A-R/0029/2014
Damit Münster nicht baden geht und trotzdem bessere Bäder bekommt
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Originalantrag
5621 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0029/2014
Münster, 25.08.2014
Ratsantrag
– Antrag zur sofortigen Beschlussfassung nach § 3 Abs. 2 der Geschäftsordnung des
Rates -
Damit Münster nicht baden geht
und trotzdem bessere Bäder bekommt
Der Rat möge beschließen:
1. Das städtische Gutachten zur Bäderentwicklung in Münster wird der Öffentlichkeit
vorgestellt und in Bürgeranhörungen ausgewertet. Die Ergebnisse der Anhörung so-
wie der weiteren politischen Beratung sind einer Beschlussvorlage der Verwaltung
zusammenzuführen.
Dabei sind insbesondere folgende Maßnahmen abzuarbeiten:
- Die Öffnungszeiten aller Bäder werden kundenorient iert ausgeweitet. Jedes städti-
sche Bad ist an jedem Tag der Woche von mindestens 8 bis 21 Uhr zu öffnen.
- Der anhaltenden Kritik der mangelnden Wassertemper atur wird Rechnung getragen.
Die Verwaltung legt in technischer Abstimmung mit den Stadtwerken Münster ein
Ausbauprogramm für die Erhöhung der Wassertemperatur vor, dass in Varianten die
Kosten darlegt, in allen oder in einzelnen Bädern die Wassertemperatur dauerhaft
nach dem üblichen Standard zu erhöhen. Außenwasserflächen sollen grundsätzlich
durch eine Abdeckung außerhalb der Betriebszeiten vor Abkühlung und Wasserver-
dunstung geschützt werden.
- Die Sauberkeit in allen Bädern wird regelmäßig sti chprobenartig überprüft und weiter
konsequent optimiert. Die Schwimmgäste sollen regelmäßig zur Sauberkeit befragt
werden.
- Die Tarifstruktur der Eintrittspreise wird unter M aßgabe eines familienfreundlichen
Angebots überarbeitet.
- In die nächste städtische Bürgerumfrage sollen Fra gen nach der Nutzung von Bädern
in und außerhalb Münsters sowie Fragen nach der Kundenorientierung der Münster-
aner Bäder (Preisakzeptanz, Öffnungszeiten, Freundlichkeit, Sauberkeit) integriert
werden.
2. Die Realisierung eines Spaßbades in Gievenbeck a m Standort Roxeler Straße mit
kommunalen Mitteln wird nicht weiter verfolgt. Die Stadtverwaltung wird beauftragt,
Verhandlungen mit den Spaßbädern der näheren Umgebung (Cabrio-Bad in Senden,
DÜB in Dülmen, Maximare in Hamm) mit dem Ziel zu führen, ein Kombiangebot für
den Eintrittspreis inklusive Bustransfer ab Münster anzubieten.
3. Die Planungen für ein neues Südbad mithilfe des Schwimmvereins Südbad e.V. und
der Wohn- und Stadtbau als Projektträger werden aufgenommen und zeitnah dem
Rat vorgestellt.
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de
4. Die schwerwiegenden Schäden am Hallenbad Kinderh aus, die infolge des Unwetters
am 28. Juli 2014 entstanden sind, sollen zügig behoben werden so, dass das beliebte
Hallenbad der Öffentlichkeit schnellst wieder zugänglich gemacht werden kann.
5. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, mit dem Bet reiberverein des Bürgerbades Han-
dorf in Gesprächen zu prüfen, ob und ggf. wie die Zukunft des Bürgerbades Handorf
sichergestellt werden kann.
Begründung:
Das Gutachten zur Bäderlandschaft in Münster hat viele Ansatzpunkte für Verbesserungen
aufgezeigt. Die CDU-Ratsfraktion geht deshalb davon aus, dass die politische und öffentliche
Diskussion über die Fortentwicklung der Bäderlandschaft eine wichtige Frage für die Arbeit
des neuen Rates wird. Priorität gebührt der Erhaltung und Verbesserung der bestehenden
Bäder und ihrer Angebote. Zu prüfen sind deshalb sowohl Maßnahmen zur Steigerung der
Attraktivität, beispielsweise durch verlängerte Öffnungszeiten, zur Profilierung der einzelnen
Bäder im Hinblick auf die Wünsche der Kunden (Sportbad, Familienbad etc.), als auch zur
technischen und baulichen Ertüchtigung. Dafür finden sich im Gutachten viele wertvolle An-
regungen, die in einer öffentlichen Diskussion und Moderationsprozesses für die Aufstellung
eines Maßnahmenkonzeptes genutzt werden sollen.
Zur Verbesserung der bestehenden „Bäderlandschaft“ gehört unseres Erachtens auch das
Projekt Südbad. Angesichts eines prognostizierten markanten Bevölkerungszuwachses in
Münster für die nächsten Jahre ist eine bedarfsgerechte Vorhaltung von nutzbaren
Schwimmflächen Teil einer vorausschauenden Gesundheits- und Sportpolitik. Deshalb hal-
ten wir die o. a. Prüfung der Realisierungschancen für eine Errichtung durch die Wohn- und
Stadtbau zu den Maßnahmen mit Priorität. Die Optimierung und Weiterentwicklung der
Münsteraner Bäderlandschaft dürfen das fraktionsübergreifend vereinbarte Ziel eines ausge-
glichenen Haushaltes in 2020 nicht gefährden.
Die CDU-Fraktion will die Debatte über unsere Bäderlandschaft versachlichen. Zum einen
sehen wir hinsichtlich dieses Freizeitsegmentes bereits eine große Angebotsvielfalt entspre-
chender Einrichtungen in der Region, zum anderen halten wir solche Angebote nicht unbe-
dingt für Projekte, die zur kommunalen Daseinsvorsorge zwingend gehören. Die Konkur-
renzwirkungen solcher zusätzlichen Angebote auf die vorhandenen Bäder lassen zudem
befürchten, dass der bislang erzielte Kostendeckungsgrad der kommunalen Bäderwirtschaft
stark sinken würde.
gez.
Stefan Weber
Frank Baumann
Horst Beitelhoff
Georg Berding
Dieter von den Berg
Olaf Bloch
Peter Börgel
Heinz-G. Buddenbäumer
Olaf Dreßen
Dr. Dietmar Erber
Sven Gotthal
Walter von Göwels
Richard Halberstadt
Gilbert Hartmann
Jens Christian Heinemann
Bruno Kleine Borgmann
Jan Leiße
Stefan Leschniok
Christel Loschelder
Hans Neumann
Andreas Nicklas
Karin Reismann
Josef Schliemann
Angela Stähler
Manfred Wenzel
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Mauritzstraße 7
- Roxeler Straße
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0029/2014
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 28.08.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37