2025/0149
Einrichtung eines Games-Hub innerhalb des Gründerzentrums HUB31 (Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH)
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2025/0149
10055 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.05.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0149
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Einrichtung eines Games -Hub innerhalb des Gründerzentrums HUB31 (Technologie -
und Gründerzentrum Verwaltungs -GmbH)
Vorlage vom: 07.05.2025
Beschlussvorschlag :
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung nehmen Kenntnis von den folgenden Vorhaben:
a) Innerhalb der Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs -GmbH (Hub 31) wird ein Games
Hub eingerichtet. Es sind dafür keine zusätzlichen Mittel durch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt aufzubringen.
b) Im Rahmen des Hubs sollen den bereits gegr ündeten oder sich in Gründung befindenden
Unternehmen prioritär Büroflächen und Konferenz - bzw. Meetingräume zur Verfügung gestellt
werden.
c) Zusätzlich soll ein Labor mit Schwerpunkt Spieleentwicklung eingerichtet werden.
d) Das Hub soll in enger Zusammenarbeit mit dem parallel entstehenden Hub in Frankfurt
betrieben und weiterentwickelt werden.
- 2 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.05.2025
Ziel der Einrichtung eines Games Hub innerhalb der Technologie- und Gründerzentrum
Verwaltungs-GmbH (im Folgenden: HUB 31) ist es, Darmstadt zu einem attraktiven Standort
für die Games-Branche zu machen. Es soll ein Ort für Gründerinnen und Gründer entstehen,
der durch ein ergänzendes Rahmenprogramm auch eine Anlaufstelle zum Netzwerken für
bereits etablierte Unternehmen aus der Region werden soll. Auf diesem Weg soll der
Wirtschaftsstandort Darmstadt für Unternehmen aus dem direkten und erweiterten Game -,
Software- und Kreativbereich bekannter und noch attraktiver werden. Kurzfristig können damit
Ansiedlungen für junge Unternehmen und perspektivisch auch für etablierte Unternehmen aus
der Games Branche erwartet werden. Auch soll die Abwanderung von Absolventen in andere
Bundesländer gebremst und Ansiedlungen gefördert werden.
Durch die geplanten Vortragsreihen und Events sollen auch Netzwerkeffekte und
Wissenstransfer in andere Bereiche gestärkt werden.
Hintergrund zur Games-Branche
Bei der Games-Branche handelt es sich um die umsatzstärkste Branche im Bereich
Unterhaltung. Der Umsatz lag in Deutschland 2023 bei 5,8 Mrd. €. 1 Hierbei sind Umsätze mit
Konsolen, PC Hardware, Zubehör und Spieleabonnements wie dem Microsoft Gamepass nicht
mit eingerechnet. Sie liegt damit vor dem Umsatz mit Belletristik und Jugend- und
Kinderbüchern (5,2 Mrd. €) sowie Spielwaren (4,5 Mrd. €). Im Vergleich liegen die Ausgaben für
Streamingdienste bei 2,8 Mrd. €.2 Zudem gilt die Games-Branche als Technologie-Treiber, zum
einen im Bereich der Hardware, aber auch im Bereich der Programmierung. So stammen die
Ursprünge der Wegfindungsalgorithmen aus dem Computerspielebereich, und auch Bereiche
aus der KI-Entwicklung haben ihren Ursprung in der Spieletechnologie.
In Deutschland spielen 58% der Bevölkerung regelmäßig Computer- und Videospiele, davon
sind 48% weibliche Spielende. Das Durchschnittsalter liegt bei 38,2 Jahren.
Hessen war ursprünglich ein bedeutender Standort für die Branche: so haben sich in der
Vergangenheit Firmen wie Nintendo, Sony, Cloud Imperium oder Crytek im Rhein-Main-Gebiet
angesiedelt. Allerdings hat Hessen in den letzten 10 Jahren zunehmend an Bedeutung als
Standort für die Games-Branche verloren. Es gibt im Vergleich zu den anderen Bundesländern
kaum noch signifikante Neuansiedlungen und Gründungen in diesem Bereich.
Dies ist auch an der zunehmend schlechter werdenden Platzierungen im Standortranking des
Verbandes der deutschen Games-Branche e.V. (game) abzulesen. Hier bewerten die Mitglieder
die einzelnen Bundesländer im Bezug auf ihren Wert als Unternehmensstandort. Bei der
letzten Umfrage 2024 landete Hessen auf dem letzten Platz in Deutschland. 3
Dies ist insbesondere bedauerlich, da Hessen mit der Hochschule Darmstadt den aktuell
größten Studiengang für Spieleentwicklung beherbergt; zudem ist die TU Darmstadt
bundesweit führend im Bereich Serious Games. Die Serious Games Gruppe im Fachbereich etit
erforscht im interdisziplinären Kontext die Erstellung, Steuerung und Evaluation von Serious
Games. Anwendungsbeispiele umfassen personalisierte Lernspiele, Exergames für Körper und
Geist (Kombination von Sport (exercise) und Videospielen (games)) oder kollaborative
1 https://www.game.de/marktdaten/deutscher-games-markt-waechst-2023-insgesamt-um-6-prozent/
2 https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/umsatz-vergleich-games-musik-kino-2023-120724/
3 https://www.game.de/marktdaten/bayern-setzt-sich-an-die-spitze-der-besten-games-standorte-in-deutschland/
- 4 -
Trainings- und Simulationsumgebungen. Außerdem bietet die Wilhelm Büchner Hochschule
Fernstudiengänge im Bereich Gamedesign und Game Development an.
Angehende Spieleentwickler, darunter viele Studierende und Absolventen der Hochschule
Darmstadt und der TU Darmstadt gründen aber in der Regel nicht in der Region, sondern
wandern ab in andere Bundesländer. Dies liegt zum einen an der im Vergleich zu anderen
Bundesländern sehr niedrigen Games-Förderung in Hessen, aber auch daran, dass es in
Hessen im Gegensatz zu anderen Bundesländern bisher kein spezielles Gründerzentrum oder
einen Bereich in einem solchen für Entwicklerstudios von digitalen Spielen gibt. Diese Lücke
soll nun im Hub 31 in Darmstadt gemeinsam mit einem weiteren Games-Hub in Frankfurt
geschlossen werden.
Konzept
Das Games Hub basiert auf 3 Säulen:
1. der Infrastruktur
2. der Begleitung der jungen Teams durch Experten und
3. regelmäßige Events zum Weiterbilden und Vernetzen
Neben dem Hub in Darmstadt entsteht ein weiteres Hub in Frankfurt. Während das Hub in
Frankfurt sich eher auf den Bereich Medienvernetzung konzentrieren wird, erhält Darmstadt
den Schwerpunkt Technologie. Es wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Hubs
angestrebt und Programme und Veranstaltungen untereinander abgestimmt.
- 5 -
Das HUB31 wurde als Ort gewählt, da dort bereits das Raumangebot und die Infrastruktur für
das Games Hub aktuell weitestgehend vorhanden sind. Zudem gibt es hier bereits viele
Unternehmen aus dem Technologiebereich, so dass ihr von Anfang an Austausch und
Kooperationseffekte greifen können. Es sind dafür keine zusätzlichen Mittel durch die
Wissenschaftsstadt Darmstadt aufzubringen. Wie dargestellt sollen weitere Mittel über
Förderanträge eingeworben werden.
1. Infrastruktur
Die Infrastruktur besteht aus vergünstigten Büroräumen (wie für jeden HUB31 Mieter),
Möglichkeiten zur Nutzung von Meetingräumen und einem Labor, in dem spezielle Soft -
und Hardware zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt werden soll. Hierzu gehören zum
Beispiel Lizenzen für 3D-Programme, Audio-Schnittprogramme, aber auch Hardware wie
Dev-Kits (Spezielle Geräte für die Entwicklung von Konsolenspielen) oder
Streamingstationen. Diese sollen auch für andere Nutzer des HUB31 zur Verfügung stehen.
Eine separate Förderung für den Laborbereich ist im Antragsverfahren.
2. Begleitung der jungen Teams durch Experten
Die Begleitung von frisch gegründeten oder sich noch in Gründung befindenden Teams
erfolgt durch verschiedene Partner. Für allgemeine Fragen und Anliegen rund um die
Spieleentwicklung und Gründung sowie erste Schritte als Spieleentwickler stehen die
Ansprechpersonen des game Verbandes Hessen zur Verfügung. Diese können auch mit
weiteren Kontakten aus ihrem Netzwerk helfen. Zusätzlich gibt es Experten für die Bereiche
Spieletechnologie von der Hochschule Darmstadt und Serious Games von der TU
Darmstadt. Zudem wurde bereits von Nintendo zugesagt, die Hubs durch
Ansprechpersonen zur Entwicklung auf der Nintendo-Konsole Switch zu unterstützen sowie
eventuell Entwickler-Hardware bereitzustellen.
Zudem steht für allgemeine Fragen zur Gründung die Infrastruktur innerhalb des HUB31
zur Verfügung.
3. Regelmäßige Events zum Weiterbilden und Vernetzen
Regelmäßige Events stellen die dritte Säule dar. Diese beinhalten nach aktuellem Stand
eine Vortragsreihe gemeinsam mit dem sich in Entstehung befindenden Game Hub in
Frankfurt. Hier soll es im Jahr 2025, organisiert durch die Stiftung „[at] play FRM Stiftung
für digitale Spielekultur“ und den game Verband Hessen, jeweils fünf Veranstaltunge n in
Frankfurt und fünf Veranstaltungen in Darmstadt geben. Hier soll es jeweils pro
Veranstaltung ein bis zwei Vorträge zu einem Thema aus dem Bereich Entwicklung,
Business oder Recht geben. Im Anschluss gibt es je ein Get-Together zum Netzwerken. Die
Veranstaltungen sind offen für alle interessierten Teilnehmenden. Ein entsprechender
Förderantrag wurde bereits durch die Stiftung beim Land Hessen gestellt.
Hanno Benz
Oberbürgermeister
anlage 1
10131 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
19.05.2025
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnete nversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 308
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2025/0149
Magistratsbeschluss -Nr.
175
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Einrichtung eines Games -Hub innerhalb des Gründerzentrums HUB31 (Technologie -
und Gründerzentrum Verwaltungs -GmbH)
Vorlage vom: 07.05.2025
Beschlussvorschlag :
Magistrat und Stadtverordnetenversammlung nehmen Kenntnis von den folgenden Vorhaben:
a) Innerhalb der Technologie - und Gründerzentrum Verwaltungs -GmbH (Hub 31) wird ein Games
Hub eingerichtet. Es sind dafür keine zusätzlichen Mittel durch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt aufzubringen.
b) Im Rahmen des Hubs sollen den bereits gegr ündeten oder sich in Gründung befindenden
Unternehmen prioritär Büroflächen und Konferenz - bzw. Meetingräume zur Verfügung gestellt
werden.
c) Zusätzlich soll ein Labor mit Schwerpunkt Spieleentwicklung eingerichtet werden.
d) Das Hub soll in enger Zusammenarbeit mit dem parallel entstehenden Hub in Frankfurt
betrieben und weiterentwickelt werden.
- 3 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 21.05.2025
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 07.05.2025
Ziel der Einrichtung eines Games Hub innerhalb der Technologie- und Gründerzentrum
Verwaltungs-GmbH (im Folgenden: HUB 31) ist es, Darmstadt zu einem attraktiven Standort
für die Games-Branche zu machen. Es soll ein Ort für Gründerinnen und Gründer entstehen,
der durch ein ergänzendes Rahmenprogramm auch eine Anlaufstelle zum Netzwerken für
bereits etablierte Unternehmen aus der Region werden soll. Auf diesem Weg soll der
Wirtschaftsstandort Darmstadt für Unternehmen aus dem direkten und erweiterten Game -,
Software- und Kreativbereich bekannter und noch attraktiver werden. Kurzfristig können damit
Ansiedlungen für junge Unternehmen und perspektivisch auch für etablierte Unternehmen aus
der Games Branche erwartet werden. Auch soll die Abwanderung von Absolventen in andere
Bundesländer gebremst und Ansiedlungen gefördert werden.
Durch die geplanten Vortragsreihen und Events sollen auch Netzwerkeffekte und
Wissenstransfer in andere Bereiche gestärkt werden.
Hintergrund zur Games-Branche
Bei der Games-Branche handelt es sich um die umsatzstärkste Branche im Bereich
Unterhaltung. Der Umsatz lag in Deutschland 2023 bei 5,8 Mrd. €. 1 Hierbei sind Umsätze mit
Konsolen, PC Hardware, Zubehör und Spieleabonnements wie dem Microsoft Gamepass nicht
mit eingerechnet. Sie liegt damit vor dem Umsatz mit Belletristik und Jugend- und
Kinderbüchern (5,2 Mrd. €) sowie Spielwaren (4,5 Mrd. €). Im Vergleich liegen die Ausgaben für
Streamingdienste bei 2,8 Mrd. €.2 Zudem gilt die Games-Branche als Technologie-Treiber, zum
einen im Bereich der Hardware, aber auch im Bereich der Programmierung. So stammen die
Ursprünge der Wegfindungsalgorithmen aus dem Computerspielebereich, und auch Bereiche
aus der KI-Entwicklung haben ihren Ursprung in der Spieletechnologie.
In Deutschland spielen 58% der Bevölkerung regelmäßig Computer- und Videospiele, davon
sind 48% weibliche Spielende. Das Durchschnittsalter liegt bei 38,2 Jahren.
Hessen war ursprünglich ein bedeutender Standort für die Branche: so haben sich in der
Vergangenheit Firmen wie Nintendo, Sony, Cloud Imperium oder Crytek im Rhein-Main-Gebiet
angesiedelt. Allerdings hat Hessen in den letzten 10 Jahren zunehmend an Bedeutung als
Standort für die Games-Branche verloren. Es gibt im Vergleich zu den anderen Bundesländern
kaum noch signifikante Neuansiedlungen und Gründungen in diesem Bereich.
Dies ist auch an der zunehmend schlechter werdenden Platzierungen im Standortranking des
Verbandes der deutschen Games-Branche e.V. (game) abzulesen. Hier bewerten die Mitglieder
die einzelnen Bundesländer im Bezug auf ihren Wert als Unternehmensstandort. Bei der
letzten Umfrage 2024 landete Hessen auf dem letzten Platz in Deutschland.3
Dies ist insbesondere bedauerlich, da Hessen mit der Hochschule Darmstadt den aktuell
größten Studiengang für Spieleentwicklung beherbergt; zudem ist die TU Darmstadt
bundesweit führend im Bereich Serious Games. Die Serious Games Gruppe im Fachbereich etit
erforscht im interdisziplinären Kontext die Erstellung, Steuerung und Evaluation von Serious
Games. Anwendungsbeispiele umfassen personalisierte Lernspiele, Exergames für Körper und
Geist (Kombination von Sport (exercise) und Videospielen (games)) oder kollaborative
1 https://www.game.de/marktdaten/deutscher-games-markt-waechst-2023-insgesamt-um-6-prozent/
2 https://www.gameswirtschaft.de/wirtschaft/umsatz-vergleich-games-musik-kino-2023-120724/
3 https://www.game.de/marktdaten/bayern-setzt-sich-an-die-spitze-der-besten-games-standorte-in-deutschland/
- 5 -
Trainings- und Simulationsumgebungen. Außerdem bietet die Wilhelm Büchner Hochschule
Fernstudiengänge im Bereich Gamedesign und Game Development an.
Angehende Spieleentwickler, darunter viele Studierende und Absolventen der Hochschule
Darmstadt und der TU Darmstadt gründen aber in der Regel nicht in der Region, sondern
wandern ab in andere Bundesländer. Dies liegt zum einen an der im Vergleich zu anderen
Bundesländern sehr niedrigen Games-Förderung in Hessen, aber auch daran, dass es in
Hessen im Gegensatz zu anderen Bundesländern bisher kein spezielles Gründerzentrum oder
einen Bereich in einem solchen für Entwicklerstudios von digitalen Spielen gibt. Diese Lücke
soll nun im Hub 31 in Darmstadt gemeinsam mit einem weiteren Games-Hub in Frankfurt
geschlossen werden.
Konzept
Das Games Hub basiert auf 3 Säulen:
1. der Infrastruktur
2. der Begleitung der jungen Teams durch Experten und
3. regelmäßige Events zum Weiterbilden und Vernetzen
Neben dem Hub in Darmstadt entsteht ein weiteres Hub in Frankfurt. Während das Hub in
Frankfurt sich eher auf den Bereich Medienvernetzung konzentrieren wird, erhält Darmstadt
den Schwerpunkt Technologie. Es wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Hubs
angestrebt und Programme und Veranstaltungen untereinander abgestimmt.
Das HUB31 wurde als Ort gewählt, da dort bereits das Raumangebot und die Infrastruktur für
das Games Hub aktuell weitestgehend vorhanden sind. Zudem gibt es hier bereits viele
Unternehmen aus dem Technologiebereich, so dass ihr von Anfang an Austausch und
Kooperationseffekte greifen können. Es sind dafür keine zusätzlichen Mittel durch die
Wissenschaftsstadt Darmstadt aufzubringen. Wie dargestellt sollen weitere Mittel über
Förderanträge eingeworben werden.
1. Infrastruktur
Die Infrastruktur besteht aus vergünstigten Büroräumen (wie für jeden HUB31 Mieter),
Möglichkeiten zur Nutzung von Meetingräumen und einem Labor, in dem spezielle Soft -
und Hardware zur gemeinsamen Nutzung bereitgestellt werden soll. Hierzu gehören zum
Beispiel Lizenzen für 3D-Programme, Audio-Schnittprogramme, aber auch Hardware wie
Dev-Kits (Spezielle Geräte für die Entwicklung von Konsolenspielen) oder
Streamingstationen. Diese sollen auch für andere Nutzer des HUB31 zur Verfügung stehen.
Eine separate Förderung für den Laborbereich ist im Antragsverfahren.
2. Begleitung der jungen Teams durch Experten
Die Begleitung von frisch gegründeten oder sich noch in Gründung befindenden Teams
erfolgt durch verschiedene Partner. Für allgemeine Fragen und Anliegen rund um die
Spieleentwicklung und Gründung sowie erste Schritte als Spieleentwickler stehen die
Ansprechpersonen des game Verbandes Hessen zur Verfügung. Diese können auch mit
weiteren Kontakten aus ihrem Netzwerk helfen. Zusätzlich gibt es Experten für die Bereiche
Spieletechnologie von der Hochschule Darmstadt und Serious Games von der TU
Darmstadt. Zudem wurde bereits von Nintendo zugesagt, die Hubs durch
Ansprechpersonen zur Entwicklung auf der Nintendo-Konsole Switch zu unterstützen sowie
eventuell Entwickler-Hardware bereitzustellen.
Zudem steht für allgemeine Fragen zur Gründung die Infrastruktur innerhalb des HUB31
zur Verfügung.
3. Regelmäßige Events zum Weiterbilden und Vernetzen
Regelmäßige Events stellen die dritte Säule dar. Diese beinhalten nach aktuellem Stand
eine Vortragsreihe gemeinsam mit dem sich in Entstehung befindenden Game Hub in
Frankfurt. Hier soll es im Jahr 2025, organisiert durch die Stiftung „[at] play FRM Stiftung
für digitale Spielekultur“ und den game Verband Hessen, jeweils fünf Veranstaltungen in
Frankfurt und fünf Veranstaltungen in Darmstadt geben. Hier soll es jeweils pro
Veranstaltung ein bis zwei Vorträge zu einem Thema aus dem Bereich Entwicklung,
Business oder Recht geben. Im Anschluss gibt es je ein Get-Together zum Netzwerken. Die
Veranstaltungen sind offen für alle interessierten Teilnehmenden. Ein entsprechender
Förderantrag wurde bereits durch die Stiftung beim Land Hessen gestellt.
Hanno Benz
Oberbürgermeister
anlage 2
274 Zeichen
Punkt 4: Einrichtung eines Games-Hub innerhalb des Gründerzentrums HUB31 (Technologie- und Gründerzentrum Verwaltungs-GmbH) (V-Nr. 2025/0149) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Bürgerbeteiligung nimmt von der Vorlage Kenntnis.
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2025/0149
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 07.05.2025
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00