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1602/2025

Beantwortung einer mündlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün betr.: "LKW-Transport des Bonner Klärschlammes nach Köln-Merkenich"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 27.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 12.06.2025, TOP 8.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4079 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57 
 
Vorlagen-Nummer 27.05.2025 
 1602/2025 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 12.06.2025 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage der SPD-Fraktion aus der Sitzung des 
Ausschusses Klima, Umwelt und Grün betr.: "LKW-Transport des Bonner 
Klärschlammes nach Köln-Merkenich" 
Die SPD-Fraktion, Herr Dieterich, bittet die Verwaltung um die Beantwortung der fol-
genden mündlichen Anfragen:  
 
1. Was passiert, wenn die ursprünglich vorgesehenen Voraussetzungen für den 
Standort Merkenich (insbesondere der Schiffstransport des Klärschlamms aus 
Bonn) nicht mehr gegeben sind oder nicht umgesetzt werden? 
2. Wann hat die Verwaltung von den Diskussionen in Bonn erfahren, den Klär-
schlamm nicht mehr per Schiffstransport nach Köln-Merkenich zu liefern und 
wie hat die Verwaltung darauf reagiert? 
3. Wie stellt die Verwaltung sicher, dass eine Abweichung von diesen Vorausset-
zungen nicht zu einer einseitigen Mehrbelastung der Menschen im Kölner Nor-
den führt? 
 
Antwort KLAR GmbH:  
 
Zu 1.  
Der Standort Merkenich ist aus einer ganzen Reihe von Gründen weiterhin vorzugs-
würdig als Standort für die ab 2029 gesetzlich vorgeschriebene Klärschlammverwer-
tung. Diese Gründe sind: 
a) Nur am Standort Merkenich ist es möglich, die größte Menge des anfallenden 
zu verwertenden Klärschlamms über eine Druckleitung aus dem Großklärwerk 
Köln-Stammheim zur Verwertung zu transportieren. Dadurch kommt es zu ei-
ner Entlastung des Kölner Ostens und des Kölner Nordens, denn dies erspart 
rund 4.800 Lkw- Bewegungen pro Jahr, die allesamt durch Wohngebiete (Köln-
Stammheim) und den Kölner Autobahnring (Kölner Norden) erfolgt wären. 
b) Die KLAR GmbH und die Klärschlammverwertung am Standort Köln-Merkenich 
sind ein Projekt in dauerhaft öffentlicher Trägerschaft, denn Anteilseigner der 
KLAR sind Kommunen, Anstalten öffentlichen Rechts und öffentliche Unterneh-
men. Dadurch ist einerseits gestaltender Einfluss der Kommunen gewährleistet, 
andererseits auch sichergestellt, dass Gemeinwohlorientierung im Vordergrund 
steht. Bei einer privatwirtschaftlich organisierten Verwertung ist davon auszuge-
hen, dass dort auch Gewinnerzielungsabsichten mit in den Prozess kommen, 
was längerfristig zu höheren, von der Allgemeinheit zu tragenden Kosten

2 
 
kommt. 
c) Am Standort Köln-Merkenich ist eine ganzjährige Abnahme und Verwendung 
der entstehenden Überschusswärme durch direkte Ankoppelung an das Fern-
wärmenetz der RheinEnergie AG möglich, außerdem ergeben sich Synergien 
mit der RheinEnergie AG in Bezug auf den Betrieb der Anlage. 
 
Zu 2.  
Die KLAR wurde im Februar 2025 von der Stadt Bonn informiert, dass eine entspre-
chende Untersuchung des Transportes eingeleitet wurde. Dies konkretisierte sich erst 
recht kurzfristig durch die Ratsvorlage Ende April. Der aktuelle Beschluss der Stadt 
Bonn hält übrigens die Möglichkeit ausdrücklich offen, später auch nochmal auf einen 
Schiffstransport zurückzukommen. In dieser Hinsicht wird die Verwaltung, ggf. unter 
Einbeziehung von städtischen Tochterunternehmen und der KLAR GmbH das Ge-
spräch mit den Verantwortlichen der Stadt Bonn suchen, um über die Wirtschaftlich-
keit des Schifftransports zu beraten. 
 
Zu 3.  
Der Bonner Klärschlamm soll mit 5-6 Lkw-Fahrten je Tag über abgasfreie Elektro-Lkw 
angeliefert werden. Die Zufahrt erfolgt ausschließlich über die Emdener Straße und 
die Straße Am Ölhafen. Die Transporte aus Bonn kommen aufgrund der geographi-
schen Lage ausschließlich aus südlicher Richtung. Somit werden der Ivenshofweg 
(nördlich des Ölhafens) oder gar der Stadtteil Merkenich (noch weiter nördlich) nicht 
befahren. Die geringe Zahl der Lkw aus Bonn muss in Relation zu den vermiedenen 
Lkw-Fahrten aus Stammheim gesehen werden. Insgesamt bleibt es dabei, dass der 
Standort Merkenich für Köln die geringsten Beanspruchungen mit sich bringt. Jeder 
andere Standort vergrößert die Belastung am Standort und schafft Abhängigkeiten 
von Dritten. 
 
 
Gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (1)

12.06.2025 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Emdener Straße
  • Ivenshofweg
  • Am Ölhafen

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Details

Aktenzeichen
1602/2025
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
27.05.2025
Erstellt
22.05.2025 08:43