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V/0556/2017

Jahresabschluss 2016 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 14.06.2017

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 12.07.2017, TOP 4.3

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

6228 Zeichen

V/0556/2017 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Jahresabschluss 2016 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
12.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH 
wird ermächtigt, folgende Entscheidungen zu treffen:  
 
1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2016 in der vorliegenden, vom 
Abschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, mit einem uneing e-
schränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger G e-
sellschafterin der Stadtwerke Münster festgestellt. (Anlage 2) 
 
2. Aus dem Jahresüberschuss von 16.170.000,00 € verbleibt nach Anrechnung der bereits im D e-
zember 2016 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 4.000.000,00 € ein Betrag von 
12.170.000 €, der auf Vorschlag der Geschäftsführung in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. 
 
3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wird zur Kenntnis genommen.  
 
4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH wird für das Geschäftsjahr 2016 
Entlastung erteilt. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 4.000.000,00 € erfolgte bereits im Dezember 2016. 
 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0556/2017 
Auskunft erteilt: 
Frau Rothermundt 
Ruf: 
492-2006 
E-Mail: 
Rothermundt@stadt-muenster.de  
Datum: 
14.06.2017 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0556/2017 
Begründung: 
 
Die Stadtwerke Münster GmbH ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Stadt Münster. Gemäß § 12 
f-g des Gesellschaftsvertrages unterliegt der Gesellschafterversammlung u. a. die Beschlussfa s-
sung über 
- die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des Ergebnisses 
- die Entlastung der Mitglieder der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates. 
 
 
Die Bilanzsumme der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2016 beläuft sich auf 511.022.600,83 € 
(Vorjahr 477.959.865,29 €).  
Die absolut größten Veränderungen gibt es bei den Aktiva -Positionen Sachanlagen (+12,0 Mio.€) 
und Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände  (+19,8 Mio. €, insbesondere gegen G e-
sellschafter und gegen v erbundene Unternehmen) sowie auf der Passivseite beim Eigenkapital 
(+33,2 Mio. €), bei den Rückstellungen (-14,2 Mio. €) und den Verbindlichkeiten (+13,2 Mio.€). Die 
Eigenkapitalquote stieg auf 35,3 % (Vj. 31,0%). 
 
 
Die Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar: 
 
GuV          
    2015 2016 Abw. 2016/2015 
    € € € % 
1. Umsatzerlöse 483.412.962 529.929.655 46.516.694 9,6% 
2. Veränderung des Bestands unfertige Leistungen -8.848.190 812.651 9.660.841 -109,2% 
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 10.056.491 10.300.534 244.043 2,4% 
4. Sonstige betriebliche Erträge 80.677.458 44.139.996 -36.537.463 -45,3% 
5. Summe betriebliche Erträge 565.298.721 585.182.837 19.884.115 3,5% 
6. Materialaufwand 395.951.896 399.079.814 3.127.918 0,8% 
7. Personalaufwand 61.487.975 63.581.734 2.093.759 3,4% 
8. Abschreibungen 24.207.874 28.055.002 3.847.128 15,9% 
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 52.334.801 49.232.876 -3.101.926 -5,9% 
10. Summe betriebliche Aufwendungen 533.982.547 539.949.427 5.966.880 1,1% 
11. Betriebliches Ergebnis (EBIT) 31.316.174 45.233.410 13.917.236 44,4% 
12. Sonstige Zinsen/Finanzerträge 12.237.872 6.033.708 -6.204.164 -50,7% 
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.924.997 25.560.418 4.635.420 22,2% 
14. Finanzergebnis -8.687.126 -19.526.710 -10.839.584 124,8% 
15. Ergebnis der gewöhnl. Geschäftstätigkeit 22.629.049 25.706.700 3.077.652 13,6% 
16. Steuern 3.873.049 9.536.700 5.663.652 146,2% 
17. Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag 18.756.000 16.170.000 -2.586.000 -13,8% 
+ Gewinn- (+) / Verlustvortrag (-) des Vorjahres -3.024.000 0 3.024.000 -100,0% 
+ Entnahme aus Kapitalrücklage 0 0 0 
 - Einstellung in Gewinnrücklagen 9.672.000 12.170.000 2.498.000 25,8% 
+ Entnahme aus Gewinnrücklagen 0 0 0 
 - Vorabausschüttung auf Bilanzgewinn 6.060.000 4.000.000 -2.060.000 -34,0% 
18. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0 0 0   
 
Die Stadtwerke Münster GmbH  schließt das Geschäftsjahr 2016 mit einem Jahresüberschuss von 
16.170 T€ ab.  
 
Die Umsatzerlöse steigen gegenüber dem Vorjahr um 46.517 T€ deutlich an, gleic hzeitig sinken die 
sonstigen betrieblichen Erträge um 36.537 T€. Die Ertragsverschiebungen sind mit insg esamt 46.136 
T€ durch das neue Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG , gilt ab 01.01.2016)  begründet, 
wodurch allein 32,5 Mio. € Pachtentgelte für das Energie- und Wassernetz seit 2016 bei den Umsatz-
erlösen auszuweisen sind.

- 3 - 
V/0556/2017 
Auch beim Materialaufwand und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen  ergeben sich Ver-
schiebungen aufgrund des BilRUG, die auch die größten Abweichungen zum Vorjahr erklären. Der 
Personalaufwand steigt um 3,4 % auf 63.582 T€, die Abschreibungen um 15,9 % auf 28.055 T€. 
Das betriebliche Ergebnis (EBIT) beläuft sich auf 45.233 T€ und  wird durch ein zum Vorjahr mehr 
als verdoppeltes negatives Finanzergebnis von -19.527 T€ (davon 17,7 Mio. € für Abschre ibungen 
auf FMO-Finanzanlagen für 2017 und 2018) und deutlich höhere Steuern in Höhe von 9.537 T€ (d a-
von 7,4 Mio. € Ertragsteuern) geschmälert. 
Die seit 2016 zunächst für vier Jahre wirksame KWKG -Bestandsförderung verbesserte das Ergebnis 
des GuD-Kraftwerks am Hafen plangemäß um 6 Mio. EUR.  
 
Die Vorabgewinnausschüttung in Höhe von 4,0 Mio. € erfolgte bereits im Dezember 2016. Die PKF 
FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, Duisburg, hat der Stadtwerke Münster GmbH den uneinge-
schränkten Bestätigungsvermerk erteilt. 
 
Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung NW wurde in 
allen Fällen erfüllt. 
 
Weitere Hinweise sind der beigefügten Aufsichtsratsvorlage 05/2017 (Anlage 1) zu entnehmen, die 
der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH in seiner Sitzung am 13.06.2017 beschlossen hat.  
 
 
i.V. 
 
 
gez. 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
Anlagen: 
Anlage 1: Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 05/2017 zum Jahresabschluss 2016 
Anlage 2: Jahresabschluss und Lagebericht 2016

Anlage 1_Vorlage 05_2017_JA2016_SWMS_final_neu

5431 Zeichen

Seite 1 
Münster, 06.06.2017 
 
 
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 05/2017
 
Betreff 
Jahresabschluss 2016 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
Gremienfolge 
13.06.2017  Aufsichtsrat Stadtwerke Münster GmbH 
05.07.2017  Haupt- und Finanzausschuss 
12.07.2017  Rat 
 
 
Berichterstatter 
Herr Dr. Müller-Tengelmann 
 
 
Anlage  
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit Bestätigungsvermerk, 
   darin als Anlagen enthalten: 
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016, bestehend aus: 
 Bilanz  
 Gewinn- und Verlustrechnung  
 Anhang sowie den 
Lagebericht 
 
Antrag 
Der Aufsichtsrat wolle beschließen: 
 
Der Gesellschafterversammlung werden folgende Beschlüsse zur Annahme empfohlen: 
 
1. Der Jahresabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12. 2016 in der vor-
liegenden, vom Abschlussprüfer PKF FASSELT SCHLAGE Partnerschaft mbB, 
Duisburg, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk testierten Fassung, 
wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der Stadtwerke Münster 
festgestellt. 
 
2. Aus dem Jahresüberschuss von 16.170.000,00 € verbleibt nach Anrechnung der 
bereits im Dezember 2016 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von 
4.000.000,00 € ein Betrag von 12.170.000 €, der auf Vorschlag der Geschäftsfüh-
rung in die Gewinnrücklagen eingestellt wird. 
 
3. Der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wird zur Kenntnis genommen. 
 
4. Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Stadtwerke Münster GmbH werden für das 
Geschäftsjahr 2016 Entlastung erteilt.

Seite 2 
Begründung 
Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 übertrifft mit einem Jahresüberschuss von 
16,2 Mio. EUR das im Wirtschaftsplan erwartete Ergebnis von 13,0 Mio. EUR um 3,2 Mio. 
EUR oder rund 25 %. Im operativen Geschäft konnten die Ergebnisziele auch in diesem 
Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht, teilweise übertroffen werden. Der Energievertrieb 
hatte infolge der milden Witterung, vor allem aber aufgrund des intensiven Wettbewerbs 
im Haushaltskundensegment in 2016 gegenüber dem Plan noch geringere Absatzmen-
gen und Margen bei Gas und Strom zu verzeichnen. Der Wasservertrieb erreichte 2016 
eine Mengen - und Margensteigerung gegenüber dem Plan. Der Ergebnisbeitrag des 
Energie- und des Wassernetzes lag leicht über Plan. Das von der münsterNETZ GmbH 
übernommene Ergebnis liegt deutlich über den Erwartungen des Wirtschaftsplans insbe-
sondere durch höhere Umsätze aus Netzentgelten. Die seit 2016 für vier Jahre wirksame 
KWKG-Bestandsförderung verbesserte das Ergebnis des GuD -Kraftwerks am Hafen 
plangemäß um 6 Mio. EUR. Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osn-
abrück GmbH, Greven, zu realisierende Ergebnisbelastung betrug 17,7  Mio. EUR. Im 
Jahresabschluss 2016 sind neben der Anfang 2016 geleisteten, im Wirtschaftsplan ent-
haltenen Einzahlung in die Kapitalrücklage des FMO von 5,9 Mio. EUR auch die weiteren 
für 2017 und für 2018 in gleicher Höhe beschlossenen Zuführungen erfasst. Die Fahr-
gastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten gegenüber dem hohen Niveau des Vorjah-
res nochmals gesteigert werden. 
 
Weitere Erläuterungen der Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Ein-
zelnen sowie der Geschäftsfelder finden sich  in dem beigefügten Lagebericht  (Anlage 
zum Prüfungsbericht).  
 
Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung gemäß Gemeindeordnung 
Zur Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und zur Zweckerreichung nehmen wir ge-
mäß § 108 Abs. 3 der Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen für unsere wichtigsten Ge-
schäftsbereiche wie folgt Stellung:  
 
In der Strom- und Erdgasversorgung haben wir gemäß § 1 des Energiewirtschaftsgeset-
zes eine möglichst sichere, preisgünstige, verbraucherfreundliche, effiziente und umwelt-
verträgliche Versorgung der Allgemeinheit anzustreben. Dieses Ziel wurde im Geschäfts-
jahr 2016 in allen Punkten erreicht. 
 
In der Wasserversorgung haben die Stadtwerke gemäß § 47 a Landeswassergesetz NW 
eine dem Gemeinwohl entsprechende öffentliche Wasserversorgung sicherzustellen. 
Darüber hinaus haben die Stadtwerke als mit der Wasserversorgung verpflichtetes Unter-
nehmen auf einen haushälteri schen Umgang mit dem Wasser hingewirkt. Ebenfalls ha-
ben die Stadtwerke gemäß § 1 der Trinkwasserver ordnung Wasser geliefert, das die 
menschliche Gesundheit vor nachteiligen Einflüssen, die sich aus der Verunreinigung von 
Wasser ergeben können, schützt. 
 
Im Verkehrsbereich haben die Stadtwerke Münster im Auftrag der Stadt Münster als Auf-
gabenträger des öffentlichen Nahverkehrs jederzeit sichere, effiziente und hochwertige 
Verkehrsleistungen angeboten. Die Vorgaben der Stadt Münster nach dem aktuellen Nah-
verkehrsplan wurden jederzeit erfüllt.

Seite 3 
Die Stadtwerke Münster haben auch im Geschäftsjahr 2016 entsprechend ihrer Satzung 
die Kunden und die Bevölkerung beraten mit dem Ziel, den Verbrauch von Energie und 
Wasser zu reduzieren. Ebenfalls ist die Bereitschaft z um Einsatz regenerativer Energie-
träger durch das Unternehmen gefördert worden. 
 
Die öffentliche Zwecksetzung der Stadtwerke Münster GmbH gemäß Gemeindeordnung 
NW wurde in allen Fällen erfüllt. 
 
Der Jahresabschluss 2016 sowie der Lagebericht für das Geschäf tsjahr 2016 sind von 
der pkf GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Duisburg, geprüft worden. Beanstandun-
gen haben sich nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. 
 
 
 
 
Stadtwerke Münster GmbH 
gez. Dr. Müller-Tengelmann  gez. Dr. Wernicke

Anlage 2_Vorlage_05_2017_JA_2016_SWMS_Pruefungsbericht

98446 Zeichen

Anlage 2 zur Beschlussvorlage V/0556/2017

v2

Stadtwerke Münster GmbH

Jahresabschluss und
Lagebericht 2016

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Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2016 (01.01.-31.12.)

2016 2015
€ €
Brutto-Umsatzerlöse 563.980.489,81 __515.422.227,19
Strom- und Energiesteuern -34.050.834,33  -32.009.265,26
1. Umsatzerlöse 529.929.655,48 483.412.961,93
I m
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen 812.651,04 -8.848.190,11
3. _Andere aktivierte Eigenleistungen 10.300.534,47 10.056.491,28
4. Sonstige betriebliche Erträge . 44.139.995,70 80.677 .458,26
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und
für bezogene Waren 226.579.219,85 237.702.635,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 172.500.594,48 _158.249.260,62

399.079.814,33__395.951.896,31

6. Personalaufwand

a) Löhne und Gehälter 49.734.986,20 47.715.482,17
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
und für Unterstützung 13.846.748,15 13.772.492,91
Davon für Altersversorgung 4.164.062,41€ 63.581.734,35 61.487.975,08

i. Vj. 4.182.980,22 €

7. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des

Anlagevermögens und Sachanlagen 25.654.002,23 24.207.874,32
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit
diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 2.401.000,00 0,00

28.055.002,23 24.207.874,32

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

a) Konzessionsabgaben 17.457.079,51 17.240.470,24

b) Übrige betriebliche Aufwendungen 31.775.796,27 35.094.331,08
49.232.875,78 52.334.801,32

9. Erträge aus Beteiligungen 4.120.738,82 5.892.950,35

Davon aus verbundenen Unternehmen 2.574.000,00 €
i.Vj. _2.648.250,00 €

10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.658.275,65 3.694.936,54

11. Erträge aus anderen Wertpapieren

und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 166.008,86 2.519.413,86
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.684,77 130.570,99
Davon aus verbundenen Unternehmen 47,50€
di. Vj. 9.30417 €)
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 17.733.609,00 10.304.683,07
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 7.826.808,84 9.112.471,26
Davon an verbundene Unternehmen 7.232,64 €
(Vi. 21.791,67 €)
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 1.507.843,14
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.357.782,12 1.589.574,72
17. Ergebnis nach Steuern 18.348.918,14 21.039.473,88
18. Sonstige Steuern 2.178.918,14 2.283.473,88
19. Jahresüberschuss 16.170.000,00 18.756.000,00
20. Verlustvortrag 0,00 -3.024.000,00
21. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 12.170.000,00 9.672.000,00
22. Vorabgewinnausschüttung 4.000.000,00 6.060.000,00

23. Bilanzgewinn ö 0,00 0,00

Münster, 19. Mai 2017
Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Müller-Tengelmann Dr. Wernicke

Anlage 2

Anlage _3
Seite 1

Anhang der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2016 (01.01. - 31.12.)
Handelsregister B des Amtsgerichts Münster, Handelsregisternummer HRB 343

Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Ge-
setzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWVG) aufgestellt.

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH (Stadt-
werke Münster oder SWMS), Münster, wurden nach den für große Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften gegliedert. Unter Berücksichtigung der aus der Art des Betriebs fol-
genden Besonderheiten wurde die Darstellung der Sachanlagen in der Bilanz ($ 265 Abs. 5
HGB) um die Posten

-  Verteilungsanlagen (für Energie- und Wasserversorgung)

- Fahrzeuge für Personenverkehr,

die Darstellung der Vorräte um den Posten

- Emissionsrechte,

die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten

- Forderungen gegen den Gesellschafter

und die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten

-  Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter

erweitert.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Jahresabschlusses nach dem Bilanzrichtlinie-Umset-
zungsgesetz (BiIRUG) wurden die Vorjahreszahlen nicht angepasst, sondern im Anhang

erläutert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die münsterNETZ GmbH (münsterNETZ), Münster, ist durch einen Beherrschungs- und
Ergebnisabführungsvertrag (Teilbeherrschungsvertrag für den regulierten Bereich) mit der
Stadtwerke Münster organschaftlich verbunden. Die Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserver-
sorgungsnetze sind an die münsterNETZ verpachtet. Für die Nutzung der Netze zur Ver-
sorgung der Kunden mit Energie und Wasser berechnet die münsterNETZ entsprechende
Netzentgelte. Zwischen den Gesellschaften bestehen Dienstleistungsverträge zu Planung,
Bau, Betrieb und Instandhaltung der Netze sowie zu verschiedenen, insbesondere kauf-
männischen Dienstleistungen.

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Anlage 3
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Das Ergebnis der münsterNETZ zum 31. Dezember 2016 in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vor-
jahr: 3,7 Mio. EUR) wird aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der
Stadtwerke Münster übernommen.

Im Vorjahr hatte die Stadtwerke Münster als Kommanditistin des Gemeinschaftskraftwerks
Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG, Essen, anteilige Aufwendungen aus der Verlustüber-
nahme in der Errichtungsphase (0 TEUR; Vorjahr: 1.508 TEUR) zu tragen. Die Aufwendun-
gen aus der Verlustübernahme entfallen, da die Stadtwerke Münster als Kommanditist aus
der Gesellschaft ausgeschieden ist.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der
Bilanz erläutert.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen
sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet worden.

Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten direkt zurechenbare Ein-
zelkosten und angemessene Gemeinkosten; Fremdkapitalzinsen und Verwaltungsko-
sten sind nicht einbezogen. Öffentliche Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und
Herstellungskosten abgesetzt.

Die Herstellungskosten für selbst erstellte Anlagen enthalten Zuschläge für Lager- und
Regiekosten von 20 %. Erneuerungsmaßnahmen im bestehenden Netz, die eine Länge
von 200 Metern und mehr erreichen, werden aktiviert.

Bei den planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich die betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Zugänge werden seit dem Geschäftsjahr 2011 linear
(zuvor degressiv) abgeschrieben.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern im Anlagevermögen betragen bei

Immateriellen Vermögensgegenständen 3- 7 Jahre
Grundstücken (Außenanlagen) und Bauten 7-50 Jahre
Verteilungsanlagen 20 - 55 Jahre
Technischen Anlagen und Maschinen 5-22 Jahre
Anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 - 14 Jahre

Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis 60 EUR werden unmittelbar als
Aufwand gebucht. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten zwischen 60 EUR
und 410 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, soweit es sich um unver-
zinsliche oder niedrigverzinsliche Darlehen handelt zum Nennwert bewertet. Die übrigen
Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertberichti-
gungen ausgewiesen. Soweit die Gründe für die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag
nicht mehr bestehen, ist entsprechend $ 253 Abs. 5 HGB zugeschrieben worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen ge-

mäß $ 253 Abs. 4 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten
oder zum niedrigeren Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet.

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Anlage 3
Seite 3

Die unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten und angemes-
sene Teile der Gemeinkosten) bewertet. Die unter den Waren ausgewiesenen Wasser-
vorräte werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Die den Stadtwerke Münster unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TEHG
(Treibhaus-Emissionshandelsgesetz) i.V. mit $ 8 i.V. mit $ 7 ZuG 2012 sind mit dem
Wert von 1 EUR ausgewiesen. Erworbene Emissionsrechte werden zu Anschaffungsko-
sten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (Marktwert) zum Bilanzstichtag aus-
gewiesen. Die nicht abgerechneten Aufträge an Dritte (unfertige Leistungen) in Höhe
von 3.513 TEUR (im Vorjahr 2.340 TEUR) werden unter den Vorräten bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie flüssige Mittel sind zum Nennwert
oder - soweit erforderlich - unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos be-
wertet. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Beteiligungsunter-
nehmen von insgesamt 32,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,9 Mio. EUR) wurden mit den jeweili-
gen Forderungen verrechnet.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse
Netz) werden auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswerts aufgelöst. Im 20. Jahr
nach Zugang wird der Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig
aufgelöst. Die Zugänge werden ab dem 1. Januar 2003 direkt gegen die Positionen des
Anlagevermögens verrechnet und wirken sich entsprechend den dort geltenden Nut-
zungsdauern abschreibungsmindernd aus.

Für Anschlüsse an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden
Netze der Strom- und Gasversorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber
gezahlte Ertragszuschüsse werden vom Netzbetreiber im Rahmen des bestehenden
Pachtvertrags an die Stadtwerke Münster GmbH als Netzeigentümer weitergeleitet. Die
Beträge werden nach den Regelungen des Energiewirtschaftsrechts ab 2007 als Pacht-
vorauszahlungen betrachtet und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten ein-
gestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem ver-
sicherungsmathematischen Verfahren der "projected unit credit method" (Methode der
laufenden Einmalprämie) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem
Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des endgültigen Leistungsanspruchs erarbeitet wird, und
bewertet jeden dieser Leistungsbausteine separat, um so die endgültige Verpflichtung
aufzubauen. Als Rechnungszins wurde gemäß $ 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der
Rückstellungsabzinsungsverordnung der für Ende Dezember 2016 veröffentlichte Wert
der Bundesbank in Höhe von 4,01 % einbezogen und somit das Wahlrecht zur Abzin-
sung über eine Laufzeit von 15 Jahren genutzt. Als Rechnungsgrundlage dienten wei-
terhin die Richttafeln 2005 G von Dr. K. Heubeck.

Bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurde eine Rentendynamik von 1,50 %
p. a. in die versicherungsmathematischen Berechnungen einbezogen.

Bei der Rückstellung für Deputatverpflichtungen wurden Kostensteigerungen von 2,50 %
p. a. berücksichtigt sowie Fluktuationen von 2,00 % p.a. bei einem Alter von bis zu
30 Jahren bzw. 1,00 % bei einem Alter von bis zu 40 Jahren.

Der Rückstellung für Altersteilzeit liegt ein Rechnungszins von 3,24 % sowie ein Anwart-
schaftstrend von 2,00 % p.a. zu Grunde.

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Anlage 3
Seite 4

Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der Kommuna-
len Versorgungskassen Westfalen-Lippe, Münster, (KVW) resultierenden Verpflichtun-
gen wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens zum 31. Dezem-
ber 2016 (Rechnungszins 4,01 %, Gehaltstrend 1,50 % p.a., Rententrend 1,00 % p.a.)
bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten
bis zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Zum Stichtag
31. Dezember 2016 betrug der Umlagesatz 4,5 % zuzüglich eines Sanierungsgeldes in
Höhe von 3,25 %. Umlagesatz und Sanierungsgeld werden von der Gesellschaft allein
getragen. Die Summe der beitragspflichtigen Löhne und Gehälter für das Jahr 2016 be-
trägt 45,8 Mio. EUR (Vorjahr: 45,8 Mio. EUR). Zur Abdeckung der aus einer möglichen
Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen wurde zum 31.12.2016 ein Wert von
60.851 TEUR ermittelt. Aus der stetigen anteiligen Dotierung besteht zum Stichtag eine
Rückstellung von 33.353 TEUR. In Ausübung des Wahlrechts nach Art. 28 EGHGB Abs.
1 Satz 2 wurden zusätzlich 2.000 TEUR zur Deckung zukünftiger Zinsrisiken zu Lasten
des Zinsaufwands zugeführt. Die Rückstellung beläuft sich nunmehr insgesamt auf
35.353 TEUR, sodass die verbleibende Unterdeckung 25.498 TEUR beträgt. Es ist vor-
gesehen, diese Deckungslücke weiterhin durch ratierliche Zuführungen in den kommen-
den Jahren systematisch zu schließen.

Bei den übrigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und grund-
sätzlich mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
2. Angaben zu Posten der Bilanz
Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt.

Die auf die Vermögensgegenstände der stromerzeugenden Bestandteile der GuD-An-
lage Standort HKW Hafen im Jahr 2013 vorgenommene außerplanmäßige Abschrei-
bung nach $ 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von 13,9 Mio. EUR wurde beibehalten.

In 2014 haben die Gesellschafter der FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Gre-
ven, (FMO) ein Finanzierungskonzept zur Ausstattung des FMO mit Eigenkapital be-
schlossen. Das Konzept sieht jährliche Zuführungen der Gesellschafter in das Eigenka-
pital des FMO vor, die jeweils gesondert mit einem Vorlauf von zwei Kalenderjahren von
den Gesellschaftern verpflichtend beschlossen werden. Die durch diesen verpflichten-
den Beschluss begründete Erhöhung des Beteiligungswertes wird regelmäßig durch
eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert. Im Jahresabschluss 2016 sind neben
der Anfang 2016 geleisteten Einzahlung in die Kapitalrücklage die weiteren für 2017 und
für 2018 beschlossenen Zuführungen erfasst und wurden insgesamt mit 17,7 Mio. EUR
wertberichtigt. Auf die Beteiligung an der Westfälische Landeseisenbahn GmbH,
Lippstadt, (WLE) wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 63 TEUR
nach 8 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vorgenommen. Die FMO erhielt weiterhin aufgrund des
oben genannten Finanzierungskonzepts im Dezember 2015 ein Darlehen in Höhe von
5.890 TEUR. Für dieses Darlehen ergibt sich aufgrund der vertraglich vereinbarten,
marktgerechten Zins- und Tilgungsregelungen sowie der mit dem Finanzierungskonzept
verbundenen, positiven Entwicklungsprognose der FMO keine notwendige Wertberich-
tigung.

Mit dem Ende des Erbpachtvertrages haben die Stadtwerke Münster die aufstehenden

Gebäude vom Erbpächter, Fa. Imperial GmbH (vormals: Lehnkering GmbH, Duisburg)
zu dem nach vertraglicher Vereinbarung gutachterlich ermittelten Wert von 2,8 Mio. EUR

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Anlage 3
Seite 5

übernommen. Das Grundstück steht im Zuge der Entwicklung der Hafensüdseite zur
Veräußerung an. Sollten die Verkaufsverhandlungen im Ergebnis nur das Grundstück
ohne die aufstehenden Gebäude umfassen, ist aufgrund der nicht gegebenen betriebli-
chen Nutzung grundsätzlich von dem Abriss der Gebäude auszugehen. Auf die Gebäude
wurde daher eine außerplanmäßige Abschreibung von 2,4 Mio. EUR vorgenommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Ver-
brauch der Kunden der Energie- und Wasserversorgung zwischen Ablese- und Bilanz-
stichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen saldiert wurde.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter enthalten hauptsächlich mit 11.780 TEUR
die Kapitalzuführung an die FMO für die Jahre 2017 und 2018. Die übrigen Forderungen
betreffen u.a. (abgegrenzte) Energie- und Wasserlieferungen, die mit Abschlagszahlun-
gen verrechnet wurden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die Forderungen gegen Unter-
nehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen im Wesentlichen (mit
Überzahlungen verrechnete) Energie- und Wasserlieferungen, Kostenerstattungen und
die Gewinnübernahme der münsterNETZ. Auch hier wurden die Forderungen und Ver-
bindlichkeiten zum Bilanzausweis zusammengefasst.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr
nicht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen
aus Überzahlungen von Steuern in Höhe von 17.310 TEUR und noch nicht abziehbare
Vorsteuer auf Energielieferungen in Höhe von 4.853 TEUR.

Zur Absicherung von Bürgschaften wurden Festgelder in Höhe von 2,41 Mio. EUR ver-
pfändet. Diese sind daher entsprechend ihrer Fristigkeit unter den sonstigen Ausleihun-
gen (2,41 Mio. EUR) ausgewiesen.

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert 51.200.000 EUR.
Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 21.027 TEUR zugeführt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016 weist einen Jahresüber-
schuss von 16,2 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2016 gelei-
steten Vorabgewinnausschüttung von 4,0 Mio. EUR und der Einstellung in die anderen
Gewinnrücklagen von 12,2 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0,0 Mio. EUR.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umfassen im Wesentli-
chen die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen einschließlich KVW (37,9 Mio. EUR)
und Rückstellungen für Deputatverpflichtungen (5,1 Mio. EUR). Der Unterschiedsbetrag
zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Markt-
zinssatzes der vergangenen zehn Jahre und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maß-
gabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt
11,2 Mio. EUR. Es steht genügend frei verfügbares Eigenkapital zur Ausschüttung zur
Verfügung.

Die sonstigen Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf die Drohverlustrückstellun-

gen (20,9 Mio. EUR), die ATZ-Rückstellung (3,7 Mio. EUR), die (mit Abschlagszahlun-
gen saldierte) Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebs

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Seite 6

(10,1 Mio. EUR), die Rückstellung für ausstehende Eingangsrechnungen
(7,3 Mio. EUR). Zur Absicherung der Vereinbarung zur Altersteilzeit wurde eine Bürg-
schaft abgeschlossen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Genussrechtsinhabern bestehen in Höhe von
2.230 TEUR (im Vorjahr 2.293 TEUR). Die Genussrechte wurden zur Finanzierung von
Photovoltaikanlagen ausgegeben. Das gezeichnete Kapital wird ab dem Tag der Ein-
zahlung in Abhängigkeit der Sonneneinstrahlung verzinst. Es handelt sich um folgende

Projekte:

Nieland 20-34 in Münster, Inbetriebnahme 2008 100.000,00 EUR
Busdepot Rösnerstr. 13 in Münster, Inbetriebnahme 2009 100.000,00 EUR
Sonnenstadt in Münster, Inbetriebnahme 2010 100.000,00 EUR
Sonnenwerk in Münster, Inbetriebnahme 2010 100.000,00 EUR
Weicon in Münster, Inbetriebnahme 2010 50.000,00 EUR
Deponie Coerde in Münster, Inbetriebnahme 2010 1.750.000,00 EUR
Reit- und Fahrverein Ostbevern, Inbetriebnahme 2010 30.000,00 EUR
Summe 2.230.000,00 EUR

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren insbesondere aus dem
zur Finanzierung der Strategie 2020 aufgenommenen Schuldscheindarlehen
(70,0 Mio. EUR).

Die Gesellschaft hat im Jahr 2013 ein Darlehen der Hamburger Sparkasse AG, Ham-
burg, in Höhe von nominal 5,9 Mio. EUR aufgenommen. Dieses wurde zum Erwerb der
Photovoltaik-Freiflächenanlage in Hassendorf verwendet. Durch Übertragung der PV-
Anlage ist das Darlehen abgesichert.

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Anlage 3
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Zur Zinsabsicherung von variabel verzinslichen Darlehen werden folgende Zinsswaps

eingesetzt.
Nr. Produkt Laufzeit Betrag in TEUR | Marktwert in TEUR
1. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.19 6.000 -308
2. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.22 5.000 -582
3. Zinsswap 22.11.13 - 22.11.24 3.000 -464
4. Zinsswap 22.10.17 - 22.10.27 2.550 -340
5. Zinsswap 30.03.12 - 30.12.26 5.300 -393

Die Grundgeschäfte (Darlehen) und die Sicherungsgeschäfte (Zinsswaps) weisen
neben der Betragsidentität auch die gleiche Laufzeit auf. Aufgrund der deckungsgleichen
Beziehung konnte auf eine bilanzielle Risikovorsorge für die nach bankinternen
Berechnungsmodellen errechneten negativen Zeitwerte von insgesamt 2.087 TEUR ver-
zichtet werden. Es wurde die Einfrierungsmethode verwendet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen hauptsächlich auf
Strom- und Gasbezugsrechnungen und EEG-Umlagen an Übertragungsnetzbetreiber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Ver-
bindlichkeiten aus Überzahlungen von Jahresverbrauchsabrechnungen. Debitorische
Kreditoren wurden verrechnet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nach Saldierung mit den
Forderungen resultieren im Wesentlichen aus Netzentgeltabrechnungen und erbrachten
Linienverkehrsleistungen der Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis be-
steht, betreffen insbesondere die Zuführungen in die Kapitalrücklage des FMO für die
Jahre 2017 und 2018 sowie IT-Dienstleistungen.

Durch Grundpfandrechte oder ähnliche Rechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen in
Höhe von 8.517 TEUR. Davon entfallen 3.719 TEUR auf eine Grundschuld zur Besiche-
rung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie 4.798 TEUR auf eine Si-
cherungsübereignung für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Mit einer Inan-
spruchnahme ist nicht zu rechnen.

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Anlage 3

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Für Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:
31.12.2016 Bilanz bis 1 Jahr >1Jahr davon> 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Genussscheinkapital 2.230 263 717 1.250
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 112.925 5.960 29.209 77.756
Erhaltene Anzahlungen 62 62 I -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 45.931 45.205 561 165
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter 1.383 1.383 - =
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 446 446 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unter-
nehmen, mit denen ein Beteili-
gungsverhältnis besteht 12.825 12.824 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 14.654 14.654 - ie
Summe 190.456 80.797 30.487 79.171
31.12.2015 Bilanz bis 1 Jahr >1 Jahr davon > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Genussscheinkapital 2.292 63 830 1.400
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 118.377 5.770 27.407 85.200
Erhaltene Anzahlungen 87 87 - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 47.909 46.219 1.435 255
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Gesellschafter 1.491 1.491 - -
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 545 544 - -
Verbindlichkeiten gegenüber Unter-
nehmen, mit denen ein Beteili- 187 187 - -
gungsverhältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten 6.400 6.400 - -
Summe 177.288 60.761 29.672 86.855

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Anlage 3
Seite 9

Die sonstigen Verbindlichkeiten entfallen im Wesentlichen auf Steuern (7,3 Mio. EUR;
Vorjahr: 1,5 Mio. EUR), Guthaben auf Jahresverbrauchsabrechnungen (1,9 Mio EUR,
Vorjahr: 3,0 Mio EUR), auf erhaltene noch nicht abgerechnete Zuschüsse (2,1 Mio. EUR;
Vorjahr: 1,5 Mio. EUR), Überzahlungen aus der Verbrauchsabrechnung aus Installatio-
nen und Bauleistungen (1,6 Mio. Euro; Vorjahr 0,4 Mio. EUR) und auf Rückzahlungsver-
pflichtungen aus dem Label Grüner Strom (1,2 Mio. EUR; Vorjahr 0,0 Mio. EUR).

Der passivische Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen die vom
Netzbetreiber durchgeleiteten Baukostenzuschüsse. Es sind Pachtvorauszahlungen von
23,8 Mio. EUR für das Strom- und das Gasnetz passiv abgegrenzt.

Es besteht ein nicht bilanzierter Überhang der aktiven Steuerlatenzen, denen Bewer-
tungsunterschiede bei den Sach- und Finanzanlagen, bei den Rückstellungen für Pen-
sionen und ähnliche Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen zugrunde lie-
gen. Diesen steht lediglich eine passive Steuerlatenz aus den Sonderposten mit Rück-
lageanteil gegenüber. Der betriebsindividuelle Steuersatz beträgt 31,9 %.

Steuerlatenzen SWMS per 31.12.2016 in TEUR
Posten Ertrag- latente
|

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Ina

Sachanlagen 3.290 31,93 1.050

Finanzanlagen

Beteiligungen an Kapitalgesellschaften 2.331 31,93) 744

Beteiligungen an Personengesellschaften 6.266) 15,83 992

Verlustvortrag, körperschaftsteuerlich () 15,83

Verlustvortrag, gewerbesteuerlich 739 16,10) dl
Summe Aktiviatenzen ausVerlustvortrag | __738|15smm| 118]

Sonderposten mit Rücklageanteil -5.289 31,93) -1.689
U 3

Summe Passivlatenzen aus SoPo mit Rücklageanteil -1.689

Saldo: 74.947 22.805

3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Durch erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinien-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) wur-
den Posten aus den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert.

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Es handelt sich dabei im Wesentlichen um die Erträge aus der Verpachtung der Versor-
gungsnetze (32,5 Mio. EUR; Vorjahr 31,5 Mio. EUR) und der Vermietung des Verwal-
tungsgebäudes an die Stadt Münster (3,1 Mio. EUR; Vorjahr 3,0 Mio. EUR). Unter An-
wendung des BiIRUG betragen die Umsatzerlöse für 2015 525,3 Mio. EUR.

Die Umsatzerlöse werden vermindert um die darin enthaltene Strom- und Erdgassteuer
ausgewiesen. Sie betragen im Berichtsjahr 529.930 TEUR. Davon entfallen (unter Be-
rücksichtigung von Installationsleistungen und sonstigen Nebengeschäften der Sparten)
251.983 TEUR auf die Stromversorgung, 123.947 TEUR auf die Gasversorgung,
48.759 TEUR auf die Wasserversorgung, 45.783 TEUR auf die Fernwärmeversorgung,
40.278 TEUR auf den Verkehrsbetrieb und 19.179 TEUR auf die übrigen Aktivitäten.

Die aktivierten Eigenleistungen betragen 10,3 Mio. EUR (Vorjahr: 10,1 Mio. EUR) und
beinhalten insbesondere die Leistungen im Netzbereich.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Er-
stattung der Konzessionsabgabe (12,3 Mio. EUR), aus der Auflösung von Rückstellun-
gen (20,1 Mio. EUR), aus dem Belastungsausgleich nach KWKG (6,3 Mio. EUR) sowie
Schadensersatzleistungen (2,0 Mio. EUR).

Die periodenfremden Erträge betragen 0,6 Mio. EUR. Dabei handelt es sich um die Rück-
forderung der Konzessionsabgabe für Nachtstrom an die Stadt Münster für die Jahre 2010
- 2015.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren sind (wie
im Vorjahr) im Wesentlichen geprägt durch Bezugsaufwendungen für Energie- und Was-
serlieferungen (138.246 TEUR) und EEG-Zahlungen an Übertragungsnetzbetreiber
(70.362 TEUR). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betreffen
(wie im Vorjahr) hauptsächlich die an die münsterNETZ abgeführten Netzentgelte
(126,7 Mio. EUR). Periodenfremde Bezugsaufwendungen für Energie- und Wasserliefe-
rungen betragen 0,5 TEUR und sind im Betrag von 138.246 TEUR enthalten. Insgesamt
4.160 TEUR wurden im Zuge des BilRUG von den sonstigen betrieblichen Aufwendun-
gen in den Materialaufwand umgegliedert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe
(17,5 Mio. EUR) im Wesentlichen IT-Dienstleistungen (9,1 Mio. EUR), Aufwendungen
für Vertrieb, Sponsoring und Werbung (3,1 Mio. EUR), Rechts-, Prüfungs- und Bera-
tungskosten (2,6 Mio. EUR), Versicherungsbeiträge (1,9 Mio. EUR), Gebühren und Ab-
gaben (1,7 Mio. EUR), Wartung und Pflege von Software (1,6 Mio. EUR), Porto, Fern-
sprechgebühren und Frachten (1,2 Mio. EUR) und Miet-, Pacht- und Leasingaufwendun-
gen (1,0 Mio. EUR).

Die periodenfremden Aufwendungen betragen 1,0 Mio. EUR. Dabei handelt es sich im
um Rückzahlungsverpflichtungen aus dem Label Grüner Strom für die Jahre 2014 - 2015
in Höhe von 1,0 Mio. EUR.

Der Zinsaufwand besteht großenteils aus Zinsen für Fremddarlehen (3.194 TEUR; Vor-
jahr: 3.352 TEUR) und wurde des Weiteren durch Aufzinsung von Rückstellungen ge-
mäß $ 277 Abs. 5 HGB in Höhe von 3.776 TEUR (Vorjahr: 5.057 TEUR) belastet. Letz-
tere entfallen im Wesentlichen auf Pensionsrückstellungen (95 TEUR; Vorjahr:
106 TEUR), Rückstellung Unterdeckung KVW (3.302 TEUR; Vorjahr: 4.430 TEUR),
Rückstellungen für Deputate (183 TEUR; Vorjahr: 223 TEUR) und Rückstellungen für
Altersteilzeit (140 TEUR; Vorjahr: 243 TEUR).

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Seite 11

Il. Angaben zum Jahresergebnis

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016 weist einen Jahresüber-
schuss von 16,2 Mio. EUR aus. Unter Anrechnung der bereits im Dezember 2016 geleiste-
ten Vorabgewinnausschüttung von 4,0 Mio. EUR und der Einstellung in die anderen Ge-
winnrücklagen von 12,2 Mio. EUR ergibt sich ein Bilanzgewinn von 0,0 Mio. EUR.

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Seite 12

IV.Vermerke

Der Bilanzvermerk betrifft zum einen zehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen
Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Höhe von insgesamt 11.655 TEUR (Vorjahr:
15.375 TEUR). Die FMO wird aufgrund des von den Gesellschaftern in 2014 beschlossenen
Finanzierungskonzepts durch Erhöhung des Eigenkapitals und durch Gesellschafterdar-
lehn in seiner Finanzkraft gestärkt. Die bürgschaftsgesicherten Darlehen sollen dann abge-
löst werden. Die Gesellschafter haben bereits die Beschlüsse zur Umsetzung der ersten
Tranchen des Finanzierungskonzeptes bis einschließlich 2018 gefasst. Unter der
Voraussetzung, dass auch die weiteren verpflichtenden Beschlüsse ebenso wie diese ge-
fasst werden, ist eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften bei Umsetzung der positiven
Entwicklungsprognose nicht zu erwarten.

Zum anderen betrifft der Bilanzvermerk zwei Bürgschaften zugunsten der Westfälischen
Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, in Höhe von 636 TEUR (Vorjahr: 657 TEUR) für zwei
Darlehen. Die Westfälische Landes-Eisenbahn GmbH, Lippstadt, hat 2014 ein Darlehen
über 2.700 TEUR mit einer Laufzeit von 15 Jahren und im Jahr 2015 ein weiteres Darlehen
über 2.000 TEUR mit einer Laufzeit von 20 Jahren aufgenommen. Diese Darlehen werden
durch die drei Hauptgesellschafter Kreis Warendorf, Kreis Soest und Stadtwerke Münster
GmbH verbürgt. Aufgrund eines Ergebnisübernahmevertrages ist das Risiko einer Inan-
spruchnahme nahezu auszuschließen.

Der Bilanzvermerk berücksichtigt in der Höhe die Bürgschaftsvaluta per 31. Dezem-
ber 2016.

V. Ergänzende Angaben
1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionen beliefen sich zum 31. Dezem-
ber 2016 auf 5,7 Mio. EUR. Aus Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen einem
und fünf Jahren resultieren jährliche Verpflichtungen von 167 TEUR.

Aus der Beteiligung an der Green Gecco Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Tro-
isdorf, können sich durch die Investitionen in Projekte zur regenerativen Energieerzeu-
gung finanzielle Verpflichtungen bis zur einer Höchstgrenze von 9,8 Mio. EUR ergeben.
Die Höhe der möglichen finanziellen Verpflichtungen ist von den jeweils erworbenen
Projekten abhängig.

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sonderver-
trags- und Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unterneh-
merischer Risikovorsorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie
im Wert von 171,6 Mio. EUR geschlossen worden.

2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:

Dr. Henning Müller-Tengelmann (kaufmännischer Geschäftsführer)
Dr. Dirk Wernicke (technischer Geschäftsführer)

Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit hauptberuflich aus.

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Anlage 3
Seite 13

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Gerhard Joksch
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Ratsherr, Bürgermeister

Freiberuflicher Raumplaner und Berater

Rolf Wischer

1. Stellvertretender Vorsitzender
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Arbeitnehmervertreter
KFZ-Mechaniker

Maria Winkel

Ratsfrau

2. Stellvertretende Vorsitzende
Kauffrau in der Grundstücks-
und Wohnungswirtschaft

Frank Baumann
Ratsherr
Online-Designer

Wilhelm Breitenbach
Sachkundiger Bürger
Schulleiter

bis 29.06.2016

Katrin Dünzelmann

Sachkundige Bürgerin
Geschäftsführende Gesellschafterin
ab 11.05.2016

Franz Gemmeke
Sachkundiger Bürger
Rentmeister

Walter von Göwels
Ratsherr
Selbst. Versicherungsfachmann

Guido Gringel
Arbeitnehmervertreter
Abteilungsleiter Einkauf

Michael Kleyboldt
Ratsherr
Studiendirektor

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Antonio Machado
Arbeitnehmervertreter
Lagerist

Dr. Hans Moormann
Sachkundiger Bürger
Kaufmann

bis 11.05.2016

Dr. Didem Ozan

Ratsfrau

Fachfrau für Öffentlichkeitsarbeit/Re-
dakteurin

ab 29.06.2016

Alfons Reinkemeier
Stadtkämmerer

Rüdiger Sagel
Ratsherr
Diplom-Ingenieur

Michael Spiekermann-Blankertz
Arbeitnehmervertreter
Freigestelltes Betriebsratsmitglied
Industriekaufmann

Hermann Terborg
Sachkundiger Bürger
Rechtsanwalt

Hans Varnhagen
Ratsherr
Dachdeckermeister

Marcus Vorholt
Arbeitnehmervertreter
Verkehrsmeister

Michael Weidekamp
Arbeitnehmervertreter
Techn. Angestellter

Anlage 3
Seite 14

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für das Berichtsjahr 537 TEUR und
setzten sich wie folgt zusammen:

Dr. Henning Müller-Tengelmann | Dr. Dirk Wernicke
Leistungsorientierte Vergütung ——— 9 39]
40

39
Arbeitgeberfinanzierte Er
Beiträge zur Altersversorgung 20
Gesamt 290

*inkl. geldwertem Vorteil

Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 171 TEUR an Pen-
sionen aufgewendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von
2.483 TEUR.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für die Teilnahme an den Sitzungen ein Sit-
zungsgeld. Aufsichtsratsmitglieder, die gleichzeitig Mitglieder des Rates der Stadt Mün-
ster sind, erhalten kein Sitzungsgeld von den Stadtwerken Münster. Die Bezüge für den
Aufsichtsrat betrugen insgesamt 1.319 EUR. Die Bezüge setzen sich wie folgt zusam-

men:

Breitenbach, Wilhelm 62,80 EUR
Dünzelmann, Katrin 125,60 EUR
Gemmeke, Franz 125,60 EUR
Gringel, Guido 157,00 EUR
Machado, Antonio 125,60 EUR
Spiekermann-Blankertz, Michael 125,60 EUR
Terborg, Hermann 157,00 EUR
Vorholt, Marcus 125,60 EUR
Weidekamp, Michael 157,00 EUR
Wischer, Rolf 157,00 EUR

Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Dar-
lehen erhalten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während ihrer Tätigkeit als Mitglie-
der des Aufsichtsrates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehen erhalten; deren
Wert betrug zum 31. Dezember 2016 18.831 EUR bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %.
Von den bestehenden Darlehen wurden 3.246 EUR getilgt. Lohn- und Gehaltsvor-
schüsse wurden nicht gewährt.

3, Belegschaft

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer im Geschäftsjahr 2016 beträgt 1.011 nach
1.028 im Vorjahr. Die Belegschaft bestand durchschnittlich aus 839 (Vorjahr 856) voll-
zeitbeschäftigten und 172 (Vorjahr: 172) teilzeitbeschäftigten Mitarbeitern.

Die Gesellschaft ist Mitglied der KVW. Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im
Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversor-
gung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begründung der Mitgliedschaft ver-
pflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag über die Versorgung
der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu versichern
sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3,25 % Sanierungsgeld und wird von

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Anlage 3
Seite 15

der Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und
Gehälter für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 45,9 Mio. EUR. Zur Abdeckung der aus
einer möglichen Unterdeckung der KVW folgenden Verpflichtungen von 60,9 Mio. EUR
hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 35,3 Mio. EUR gebildet.

4. Angaben zu Anteilsbesitz gemäß $ 285 Nr. 11 HGB:

Höhe des
Name und Sitz der Gesellschaft ‚Anteils
am Kapital
am Eigenkapital
31.12.2016 am 31.12.2016 Ergebnis 2016
% TEUR TEUR
münsterNETZ GmbH, Münster* 100 100 0
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH,
Münster 100 715 205
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99 27.275 2.795
items GmbH, Münster**** 32 4.571 64
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH,
Münster*** 50 2.691 398
smart optimo Verwaltungs-GmbH, 50 164 22
Osnabrück***
smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück*** 46 8.339 1.554
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V.,
Enschede, Niederlande**** 50 1.432 38

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Anlage 3

Seite 16
Name und Sitz der Gesellschaft Höhe des
Anteils
am Kapital Eigenkapital
am am Ergebnis
31.12.2016 31.12.2016 2016
% TEUR TEUR

Windkraft
Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum*/*** 49,9 110 0
FMO
Flughafen Münster / Osnabrück GmbH,
Greven 35 56.005 /. 10.008
Lokalradio Münster
Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG,
Münster** 25
Energiepark Detmold Verwaltungs GmbH, 100 25 1
Münster
Energiepark Detmold GmbH & Co. WP DT KG,
Münster**** 100 1.497 |. 338
Bürgerwindpark Löningen GmbH & Co. KG,
Löningen**** 100 1. 631 44
Bürgerwindpark Löningen Verwaltungs-GmbH,
Löningen**** 100 29 1

* Das Ergebnis der Gesellschaft wird aufgrund eines bestehenden Vertrags übernommen
bzw. ausgeglichen.

Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses ist in Anwendung

der Ausnahmeregelung gemäß $ 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB unterblieben.

“ Eigenkapital zum 31.12.2015 sowie Ergebnis 2015

** _ vorläufiges Ergebnis (vor Prüfung und vor Gremienbeschluss).

5. Angaben gemäß $ 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Von der münsterNETZ wurden Leistungen in Höhe von 107.366 TEUR (Netzentgelte
103.002 TEUR, Mehr- Mindermengen Strom und Gas 4.174 TEUR, Stromeinspeisungen
aus KWK-Anlagen 190 TEUR) bezogen; an die münsterNETZ wurden Leistungen in
Höhe von 107.661 TEUR (Netzdienstleistungen 39.859 TEUR, Netzpacht
44.845 TEUR, Stromeinspeisung u. KWK-Vergütung dezentraler Anlagen 12.549 TEUR,
Mehr-Mindermengen Strom und Gas 4.576 TEUR, Netzverluste 2.241 TEUR, Entgelt für
dezentrale Einspeisung 2.035 TEUR, Dienstleistungen im Rahmen der Serviceverein-
barung 1.076 TEUR und Energiebezug der Netze 480 TEUR) abgerechnet.

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Anlage 3
Seite 17

6. Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Anhang zum Konzernabschluss der Stadt-
werke Münster genannt. Auf eine Angabe wird hier daher nach $ 285 Nr. 17 HGB ver-

zichtet.

7. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen
zustande gekommen sind

Im Geschäftsjahr 2016 wurden weiterhin keine Geschäfte mit nahestehenden Personen
abgeschlossen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

8. Einbeziehung in Konzernabschluss
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke
Münster GmbH, Münster, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der
Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzern-
abschluss der Gesellschaft wird ferner in den NKF-Gesamtabschluss der Stadt Münster
einbezogen.

9. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres
sind nicht eingetreten.

Münster, den 19. Mai 2017

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)

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Lagebericht
der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2016 (01.01.-31.12.)

Geschäftsmodell des Unternehmens

Geschäftstätigkeit und Unternehmensstruktur

Die Stadtwerke Münster GmbH, Münster, (Stadtwerke Münster) sind als 100-prozentige Toch-
ter der Stadt Münster in der Versorgung von Kunden mit Energie und Wasser, im öffentlichen
Personennahverkehr und weiteren kommunalen Dienstleistungen für die Bürger und Kunden
in Münster und der Region tätig.

Die unternehmerische Tätigkeit der Stadtwerke Münster gliedert sich in die vier Geschäftsfelder
Energie- und Wasservertrieb, Versorgungsnetze, Erzeugung und Verkehr.

Der Lagebericht stellt die Geschäftsfelder entsprechend den betrieblichen Strukturen dar. Die
Tätigkeiten der Stadtwerke Münster als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des & 6b
Abs. 7 Satz 4 EnWG werden in den Abschnitten "Ertragslage" sowie "Finanz- und Vermögens-
lage" erläutert.

Unternehmensstrategie

Qualität und Effizienz im Kerngeschäft - so lautet die grundlegende Ausrichtung, nach denen
die Stadtwerke Münster ihr Handeln in den vier Geschäftsfeldern stetig verbessern und opti-
mieren.

Die im Vorjahr überarbeiteten Ziele der Strategie werden auf der Grundlage einer hohen Pro-
zessqualität und einer hohen Prozesseffizienz im Kerngeschäft in den drei strategischen Säu-
len

- Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien

- Innovative kommunale Mehrwertdienste

- Dienstleistungen für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruk-
tur

weiter konsequent verfolgt und mit einzelnen Maßnahmen unterlegt.
Diese drei strategischen Säulen beschreiben die inhaltlichen Schwerpunkte und Stoßrichtun-
gen, die die Stadtwerke Münster bei der Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen so-

wie bei der Planung und Umsetzung von Infrastrukturmaßnahmen und sonstigen technischen
Projekten zugrunde legen.

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Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt stieg 2016 um 1,9 % an. Die Gesamtstromerzeugung in Deutschland
stieg in 2016 nochmals leicht um 0,2 % an. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der hö-
heren gesamten Stromerzeugung in Deutschland blieb mit 29,0 % konstant (Quelle: Statisti-
sches Bundesamt).

Das Vertriebs- und Versorgungsgebiet der Stadtwerke Münster ist stark vom Handels- und
Dienstleistungssektor sowie von Privatkunden geprägt. Die konjunkturelle Entwicklung wirkt
sich daher grundsätzlich nur in begrenztem Maße auf die Geschäftsentwicklung aus. Lediglich
der Absatz an unsere Geschäftskunden zeigt eine stärkere Abhängigkeit von der Konjunk-
turentwicklung.

Geschäftsverlauf

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 übertrifft mit einem Jahresüberschuss von
16,2 Mio. EUR die Erwartungen des Wirtschaftsplans. Im operativen Geschäft konnten die
Ergebnisziele auch in diesem Geschäftsjahr im Wesentlichen erreicht, teilweise übertroffen
werden. Der Energievertrieb hatte infolge der milden Witterung auch in 2016 gegenüber dem
Plan noch geringere Absatzmengen bei Gas und Fernwärme zu verzeichnen. Der Wasserver-
trieb erreichte 2016 eine Mengen- und Margensteigerung gegenüber dem Plan. Der Ergebnis-
beitrag des Energie- und Wassernetzes lag leicht über Plan.

Die bei der Finanzbeteiligung FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, zu realisie-
rende Ergebnisbelastung betrug 17,7 Mio. EUR. In 2014 haben die Gesellschafter des FMO
ein Finanzierungskonzept zur Ausstattung des FMO mit Eigenkapital beschlossen. Das Kon-
zept sieht jährliche Zuführungen der Gesellschafter in das Eigenkapital des FMO vor, die je-
weils gesondert mit einem Vorlauf von zwei Kalenderjahren von den Gesellschaftern verpflich-
tend beschlossen werden. Die durch diesen verpflichtenden Beschluss begründete Erhöhung
des Beteiligungswertes wird regelmäßig durch eine außerplanmäßige Abschreibung korrigiert.
Im Jahresabschluss 2016 sind neben der Anfang 2016 geleisteten Einzahlung in die Kapital-
rücklage die weiteren für 2017 und für 2018 beschlossenen Zuführungen erfasst. Die Fahr-
gastzahlen im Geschäftsfeld Verkehr konnten gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres
nochmals gesteigert werden.

Folgende zentrale finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden zur Darstellung
des Geschäftsverlaufs und der Lage der Gesellschaft herangezogen:

finanzielle Indikato- Ist 2016 Plan 2016 relative Veränderung
ren

Jahresüberschuss 16,2 Mio. EUR 13,0 Mio. EUR 24,6%
Umsatzerlöse 529,9 Mio. EUR 502,0 Mio. EUR 5,5%
Investitionen 35,7 Mio. EUR 36,9 Mio. EUR -3,3%

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nichtfinanzielle Indi- Ist 2016 Plan 2016 relative Veränderung
katoren
Stromabsatz 1.182 Mio. kWh 1.192 Mio. kWh -0,8%
Erdgasabsatz 2.059 Mio. kWh 2.186 Mio. kWh -5,8%
Wärmeabsatz 606 Mio. kWh 615 Mio. kWh -15%
Wasserabsatz 16,6 Mio. m? 16,0 Mio. m? 3,8%
Stromerzeugung

460 Mio. kWh 452 Mio. kWh 1,8%
Fahrgastzahlen 45,1 Mio. 44,5 Mio. 1,3%

Die Umsatzerlöse lagen 5,5 % über dem Planansatz, insbesondere bedingt durch die Umglie-
derungen nach den erstmals anzuwendenden Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungs-
gesetzes (BilRUG). Im Strommarkt konnten die abgesetzten Mengen insgesamt um 6,3% - bei
einzelnen Kundengruppen zum Teil deutlich - gesteigert werden. Dabei sticht besonders der
Ökostrom mit einem Plus von 24,2 % heraus und hat einen Anteil von 12,3 % am gesamten
Stromabsatz erreicht. Die Mengensteigerung wurde vor allem im Segment Geschäftskunden
mit relativ knappen Margen erreicht. Aber auch Privatkunden wechselten bei im Wesentlichen
konstanten Preisen zu Produkten mit knappen Margen. Im Gasmarkt konnten die abgesetzten
Mengen trotz der unter dem langjährigen Durchschnitt liegenden Gradtagszahlen witterungs-
bedingt um 6,0 % gesteigert werden. Die Gaserlöse gingen bedingt durch eine Preissenkung
im Oktober 2016 jedoch um 0,9 % zurück. Eine parallele Entwicklung zeigte der Wärmemarkt.
Die Fernwärmepreise wurden aufgrund der Preisanpassungsformel zum 01.01.2016 gesenkt,
so dass trotz einer witterungsbedingten Mengensteigerung um 7,3 % die Wärmeerlöse um 1,3
% zurückgingen.

Das gute operative Ergebnis sowie die Erträge aus der Auflösung von nicht mehr benötigten
Rückstellungen infolge reduzierter Risiken in den Energiebeschaffungsportfolien führten trotz
der Belastung durch die notwendige Wertberichtigung auf die Kapitalerhöhungen bei der FMO
zu einem Jahresüberschuss von 16,2 Mio. EUR.

Die Investitionen mit Schwerpunkten bei den Verteilungsanlagen Wasser und Strom sowie
dem Verkehr lagen in 2016 leicht unter Plan.

Die abgesetzte Menge Wasser übertraf wiederum leicht den Plan.

Die Stromerzeugung der GuD-Anlage übertraf aufgrund der angepassten, flexiblen Fahrweise
leicht die für das Geschäftsjahr 2016 vorsichtig angesetzte Planmenge.

Die Fahrgastzahlen bestätigten die seit Jahren positive Entwicklung und konnten die hochge-
steckten Planwerte noch übertreffen.

Aufgrund der guten operativen Basis und angesichts der sowohl positiven wie belastenden
außerplanmäßigen Effekte ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 als gut zu bezeichnen.

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Der Personalbestand ging im Jahresdurchschnitt auf 1.011 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.028 Mitar-
beiter) um 1,7 % zurück. Dieses konnte nur durch konsequente, effiziente Prozessgestaltung
und kontinuierliche Personalschulung erreicht werden, die erforderlich waren, um bei wach-
sendem Wettbewerbsdruck den sich stetig wandelnden energiepolitischen und gesetzlichen
Anforderungen gerecht zu werden.

Das Potential zur Prozessgestaltung und Effizienzsteigerung speist sich wesentlich aus den
Fachkenntnissen und der konstruktiven Prozesskritik sowohl bei täglichen Arbeitsroutinen als
auch im Rahmen umfangreicher Projekte.

Der Weg, freie Stellen vorrangig intern auszuschreiben und zu besetzen wird konsequent wei-
ter verfolgt. Um die Mitarbeiter frühzeitig für zukünftig frei werdende Stellen zu qualifizieren,
werden im Rahmen der jährlichen Personalplanung die Stellen absehbar ausscheidender Mit-
arbeiter zunächst unter dem Blickwinkel möglicher Prozessoptimierungen betrachtet. Identifi-
zierte interne Potentialträger werden sodann gezielt auf die Anforderungen wieder zu beset-
zender Stellen gefördert. Zusätzlich erhöhen Förderprogramme wie das Projektleiterförderpro-
gramm und die Kompetenzwerkstatt allgemein das Qualifikationsniveau im Sinne eines le-
benslangen Lernens.

Ertragslage

Durch erstmalige Anwendung des BiIRUG wurden Posten aus den sonstigen betrieblichen
Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um die
Erträge aus der Verpachtung der Versorgungsnetze (32,5 Mio. EUR; Vorjahr 31,5 Mio. EUR)
und der Vermietung des Verwaltungsgebäudes an die Stadt Münster (3,1 Mio. EUR; Vorjahr
3,0 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse stiegen unter Einbeziehung dieser genannten Beträge um
48,6 Mio. EUR (9,6%) von 515,4 Mio. EUR auf 564,0 Mio. EUR. Nach Abzug der Energiesteu-
ern von 34,1 Mio. EUR ergaben sich bereinigte Umsatzerlöse in Höhe von 529,9 Mio. EUR.
Zur Entwicklung des Energie- und Wasservertriebs siehe die Ausführungen im Absatz "Ener-
gie- und Wasservertrieb".

Die Bestandsveränderung der unfertigen Leistungen von 0,8 Mio. EUR ergibt sich wesentlich
aus Netzbaumaßnahmen. Im Vorjahr war die Bestandsminderung von 8,8 Mio. EUR bestimmt
durch die Veräußerung von drei Windenergieanlagen in den Stadtteilen Amelsbüren und
Roxel.

Die aktivierten Eigenleistungen von 10,3 Mio. EUR entfallen vor allem auf die Aktivierung von
Netzbaumaßnahmen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 44,1 Mio. EUR um 36,5 Mio. EUR unter dem
Wert des vergangenen Geschäftsjahres (80,7 Mio. EUR), wesentlich bedingt durch die oben
dargestellten Umgliederungen in die Umsatzerlöse aufgrund der erstmaligen Anwendung des
BiIRuG. Sie enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Erstattung der Konzessionsabgabe
(12,3 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (20,2 Mio. EUR) und Erträge
aus dem Belastungsausgleich nach dem KWK-Gesetz (6,3 Mio. EUR). In 2015 wurde hier
auch der Ertrag von 5,5 Mio. EUR aus dem Verkauf des KG-Anteils an der Gemeinschafts-
kraftwerk Steinkohle Hamm GmbH & Co. KG ausgewiesen.

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Der Materialaufwand stieg um 3,1 Mio. EUR (0,8%) von 396,0 Mio. EUR auf 399,1 Mio. EUR
an. Dieser leichte Anstieg ergab sich aus höheren bezogenen Leistungen, insbesondere Netz-
entgelte an fremde Netzbetreiber und angemietete Fahrleistungen, höherem Aufwand aus
Mindermengenabrechnungen Strom und Gas, höheren EEG-Zahlungen bei gleichzeitig rück-
läufigen originären Bezugskosten.

Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2016 um 2,1 Mio. EUR (3,4%) von
61,5 Mio. EUR auf 63,6 Mio. EUR gestiegen. Die Steigerung ergibt sich bei weiterhin leicht
rückläufiger Mitarbeiterzahl im Wesentlichen aus der Tarifentwicklung.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagever-
mögens und Sachanlagen lagen mit 25,7 Mio. EUR um 1,5 Mio. EUR über dem Wert des
Vorjahres von 24,2 Mio. EUR.

Auf die unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Gebäude, die mit dem
Ende des Erbpachtvertrages vom Erbpächter, Fa. Imperial GmbH (vormals: Lehnkering
GmbH, Duisburg) zu dem nach vertraglicher Vereinbarung gutachterlich ermittelten Wert von
2,8 Mio. EUR übernommen wurden, wurde eine Abschreibung von 2,4 Mio. EUR vorgenom-
men. Das Grundstück steht im Zuge der Entwicklung der Hafensüdseite zur Veräußerung an.
Sollten die Verkaufsverhandlungen im Ergebnis nur das Grundstück ohne die aufstehenden
Gebäude umfassen, ist aufgrund der nicht gegebenen betrieblichen Nutzung grundsätzlich
von dem Abriss der Gebäude auszugehen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 49,2 EUR (im Vorjahr 52,3 Mio. EUR).
Die darin enthaltene Konzessionsabgabe an die Stadt Münster sowie die Stadt Drensteinfurt
in Höhe von zusammen 17,5 Mio. EUR wurde voll erwirtschaftet. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Dienstleistungen, Aufwendungen für Reparaturen
sowie periodenfremde Aufwendungen.

Das Finanzergebnis von -19,5 Mio. EUR wird weiterhin durch die Abschreibungen auf Finanz-
anlagen geprägt. Die außerplanmäßige Abschreibung des Buchwertes der Finanzbeteiligung
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH aufgrund der oben bereits dargestellten Kapitaler-
höhungen in Umsetzung des Finanzierungskonzepts überwog die Zinserträge und die Ergeb-
nisbeiträge der Tochtergesellschaften bei weitem. Ebenfalls belasten die Zinsaufwände aus
der Aufzinsung von Rückstellungen, insbesondere für Altersvorsorge mit 3,7 Mio. EUR das
Finanzergebnis.

Nach Abzug der Ertrags- und Betriebssteuern von insgesamt 9,5 Mio. EUR ergibt sich ein
Jahresüberschuss von 16,2 Mio. EUR.

Energie- und Wasservertrieb

Das Geschäftsfeld Energie- und Wasservertrieb entwickelte sich im Geschäftsjahr 2016 ins-
gesamt zufriedenstellend. Im Strommarkt konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 6,3 %
gesteigert werden. Zu der positiven Entwicklung haben neben der Lieferung an Geschäftskun-
den insbesondere die weiter positive Entwicklung des Ökostroms sowie der Stromvertrieb in
die Region Münsterland beigetragen, durch die Rückgänge in einzelnen Kundensegmenten
im Stammmarkt Münster aufgefangen werden konnten. Die abgesetzte Menge im Berichtsjahr
betrug 1.182 Mio. kWh (im Vorjahr 1.112 Mio. kWh).

Im Gasvertrieb konnte die abgesetzte Menge (ohne GuD-Anlage) gegenüber dem Vorjahr über

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alle Kundensegmente witterungsbedingt auf 2.059 Mio. kWh (im Vorjahr 1.943 Mio. kWh) ge-
steigert werden, obwohl die Gradtagszahlen wiederum unter dem langjährigen Durchschnitt
lagen.

Im Wärmevertrieb konnte die Anzahl an Kunden wieder leicht gesteigert werden (+1,3%). Die
abgesetzte Menge stieg demgegenüber witterungsbedingt stärker um 7,3 % von 565 Mio. kWh
auf 606 Mio. kWh.

Im Wasservertrieb wurde die im Geschäftsjahr 2016 abgesetzte Menge mit 16,6 Mio. m? nach
16,2 Mio. m? im Vorjahr um 2,0 % gesteigert. Aufgrund dieser leichten Mengenveränderung
und der zum 01. Dezember 2015 angehobenen Preise stiegen die Umsatzerlöse von
32,0 Mio. EUR um 8,5 % auf 34,8 Mio. EUR.

Versorgungsnetze

Im Geschäftsjahr 2016 wurden 21,5 Mio. EUR in den Ausbau der Versorgungsnetze, in die
Leitungsnetze, Hausanschlüsse und die zugehörigen Anlagen investiert. Der Schwerpunkt lag
neben dem Ausbau des Leitungsnetzes und der Hausanschlüsse bei den Schalthäusern, den
Trafostationen sowie in der Wassergewinnung. Eine herausragende Einzelmaßnahme ist die
noch laufende Erneuerung der Hauptanbindungsleistung des Heizkraftwerks an das Fern-
wärme-Stadtnetz.

Erzeugung

Die Lage am Strommarkt hat sich im Geschäftsjahr 2016 für die konventionelle Erzeugung
durch die - zeitlich begrenzte - Wiedereinführung der KWK-Zulage verbessert. Entsprechend
wurde die Anzahl der Vollbenutzungsstunden des GuD-Kraftwerks gegenüber dem Vorjahr ge-
steigert. Auch aufgrund der im Rahmen eines Optimierungsprogramms mit den Schwerpunkten
Personalkosten und Instandhaltungsaufwand konsequent reduzierten Kosten erreicht der Er-
gebnisbeitrag annähernd das Planniveau.

Demgegenüber blieb die Erzeugung aus erneuerbaren Energien, insbesondere der Windener-
gieanlagen, sowohl in der erzeugten Menge als auch bei den Erlösen, hinter den Planwerten
zurück, da 2016 ein windschwaches Jahr war.

Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Projektgeschäfts konnten für fünf Standorte in Münster
und im Münsterland die Genehmigungen für die Errichtung von Windenergieanlagen erreicht
werden.

Verkehr

Unser ÖPNV hat im Geschäftsjahr 2016 seine bereits gute Aufstellung in Münster weiter ver-
bessert. Die Anzahl der Fahrgäste erreichte 45,1 Mio. und stellt damit einen neuen Spitzen-
wert auf. Diese positive Entwicklung basiert weiterhin wesentlich auf dem Zuspruch der Kun-
den zu unseren Abos sowie einer steigenden Zahl von Schülern.

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Die Umsatzerlöse des Verkehrsbetriebs stiegen im Geschäftsjahr 2016 um 12,3 % auf
40,3 Mio. EUR. Trotz dieser positiven Entwicklung der Umsatzerlöse verschlechterte sich
durch die mit der Umstellung des Fahrplans und u.a. Einführung der Ringlinie verbundenen
Anlaufkosten das operative Ergebnis. Der operative Kostendeckungsgrad ging in der Folge
auf 74,6 % zurück, kann aber weiterhin als zufriedenstellend bezeichnet werden.

Finanz- und Vermögenslage
Kapitalausstattung/Finanzierung

Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Jahresüberschuss von 16,2 Mio. EUR erwirtschaftet. Der
nach Anrechnung der bereits im Dezember 2016 geleisteten Vorabgewinnausschüttung von
4,0 Mio. EUR verbleibende Betrag von 12,2 Mio. EUR wurde in die Gewinnrücklagen einge-
stellt, so dass ein Bilanzergebnis von 0 EUR folgt.

Die in vergangenen Geschäftsjahren gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste auf-
grund von Preisrisiken bei volatilen, abwärts gerichteten Beschaffungsmärkten konnten auf-
grund des auf niedrigem Niveau stabilen, tendenziell leicht steigenden Preisniveaus aufgelöst
werden.

Die Investitionen wiederum mit Schwerpunkten bei den Verteilungsanlagen betrugen im Ge-
schäftsjahr 35,7 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von 118,4 Mio. EUR um 5,5 Mio. EUR
auf eine Höhe von insgesamt 112,9 Mio. EUR zurückgeführt, sind aber weiterhin wesentlich
geprägt durch das 2012 aufgenommene Schuldscheindarlehen in Höhe von 70 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen waren mit 45,9 Mio. EUR um
2,0 Mio. EUR geringer als im Vorjahr.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter sowie gegenüber ver-
bundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wur-
den im Bilanzausweis wiederum soweit zulässig zusammengefasst. Sie haben sich um
18,8 Mio. EUR auf zusammen 24,8 Mio. EUR erhöht, wesentlich bedingt durch die Forderun-
gen gegen Gesellschafter, die den offenen Belastungsausgleich für die Kapitalerhöhungen
des FMO in 2017 und 2018 enthalten.

Vermögen

Das Sachanlagevermögen erreichte im Berichtsjahr nach einem Anstieg um 12,0 Mio. EUR auf
279,1 Mio. EUR einen Anteil von 54,6 % an der Bilanzsumme. Mit dem Verkauf von nicht be-
triebsnotwendigen Grundstücken und anderen Sachanlagen wurden Erträge von 0,5 Mio. EUR
erzielt. Der Finanzierungsbedarf für die Investitionen konnte in voller Höhe durch den Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden.

Die Finanzanlagen gingen im Geschäftsjahr 2016 durch einen geringeren Bestand an Auslei-
hungen leicht um 1,6 Mio. EUR auf 54,2 Mio. EUR zurück.

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Die Vorräte lagen mit 11,8 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres. Ein um 0,8 Mio. EUR
höherer Bestand an unfertigen Leistungen wurde durch um 0,8 Mio. EUR geringere Lagerbe-
stände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen kompensiert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 2,7 Mio. EUR auf 25,6 Mio. EUR gestiegen.
Enthalten sind hier Forderungen aus beantragten, aber noch nicht gezahlten Steuererstattun-
gen sowie aus noch nicht fälliger Vorsteuer.

Die liquiden Mittel stiegen im Geschäftsjahr um 3,9 Mio. EUR auf 58,3 Mio. EUR. Die Liquidität
wird zur Finanzierung saisonaler Schwankungen im Bestandsgeschäft und der Erweiterungs-
investitionen vorgehalten.

Die Vermögens- und Finanzlage bildet mit einer Eigenkapitalquote von 35,5 % weiterhin eine

valide wirtschaftliche Basis für die weitere Strategie- und Geschäftsentwicklung der Stadtwerke
Münster.

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Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Konjunkturelle Entwicklung

Aufgrund des hohen Anteils an Privatkunden und des stark dienstleistungsorientierten Ge-
schäftskundensegments ist die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Münster nur mittelbar
abhängig von der konjunkturellen Entwicklung. Von zentraler Bedeutung für die Ergebnisent-
wicklung ist hingegen die Preisentwicklung auf den Beschaffungsmärkten für Strom, Gas,
Kohle und Erdöl. Dabei sind die Primärenergieträger Gas, Kohle und Erdöl weitgehend von
den Einflüssen des Weltmarktes abhängig, während die Beschaffungspreise für Strom stärker
von den nationalen energiepolitischen Ranmenbedingungen in Deutschland geprägt sind.

Das Wachstum des Bruttoinlandprodukts in Deutschland wird sich entsprechend des Herbst-
gutachtens 2016 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung nach einem starken Jahr 2016 (1,9 %) im Jahr 2017 voraussichtlich auf 1,3 %
reduzieren. Diese Erwartung stützt sich auf die verhaltenen Wachstumsprognosen für den Eu-
roraum mit 1,4 % und für China mit nur noch 6,3 % (nach 6,6 % in 2016). Sollte es zu den von
der US-Regierung angekündigten Importbeschränkungen kommen, dürften vom für die USA
erwarteten Aufwärtstrend mit 2,3 % (nach 1,5 % in 2016) kaum positive Impulse für das Wirt-
schaftswachstum in Deutschland und im Euroraum ausgehen.

Infolge der von der US-Regierung für die USA angekündigten Wachstumsoffensive, aber auch
durch die Initiative der erdölexportierenden Länder zur Beschränkung der Fördermengen stei-
gen seit Ende 2016 entgegen den Erwartungen für das Weltwirtschaftswachstum die Notie-
rungen für Rohstoffpreise an. Dies wirkt sich über die Großhandelspreise für Gas und Stein-
kohle tendenziell auch auf die Börsenpreise für Strom aus.

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Für neue Windenergieanlagen, die ab 2017 eine Errichtungsgenehmigung nach Bun-
desimmissionsschutz-Gesetz (BImSchG) erhalten, ergibt sich die Einspeisevergütung nach
dem Auktionsverfahren. Es bleibt abzuwarten, inwieweit damit weiterhin ein hinreichend hohes
wirtschaftliches Anreizniveau für den Bau einer signifikanten Zahl neuer Windenergieanlagen
in Deutschland gesichert werden kann. Gleichzeitig wird die marktliche Ausprägung des Ver-
gütungsregimes zu strukturellen Veränderungen im Marktumfeld der erneuerbaren Energien
führen. Daraus können sich zusätzliche Wachstumschancen für Unternehmen der Energie-
wirtschaft ergeben.

Die für den Zeitraum 2016 bis 2019 aufgelegte Bestandsförderung moderner und umwelt-
freundlicher Erzeugungsanlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung verschafft den Anlagenbetreibern
für diesen Zeitraum eine Atempause. Angesichts dauerhaft niedriger Strom-Großhandels-
preise ist aber absehbar, dass die Anlagen ohne eine Anschlussförderung ab 2020 wiederum
in die Verlustzone geraten werden und damit ihren wertvollen Beitrag für die Realisierung der
Energiewende nicht mehr leisten könnten. Eine weitere Belastung für die KWK-Anlagen ist
aus dem Netzentgeltmodernisierungs-Gesetz (NEMoG) zu erwarten, welches eine stufen-
weise Abschaffung der Vergütung für vermiedene Netznutzungsentgelte bzw. für dezentrale
Stromeinspeisung vorsieht.

Neue logistische wie ökonomische Herausforderungen für die Energieversorger bringt auch
das Ende August 2016 verabschiedete Messstellenbetriebs-Gesetz (MsbG) zur Ausstattung
von Haushalten mit intelligenten Stromzählern mit sich. Ab 2017 sind innerhalb von acht Jah-
ren Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 10.000 kWh, sodann ab 2020 ebenfalls
innerhalb von acht Jahren Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 6.000 kWh mit

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intelligenten Messsystemen auszustatten, die ihre Daten IT-gestützt über eine zentrale Gate-
way-Administration als Koppelstelle zum Netzbetreiber bzw. zum Stromlieferanten austau-
schen können. Zudem sind alle Kunden mit einem Jahresverbrauch von bis zu 6.000 kWh ab
2017 innerhalb von 16 Jahren mit modernen Messeinrichtungen, d. h. digitalen Zählern ohne
Gatewayanbindung zum elektronischen Datenaustausch auszustatten. Dabei wird somit ledig-
lich der heutige mechanische durch einen digitalen Zähler ersetzt. Die für die einzelnen digi-
talen Zählertypen gesetzlich vorgegebenen Preisobergrenzen lassen erwarten, dass auf Sei-
ten der Messstellenbetreiber infolge hoher Fixkosten in den ersten Jahren der Umstellung An-
laufverluste entstehen werden.

Die Zertifikatpreise für den EU-weiten CO>-Handel entfalten aufgrund des erheblichen Ange-
botsüberhangs weiterhin keine Anreizwirkung zugunsten einer umweltfreundlichen Energieer-
zeugung und stellen damit nach wie vor die Umweltbelastung veralteter Braunkohlekraftwerke
und umweltfreundlicher KWK-Anlagen auf das gleiche Niveau.

Aktuelle Preisentwicklungen

Die Forwardnotierungen für die börsengehandelten Commodities Strom, Gas und Kohle für
das Beschaffungsjahr 2017 haben sich im Laufe des Jahres 2016 deutlich nach oben bewegt.
Zwischen Januar und Dezember 2016 erhöhten sich die entsprechenden Forwardpreise für
Strom um 35 %, für Erdgas um 12,5 % und für Steinkohle um 69 %. Der Ölpreis als globaler
Indikator stieg im gleichen Zeitraum um 39 % an. Ursächlich hierfür dürfte u.a. die einsetzende
konjunkturelle Erholung im Euroraum, aber auch in den USA angesehen werden, die insbe-
sondere eine Folge der weiter anhaltenden expansiven Geldpolitik der Zentralbanken EZB und
Fed ist. Der Anstieg der Großhandelspreise für Strom in Deutschland wurde zusätzlich von
nicht geplanten Wartungsaktivitäten in mehreren französischen Atomkraftwerken Ende 2016
und Anfang 2017 getrieben. Aufgrund der längerfristig ausgerichteten, mehrjährigen Beschaf-
fungsstrategie der Stadtwerke Münster belasten die gestiegenen Primärenergiekosten die Ko-
stenstruktur des Beschaffungsportfolios allerdings nur partiell und mit zeitlichem Versatz. In-
sofern konnten die Absatzpreise für das Segment der Privatkunden im Stromvertrieb trotz der
zum 1. Januar 2017 gestiegenen EEG-Umlage weiterhin konstant gehalten werden. Auch die
zuletzt in 2015 angepassten Wasserpreise wurden beibehalten. Basierend auf den gesunke-
nen Bezugskosten für das Lieferjahr 2016 wurden die Erdgaspreise im Privatkundenbereich
bereits zum 1. Oktober 2016 um ca. 6,5 % gesenkt und blieben auch über den Jahreswechsel
hinweg unverändert. Der Fernwärmepreis ist preisformelbedingt ab Januar 2017 um 9,5 %
reduziert worden. Die Preise des öffentlichen Personennahverkehrs werden zum 1. Au-
gust 2017 voraussichtlich um 2,5 % zum Ausgleich von Kostensteigerungen angehoben.

Entwicklung der Absatzmengen

Das erste Quartal des Jahres hat üblicherweise einen signifikanten Anteil an den Absatzmen-
gen in den wärmegeführten Sparten der Gas- und der Fernwärmeversorgung. Die als Maß-
größe für den Vergleich zum langfristigen Temperaturmittel herangezogene Gradtagszahl liegt
kumuliert für die ersten drei Monate des Jahres 2017 um ca. 5 % unterhalb des langjährigen
Durchschnitts. Damit befinden sich die Temperaturen und folglich auch die Absatzmengen für
Gas und Fernwärme etwas unterhalb der Erwartungen der Jahresplanung. Die nur in geringem
Maße temperaturbeeinflussten Absatzmengen in den Sparten Strom und Wasser befinden
sich für das erste Quartal des Jahres in etwa auf dem geplanten Niveau.

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Strategie, Chancen und Risiken

Die im Jahr 2015 revidierten Ziele aus der Strategie mit den Kernthemen „Klimaschutz, Ener-
gieeffizienz und erneuerbare Energien“, „innovative kommunale Mehrwertdienste“ und
„Dienstleistungen für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infrastruktur" wer-
den konsequent weiterverfolgt und sukzessive mit weiteren Maßnahmen unterlegt. Bestandteil
der Strategie ist zudem, eine hohe Prozessqualität und Prozesseffizienz im Kerngeschäft si-
cherzustellen.

Klimaschutz, Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Der Ausbau regenerativer Energien mit Onshore-Windenergieprojekten wird auch für das Jahr
2017 aktiv durch die Stadtwerke Münster vorangetrieben. So ist es gelungen, noch Ende 2016
die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutz-Gesetz für fünf Windenergieanlagen in
Münster und in der Region zu erhalten. Diese Anlagen werden in 2017 errichtet werden und
erhalten auf Basis der Genehmigung aus 2016 noch die attraktive Einspeisevergütung des
alten EEG. Zwei dieser Anlagen werden voraussichtlich dauerhaft in das Anlagevermögen der
Stadtwerke Münster übernommen, drei Anlagen sollen nach Errichtung an interessierte Inve-
storen veräußert werden. Für alle Anlagen ist der Betrieb durch die Stadtwerke Münster vor-
gesehen. Die Stadtwerke Münster haben den Bereich der Erneuerbaren Energien organisato-
risch neu aufgestellt. Durch Erfolge in der Flächenakquisition und der Projektentwicklung wird
eine kontinuierlich wachsende Projekt-Pipeline aufgebaut, um auch in den Folgejahren weitere
Windenergieprojekte auf den Weg bringen zu können. Ebenso ist als Beitrag zum Klimaschutz
die Erweiterung der Elektrobus-Flotte in Münster um bis zu fünf Fahrzeuge vorgesehen. Dies
bedeutet eine Verdoppelung des aktuellen Bestands an Elektrobussen, die den bisherigen
Einsatz von Dieselbussen reduzieren und damit die innerstädtische CO;-Bilanz weiter verbes-
sern wird, aber auch zur Reduktion der Stickoxidbelastung beitragen wird. Voraussetzung für
diese Anschaffungen ist der Erhalt von Fördermitteln, ohne die ein wirtschaftlicher Betrieb an-
gesichts deutlich höherer Kaufpreise für E-Busse noch nicht darstellbar ist. Ob diese Förder-
mittel gewonnen werden können, wird sich im Laufe des Jahres zeigen.

Innovative kommunale Mehrwertdienste

Ab Frühsommer 2017 wollen die Stadtwerke Münster in zunächst zwei Innenstadtvierteln
- eine hinreichende Vorakquisitionsquote und den Abschluss der Kooperationsverhandlungen
mit einem Telekommunikationsanbieter vorausgesetzt - mit dem Ausbau von hochleistungsfä-
higen Glasfaseranschlüssen beginnen. Damit verbunden ist die Ausgestaltung eines neuen
integrativen Geschäftsmodells, das über die bisherige reine Verlegung passiver Glasfaser-
infrastruktur deutlich hinausgeht. Dabei werden - anders als bei vielen anderen TK-Anbietern
- systematisch Glasfaseranschlüsse bis ins Haus (Fibre to the home bzw. fibre to the building)
vorgesehen, über die die Stadtwerke Münster ihren Kunden ganz neue, eigene Dienstleistun-
gen wie sehr schnelles Internet bis hin zu 500 Mbit/s, Telefonie und auch Fernsehen anbieten
werden. Die Stadtwerke Münster planen hierzu den Bau und Betrieb eines übergeordneten
Ringnetzes (Backbone) und einer daran anschließenden Verteilnetzinfrastruktur. Die erforder-
lichen Serviceprodukte werden über Kooperationsverträge von leistungsfähigen Partnern be-
zogen. Dabei profitieren die Stadtwerke Münster davon, dass sie bereits seit fast 20 Jahren
Erfahrung mit der Errichtung von Glasfasernetzen haben. Sollte das Geschäftsmodell in der
ersten Phase erfolgreich sein, werden in den kommenden Jahren sukzessive weitere Stadt-
viertel mit Glasfaserhausanschlüssen und hochleistungsfähigen Internetservices erschlossen.

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In Ergänzung zur bereits entwickelten vielfältigen Servicewelt der elektronischen Stadtwerke
Pluscard wird ab Frühjahr 2017 die münstercard als Servicekarte für Touristen das Angebots-
spektrum der Stadtwerke Münster erweitern. Die Karte ermöglicht zu einem Pauschalpreis den
kostenlosen Eintritt in zahlreiche Museen und Sehenswürdigkeiten der Stadt Münster sowie
die kostenlose ÖPNV-Nutzung. Der Besuch der Einrichtung wird jeweils vor Ort über die Karte
elektronisch erfasst. Die Abrechnung der in Anspruch genommenen Services erfolgt dann
nachträglich zwischen den Stadtwerken und den entsprechenden Institutionen. Touristen kön-
nen die Karte in den Servicecentern der Stadtwerke, in Hotels und der städtischen Touristenin-
formation, aber auch online bzw. über eine App erwerben.

Zum weiteren Ausbau des Portfolios der kommunalen Mehrwertdienstleistungen haben die
Stadtwerke Münster der Stadt Münster angeboten, die Betriebsführung der städtischen Bäder
zu übernehmen. Das Eigentum an den Bädern und damit auch das Defizit der städtischen
Bäder werden im vorgesehenen Modell bei der Stadt Münster verbleiben. Die Betriebsführung
der Stadtwerke zielt auf die Reduktion des städtischen Bäderdefizits durch ein modernes und
effektives Marketing- und Vertriebskonzept sowie durch eine wirksame Auslastungssteuerung
der Bäder ab. Dabei soll ebenfalls die elektronische Stadtwerke Pluscard eine zentrale Rolle
als Marketinginstrument, aber auch als Medium für die Zahlungsabwicklung spielen. Für die
Durchführung der Betriebsführungsleistungen werden die Stadtwerke mit der Stadt ein markt-
adäquates, erfolgsabhängiges Betriebsführungsentgelt vereinbaren. Durch die Betriebsfüh-
rung der Bäder ergänzen die Stadtwerke ihr bisheriges Produktportfolio und möchten sich dar-
aus auf der Basis erzielbarer Marketing- und Vertriebssynergien mit dem vorhandenen Lei-
stungsspektrum Energie und Verkehr zusätzliche Kundenbindungseffekte erarbeiten.

Des Weiteren wollen sich die Stadtwerke Münster die IT-technischen Möglichkeiten der fort-
schreitenden Digitalisierung aktiv erschließen und insbesondere zur weiteren Verbesserung
der Kundenorientierung, aber auch zur Effizienzverbesserung nutzen. So werden gemeinsam
mit Partnern aus dem Fachbereich Informatik der Universität Münster in zwei ausgewählten
Projekten die Potenziale intelligenter Datenanalysen untersucht. Ein Projekt beschäftigt sich
mit der Frage, wie das Kündigungsrisiko von Kunden im Energiebereich besser prognostiziert
werden kann. Bei einer verbesserten Prognosequalität könnten die Stadtwerke mit diesen
Kunden fokussierter in eine Kommunikation eintreten, bevor es tatsächlich zu einer Kündigung
kommt. Dies erhöht die Kundenbindung und vermeidet zugleich teure Streuverluste in Marke-
ting und Vertrieb.

Das zweite Digitalisierungsprojekt richtet sich auf die bessere Vorhersagbarkeit der Busausla-
stung, die insbesondere in den Spitzenlastzeiten zur Entlastung des Linienbetriebs beitragen
soll. Ziel ist es, über eine App den Buskunden frühzeitig - z.B. noch am Frühstückstisch - und
auf Basis von Echtzeitdaten eine Prognose über den voraussichtlichen „Füllgrad“ des erwar-
teten Busses zur Verfügung zu stellen, sodass der Kunde bequem entscheiden kann, ob er
ggf. einen späteren, weniger überfüllten Bus wählen möchte.

In beiden Projekten wird - wie bei allen kundenbezogenen IT-Systemen - größter Wert auf die
Anforderungen des Datenschutzes gelegt. Für die Stadtwerke Münster bedeutet das, dass die
Datenanalysen ausschließlich auf Basis anonymisierter Kundendaten erfolgen werden.

Dienstleister für eine intelligente und zukunftsfähige Ausrichtung der Infra-
struktur

Der bereits unter dem Thema "Innovative kommunale Mehrwertdienste" dargestellte Ausbau
des Glasfasernetzes als Basis für innovative Angebote von modernen Breitbandprodukten ist
zugleich auch ein wichtiger Beitrag zum intelligenten und zukunftsfähigen Infrastrukturausbau.
Die langjährigen Erfahrungen der Stadtwerke Münster in Planung, Bau und Betrieb von Glas-
fasernetzen bietet dabei eine gute technische Voraussetzung für die Entwicklung des neuen

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Geschäftsmodells der integrierten Telekommunikationsdienstleistung bis hin zum Endkunden.
Die Münster Netz GmbH und der Asset-Service-Bereich der Stadtwerke Münster werden -
sofern die notwendigen Startvoraussetzungen erreicht werden - vor diesem Hintergrund in
den nächsten Jahren umfangreiche Planungsaufgaben für die Auslegung des zu errichtenden
Backbone-Rings sowie der Verteilnetzstruktur umsetzen und ein signifikantes Investitionsvo-
lumen zum Neubau von Glasfasernetzen verarbeiten.

Ein weiteres anspruchsvolles technisches Investitionsvorhaben ist die Neuerrichtung einer
zentralen Verbundleitstelle für alle Versorgungsnetze der Stadtwerke Münster, mit der in 2017
begonnen wird. Vorgesehen sind ein neuer Gebäudekörper sowie ein vollständig neuer Leit-
stand mit modernster Hard- und Software, der für die erhöhten Sicherheitsanforderungen an
die intelligente und digitale Netzsteuerung der Zukunft ausgelegt ist. So soll die neue Leitstelle
neben der verbesserten Netzüberwachung insbesondere auch ein kurzfristiges aktives Ein-
speise- und Lastmanagement unterstützen, das für die Stromnetze infolge der volatilen Ein-
speisebedingungen dezentraler regenerativer Erzeugungsanlagen zunehmend an Bedeutung
gewinnt. Im Zusammenhang mit der Neuerrichtung wird die bisherige Netzleitstelle temporär
zur Ausweichleitstelle ausgebaut, sodass die heutige veraltete Ausweichleitstelle außer Be-
trieb genommen werden kann.

Ein weiteres signifikantes Investitionsprojekt ist mittelfristig mit der Neustrukturierung der Was-
serwerke in Münster vorgesehen. Ziel ist es, angesichts des für Münster bis 2029 prognosti-
zierten starken Bevölkerungswachstums eine versorgungssichere und nachhaltige Was-
serinfrastruktur unter Berücksichtigung einer ortsnahen Wasserversorgung sicherzustellen.
Vor diesem Hintergrund wollen die Stadtwerke die bestehende Struktur von vier Wasserwer-
ken auf zwei Wasserwerke bei gleichzeitiger Erhöhung des Gesamtvolumens der Wasserei-
gengewinnung reduzieren. Diese Vorgehensweise ermöglicht die Implementierung neuer und
modernster Techniken, um so auch zukünftig Münsters Trinkwasserqualität sicherzustellen.
Die Konzentration auf die beiden verbleibenden, ohnehin schon sehr leistungsstarken Was-
serwerke, stellt gegenüber einer Grundsanierung aller vier Wasserwerke zudem die wirtschaft-
lichere Alternative dar. Die zukunftsorientierte Ausrichtung der Trinkwasserversorgung Mün-
sters bedeutet für eines der stillzulegenden Wasserwerke einen langfristigen Wasserhaltungs-
betrieb. So wird dauerhaft ein Wiederanstieg des Grundwasserspiegels zum Schutz potenziell
betroffener Gebäude in dem Gebiet vermieden.

im Bereich der Strom- und Wärmeerzeugung setzen die Stadtwerke Münster auf zunehmende
Flexibilisierung und schaffen die Voraussetzungen zur Bereitstellung von Strom für verschie-
dene Märkte, die für den Ausgleich von Stromerzeugung und -verbrauch bestehen. So wurden
das GuD-Kraftwerk Hafen und der Elektrodenkessel zur Teilnahme am Sekundärregelmarkt
qualifiziert. Darüber hinaus erfolgen derzeit Systemanpassungen, um das Heizkraftwerk für
weitere Handelsmärkte (Minutenreserve und Intraday-Handel) vorzubereiten.

Qualität und Effizienz im Kerngeschäft

Zur Absicherung des Kerngeschäfts überprüfen die Stadtwerke Münster regelmäßig ihre
Strukturen und Prozesse mit dem Ziel, Qualität und Effizienz zu steigern.

So ist für 2017 die Verschmelzung der Windpark Löningen KG auf die Stadtwerke Münster
vorgesehen, um den mit der Führung einer eigenen Gesellschaft verbundenen Aufwand zu
reduzieren.

Zudem ist beabsichtigt, die kaufmännischen und technischen Services und das Personal der
Beteiligungsgesellschaft Westfälische Fernwärme unter Hebung von Prozesssynergien voll-
ständig in die Stadtwerke Münster zu integrieren.

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Ebenfalls zur Effizienzsteigerung wird im Rahmen eines Projektes geprüft, inwieweit eine weit-
gehende Digitalisierung und Automatisierung der Prüfung von Eingangsrechnungen auf Basis
intelligenter systembasierter Algorithmen umsetzbar ist.

In einem weiteren Projekt erfolgt derzeit eine Aktualisierung des Notfall- und Krisenmanage-
ments, um für außergewöhnliche Ereignisse, die die Versorgungsinfrastruktur betreffen, opti-
mal vorbereitet zu sein.

Als ein wesentlicher Kernprozess werden in 2017 die Abläufe und Schnittstellen bei Planung
und Bau von Netzinfrastrukturmaßnahmen einer detaillierten Prüfung unterzogen. Neben Ver-
besserungen der Prozesseffizienz sollen hierbei auch die Potenziale zur weiteren Automati-
sierung und Digitalisierung identifiziert und bewertet werden.

Einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Unternehmensprozesse
leistet die in 2016 eingerichtete Rolle eines Infomationssicherheitsbeauftragten. Angesichts
allgemein zunehmender Cyberrisiken auch für Infrastrukturen wie Kraftwerke oder Versor-
gungsnetze identifiziert der Informationssicherheitsbeauftragte systematisch alle IT-Systeme
der Stadtwerke im Hinblick auf die Absicherung gegen Cyberrisiken und erarbeitet entspre-
chende Maßnahmen zur Schadensprophylaxe. Einbezogen werden hierbei sowohl die kauf-
männisch ausgerichteten Systeme als auch die technischen Prozessleit- und -steuerungssy-
steme. Für den Krisenfall werden mit den Fachbereichen entsprechende Prozeduren erarbei-
tet, die Schäden möglichst weitgehend eingrenzen sollen.

Weitere Chancen und Risiken

Risiken resultieren mittelfristig nach wie vor aus der Regulierung der Strom- und Gasnetze
durch die Bundesnetzagentur. Von Bedeutung ist insbesondere die angekündigte deutliche
Absenkung der Eigenkapitalverzinsung für das betriebsnotwendige Eigenkapital im Bereich
der Strom- und Gasnetze. Die Bundesnetzagentur begründet dies mit dem gesunkenen Zins-
niveau an den Kapitalmärkten.

Aus Sicht der Energieversorgungsbranche entspricht das Verzinsungsniveau allerdings nicht
dem Rentabilitätsniveau, das auf lange Sicht für Netzinvestitionen aus Sicht von Kapitalgebern
erforderlich ist. Auch die hohen fixen Anlaufkosten für die Ausstattung insbesondere der Pri-
vatkunden mit der Smart Meter-Technologie werden voraussichtlich in den ersten Jahren zu
Verlusten führen, da die seitens der Bundesnetzagentur fixierten Preisobergrenzen zumindest
in der Anlaufphase voraussichtlich nicht kostendeckend sind.

Im Energievertrieb steigt der Margendruck weiter an, da sowohl auf den Strom- als auch auf
den Gasmärkten eine hohe Wettbewerbsintensität herrscht. Dies wird dadurch verstärkt, dass
die großen börsennotierten deutschen Energieversorger durch ihre konventionellen Kraft-
werksparks bereits starke Ertragseinbußen hinnehmen mussten und in der Konsequenz ihre
Vertriebsaktivitäten in Richtung Privat- und Geschäftskunden deutlich intensivieren, um in die-
sem Geschäftsfeld Kompensationsmöglichkeiten zu schaffen. Die Stadtwerke Münster agie-
ren hier proaktiv mit einer klaren Differenzierungsstrategie, insbesondere durch die Schaffung
kommunaler Mehrwerte. Darüber hinaus ist es den Stadtwerken Münster seit Beginn des Jah-
res 2017 gelungen, den Privat- und den Geschäftskundenvertrieb außerhalb von Münster
deutlich zu intensivieren und somit zahlreiche neue Kunden zu gewinnen.

Entwicklungsrisiken birgt aus Sicht der Stadtwerke Münster auch das ab 2017 geltende Auk-
tionsmodell für Windenergiestandorte, welches dazu führen kann, dass einzelne Standorte
keine akzeptablen Investitionsrenditen mehr bieten. Im Gegenzug kann das Auktionsmodell
aber auch Chancen bieten, da sich der Markt der Projektentwickler verändern wird und Stadt-

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werke aufgrund ihrer finanziellen Solidität und der kommunalen Nähe als starke Partner gese-
hen werden. In Verbindung mit der eigenen Projektentwicklungskompetenz kann dies den Zu-
gang zu potenziellen Windenergie-Standorten verbessern.

Ertragschancen außerhalb des Kerngeschäfts der Stadtwerke Münster bieten sich auch für
2017 fallweise aus dem Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken am Hafen. Die
attraktiven Lagen erzeugen nach wie vor eine hohe Nachfrage bei weiterhin positiver Preis-
entwicklung. Allerdings erweisen sich die Verkaufsprozesse im Einzelfall als langwierig, da
diese häufig zum Gegenstand öffentlicher und politischer Kontroversen werden.

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Leistungsindikatoren

Der geplante Jahresüberschuss des Jahres 2017 liegt mit einem Betrag von 4,3 Mio. € etwa
auf dem Niveau der Jahre 2012 und 2013. Darin enthalten ist bereits eine durch ein langfristi-
ges Entschuldungskonzept der Gesellschafter vorgegebene Eigenkapitalzuführung an die Be-
teiligung Flughafen Münster/Osnabrück GmbH in Höhe von 5,9 Mio. €. Die Kapitalzuführung
wird durch erforderliche Abschreibungen das Ergebnis der Stadtwerke Münster belasten. In
Verbindung mit einer gleich hohen Zuführung zur Kapitalrücklage der Stadtwerke Münster sei-
tens der Stadt Münster resultiert daraus allerdings weder eine Belastung der Liquidität noch
der Eigenkapitalquote der Stadtwerke Münster. Im Vergleich zum Ergebnis 2016 zeigen sich
im Planergebnis 2017 die erwartete Zunahme des Margendrucks sowie der anziehende Wett-
bewerb um Marktanteile bei Privatkunden im Energievertrieb. Ebenso haben aber auch perio-
denfremde Effekte, wie die Auflösung von Drohverlustrückstellungen, den Jahresüberschuss
2016 positiv beeinflusst. Für die übrigen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren
der Stadtwerke Münster wird folgende Entwicklung erwartet:

finanzielle Indikato- Ist 2016 Plan 2017 relative Verän-
ren derung
Jahresüberschuss 16,2 Mio. € 4,3 Mio. € -73,5%
Umsatzerlöse* 529,9 Mio. € 544,3 Mio. € +2,7%
Investitionen** 35,7 Mio. € 62,7 Mio. € +75,6%
nicht-finanzielle In- Ist 2016 Plan 2017 relative Verän-
dikatoren derung
Stromabsatz 1.182 Mio. kWh 1.447 Mio. kWh +22,4%
Erdgasabsatz 2.059 Mio. kWh 2.076 Mio. kWh +0,8%
Wärmeabsatz 606 Mio. kWh 594 Mio. kWh 2,0%
Wasserabsatz 16,6 Mio. m? 16,5 Mio. m? -0,6 %
Stromerzeugung 460 Mio. kWh 465 Mio. kWh +1,1%
Fahrgastzahlen 45,1 Mio. 46,8 Mio. +3,8%

* Vor Abzug der Strom- und Energiesteuern

** Sachanlagevermögen abzgl. Zuschüsse

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Die Entwicklung der Umsatzerlöse im Jahr 2016 verlief infolge des verhältnismäßig milden
ersten Quartals leicht unterdurchschnittlich. Für das Planjahr 2017 wurde von einem Tempe-
raturverlauf entsprechend dem langjährigen Mittelwert, verbunden mit Absatzmengensteige-
rungen durch erfolgreiche Neukundenakquisition, überwiegend im Geschäftsfeld Stromver-
trieb, ausgegangen.

Im Bereich der Sachinvestitionen sind für das Jahr 2017 im Vergleich zu 2016 umfangreiche
Investitionen zum Ausbau der Glasfasernetze im Rahmen der Breitbandstrategie vorgesehen,
ebenso wie Investitionen in Windkraftanlagen und den Neubau der modernen Querverbund-
Netzleitstelle.

Der für das Jahr 2017 geplante Fernwärmeabsatz bewegt sich auf Vorjahresniveau und geht
von einer sukzessiven voranschreitenden Verdichtung von Kundenanschlüssen im vorhande-
nen Gebäudebestand aus, berücksichtigt aber auch die zunehmenden Aktivitäten zur Wärme-
dämmung bei Unternehmen und Haushalten. Auch der Wasserabsatz wird sich in 2017 vor-
aussichtlich vergleichbar zum Vorjahresniveau darstellen.

Der Wert der für 2017 geplanten Stromerzeugung zeigt ebenfalls ein dem Vorjahr vergleich-
bares Niveau und spiegelt insbesondere den Einsatz der GuD-Anlage der Stadtwerke unter
den aktuellen Bedingungen der seit 2016 für insgesamt vier Jahre wieder eingeführten KWK-
Förderung der umweltschonenden Stromerzeugung wider. Die leichte Zunahme des Erzeu-
gungsvolumens basiert zudem auch auf dem weiteren Ausbau der stadtwerkeeigenen Win-
denergieanlagen.

Eine weitere Wachstumsperspektive zeigen auch die für 2017 geplanten Fahrgastzahlen des
Verkehrsbetriebs. Neben dem erwarteten Nachfragewachstum nach den attraktiven e-Ticket-
Angeboten für den ÖPNV der Stadtwerke, wie z.B. dem günstigen 90-Minuten-Ticket, erwarten
die Stadtwerke auch positive Effekte aus dem Ende 2016 verabschiedeten 3. Nahverkehrsplan
der Stadtwerke Münster.

Angaben gemäß dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen

Im Rahmen der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen aus Mai 2015 hat sich der Aufsichtsrat für das eigene Gre-
mium das Ziel gesetzt, bis zum 30. Juni 2017 eine Quote von 16,7% für die Besetzung mit
Frauen zu erreichen. Dies wurde zum 31. Dezember 2016 bereits realisiert.

Die Stadtwerke Münster begrüßen ebenfalls ausdrücklich die Bewerbung von Frauen für Füh-
rungspositionen. Allerdings ist bei den vorhandenen Führungspositionen der ersten und zwei-
ten Führungsebene für die nächste Zeit nicht mit einer entsprechenden Fluktuation zu rech-
nen.

Ende 2016 konnte allerdings eine neue Position in der zweiten Führungsebene - Abteilungs-
leitung - erfreulicherweise mit einer Frau besetzt werden, so dass die Quote von Frauen in
Führungspositionen zum 31. Dezember 2016 bei 14,6% liegt. Damit haben die Stadtwerke
Münster die ursprünglich für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2017 fixierte Zielquote von 12,5 %
übertroffen.

Grundsätzlich haben die Stadtwerke Münster als Rahmenbedingung für die Erfüllung zukünf-
tiger Zielquoten festgelegt, dass bisher entsprechende mit Männern besetzte Führungsposi-
tionen frei werden, die Verfügbarkeit und Kompetenzen der Bewerberinnen männlichen Be-
werbern gegenüber gleichwertig sind und keine geeigneten internen Bewerber für die jeweils
zu besetzende Position zur Verfügung stehen.

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Zudem haben sich die Stadtwerke Münster entschieden, sofern sich sowohl Frauen als auch
Männer auf freie Stellen beworben haben, bei gleicher Qualifikation immer mindestens eine
Frau in die Endrunde des Bewerbungsverfahrens einzuladen, um Frauen auf diese Weise ge-
zielter Optionen für Führungspositionen bieten zu können.

Öffentliche Zwecksetzung nach der Gemeindeordnung NRW

Über die Einhaltung der öffentlichen Zwecksetzung und Zweckerreichung der Stadtwerke
Münster im Geschäftsjahr 2016 gemäß $ 108 Abs. 3 Nr. 2 der Gemeindeordnung Nordrhein-
Westfalen wird gleichzeitig mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht an den Gesell-
schafter getrennt berichtet. Die öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung wurden ein-
gehalten.

Die Stadtwerke Münster GmbH stellt für das Geschäftsjahr 2016 einen Konzernabschluss so-
wie einen Konzernlagebericht auf.

Münster, den 19. Mai 2017

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Dirk Wernicke
(kaufmännischer Geschäftsführer) (technischer Geschäftsführer)

Durch Rundungen können sich bei den Zahlen Abweichungen ergeben.

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PKF FASSELT SCHLAGE 1

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung
sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stadtwerke
Münster GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft.
Nach $ 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rech-
nungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG
getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung
und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels-
rechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags
sowie die Einhaltung der Pflichten nach $ 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der
gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von
uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung
der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rech-
nungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach $ 317 HGB unter Beachtung der vom Insti-
tut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen,
dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab-
schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den
Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir-
ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit be-
urteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG in allen
wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die
Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld
der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen
der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungsiegungsbezogenen internen Kontrollsys-
tems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG über-
wiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der
angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzli-
chen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach

PKF FASSELT SCHLAGE 2

$ 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Ste-
tigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend

sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des
Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen
des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jah-
resabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffen-
des Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen

Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach $ 6b Abs. 3 EnWG,
wonach für die Tätigkeiten nach $ 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind und

Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Duisburg, den 19. Mai 2017

7 SOHLAGE Ray
cr Se, PKF FASSELT SCHLAGE
3, 5 er KEN Partnerschaft mbB
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Rechtsanwälte
1 ig; ERLIN RS

P- Dtsch

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Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

(Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Jahresabschluss zum 31. De-
zember 2016 (Bilanzsumme EUR 511.022.600,83; Jahresüberschuss EUR 16.170.000,00)
und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der Stadtwerke Münster GmbH, Münster.)

Beratungsverlauf (1)

12.07.2017 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 4.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Rösnerstraße 13
  • Nieland 20

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0556/2017
Typ
Vorlagen
Datum
14.06.2017
Erstellt
06.10.2020 14:37