V/0619/2008
Wirtschafts- und Technologiefördrung der Stadt Münster weiterentwickeln
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Anlage 2 zur Vorlage 619-2008
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1 Anlage 2 zur Vorlage 619/2008 Konzept-Entwurf „Technologieförderung in Münster“ Ausgangslage Seit Ende 2006 ist die Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) unmittelbare Hauptgesellschafterin der Technologieförderung Müns ter GmbH (TFM) und mittelbare Hauptgesellschafterin der CeNTech GmbH. Mit der vorausgegangenen Umstrukturierung der städtischen Beteiligungen wurden drei Ziele verfolg t: die Steuerung der städtischen Wirtschafts- und Technologieförderung sollte aus ei ner Hand erfolgen und Synergien zur Erhöhung des strukturpolitischen Outputs sowie zur Senkung des Gesamtzuschussbedarfs der drei Gesellschaften genutzt werden. Der Antrag der SPD-Fraktion vom 05.12.2006 „Wirtsch afts- und Technologieförderung der Stadt Münster qualitativ weiterentwickeln“ ist ein Impuls für die WFM, über diese „konzerninterne“ Optimierung hinaus auch mit den üb rigen Akteuren in der Technologieförderung (Universität, Fachhochschule, Kammern, Verein „bioanalytik- muenster“) eine qualitativ neue Ebene der Verbindli chkeit, der Zusammenarbeit und der Ressourcengenerierung zu planen. Aktuelle Situation In der Wissenschaftsstadt Münster hat die Technologieförderung eine lange Tradition, die mit der Gründung der Arbeitsstelle Forschungstransfer d er Universität Münster und der heutigen Transferagentur der Fachhochschule Münster GmbH – j eweils Mitte der 80er Jahre - ihren ersten institutionalisierten Ausdruck fand. In der Folge investierte die Stadt Münster in eine leistungsfähige Infrastruktur aus Immobilien (Tech nologiehof, CeNTech, Bio-Z), Liegenschaften (Technologiepark) und Beratungsunter nehmen (TFM, CeNTech GmbH, WFM), um Technologie zu einem neuen Aushängeschild für Münster werden zu lassen. Im Jahr 2002 kam mit dem Verein „bioanalytik-muenster“ eine bedeutende Einrichtung in der münsterschen Technologieförderung hinzu, die sich v ornehmlich um Projekte in den Bereichen Nano- und Biotechnologie kümmert. Zählt man außeruniversitäre Forschungseinrichtungen , Sonderforschungsbereiche und besondere Technologieprojekte an den Hochschulen hi nzu, dann ist in Münster inzwischen eine große Zahl an Organisationen und Netzwerken de r Technologieförderung entstanden. Aber naturgemäß haben sich über viele Jahre Paralle lstrukturen in der Beratung und Projektentwicklung ergeben, die Raum lassen für ein e effektivere und effizientere Technologieförderung in Münster. 2 Maßstab für eine erfolgreiche Technologieförderung Maßstab für eine erfolgreiche Technologieförderung am Standort Münster ist die Erzielung konkreter Ergebnisse: • Bindung neuer und bestehender Arbeitsplätze im Tec hnologiesektor • Bindung von Investitionen im Technologiesektor • Ausgründungen von Unternehmen aus den Hochschulen, Forschungseinrichtungen oder aus Technologieunternehmen • Anmeldung und Verwertung von Patenten • Industrie-Kooperationen • Aufbau und Management von funktionierenden Cluster n • Einwerbung von Drittmitteln und Fördermitteln • Abschluss von Transferprojekten Ziel Der Aufbau und die Pflege von Netzwerken ist daher nur ein Instrument, nicht aber das Ziel der Technologieförderung. Die gemeinsame Aufgabe de r relevanten Akteure muss es vielmehr sein, die Technologieförderung in Münster qualitativ so weiter zu entwickeln, dass sich die Instrumente und der Mitteleinsatz konseque nt an dem gewünschen Ergebnis ausrichten Dies erfordert eine Veränderung der Technologieförderung durch • die Schaffung verbindlicher Strukturen in der Zusa mmenarbeit der relevanten Partner (Universität, Fachhochschule, technologiefördernde Beteiligungen der Stadt, Verein „bioanalytik-muenster“, Kammern und ggf. weitere), • die Herstellung von Einvernehmen mit den Partnern, welche Prozesse in der Technologieförderung dringlich sind und welche nicht, • die Schaffung einer Organisationsform innerhalb de r neuen Struktur, die einen Rahmen für eine optimale Steuerung der Prozesse bie tet und sicherstellt, dass eine Parallelarbeit der heutigen dezentral tätigen Einrichtungen vermieden wird. Weiterhin ist es notwendig, Lösungen zu finden, die die Finanzierung der neuen Struktur – unbedingt unter Beteiligung von Einrichtungen außer halb des städtischen Kontextes – sicherstellt. Ziel ist dabei, dass bei maximal gleichem städtischen Ressourceneinsatz die o.g. Ergebnisse in der Technologieförderung spürbar erhöht werden sollen. Aufgaben in der Technologieförderung Die heute dezentral tätigen Akteure der Technologie förderung (Transferstellen der Universität und Fachhochschule, Kammern, CeNTech, T FM, Verein „bioanalytik-muenster“) bearbeiten ein breites Spektrum an Aufgaben: • Transfer von der Hochschule in die Wirtschaft • Auftragsforschung • Akquisition von Förder-/Drittmitteln • Ausgründungen aus den Hochschulen • Patentberatung • Neuansiedlungen von Technologiefirmen • Clusterentwicklung • Aufbau von Datenbanken • Aufbau und Vermietung von Innovationsnetzwerken • Marketing 3 • Kongresse und Veranstaltungen • u.a. Einige dieser Aufgaben werden aus Kapazitätsgründen kaum, andere dafür von mehreren Akteuren parallel bearbeitet. Daher ist es notwendig, die Arbeit der Akteure zu bündeln sowie qualitativ eine neue Ebene der Verbindlichkeit, der Zusammenarbeit und der Ressourcengenerierung zu erreichen. Instrument Grundgedanke einer verbindlichen neuen Struktur der Zusammenarbeit ist die Einbringung von heute dezentral erstellten Leistungen der relev anten Partner (Transferstelle der Universität, Transferagentur der Fachhochschule, TF M, CeNTech, Verein) in eine gemeinsame, von den Akteuren der Technologieförderu ng auch finanziell verantworteten GmbH. Entscheidend für den Erfolg dieses Konzeptes ist, dass auf der Grundlage abgestimmter Ziele • die operative, vornehmlich auf Strukturpolitik aus gerichtete Technologieförderung nur noch durch eine gemeinsame Einrichtung erfolgt, d.h ., dass diese Leistungen zur Vermeidung von Doppelarbeit nicht auch noch dezentr al von den einzelnen Partner angeboten werden, • zwischen den Partnern Einvernehmen über den Einsat z der Instrumente und Ressourcen besteht, • die Steuerung der Technologieförderung operativ au f diese gemeinsame Einrichtung delegiert wird, • Einvernehmen darüber hergestellt wird, wie die gem einsame Arbeit evaluiert wird, • das wirtschaftliche Risiko von den Partnern gemein sam getragen wird. Damit werden drei wichtige Effekte erreicht: 1. Einvernehmliches und gemeinsames Vorgehen von Un iversität, Fachhochschule, städtischen Beteiligungen, und Verein bei dem Ziel, Münster als Technologiestandort weiter zu entwickeln. 2. Steigerung der Effektivität und Effizienz, da bi slang „dezentrale“ Leistungen künftig „unter einem Dach“ erstellt werden können. 3. Finanzierung der Personal- und Sachmittel der ne uen GmbH ohne zusätzliche Mittel, da die relevanten Ressourcen von den bestehenden de zentralen Einrichtungen in die gemeinsame GmbH transferiert werden.
Anlage 1 zur Vorlage 619-2008
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SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0058/2006
im Rat der Stadt Münster
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Antrag
05.12.2006
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Münzstr. 15
48143 Münster
Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
mail: spdfrak@muenster.de
Internet: www.spd-muenster.de
Wirtschafts- und Technologieförderung der Stadt Mün ster qualitativ
weiterentwickeln
Der Rat der Stadt Münster nimmt die Integrationsbem ühungen im Rahmen der
städtischen Technologie- und Wirtschaftsförderungsb eteiligungen zum Anlass, eine
Initiative zur qualitativen Weiterentwicklung der W irtschafts- und Technologieförderung
der Stadt Münster zu ergreifen. Dazu beauftragt der Rat die Verwaltung mit der Prüfung
folgender Einzelinitiativen:
1. Initiierung einer „Technologie-Stiftung für Münster“
Von großer Bedeutung für die qualitative Weiterentw icklung der Technologieförderung
ist eine noch stärkere Vernetzung und Bündelung der in der Stadt vorhandenen
Akteure. Darüber hinaus sollten neue Wege bei Förde rinstrumentarien, in der
Standortvermarktung, in der Steuerung der Netzwerka rbeit und im strategischen Dialog
über Technologiepolitik in Münster gegangen werden. Durch die Gründung einer
Technologie-Stiftung kann hier in Absprache mit der etablierten städtischen
Technologieförderung eine Netzwerkstelle bzw. überg reifende Plattform mit
entsprechenden neuen Gestaltungsmöglichkeiten gesch affen werden. Der Impuls
hierzu sollte von der Stadt Münster ausgehen. Koope rationspartner in Hochschulen,
Wirtschaft, Verbänden und weitere mögliche Stiftung sgeber sollten eingeladen werden,
sich an dem Projekt „Technologie-Stiftung für Münster“ zu beteiligen.
Konkret sollte sie sich folgender Aufgaben annehmen:
• Förderung von Forschung und Entwicklung neuer wiss enschaftlicher
Erkenntnisse und anwendungsorientierter Technologien.
• Förderung der Kooperation und des Technologie- und Wissenstransfers
zwischen innovativen Unternehmen und den wissenscha ftlichen Einrichtungen in
Münster.
• Erstellung von Technologiefeldanalysen am Wissensc haftsstandort Münster mit
dem Ziel, zukunftsträchtige Trends schnell aufzugre ifen und
anwendungsorientiert zu entwickeln.
• Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen.
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• Förderung und Moderation gemeinsamer Projekte mit Wirtschaftsunternehmen,
die Forschung zu innovativen Technologien durchführ en sowie Organisation und
Förderung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, z.B. Durchführung von
Veranstaltungen und Seminaren.
• Förderung und Unterstützung junger Wissenschaftler innen und Wissenschaftler
zur Fortbildung im In- und Ausland.
• Ausschreibung und Vergabe eines Technologie- und G ründerpreises.
2. Aufbau eines „Zukunftsfonds Münster“
Organisatorisch angesiedelt werden sollte bei der S tiftung ein „Zukunftsfonds Münster“
zur Förderung innovativer strukturpolitischer Techn ologieprojekte in unserer Stadt. Die
Mittel aus dem Fonds sollen den Aufbau leistungsfäh iger, sich selbst tragender
Technologieprojekte unterstützen. Der Zukunftsfonds soll bestehende
Förderprogramme ergänzen, nicht ersetzen. Geförder t werden sollen vor allem
technologieorientierte Forschungsvorhaben, die geme insam von Wissenschaft und
Wirtschaft getragen werden. Die Förderung aus dem Z ukunftsfonds sollte sich im Sinne
der Clusterorientierung vor allem auf Projekte aus ausgewählten Kompetenzfeldern
konzentrieren.
Gefördert werden sollen aus dem Zukunftsfonds Fors chungs- und
Entwicklungsprojekte im Rahmen der Kompetenzfelder insbesondere dann, wenn die
Projekttätigkeit auch nach Ablauf der Förderung mit nachhaltigen wirtschaftlichen
Effekten für den Standort verbunden ist. Bevorzugt werden sollten Förderformen, die zu
Rückflüssen an den Fonds führen (Darlehen, Beteiligungen).
Eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Mittel aus dem Fonds sollen auch Projekte
spielen, die sich mit der Förderung von Ausbildung und Beschäftigung befassen. Auch
Projekte zur Förderung der (Weiter-) Qualifizierung von Beschäftigten aus
technologieorientierten Branchen sollen gefördert werden können.
3. Initiierung eines ”Innovationsnetzwerkes Wirtschaft + Wissenschaft”
Die städtische Technologie-Stiftung soll zugleich P lattform für die Initiierung eines
„Innovationsnetzwerkes Wirtschaft + Wissenschaft” w erden. Im sich verstärkenden
nationalen wie internationalen Wettbewerb der Wisse nschaftsstandorte spielt das
Verhältnis zum regionalen Umfeld eine wachsende Rol le. Hier ist vor allem die enge
Verzahnung von Hochschulen, Stadt und Wirtschaft an gesprochen. Damit steht nicht
nur der Transfer innovativer Forschungsergebnisse i n die lokale oder regionale
Wirtschaft im Blickpunkt. Auch die unterstützende Funktion kommunalen Handelns (z.B.
der Wirtschaftsförderung) und die aufgeschlossene H altung von Politik und
Bürgerschaft gegenüber den hochschul- und technolog iepolitischen Anforderungen
prägen - positiv oder negativ - das Zusammenspiel der Akteure.
Die Arbeit der vorhandenen Gremien, Vereine und Ins titute bietet hier noch Raum für
Verbesserungsmöglichkeiten: Insbesondere die Frage der klaren Außenwahrnehmung
vorhandener Koordinationsstellen (Bündelungsfunktio n), die Strategien zur sog.
Clusterbildung am Technologiestandort und die Trans ferchancen zwischen
technologieorientierter Wissenschaft und Wirtschaft müssen neu diskutiert und
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weiterentwickelt werden. Hier könnte ein von der St adt angestossenes
”Innovationsnetzwerk Wirtschaft + Wissenschaft” die bisherigen Angebote bündeln und
vor allem mögliche Partner aus Forschung und Anwend ung unmittelbar
zusammenbringen.
4. Einführung eines jährlichen kommunalen Wirtschaftsberichtes
Die Einführung eine kommunalen Wirtschaftsberichtes gibt die Möglichkeit, die zum Teil
an einzelne Aufsichtsräte und Ausschüsse delegierte wirtschafts- und
arbeitsmarktpolitische Fach-Diskussion wieder zum G egenstand einer breiteren
Diskussion in Rat und Öffentlichkeit zu machen. Durch eine solche Diskussion kann das
öffentliche Bewusstsein für die wirtschaftlichen He rausforderungen der Stadt geschärft
und die Auseinandersetzung mit möglichen Entwicklungsszenarien befördert werden.
Ein kommunaler Wirtschaftsbericht sollte als integr iertes Berichtswesen der wirtschafts-
und strukturpolitischen Beteiligten aus dem „Konzer n Stadt Münster“
(Stadtplanungsamt, Wirtschaftsförderung, Münster Ma rketing, ARGE, etc) konzipiert
werden. Er sollte die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt beschreiben, den Beitrag des
Konzerns Stadt dazu darstellen und Zielvorstellung en und Arbeitsvorhaben für die
Zukunft formulieren. Sinnvoll ergänzt werden müsste ein solcher Bericht um eine
entsprechende Stellungnahme aus Wirtschaft und Gewerkschaften.
Alexander Bercht Ralf Hubert Udo Reiter
Wolfgang Heuer Dr. Michael Jung Moritz von Schme ling
Anika Bergner Marianne Koch Anne Schulze Wintzle r
Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn
Beanka Ganser Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson
Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger
Marianne Hopmann
Beschlussvorlage
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V/0619/2008 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Wirtschafts- und Technologieförderung der Stadt Münster weiterentwickeln (Antrag der SPD-Fraktion Nr. A-R/0058/2006 an den Rat) Beratungsfolge 26.08.2008 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Vorberatung 27.08.2008 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: Sachentscheidung: 1. Der Konzept-Entwurf „Technologieförderung in Münster“ ( Anlage 2) wird zur Kenntnis genommen. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Münster GmbH zu prüfen, ob und in welcher Weise das im Bericht avisierte Konzept „Technolo- gieförderung in Münster“ umgesetzt werden kann. 3. Damit ist der SPD-Antrag Nr. 0058/2006 erledigt. Begründung: Der Hauptausschuss hat in seiner Sitzung am 21.02.2007 zur Kenntnis genommen (vgl. Vorlage V/0099/2007), dass die Wirtschaftsförderung Müns ter GmbH (WFM) die im Antrag der SPD- Fraktion aufgezeigten Aspekte vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Strukturen der Wirt- schafts- und Technologieförderung in Münster fachlich aufbereitet, deren Unterstützungsmöglich- keiten prüft und dazu mit der Verwaltung eine entsprechende Vorlage erstellt. Der SPD-Antrag (Anlage 1) verfolgt das Ziel, die Wirtschafts- und Technologieförderung der Stadt Münster in einer Weise qualitativ weiterzuentwicke ln, dass sie zu einer stärkeren Vernetzung der relevanten Akteure sowie zu einer Bindung von zusätzlichen technologieorientierten Investitionen und Arbeitsplätzen in Münster führt. Vorlagen-Nr.: V/0619/2008 Auskunft erteilt: Frau Haubner Ruf: 492 20 32 E-Mail: HaubnerG@stadt-muenster.de Datum: 22.07.2008 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0619/2008 Die im Ratsantrag dargestellte Einschätzung zur Bedarfslage in der Technologieförderung (noch stärkere Vernetzung der Akteure, neue Wege bei den Förderinstrumentarien, in der Standortver- marktung, in der Steuerung der Netzwerkarbeit und im strategischen Dialog über Technologiepoli- tik) wird von der Verwaltung und der WFM vollständig geteilt. Verwaltung und WFM gehen aber davon aus, dass die im Ratsantrag vorgeschlagenen Instrumente zur Finanzierung (Stiftung, Fonds) für den Standort zwar sehr wünschenswert, derzeit aber kaum herstellbar sind. So würde für eine zusätzliche finanzielle Ausstattung der Technologieförderung im Umfang von dauerhaft 100.000 € p.a. ein Stiftungskapital von 2,5 bis 3 Mio. € erforderlich sein. Gespräche mit münster- schen Unternehmen ließen nicht zu erkennen, dass dieser Betrag absehbar aufgebracht werden kann. Gleichwohl war der Antrag der SPD-Fraktion ein Impuls für die WFM, auf der Grundlage der inzwi- schen realisierten Neustrukturierung der städtischen Technologieförderung mit den relevanten Akteuren (Universität, Fachhochschule, Verein „bioanalytik-muenster“) in einen Diskurs über eine qualitativ neue Ebene der Verbindlichkeit, der Zusammenarbeit und der Ressourcengenerierung einzutreten. In zahlreichen Gesprächen, die seitens der WFM seit dem Frühjahr 2007 mit den Hochschulen und den Partnern der Technologieförderung geführt worden sind, wurde deutlich, dass es grundsätzlich eine Bereitschaft für eine engere und verbindliche Form der Zusammenar- beit gibt. Auf Vorschlag der WFM wird derzeit mit den Hochschulpartnern ein Konzept abgestimmt, das die aktuell in einer Mehrzahl von städtischen und hochschulischen Einrichtungen verorteten Leistun- gen der Technologieförderung über die Schaffung von verbindlichen Arbeitsstrukturen institutionell miteinander verbindet ( Anlage 2). Erste belastbare Ergebnisse werden nicht vor dem Jahr 2009 erwartet und zum gegebenen Zeitpunkt dem Rat der Stadt Münster ebenso vorgestellt wie den Aufsichtsräten der WFM, der Technologieförderung Münster GmbH und der CeNTech GmbH. I. V. Gez. Bickeböller Stadtkämmerin
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0619/2008
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 06.08.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37