A-R/0014/2023
Quartiere aufwerten – Parkflächen, Quartiersparkhäuser und -garagen realisieren
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A-R-0014-2023-CDU-Quartiere aufwerten - Quartiersparken prüfen
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0014/2023 RATSANTRAG Münster, 13. März 2023 Quartiere aufwerten – Parkflächen, Quartiersparkhäuser und - garagen realisieren Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. In dem Umfang, wie öffentliche Stellplätze im öffentlichen Straßenraum abgebaut werden, sind für diese Stellplätze Alternativen zu schaffen. Die Verwaltung wird dazu beauftragt, Standorte für Quartiersparkhäuser und -garagen bzw. Sammelparkflächen für Anwohner/Beschäftigte in den Stadtquartieren zu prüfen. 2. Um den Platzbedarf zu erheben, wird eine Markterkundung durchgeführt. Dabei werden auch flexible Standortpotentiale in bestehenden Parkhäusern (auch zeitanteilig nur zur Nachtzeit) sowie auf bestehenden Parkflächen ermittelt, um diese planerisch weiterzuentwickeln und die Investition bzw. den Betrieb auszuschreiben. 3. Es wird untersucht, wie das quartiersbezogene Parkraummanagement mittels innovativer Lösungen wie Smart Parking realisiert werden kann. Begründung: Ziel der Grundkonzeption eines Quartiersparkhauses oder einer Quartiersgarage ist es, den ruhenden Verkehr zu bündeln. Geteiltes und konzentriertes Sammelparken in einem städtebaulichen Raum mit Abstellmöglichkeiten für verschiedene Verkehrsmittel bietet dabei eine Option und ermöglicht eine Aufwertung des Stadtraums. In den meisten Wohngebieten existieren keine öffentlichen Parkhäuser, die eine Parkmöglichkeit für Bewohner bereithält. Viele Menschen brauchen auf der anderen Seite noch Parkraum, z.B., weil sie zur Arbeit pendeln und die Alternativen zum Auto dafür derzeit nicht ausreichend ausgebaut sind. Die kleinräumigen alternativen Lösungen sind immer individuell, da sie im jeweiligen Quartier funktionieren und jedes Mal neu erarbeitet werden müssen. Weniger parkende Autos im Quartier bedeuten mehr Platz für umweltfreundliche Mobilität, für den Fußverkehr, für qualitätsvolle Radverkehrsinfrastruktur und für den öffentlichen Personenverkehr. Mobilitätseingeschränkten und Lieferdiensten soll ein Parken bzw. Halten im öffentlichen Straßenraum weiterhin ermöglicht werden. Der öffentliche Raum soll bewusst anderen Nutzungen und der Erhöhung der Aufenthaltsqualität dienen. Der Ausbau von Grün- und Aufenthaltsflächen sowie das Ausweiten der Außengastronomie erhöhen den Druck auf die nutzbaren Flächen, vor allem auf die umfangreichen für das Parken im Straßenraum genutzten Flächen. Potential bieten auch private Parkplätze und Firmenparkplätze, die tagsüber unbesetzt bleiben. In vielen Parkhäusern oder auf Parkflächen stehen wiederum in den Nachtstunden ungenutzte Kapazitäten für Autos zur Verfügung. Dort, wo keine Parkhäuser vorhanden sind, finden sich oft große private Parkplätze etwa von Unternehmen. Ein attraktives Bewohnerparken zu Rand- und Nachtzeiten in Parkhäusern oder auf privaten Parkplätzen kann dazu beitragen, den Parksuchverkehr zu verringern und das Straßenrandparken sukzessive zurückzufahren. So kann der öffentliche Raum einer Nutzung zugeführt werden, von der alle Menschen profitieren. Es sollte in diesem Zusammenhang geprüft werden, in welchem Rahmen die Idee des Konzepts „Quartiersparkhaus plus+“, entwickelt von „Die Stadtgestalter“, in passenden Quartieren in Münster umsetzbar ist. Einer dieser Ansätze verfolgt eine Nutzung eines multifunktionalen Parkhauses in Bochum, in dem Anwohner, Marktbesucher und die Kunden eines Discounters zukünftig parken können. In München wird ein Projekt Park circa eingesetzt, das ursprünglich aus dem Großraum San Francisco stammt. Die Grundidee dessen ist, gegen Bezahlung Flächen zugänglich zu machen, wenn die eigentlichen Besitzer sie nicht benötigen. Ziel des internetbasierten Peer- to-Peer-Service ist es, die Parkplatzzahl zu erhöhen und so die Parkplatzsuche zu erleichtern. In mehreren Städten werden smarte Lösungen erprobt, um den Parksuchverkehr zu reduzieren und den vorhandenen Raum besser zu nutzen. Als Beispiel wird hier das SFpark System genannt, das unter anderem in Köln zum Einsatz kommt und Informationen über freie Parkplätze ermittelt. Somit wird der Parksuchverkehr deutlich reduziert. Ein ähnliches digitales System lässt sich quartiersbezogen in Münster testen. Gez. Stefan Weber und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- A-R/0014/2023
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 15.03.2023
- Erstellt
- 15.03.2023 10:18