Maßnahmen gegen den Klimanotstand: offene Wasserflächen und Aktivierung der städtischen Brunnen
Antrag nach § 3 BV5 (CDU) AN/1147/2019 vom 13.04.2024
Stand: Am 19.09.2019 in der Bezirksvertretung 5 (Nippes) ungeändert beschlossen.
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Antrag nach § 3 (CDU BV5)
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Herrn Bezirksbürgermeister Bernd Schößler Neusser Str. 450 50733 Köln Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker - Rathaus- Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: 02.09.2019 AN/1147/2019 Antrag gem. §§ 3 und 38 der Geschäftsordnung des Rates und der Bezirksvertretungen Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.09.2019 Maßnahmen gegen den Klimanotstand: offene Wasserflächen und Aktivierung der städtischen Brunnen - Antrag der CDU - Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, der Rat der Stadt Köln hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause, wie die Bezirksvertretung Nippes auch, in steter Sorge im die fortschreitende Klimaerwärmung und die damit verbundenen Gefahren für Natur und Gesundheit, den Klimanotstand ausgerufen. Was zunächst als Feststellung des ist-Zustandes als richtige Maßnahme gewertet werden kann, muss nunmehr aber von praktischem Handeln begleitet werden. Den zweiten Sommer in Folge konnten die Kölnerinnen und Kölner die Auswirkungen des Klimawandels in Gestalt steigender Temperaturen, die teilweise oberhalb von 40 Grad Celsius lagen, am eigenen Körper spüren, je nach Konstitution mit drastischen Auswirkungen auf die individuelle Gesundheit und das individuelle Befinden. Die Bezirksvertretung Nippes ist daher entschlossen, nach dem Ausrufen des Klimanotstandes unmittelbar entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Nippes Bezirksrathaus Nippes Neusser Straße 450 50733 Köln Tel: 0221-221 95 305 Fax: 0221-221 95 394 www.fraktion.cdu-koeln.de cdu-bv5@stadt-koeln.de CDU -Fraktion in der Bezirksvertretung Nippes Bezirksrathaus Nippes – Neusser Straße 450 – 50733 Köln Als eine solche geeignete Maßnahme beschließt die Bezirksvertretung hier die Schaffung offener Wasserflächen an dafür geeigneten Stellen und die Inbetriebnahme stillgelegter Brunnen im Stadtbezirk Nippes. Weiterhin beschließt die Bezirksvertretung die vermehrte Bewässerung urbaner Vegetation in den Sommermonaten, insbesondere der Parkanlagen im Stadtbezirk, sicherzustellen. Begleitend hierzu soll bei Neupflanzungen einer trockenresistenten Bepflanzung der Vorzug gegeben werden. Schließlich fordert die Bezirksvertretung den Rat der Stadt Köln auf, in den Haushaltsplanberatungen entsprechende Mittel, insbesondere für den laufenden Betrieb, sicherzustellen. Zur Begründung: Die Verdunstung von Wasser verbraucht Wärmeenergie aus der Luft und kühlt so die aufgeheizte Innenstadtluft. Indem der Anteil von Wasser und Grünflächen in der Stadt erhöht wird, kann also ein Abkühlungseffekt erzielt und gleichzeitig in der relativ trockenen Stadtatmosphäre die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Bewegtes Wasser wie innerstädtische Springbrunnen oder Wasserzerstäuber tragen insgesamt in größerem Maß zur Verdunstungskühlung bei als stehende Wasserflächen (Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft NRW, Handbuch Stadtklima, Seite 38). In den vergangenen beiden Jahren wurden erhebliche Pflanzenbestände der Vertrocknung preisgegeben, statt eine ausreichende Wässerung zu besorgen. Hier soll ausreichende Bewässerung und eine trockenresistente Bepflanzung weiteren Schaden mindern. gez. Schmitz -
Sachstandsbericht BV
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Dezernat, Dienststelle / Vorlagen-Nummer AN/1147/2019 Stand: 16.12.2024 Sachstandsbericht Maßnahmen gegen den Klimanotstand: offene Wasserflächen und Aktivierung der städtischen Brunnen - Antrag der CDU - Beschluss: Die Bezirksvertretung Nippes ist daher entschlossen, nach dem Ausrufen des Klimanotstan- des unmittelbar entsprechende Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu ergreifen. Als eine solche geeignete Maßnahme beschließt die Bezirksvertretung hier die Schaffung of- fener Wasserflächen an dafür geeigneten Stellen und die Inbetriebnahme stillgelegter Brun- nen im Stadtbezirk Nippes. Weiterhin beschließt die Bezirksvertretung die vermehrte Bewässerung urbaner Vegetation in den Sommermonaten, insbesondere der Parkanlagen im Stadtbezirk, sicherzustellen. Beglei- tend hierzu soll bei Neupflanzungen einer trockenresistenten Bepflanzung der Vorzug gege- ben werden. Schließlich fordert die Bezirksvertretung den Rat der Stadt Köln auf, in den Haushaltsplanbe- ratungen entsprechende Mittel, insbesondere für den laufenden Betrieb, sicherzustellen. Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Im Stadtbezirk Nippes gibt es einen Brunnen in der Flora und einen auf dem Schill- platz, die während der Saison seitens der Stadt Köln betrieben werden. Die Wiederinbetriebnahme und die damit auch in der Regel einhergehende Sanierung von stillgelegten Brunnen ist mit einem hohen technischen und kostenintensiven Auf- wand verbunden. Auch der darauffolgende Betrieb, dessen Kosten in den letzten Jah- ren stark angestiegen sind, ist mit einzukalkulieren. Angesichts der aktuellen Haus- haltslage können derzeit daher keine konkreten Planungen zu Wiederinbetriebnah- men von Brunnen mitgeteilt werden. Orte für die Schaffung offener Wasserflächen konnten im Bezirk nicht identifiziert wer- den. 2 Bei Neu- und Nachpflanzungen wird bereits darauf geachtet, Sorten zu pflanzen, die den klimatischen Veränderungen möglichst standhalten. Bäume werden nach der Pflanzung von den für die Pflanzung beauftragten Unternehmen drei Jahre lang ge- pflegt und gegossen. Danach werden sie an die Verwaltung übergeben und durch ei- gene Mitarbeitende weitere zwei Jahre gewässert. Danach sollten sich neu gepflanzte Bäume so entwickelt haben, dass sie sich am Standort selbst versorgen können. Eine weitergehende Bewässerung oder gar eine flächige Bewässerung ganzer Parkanla- gen ist mit den derzeit vorhandenen Mitteln sowie im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit der Ressource Wasser nicht realisierbar. Bei der Bewässerung von Bäumen sind der Verwaltung zudem jeden Sommer zahlrei- che aktive Bürger*innen und Initiativen behilflich. Für diese aktive Unterstützung ist die Verwaltung sehr dankbar und fördert diese durch die Ausgabe von Bewässerungssä- cken und Standrohren.
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