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2024/0175

Entsiegelung von Schulhöfen

Magistratsvorlage 28.06.2024

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Punkt 3: Entsiegelung von Schulhöfen 
 (V-Nr. 2024/0175) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

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Punkt 3: Entsiegelung von Schulhöfen 
 (V-Nr. 2024/0175) 
 
Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt 
und Stadtplanung der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.

2024/0175

4963 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
29.11.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
Dezernat III 
 
Amt: Schulamt 
 OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0175 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Entsiegelung von Schulhöfen  
 
Vorlage vom: 28.06.2024  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Verwaltung wird beauftragt, den politischen Gremien eine Untersuchung für eine sys-
tematische Entsiegelung von Schulhofflächen vorzulegen.  
2. Auf dieser Basis ist eine Prioritätenliste für zehn Maßnahmen vorzulegen.  
3. Dies beinhaltet auch einen Standortvorschlag  für einen weiteren Tiny Forest in Koopera-
tion mit einer Schulgemeinschaft.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vo m 28.06.2024:   
 
 
Auf globaler Ebene sind der Klimawandel und der Verlust an Biodiversität als Doppelkrise 
Themen, die unser Jahrhundert prägen und hohen Handlungsdruck erzeugen. Lokal wirkt 
sich dies in vielerlei Hinsicht aus, beispielsweise in der Überhitzung von artenarmen, versie-
gelten Flächen. Entsiegelungsmaßnahmen sind deshalb, wo dies möglic h und sinnvoll ist, ein 
wichtiger Beitrag für ein besseres Mikroklima, höhere Artenvielfalt in Flora und Fauna sowie 
eine Verbesserung des Bodenfeuchte - und Grundwasserhaushalts in Folge von erweiterten 
Versickerungsmöglichkeiten für Oberflächenwasser. All  dies zahlt nicht zuletzt auch auf das 
sogenannte Schwammstadt -Prinzip und dient dem Schutz vor Überschwemmungsereignissen 
bei Starkregen.  
 
Themen des Umweltschutzes spielen in der schulischen Bildung traditionell eine wichtige 
Rolle. In den letzten Jahren  trat der Klimaschutz hinzu. Beide Aspekte nehmen an Bedeutung 
in den Schulen richtiger Weise weiter zu. Erfreulicher Weise gewinnen dabei praktische Un-
terrichtsinhalte an Aufmerksamkeit und verbinden sich mit Elementen zum Beispiel des Ur-
ban Gardening. Ko nkret steigt an vielen Schulen die Nachfrage nach Flächen für Schulgärten, 
Biodiversitätsflächen, Aufstellmöglichkeiten für Insektenhotels, Nist - und Schlafhilfen für Vö-
gel, Fledermäuse etc. und/oder Tiny Forests, also kleinen kompakten Stadtwaldflächen mi t 
hoher Baum- und Strauchdichte, wie an der Berliner Allee bei der dortigen Montessori -Schule 
bereits verwirklicht.  
Es ist allgemein anerkannt, dass auf diese Weise nicht nur die Lernumgebung an den Schu-
len aufgewertet wird, es handelt sich auch um einen höchst wichtigen Beitrag zur Umweltpä-
dagogik mit unschätzbar wertvollen Multiplikator - und Langzeiteffekten.  
 
Um diesen Bedürfnissen an den Schulen nachzukommen und zugleich einen Beitrag zum Kli-
maschutz und zur Klimaanpassung zu leisten, wird die Verwaltu ng beauftragt, für die öffentli-
chen Schulen im Einflussbereich der Stadt (und in Zusammenarbeit mit diesen) im Sinne ei-
nes Katasters Flächen zu identifizieren, die im Bereich der Schulhöfe, Zuwegungen etc. zu-
künftig einer Entsiegelung zugeführt werden könn en - und damit wie oben skizziert als natur-
nahe bzw. gärtnerisch genutzte Bereiche neu und besser genutzt werden können. Den Kern 
der Bearbeitungsgruppe bilden das Schulamt und das Grünflächenamt. Sie können in Ab-
sprache mit den Dezernaten weitere erforder liche Ämter/Eigenbetriebe hinzuziehen (bspw. 
IDA, Stadtplanungsamt, Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung etc.).  
 
Die daraus entstehende Untersuchung ist den Gremien zur Kenntnis zu bringen und mit einer 
Empfehlung für eine Priorisierung zu versehen. Zehn  erste Maßnahmen sollen dabei als Vor-
bild für das weitere Vorgehen und zur Anschauung für anderen Schulen auf Priorität 1 voran-
gestellt werden. Mindestens einer dieser Standorte soll geeignet sein, einen Tiny Forest auf-
zunehmen. 
 
 
Dezernat III   Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
Michael Kolmer   André Schellenberg    Holger Klötzner  
Stadtrat   Stadtkämmerer    Stadtrat

anlage 1

5018 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
29.11.2024 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
Dezernat III 
 
Amt: Schulamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 67 
IV 
V 40 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2024/0175 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
433 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Entsiegelung von Schulhöfen  
 
Vorlage vom: 28.06.2024  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Verwaltung wird beauftragt, den politischen Gremien eine Untersuchung für eine 
systematische Entsiegelung von Schulhofflächen vorzulegen.  
2. Auf dieser Basis ist eine Prioritätenliste für zehn Maßnahmen vorzulegen.  
3. Dies beinhaltet auch einen Standortvorschlag  für einen weiteren Tiny Forest in 
Kooperation mit einer Schulgemeinschaft.  
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 11.12.2024 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 28.06.2024:  
 
 
Auf globaler Ebene sind der Klimawandel und der Verlust an Biodiversität als Doppelkrise 
Themen, die unser Jahrhundert prägen und hohen Handlungsdruck erzeugen. Lokal wirkt 
sich dies in vielerlei Hinsicht aus, beispielsweise in der Überhitzung von artenarmen, 
versiegelten Flächen. Entsiegelungsmaßnahmen sind deshalb, wo dies möglich und sinnvoll 
ist, ein wichti ger Beitrag für ein besseres Mikroklima, höhere Artenvielfalt in Flora und Fauna 
sowie eine Verbesserung des Bodenfeuchte - und Grundwasserhaushalts in Folge von 
erweiterten Versickerungsmöglichkeiten für Oberflächenwasser. All dies zahlt nicht zuletzt 
auch auf das sogenannte Schwammstadt -Prinzip und dient dem Schutz vor 
Überschwemmungsereignissen bei Starkregen.  
 
Themen des Umweltschutzes spielen in der schulischen Bildung traditionell eine wichtige 
Rolle. In den letzten Jahren trat der Klimaschutz hinzu. B eide Aspekte nehmen an Bedeutung 
in den Schulen richtiger Weise weiter zu. Erfreulicher Weise gewinnen dabei praktische 
Unterrichtsinhalte an Aufmerksamkeit und verbinden sich mit Elementen zum Beispiel des 
Urban Gardening. Konkret steigt an vielen Schulen  die Nachfrage nach Flächen für 
Schulgärten, Biodiversitätsflächen, Aufstellmöglichkeiten für Insektenhotels, Nist - und 
Schlafhilfen für Vögel, Fledermäuse etc. und/oder Tiny Forests, also kleinen kompakten 
Stadtwaldflächen mit hoher Baum - und Strauchdicht e, wie an der Berliner Allee bei der 
dortigen Montessori -Schule bereits verwirklicht.  
Es ist allgemein anerkannt, dass auf diese Weise nicht nur die Lernumgebung an den 
Schulen aufgewertet wird, es handelt sich auch um einen höchst wichtigen Beitrag zur 
Umweltpädagogik mit unschätzbar wertvollen Multiplikator - und Langzeiteffekten.  
 
Um diesen Bedürfnissen an den Schulen nachzukommen und zugleich einen Beitrag zum 
Klimaschutz und zur Klimaanpassung zu leisten, wird die Verwaltung beauftragt, für die 
öffentlichen Schulen im Einflussbereich der Stadt (und in Zusammenarbeit mit diesen) im 
Sinne eines Katasters Flächen zu identifizieren, die im Bereich der Schulhöfe, Zuwegungen 
etc. zukünftig einer Entsiegelung zugeführt werden können - und damit wie oben skizzi ert als 
naturnahe bzw. gärtnerisch genutzte Bereiche neu und besser genutzt werden können. Den 
Kern der Bearbeitungsgruppe bilden das Schulamt und das Grünflächenamt. Sie können in 
Absprache mit den Dezernaten weitere erforderliche Ämter/Eigenbetriebe hinz uziehen (bspw. 
IDA, Stadtplanungsamt, Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung etc.).  
 
Die daraus entstehende Untersuchung ist den Gremien zur Kenntnis zu bringen und mit einer 
Empfehlung für eine Priorisierung zu versehen. Zehn erste Maßnahmen sollen dabei als 
Vorbild für das weitere Vorgehen und zur Anschauung für anderen Schulen auf Priorität 1 
vorangestellt werden. Mindestens einer dieser Standorte soll geeignet sein, einen Tiny Forest 
aufzunehmen. 
 
 
Dezernat III   Dezernat IV    Dezernat V 
 
 
 
Michael Kolmer   André Schellenberg    Holger Klötzner  
Stadtrat   Stadtkämmerer    Stadtrat

Beratungsverlauf (5)

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Orte (1)

  • Berliner Allee

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Details

Vorlagen-Nr.
2024/0175
Typ
Magistratsvorlage
Datum
28.06.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00