen 614.391. 477  301.556.178  274.405.868      -110.492  8.744.356  -19.912.985  27.150.310  91%  
Ordentliches Ergebnis -405.371  -5.842.246  -16.935.038      -110.492  8.744.356  -19.912.985  11.092.792  290%  
Außerordentliche Erträge -127.000  -63.500  -1.715.585       1.652.085  2702%  
Außerordentliche Aufwendungen 100.000  45.000  217.670      -10.000  -172.670  484%  
Außerordentliches Ergebnis -27.000  -18.500  -1.497.915          -10.000  1.479.415  8097%  
Jahresergebnis -432.371  -5.860.746  -18.432.953      -110.492  8.744.356  -19.922.985  12.572.207  315%  
 
 
2.2  Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge 
 
Die Ordentlichen Erträge erreichen im ersten Halbja hr 2016 das rechnerische Budget nur zu 94%. 
 
Dies liegt zum größten Teil (16,4 der 17,1 Mio. €) darin begründet, dass zum einen die Leistungen des Landes im Bereich Asyl nachlaufend sind 
und diese zum anderen auf im System erfassten Fallz ahlen und Daten basieren, die ebenfalls nur nachlau fend zur Verfügung stehen. Ähnliches gilt 
für die Erstattung von Aufwendungen für die Betreuu ng unbegleiteter minderjähriger Asylsuchender. Hier  sind die geplanten Mittel allerdings noch 
in der Position „Erträge aus Transferleistungen“ en thalten, während die Ist-Buchungen größtenteils ber eits auf dem richtigen Sachkonto im Bereich 
der „Kostenerstattungen“ gebucht werden und deshalb  in der oben stehenden Tabelle (noch) nicht sichtba r sind – eine Korrektur erfolgt mit dem 
Nachtragshaushalt 2016. 
 
Weiterhin ist bei der Beurteilung der Entwicklung i m Berichtszeitraum zu berücksichtigen, dass in den „Kostenersatzleistungen und Kostenerstat- 
tungen“ die Kostenerstattung für Leistungen nach de m Unterhaltsvorschussgesetz sowie die Gastschulbeit räge größtenteils bereits für das ganze 
Jahr enthalten sind, wogegen in den Positionen „pri vatrechtliche Leistungsentgelte“ und „öffentlich-re chtliche Leistungsentgelte“ Erträge fehlen, 
die erst zum Jahresende abgerechnet werden. Auch Zw eitwohnungs- und Hundesteuer sind bspw. nur einmal im Jahr zum 01.07. und damit erst 
im dritten Quartal fällig. 
 
Es zeichnet sich ab, dass sich die Gewerbesteuerert räge besser entwickeln als geplant und der Ansatz i m Nachtragshaushalt angepasst werden 
kann, während jedoch der Einkommensteueranteil nach  unten korrigiert werden muss. Ursächlich für den R ückgang der Einkommensteuer 2016 
gegenüber den Erwartungen ist nach Auskunft des Hes s. Städtetages die „kleine“ Einkommensteuerreform ( Kindergeld, Kinderfreibeträge).

6
Ordentliche Aufwendungen 
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sic h im Bewirtschaftungszeitraum auf 265,7Mio. € und s omit um 26,6 Mio. € niedriger als ver- 
fügbar (91% des Budgets). 
 
Die größte Abweichung gibt es bei den Transferaufwe ndungen, verursacht auch hier durch den Bereich Asy l. Wie im bundesweiten Trend kamen 
auch in Darmstadt im ersten Halbjahr 2016 weniger A sylsuchende an, als noch bei Aufstellung des Hausha ltsplans prognostiziert. Dadurch wurde 
das vorhandene Budget deutlich weniger belastet als  vorgesehen (entsprechende Mindererträge). Dem steh en allerdings in den Bereichen SGB II 
und SGB XIII (Jugendhilfe) Steigerungen der Kosten und Fallzahlen gegenüber, die auch dauerhaft entspr echend berücksichtigt werden müssen. 
 
Im Bereich der Personal- und Versorgungsaufwendunge n fehlen die anteiligen Rückstellungsbeträge, die s tets erst zum Jahresabschluss zu buchen 
sind und auch bei den vertraglich festgelegten Aufw endungen für Zuweisungen und Zuschüsse richten sich  die Zahlungen nicht nach fixen Fällig- 
keiten, sondern nach konkretem Finanzbedarf. In bei den Fällen ist davon auszugehen, dass bis zum Ende des Haushaltsjahres die Budgets wei- 
testgehend ausgeschöpft werden. 
 
Es sind Haushaltssperren in Höhe von insgesamt 20 M io. € bei der Berechnung des Budgets berücksichtigt . Davon entfallen allerdings 14 Mio. € 
auf Zuweisungen und Zuschüsse, die aufgrund vertrag licher Verpflichtungen zu einem großen Teil noch be nötigt werden. 
 
 
Finanzergebnis  
 
Das Budget der Finanzerträge wurde mit 124% bereits  übererfüllt, das der Finanzaufwendungen zu 94% in Anspruch genommen. 
Die Finanzerträge bestehen neben den Ausschüttungen  verbundener Unternehmen zum Großteil aus der Verzi nsung von Steuernachforderungen 
sowie den Risikoprämien für Bürgschaften. Diese sin d jeweils zu Jahresbeginn fällig und daher bereits für das ganze Jahr enthalten.  
 
Das Finanzergebnis für das 2. Quartal liegt bei ein em Erfüllungsgrad von 70% und damit um 1,5 Mio. € b esser als veranschlagt. 
 
Das weiterhin niedrige Zinsniveau wirkt sich vor al lem im Bereich der Kassenkredite auf die Zinsaufwen dungen aus, mittlerweile aber auch immer 
mehr auf die Zinsen für neue langfristige Kredite. Gleichzeitig kann jedoch die Zinsentwicklung nie zu verlässig eingeschätzt werden, so dass es in 
diesem Bereich immer Abweichungen zum Ansatz geben wird.

7
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, Nachlässe n und Schenkungen sowie Sponsoring 
und außerordentlicher Aufwand aus Dienstherrenwechs el nach dem Versorgungslastenteilungs-Staatsvertrag  sowie Sonderabschreibungen und 
periodenfremder Aufwand. Da es sich oft um besonder e Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem  Bereich nicht besonders aussagekräftig. 
So ist auch das Budget von 18.500 € mit einem tatsä chlichen Überschuss von 1,5 Mio. € weit übererfüllt . 
 
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen sieht das Bud get für den Betrachtungszeitraum durch die gesetzte n Sperren einen errechneten Über- 
schuss in Höhe von 5,9 Mio. € vor. Tatsächlich konn te ein Überschuss in Höhe von 18,4 Mio. € erwirtsch aftet werden. 
 
Mit dem Nachtragshaushaltsplan 2016 wird sich der g eplante Jahresüberschuss nochmals um ca. 0,8 Mio. €  verbessern und auch im Haushalts- 
vollzug ist nach dem derzeitigen Stand damit zu rec hnen, dass der Haushaltsausgleich im Rechnungsergeb nis Bestand hat. 
 
Damit ist auch das Erreichen des vorgegebenen Schut zschirmziels (Fehlbetrag von max. 6,7 Mio. €) nicht  in Gefahr.

8
3 Kreditaufnahme und Schulden 
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und de r Eigenbetriebe zum 30.06.2015 
 
 Investitionskredite  Kassenkredite  Gesamt  
Kernhaushalt 253.941.591,32 €  288.976.583,72 €  542.918.175,04 €  
EB Kulturinstitute 6.998.415,30 €  0,00 €  6.998.415,30 €  
EB Bäder 10.149.054,58 €  0,00 €  10.149.054,58 €  
EB Bürgerhäuser und Märkte 2.482.639,01 €  0,00 €  2.482.639,01 €  
EB EAD 28.097.605,89 €  0,00 €  28.097.605,89 €  
EB DWuW 508.142,01 €  0,00 €  508.142,01 €  
EB IDA 68.998.108,32 €  15.000.000,00 €  83.998.108,32 €  
Summe 371.175.556,43 €  303.976.583,72 €  675.152.140,15 €  
 
In diesen Summen ist ein inneres Darlehen (Kernhaus halt an IDA über 2.727.360 €) enthalten. 
Durch den Kommunalen Entschuldungsfonds wurden bish er Kredite in Höhe von 183.978.125 € abgelöst. 
 
3.2 Stand der Bürgschaften 
 
Gemäß dem letzten Finanzcontrolling-Bericht zum 31. 12.2015 betrug die Summe der übernommenen Bürgschaf ten 412,41 Mio. €. Davon sind 
noch die Beträge abzuziehen, die von den Bürgschaft snehmern im Laufe des Jahres an die Banken zur Tilg ung der Kredite zurückgezahlt werden, 
was stets erst im ersten Quartal des Folgejahres mi t den Banken abgeglichen werden kann. 
Daraus ergibt sich ein endgültiger Bürgschaftsstand  zum 31.12.2015 in Höhe von 402,79 Mio. €. 
 
Bis zum Stichtag 30.06.2016 ist keine weitere Bürgs chaft hinzugekommen.

9
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Antei l die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und s onst. Finanzaufwendungen) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt we rden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives o rdentliches Ergebnis. 
 
Formel: 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 291.349.107 € 
   274.464.046 € 
   
      Wert zum  30.06.16  106,15% (30.06.15: 111,85%) 
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuere rträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishau shaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- 
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. 
 
Formel: 
 Steuererträge 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 154.846.141 €  
   291.349.107 €  
   
      Wert zum  30.06.16  53,15%  (30.06.15:  46,13%)

10 
4.3 Personalquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfä llt; insbesondere im Hinblick auf den in- 
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommu nen allerdings noch nicht vor. 
 
Formel: 
 Personal- und Versorgungsaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 50.933.207 €  
   274.464.046 €  
   
      Wert zum  30.06.16  18,56%  (30.06.15:  20,34%)  
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Au fwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen,  Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Ze iten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote mög lichst niedrig zu halten. Die in den Zu- 
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind e inzuschränken. 
 
Formel: 
 Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 60.333.498 €  
   274.464.046 €  
   
      Wert zum  30.06.16  21,98%  (30.06.15:  23,56%)

11 
4.5 Transferaufwandsquote 
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen , in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistung sempfänger erfolgen (Sozialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten , bzw. im Laufe der Jahre zu senken. 
 
Formel: 
 Transferaufwendungen 
 ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 67.408.859 €  
   274.464.046 €  
   
      Wert zum  30.06.16  24,56%  (30.06.15:  21,09%)  
 
 
4.6 Transferdeckungsquote 
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Ante il die Transferaufwendungen durch Erträge aus Trans ferleistungen gedeckt sind 
 
Formel: 
 Erträge aus Transferleistungen 
 Transferaufwendungen 
      Berechnung (Ist): 21.027.137 €  
   67.408.859 €  
   
      Wert zum  30.06.16  31,19%  (30.06.15:  45,34%)

12 
4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen  zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen ) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höhe r die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben. 
 
Formel: 
 Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 
 ordentliche Erträge + Finanzerträge 
      Berechnung (Ist): 8.752.226 €  
   291.349.107 €  
   
      Wert zum  30.06.16  3,00%  (30.06.15:  3,57%)  
 
 
 
 
Darmstadt, 22.08.2016 
 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

TOP 485
TOP 13 zur Kenntnis
TOP 32 zur Kenntnis

Details

Vorlagen-Nr.
2016/0382
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.09.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00