2021/0010
Neubau Brücke Rheinstraße über Bahn (B 26) Vorab- und Planungsmaßnahmen
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 4
317 Zeichen
Punkt 7: Neubau Brücke Rheinstraße über Bahn (B 26) Vorab- und Planungsmaßnahmen (V-Nr. 2021/0010) Aufgrund der Abwesenheit des Magistrats wird die Vorlage aus dem Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften an den Haupt- und Finanzaus- schuss am 20.05.2021 zur fachlichen Beratung verwiesen.
anlage 5
145 Zeichen
Punkt 24: Neubau Brücke Rheinstraße über Bahn (B 26) Vorab- und Planungsmaßnahmen (V-Nr. 2021/0010) Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.
2021/0010
20518 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
14.04.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Mobilitätsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0010
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 544010
Kostenstelle: 066-130-1000 Investitionsnummer: 09066-6060
Kostenträger: 5440-11 Sachkonto: 0952010
Betreff: Neubau Brücke Rheinstraße über Bahn (B 26)
Vorab- und Planungsmaßnahmen
Vorlage vom: 25.03.2021
Beschlussvorschlag :
1. Der Umsetzung der Vorab - und Planungsmaßnahmen für den Neubau der Brücke
Rheinstraße über die Bahn (B 26) nach den Planungen des Mobilitätsamtes wird
zugestimmt.
2. Die hierfür notwendigen Mittel gemäß Anlage 1 sind in den Haushaltsansätzen (VE) der
kommenden Jahre auf der Investitionsnummer 09066 -6060 – Neubau Brücke Rheinstraße
über Bahn (B 26), Kostenstelle 066 -130-1000 etatisiert.
Anlagen: Anlage_1_MV-Kostenzusammenfassung
Anlage 2 Übersichtsplan Einbahnstraßenring
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage: Anlage 1
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 25.03.2021
Ausgangslage
Die Brücke Rheinstraße wurde in den Jahren 1910 bis 1912 erbaut und ist nach nunmehr
über 100 Jahren in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Eine grundhafte
Instandsetzung hat bislang nicht stattgefunden. Der Gesamtzustand ist auch nach den
Ergebnissen der Bauwerksprüfungen als ungenügend zu bezeichnen. Die Zustandsnote
beträgt aktuell 3,9. Ab der Note 4,0 ist die Brücke für den Verkehr zu sperren.
Um die Brücke derzeit sicher unter Verkehr zu halten, werden aktuell halbjährige
Sonderprüfungen durchgef ührt, um auf mögliche Veränderungen schnell reagieren zu
können. Die Folgekosten aus den Sonderprüfungen und Notinstandsetzungsmaßnahmen
werden von Jahr zu Jahr höher.
Aufgrund des schlechten Zustands der Brücke ist ein Ersatzneubau der Brücke unabdingbar .
Dies soll ab dem Jahr 2023 realisiert werden. Hierzu werden bauliche Vorabmaßnahmen im
Jahr 2022 erforderlich, die entsprechend zu planen und zu koordinieren sind.
Mit der Magistratsvorlage 2014/426 wurde der Vorplanung (Variante 5) zur Erneuerung der
Brücke Rheinstraße im Zuge der Bahnstrecke Frankfurt -Heidelberg einschließlich der
Anschlussknotenpunkte und der ÖPNV -Führung zugestimmt. Mit der Magistratsvorlage
2016/0211 wurde das Ergebnis des Realisierungswettbewerbes vorgelegt und der
Beauftragung de r Bietergemeinschaft Schüßler -Plan / Knights Architects durch die
Stadtverordnetenversammlung zugestimmt.
Ist-Zustand
Vorab- und Rückbaumaßnahmen
Um einen Neubau der Brücke ab dem Jahr 2023 zu ermöglichen, ist eine Vielzahl von
Vorabbaumaßnahmen durchzuf ühren. Diese resultieren u.a. aus Vorgaben der Deutschen
Bahn AG und des Straßenverkehrs, um den Verkehr während des Neubaus aufrechterhalten
zu können. Gleichfalls können durch vorgezogene Maßnahmen Synergieeffekte erzielt
werden. Alle Vorabbaumaßnahmen s ollen im Jahr 2022 durchgeführt werden. Diese
Maßnahmen bestehen aus folgenden Teilprojekten:
- Umlegung sämtlicher DB -Leitungen bauseitig (Oberleitungsanlagen, Leit - und
Sicherungstechnik, 50 Hertz -Bahnstromleitungen, DB -Kommunikationstechnik)
- Einbau einer DB-Bauweiche
- Einbau einer Behelfsbrücke als Leitungstrasse und Fuß - und Radweg
- Ertüchtigung der Verkehrsanlagen des Einbahnstraßenrings
- Rohrdurchpressung unter der Rheinstraße westlich der Brücke
- Umbau der bestehenden Kanalschachtbauwerke in den Knotenpun kten
- Suchschürfungen im Bahn - und Straßenbereich
- Kampfmittelerkundung im Bahn - und Straßenbereich
- Ertüchtigung der bestehenden Lichtsignalanlagen an den Knotenpunkten Rheinstraße
/ Berliner Allee / Goebelstraße und Rheinstraße / Am Kavalleriesand / Zweifalltorweg
- 4 -
Umlegung sämtlicher DB -Leitungen bauseitig
Die DB AG hat als Kreuzungspartner während der Planungsphase die Forderung gestellt,
dass sämtliche Leitungen vor dem Baubeginn der Brücke bauseitig umge legt werden
müssen. Dies hatte Planungsänderungen (Rohrdurchpressung und die Verlegung sämtlicher
DB-Kabel in einen Bau - und Endzustand) und entsprechende Kostenerhöhung zur Folge. Die
Behelfsbrücke welche bereits in Planung war, musste für zusätzliche Lei tungstrassen ergänzt
werden. Zusätzliche Sperrpausen mussten verhandelt werden.
Die Oberleitungsanlagen, Leit - und Sicherungstechnik und 50 Hertz -Bahnstromleitungen
müssen über die Behelfsbrücke oberhalb der DB -Gleise und durch die Rohrdurchpressung
unter der Rheinstraße nach Süden durch die Grünanlagen zurück in den Bahnbereich
umverlegt werden. Die Leitungen der DB -Kommunikationstechnik werden bauseitig entlang
des östlichen Widerlagers in ein Stahlrohr gelegt.
Sämtliche Leitungen müssen nach Fertigst ellung des Bauwerks zurückverlegt werden. Bisher
gibt es seitens der DB AG noch keine Zusicherung von Sperrpausen für den Rückbau der
Leitungen. Dies führt zu größeren Risiken bei der Kalkulation der Kosten und des
Zeitaufwandes. Da die DB aber ein berecht igtes Interesse an einem Zurückversetzen in den
Endzustand hat, sollten diese Sperrpausen ohne großen Vorlauf und in direkter Absprache
mit dem Auftragnehmer und dem Mobilitätsamt zu organisieren sein.
Einbau einer DB -Bauweiche
Um den Bahnbetrieb während der Bauzeit zu gewährleisten, muss eine zusätzliche
Bauweiche eingebaut werden. Wegen Lieferzeiten des Gleismaterials von bis zu einem Jahr
muss diese bereits vor der Hauptausschreibung bestellt werden. Derzeit wird hierzu die
Weichenskizze erstellt und i m Anschluss wird die Bauweiche bestellt. Dies ist eine Vorgabe
des Kreuzungspartners DB AG. Die Bauweiche muss ggfs. gepflegt und gewartet werden.
Einbau einer Behelfsbrücke als Leitungstrasse und Fuß - und Radweg
Um die Leitungen der Versorgungsbetriebe und der DB AG aus dem Baufeld herauslegen zu
können und den Fuß - und Radverkehr sicher um die Baustelle leiten zu können, ist eine
zusätzliche Behelfsbrücke geplant. Die Behelfsbrücke dient als gemeinsamer Fuß - und
Radweg in beide Richtungen mit einer Brei te von 2,50 m und wird barrierefrei ausgeführt.
Größere Breiten sind aufgrund der vorgegebenen Systemstatik nicht möglich. Die Fuß - und
Radwegbrücke ist vollständig an alle Knotenpunkte bis zur Baufeldgrenze angeschlossen und
stellt somit die Durchgängigke it in Ost-West-Richtung sicher. Zusätzlich wird ein
Beleuchtungskonzept erarbeitet, um einen sicheren Übergang zu ermöglichen. Als
Ingenieurbauwerk muss die Behelfsbrücke geprüft und ggfs. gewartet werden.
Ertüchtigung der Verkehrsanlagen der Umleitungsst recke stadteinwärts
Während der Baumaßnahme ab Anfang 2023 und in Teilen bereits ab Sommer 2022 mit
dem Abriss des ersten Teilabschnittes auf der Nordseite der Brücke wird ein großräumiger
Einbahnstraßenring bis Ende 2025 eingerichtet. Über die Brücke Rhe instraße wird somit nur
noch der Straßenbahn - und der Baustellenverkehr abgewickelt. Der Fuß - und Radverkehr
wird über die Behelfsbrücke geführt, während für den gesamten motorisierten Verkehr eine
großräumige Umleitung eingerichtet wird. Für von der Bauma ßnahme betroffene Anlieger
- 5 -
wird die Andienung zu den Grundstücken aufrechterhalten. Die Umleitung ist dem
beigefügten Plan zu entnehmen.
Die Umleitung stadteinwärts verläuft durchgängig zweispurig über:
Rheinstraße -> T-Online-Allee -> Hilpertstraße -> Haardtring -> Berliner Allee -> Rheinstraße
und zusätzlich einspurig über:
Rheinstraße -> Am Kavalleriesand -> Hilpertstraße -> Haardtring -> Berliner Allee ->
Rheinstraße
Die Umleitung stadtauswärts verläuft über:
Rheinstraße -> Berliner Allee -> Haardtring -> Brücke „Am Stirnweg“ -> Kavalleriesand ->
Rheinstraße.
Dieses Umleitungskonzept wurde bereits in Teilen während des Baus der Brücke
Hilpertstraße und Brücke „Am Stirnweg“ erprobt, weiter optimiert und angepasst. Zahlreiche
Verkehrssimulationen und vertiefende Absprachen zwischen Mobilitätsamt, Hessen mobil,
und HEAG mobilo GmbH gemeinsam mit externen Ingenieurbüros haben die Machbarkeit
bestätigt und ermöglichen die Hauptumleitung über den Einbahnstraßenring. Der
Einbahnstraßenring wird durchgängig 2-streifig ausgeführt. Die Belange des Fuß - und
Radverkehrs sowie des öffentlichen Personennahverkehrs sind in der Umleitungsplanung
berücksichtigt. Auf einzelnen Abschnitten muss aufgrund der zweistreifigen Ausführung mit
Qualitätseinbußen zum Bestand ger echnet werden. Bestehende Anlagen und betroffene
Knotenpunkte werden ausgebaut.
Im Zuge des Einbahnstraßenrings werden – in Abstimmung zwischen der DADINA, HEAG
mobilo GmbH und Mobilitätsamt die Linienführungen der Busse in dem Gebiet angepasst
und die Haltestellen provisorisch ausgebaut bzw. umverlegt. Auch das Einrichten eines
zeitweise angelegten Schienenersatzverkehrs mit Bussen für die Linien 4 und 9 sowie
Anpassung des neuen Verkehrskonzepts sind im Einbahnstraßenring berücksichtigt.
Für die Einric htung der Umleitungsstrecke müssen einige bauliche Anpassung erfolgen. Dies
betrifft:
- Die Errichtung eines zusätzlichen Abbiegefahrstreifens von der Rheinstraße in die
T-Online-Allee
- Die Anpassung des Verschwenkungsbereiches in der T -Online-Allee südwestli ch der
Mina-Rees-Straße 12 (Bemessung für den Schwerlastverkehr)
- Den Ausbau von zwei provisorischen Bushaltestellen westlich des Knotenpunktes
T-Online-Allee / Hilpertstraße.
- Die Ertüchtigung der Fahrbahn in der Hilpertstraße zwischen den Knotenpunkten
T-Online-Allee und Am Kavalleriesand. Die Hilpertstraße ist in diesem Abschnitt
bereits jetzt sanierungsbedürftig und müsste in den kommenden Jahren grundhaft
erneuert werden.
- Den Ausbau des bestehenden Gehweges auf der Ostseite der Straße Am
Kavalleriesand zwischen der Stirnwegbrücke und der Hilpertstraße.
- Die Verbreiterung der Fahrbahn am Knotenpunkt Am Kavalleriesand / Mina -Rees-
Straße.
- Knotenpunkt Berliner Allee / Spreestraße: Ausbau des Fuß - und Radweges
- Den Ausbau eines zusätzlichen Abiegefahrstreifens am Knotenpunkt Rheinstraße /
Berliner Allee
- Durch die neu entstandenen Fahrbeziehungen wird eine temporäre Bushaltestelle vor
dem Kinopolis (an der Goebelstraße vor der Einmündung der Mornewegstraße)
errichtet. Die Bäume in diesem Bereich verbleiben dort.
- 6 -
- Eine weitere Bushaltestelle wird Am Kavalleriesand südlich der Stirnwegbrücke
entlang des EUMETSAT -Geländes errichtet. Die Bäume in diesem Bereich werden
nicht beeinträchtigt. Dies wird durch die Beteiligung einer ökologischen
Baubegleitung sichergestellt.
- Grundsätzliche Einführung einer ÖV -Priorisierung an Lichtsignalanlagen auf den
Umleitungsstrecken
Belange Grünflächenamt im Einbahnstraßenring: Betroffene Bäume i m Einbahnstraßenring
Das Grünflächenamt fordert den Erhalt aller Bäume im B ereich der Anpassungsmaßnahmen.
Nach Absprachen mit dem Grünflächenamt konnte die Planung angepasst werden und nach
derzeitigem Stand müssen keine Bäume für den Ausbau des Einbahnstraßenrings gefällt
werden. Punktuell wird es zur Beeinflussung des Baumbest andes kommen. An den Stellen
mit zu geringen Abständen zu den Provisorien werden Suchschürfen gemeinsam mit einer
ökologischen Baubegleitung, den Projekt beteiligten und dem Grünflächenamt durchgeführt.
Alle Maßnahmen in der Nähe von Bäumen werden schonend und mit dem Ziel des
Baumerhaltes durchgeführt. Wo es erforderlich und bautechnisch möglich ist, werden
Wurzelschutzbrücken eingebaut oder sonstige geeignete Maßnahmen gemeinsam festgelegt.
Baumfällungen werden nur wie in dem Planfeststellungsverfahren fe stgelegt durchgeführt.
Hiervon sind Baustelleneinrichtungsflächen rund um die Brücke Rheinstraße betroffen und
stehen nicht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Einbahnstraßenrings. Schützenswerte
Bäume bleiben erhalten.
Durchführen einer Rohrdurchpressung unter der Rheinstraße
Für die bereits genannte Umverlegung sämtlicher DB -Leitungen außerhalb des Baufeldes
werden zwei Rohrdurchpressungen DN 800 unter der Rheinstraße westlich der alten
Widerlager der Brücke erforderlich. Somit ist gewährleistet, dass di e Speiseleitung für die
Oberleitungsanlagen, Leit - und Sicherungstechnik und die Weichenheizung bauseitig
betrieben werden können. Die Rohre sollen in einer Tiefe von 2,50 bis 3,50 m liegen und
mittels Vortrieb gebaut werden. Somit wird auf der nordwestlic hen und südwestlichen Seite
der Brücke ein Start - und Zielschacht für die Rohrdurchpressung benötigt.
Aufgrund der hohen Stromspannungen und der separat notwendigen Erdungsanlagen dürfen
nicht alle Leitungen in einem Mantelrohr liegen und müssen in einem Abstand von 3,00 m
geführt werden. Dementsprechend müssen zwei Rohrdurchpressungen erfolgen.
Für die Straßenbahn werden in diesem Zusammenhang umfangreiche Alarm - und
Sicherungspläne und ggfs. das Einrichten einer Langsamfahrstrecke in Abstimmung mit dem
Betreiber HEAG mobilo GmbH und deren Aufsichtsbehörde erforderlich. Bauseitig müssen
die Gleisanlagen vermessungstechnisch bewertet und ein sogenanntes „Monitoring“ gestartet
werden.
Kanalbau
Um die Entwässerung der neuen und um 20 Meter breiteren Brüc ke gewährleisten zu
können, muss der Kanal bis zu den Knotenpunkten Rheinstraße / Am Kavalleriesand und
Rheinstraße / Berliner Allee aufdimensioniert werden. Die bauzeitige Verkehrsführung
(Einbahnstraßenring) erfordert die Herstellung der Kanalschachtbauw erke in den
- 7 -
Anschlussknotenpunkten bereits im Vorfeld. Hierfür wird ein eigenes Bauphasen - und
Verkehrssicherungskonzept ausgearbeitet. Die Notwendigkeit einer Anpassung des
Straßenbahnbetriebs und der Fahrleitungsanlage während der Kanalbauarbeiten wird derzeit
geprüft.
Da die Schachtbauwerke in unmittelbarer Nähe zur Gleisanlage der Straßenbahn liegen,
werden in diesem Zusammenhang umfangreiche Alarm - und Sicherungspläne sowie die
Fahrleitungsanlage in Abstimmung mit dem Betreiber HEAG mobilo GmbH erforderlich.
Bauseitig müssen die Gleisanlagen vermessungstechnisch überwacht und ein sogenanntes
„Monitoring“ gestartet werden. Beim Monitoring wird ein entsprechendes Ingenieurbüro
beauftragt die Gleise vor, während und nach der Baumaßnahme durchgehend durch teils
automatisierte Systeme zu überwachen. Bei Verformungen oder Setzungen im umliegenden
Gleisbereich in nicht tolerierbarer Größe wird der Bahnbetrieb eingeschränkt (z.B. durch
Langsamfahrstellen) oder eingestellt.
Suchschürfungen im Bahn - und Straßenbereich
Da in der Brücke und den angrenzenden Knotenpunkte eine Vielzahl von Leitungen liegen,
sollen bereits vor der Hauptbaumaßnahme Suchschürfungen durchgeführt werden. Diese
würden im Bereich der DB AG im Schutz bereits anderer Sperrpausen erfolgen. Ziel ist es,
Planungssicherheit, auch im Straßenbereich zu schaffen.
Kampfmittelerkundung im B ahn- und Straßenbereich
Soweit möglich soll die Kampfmittelfreiheit im Gleisbereich der DB AG sowie im Baufeld der
Verkehrsanlagen vor der eigentlichen Bauausführung gewährleistet werden. Es werden jedoch
auch Kampfmittelfreimessungen während der Ausführu ng erforderlich werden.
Ertüchtigung der bestehenden Lichtsignalanlagen an den Knotenpunkten Rheinstraße /
Berliner Allee / Goebelstraße und Rheinstraße / Am Kavalleriesand / Zweifalltorweg
Um die Kosten für bauzeitliche Lichtsignalanlagen zu reduzieren , ist geplant, die
Lichtsignaltechnik der hier genannten Knotenpunkte auszubauen und mit neuen
Steuergeräten auszustatten. Die Lichtsignalanlagen sind erneuerungsbedürftig und der
jetzige Ausbau ermöglicht eine Umstellung der großen Knotenpunkte ohne zusä tzliche
Baustellenlichtsignalanlagen während der Baumaßnahme. Da die meisten Lichtsignalanlagen
rund um die Hilpertstraßenbrücke und die Brücke „Am Stirnweg“ ausgebaut und die neue
Steuerungstechnik eingebaut wurde, werden nur noch wenige oder auch gar kei ne Baustellen-
Lichtsignalanlagen im gesamten Einbahnstraßenring zum Tragen kommen.
Des Weiteren wird seitens der Verkehrsbehörde der Autobahn (ehemals Hessen Mobil)
gefordert ein sogenanntes digitales Verkehrsleitsystem zu implementieren. Dies würde
stadteinwärts vor dem Beginn des Einbahnstraßenrings eingerichtet werden. Nach
derzeitigem Stand ist das Verkehrsleitsystem so geplant, dass dies auch nach dem Bau
weiter genutzt werden kann und somit einen wichtigen Beitrag zur Digitalisierung
kommunaler Ver kehrssysteme leistet. Dies bietet besonders stadteinwärts einen großen
Vorteil für die Verkehrsteilnehmenden. Hierdurch werden sowohl die Vorhaben der
Digitalstadt im Handlungsfeld Verkehr, als auch die Vorhaben des Digitalisierungsprojekts
„DAnalytics“ sy nergetisch unterstützt. Perspektivisch würden diese digitalen Anzeigen als
Informationssystem für das umweltsensitive Verkehrsmanagements dienen. Bürger/innen
werden über aktuelle oder bevorstehende Verkehrslagen oder Verkehrsmanagementeingriffe
- 8 -
informiert. Dies könnte z.B. eine Routenempfehlung, Reisezeitinformation oder ein Lagebild
der aktuellen Umweltsituation sein.
Weitere benötigte Leistungen durch Externe für die Vorabmaßnahmen
Der Projektpartner HEAG mobilo GmbH und das Mobilitätsamt werden externe Unterstützung
bereits während der Planungen und für den Bau benötigen. Identifiziert wurden hier eine
Projektsteuerung, eine juristische sowie baubetriebliche Begleitung, einen Vergabejuristen,
ein Büro für Öffentlichkeitsarbeit und Prüfstatiker.
Genehmigungsverfahren
Am 22.10.2019 wurden die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für den Ersatzneubau
der Brücke beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht.
Der Planfeststellungsbescheid liegt seit Ende Februar 2021 vor und wurde mit sofortigem
Vollzug angeordnet. Somit liegt das Baurecht vor. Die Eisenbahnkreuzungsvereinbarung
(Baudurchführungsvereinbarung mit der DB) liegt unterschrieben seit Februar 2021 vor.
Ein Bau- und Finanzierungsvertrag wird derzeit gemeinsam mit der HEAG mobilo GmbH
vorbereitet. Hierin werden die Ressourcen (Kompetenzen, Personal, Finanzen) und zeitliche
Festlegungen beider Seiten während der Baumaßnahme beschrieben.
Finanzierung und Förderung
Die Gesamtkosten der Vorabmaßnahmen für den Neubau der Brücke Rheinstraße über die
Bahn (B26) sind in der datenschutzrelevanten Anlage dargelegt. Die hierfür notwendigen Mittel
sind in den Haushaltsansätzen (VE) der kommenden Jahre auf der Investitionsnummer 09066 -
6060 – Neubau Brücke Rheinstraße über Bahn (B 26), Kostenstelle 066-130-1000 etatisiert.
Im Rahmen des Projektes Neubau der Brücke Rheinstraße über die Bahn (B26) werden
Folgekosten inkl. Kosten für Rückbaumaßnahmen nach Beendigung der Hauptbaumaßnahme
entstehen. Diese können jedoch zum jetzigen Zeitpunkt und Planungsstand noch nicht
abgeschätzt werden.
Beteiligung der DB Netz AG
Das „Verlangen Bahn“ besteht in der Forderung des Schienenbaulastträgers (DB Netz AG)
nach einer Vergrößerung der lichten Höhe und nach einer Verbreiterung der lichten
Abstandsmaße zwischen den äußeren Gleisachsen zu den Widerlagern auf ein regelkonformes
Maß, sowie der Anpassung der Oberleitungsanlagen im Kreuzungsbereich. Der
kreuzungsbedingte Anteil der DB liegt bei 41,48%.
Das „Verlangen Straße“ besteht in der Forderung des Straßenbaulastträgers (Stadt Darmstadt)
nach Erhöhung der Tragfähigkeit des vorhandenen Brückenbauwerks und der erforderlichen
Querschnittverbreiterung durch einen Ersatzneubau. Der kreuzungsbedingte Anteil des
Straßenbaulastträgers (Stadt Darmstadt) liegt bei 58,52%.
Verkehrsinfrastrukturförderung
Am 30.06.2020 hat das Mobilitätsamt die Brückenerneuerung Rheinstraße in das
Förderprogramm Kommunaler Straßenbau und Öffentlicher Personennahverkehr bei Hessen
- 9 -
Mobil angemeldet. Abzüglich der bereits bekannten Förderungen durch die DB Netz AG und
die Heag Mobilo GmbH werden ca. 60% der Baukosten gefördert.
Dezernat I Dezernat IV Dezernat V
i. V.
Jochen Partsch André Schellenberg Jochen Partsch
Oberbürgermeister Stadtkämmerer Oberbürgermeister
anlage 3
109 Zeichen
Anlage 2 Übersichtsplan Einbahnstraßenring Zweistreifig einstreifig Stadteinwärts Stadtauswärts
Beratungsverlauf (4)
Orte (11)
- Rheinstraße
- Berliner Allee
- Goebelstraße
- Hilpertstraße
- Mina-Rees-Straße 12
- Spreestraße
- Zweifalltorweg 4
- Haardtring
- Stirnweg
- Am Kavalleriesand
- Mornewegstraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0010
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 25.03.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00