V/0320/2017
Zwischenbericht zum Modellprojekt "Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1 - Aufbauorganisation GNK-Projekt.pptx
2242 Zeichen
Projektbeirat Projektbeirat: 41 Mitglieder + Kernteam (u. Koordination) Politik : fünf Fraktionen Soziales/Kultur/Sport: Adolph-Kolping-Berufskolleg, AG der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege in Münster, Deutsches Rotes Kreuz Münster, Evangelischer Kirchen-kreis Münster, Frauenbüro, Integrationsrat, Kommunale Seniorenvertretung Münster, moNOkultur, Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen, Stadtsportbund Münster e.V. , Stadtdekanat Münster, Villa ten Hompel, Vereine/Zivilgesellschaft: AG Lokale Agenda 21 in Münster, Beirat Bürgerhaushalt, Beirat für kommunale Entwicklungszusammenarbeit; Beirat für Klima und Energie, Beirat Münster Marketing, Beirat für Stadtgestaltung, Eine-Weltforum e.V., Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender e.V., Jugendrat, Jugendamtselternbeirat, Münster nachhaltig e.V., Umweltforum e.V., Wissenschaft: FH: Fachbereiche Oecotrophologie und Wirtschaft, WWU: Institut für Landschaftsökologie, AK Gemeinschafts- und Nachhaltigkeitsforschung am Institut für Soziologie, Zentrum für interdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung, Wirtschaft : DEHOGA Westfalen e.V., Deutscher Gewerkschaftsbund Region Münsterland, Handwerkskammer Münster, Initiative starke Innenstadt Münster e.V., Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Stadtwerke Münster GmbH, Wirtschaftsförderung Münster GmbH, Kernteam Kernteam: 6 Mitglieder + Koordinationsteam : Amt für Finanzen und Beteiligungen (Dez. f. Finanzen und Beteiligungsmanagement ), Frank Möller Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung (Dez. für Planung, Bau und Wirtschaft, Prof. Dr. Thomas Hauff Münster Marketing (Dez. für Planung, Bau und Wirtschaft), Dr. Matthias Schmidt Dez. für Bildung, Jugend und Familie, Gerd Bertling Sozialamt (Dez. f. Soziales, Integration, Kultur und Sport), Frank Treutler Amt f. Grünflächen, Umwelt u. Nachhaltigkeit (Dez. f. Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit), Heinrich Bruns Aufbauorganisation im GNK Projekt Koordination Koordination: Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit, (Dez. f. Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit) Jutta Höper ,Uschi Sander, Wolfram Goldbeck, Anlage 1
Anlage 2 - Die SDGs im Überblick
2651 Zeichen
14 Leben unter Wasser bewahrung und nachhaltige nutzung von Ozeanen, Meeren und Meeres- ressourcen für eine nachhaltige entwicklung 7 bezah Lbare und saubere e nergie zugang zu einer bezahlbaren, verlässli - chen, nachhaltigen und modernen e nergie- versorgung für alle sicherstellen 5 gLeichberechtigung der geschLechter gleichberechtigung der g eschlechter und die selbstbestimmung von Frauen und Mädchen erreichen die sdgs iM ÜberbLick 1 keine arMut armut in allen Formen und überall beenden 2 keine hungersnOt hunger beenden, n ahrungssicherheit und verbesserte e rnährung erreichen und nachhaltige Landwirtschaft fördern 3 gesundheit und WOhLbeFinden ein gesundes Leben sicherstellen und Wohlbefinden für alle altersgruppen fördern 4 hOchWertige biLdung inklusive, gerechte und hochwertige b ildung sicherstellen und lebenslange Lernchancen für alle fördern 6 sauberes Wasser und sanitäre einrichtungen die Verfügbarkeit und ein nachhaltiges Management von Wasser und sanitären einrichtungen für alle sicherstellen 8 MenschenWÜrdige arbeit und Wirtscha FtLiches Wachstu M anhaltendes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowie eine produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige arbeit für alle fördern 9 industrie, innOVatiOn und inFrastruktur eine belastbare i nfrastruktur aufbau - en sowie eine inklusive und nach - haltige industrialisierung und innovation fördern 10 reduzierte ungLeichheiten ungleichheit innerhalb von und zwischen Ländern reduzieren 11 nachhaLtige städte und geMeinden städte und siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen 12 Verant WOrtungsVOLLer kOnsuM & PrOdukti On nachhaltige konsum- und Produktionsmuster sicherstellen 13 Ma ssnahMen zuM kLiMaschutz umgehend Maßnahmen zur b ekämpfung des k lima- wandels und seiner a uswirkungen ergreifen 15 Leben an Land schutz, Wiederherstellung und Förderung einer nachhaltigen n utzung der terrest - rischen Ökosysteme, nachhaltige b ewirtschaftung von Wäldern, b ekämpfung der Wüstenbildung. b odendegradation aufhalten und umkehren und den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten. 16 Frieden, g erechtigkeit und starke i nstituti Onen Förderung friedlicher und integrativer g esellschaften für eine nachhaltige entwicklung. a llen Menschen z ugang zu Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive i nstitutionen auf allen e benen aufbauen. 17 Partnerscha Ften, uM die zieLe zu erreichen umsetzungsinstrumente verstärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige entwicklung wiederbeleben www.globalgoals.org
Berichtsvorlage
23198 Zeichen
V/0320/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit Betrifft Zwischenbericht zum Modellprojekt "Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK)" Beratungsfolge 30.05.2017 Ausschuss für Gleichstellung Bericht 07.06.2017 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 07.06.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Bericht 08.06.2017 Sportausschuss Bericht 13.06.2017 Kommission zur Förderung der Inklusion von Menschen mit Behinderungen Bericht 14.06.2017 Integrationsrat Bericht 20.06.2017 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 21.06.2017 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und Arbeitsförderung Bericht 22.06.2017 Kulturausschuss Bericht 26.06.2017 Kommunale Seniorenvertretung Bericht 27.06.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Bericht 27.06.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 28.06.2017 Ausschuss für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement Bericht 04.07.2017 Ausschuss für Personal, Organisation, Sicherheit, Ordnung und E-Government Bericht 06.07.2017 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Bericht 12.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss Bericht 1 Hintergrund 1.1 Ziele des Modellprojektes Mit dem Modellprojekt Global Nachhaltige Kommune in NRW (GNK) entwickelt die Stadt Münster gemeinsam mit der lokalen Zivil gesellschaft als eine der ersten Kommunen bundesweit eine Nachhaltigkeitsstrategie, die auf den, im September 2015 global beschlossenen UN - Entwicklungszielen basiert. Gemeinsam mit Teilnehmenden aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung wir d ein handlungsleitender Kompass erarbeitet, wie die Akteurinnen und Akteure in Münster soziale, ökonomische und ökologische Ziele stärker als bisher vernetzen und in Richtung einer sektorübergreifenden Nachhaltigkeitsstrategie zukunftsweisend vor Ort gest al- ten. Vorlagen-Nr.: V/0320/2017 Auskunft erteilt: Frau Höper, Frau Sander, Herr Goldbeck Ruf: 492 67 12, -67 61, -67 62 E-Mail: Hoeper@stadt-muenster.de Sander@stadt-muenster.de Goldbeck@stadt-muenster.de Datum: 06.04.2017 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0320/2017 Die GNK-Nachhaltigkeitsstrategie wird auf der Grundlage systematischer Bestandsaufnahmen und Analysen entwickelt. Sie enthält Leitbilder, Ziele und Maßnahmen und wird Politik und Ver- waltung dienen, Entscheidungen für priorisierte Entwicklungen in der lebenswertesten Stadt zu treffen. Münster wird damit seiner globalen Verantwortung gerecht. Wofür ist die „Nachhaltigkeit“ für Münster wichtig? Im Sinne der Brundtlandkommission umfasst das Leitbild Nachhaltigkeit eine „Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generat i- onen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen“. Doch was bedeutet das konk ret für Münster, z. B. bezogen auf Konsum - und Produkt i- onsmuster? In Deutschland und auch in Münster konsumieren die Menschen so viel, dass 2,5 Erden notwe n- dig wären, um allen Menschen der Welt einen Konsum auf diesem Niveau zuzugestehen. Unsere Lebensweise ist durch ein hohes Maß an Ressourcennutzung, Energieverbrauch, Verkehrsauf- kommen und Abfallmengen geprägt. Klimawandel, Migration, Flucht und Wirtschaftskrisen zeigen uns die länderübergreifenden weltweiten Auswirkungen. Dazu ein Positivbeispiel: „Spargel und Erdbeeren aus dem Münsterland“ Endlich ist es wieder so weit: Erdbeer - und Spargelzeit im Münsterland. Frisch, saisonal, g esund und aus der Region bekommen wir die begehrte Kost an vielen zusätzlichen Verkaufsständen verteilt im Stadtgebiet, auf dem Wochenmarkt oder vor Ort auf ca. 40 Erdbeer - und/oder Spar- gelhöfe der Region. D. h für beide Produkte gibt es eine temporäre und gut strukturierte Vermark- tungskultur. Die Ernte erfolgt über saisonale Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen, die mindestens den gesetzlich geregelten Mindestlohn erhalten. Die Wertschö pfungskette in der Region is t vom Anbau über den Handel bis zur Vermarktung vorhanden, die finanzielle Wertschöpfung bleibt vor Ort und auch der Klimaschutz profitiert: Der CO 2-Fußabdruck, der die Emissionen aus der g e- samten Produktionskette (Herstellung, Verarbeitung, Transport Verp ackung) widerspiegelt, liegt bei 1 kg Erdbeeren aus der Region bei 50 -70 g CO 2-eq, während 1 kg Erdbeeren aus Übersee ca. 11.000g CO2-eq, also das 150 – 220-fache verursacht. Doch was kann dieses Beispiel verdeutlichen? Es zeigt auf, wie ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammenhängen und gemein- sam im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nur vernetzt positiv wirken können: ökologisch: Logistik und Lieferung in der Region, kein Flugverkehr ökonomisch: Produktion, Handel und Vermarktung vor Or t (komplette Wertschöpfungskette), Arbeitsplatzeffekte sozial: Arbeitsplatzmöglichkeiten für Geringqualifizierte Aber auch an diesem Beispiel lässt sich aufzeigen, dass in Richtung Nachhaltigkeit weitere Schritte, z. B. hinsichtlich Verbesserung sozialer Standards und fairer Beschäftigungsmöglichkei- ten, umwelt- und ressourcenschonenderer Anbaumethoden ober aber auch hinsichtlich Bi ldung und Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Konsum gegangen werden können. Auch lässt sich die Frage stellen, wie sich dies es Modell auf andere Produkte und Dienstleistungen übertragen lässt. Derzeit stammen nur 3 % der Lebensmittel, die in Münster konsumiert werden aus dem Münsterland. Lässt sich dieser Anteil steigern, entstehen ebenfalls positive Effekte für die Region und ein ableitbares Muster für nachhaltige Produktions - und Konsumweisen. Und nicht zuletzt sind nac hhaltige Kriterien w ichtiger Faktoren bei Kaufentscheidungen. Viele Verbraucher und Verbraucherinnen wünschen sich „Genuss ohne Reue und schlechtem Gewissen“. 1.2 Der politische Handlungsrahmen Wofür ist die „Nachhaltigkeit“ für Münster wichtig? Im Sinne der Weltkommis sion für Umwelt und Entwicklung (Brundtlandkommission) umfasst das Leitbild Nachhaltigkeit eine „Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeite n künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedür f- nisse zu befriedigen“. Doch was bedeutet das konk ret für Münster, z. B. bezogen auf Konsum - und Produkti- onsmuster? In Deutschland und auch in Münster konsumieren die Menschen so viel, dass 2,5 Erde n not- wendig wären, um allen Menschen der Welt einen Konsum auf diesem Niveau zuzugestehen. Unsere Lebensweise ist durch ein hohes Maß an Ressourcennutzung, Energieverbrauch, Ver- kehrsaufkommen und Abfallmengen geprägt. Klimawandel, Migration, Flucht und Wir tschafts- krisen zeigen uns die länderübergreifenden weltweiten Auswirkungen. Dazu ein Positivbeispiel: „Spargel und Erdbeeren aus dem Münsterland“ Endlich ist es wieder so weit: Erdbeer - und Spargelzeit im Münsterland. Frisch, saisonal, g e- sund und aus der Region bekommen wir die begehrte Kost an vielen zusätzlichen Verkauf s- ständen verteilt im Stadtgebiet, auf dem Wochenmarkt oder vor Ort auf ca. 40 Erdbeer - und/oder Spargelhöfe der Region. D. h für beide Produkte gibt es eine temporäre und gut strukturierte Vermarktungskultur. Die Ernte erfolgt über saisonale Hilfsarbeiter und Hilfsarbeite- rinnen, die mindestens den gesetzlichen geregelten Mindestlohn erhalten. Die Wertschö p- fungskette in der Region ist vom Anbau über den Handel bis zur Vermarktung vorhanden, die finanzielle Wertschöpfung bleibt vor Ort und auch der Klimaschutz profitiert: Der CO 2- Fußabdruck, der die Emissionen aus der gesamten Produktionskette (Herstellung, Verarbe i- tung, Transport Verpackung) widerspiegelt, liegt bei 1 kg Erdbeeren aus der Region bei 50-70 g CO2-eq, während 1 kg Erdbeeren aus Übersee ca. 11.000g CO2-eq, also das 150 – 220fache verursacht. Doch was kann dieses Beispiel verdeutlichen? Es zeigt auf, wie ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zusammenhängen und g e- meinsam im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung nur vernetzt positiv wirken können: ökologisch: Logistik und Lieferung in der Region, kein Flugverkehr ökonomisch: Produktion, Handel und Vermarktung vor Ort (komplette Wertschöpfungskette), Arbeitsplatzeffekte sozial: Arbeitsplatzmöglichkeiten für Geringqualifizierte Aber auch an diesem Beispiel lässt sich aufzeigen, dass in Richtung Nachhaltigkeit weitere Schritte, z. B. hinsichtlich Verbesserung sozialer Standards und fairer Beschäftigungsmöglic h- keiten, umwelt- und ressourcenschonenderer Anbaumethoden ober aber auch hinsichtlich Bi l- dung und Bewusstseinsbildung für nachhaltigen Konsum gegangen werden können. Auch lässt sich die Frage stellen, wie sich dieses Modell auf andere Produkte und Dienstleistungen übe r- tragen lässt. Derzeit stammen nur 3 % der Lebensmittel, die in Münster konsumiert werden , aus dem Münsterland. Lässt sich dieser Anteil steigern, entstehen ebenfalls positive Effekte für die Region und ein ableitbares Muster für nachhaltige Produktions - und Konsumweisen. Und nicht zuletzt sind nachhaltige Kriterien w ichtiger Faktoren bei Kaufentscheidungen. Viele Ver- braucher und Verbraucherinnen wünschen sich „Genuss ohne Reue und schlechtem Gewi s- sen“. 3 V/0320/2017 Auf der UN -Vollversammlung im September 2015 wurden mit der 2030 -Agenda für nachhaltige Entwicklung erstmals global gültige Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) beschlossen. Die 17 Hauptziele der SD Gs bilden für alle Staaten – erstmals in Nord und Süd – einen gemeinsamen Bezugsrahmen und werden auch in Deutschland für Bund, Länder und Kommunen handlungsleitend. Schon jetzt sind die SDGs die zentrale Grundlage für die Fort- schreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie und haben die Nachhaltigkeitsstrategie NRW entscheidend beeinflusst. Auch für Münster ergeben sich hieraus neue Aufgaben zur Umsetzung dieser 17 Entwicklung s- ziele. So hat der Rat mit der Vorlage V/0070/2016 am 16.03.2016 beschlossen, der Musterreso- lution des Deutschen Städtetages zur „2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ beizutreten und sich damit zu einer Verankerung und Umse t- zung der Entwicklungsziele vor Ort verpflichtet. Ebenfalls hat der Rat in dieser Sitzung beschlossen, dass die Stadt Münster als Modellkommune am Projekt „Global nachhaltige Kommune in NRW“ teilnimmt, mit dem Ziel, eine Nachhaltigkeit s- strategie 2030 auf der Grundlage der „Sustainable Development Goals“ für Münste r zu erarbe i- ten. Der Projektzeitraum war ursprünglich vom 1.1.2016 bis 31.8.2017 terminiert. Derzeit ist vom Projektträger, der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) ein Antrag auf Projektverlängerung gestellt, um darüber den sehr ambit ionierten Zeitplan der Umsetzung etwas zu entzerren. 2 Aktueller Projekt-Sachstand Der vorliegende Zwischenbericht informiert über die bereits durchgeführten Arbeitsschritte, über die konkrete Einbindung von Zivilgesellschaft und Politik bei der Erarbeitun g der Nachhaltigkeits- strategie 2030 und gibt einen Überblick über leitende Fragestellungen und ausstehende Arbeits- schritte bis zum Ende des Projektes. 2.1 Projektorganisation Die Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. (LAG 21 NRW) setzt das Projekt „Global Nachhaltige Kommune in NRW“ in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftl i- che Zusammenarbeit und Entwicklung um. Entsprechend der Projektvorgaben umfas st die Aufbauorganisation der Stadt Münster die drei Arbeitsgremien Koordination, Kernteam und Projektbeirat. Die genaue Zusammensetzung dieser drei Gremien ist in Anlage 1 dargestellt. Die Aufgaben und Funktionen der Gremien sind: - Koordination Die Koordi nation des Projektes ist im Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit angesiedelt. Sie steuert den Erarbeitungs - und Umsetzungsprozess organisatorisch und ist zentrale Kontaktstelle für alle Prozessbeteiligten und sorgt für Transparenz. - Verwaltungsinternes Kernteam Verwaltungsintern wird die Koordination von einem Kernteam bei der Organisation und Umsetzung dieses Projektes unterstützt. Das Kernteam ist dezernatsübergreifend zusammengesetzt und ermöglicht damit eine Integration unterschiedlicher Herang ehensweisen und Lösungsansätze. Es hat die Aufgaben, die inhaltiche Arbeit des GNK -Projektbeirates vorzubereiten und die dezernatsübergreifende Kommunikation zu fördern. - GNK-Projektbeirat 4 V/0320/2017 Der GNK-Projektbeirat erarbeitet Vorschläge für die Ziele und Maßnah men der Nachhaltigkeit s- strategie. Er setzt sich aus Akteuren unterschiedlicher Institutionen aus Zivilgesellschaft, Wir t- schaft, Wissenschaft, und Verwaltung sowie fünf Vertreter/innen der politischen Fraktionen z u- sammen. Sie vertreten aufgrund ihrer Stellu ng oder Funktion die verschiedenen gesellschaftl i- chen Interessen. Im Beirat sind alle Akteure gleichberechtigt und entwickeln mit ihren jeweiligen spezifischen Kenntnissen die Nachhaltigkeitsstrategie auf Augenhöhe. 2.2 Bestandsaufnahme - Quantitative Bestandsaufnahme Die quantitative Analyse im Modellprojekt beruht auf einem Indikatorenset, das von der LAG 21 NRW im Auftrag des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur - und Verbrau- cherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) und in Abstimmung mit dem Deut- schen Städtetag, dem Städte - und Gemeindebund NRW, dem Landkreistag NRW sowie dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein -Westfalen (LANUV), der Be r- telsmann Stiftung und dem Landesbetrieb für Information und Technik (IT.NRW) entwickelt wu r- de. Dieses Indikatorenset enthält quantitative Rahmenindikatoren , deren zugrundeliegenden Da- ten auf der Ebene aller Kommunen in Nordrhein -Westfalen verfügbar und öffentlich zugänglich sind. Für das Modellprojekt wurde dieses Set durch zusätzliche Rahmenindikatoren aus Münster e r- weitert, welche die allgemeinen Rahmenindikatoren spezifizieren und qualifizieren. Insbesondere konnte dabei auf bestehende Indikatoren und Daten der seit 2003 in Münster fortgeschriebenen Nachhaltigkeitsberichte und der seit 2009 regelmäßig veröffentlichten Umweltdaten zurückgegri f- fen werden. Tabelle: Quantitative Bestandsaufnahme: Übersicht der Indikatoren und ihre Datenquelle Themenfeld Landesdatenbank NRW Stadt Münster Demografie Bevölkerungsstand Bevölkerung – Bestand und Voraus - berechnung Bildung Schulabgänger/innen nach Schul- abschluss Betreuungsquote für Kinder Gesellschaftliche Teilhabe und Gender Mindestsicherungsquote Wahlbeteiligung Ratsmitglieder (w/m) Natürliche Ressourcen Flächennutzung Neuinanspruchnahme Siedlungs- und Verkehrsflächen Siedlungs- und Verkehrsfläche je Einwohner Klima und Energie CO2-Emissionen Mobilität Anteil des Umweltverbunds am Modal Split Pendlerentwicklung (Pendlerrechnung IT.NRW) Finanzen Jahresergebnis je Einwohner 5 V/0320/2017 Investitionsquote Arbeit und Wirtschaft Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte nach Wirtschaftsabtei- lungen *) Gesundheit und Ernährung Aktivenquote (sport- und bewegungs- aktive Münsteraner/innen) Übergewicht und Adipositas bei Schul- anfängern Globale Verantwortung Haushaltsmittel für kommunale Ent- wicklungszusammenarbeit Sicherheit Sicherheitsempfinden *) Quelle: Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit - Qualitative Analyse In Münster gibt es eine über 20 -jährige Tradi tion für Aktivitäten zur Nachhaltigkeit. Zahlreiche Konzepte und Projekte konnten umgesetzt werden oder werden aktuell umgesetzt. Für die qualitative Analyse wurden für Münster insgesamt 49 bestehende sektorale Konzepte und Strategien (davon 27 priorisier t für die SWOT -Analyse) aufgelistet. Dem überwiegenden Teil der priorisierten Konzepte liegen politische Beschlüsse zugrunde. Einen Auszug zeigt die nachfo l- gende Tabelle. Tabelle: Beispiele aus der qualitativen Analyse: Bestehende Konzepte Konzepte Zuordnung zu den UN-Entwicklungszielen (SDG) Integriertes Stadtentwicklung - und Marketingkonzept (ISM) 1,3,4,5,7,8,9,11,12,13,16 Grünordnung Münster 3,11,15 Aktionsplan der UN-Behindertenrechtskonvention 3,4,8,11 Kommunales Handlungskonzept Wohnen 3,11,13,15 Handlungskonzept Demografischer Wandel 1,3,4,5,8,11,16 Klimaschutzkonzept 2020 3,7,8,9,11,12,13,17 Monitoring der Umweltdaten 3,6,11,13,15 Dezentrale Betreuung von Flüchtlingen 1,2,3,4,7,8,11,13,16,17 Nachhaltige Finanzanlagen / Divestment 1,8,9,11,12,16 Handlungsprogramm „Flächensparende Entwicklung“ 3,11,13,15 Allianz für Wissenschaft 4,8,9,11,16 Gesunde Städte-Netzwerk der Bundesrepublik Deutschland. 3,11,16 6 V/0320/2017 Weitere 67 Projekte und Maßnahmen (z.B. Münsterpass, Gesundheitshaus, verschiedene Bür- ger/innen-Dialogprozesse, Kommission zur Förderung von Inklusion von Menschen mit Behind e- rung, Soziale Stadt Kinderhaus, Einrichtung von Beiräten, Allianz für Klimaschutz, Ökoprofit Münster, FINANZfairTeilung/Gender Budgeting) sowie 19 Städte - und Proje ktpartnerschaften wurden erfasst. - SWOT-Analyse Auf der Basis der Erkenntni sse der Bestandsaufnahme und der subjektiven Einschätzungen der GNK-Beiratsteilnehmenden wurde ein auf die Stadt Münster bezogenes Stärken -Schwächen- Profil, eine sogenannte SWOT -Analyse (engl. SWOT-Analysis; Akronym für Analysis of strenghts, weakness, opportunities and threats) erstellt. In der ersten Beiratssitzung wurden dafür Stärken und Schwächen benannt und zusammengefasst. Ihnen gegenüber stehen Chancen und Risiken, die als externe Einflüsse und Entwicklungen auf die Stadt wirken und nicht von den Ak - teuren vor Ort beeinflusst werden können. 2.3 Auswahl von Themenfeldern Als verbindlichen Rahmen gab die LAG 21 NRW für alle Modellkommunen zwölf mögliche Th e- menfelder vor. Dies e knüpfen inhaltlich sowohl an die Nachhaltigkeitsstrategien des Landes NRW und des Bundes als auch an die globalen Entwicklungsziele an. Je Kommune wurden da r- aus sechs bis sieben Themenfelder für die weitere Konkretisierung vor Ort ausgewählt. Das Themenfeld „Globale Verantwortung und Eine Welt“ war für alle fünfzehn Modellkommunen ve r- pflichtend. Zur Festlegung der Themenfelder erfolgten auf der Grundlage des vorgegebenen Projektra h- mens und der Ergebnisse der Bestandsaufnahme ein Online -Voting des Beirates und eine inten- sive Diskussion aller Beteiligten. Im Ergebnis wurden für Münster folgende sieben Themenfelder für die weitere Bearbeitung zeitlich priorisiert: - Gesellschaftliche Teilhabe und Gender (mit Berücksichtigung der Wohnsituation) - Natürliche Ressourcen und Umwelt (mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs) - Klima und Energie - Arbeit und Wirtschaft (mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs) - Bildung - Globale Verantwortung und Eine Welt - Konsum und Lebensstile Die in Klammern genannten thematischen Ergän zungen „Pendlerverkehr“ und „Wohnsituation“ wurden als Ergebnis des intensiven Diskussionsprozesses aufgrund ihrer hohen Bedeutung und Dringlichkeit für die Stadt Münster in die Themenfelder „Natürliche Ressourcen und Umwelt“, „Gesellschaftliche Teilhabe und Gender“ sowie in „Arbeit und Wirtschaft“ integriert und hervorg e- hoben. Bezogen auf das Themenfeld „Klima und Energie“ erfolgt eine enge Verzahnung mit dem Pr o- zess „Klimaschutz 2050“. Die übrigen fünf derzeit nicht priorisierten Handlungsfelder werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgegriffen. Im Einzelnen sind dies die Themenfelder Demografie, Mobilität, Finanzen, Siche r- heit sowie Gesundheit und Ernährung. 2.4 Folgende Fragestellungen leiten den Prozess Aktuell arbeiten Projektbeirat und Kernteam in den sieben Themenfeldern zu folgenden einleiten- den Fragen: 7 V/0320/2017 Themenfeld Einleitende Fragen 1 Gesellschaftliche Teilhabe und Gender (mit Berücksichtigung der Wohnsituation) - Wie kann gesellschaftliche Teilhabe in Münster für alle selbstverständlich ge - lebt werden? - Wie erhalten alle Menschen eine Mög - lichkeit, bezahlbar, umwelt - und sozialge - recht in Münster zu wohnen? 2 Natürliche Ressourcen und Umwelt (mit Berücksichtigung des Pendlerverkehrs) - Wie bleiben die natürlichen Lebens - grundlagen (auch bei zunehmender Bevöl - kerung) erhalten und wie lässt sich die bio - logische Vielfalt verbessern? - Wie lassen sich vor dem Hintergrund der Pendlerproblematik Stadt - und Umlandver - kehre zukünftig überwiegend umweltver - träglich und klimaneutral gestalten? 3 Klima und Energie - Wie wird Münster bis zum Jahr 2050 wei- testgehend klimaneutral? (Anmerkung: Hier werden insbesondere auf die Ergebnisse des Prozesses „Münster Klimaschutz 2050“ zurückgegriffen. 4 Arbeit und Wirtschaft (mit Berücksichti - gung des Pendlerverkehrs) - Wie erreichen wir, dass alle Menschen ihrer Qualifikation entsprechend einer „Guten A r- beit“ nachgehen und inklusive und faire B e- schäftigungsverhältnisse ausreichend vo r- handen sind? - Wie können die Stadt Münster und die Un - ternehmen in Münster ein qualitatives Wirt - schaftswachstum unter Minimierung des Ressourcenverbrauchs und der Umweltbe - einträchtigung sowie unter Berücksichtigung sozialer Aspekte erzielen? 5 Bildung - Wie entwickeln die Menschen in Münster ihr jeweiliges Bildun gspotenzial bestmö g- lich? - Wie erreichen wir ein hohes Maß an Cha n- cengleichheit und Bildungsgerechtigkeit? 6 Globale Verantwortung und Eine Welt - Wie verankern wir Globale Verantwortung und Eine Welt fest im Handeln von Verwa l- tung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft? 7 Konsum und Lebensstile - Wie entwickelt sich Münster zu einem Vorbild für nachhaltige Produktions - und Konsummuster (Im Sinne von „besser, anders, weniger“)? 8 V/0320/2017 3 Ausblick Derzeit werden im Rahmen des GNK -Projektes thematische Leitlinien und s trategische Entwick- lungsziele für die sieben ausgewählten Themenfelder erarbeitet. Diese werden als Nachhalti g- keitsstrategie 2030 den politischen Ausschüssen und dem Rat voraussichtlich im September zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt. Im verbleibenden Projektzeitraum wird die Nachhaltigkeitsstrategie über die Formulierung oper a- tiver Ziele und eines Maßnahmenkatalogs im GNK -Beirat weiter konkretisiert. Alle Ergebnisse werden in einem Nachhaltigkeitsbericht zusammengefasst und der Politik zur Beschl ussfassung Anfang 2018 vorgelegt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des GNK -Modellprojektes als wichtige Leitorientierungen und Bestandteile im Zukunftsprozess MünsterZukünfte 20I30I50 verankert (V/0070/2016, 0494/2016, V/1063/2016).Weitere Information en und Inhalte der Bestandsaufnahme sind über die Internetseite des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit unter: http://www.stadt-muenster.de/umwelt/nachhaltigkeit.html oder auf Anfrage erhältlich. In Vertretung gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: Aufbauorganisation im GNK-Modellprojekt (Anlage 1) Die SDGs im Überblick (Anlage 2)
Beratungsverlauf (16)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0320/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37