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A-R/0001/2018

Ein City-Logistic-Center – Baustein in einem zukunftsfähigen Mobilitäts-Angebot in Münster

Antrag an den Rat 16.01.2018

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 31.01.2018, TOP 29.1

a-r-0001-2018-City Logitic 180116

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a-r-0001-2018-City Logitic 180116

4992 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. : A-R/0001/2018 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
FDP-Ratsfraktion 
Geringhoffstraße 48 
48163 Münster 
Tel. 0251 - 987 30 60 
Fax:  0251 - 987 30 61 
Email: fraktion@fdp-ms.de 
www. fdp -fraktion -ms.de  
 
 
 
 
 Münster, 16.01.2018 
Antrag 
 
Ein City-Logistic-Center – Baustein in einem 
zukunftsfähigen Mobilitäts-Angebot in Münster? 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob in Mün ster ein Konzept für ein  "City Logistic 
Center Münster" (CLC-MS) entwickelt werden soll.  I m Rahmen dieser Prüfung sind 
folgende Teilaspekte zu berücksichtigen: 
a) Es sollen Vorgespräche u.a. mit Logistik-Unterne hmen, (Lebensmittel-) Konzernen, 
aber auch Vertretern der IHK, der Handwerkskammer u nd dem Einzelhandel geführt 
werden. Ebenso ist das Knowhow der Hochschulen einzubinden.  
b) Die Erfahrungen anderer Städte mit Transport-Ver teilstellen – z. B. Berlin, Hamburg 
Frankfurt oder Göteborg  – sollen ausgewertet werden.   
c) Vorschläge zu einem für möglichst viele Verkehrs systeme (Straße, Schiene, 
Wasserstraße) optimalen Standort sollen geprüft werden.  
d) Finanzielle Fördermöglichkeiten von EU, Land und  Bund sind zu prüfen.  
 
 
Begründung: 
In Münster ist in Sachen Verkehr derzeit vieles in Bewegung. Vieles aber steckt eben auch 
- wortwörtlich - in Stau und Stillstand. Das Straße nnetz ist ebenso an seine Grenzen 
gelangt wie die CO2- Belastung, so dass bei den Lös ungsansätzen vor allem  Ideen unter 
dem Stichwort "Verkehrsvermeidung" gesucht werden. 
Neben z.B. den Pendler-, Berufs- und Einkaufsverkeh ren bedeutet der auch durch den 
Online-Handel anwachsende Liefer- und Wirtschaftsve rkehr eine nicht unbeträchtliche 
Belastung. Gerade die so genannte "letzte Meile" od er der "letzte Kilometer" zum Kunden 
trägt zu den Emissionen bei. Dabei komme, so sagt e twa Lars Purkartshofer von UPS , 
"Wirtschaftsverkehr in den Städten planerisch nicht vor". 
Die Idee, Lieferverkehre an einem strategisch günst ig gelegenen, zentralen Ort zu 
bündeln, umzuverteilen und dann möglichst emissions frei an die Empfänger zu liefern - 
etwa mit Lastenrädern, Elektro- oder Wasserstoff-ge triebenen Fahrzeugen - wird  
vielerorts bereits erprobt. So ist gerade das schwe dische Göteborg (rd. 580.000 
Einwohner) für sein City-Logistik-Konzept, entwicke lt von der städtischen 
Verkehrsbehörde, mit einem Innovationspreis ("Quali ty Innovation Award") ausgezeichnet 
worden. Hier werden kleinteilige Frachtanlieferunge n für Geschäfte und Büros in der 
Göteborger Innenstadt über einheitliche Touren mit Elektrotransportern oder Lastenrädern

- 2 - 
zugestellt, die wenig Verkehrsraum beanspruchen und  kaum Umweltbelastungen wie 
Lärm oder Abgase verursachen. Nach Einschätzung von Fachleuten könnten bis zum Jahr 
2030 in Deutschland rund 70 Prozent der Nutzfahrzeu ge im City-Verkehr elektrifiziert und 
digitalisiert unterwegs sein (Markus Schell vom Ach senhersteller BPW auf der Logistics 
Digital Conference in Frankfurt im Nov. 2017). Hierzu hat sich  z.B. die Handwerkskammer 
in Hamburg mit interessanten Angeboten für ihre Mit glieder auf den Weg zum mehr E-
Mobilität gemacht. 
Etliche große wie kleinere deutsche Städte haben sc hon eigene Konzepte entwickelt, um  
die Warenströme räumlich zu verlagern und so unter anderem die vielen kleinteiligen 
Lieferungen, die die zahlreichen Fahrten und Stopps  der Dienstleister verursachen, zu 
vermeiden.  
Als besonders  effizient erweisen sich City-Hub-Kon zepte (innerstädtische Verteilstellen). 
Allerdings offenbar nur,  wenn sie von allen Dienst leistern gemeinsam genutzt werden 
können, also anbieterneutral ist. In Berlin etwa  z eigt das Projekt „BentoBox"  erfolgreich, 
dass man Kurierautofahrten um 85 Prozent reduzieren  konnte.(https://www.berlin-
innovation.de/de/startseite/innovationsuebersicht/titel-der-innovation/innovation/2.html)   
Alle Dienstleister können die Container-Boxen nutze n, um ihre Sendungen für ein 
Zielgebiet zu sammeln und von dort weiter zu vertei len. Unkonventionelle Denkansätze  
sind also  gefragt. 
Die großen Städte müssten sich besser aufstellen, v or allem auch personell dem Thema 
Logistik mehr Aufmerksamkeit schenken, so hieß es I m November 2017 auf der Logistics 
Digital Conference in Frankfurt, wo deshalb auch Be auftragte für Wirtschaftsverkehre 
gefordert wurden. Das Internet-Lexikon "Wikipedia" resümiert beim Thema City-Logistik: 
"Während bisher die Devise galt: gleiche Waren – ve rschiedene Empfangsorte, soll es in 
Zukunft mit Hilfe der City-Logistik heißen: verschiedene Waren – gleiche Empfangsorte".  
Ob ein auf unsere Stadt zugeschnittenes Konzept zur  City Logistic Chancen haben 
könnte, soll die beantragte Prüfung darstellen.  Ei n solches Konzept könnte dann ein 
Baustein sein im „Masterplan 100 Prozent Klimaschutz“ und ebenfalls Teil des Konzeptes 
„Mobilität Münster 2035+“ werden. 
 
 
gez. 
 
Carola Möllemann-Appelhoff 
Jürgen Reuter 
Hans Varnhagen 
Jörg Berens 
FDP-Fraktion im Rat

Beratungsverlauf (1)

31.01.2018 Rat
TOP 29.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Geringhoffstraße 48
  • Wasserstraße

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Details

Aktenzeichen
A-R/0001/2018
Typ
Antrag an den Rat
Datum
16.01.2018
Erstellt
06.10.2020 14:37