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0448/2025

Anstieg der Strafanzeigen wegen Queerfeindlichkeit in Köln

Mitteilung Ausschuss 18.02.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 24.03.2025, TOP 4.5

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

3313 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161/3 
 
Vorlagen-Nummer           18.02.2025 
 0448/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 20.02.2025 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 13.03.2025 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In-
ternationales 24.03.2025 
 
Anstieg der Strafanzeigen wegen Queerfeindlichkeit in Köln 
Zusammenfassung in Einfacher Sprache 
Auch in Köln gibt es immer mehr queere Menschen, die körperliche oder nicht-körper-
liche Gewalt (z. B. Beleidigungen) erlebt haben und diese Vorfälle bei der Polizei an-
zeigen. Die Staatsanwaltschaft Köln berichtet, dass dort jedes Jahr mehr Anzeigen 
wegen Queerfeindlichkeit vorliegen. 
Anstieg der Strafanzeigen wegen Queerfeindlichkeit in Köln 
Die Zahl registrierter Fälle von Hasskriminalität gegen queere Menschen steigt nicht 
nur bundesweit, sondern auch in Köln kontinuierlich an. Dies teilt die für LSBTI zu-
ständige Ansprechperson bei der Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage der Verwal-
tung mit. 
So wurden im Jahr 2024 bei der Staatsanwaltschaft Köln insgesamt 183 Ermittlungs-
verfahren geführt, die eine Straftat mit einem queerfeindlichen Motivationshintergrund 
zum Gegenstand hatten. Das ist gegenüber dem Jahr 2023, in dem es 156 entspre-
chende Verfahren gab, ein Anstieg von 17 Prozent. 
Zum Vergleich: im Jahr 2020 waren es 15 Verfahren, 2021 stieg die Anzahl auf 36 
Verfahren und 2022 wurden insgesamt 69 Verfahren geführt. 
Im Bereich der örtlichen Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft Köln, die neben den 
Städten Köln und Leverkusen auch den Rhein-Erft-Kreis, den Rheinisch-Bergischen 
Kreis und Teile des Oberbergischen Kreises umfasst, war damit durchschnittlich jeden 
zweiten Tag des Jahres 2024 eine queerfeindliche Straftat zu beklagen, die zu einer 
Strafanzeige geführt hat. 
Ob dies lediglich den auch allgemein zu verzeichnenden Anstieg im Bereich der politi-
schen bzw. Diskriminierungskriminalität abbildet oder aber (auch) durch eine erhöhte

2 
 
Anzeigenbereitschaft zu erklären ist, und ob zu Letzterem auch die gemeinsame An-
zeigenkampagne („Anzeigen statt Aushalten – Gemeinsam gegen Queerfeindlichkeit“) 
von Stadt Köln, Polizei und Staatsanwaltschaft Köln und den beteiligten Organisatio-
nen der Kölner LSBTI-Communities beigetrag en hat, kann nicht belastbar angegeben 
werden. Über den Sachstand zur Umsetzung der Kampagne wurde bereits im Bericht 
der Fachstelle LSBTI (Vorlage 3612/2024) als auch mit einer separaten Mitteilung 
(Vorlage 1742/2024) berichtet. 
Es ist zudem weiterhin davon auszugehen, dass der weitaus größte Teil entsprechen-
der Taten, deren Zahl man auf der Grundlage einschlägiger Studien für den Bereich 
der Staatsanwaltschaft Köln auf jedenfalls mehr als 5.000 Taten pro Jahr schätzen 
muss, nicht zur Anzeige gebracht wird und so im sogenannten Dunkelfeld bleibt. 
Weitere Zahlen der Staatsanwaltschaft Köln bestätigen den bundesweiten Trend: Wie 
aus der im Mai 2024 von Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt veröffent-
lichten Statistik zu politisch motivierter Kriminalität (PMK) hervorgeht, ist 2023 die An-
zahl der gemeldeten Fälle im Bereich "sexuelle Orientierung" um die Hälfte und im Be-
reich "geschlechtsbezogene Diversität" um mehr das Doppelte gestiegen. 
 
 
gez. Reker

Beratungsverlauf (3)

20.02.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 8.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
13.03.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.3.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
24.03.2025 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0448/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
18.02.2025
Erstellt
06.02.2025 23:57