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A-R/0028/2008

Biogas-Anlagen

Antrag an den Rat 09.06.2008

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 18.06.2008, TOP 34.3

Originalantrag

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Originalantrag

2333 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0028/2008 
 
Fraktionsvorsitzender: 
stellvertretender Fraktionsvorsitzender: 
Fraktionsgeschäftsstelle: 
 
Fraktionsgemeinschaft 
im Rat 
der Stadt Münster 
Fritz Pfau 
Gerd Kersting 
Junkerstraße 3, 48153 Münster 
 
 
fraktion.uwg-oedp@citykom.net  
 
Ratsantrag zu: Biogas-Anlagen    
             
  
 
„Nutzen differenziert betrachten“ 
             
  
Der Rat möge beschließen: 
 
Die städtische Beteiligung an bzw. Förderung von Bi ogas-Anlagen ist künftig danach 
auszurichten, welche Stoffe als Grundlage der Gaser zeugung eingesetzt werden. Für Anlagen, 
die Nahrungs- bzw. Futtermittel als Ausgangsstoffe der Technologie nutzen, erfolgt künftig keine 
Beteiligung bzw. Förderung. Gleichgestellt sind Aus gangsstoffe, die auf Flächen gewonnen 
werden, welche alternativ zur Nahrungsmittelprodukt ion genutzt werden können. Ggf. bereits 
bestehende vertragliche Regelungen sind auf eine Modifizierbarkeit in diesem Sinne zu prüfen.   
 
 
Begründung: 
 
Grundsätzlich ist die Gewinnung von Biogas aus orga nischen Stoffen eine begrüßenswerte 
Zukunftstechnologie, zu der sich die Stadt Münster bekennen sollte. Wegen der Unabhängigkeit 
von Wind und Sonne ist die Gewinnung von Biogas ein e hervorragende Ergänzung im bereits 
bestehenden Energiemix aus konventionellen und aus Erneuerbaren Energien. So wurde in der 
Bundesrepublik 2005 in ca. 2.700 Biogasanlagen eine  elektrische Leistung von 665 MW erzeugt, 
die 0,42 Prozent des Gesamtstromverbrauchs entsprec hen. Aus der Gülle einer einzigen Kuh 
lassen sich immerhin 0,15 kW erzeugen.* 
 
Allerdings ist danach zu unterscheiden, welche Ausg angsstoffe als Gewinnungsgrundlage 
eingesetzt werden. Der Einsatz von organischen Abfä llen wie Gehölzschnitt, Speiseresten, Gülle 
oder Klärschlamm ist vollkommen unproblematisch. De r Einsatz von gezielt angebauten 
„Energiepflanzen“ ist aus Versorgungs- und ethische n Gründen strikt abzulehnen bzw. 
grundsätzlich nicht zu fördern. Insbesondere die in  den vergangenen Monaten aufgekommene 
Diskussion zur globalen Nahrungsmittelversorgung un terstreicht das Problem eindringlich; die 
Parallele zur Debatte um „Biosprit“ liegt auf der Hand.  
 
* Quelle: Wikipedia  
 
 
Für die Ratsfraktion 
 
gez. Fritz Pfau 
gez. Gerd Kersting 
gez. Hannelore Wiesenack-Hauß 
 
 
Münster, den 9. Juni 2008

Beratungsverlauf (1)

18.06.2008 Rat
TOP 34.3 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Junkerstraße 3

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0028/2008
Typ
Antrag an den Rat
Datum
09.06.2008
Erstellt
06.10.2020 14:37