2241/2020
Jahresbericht 2019 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
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Anlage 1_Jahresbericht 2019
53872 Zeichen
Köln
Jahresbericht
2019
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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INHALT
1. Zahlen und Fakten Seite 3
2. Öffentlichkeitsarbeit Seite 5
3. Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen S eite 9
4. Unterstützung von Selbsthilfegruppen Seite 11
5. Haus der Selbsthilfe Seite 16
6. Kooperation mit professionellen Einrichtungen Se ite 17
7. Gremien und Arbeitskreise Seite 18
8. Fachliche Einbindung Seite 20
9. Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Seite 21
10. Fazit und Ausblick Seite 22
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1. Zahlen und Fakten
Information und Beratung
Im Jahr 2019 haben wir insgesamt 23.582 Kontakte (2018: 16.810) statistisch erfasst. Davon wa-
ren 4.916 eingehende Kontakte (2018: 4.879) und 19.206 ausgehende Kontakte (2018:
11.931).
Kontakte an Infoständen oder bei Veranstaltungen sind in diesen Zahlen nicht erfasst.
Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt zusammen:
540 (2018: 605) ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthil fegruppen und 18.666 (2018: 11.326)
ausgehende Kontakte zu Selbsthilfegruppen, Bürger*innen oder professionellen Einrichtungen in
Form von Einladungen zu Treffen, Versand von Protokollen etc..
Eingehende Kontakte
2019 2018
davon türkisch-
sprachig:
davon türkisch-
sprachig:
Bürger*innen 1.820 (37,0 %) 42 1.788 (36,7 %) 53
Selbsthilfegruppen 1.336 (27,2 %) 19 1.252 (25,7 %) 27
Prof. Einrichtungen 1.747 (35,5 %) 146 1.821 (37,3 %) 159
Sonstige 13 ( 0,3 %) 0 18 ( 0,4 %) 0
2019 2018
telefonisch 1.978 (40,2 %) 2.090 (42,8 %)
schriftlich 2.433 (49,5 %) 2.324 (47,6 %)
persönlich 505 (10,3 %) 465 ( 9,5 %)
davon:
davon:
241 Selbsthilfegruppen (47,7 %) 198 Selbsthilfegruppen (42,6 %)
190 Bürger*innen (37,6 %) 180 Bürger*innen (38,7 %)
72 Profis (14,3 %) 79 Profis (17,0 %)
2
Sonstige (0,4 %)
*nicht SHK-Anliegen
8
Sonstige (1,7 %)
*nicht SHK-Anliegen
Es suchten uns 148 (2018: 124) Bürger*innen persönlich auf, wenn sie auf der Suche nach einer
Selbsthilfegruppe waren und 29 (2018: 32) holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein.
Die Hauptanliegen der persönlichen Kontakte von Selbsthilfegruppen waren organisatorische Un-
terstützung und Fragen zu Finanzen (Weitere Informationen siehe S. 11ff).
Überwiegend wurden
wir von Kölner Bürger*innen, Selbsthilfegruppen und professionell en Einrichtungen kontaktiert:
4.151 – 84 % (2018: 4.039 – 83 %).
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Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten und professionellen Einrichtungen war die Su-
che nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurden wir von 1.537 Bürger*innen (2018: 1.540) und von
154 professionellen Einrichtungen (2018: 176) kontaktiert.
Die 1.537 (2018: 1.540) anfragenden Bürger*innen auf der Suc he nach einer Selbsthilfegruppe
verteilten sich wie folgt:
Anfragende Bürger*innen:
2019 2018
1.269
– 82,6 % Betroffene 1.244 – 80,8 %
158 – 10,3 % Angehörige 194 – 12,6 %
110 – 7,2 % in Vertretung 102 – 6,6 %
1.117 – 72,7 % Frauen 1.075 – 69,8 %
417 – 27,1 % Männer 458 – 29,7 %
3 – 0,2 % Geschlecht unbek. 7 – 0,5 %
Angefragte Themen
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten A nfragen sich hinter den abstrakten Zahlen
der Anfragestatistik verbergen, hier eine Übersicht der am meisten angefragten Themen (alle The-
men über 40 Anfragen werden dargestellt).
2019
2018
1. Depression/ bipolare Störungen 297 341
2. Angst/ Panik/ Phobie 180 168
3. Gewalt/ Missbrauch - Opfer 145 94
4. Einsamkeit/ Freizeit 124 60
5. Essstörungen 88 121
6. Familie, Eltern, Kind – nicht näher bezeichnet 73 77
7. Seelische Gesundheit 71 69
8. Frauen 67 26
9. Zwangserkrankungen 47 40
10. Kaufsucht 46 23
11. Alkoholabhängigkeit 43 47
12. Trauer/ Tod 42 61
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2019 haben wir ungewöhnlich viele Aktivitäten im Be reich der Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt
(siehe nachfolgende Seiten). Dies erklärt die wesen tlich höhere Anzahl der ausgehenden Kon-
takte. Eine Interpretation der anderen Zahlen ist s chwierig, weil viele Faktoren eine Rolle spielen
und kausale Zusammenhänge kaum herzustellen sind. Das Thema Depression nimmt seit vielen
Jahren den Spitzenplatz bei den Anfragenden ein. Di e Erhöhung der Anfragen zum Thema Ge-
walt/Missbrauch-Opfer liegt unserer Einschätzung na ch daran, dass es in Köln eine sehr aktive
Stalking-Selbsthilfegruppe gibt und sich überraschenderweise 2019 drei Gruppen zum Thema nar-
zisstischer Missbrauch gegründet haben. Die Reduzierung der Anfragen zum Thema Essstörung
liegt wahrscheinlich daran, dass wir leider keine Bulimie/Magersucht-Gruppe mehr haben, die ver-
mehrten Anfragen zum Thema Kaufsucht lassen sich sicherlich durch unsere Bewerbung der neu-
gegründeten Selbsthilfegruppe erklären. Auch zum Th ema Einsamkeit haben wir 2019 eine
Gruppe gegründet, insgesamt fällt uns auf, dass wir zu diesem Thema mehr Anfragen erhalten.
2. Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem Bekanntmachen unserer Einrichtung, ist es unser Ziel, dem Begriff Selbsthilfegruppe
ein positives Image zu geben, den Bekanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhöhen und den
Zugang zu den Selbsthilfegruppen zu erleichtern.
Wie bereits im letzten Jahresbericht angekündigt, war 2019 für uns das Jahr der Öffentlichkeits-
arbeit mit zwei großen Werbekampagnen und vielen weiteren Aktivitäten.
Landesweite Werbekampagne „Nimm dein Leben in die Hand“
Entwickelt wurde diese Kampagne von den Selbsthilfe-Kontaktstellen in NRW und den gesetzli-
chen Krankenkassen/-verbänden und soll Menschen zur Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe
motivieren.
Das ganze Jahr 2019 über war das Kampagnenmotiv im Wechsel
auf Großflächen-Plakaten, Seitenscheibenplakaten in Bussen und
Straßenbahnen sowie auf Video-Flächen an Bahnhöfen sowie
Bus- und Bahnstationen in NRW zu sehen.
Impressionen aus Köln
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Aktionstag „gesund & mobil im Alter“ und 12. Kölner Vorsorge-Tag
Am 13. März 2019 fand wieder im Gürzenich der
Aktionstag „gesund & mobil im Alter“ in Koopera-
tion mit dem 12. Kölner Vorsorge-Tag statt. In
den letzten Jahren handelte es sich immer um
eine zweitägige Veranstaltung, 2019 wurde er
nur als eintägige Veranstaltung durchgeführt.
Wir als Selbsthilfe-Kontaktstelle übernahmen
wie immer die Organisation und Koordination der
Infostände von Selbsthilfegruppen im Saalfoyer.
17 Selbsthilfegruppen, die Selbsthilfe-Kontakt-
stelle und das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe ha-
ben sich mit einem eigenen Stand präsentiert.
Selbsthilfe Aktionswoche / 18.- 26. Mai 2019
Im Mai fand die erste bundesweite paritätische Aktionswoche Selbsthilfe unter dem Motto „Wir hilft“
mit 460 Veranstaltungen zur Selbsthilfe in ganz Deutschland statt. Ziel der Aktionswoche war es,
noch mehr Menschen für das Thema Selbsthilfe zu sensibilisieren, sowie Betroffene mit Selbsthil-
fegruppen und -verbänden zu vernetzen. Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln beteiligte sich mit
einem vielfältigen und bunten Aktionsprogramm, um z u zeigen, dass Selbsthilfe mehr ist als ein
Stuhlkreis.
An zwei Tagen war die Kontaktstelle zusammen mit unterschiedlichen Selbsthilfegruppen an Info-
ständen vertreten. Der Selbsthilfe-Infopoint in der Uni-Mensa wandte sich insbesondere an jüngere
Zielgruppen. Ein weiterer Infostand war ganztägig a m Chlodwigplatz vertreten. Ein besonderer
Erfolg war das Selbsthilfe-Café im Café InSide in der Innenstadt. Die Wanderausstellung „Selbst-
hilfe tut gut, macht Mut“ führte die Besucher*innen von der Kontaktstelle ins benachbarte Café, wo
die Gäste in ungezwungener Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen mit verschiedenen Vertreter*in-
nen von Selbsthilfegruppen in Kontakt treten konnten. Nach vielen positiven Rückmeldungen ent-
stand die Idee das Konzept fortzuführen. Vier weitere Selbsthilfe-Cafés werden nun 2020 in unter-
schiedlichen Stadtteilen Kölns, links-und rechtsrheinisch, stattfinden. Der Arbeitskreis LRS & Dys-
kalkulie e.V. bot im Rahmen der Aktionswoche einen Gesprächsabend zum Thema für alle Inte-
ressierten im Bürgerzentrum Ehrenfeld an. Des Weite ren gab es einen Vortrag von einem in der
Selbsthilfe erfahrenen Betroffenen über die Rolle von Selbsthilfe in psychischen Krisen. Anschlie-
ßend war Raum für Diskussion und Austausch zwischen Referent und Besucher*innen. Der Chor
der Kölner Selbsthilfe lud unter dem Motto „Helf d’r selvs un sing, dann häss de winnijer Ping“ zum
Mitsing-Nachmittag in die Karthäuserkirche ein. Zum Abschluss der Aktionswoche haben wir zu
einem Filmabend in die Kontaktstelle eingeladen. Ge zeigt wurde „The Anonymous People“, ein
beindruckender Film über die Suchtbewegung in den USA.
Zusammenfassend lässt sich ein positives Resümee zu r ersten paritätischen Selbsthilfe Aktions-
woche ziehen. Die Angebote waren gut besucht und wurden von unterschiedlichen Zielgruppen in
Anspruch genommen. Uns erreichten zahlreiche Rückme ldungen sowohl von Mitgliedern aus
Selbsthilfegruppen als auch von Bürger*innen, die bis dato nur wenige Berührungspunkte mit dem
Thema Selbsthilfe hatten, sich von den Aktionen ang esprochen fühlten und so neue Kontakte
knüpfen und frische Impulse zum Thema Selbsthilfe sammeln konnten.
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Hier Impressionen aus dem Selbsthilfe Café im Café Inside:
1. Alexianer Selbsthilfetag
In Kooperation mit den Alexianern Köln fand am 12. November 2019
der 1. Alexianer Selbsthilfetag "Vielfältig & stark" statt. 17 Selbsthilfe-
gruppen vor allem aus dem psychiatrischen Spektrum (Psychische
Erkrankung, Sucht, Gerontopsychiatrie, Psychiatrie-Erfahrene und er-
worbenen Hirnschädigung) erhielten die Gelegenheit sich an diesem
Tag vorzustellen. Mit einer Mischung aus persönlichen Kontakten zu
Selbsthilfegruppen an Infoständen, Vorträgen und Vorstellungen von
Profis und Selbsthilfegruppen sowie einem musikalis chen Mitmach-
Programm, konnten wir ein breites Publikum anlocken . Neben Be-
troffenen und Angehörigen, wurde die Veranstaltung auch von vielen
Fachkräften aus dem Gesundheits- und Sozialbereich besucht. Der 2.
Alexianer Selbsthilfetag wird voraussichtlich im Herbst 2021 mit dem
Schwerpunkt „Sucht“ stattfinden.
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NRW Tag 2020
Vom 21. bis 23. August 2020 wird der NRW Tag in Köln stattfinden. Im Rahmen einer „Ehrenamts-
meile“ haben auch die Selbsthilfegruppen die Möglic hkeit teilzunehmen. In Absprache mit der
Stadt Köln haben wir die Anmeldung und Organisation der Selbsthilfegruppen übernommen. Im
November 2019 schrieben wir alle Gruppen an und erh ielten von 36 (!) Selbsthilfegruppen die
Rückmeldung, dass sie sich am NRW-Tag beteiligen möchten.
Selbsthilfe-Spot in allen Kölner Kinos
Nach den vielen Aktivitäten in 2019 schlossen wir das Jahr mit einer weiteren Werbekampagne
ab. Vom 28.11.2019 – 2.1.2020 lief in allen Kölner Kinos, in allen Sälen, vor allen Filmen ein 30-
sekündiger Spot, der für die Teilnahme an einer Selbsthilfegruppe warb.
Weitere Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit
• Monatliche Aktualisierung unserer Themenübersicht und Gruppengründungswünsche
zum Auslegen, Versenden etc.;
• Ständige Aktualisierung unserer Homepage (Themenübersicht, Gründungswünsche, ak-
tuelle Gründungen, Veranstaltungen von und für Gruppen etc.); 2019 wurde unsere Home-
page 36.548 (2018: 31.290) Mal besucht;
• Facebook-Auftritt;
• Aktualisierung und Neuaufnahme von Gruppendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de ;
• Regelmäßige Zusendung unserer Informationsmaterialien an über 130 professionelle
Einrichtungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an Interessierte;
• Newsletter für professionelle Einrichtungen;
• Auslage und Aktualisierung von 130 Gruppenflyern in den Prospektständern im Ein-
gangsbereich des Hauses der Selbsthilfe;
• Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit Info material in Einrichtungen mit Publi-
kumsverkehr wie z.B. dem Gesundheitsamt;
• Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbsthilfe-Kontaktstelle und z u Gruppengrün-
dungstreffen;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle auf dem Ehrenamtstag;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle mit drei Gruppen im R ahmen des Infotages „Sel-
tene Erkrankungen“ in Zusammenhang mit dem 35. Ernst Klenk Symposium in Molekularer
Medizin an der Medizinischen Fakultät;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle für Mitarbeiter der Dienststelle Personal- und Ver-
waltungsmanagement der Stadtverwaltung Köln im Stadthaus Deutz;
• Gestaltung einer Unterrichtseinheit zum Thema Selbsthilfe gemeinsam mit drei Selbsthil-
fegruppen in der Pharmazeutisch-Technischen Assistenten (PTA) Lehrakademie;
• Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und Presseveröffentlichungen;
• Infostand der Selbsthilfe-Kontaktstelle und Koordination von Infoständen für 23 Selbsthil-
fegruppen im Rahmen der Deutzer Gesundheitstage in Kooperation mit dem Eduardus-
Krankenhaus und der IG-Deutz;
• Vorstellung des Themas Selbsthilfe mit zwei Selbsthilfegruppen in der Jobbörse Innen-
stadt;
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• Vorstellung der Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Kontaktstelle für Besucher*innen des Bür-
gerzentrum Vingst;
• Vorstellung der Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Kontaktstelle b eim Runden Tisch Senio-
renarbeit Innenstadt;
• Vorstellung der Selbsthilfe und der Selbsthilfe-Kontaktstelle bei der Fortbildungsakademie
der Wirtschaft (FAW) gemeinnützige Gesellschaft mbH;
• Vortrag über die Arbeit der Selbsthilfe und die Selbsthilfe-Kontaktstelle bei Frauen gegen
Erwerbslosigkeit e.V..
3. Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen
Unsere Unterstützungsleistungen im Bereich Gruppengründung sind vielfältig:
wir beraten Initiator*innen, entwickeln mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammeln weitere Interes-
sent*innen in einer Wartekartei und stellen den Kon takt untereinander her. Wir moderieren erste
Gruppentreffen, entwickeln mit der Gruppe tragfähige Strukturen und unterstützen sie bei der Öf-
fentlichkeitsarbeit sowie der Raumsuche.
2019 haben wir folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschiedlichen Aktivitäten
unterstützt:
1. ADHS-Elterngruppe,
2. Angst Selbsthilfegruppe für junge Leute,
3. Borderline und Sucht,
4. Einsamkeit (leider wieder aufgelöst),
5. Frauen helfen Frauen – ein Leben ohne narzisstischen Missbrauch,
6. Frauen im Wechsel (leider nicht zustande gekommen),
7. Hautkrebs,
8. Kaufsucht (leider wieder aufgelöst),
9. Lipödem LipoColonia,
10. Männer für Männer,
11. Mütter mit Kind mit Behinderung (leider nicht zustande gekommen),
12. Narzisstische Partner – von emotionaler Gewalt betroffene Frauen,
13. Osteoporose – alternative Medizin,
14. Osteoporose (leider nicht zustande gekommen),
15. Restless legs (leider wieder aufgelöst),
16. Schwangerschaftsabbruch (leider wieder aufgelöst),
17. Skoliose,
18. Soziale Phobie (Gruppe III),
19. TamKien-Menschen mit Behinderungen.
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Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von uns gegründet und sind 2019 in un-
sere Vermittlungskartei aufgenommen worden:
1.
Angeborene Immundefekte
2. Angehörige von Sexsüchtigen
3. Atemnot Köln-Nord
4. Depressionen Köln-Porz
5. Kölner Myasthenie-Treff
6. Netzwerk Neuroendokrine Tumore
Folgende Themen haben wir 2019 in unsere Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufgenom-
men. Aktive Gruppengründungsinteressierte haben wir beraten und unterstützt. Die Gruppengrün-
dung ist noch nicht erfolgt.
1. Burnout
2. Einsamkeit
3. Geburt, traumatische (Männergruppe)
4. Hirntumor (18 – 45 Jahre)
5. Krebs, Frauengruppe Süd
6. Migräne bei Kindern/Jugendlichen
7. Narzisstischer Missbrauch für Frauen und Männer
8. Parkinson (bis 60)
9. PTBS-Angehörige
In der Klammer steht jeweils das gewünschte Alter der Mitglieder bzw. ein angesprochener besonderer Personenkreis.
Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw.
in Vorbereitung befindlichen Themen.
In-Gang-Setzer Projekt
Im letzten Jahresbericht haben wir berichtet, dass wir uns seit 2018 am In-Gang-Setzer Projekt
beteiligen, um Gruppengründungen verstärkt zu unter stützen. Wir wollen mehr Gruppengrün-
dungswünsche aufgreifen und bei Bedarf neue Gruppen intensiver begleiten. Das Projekt In-Gang-
Setzer besteht seit über 10 Jahren an mehr als 40 Standorten bundesweit.
In-Gang-Setzer*innen sind ehrenamtliche Mitarbeiter *innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie
kommen i.d.R aus Selbsthilfegruppen und werden gesc hult. Sie unterstützen Selbsthilfegruppen
in Hinblick auf Kommunikation und Organisation der Gruppenprozesse. Sie sind keine Ansprech-
person für die jeweiligen Themen der Gruppen. In-Ga ng-Setzer*innen werden bei Bedarf in neu
gebildeten Selbsthilfegruppen für einen bestimmten Zeitraum eingesetzt. Sie werden bei der Tä-
tigkeit kontinuierlich durch die Mitarbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet und unter-
stützt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Supervisionstreffen mit anderen In-Gang-Setzer*innen.
Bei diesem Projekt arbeiten wir mit Selbsthilfe-Kon taktstellen und -Büros aus dem Umkreis zu-
sammen. Nachdem 2018 die ersten Schulungen mit 13 Ehrenamtlichen (5 aus Köln) stattfanden,
wurde 2019 die zweite Schulungsreihe gestartet. Unt er Anwesenheit jeweils einer Kollegin aus
Köln, dem Rhein-Sieg-Kreis, Bergisches Land und dem Rhein-Erft-Kreis wurden insgesamt 12
Ehrenamtliche, 5 davon aus Köln, an 3 Wochenenden i m April und Mai in 33 Stunden von einer
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Referentin geschult. Eine Ehrenamtliche kam aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis und wurde ebenfalls in
Köln geschult. Im Ennepe-Ruhr-Kreis wurden zeitnahe keine Schulungen angeboten, sodass wir
die Person bei unserer 2. Schulungsreihe aufgenommen haben. Die Schulungen fanden jeweils in
Köln statt und wurden von uns organisiert. Für Köln haben wir nun insgesamt 8 In-Gang-Setzer*in-
nen, die wir einsetzen können. 3 davon haben einen Migrationshintergrund, 2 davon sind türkisch-
sprachig und eine Person ist arabischsprachig. 2019 konnten wir 6 Gruppengründungen durch In-
Gang-Setzungen unterstützen. Die Initiator*innen de r neuen Gruppen sowie die Gruppenmitglie-
der haben das Angebot gerne angenommen. Von den 6 n eu gegründeten Gruppen haben sich
mittlerweile jedoch 3 Gruppen aus unterschiedlichsten Gründen aufgelöst, 2 Gruppengründungen
sind noch nicht abgeschlossen und eine Gruppe läuft derzeit stabil auch ohne In-Gang-Setzer*in.
Die ersten Erfahrungen mit den In-Gang-Setzungen si nd größtenteils positiv. Als eine deutliche
Arbeitserleichterung für uns Mitarbeiter*innen hat es sich noch nicht erwiesen, da das Projekt noch
in den Kinderschuhen steckt und die In-Gang-Setzer* innen in ihren ersten Einsätzen noch eng
betreut werden müssen. Zur Vernetzung und Weiterbildung der Ehrenamtlichen fanden 2019 drei
Austauschtreffen mit den In-Gang-Setzern aus der Region statt. In 2020 werden weitere In-Gang-
Setzungen folgen und eine weitere Schulungsreihe ist angedacht.
4. Unterstützung von Selbsthilfegruppen
Unsere allgemeinen Unterstützungsleistungen
Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jederzeit mit Fragen oder Problemen, die sich aus der
Selbsthilfearbeit ergeben, an uns wenden, seien es Schwierigkeiten und Konflikte in der Gruppe,
Fragen zur Finanzierung, Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsrecht oder Informations- und
Handlungswünsche zu gesundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen.
Wir bieten den örtlichen Selbsthilfegruppen Information, Einzelberatung, Erfahrungsaustausch mit
anderen Gruppen, Fortbildung und Supervision sowie praktische Hilfestellungen insbesondere
über das Haus der Selbsthilfe an.
2019 wandten sich Selbsthilfegruppen 1.336 Mal (2018; 1.252) mit folgenden Anliegen ( Mehr-
fachnennungen möglich) an uns:
2019
1. Organisatorische Unterstützung 338 (25,3 %)
2. Austausch aktueller Infos 315 (23,6 %)
3. Finanzen 271 (20,3 %)
4. Gremienarbeit/ Kooperation/ Netzwerk 256 (19,2 %)
5. Sonstiges 119 ( 8,9 %)
6. Öffentlichkeitsarbeit 98 (7,3 %)
7. Starthilfe/ Anleitung 47 (3,5 %)
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
241 (2018; 198) persönliche Kontakte mit Gruppen hatten folgende Anliegen (Mehrfachnennun-
gen möglich):
116 Organisatorische Unterstützung
59 Finanzen
34 Sonstiges
34 Austausch aktueller Infos
22 Gremienarbeit/ Kooperation/ Netzwerk
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
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4.1. Datenbank
Die Aktualität der Daten in unserer Datenbank ist e ine wichtige Grundlage unserer Informations-
und Unterstützungsarbeit und Ausdruck unserer Qualität. Unsere Datenbank umfasst aktuell (An-
fang 2020) 304 Gruppen . (Anfang 2019: 299). Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner
Selbsthilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder mehr Untergruppen haben.
4.2. Information
Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfegruppen erhalten unseren Infodienst mit interessan-
ten Neuigkeiten und Informationen zu wichtigen Unterstützungsangeboten. 2019 wurde er zwei-
mal erstellt und verschickt.
4.3. Raumkartei
In unserer Raumkartei, in der sich die Institutionen in Köln befinden, die Selbsthilfegruppen Räume
kostenlos zur Verfügung stellen bzw. Räume vermieten, sind aktuell 190 Institutionen aufgeführt.
Es besteht nach wie vor ein hoher Raumbedarf, vor a llem in der Innenstadt.
Nachdem die ehrenamtliche Mitarbeiterin sich in den verdienten Ruhestand verabschiedet hat und
die Raumsuche für Gruppen ein dringendes Anliegen ist, widmet sich seit August des Jahres die
neue hauptamtliche Mitarbeiterin im Team systematis ch der Überarbeitung, Aktualisierung und
Ausweitung der Kartei.
4.4 Datenschutz
Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grun dverordnung (DS-GVO) hat zu großer Ver-
unsicherung bei allen Aktiven geführt. Nachdem wir im vergangenen Jahr Fortbildungen zum
Thema für die Gruppen organisierten, hatten wir 201 9 den Eindruck, dass weiterhin große Unsi-
cherheit herrscht und mehr Unterstützungsbedarf besteht.
Da die Gruppen personenbezogene Daten in unterschiedlichem Maß und auf unterschiedliche Art
und Weise verarbeiten, hielten wir eine juristische Abklärung im Einzelfall sinnvoll. Gemeinsam
mit dem Amt für Soziales und Senioren und dem Gesun dheitsamt wurde besprochen, dass eine
Finanzierung über den Selbsthilfetopf möglich ist.
Uns war es sehr wichtig, den Gruppen die Möglichkeit zu geben, sich verlässlich auf ihren Einzel-
fall bezogen zu informieren und ihr Handeln auf eine rechtlich sichere Basis zu stellen. Damit sollte
vermieden werden, dass Gruppenleiter*innen aus Verunsicherung und Überforderung ihre Arbeit
einstellen und dadurch das Netz der Kölner Selbsthilfe Löcher erhält. Für unser Vorhaben konnten
wir die Münchener Anwältin Renate Mitleger-Lehner gewinnen. Im September erhielten 8 Selbst-
hilfegruppen die Möglichkeit sich persönlich rechtlich beraten zu lassen. Die Veranstaltung wurde
überaus positiv bewertet. Da sich viele Fragen der Gruppen wiederholten, entwickelten wir im
Laufe dieser Veranstaltung die Idee, für die Gruppen „FAQ –Häufig gestellte Fragen und Antwor-
ten zum Datenschutz in der Selbsthilfe“, zu erstell en. Ende 2019 konnten wir dieses Dokument
fertigstellen. Die FAQ beinhalten 11 Fragen und Ant worten. Anfang 2020 sollen die FAQ sowie
weitere Hilfestellungen auf unserer Homepage www.selbsthilfekoeln.de für die Selbsthilfegruppen
zum Download bereitstehen.
Auch wir als Kontaktstelle haben uns weiterhin intern intensiv mit dem Thema befasst und eigene
Strukturen verändert. Im Fokus standen dabei die Da tenminimierung und die Überarbeitung von
Einwilligungserklärungen. Zudem wurde gemeinsam mit dem Amt für Soziales und Senioren und
dem Gesundheitsamt ein Formular erstellt, um zu dokumentieren, dass technische Geräte wie z.B.
Handys und Laptops, die über den Selbsthilfetopf zu r Gruppenarbeit angeschafft werden, nach
Auflösung der Selbsthilfegruppe zurückgegeben werde n müssen. Unserer Erfahrung nach, lö-
schen viele Gruppen personenbezogene Daten auf Grup penhandys oder Laptops nicht umfas-
send. Mit der Rückgabe der technischen Geräte könne n wir eine Löschung aller personenbezo-
genen Daten (durch einen von uns beauftragten externen Anbieter) gewährleisten.
Auch wenn die erste Aufgeregtheit abgeklungen ist, wird uns das Thema weiterhin beschäftigen.
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4.5. Finanzielle Förderung
Annahmestelle für Pauschalanträge an die Krankenkassen und „Selbsthilfetopf“
Erstmals war die Selbsthilfe-Kontaktstelle von Mitte Januar bis April 2019 als sogenannte „Örtliche
Unterstützungsstelle Selbsthilfe-Förderung“ tätig. In Kooperation mit der federführenden Kranken-
kasse, AOK Rheinland-Hamburg, war die Kontaktstelle in diesem Rahmen für die Annahme der
Pauschalanträge, die formelle Prüfung auf Richtigkeit und Vollständigkeit, die Beratung der Grup-
pen und die Erstellung der Antragsliste in Vorbereitung für die Vergabesitzung der Krankenkassen
zuständig. Selbsthilfegruppen können bei den Gesetz lichen Krankenkassen jährlich bis zum 31.
März einen Antrag auf Pauschalförderung für laufende Kosten stellen.
Seit 1996 stellt die Stadt Köln uns Fördermittel - den sog. „Selbsthilfetopf“ - zur Verfügung, den wir
gemeinsam mit dem Sprecher*innenkreis der Arbeitsge meinschaft Selbsthilfe verwalten. Der
„Topf“ setzt sich aus einem Sockelbetrag in Höhe von 9.828,80 € und Restfördergeldern des Am-
tes für Soziales und Senioren und des Gesundheitsamtes zusammen. Das Volumen des „Topfes“
ist daher jährlich unterschiedlich. Die Verwendung der Fördergelder wird dem Amt für Soziales
und Senioren und dem Gesundheitsamt mit Bericht und Belegen nachgewiesen.
U.a. durch die Möglichkeit, den „Topf“ nach Bedarf - ohne Einhaltung starrer Antragsfristen - in
Anspruch zu nehmen, ist er eine wesentliche Hilfestellung und Stabilisierungsmaßnahme für kleine
und neue Gruppen, Gruppen mit schwankendem Förderbe darf, Gruppen in Krisensituationen,
Gruppen, die es nicht schaffen, Fristen einzuhalten , ein Gruppenkonto einzurichten oder in Vor-
leistung der Kosten zu gehen. Ohne den „Topf“ würden einige Gruppen nicht existieren.
Als Beispiel sei auf neue Gruppen hingewiesen, die ihren Förderbedarf eher zu niedrig kalkulieren
und mit einer starren Frist in Schwierigkeiten kämen. Neue Gruppen können oft auch nicht in Vor-
leistung für die Miete gehen, die wir dann in Absprache direkt an die Vermieter überweisen.
Arbeitsaufwändig ist für uns in der Bearbeitung, da ss in Gruppen oft keine interne Kassenüber-
gabe an Nachfolger*innen stattfindet. 2019 stand un s mit insgesamt ca. 123.000 € der bislang
größte Betrag zur Verteilung an Gruppen zur Verfügung. Wir haben 58 (2018: 59) Gruppen geför-
dert, davon 9 (2018: 17) Gruppen erstmalig. Die Sum me der an einzelne Gruppen ausgezahlten
Mittel war ähnlich wie im vergangenen Jahr.
Darüber hinaus können mit diesen Mitteln gruppenübe rgreifende Anschaffungen getätigt und
gruppenübergreifende Aktivitäten gefördert werden. Besondere Schwerpunkte waren hier die Öf-
fentlichkeitsarbeit, Fortbildungen und Supervisionstreffen sowie Stärkung der Arbeitsgemeinschaft
Selbsthilfe, der Selbstvertretung der Selbsthilfe in Köln. Diese thematischen Schwerpunkte zeigen,
welchen hohen Stellenwert die städtische Selbsthilfeförderung für die Selbsthilfeunterstützung hat
und ebenso wie wichtig der Stadt die Selbsthilfe ist. Zur Beantragung der städtischen Fördermittel
haben wir zusätzlich im März eine gesonderte Informationsveranstaltung durchgeführt.
Neben der städtischen Förderung durch das Gesundheitsamt, das Amt für Soziales und Senioren
und über die Selbsthilfe-Kontaktstelle, zu der alle Selbsthilfegruppen Zugang haben, ist die För-
derung der gesundheitlichen Gruppen durch die Krankenkassen sehr wichtig. Auch in 2019 wurde
wieder eine Informationsveranstaltung des Selbsthil febeirates zum Thema finanzielle Förderung
unter Mitwirkung der zuständigen Mitarbeiter*innen des Amtes für Soziales und Senioren und des
Gesundheitsamtes sowie der Krankenkassen in der Uniklinik Köln durchgeführt. Die Veranstaltung
war wieder gut besucht. Wie in den Vorjahren wurde der Einsatz von Schrift- und Gebärdensprach-
dolmetschern*innen aus dem „Selbsthilfetopf“ finanziert.
Gemeinsam mit weiteren drei von den für die Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe maß-
geblichen Spitzenorganisationen benannten Selbsthil fegruppen, nimmt die Selbsthilfe-Kontakt-
stelle als beratendes Mitglied an der Vergabesitzun g der pauschalen Krankenkassenmittel teil.
Diese Sitzung findet regelmäßig im April statt, so dass die Mittel Ende Mai an die Gruppen ausge-
zahlt werden können.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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4.6. Unterstützung in Gruppenform
Nach wie vor stehen Selbsthilfegruppen vor großen H erausforderungen. Digitalisierung, Image-
probleme, die Konsumhaltung der Ratsuchenden, eine hohe Fluktuation der Teilnehmer*innen,
Be-/Überlastung der Gruppenleiter*innen und der Akt iven in Gremien sowie die Nachbesetzung
von Gruppenämtern sind nach wie vor die Aufgaben, d ie die Gruppen zu bewältigen haben. Als
Unterstützungsstelle wollen wir sie gerne dabei begleiten und suchen auch nach neuen Formen.
Die im letzten Jahresbericht beschriebene verändert e Form der Gruppenunterstützung durch in-
formelle Treffen und Austauschtreffen haben wir fortgeführt. Gleichzeitig haben wir wie bisher viel-
fältige Informationen im Forum weitergegeben und wieder mehr Supervisionen und Fortbildungen
zu gruppendynamischen Fragen angeboten. Gerne geben wir auch die von der Selbsthilfeakade-
mie überregional angebotenen Fortbildungsangebote weiter, so dass die Gruppen viele Möglich-
keiten haben, sich zu informieren und zu qualifizieren.
4.7. Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthil fe im Paritätischen Köln
Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (200 Gruppen als Mitglieder, Stand März 2020) ist der Zusam-
menschluss der gesundheitlichen und sozialen Selbst hilfe in Köln unter dem Dach des Paritäti-
schen und wird von der Selbsthilfe-Kontaktstelle koordiniert. Die AG dient dem gegenseitigen Aus-
tausch und vertritt themenübergreifend die Interessen der Selbsthilfegruppen in Köln.
Der Arbeitsgemeinschaft steht ein gewählter Sprecher*innenkreis vor. Der Generationenwechsel
im Sprecher*innenkreis hat stattgefunden und gleich zeitig konnten Plätze im Ältestenrat besetzt
werden. Nun muss noch der erweiterte Sprecher*innen kreis mit Leben gefüllt werden. Am 9.12.
haben wir ein Workshop mit dem Titel “Selbsthilfe i n Köln - Hinhören-Betrachten-Vergewissern-
Entwickeln“ unter Moderation von Dr. Winfried Kösters durchgeführt. Hier ging es darum sich zu
vergegenwärtigen, wo steht die Kölner Selbsthilfe, um dann möglicherweise mit der Methode einer
Zukunftswerkstatt Positionen und Aktivitäten für die Zukunft zu erarbeiten.
Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisierten Treffen und Fortbildungen
für Selbsthilfegruppen im Überblick:
Treffen im Rahmen des Selbsthilfebeirates
• Infoveranstaltung „Die finanzielle Förderung der S elbsthilfe in Köln im Jahr 2019“ 1 Treffen
Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe
• AG Selbsthilfe 2 Treffen
• Sprecher*innenkreistreffen 12 Treffen
• Forum 3 Treffen
Themen:
„Vollmacht statt Ohnmacht“, „Seltene Erkrankungen“ (Vorstellung des Zentrums für seltene
Erkrankungen Köln – ZSEK“, „Unfall- und Haftpflichtversicherungsschutz des Landes NRW
für ehrenamtlich freiwillig tätige Menschen“
Weitere Treffen
• Neujahrstreffen 1 Treffen
• Frühstück 2 Treffen
• Stammtisch 2 Treffen
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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• Austauschtreffen Datenschutz 1 Treffen
• Austauschtreffen der Elterngruppen, -initiativen u nd -vereine 1 Treffen
• Austauschtreffen Demenz (bei Gruppenmitgliedern) 1 Treffen
Fortbildungen/ Workshops
• 12. Juli 2019, 14.00 – 17.00 Uhr
PC-Kurs „Tabellenkalkulation (Microsoft Excel)“,
Referent: Michael Oberthür, ehrenamtlicher EDV-Trainer.
• 12. August 2019, 23. September 2019, 04. November 2019,
06. Januar 2020, 03. Februar 2020, 02. März 2020 (6 Treffen)
SUPERVISION für Leiter*innen, Kontaktpersonen und beratende Mitglieder von Selbsthilfe-
gruppen,
Supervisorin: Anne Behnen, Dipl. Sozialpädagogin , Supervisorin.
• 19. September 2019, 10.00-16.00 Uhr
RECHTSBERATUNG „Datenschutz in der Selbsthilfe: Haben Sie Fragen zur Umsetzung der
Datenschutz-Grundverordnung (DSG-VO)?“,
Referentin: Renate Mitleger-Lehner, Rechtsanwältin, München.
• 8. Oktober 2019, 17.00 – 21.00 Uhr
FORTBILDUNG „Moderation und Gesprächsführung in der Selbsthilfegruppe“,
Referentin: Claudia Daubenbüchel, Dipl.-Sozialarbeiterin, Supervisorin (DGSv), Köln.
• 26. Oktober 2019, 13. November 2019, 11. Dezember 2019, 22. Januar 2020, (4 Treffen)
SUPERVISION für Leiter/-innen, Kontaktpersonen und beratende Mitglieder von Selbsthilfe-
gruppen,
Supervisor: Georg Meurer, Supervisor DGSv.
• 30. Oktober 2019, 17.30 – 21.00 Uhr
FORTBILDUNG „Nichts unter den Teppich kehren – Umgang mit Konflikten in der Selbsthil-
fegruppe“,
Referentin: Claudia Daubenbüchel, Dipl.-Sozialarbeiterin, Supervisorin (DGSv), Köln.
• 26. November 2019, 15.00 – 21.00 Uhr
FORTBILDUNG „Vom Ich zum Wir “ - Gemeinschaftsentwicklung und Gruppenbewusstsein
in (Selbsthilfe-) Gruppen fördern,
Referent: Klaus Vogelsänger, Diplom-Sozialpädagoge mit verschiedenen Zusatzausbildun-
gen wie z.B. Empathischem Coaching, Theaterpädagogik.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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5. Haus der Selbsthilfe
Im Erdgeschoss unseres Hauses befindet der Bereich Selbsthilfehaus. 2 Räume (einer davon mit
Büroausstattung), Teeküche, Toiletten und eine klei ne Sitzgruppe im Eingangsbereich machen
dies zu einem „eigenen“ Bereich für die Treffen der 63 Selbsthilfegruppen, die diese Räume nut-
zen. Die Wandprospekthalter, gefüllt mit 130 Flyern von Selbsthilfegruppen, Broschüren, Zeitun-
gen, Infos zu Veranstaltungen, runden dieses Bild ab und bieten somit auch Besuchern die Gele-
genheit sich in Ruhe umzuschauen und zu informieren . Diesen Bereich komplett barrierefrei zu
gestalten, ist uns leider nicht möglich. Dazu wären äußerst aufwändige und komplizierte Baumaß-
nahmen erforderlich. Glücklicherweise können wir auf die Konferenzräume des Paritätischen zu-
rückgreifen, da diese durch einen Aufzug im Erdgesc hoss barrierefrei erreichbar sind und über
eine behinderten-gerechte Toilette verfügen.
Die Nachfrage, vor allem bei neu gegründeten Gruppe n ist sehr hoch, da es uns möglich ist die
Räume kostenlos und für die Gruppen unkompliziert z ur Verfügung stellen zu können. Hinzu
kommt die beliebte und durch die Anbindung gut erreichbare Lage hinzu. Leider müssen wir viele
Gruppen aufgrund der Belegung und mangelnder Barrierefreiheit an andere Einrichtungen verwei-
sen, oder bei Treffen mit einer größeren Teilnehmerzahl auf die Sitzungsräume des Paritätischen
zurückgreifen.
Nutzung der Räume im Jahr 2019
Regelmäßige Raumnutzung
(wöchentlich, 14-tägig, monatlich, vierteljährlich… )
• 63 Selbsthilfegruppen nutzten die Räume für ihre Treffen.
• 3 Selbsthilfegruppen nutzten die technische Ausstattung in Raum 1 für Büroarbeiten,
telefonische und/oder persönliche Beratungen.
Einmalige Raumnutzung
• 9 Mal wurden die Gruppenräume im Haus der Selbsthilfe für einmalige, zusätzliche Tref-
fen, Arbeitsgruppen, Vorgespräche, Büronutzung, Ausweichterminen wegen Feiertagen
oder auch für Jubiläumsfeiern usw. genutzt.
• 59 Mal (Vorjahr 32 Mal) nutzten Selbsthilfegruppen die Konferenzräume des Paritäti-
schen für einmalige Treffen, wenn die Gruppenräume im Haus der Selbsthilfe besetzt, zu
klein oder barrierefreie Räume notwendig waren.
Kontaktaufnahme von Selbsthilfegruppen
Im Jahr 2019 wandten sich Selbsthilfegruppen 338 Mal im Rahmen des Hauses der Selbsthilfe
mit vielfältigen Anliegen an uns, wie z. B.:
• Raumanfragen
• Organisation der Räume (Änderungen, Verträge, Sch lüssel, Unterbringung von Gruppen)
• Ausleihen und Bereitstellen von Materialien. Unte rstützungsleistungen (Gestaltung, Er-
stellung und Vervielfältigen von Flyern, Materialien zur Öffentlichkeits- und Gruppenarbeit
usw.)
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6. Kooperation mit professionellen Einrichtungen
6.1. Informationsmaterial
Regelmäßig geben wir an über 130 professionelle Ein richtungen unsere Informationsmaterialien
weiter. Dies sind z.B. Therapeut*innen mit einer kleinen Praxis, Beratungsstellen oder auch Aus-
bildungseinrichtungen. Daher verschicken wir sehr i ndividuell, entweder Einzelexemplare für die
Mitarbeiter*innen zur Unterstützung ihrer Beratungsarbeit, oder eine höhere Stückzahl zum Aus-
legen und Weitergeben.
Folgende Flyer werden von uns regelmäßig aktualisiert und verschickt:
• Imageflyer der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln (jew eils in deutscher und türkischer Sprache),
• Themenübersicht und Gruppengründungswünsche (in de utscher Sprache),
• Türkischsprachige Selbsthilfegruppen und –gründung swünsche in Köln (zweisprachig).
6.2. Einzelanfragen
2019 wurden wir 1.747 Mal von professionellen Einrichtungen mit unterschiedlichen Anliegen kon-
taktiert (Mehrfachnennungen möglich).
Anliegen: 1.798 (Mehrfachanliegen möglich)
• Gremienarbeit/ Kooperation 1.194 61,3 %
• Austausch Infos 253 19,5 %
• Suche nach Selbsthilfegruppe 154 9,5 %
• Allgemeine Selbsthilfeinfos 65 4,0 %
• Öffentlichkeitsarbeit 63 2,5 %
• Sonstiges 46 3,2 %
• Schriftlich 1.371 78,5 %
• Telefonisch 304 17,4 %
• Persönlich 72 4,1 %
Mehr als die Hälfte unserer „Profi“-Kontakte resultiert aus unserer Mitarbeit in verschiedenen Gre-
mien und daraus initiierten Projekten und Aktionen (siehe dazu auch nachfolgende Seiten) sowie
bereits im Bericht genannten Kooperationen.
6.3. Kooperationsprojekte
Mit folgenden Institutionen wurden bestehende Kooperationen und Projekte fortgeführt:
• Uniklinik Köln als Mitglied im Netzwerk Selbsthilf efreundlichkeit und Patientenorientierung
im Gesundheitswesen. Aufgrund der Erkrankung der Selbsthilfebeauftragten konnten im Ap-
ril verabredete Aktionen nicht durchgeführt werden.
• Core-Net: Kölner Kompetenznetzwerk aus Praxis und Forschung, mit dem Ziel, Forschung
und Versorgungspraxis in Köln näher zusammen zu bringen. Wir sind Mitglied im Lenkungs-
ausschuss und haben an der Mitgliederversammlung teilgenommen.
Zum Amt für Soziales und Senioren, dem Gesundheitsamt, dem Büro des Behindertenbeauftrag-
ten und der Kooperationsberatung für Selbsthilfegru ppen, Ärzte und Psychotherapeuten (KOSA)
bestehen seit langem enge Arbeitskontakte über Grem ien, den Selbsthilfetopf oder gemeinsame
Veranstaltungen. Insbesondere die Darstellung der Z usammenarbeit mit den Ärzten würde den
Rahmen des Berichts sprengen. Im Zusammenhang mit der KOSA sei hier nur unsere Mitwirkung
bei der Veranstaltung „Gesundheit im Gespräch“, eine regelmäßige gemeinsame Veranstaltung
der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KV Nord rhein) und der VHS Köln, genannt. Das
Thema war Multimedikation: „Was ist bei der Einnahme mehrerer Arzneimittel zu beachten“.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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7. Gremien und Arbeitskreise
Selbsthilfe und Gremienarbeit
Unser Ziel ist ein selbsthilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen
• verfolgen wir die Stärkung der Selbsthilfe durch V ernetzung der Selbsthilfegruppen mit pro-
fessionellen Institutionen und Initiierung der Beteiligung von Selbsthilfegruppen in Fach-Ar-
beitskreisen sowie in Gremien der Stadt Köln,
• unterstützen wir die Selbsthilfegruppen bei konkre ten gruppenübergreifenden Anliegen zur
Weiterentwicklung und Verbesserung der professionel len Versorgung im gesundheitlichen
und sozialen Bereich und
• unterstützen wir die Selbsthilfe (-gruppen) strukt urell in der Gremienarbeit durch Information,
Austausch und Fortbildung.
In folgenden Gremien und Arbeitskreisen sind die Se lbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeitsge-
meinschaft Selbsthilfe vertreten:
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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Kommunale Gesundheitskonferenz (KGK)
Die Kommunale Gesundheitskonferenz bietet den Selbsthilfegruppen vor allem über ihre Arbeits-
gruppen die Möglichkeit, Themen und Anliegen für di e Selbsthilfe in Köln, wie auch Themen zur
gesundheitlichen Versorgung von Bürger/innen einzubringen. Die Selbsthilfe/ Selbsthilfe-Kontakt-
stelle war in 2019 in mehreren Arbeitsgruppen vertreten.
Hier waren wir besonders engagiert:
• Treffen der Arbeitsgruppensprecher/innen
• Selbsthilfebeirat - Vorsitz
Der Selbsthilfebeirat, der unter dem Dach der Kommu nalen Gesundheitskonferenz (KGK) ar-
beitet, ist unter dem Gesichtspunkt struktureller S elbsthilfeunterstützung ein sehr wichtiges
kommunales Gremium. Er hat nach wie vor zwei Arbeitsschwerpunkte:
1. die finanzielle Förderung der Selbsthilfe – hier wurde im Januar 2019 wieder eine Informati-
onsveranstaltung in der Uniklinik Köln durchgeführt und
2. das Engagement für ein selbsthilfefreundliches K öln. Mit der Verabschiedung der Hand-
lungsempfehlung zur Umsetzung der „11 Ziele für ein Selbsthilfefreundliches Köln“ am
19.6.2017 ist die Basis für strukturelle Verbesserungen gestärkt worden.
Aktuell wird schwerpunktmäßig durch viele unterschiedliche Aktivitäten an der Umsetzung von
Ziel 1 „Selbsthilfe bekannt machen“ gearbeitet.
Stadt-AG Behindertenpolitik
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle ist Mitglied im sog. „Wahlausschuss“ der Stadt-AG Behindertenpolitik.
Hier sind unsere Aufgaben die Besetzung vakanter Posten in der Stadt-AG Behindertenpolitik so-
wie die Nominierung sachkundiger Einwohner*innen in den Ausschüssen des Rates.
Darüber hinaus haben wir uns mit der Rolle und den Aufgaben des Wahlausschusses auseinan-
dergesetzt sowie einer verbesserten Organisation der Zusammenarbeit mit dem Büro des Behin-
dertenbeauftragten. Dies war sehr wichtig, weil in Absprache mit allen beteiligten Organisationen
das Benennungsverfahren Ende des Jahres verändert w urde (über die Auswirkungen wird im
nächsten Jahr berichtet).
Im Zusammenhang mit der Arbeit im Rahmen der Stadt- AG Behindertenpolitik haben wir an der
Veranstaltung der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln „Mit Schwung für Köln – Kölner Gremien im
Dialog“ teilgenommen.
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AG Selbsthilfe in
die Lehre bringen
8. Fachliche Einbindung
Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätisch en in NRW stehen wir sowohl mit den Kolle-
gen*innen der paritätischen Kontaktstellen wie auch mit allen anderen Kontaktstellen in NRW in
fachlichem Austausch.
Sowohl im Landesarbeitskreis Selbsthilfe-Kontaktstellen NRW (LAK) als auch in den Arbeitskrei-
sen der paritätischen Kontaktstellen waren wir an P rojekten und der Erstellung von Arbeitshilfen
aktiv beteiligt.
Teilnahme an weiteren Veranstaltungen und Tagungen
• Januar: Treffen aller Selbsthilfe-Kontaktstellen z ur Vorstellung und Planung der Werbe-
kampagne im Öffentlichen Personen Nahverkehr, Düsseldorf;
• April: Fachtagung „Zur Treue gehören immer zwei – Wege zu einer gelungenen Kommu-
nikation“, Düsseldorf;
• Juni: Gesunde Städte-Netzwerk, Mitgliederversammlu ng und Fachsymposium „Kommu-
nale Gesundheitsförderung als Beitrag zur Verminderung sozialer Ungleichheit“, Nürnberg;
• Juni: Patientenbeteiligung Nordrhein-Westfalen, Bü rgerhaus MüTZe, „Info-Treffen für Neu-
einsteiger*innen und Interessierte“, Köln;
• September: Tagung In-Gang-setzer, Münster;
• Oktober: Austausch zum Thema Facebook, Bochum;
• Dezember: Social Media Workshop, Wuppertal.
Fachliche
Einbindung
Landes arbeits kreis
Selbsthilfe-Kontaktstellen
NRW
AG Selbsthilfe-Kontaktstellen
+ -Büros im Paritätischen
NRW
Regional-Treffen der
Selbsthilfe-Kontaktstellen
Selbsthilfe-Akade-
mie NRW
AK IKÖ der Selbsthilfe-
Kontaktstellen in NRW
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9. Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
2019 waren dem Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe 32 Gesprächskreise bekannt.
Diese werden inhaltlich wie folgt unterteilt:
Pflegende Angehörige 13 Gruppen
(die einen Menschen wegen einer körperlichen
Erkrankung oder einer Demenz pflegen)
Pflegende Angehörige: Yoga und Austausch 1 Gru ppe
Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz 15 G ruppen
Angehörige von Menschen mit Frontotemporaler Demenz 1 Gruppe
Angehörige von Menschen mit Demenz in stationärer Pflege 1 Gruppe
Menschen mit beginnender Demenz (Betroffenengruppe) 1 Gruppe
Bei dieser großen Anzahl von Gesprächskreisen legte das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe auch
2019 neben der wöchentlichen, zweistündigen Sprechs tunde den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf
Öffentlichkeitsarbeit zu den bestehenden Gruppen und für das Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, als
zentrale Informationsstelle für Gesprächskreise in Köln.
Höhepunkt der Öffentlichkeitsarbeit bildete ein Inf ormationstag für pflegende Angehörige am 28.
August 2019 auf dem Josef-Haubrich-Hof. Da das Kontaktbüro während seiner Sprechstunden die
Erfahrung machte, dass viele pflegende Angehörige n icht wissen, welche Angebote und Unter-
stützungsmöglichkeiten es für sie in Köln gibt ents chloss es sich, andere professionelle Einrich-
tungen mit ins Boot zu nehmen. So konnte ein umfass ender Informationstag mit folgenden The-
menschwerpunkten organisiert werden: Gesprächskreis e, Häusliche Entlastungsdienste, Tages-
pflege, Kurzzeitpflege, Wohnen zu Hause, Erholung u nd Entspannung, Vereinbarkeit von Pflege
und Beruf und Pflegeschulungskurse.
Der Infotag hatte im Vorfeld eine sehr gute Presse und war ein voller Erfolg. Sowohl die teilneh-
menden Einrichtungen als auch die Besucher*innen lo bten den Infotag und baten um Wiederho-
lung im nächsten Jahr.
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10. Fazit und Ausblick
Das Jahr 2019 war für uns das Jahr der Öffentlichke itsarbeit. Wir beteiligten uns an zwei überre-
gionalen Kampagnen: der bundesweiten paritätischen Aktionswoche und der landesweiten Wer-
bekampagne im öffentlichen Nahverkehr. Mit letztere m und einem Kinospot, den wir Ende des
Jahres in allen Kölner Kinos zeigten, konnten wir endlich zwei Ideen umsetzen, die wir schon seit
Jahren ins Auge gefasst hatten. Neu in 2019 war für uns auch der Selbsthilfetag im Alexianer
Krankenhaus. Wir freuen uns über diese neue Kooperation und führen sie gerne in den nächsten
Jahren fort.
Um unsere Onlinepräsenz zu verstärken, haben wir Facebook aktiv genutzt. Die „Verbund-Lösung“
gemeinsam mit den anderen Selbsthilfe-Kontaktstellen in der Region war ein guter Start. Allerdings
haben wir festgestellt, dass wir viele Beiträge haben und als Kölner Kontaktstelle dieses Medium
noch mehr nutzen könnten. Für 2020 haben wir uns vorgenommen, Social Media noch aktiver zu
nutzen: daher wird Köln eine eigene Facebook-Seite bekommen und zusätzlich auch auf Insta-
gram vertreten sein.
Des Weiteren professionalisieren wir unseren Newsle tter. Aus den bisherigen „Selbsthilfe-Infos“
wird ab 2020 „SelbsthilfeNews“. Damit beteiligen wir uns am Projekt der Krankenkassenverbände
in NRW und versorgen alle Selbsthilfeinteressierten alle 2 Monate mit Neuigkeiten zum Thema
Selbsthilfe in Köln.
Wie viele Menschen wir über unsere diesjährige „Off ensive“ in der Öffentlichkeitsarbeit erreicht
haben, können wir leider nicht nachweisen. Viele Aktivitäten verwiesen auf Homepages, über die
Interessierte direkten Kontakt zu Selbsthilfegruppen aufnehmen können. Für uns zeigt sich jedoch,
dass wir auf unserer Homepage steigende Besucher*innenzahlen festgestellt haben. Die Überar-
beitung der Homepage selbst haben wir zurückgestell t, da ein landesweiter Relaunch des Inter-
netauftritts der Paritätischen Kontaktstellen voraussichtlich im Sommer 2020 ansteht. Wir sind uns
aber sicher, dass wir das Thema Selbsthilfegruppe, als eine Möglichkeit der Problembewältigung
vielen Menschen näherbringen konnten, auch wenn sie sich vielleicht erst zu einem späteren Zeit-
punkt direkt an uns wenden.
2019 haben wir uns weiterhin am In-Gang-Setzer Proj ekt beteiligt, um Gruppengründungen ver-
stärkt zu unterstützen. Die ersten Erfahrungen sind größtenteils positiv. Als eine deutliche Arbeits-
erleichterung für uns Mitarbeiter*innen hat es sich noch nicht erwiesen, da die In-Gang-Setzer*in-
nen in ihren ersten Einsätzen noch eng betreut werden müssen. In 2020 werden weitere In-Gang-
Setzungen folgen und eine weitere Schulungsreihe ist angedacht. Zudem wollen wir die In-Gang-
Setzer*innen zukünftig auch für die vorübergehende Begleitung von bestehenden Selbsthilfegrup-
pen nutzen, die – aus unterschiedlichen Gründen – e inen Unterstützungsbedarf angemeldet ha-
ben.
Im Bereich Gruppenunterstützung haben wir 2019 außerdem wieder Fortbildungsangebote im Be-
reich Gruppenstruktur und –dynamik angeboten. Auch Fortbildungsangebote zu den Themen Su-
pervision, finanzielle Förderung und Digitalisierung sind durchgeführt worden. Auch haben wir, wie
im Jahr zuvor, viel Zeit investiert, um Unterstützu ngskonzepte zum Thema Datenschutz in der
Selbsthilfe zu entwickeln. Wir haben das Gefühl, dass sich die Gruppen mit dem Thema auseinan-
dergesetzt haben und sicherer im Handeln geworden sind. Wir sind weiterhin Ansprechpartner für
die Gruppen und begleiten diese in Einzelfragen auc h in 2020. Wir als Kontaktstelle haben uns
kontinuierlich mit dem Thema befasst und eigene Strukturen verändert. Dies wird uns im kommen-
den Jahr, wenn die ersten Erfahrungswerte gewonnen werden konnten, intern weiter beschäftigen.
Die veränderten informellen Angebote und thematischen Treffen für die Gruppen werden wir fort-
führen. Eine Auswertung der Angebote und Veränderun gen soll im Jahr 2020 erfolgen. Hierzu
gehört auch in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Sprecher*innenkreis und den Mitglie-
dern der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe die Struktur der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe zu über-
prüfen und weiterzuentwickeln.
Jahresbericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 2019
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Die Verwaltung des „Selbsthilfetopfes“ werden wir fortführen. Darüber hinaus waren wir 2019 An-
nahmestelle für die Anträge auf Pauschalförderung durch die Krankenkassen. Aufgrund von per-
sonellen Veränderungen können wir diese Praxis im Jahr 2020 nicht fortführen.
Auch haben wir uns im Bereich Gremien intensiv mit der Besetzung von Ämtern rund um die Stadt
Arbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik beschäftigen. Mit der Kommunalwahl 2020 werden einige
ehrenamtlich tätige Gremienvertreter*innen (aus der Selbsthilfe) ihre Ämter aufgeben. Im Rahmen
des Wahlausschusses der Stadt Arbeitsgemeinschaft B ehindertenpolitik werden die Vertreter*in-
nen der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln bemüht sein, für diese wichtigen Gremien passende Nach-
folger*innen zu finden.
Personelle Veränderungen betreffen uns auch selbst: Im Frühjahr wird sich die langjährige Leiterin
der Kontaktstelle Yvonne Oertel in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Ihr Nachfolger
Steven Adam wird seine Arbeit Mitte Februar beginnen. Im Herbst des Jahres folgt Yvonne Oertel
die Fachberaterin Cornelia Martini. Allen beiden gi lt bereits jetzt unser Dank für ihre jahrelange
Arbeit für die Selbsthilfe-Landschaft in Köln.
Inhaltlich bereitet sich die Selbsthilfe-Kontaktstelle darauf vor, an das vergangene Jahr anzuknüp-
fen und somit den zunächst überregional beschrittenen Weg der Öffentlichkeitsarbeit (s.o.) regio-
nal zu fokussieren. Zum einen wird das im Jahr 2019 erfolgreich gestartete Projekt des Selbsthilfe
Café im Folgejahr weitergeführt und ausgeweitet werden. Zum anderen ist geplant, im kommenden
Jahr die beiden Broschüren „Selbsthilfegruppen in K öln“ und „Elternwegweiser“ in aktualisierten
Ausgaben neu zu veröffentlichen. Beide Broschüren s ollen bis spätestens zum NRW Tag 2020,
der in Köln vom 21. bis zum 23. August 2020 stattfi nden wird, erscheinen. Neu wird dabei sein,
dass die Broschüre „Selbsthilfegruppen in Köln“ erstmals auch digital verfügbar sein soll. Neben
dieser Form der Digitalisierung wird angestrebt, dass diese digitale Variante möglichst barrierearm
gestaltet wird, um so noch mehr mögliche Interessierte erreichen zu können. Perspektivisch, auch
über das Jahr 2020 hinaus, wird das Thema der Digitalisierung in Hinblick auf zukünftige Heraus-
forderungen die Selbsthilfe-Kontaktstelle inhaltlich beschäftigen.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass das Jahr 2020 auch zwei runde Jubiläen anste-
hen lässt. Neben dem 10-jährigen Jubiläum des Selbs thilfe-Chors feiert die Kölner Kreisgruppe
des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sein 60-jähriges Bestehen.
Köln, Mai 2019
Anlage 2_Bericht Förderung SHG 2019
8316 Zeichen
DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 1 von 4 Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln Köln Marsilstein 4-6 50676 Köln Telefon: 0221/951542-23 Telefax: 0221/951542-42 www.selbsthilfekoeln.de selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org Rückfragen: Steven Adam AZ: IV-3-110 Öffnungszeiten: MO - DO: 9 - 12.30 + 13 - 16 Uhr FR: 9 - 12 Uhr Stadt Köln Amt für Soziales, Arbeit und Senioren Rainer Holtmann Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln 07.05.2020 Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich Bericht der Selbsthilfe -Kontaktstelle Köln Verwendungsnachweis 2019 Selbsthilfeförderung 2019 2019 standen uns insgesamt 123.697,17 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen zur Verfügung. Die Summe setzt sich wie folgt zusammen: 51.309,92 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2018 (Amt für Soziales und Senioren 17.361,81 €, Gesundheitsamt 33.923,11 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,00 €), und neu 72.387,25 € Zuwendungen aus 2019 (Amt für Soziales und Senioren 34.671,80 €, Gesundheitsamt 37.715,45 €). Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales und Senioren insgesamt 52.033,61 € und seitens des Gesundheitsamtes 71.638,56 € zur Verfügung. Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 123.697,17 € haben wir 67.692,31 € wie folgt verausgabt: 27.916,70 € wurden an 58 Selbsthilfegruppen ausgezahlt. 28.917,52 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet. 10.858,09 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand. DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 2 von 4 Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen Es wurden 67 Gruppenanträge aufgenommen. An 58 Gruppen wurden Fördermittel ausgezahlt. Bei den 9 nicht geförderten Gruppen haben 7 Gruppen ihren Antrag nicht konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert wurde. Für die zwei übrigen Selbsthilfegruppen wurden die gestellten Kosten aufgrund von Geringfügigkeit (Kopierkosten) durch die Selbsthilfe-Kontaktstelle übernommen. 35 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 17 Gruppen lag der Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 5 Gruppen erhielten eine Förderung zwischen 1.000 €- 1.900 € und eine Gruppe wurde mit mehr als 1.900 € gefördert. Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 33 Gruppen erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 23 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. 17 Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, zwei Gruppen mit Portokosten. 9 Gruppen erhielten eine Förderung für Büromaterial, sechs Gruppen für Kopierkosten. Mit unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurden 7 Gruppen gefördert. Eine Förderung für Fachliteratur erhielten 8 Gruppen, sowie weitere 6 Gruppen für technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden 5 Gruppen unterstützt. Zwei Gruppen wurden wie im Vorjahr mit der Übernahme von Kinderbetreuungskosten gefördert. Während sich die Eltern treffen, werden die Kinder gemeinsam parallel betreut. Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten Für das Haus der Selbsthilfe wurden u.a. eine Kaffeemaschine, Schlüssel und Ventilatoren beschafft. Darüber hinaus wurde wie in den Vorjahren Verbrauchsmittel für das Haus der Selbsthilfe finanziert, sowie der Ersatz von defekten kleineren Geräten. Zusätzlich wurde bei IDL ein Gruppenraum (abends) fest angemietet. Für einen Infoabend an der Universitätsklinik Köln wurden Honorare für Schrift- und ein Gebärdendolmetscher, für einen Workshop der AG Selbsthilfe wurde ein Honorar für einen Schriftdolmetscher finanziert. Im Bereich gruppenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit flossen Mittel in die Nutzung eines Kinospots, der für das kommunale Selbsthilfeangebot warb. Der Sport wurde einen Monat lang in sämtlichen Kinos der Stadt Köln vor jeder Vorführung gezeigt. Es wurden auch wieder give aways angeschafft, die gerne von den Gruppen genutzt werden. Ein Schwerpunkt lag auf der Förderung und Unterstützung der AG Selbsthilfe. Hier wurde u.a. Fahrtkosten für Veranstaltungen im Rahmen des Gesunde Städte-Netzwerks übernommen. Im Rahmen der Unterstützung der AG Selbsthilfe ging es auch um die Gewinnung von Nachfolger*innen der Sprecher*innen, die die AG Selbsthilfe u.a. in kommunalen Gremien vertreten. Ein zweiter Schwerpunkt der übergreifenden Förderung waren Fortbildungen. Neben der Fortführung der Datenschutz-Fortbildung aus dem Vorjahr wurden weitere Fortbildungen DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V. Loher Straße 7 42283 Wuppertal www.paritaet-nrw.org Telefon: 0202|2822-0 Telefax 0202|2822-110 mail@paritaet-nrw.org Amtsgericht Wuppertal VR 14 39 Steuer-Nr: 131|5951|0051 Stiften und Spenden: www.gemeinsamhandeln.de Seite 3 von 4 (u.a. zu den Themen „Vom Ich zum Wir“ und „Moderation und Gesprächsführung in der Selbsthilfegruppe“) gefördert. Wie in den Vorjahren fanden auch wieder gruppenübergreifende Supervisionen statt. Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe -Kontaktstelle Die Anzahl der Anträge 89 (Vorjahr: 71) war deutlich höher als im vergangen Jahr. Wir haben jedoch 1 Gruppe weniger, 58 Gruppen (Vorjahr: 59) gefördert. Erstmalig gefördert wurden 9 Gruppen (Vorjahr: 17). Die Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel war etwas geringer (27.916,70 €) als im Vorjahr (29.869,07 €). Im Detail sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die weniger als 500 € erhielt, sich deutlich erhöht hat. 35 Gruppen in 2019 (Vorjahr: 29). Die Anzahl der Gruppen mit einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist hingegen auf 17 Gruppen gesunken (Vorjahr: 24). Über 1.000 Euro erhielten 6 Gruppen (Vorjahr: 6). Die Anzahl der gruppenübergreifenden Anträge ist in diesem Jahr wieder gestiegen. Dies spiegelt sich in den ausgezahlten Fördermitteln in Höhe von 28.917,52 €, die sich im Vergleich zum Vorjahr (2018: 14,778,45 €) mehr als verdoppelt haben. Gründe dafür sind, dass Aktivitäten für den Bereich übergreifende Öffentlichkeitsarbeit, die im letzten Jahr gestoppt waren, wiederaufgenommen und ausgeweitet wurden. Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechperson für Gruppen mit eher geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpersonen oft keine interne Übergabe stattfindet. Die Restsumme in Höhe von 56.004,86 € (Gesundheitsamt 33.840,09 €, Amt für Soziales und Senioren 22.139,77 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,- €) würden wir gerne wieder für übergreifende Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Aktualisierungen verschiedener Wegweiser sowie Aktivitäten im Rahmen des NRW Tags in Köln 2020), Fortbildungen und dringend benötigte Anschaffungen und Erneuerungen für das Haus der Selbsthilfe verausgaben. Die geförderten Gruppen und der Sprecher*innenkreis der AG Selbsthilfe im Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln. Steven Adam Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 29.07.2020 2241/2020 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Soziales und Senioren 20.08.2020 Gesundheitsausschuss 25.08.2020 Jahresbericht 2019 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses Soziales und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde entschieden, die jeweiligen Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fachausschüssen vorzulegen. Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht-öffentlich sein kann, wurde der nicht-öffentliche gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvorlage informiert (2240/2020). Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2019 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln (ehemals KISS) zur Verfügung. Besonders hingewiesen sei auf die Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit (S. 5 ff, und 22). In Anlage 2 (Bericht) informiert die Kontaktstelle über die Mittelverwendung hinsichtlich der nicht un- mittelbar über den Ausschuss Soziales und Senioren und den Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Gez. i.V. Greitemann
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2241/2020
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 29.07.2020
- Erstellt
- 21.07.2020 15:57