3275/2017
Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Rhein-Gierseilfähre Poll Deutz (Az.: 02-1600-87/17)
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Anlage_Bürgerantrag_Gierseilfähre
2273 Zeichen
An den Rat der Stadt Köln
∅ Frau Oberbürgermeisterin
∅
Beschwerdeausschuss
∅ Herrn Bezirksbürgermeister
∅ SPP, Grüne, CDU, FDP
∅ BV 1 Köln (Deutz)
∅ Presse (Köln)
BV 7 (Poll / Porz), KVB, Stadtplanungsamt, Projekt Deutzer Hafen z.K.
„Bürgeranträge“, Anregungen und Beschwerden nach §14 Hauptsatzung (§24
GO)
hier:
Rhein-Gierseilfähre Poll/Deutz
Hiermit mache ich gemäß § 14 der Hauptsatzung der Stadt Köln und § 24 der
Gemeindeordnung NRW folgende Anregung:
Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, inwieweit eine Gierseilfähre über den
Rhein in Höhe Deutz / Poll zwecks Verbindung mit der Südstadt möglich ist.
Begründung:
Es besteht unbestritten die Notwendigkeit einer möglichst barrierefreien Verbindung
über den Rhein im Bereich der Südbrücke. Dies wird auch im Masterplan und bei der
Planung des „neuen“ Deutzer Hafens angeregt.
Die Benutzung der Südbrücke ist für alle Nutzer mit vielerlei -bekannten- Problemen
verbunden.
Die Gierseilfähre müsste als Rollfähre an einem hochliegenden Seil laufen. Dieses
Seil könnte separat über zwei Pylone aufgehangen werden oder an der Südbrücke
befestigt werden…
Dass eine Gierseilfähre über den Rhein möglich und erfolgreich ist, zeigt die
(französische) Gierseilfähre von Rastatt-Plittersdorf nach Seltz (Frankreich) siehe
https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinf%C3%A4hre_Plittersdorf_%E2%80%93_Seltz
Möglicherweise könnte die Fähre auch einen kleinen KVB-Bus aufnehmen, der vom
Poller Markplatz /KVB-Haltestelle Salmstr. über mehrere Stationen zum Clodwigplatz
fährt.
Vorteile einer Gierseilfähre sind nicht zuletzt insbesondere die minimalen
Betriebsmittelkosten gegenüber einer Fähre, evtl. entfallen auch aufwändige
Befähigungszeugnisse…
Eine zweite Fähre – evtl. kleiner – könnte nach Rodenkirchen an der
Autobahnbrücke angedacht werden….
Die Fähre wäre zudem sicherlich eine Touristenattraktion und eine Reminiszenz an die historische
Deutzer Gierponte (“Fliegende Brücke“). Diese wurde aufgrund eines Streits wegen des Schmuggels
Kölner Kaufleute zwischen der Kölner und Deutzer Bürgerschaft vom 3. März 1791 bis zum 29. Juli
1793 auf Poller Gebiet (außerhalb von Deutz!) verlegt...(Zitat Poller Heimatmuseum)
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/69/690/1 Vorlagen-Nummer 3275/2017 Freigabedatum 11.01.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe gem. § 24 GO, betr.: Rhein-Gierseilfähre Poll Deutz (Az.: 02-1600-87/17) Beschlussorgan Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, spricht sich jedoch dagegen aus, eine Rhein-Gierseilfähre über den Rhein in Höhe Deutz/Poll einzurichten. Bezirksvertretung 7 (Porz) 27.02.2018 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 08.03.2018 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 13.03.2018 2 Begründung: Der Petent beantragt, die Verwaltung prüfen zu lassen, inwieweit die Einrichtung einer Gierseilfähre über den Rhein in Höhe Deutz/Poll möglich ist, um eine möglichst barrierefreie Verbindung über den Rhein im Bereich der Südbrücke zu schaffen. Als Beispiel für eine funktionierende Gierseilfähre ver- weist er auf die vorhandene Fähre über den Rhein bei Rastatt-Plittersdorf nach Seltz in Frankreich (siehe Anlage). Stellungnahme der Verwaltung: Nach Rücksprache mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Köln wird die Umsetzbarkeit einer solchen Maßnahme im Bereich der Stadt Köln als unrealistisch eingestuft. Die örtlichen Gegebenhei- ten in Köln sind mit denen der Gierseilfähre von Rastatt-Plittersdorf nach Seltz nicht vergleichbar. In dem oberstromigen Bereich der Gierseilfähre in Rastatt-Plittersdorf ist eine Staustufe vorhanden, so dass die vorhandene Strömung in dem Bereich der Gierseilfähre weitaus geringer ist als in Köln. Bei einer starken Strömung wie in Köln kann laut Auskunft des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Köln eine Gierseilfähre nicht betrieben werden. Auch die zu querende Breite des Rheins ist in Rastatt- Plittersdorf (ca. 230 m) nicht annähernd so groß wie in Köln (ca. 330 m). Aus Sicht des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt wäre durch die Einrichtung einer Gierseilfähre in Köln die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs nicht mehr gegeben. Alternativ zu einer Gierseilfähre wird die Verwaltung im Rahmen der Planungen zum Deutzer Hafen und zur Parkstadt Süd eine barrierefreie Querung des Rheines im Bereich der Südbrücke prüfen. Zudem soll in Kürze eine Machbarkeitsuntersuchung zu einem regionalen Wasserbussystem in Auf- trag gegeben werden.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: mit Änderungen empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3275/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 25.01.2018
- Erstellt
- 24.10.2017 11:24