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A-R/0029/2014

Damit Münster nicht baden geht und trotzdem bessere Bäder bekommt

Antrag an den Rat 28.08.2014

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 10.09.2014, TOP 38.1

Originalantrag

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Originalantrag

5621 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0029/2014 
 
    
 
 
 
 
 
 Münster, 25.08.2014 
 
Ratsantrag  
– Antrag zur sofortigen Beschlussfassung nach § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung des 
Rates - 
 
 
Damit Münster nicht baden geht 
und trotzdem bessere Bäder bekommt 
 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
 
1. Das städtische Gutachten zur Bäderentwicklung in  Münster wird der Öffentlichkeit 
vorgestellt und in Bürgeranhörungen ausgewertet. Die Ergebnisse der Anhörung so- 
wie der weiteren politischen Beratung sind einer Beschlussvorlage der Verwaltung 
zusammenzuführen.  
 
Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen abzuarbeiten: 
- Die Öffnungszeiten aller Bäder werden kundenorient iert ausgeweitet. Jedes städti- 
sche Bad ist an jedem Tag der Woche von mindestens 8 bis 21 Uhr zu öffnen. 
- Der anhaltenden Kritik der mangelnden Wassertemper atur wird Rechnung getragen. 
Die Verwaltung legt in technischer Abstimmung mit den Stadtwerken Münster ein 
Ausbauprogramm für die Erhöhung der Wassertemperatur vor, dass in Varianten die 
Kosten darlegt, in allen oder in einzelnen Bädern die Wassertemperatur dauerhaft 
nach dem üblichen Standard zu erhöhen. Außenwasserflächen sollen grundsätzlich 
durch eine Abdeckung außerhalb der Betriebszeiten vor Abkühlung und Wasserver- 
dunstung geschützt werden. 
- Die Sauberkeit in allen Bädern wird regelmäßig sti chprobenartig überprüft und weiter 
konsequent optimiert. Die Schwimmgäste sollen regelmäßig zur Sauberkeit befragt 
werden. 
- Die Tarifstruktur der Eintrittspreise wird unter M aßgabe eines familienfreundlichen 
Angebots überarbeitet.  
- In die nächste städtische Bürgerumfrage sollen Fra gen nach der Nutzung von Bädern 
in und außerhalb Münsters sowie Fragen nach der Kundenorientierung der Münster- 
aner Bäder (Preisakzeptanz, Öffnungszeiten, Freundlichkeit, Sauberkeit) integriert 
werden. 
 
2. Die Realisierung eines Spaßbades in Gievenbeck a m Standort Roxeler Straße mit 
kommunalen Mitteln wird nicht weiter verfolgt. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, 
Verhandlungen mit den Spaßbädern der näheren Umgebung (Cabrio-Bad in Senden, 
DÜB in Dülmen, Maximare in Hamm) mit dem Ziel zu führen, ein Kombiangebot für 
den Eintrittspreis inklusive Bustransfer ab Münster anzubieten. 
 
3.  Die Planungen für ein neues Südbad mithilfe des  Schwimmvereins Südbad e.V. und 
der Wohn- und Stadtbau als Projektträger werden aufgenommen und zeitnah dem 
Rat vorgestellt.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de 
4. Die schwerwiegenden Schäden am Hallenbad Kinderh aus, die infolge des Unwetters 
am 28. Juli 2014 entstanden sind, sollen zügig behoben werden so, dass das beliebte 
Hallenbad der Öffentlichkeit schnellst wieder zugänglich gemacht werden kann. 
 
5. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, mit dem Bet reiberverein des Bürgerbades Han- 
dorf in Gesprächen zu prüfen, ob und ggf. wie die Zukunft des Bürgerbades Handorf 
sichergestellt werden kann. 
 
Begründung: 
 
Das Gutachten zur Bäderlandschaft in Münster hat viele Ansatzpunkte für Verbesserungen 
aufgezeigt. Die CDU-Ratsfraktion geht deshalb davon aus, dass die politische und öffentliche 
Diskussion über die Fortentwicklung der Bäderlandschaft eine wichtige Frage für die Arbeit 
des neuen Rates wird. Priorität gebührt der Erhaltung und Verbesserung der bestehenden 
Bäder und ihrer Angebote. Zu prüfen sind deshalb sowohl Maßnahmen zur Steigerung der 
Attraktivität, beispielsweise durch verlängerte Öffnungszeiten, zur Profilierung der einzelnen 
Bäder im Hinblick auf die Wünsche der Kunden (Sportbad, Familienbad etc.), als auch zur 
technischen und baulichen Ertüchtigung. Dafür finden sich im Gutachten viele wertvolle An- 
regungen, die in einer öffentlichen Diskussion und Moderationsprozesses für die Aufstellung 
eines Maßnahmenkonzeptes genutzt werden sollen.  
 
Zur Verbesserung der bestehenden „Bäderlandschaft“ gehört unseres Erachtens  auch das 
Projekt Südbad. Angesichts eines prognostizierten markanten Bevölkerungszuwachses in 
Münster für die nächsten Jahre ist eine bedarfsgerechte Vorhaltung von nutzbaren 
Schwimmflächen Teil einer vorausschauenden Gesundheits- und Sportpolitik. Deshalb hal- 
ten wir die o. a. Prüfung der Realisierungschancen für eine Errichtung durch die Wohn- und 
Stadtbau zu den Maßnahmen mit Priorität. Die Optimierung und Weiterentwicklung der 
Münsteraner Bäderlandschaft dürfen das fraktionsübergreifend vereinbarte Ziel eines ausge- 
glichenen Haushaltes in 2020 nicht gefährden.  
 
Die CDU-Fraktion will die Debatte über unsere Bäderlandschaft versachlichen. Zum einen 
sehen wir hinsichtlich dieses Freizeitsegmentes bereits eine große Angebotsvielfalt entspre- 
chender Einrichtungen in der Region, zum anderen halten wir solche Angebote nicht unbe- 
dingt für Projekte, die zur kommunalen Daseinsvorsorge zwingend gehören. Die Konkur- 
renzwirkungen solcher zusätzlichen Angebote auf die vorhandenen Bäder lassen zudem 
befürchten, dass der bislang erzielte Kostendeckungsgrad der kommunalen Bäderwirtschaft 
stark sinken würde. 
 
gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (1)

10.09.2014 Rat
TOP 38.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Mauritzstraße 7
  • Roxeler Straße

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Details

Aktenzeichen
A-R/0029/2014
Typ
Antrag an den Rat
Datum
28.08.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37