AN/0443/2025
Unterstützung und Anerkennung von pflegenden Angehörigen
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SPD Anfrage nach § 4
3610 Zeichen
An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Daniel Bauer-Dahm An Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.05.2025 AN/0443/2025 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 Unterstützung und Anerkennung von pflegenden Angehörigen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die SPD -Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 08.05.2025 aufzunehmen: Laut Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW waren in Köln Ende 2021 61.209 Men- schen pflegebedürftig. Dies entspricht einem Anstieg von über 67 % gegenüber 2017. Für Dezember 2023 meldete IT.NRW landesweit 1,39 Millionen Pflegebedürftige, ein Anstieg von 16,4 % gegenüber 2021. Der "Dritte Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung der Stadt Köln" basiert ebenfalls auf Daten bis Ende 2021. Es ist davon auszugehen, dass die Zahl der Pfle- gebedürftigen in Köln entsprechend dem Landestrend ebenfalls gestiegen ist. Die Mehrheit der Pflegebedürftigen wird zu Hause versorgt. Laut Daten aus 2019 betraf dies über 75 % aller Fälle. Pflegende Angehörige tragen zurzeit gesellschaftlich eine sehr große Last in der Betreuung und Pflege von pflegebedürftigen Menschen – vielfach ohne professionelle Unterstützung. Oft sind sie über viele Jahre hinweg und unter enormem persönlichem Einsatz gefordert. Zahlen aus Düsseldorf zeigen, dass pro pflegebedürftiger Person im Schnitt 2–3 Angehörige beteiligt sind. Man kann daher davon ausgehen, dass über 80.000 Menschen in Köln pflegerisch ein- gebunden sind – eine Gruppe, deren Bedürfnisse und Unterstützungsbedarf mehr Sichtbarkeit und Anerkennung verdienen. In Düsseldorf gibt es mit dem SpAZ-Projekt (Stärkung pflegender An- und Zugehöriger) ein Netzwerk von Pflegebegleiter*innen, das auch für Köln eine sinnvolle, soziale und nied- rigschwellige Ergänzung zum bestehenden Unterstützungsangebot darstellen könnte. Die SPD-Fraktion möchte mit dieser Anfrage einen Beitrag dazu leisten, die Lebensrealität und Belastung pflegender Angehöriger stärker in den Fokus zu rücken und bestehende Unterstüt- zungsstrukturen auf mögliche Lücken hin zu überprüfen. Vor diesem Hintergrund richten wir folgende Fragen an die Stadtverwaltung: - 2 - 1. Wie viele Menschen in Köln sind nach den aktuellen verfügbaren Zahlen pflegebedürftig im Sinne des SGB XI (unterteilt nach Pflegegraden) und wie viele werden nach Einschät- zung der Verwaltung in der eigenen Häuslichkeit von Angehörigen mit und ohne ambulante Dienste betreut? 2. Welche Informationen liegen der Stadt Köln über die pflegenden Angehörigen selbst vor? (Z. B. Daten oder Einschätzungen zu Alter, Geschlecht, Erwerbstätigkeit und internationa- ler Familiengeschichte.) 3. Wie viele pflegende Angehörige erhalten Beratung oder Unterstützung über die städti- schen Hilfeangebote? 4. Welche Formen der Öffentlichkeitsarbeit und aktiven Informationen setzt die Stadt derzeit ein, um pflegende Angehörige über bestehende Hilfen zu erreichen? 5. Plant die Stadt Köln – analog zu Initiativen wie in Düsseldorf – ein Netzwerk von ehren- amtlichen Pflegebegleiter*innen oder vergleichbare niedrigschwellige Begleitstrukturen? Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0443/2025
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 16.04.2025
- Erstellt
- 16.04.2025 09:29