AN/0692/2026
Sonderhaltestelle Stadion: Weitere Prüfaufträge für einfachere Varianten
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Linke Änderungsantrag nach § 13
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Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln An den Oberbürgermeister Herrn Torsten Burmester An den Vorsitzenden des Mobilitätsausschusses Herrn Lino Hammer Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln Postanschrift: Postfach 103564 · 50475 Köln Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841 E-Mail: DieLinke@stadt -koeln.de Fraktionsvorstand Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 27.04.2026 AN/0692/2026 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Mobilitätsausschuss 28.04.2026 Sonderhaltestelle Stadion: Weitere Prüfaufträge für einfachere Varianten Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Vorsitzender, wir bitten Sie, folgenden Antrag zur Beschlussvorlage 0515/2025 und zum Änderungsantrag AN/0621/2026 zum Thema Bedarfsfeststellungs - und Planungsbeschluss für die Kapazitätserweiterung auf der Ost -West-Achse, Haltestelle Rheinenergie -Stadion (nur Haltestelle für den Sonde rverkehr), auf die T agesordnung der nächsten Sitzung des Mobilitätsausschusses am 28.04.2026 zu setzen. Weitere Prüfaufträge sollen sein: 1. Eine betriebliche Prüfung der Möglichkeit, einen Bahnsteig mit 70m Zügen anzufahren, um eine Kapazitätserhöhung zu erreichen, bei Erhalt der Bestandsanlage und des Gleiskreuzes. Zusätzliche Prüfung der Möglichkeit neben dem Gleiskreuz auch ein durchgehendes Gleis zu legen, damit auch Vorbeifahrten möglich sind. Der damit machbare doppelte Gleiswechsel (mit Weiche) brin gt mehr betriebliche Flexibilität. 2. Die Prüfung der Errichtung einer vollwertigen 3. Haltestelle nördlich der Abstellanlage für 90m Bahnen, die derzeit nur für den Ausstieg genutzt wird. Diese Haltestelle kann erweitert werden mit Bahnsteig zum Einstieg und einem zweiten Gleis zum Überholen. 3. Die Prüfung und Vorlage eines integrierten Verkehrskonzepts rund um die Zu - und Abfahrt vom Stadion. Dazu gehören: a. die Verständigung mit GoRheinland zur Verbesserung der S -Bahn- Kapazitäten bei größeren Events b. die Einrichtung einer zusätzlichen Bushaltestelle „Rheinenergie-Stadion“ auf der Aachener Straße für die Buslinien 141 und 143 zwischen den Haltestellen Junkersdorf und Alter Militärring. Die Buslinie 148 soll über die Endhaltestelle Junkersdorf hinaus über diese Haltestelle bis zum Alten Militärring verlängert werden. So ist ein besseres Umsteigen zwischen Bahn und Bus möglich. Der Busverkehr kann einfacher als Zubringer zur S-Bahn genutzt werden. 4. Die Prüfung, ob eine Sanierung des T echnikleitstand -/Aufenthaltsgebäud es ausreicht. 5. Die Prüfung, ob das Haltestellendach durch ein Dach aus Kunststoff ersetzt werden kann. Weiterhin sollen bei den Prüfaufträgen folgende Vorgaben Beachtung finden: Es soll weiterhin möglich sein, Sonderfahrten über die Hochflur-Strecken zum Gürtel und zum Hauptbahnhof anzubieten. Deshalb sollen alle Varianten zwingend einen Bahnsteigabschnitt aufweisen, der für Hochflur-Bahnen barrierefrei ausgebaut ist. Nach der Leistungsphase 2 HOAI ist ein erweiterter Planungsbeschluss einzuholen. Nach der Leistungsphase 3 HOAI ist ein Baubeschluss für die Vorzugsvariante einzuholen. Begründung: Das Problem der Stadion -Sonderhaltestelle ist, dass sie für zwei 90 -Meter-Züge einfach nicht lang genug ist und die Einrichtung eines weiteren, innen liegenden B ahnsteigs in der gegenwärtigen Situation zu aufwändig und zu teuer ist. Daher müssen Varianten mit machbaren Verbesserungen aufgezeigt werden. Die Anlage der Haltestellen 1 und 2 können so belassen werden, wie sie sind. Denn durch das Gleiskreuz in der Mitte ist ein rascher und effektiver Einsatz von 60m -Bahnen und gegenseitiges Überholen möglich. Am vorderen Bahnsteig 1 könnten aber auch 70m Hochflurbahnen halten. Die Länge der Bestandsanlage reicht mit ca. 157 Meter völlig aus, um einen Bahnsteigabschnitt für die auf dem Gürtel vorgesehenen 70 Meter langen Züge einzurichten (siehe Skizze anbei). Die KVB soll außerdem die Möglichkeit prüfen, das Gleiskreuz zwischen Bahnsteig 1 und Bahnsteig 2 durch einen doppelten Gleiswechsel zu ersetzen, der über eine Weiche gesteuert wird. Dadurch entsteht ein durchgehendes Gleis, das mehr betriebliche Flexibilität ermöglicht. Beispielsweise können aus Westen einrückende Bahnen über das nördliche Gleis jederzeit ungehindert am Bestandsbahnsteig vorbeifahren. Die Haltestelle nördlich der Abstellanlage wird bisher nur zum Ausstieg genutzt. Sie könnte zu einer vollwertigen dritten Haltestelle ausgebaut werden, mit einem Bahnsteig auf der Seite der Abstellanlage zum Einsteigen. Der Platz reicht, dass dort ebenfalls 90m la nge Züge halten können. Mit einem zusätzlichen Überholgleis (auf der Seite der Abstellanlage) blockieren sich die Bahnen auch nicht. Der Zugang würde vom Stadion aus über den gleichen Weg laufen wie zur regulären Haltestelle der Linie 1, nur statt nach lin ks könnte man auch nach rechts abbiegen zur zweiten Haltestelle für 90m-Züge (siehe Skizze). Damit hätte man die Möglichkeit, dass zwei 60m -Züge (oder 1x 60m Niederflur / 1x 70m Hochflur) und zwei 90m Züge am Stadion halten bzw. abfahren. Das ist vollkomm en ausreichend für die Erweiterung der Kapazitäten. Ein integriertes Verkehrskonzept unter Einbeziehung der S -Bahn-Haltestelle und der Buslinien soll geprüft und vorgelegt werden. Bei Veranstaltungen im Stadion fahren heute teilweise keine Sonderbahnen über den Gürtel im Zuge der Linie 13. Dies wurde jedoch mit Fahrzeug- und Personalmangel begründet und kann kein dauerhafter Zustand sein. Die Hochflur-Strecke über den Gürtel und weiter über die Subbelrather Straße ist besonders für Fahrten der Auswärts-Fans von und zu den Bahnhöfen wichtig (Ehrenfelder Bahnhof, Westbahnhof, Hauptbahnhof). Bei einer Erneuerung der Stadion -Sonderhaltestelle mit Hilfe von Fördergeldern muss unbedingt eine barrierefreie Haltestelle entstehen. Es gibt Gespräche mit den Fördergebern, ob auf einen Hochflur -Bahnsteig verzichtet werden könne, da es im Stadion nur wenig barrierefreie Zuschauerplätze gebe. Die Stadion -Sonderhaltestelle mit ihren vielen auswärtigen Besuchern ist als „Visitenkarte“ repräsentativ für Köln und sollte ein besonderes Vorbild bei der Realisierung der Barrierefreiheit sein. Aus diesen Gründen muss mindestens ein Bahnsteig der Sonderhaltestelle mit einer 90 cm hohen Bahnsteigkante ausgestattet sein. Eine Begleitung des Prozesses durch das Politische Begleitgremium zur Ost-West-Achse ist sinnvoll. Aber da hier nach hier nach bisheriger Erfahrung lediglich informiert, kaum diskutiert und schon gar nicht entschieden wird, sollten nach den Leistungsphasen 2 und 3 weitere Beschlüsse der Ratsgremien für die erweiterte Planung und den Bau eingeholt werden müssen. Mit freundlichen Grüßen gez. Günter Bell LINKE-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mit Änderungen empfohlen
Zur SitzungOrte (3)
- Aachener Straße
- Subbelrather Straße
- Alter Militärring
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0692/2026
- Typ
- Die Linke. Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 27.04.2026
- Erstellt
- 24.04.2026 14:41