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2013/0079

Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2012 zum Haushalt 2012

Magistratsvorlage 22.02.2013

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2013/0079

1689 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
25.02.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0079 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2012 zum Haushalt 2012 
 
Vorlage vom: 22.02.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Magistrat nimmt den beigefügten Finanzcontro lling-Bericht zur Kenntnis und leitet ihn an die 
Stadtverordnetenversammlung weiter. 
 
 
 
Anlagen: Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2012 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 22. Februar 2013
 
 
 
 
 
Nach § 28 Absatz 1 der Verordnung über die Aufstellung und Ausführung des Haushaltsplans der 
Gemeinde ist die Stadtverordnetenversammlung mehrmals jährlich über den Stand des 
Haushaltsvollzugs zu unterrichten. 
 
Dem als Anlage beigefügten „Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2012“ kann der Stand 
der Ausführung des Haushalts 2012 zum 31. Dezember 2012 entnommen werden. 
 
 
 
Darmstadt, 22. Februar 2013 
 
 
 
Der Dezernent IV 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

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17839 Zeichen

Haushalt 2012 Finanzcontrolling-Bericht Januar bis Dezember 2012

1
Inhaltsverzeichnis 
 
 
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht   2 
 
2 Überblick Ergebnishaushalt   3 
2.1 Gesamtergebnisrechnung zum Stand 31.12.2012   3 
2.2 Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen   5 
 
3 Kreditaufnahme und Schuldenstand   7 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe   7 
3.2 Stand der Bürgschaften   7 
 
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen   8 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad   8 
4.2 Steuerertragsquote   8 
4.3 Personalquote   9 
4.4 Zuschuss- und Förderquote   9 
4.5 Transferaufwandsquote   10 
4.6 Transferdeckungsquote   10 
4.7 Zinslastintensität   11

2
1 Erläuterungen zum Finanzcontrolling-Bericht 
 
Der vorliegende Bericht informiert über den Stand des Haushaltsvollzugs bis zum 31.12.2012. Die hier angegebenen Werte sind jedoch keinesfalls 
mit dem Rechnungsergebnis für das Haushaltsjahr gleichzusetzen. Da bis zum 31.03.2013 noch ergebnisrelevante Buchungen zu Lasten des Jah- 
res 2012 möglich, sowie im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten auch später notwendig sind, wird sich das Jahresergebnis zwangsläufig noch 
verändern. 
 
Der Stand des Ergebnishaushalts wird tabellarisch dargestellt und die wesentlichen Positionen / Veränderungen erläutert. 
 
Die Auswertung der Buchhaltung hierfür erfolgte am 07.02.2013. D. h. dieser Stichtag ist im Hinblick auf das „Ist-Ergebnis“ die Grundlage des 
Berichtes. Weitere ergebnisrelevante Buchungen können seither erfolgt, jedoch nicht in den Bericht eingeflossen sein. 
 
Grundlage der Daten „Haushaltsansatz“ sind die Planwerte des Nachtragshaushaltsplans 2012. 
 
Die Tabelle enthält neben der Spalte „Haushaltsansatz“ die Spalte „Budget“. Das „Budget“ zeigt die Summe der jeweiligen Haushaltsansätze zu- 
züglich eventueller über- und außerplanmäßiger Mittel, abzüglich der durch eine Haushaltssperre gesperrten Mittel und Mittelverschiebungen, zu- 
züglich eventueller Haushaltsausgabereste, bezogen auf den Berichtszeitraum. Die Spalte „Budget“ stellt also den tatsächlichen Rahmen für die 
Bewirtschaftung der Haushaltsmittel durch die Ämter und Verwaltungsstellen dar. 
 
Budget = (HH-Ansatz 2012 + ÜPL + APL +/- MVS + HAR 2011 – Sperre) 
 
Die Spalte „Ist“ zeigt die erfolgte Sollstellung der Erträge und Aufwendungen im Berichtszeitraum, die Spalte „Abweichung Budget / Ist“ die Diffe- 
renz zwischen den tatsächlichen Aufwendungen und Erträgen und den tatsächlich zur Verfügung stehenden Mitteln. Diese Abweichung wird zusätz- 
lich in der Spalte „Ist in %“ als Prozentwert dargestellt. 
 
Der nächste Abschnitt dieses Finanzcontrolling-Berichtes informiert über den Stand der Schulden. Hier wird die Höhe der Schulden des städtischen 
Haushaltes und der Eigenbetriebe, jeweils unterteilt in Investitionskredite und Kassenkredite zum Ende des Berichtszeitraumes abgebildet. 
Nachrichtlich wird außerdem der Stand der insgesamt zu diesem Zeitpunkt vergebenen Ausfallbürgschaften mitgeteilt. 
 
Zuletzt enthält der Bericht verschiedene finanzwirtschaftliche Kennzahlen, die einen besseren und schnelleren Überblick über die jeweilige Haus- 
haltslage ermöglichen sollen und für die weitere Entwicklung als Vergleichsdaten zur Verfügung stehen.

3
2 Überblick Ergebnishaushalt 
 
2.1  Gesamtergebnisrechnung zum Stand 31. Dezember 2012 
 
 
Die positive Entwicklung des Ergebnishaushaltes im Jahr 2012 ist in den Nachtragshaushalt eingeflossen und das negative Jahresergebnis wurde 
von 79,4 Mio. € auf 62,4 Mio. € verbessert. Durch die Anpassung des Nachtragshaushaltes an die tatsächliche Situation sind zum 31.12.2012 die 
geplanten ordentlichen Erträge zu 99% erfüllt. Dabei sind bereits aus den Gewerbesteuererträgen 61,5 Mio. € für drohende Gewerbesteuerrückzah- 
lungen herausgenommen und einer Rückstellung zugeführt. Die geplanten ordentlichen Aufwendungen sind bisher nur zu 91% erfüllt, hier stehen 
allerdings noch einige Zahlungen aus. 
 
 
 
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
31.12.2012  
Ist bis 
31.12.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
privatrechtliche Leistungsentgelte -5.998.520  -5.998.520  -4.905.840       -1.092.680  82%  
öffentlich-rechtliche Leistungsentgelte -46.324.350 -46.324.350  -46.621.791       297.441  101%  
Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen -13.351.660  -13.394.660  -11.202.072  -43.000      -2.192.588  84%  
Bestandsveränderungen, aktiv. Eigenleistungen -123.100  -123.100  -78.649       -44.451  64%  
Steuern und Steuerähnliche Erträge -237.663.300  -237.663.300  -234.042.131       -3.621.169  98%  
   davon Gewerbesteuer -125.000.000  -125.000.000  -123.322.086       -1.677.914  99%  
   davon Gemeindeanteil an der Einkommensteuer -68.500.000  -68.500.000  -66.580.328       -1.919.672  97%  
   davon Grundsteuer B -29.285.000  -29.285.000  -29.476.594       191.594  101%  
   davon Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer -12.300.000  -12.300.000  -12.291.014       -8.986  100%  
Erträge aus Transferleistungen -21.859.000  -21.859.000  -21.533.901       -325.099  99%  
   davon SGB II / Hartz IV -11.365.000  -11.365.000  -10.818.383       -546.617  95%  
Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen -81.193.870  -81.193.870  -82.214.518       1.020.648  101%  
   davon Schlüsselzuweisungen -56.889.890  -56.889.890  -56.889.896       6 100%  
   davon Gemeindeanteil an der Grunderwerbssteuer           
Erträge aus der Auflösung von SoPos -6.770.570  -6.770.570  -8.171.197       1.400.627  121%  
sonstige ordentliche Erträge -10.198.050  -10.200.097  -10.625.131  -247  -1.800     425.034  104%  
Summe der ordentlichen Erträge -423.482.420  -423.527.467  -419.395.230  -43.247  -1.800     -4.132.237  99%

4
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
31.12.2012  
Ist bis 
31.12.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Personalaufwendungen 81.867.050  81.867.050  79.844.442       2.022.608  98%  
Versorgungsaufwendungen 19.155.340  19.155.340  14.454.868       4.700.472  75%  
Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen 72.542.049  74.544.925  64.868.355  -11753   -44.123  3.899.097  -1.840.345  9.676.570  87%  
Abschreibungen 16.540.560  16.540.560  16.815.322       -274.762  102%  
Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 133.321.328  124.104.919  100.746.612  55.000   -596.470  338464  -9.013.403  23.358.307  81%  
   davon Zuweisung Staatstheater 15.451.800  15.600.320  15.549.180     148520   51140  100%  
   davon Zuschuss DADINA 3.756.000  3.756.000  3.720.000       36.000  99%  
   davon Zuschuss HEAG für ÖPNV 12.605.400  10.463.000       -2.142.400  10.463.000  0%  
   davon Zuschuss Darmstadtium 3.073.780  3.073.780  3.073.780        100%  
   davon Kita-Zuschuss kirchliche Träger 11.808.690 10.102.480  10.634.159    -30.000   -1.676.210  -531.679  105%  
   davon Kita-Zuschuss freie Träger 14.103.970  13.294.150  5.679.951      -809.820  7.614.199  43%  
   davon Erstattung HSE Betriebskosten Kläranlagen 22.635.000  22.635.000  21.723.781       911.219  96%  
   davon Verlustabdeckung EB Kultur 9.632.590  9.632.590  9.632.590        100%  
   davon Verlustabdeckung EB Bäder 4.627.410  3.703.322  3.000.000      -924.088  703.322  81%  
   davon Verlustabdeckung EB Bürgerh. und Märkte           
   davon Verlustabdeckung EB IDA (Kostenerstattung) 7.339.360  6.023.432     -59100   -1.256.828  6.023.432  0%  
Steueraufwendungen einschl. Umlagen 63.066.710  63.432.102  61.922.802    339.505  66187  -40.300  1.509.300  98%  
   davon LWV-Umlage 29.046.930  29.046.930  29.046.922       8  100%  
   davon Gewerbesteuerumlage 30.850.000  30.850.000  29.836.300       1.013.700  97%  
Transferaufwendungen 90.181.969  90.104.905  90.249.271    -2.531  15950  -90.483  -144.366  100%  
   davon SGB II / Hartz IV 35.365.000  35.365.000  33.398.640       1.966.360  94%  
   davon Jugendhilfe 16.176.680  16.176.680  16.643.753       -467.073  103%  
sonstige ordentliche Aufwendungen 28.850  25.994  12.302      -2.856  13.692  47%  
Summe der ordentlichen Aufwendungen 476.703.856  469.775.795  428.913.973  43.247   -303.618  4.319.697  -10.987.387  40.861.822  91%  
Verwaltungsergebnis 53.221.436  46.248.328  9.518.743    -1.800  -303.618  4.319.697  -10.987.387  36.729.585  21%  
Finanzerträge -8.720.650  -8.720.650  -6.197.070       -2.523.580  71%  
Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 17.906.410  17.906.410  14.769.214       3.137.196  82%  
   davon für Kassenkredite 5.000.000  5.000.000  3.011.165       1.988.835  60%  
Finanzergebnis 9.185.760  9.185.760  8.572.144            613.616  93%  
Ordentliches Ergebnis 62.407.196  55.434.088  18.090.887    -1.800  -303.618  4.319.697  -10.987.387  37.343.201  33%

5
Beschreibung HH-Ansatz 
2012  
Budget bis 
31.12.2012  
Ist bis 
31.12.2012  ÜPL  APL  MVS  HAR 2011  Sperre  Abweichung 
Budget / Ist  
Ist in 
%  
Außerordentliche Erträge -428.000  -428.000  -2.896.061       2.468.061  677%  
Außerordentliche Aufwendungen   5.935       -5.935   
Außerordentliches Ergebnis -428.000  -428.000  -2.890.126            2.462.126  675%  
Jahresergebnis 61.979.196  55.006.088  15.200.761    -1.800  -303.618  4.319.697  -10.987.387  39.805.327  28%  
 
 
2.2  Wesentliche Plan-Ist-Abweichungen 
 
Ordentliche Erträge 
 
Die ordentlichen Erträge liegen in Summe um 4,1 Mio. € unter dem Budget, das bis zum 31.12. erreicht werden soll, was einem Erfüllungsgrad von 
99% entspricht. 
 
Die betragsmäßig größte Abweichung zum Plan liegt mit -3,6 Mio. € bei den Steuererträgen. Hier hat sich gezeigt, dass sich die optimistischen 
Steuerschätzungen des Landes – selbst noch aus November 2012 – nicht bestätigen werden. Trotz nur vorsichtiger Anhebung der Ansätze im 
Nachtrag wird dennoch allein der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer um fast 2 Mio. € verfehlt. Wie bereits erwähnt, waren die tatsächlichen 
Erträge aus Gewerbesteuer in 2012 zwar sehr hoch, allerdings stand auch hier schon zum Jahresende fest, dass mit hohen Rückzahlungen in 2013 
zu rechnen ist. Daher wurde eine entsprechende Rückstellung gebildet. 
 
Bei den privatrechtlichen Leistungsentgelten konnten nur 82 % der geplanten Einnahmen erzielt werden, was im Wesentlichen seine Ursache im 
Bereich Elternentgelte (für Kinderbetreuung) hat. Hier wurden statt der erwarteten 2,75 Mio. Euro bisher nur 1,74 Mio. Euro erreicht, da nicht alle 
Eltern den Kindergartenbeitrag bezahlen können. Diese fehlenden Beiträge sind allerdings noch aus der Position Aufwendungen für Zuweisungen 
und Zuschüsse auszugleichen, die sich dann in gleicher Weise erhöht. 
 
Im Bereich der Kostenersatzleistungen und Kostenerstattungen sind vor allem die Verwaltungskostenerstattungen von den Eigenbetrieben sowie 
Erstattungen vom LWV noch nicht gebucht, so dass auch diese Position bisher zwar nur zu 84% erfüllt ist, entsprechende Erträge aber noch zu 
erwarten sind.

6
Ordentliche Aufwendungen 
 
Die Summe der ordentlichen Aufwendungen beläuft sich im Bewirtschaftungszeitraum auf 428,9 Mio. Euro und somit auf 91 % des zur Verfügung 
stehenden Budgets. 
Hier liegen vor allem die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen (87%) sowie die Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse (81 %) 
noch unter dem Budget, das bereits um die Haushaltssperren vermindert wurde. Allerdings fehlen teils erhebliche Zuschusszahlungen, die erst 
nachträglich abgerechnet werden. So kann zwar nach ersten Einschätzungen insgesamt mit Einsparungen gerechnet werden, jedoch nicht in dieser 
Größenordnung. 
 
In Abhängigkeit zu den hohen Ist-Erträgen aus Gewerbesteuer wurde die Gewerbesteuerumlage im Nachtrag um 13,8 Mio. € auf 30,8 Mio. € ange- 
hoben und ist nun zu 97 % erfüllt. 
 
Finanzergebnis  
 
Das Budget der Finanzerträge wurde nur zu 71% (-2,5 Mio. €) erreicht. Insbesondere bei der Verzinsung von Steuernachforderungen und  
-erstattungen im Bereich Gewerbe-, Spielapparate- und Hundesteuer sowie den Säumniszuschlägen wurden die geplanten Werte nicht annähernd 
erreicht. Auch die geplanten Finanzaufwendungen wurden nur zu 82% (-3,1 Mio. €) in Anspruch genommen, wobei allerdings die Zinsabgrenzung 
zum Jahr 2013 noch fehlt. 
 
Im Ergebnis ergibt sich derzeit eine Unterschreitung des angesetzten Fehlbetrages von 9,18 Mio. € um 0,6 Mio. €. 
 
Außerordentliches Ergebnis  
 
Im außerordentlichen Ergebnis finden sich überwiegend außerordentliche Erträge. Dies sind in aller Regel zweckgebundene Erträge aus Spenden, 
Nachlässen und Schenkungen sowie Sponsoring. Da es sich oft um besondere Einmaleffekte handelt, ist eine Planung in diesem Bereich nicht be- 
sonders aussagekräftig. So ist auch das Budget von 217 T€ mit tatsächlichen Erträgen von 2,9 Mio. € weit übererfüllt. 
Die außerordentlichen Aufwendungen sind durch Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen entstanden. 
 
Jahresergebnis  
 
Im Saldo der Erträge und Aufwendungen wurde der für das vierte Quartal erwartete Fehlbetrag in Höhe von 61,98 Mio. € mit bisher 15,2 Mio. € nur 
zu 28% erreicht.

7
Mit dem Nachtragshaushalt 2012 konnte dank der guten Ertragslage das negative Jahresergebnis verringert werden, dennoch mussten gleichzeitig 
die Aufwendungen in nicht beeinflussbaren Bereichen erhöht werden. Ohne die Konsolidierungsmaßnahmen massiv weiter voran zu treiben wird 
sich auf lange Sicht kein dauerhafter Haushaltsausgleich erzielen lassen. 
 
3 Kreditaufnahme und Schulden 
 
3.1 Schuldenstand des städtischen Haushaltes und der Eigenbetriebe zum 31.12.2012 
 
 Investitionskredite  Kassenkredite  Gesamt  
Kernhaushalt 279.233.707,62 € 355.000.000,00 €  634.233.707,62 € 
EB Kulturinstitute 14.579.058,05 € 0,00 €  14.579.058,05 € 
EB Bäder 13.501.270,00 € 0,00 €  13.501.270,00 € 
EB Bürgerhäuser und Märkte 7.103.606,47 €  0,00 €  7.103.606,47 € 
EB EAD 27.036.071,63 € 0,00 €  27.036.071,63 € 
EB DWuW 667.699,77 € 0,00 €  667.699,77 € 
EB IDA 102.091.592,32 € 0,00 €  102.091.592,32 € 
Summe 444.213.005,86 € 355.000.000,00 €  799.213.005,86 € 
 
In diesen Summen sind zwei innere Darlehen (Vivarium an EB Bäder über 753.638 € und Kernhaushalt an IDA über 2.362.644 €) enthalten. 
 
3.2 Stand der Bürgschaften 
 
Die Summe der übernommenen Bürgschaften betrug zum 31.12.2011 insgesamt 110,3 Mio. €. 
Bis zum 30.12.2012 kamen 8 weitere Bürgschaften mit einer Summe von 237,1 Mio. € dazu und 3 Bürgschaften mit einer Summe von 83 T€ sind 
ausgelaufen, so dass sich der Gesamtbetrag auf 347,32 Mio. € erhöhte.

8
4 Finanzwirtschaftliche Kennzahlen 
 
4.1 Aufwandsdeckungsgrad 
 
Der Aufwandsdeckungsgrad zeigt an, zu welchem Anteil die ordentlichen Aufwendungen (inkl. Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen) durch die 
ordentlichen Erträge (inkl. Zinserträge) gedeckt werden können. Mehr als 100% bedeuten ein positives ordentliches Ergebnis. 
 
Formel: ordentliche Erträge + Finanzerträge 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
  
Berechnung (Ist): 425.592.300 €   
443.683.187 €   
 
Wert zum 31.12.12: 95,92%  (31.12.11: 79,69%)  
 
 
4.2 Steuerertragsquote 
 
Die Steuerertragsquote zeigt den Anteil der Steuererträge an den ordentlichen Erträgen des Ergebnishaushaltes. Je höher der Anteil der Steuerer- 
träge, umso höher ist die Unabhängigkeit gegenüber Zuweisungen des Bundes oder Landes. 
 
Formel: Steuererträge 
 
ordentliche Erträge + Finanzerträge  
 
Berechnung (Ist): 234.042.131 €   
425.592.300 €   
 
Wert zum 31.12.12: 54,99%  (31.12.11: 51,04%)

9
4.3 Personalquote 
 
Die Personalquote gibt Aufschluss darüber, welcher Teil der Aufwendungen auf den Personalbereich entfällt; insbesondere im Hinblick auf den in- 
terkommunalen Vergleich. Zielwerte liegen für Kommunen allerdings noch nicht vor. 
 
Formel: Personal- und Versorgungsaufwendungen 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 94.299.310 €   
443.683.187 €   
 
Wert zum 31.12.12: 21,25%  (31.12.11: 22,02%)  
 
 
4.4 Zuschuss- und Förderquote 
 
Die Zuschuss- und Förderquote zeigt den Teil der Aufwendungen, der an Vereine, verbundene Unternehmen, Träger von Kindertageseinrichtungen 
usw. als Zuweisung und Zuschuss gezahlt wird. In Zeiten unausgeglichener Haushalte ist diese Quote möglichst niedrig zu halten. Die in den Zu- 
schüssen enthaltenen freiwilligen Leistungen sind einzuschränken. 
 
Formel: Aufwendungen für Zuweisungen und Zuschüsse 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 100.746.612 €   
443.683.187 €   
 
Wert zum 31.12.12: 22,71%  (31.12.11: 29,26%)

10 
4.5 Transferaufwandsquote 
 
Mit der Transferaufwandsquote lässt sich beurteilen, in welchem Umfang kommunale Zahlungen an Leistungsempfänger erfolgen (Sozialtransfer). 
Das Ziel sollte sein, die Quote möglichst zu halten, bzw. im Laufe der Jahre zu senken. 
 
Formel: Transferaufwendungen 
 
ordentliche Aufwendungen + Zinsen und sonst. Finanzaufwendungen  
 
Berechnung (Ist): 90.249.271 €   
443.683.187 €   
 
Wert zum 31.12.12: 20,34%  (31.12.11: 21,01%)  
 
 
4.6 Transferdeckungsquote 
 
Die Transferdeckungsquote zeigt an, zu welchem Anteil die Transferaufwendungen durch Erträge aus Transferleistungen gedeckt sind 
 
Formel: Erträge aus Transferleistungen 
Transferaufwendungen 
Berechnung (Ist): 21.533.901 €  
90.249.271 €  
Wert zum 31.12.12: 23,86%  (31.12.11: 22,93%)

11 
4.7 Zinslastintensität 
 
Die Zinslastintensität setzt die Finanzaufwendungen zu den ordentlichen Erträgen (inkl. Finanzerträgen) ins Verhältnis. Sie zeigt an, welcher Teil 
der Erträge für Zinszahlungen gebunden ist. Je höher die Quote ausfällt, umso mehr Erträge sind durch Zinszahlungen gebunden. Eine niedrige 
Quote ist daher anzustreben. 
 
Formel: Zinsen und sonstige Finanzaufwendungen 
ordentliche Erträge + Finanzerträge 
Berechnung (Ist): 14.769.214 €  
425.592.300 €  
Wert zum 31.12.12: 3,47%  (31.12.11: 5,32%)  
 
 
 
Darmstadt, 22.02.2013 
 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

TOP 15
TOP 30 zur Kenntnis
TOP 90 zur Kenntnis

Details

Vorlagen-Nr.
2013/0079
Typ
Magistratsvorlage
Datum
22.02.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00