3177/2018
Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels"
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Anlage 2 Neue Stadtteile für SeniorenNetzwerke
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Stadt Köln, Amt für Soziales und Senioren
503/1, Offene Seniorenarbeit
Peter Paulukat, Tel.: 221 27408
Aufstellung der Stadtteile, die ab 2018 für ein neues
SeniorenNetzwerk (SNW) vorgesehen sind.
Stand 26.10.2018
Lfd. Nummer Bezirk Stadtteil ohne SNW Anzahl Bevölkerung 60 Jahre
und älter (Stand 31.12.2017)
Seniorenpaket : ab 1.7.2018
Bezirk Innenstadt
1 1 Deutz 3.094
Bezirk Rodenkirchen
2 2 Raderthal 1.360
3 2 Sürth 2.593
Bezirk Lindenthal
4 3 Sülz 6.914
5 3 Junkersdorf 3.121
Bezirk Ehrenfeld
6 4 Ehrenfeld 5.767
7 4 Neuehrenfeld 5.034
Bezirk Nippes
8 5 Weidenpesch 3.413
9 5 Mauenheim 1.356
Bezirk Chorweiler
10 6 Chorweiler 3.239
11 6 Worringen 2.576
Bezirk Porz
12 7 Ensen 2.003
13 7 Eil 2.494
Bezirk Kalk
14 8 Humboldt/Gremberg 3.147
Bezirk Mülheim
15 9 Buchforst 1.638
Anlage 1 Strategiepapier Ausbau der SeniorenNetzwerke Stand 26.10.2018
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Seniorenarbeit in Köln Strategiepapier für das Leitprojekt „Weiter- entwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wan- dels“ Hier: Ausbau der SeniorenNetzwerke Stand 26.10.2018 - 2 - Teil 1: Stand SeniorenNetzwerke Oktober 2018 1. Entstehung und Philosophie der SeniorenNetzwerke Bereits 2001 begann der Prozess, die offene Seniorenarbeit zu modernisieren. Neben dem Amt für Soziales und Senioren waren und sind die seniorenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen im Rat, die Kölner Wohlfahrtsverbände sowie die Seniorenvertre- tung und die Sozial-Betriebe-Köln (SBK) an der Weiterentwicklung beteiligt. So wurden Ende 2002 die ersten 12 stadtteilorientierten SeniorenNetzwerke in Köln initiiert. Mittlerweile sind 45 Netzwerke entstanden, die im gesamten Stadtgebiet von ca. 5.300 (Stand 12/2017) Seni- orinnen und Senioren genutzt werden. Darunter ist eine Vielzahl von Ehrenamtlichen /Netzwerkerinnen und Netzwerker aktiv. Die Arbeit der SeniorenNetzwerke basiert auf dem Konzept des Empowerment mit Blick auf die Ressourcen und Kompetenzen der Menschen. Die Netzwerkerinnen und Netzwerker im jeweiligen SeniorenNetzwerk bestimmen ihre Aktivitäten selbst. Die genaue Ausgestaltung ist dabei je nach den handelnden Menschen, ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten und den Gegebenheiten im Stadtteil unterschiedlich. Die unterstützende Netzwerkkoordination durch einen Träger hat dabei insbesondere die Stärkung vorhandener Potenziale im Blick. Die SeniorenNetzwerke Köln sind durch folgende Ziele und Strategien gekennzeichnet: - Die Seniorinnen und Senioren werden zur Selbstorg anisation angeleitet. Es wird die Selbstbestimmung, die Selbsthilfe und die Teilhabe auf persönlicher, institutioneller und politischer Ebene gefördert. (Sprecherrat, Stadtteilkonferenz etc.) - Die Seniorinnen und Senioren haben vielfältige au tonome Entscheidungsmöglichkei- ten, um die eigenen Interessen zu verwirklichen. Es bestehen von keiner Seite inhalt- liche Vorgaben. - Die SeniorenNetzwerke haben eine Strahlkraft über die jeweiligen Stadtteile hinaus und sind ein gutes Beispiel für ein seniorenfreundliches Köln. Sie sind dynamisch und passen sich an die sozialen und gesellschaftlichen Veränderungen an. - Es besteht eine intensive Kooperation der Träger untereinander und mit der Sozial- verwaltung. Die Träger nehmen die Rolle eines Dienstleisters für die SeniorenNetz- werke wahr. SeniorenNetzwerke steigern die Lebensqualität älterer Menschen im Stadtteil und vermitteln ein positives Altersbild. Laut Expertenmeinung verhindert bzw. verzögert das Wohlbefinden des/der Einzelnen altersbedingte physische und psychische Krankheiten und deren Folgeer- scheinungen. Im Hinblick auf die Pflegebedürftigkeit wirken Angebote der offenen Senioren- arbeit präventiv und bedarfssenkend. - 3 - 2. Struktur der SeniorenNetzwerke a. Selbstorganisierte SeniorenNetzwerke Aus den SeniorenNetzwerken im Aufbau sind bis 2018 - 25 selbstorganisierte Senioren- Netzwerke entstanden. Die Servicestelle zur Unterstützung selbstorganisierter Senioren- Netzwerke steht bei Bedarf unterstützend zur Seite. Die selbstorganisierten Senioren- Netzwerke werden über den Haushaltsansatz SeniorenNetzwerke/Offene Seniorenarbeit mit einem Förderbetrag in Höhe von jeweils 1.000 € finanziell gefördert. Dieser Betrag ist seit vielen Jahren unverändert. Auf Anregung der Seniorenvertretung wird dieser Betrag ab 2019, vorbehaltlich vorhandener Haushaltsmittel und eines entsprechenden Beschlus- ses im Ausschuss für Soziales und Senioren, auf 1.500 € erhöht. b. Standortgebundene SeniorenNetzwerke 2005 wurde das Konzept der SeniorenNetzwerke auf die Arbeit der Altentagesstät- ten/Begegnungszentren übertragen und in standortgebundene SeniorenNetzwerke um- gewandelt. Sie unterscheiden sich von den anderen Netzwerken dadurch, dass sie über eigene Räume verfügen und die Koordination nicht in einen anderen Stadtteil wandert. Es gibt 10 standortgebundene SeniorenNetzwerke. c. SeniorenNetzwerke im Aufbau Bei einem SeniorenNetzwerk im Aufbau handelt es sich um einen Prozess in einem Stadt- teil, der von einer hauptamtlichen SeniorenNetzwerk-Koordination über mehrere Jahre (mindestens 4) begleitet und gesteuert wird. Ziel ist die Stärkung der Selbstverantwortung der Seniorinnen und Senioren, damit die gemeinsamen Aktivitäten auch ohne hauptamtli- che Koordination organisiert und nachhaltig weiterentwickelt werden. Derzeit befinden sich 10 SeniorenNetzwerke im Aufbau. d. Haushaltsansatz 2018 SeniorenNetzwerke/Offene Altenarbeit Für das Haushaltsjahr 2018 wurde der Haushaltsansatz für den Bereich der Senioren- Netzwerke/Offene Altenarbeit gegenüber dem Vorjahr um 66.500 € auf 1.421.500 € er- höht. Mit dieser Erhöhung wird einerseits die Servicestelle mit 0,5 Stellenanteil verstärkt und andererseits sind in zwei Stadtteilen (Riehl, Dünnwald) zwei neue SeniorenNetzwerke entstanden. 2018 werden 10 SeniorenNetzwerke im Aufbau, 10 standortgebundene und 25 selbstor- ganisierte SeniorenNetzwerke über den städtischen Haushalt gefördert. Teil 2: Umsetzung des Leitprojektes „Weiterentwicklung des Senio- renpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels“ -Ausbau der SeniorenNetzwerke- Das Ziel des Leitprojektes ist eine quantitative und qualitative Weiterentwicklung des Kon- zeptes der SeniorenNetzwerke zu ermöglichen. Beabsichtigt ist es, in allen 86 Kölner Stadtteilen ein SeniorenNetzwerk aufzubauen, damit möglichst viele Seniorinnen und Senioren erreicht werden - unabhängig von Geschlecht, Bildung, Nationalität, ethnischer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder Weltanschauung, Behin- derung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Dies bedeutet im Einzelnen: • Stärkere Einbindung von Personengruppen, die bishe r in den SeniorenNetzwerken unterrepräsentiert sind (z.B. Migrantinnen und Migranten; ältere Lesben und Schwu- le, Seniorinnen und Senioren mit Behinderung, Seniorinnen und Senioren mit gerin- - 4 - gem Einkommen und Bildungsniveau). • Evaluierung der Arbeit der SeniorenNetzwerke stadt weit nach einheitlichen Kriterien. • Nutzung der Expertise von zentralen Akteuren im Be zirk und Weiterentwicklung der Kooperationen/Schnittstellen in den Bezirken (Seniorenvertretung, Seniorenkoordina- tion, Seniorenberatung, Vereine…). • Stärkere Absicherung der Selbstorganisation der Se niorinnen und Senioren in den selbstorganisierten SeniorenNetzwerken durch Einrichtung einer 0,5 Servicestelle für selbstorganisierte SeniorenNetzwerke in jedem Bezirk. • Entwicklung von gemeinsamen Standards (Aufgaben de r Servicestellen, Herange- hensweise bei SeniorenNetzwerken im Aufbau…). • Quantitative Erweiterung der Bausteine des Seniore nNetzwerke-Programms: Senio- renNetzwerke und Unterstützungsstruktur. • Öffentlichkeitswirksame Darstellung der Arbeit und der Wirkungen/Erfolge der Senio- renNetzwerke. 1. Qualitative Weiterentwicklung Es ist geplant eine qualitative Weiterentwicklung der SeniorenNetzwerke umzusetzen und den innovativen Ansatz der SeniorenNetzwerk-Arbeit weiter hervorzuheben und auszu- bauen. Für die folgenden Handlungsfelder wird weiterer Entwicklungsbedarf gesehen: a) Stärkere Einbindung von Personengruppen, die bis her nur zu einem geringen Anteil in den SeniorenNetzwerken wahrgenommen werden (z.B. ältere Männer; Lesben und Schwule im Seniorenalter; ältere Migrantinnen und Migranten, Seniorinnen und Seni- oren mit Behinderung). Grundsätzlich gilt, dass jeder, der an der Idee der SeniorenNetzwerk-Arbeit mitarbei- ten will, dazu eingeladen ist, seine Ressourcen und Kompetenzen mit einzubringen. Die Mitarbeit ist an keinerlei qualifikatorische Voraussetzungen gebunden. Senioren- Netzwerke stehen für alle offen und folgen einem umfassenden Inklusionsgedanken. Sie erfüllen den Zweck, dass sich Menschen im Stadtteil begegnen und für sich und andere aktiv werden. Die Mitarbeit in den SeniorenNetzwerken steht allen ohne Be- dingung offen. Die Aktiven in den SeniorenNetzwerken werden weder nach ihren Ein- kommensverhältnissen oder Zuwanderungsgeschichte befragt, noch nach ihrer sexu- ellen oder religiösen Ausrichtung. Diesem Grundgedanken folgend sind beispielswei- se zielgruppenspezifische SeniorenNetzwerke für besondere Personengruppen aus- geschlossen. Die Zusammenarbeit mit den Migrationsstützpunkten ist zu intensivie- ren, um ältere Migrantinnen und Migranten stärker in die SeniorenNetzwerke einzu- binden. In Abstimmung mit der Dienststelle Diversity ist die Kooperation mit den In- terkulturellen Zentren auszubauen. In einem ersten Schritt soll das Konzept der Seni- orenNetzwerke im Koordinierungskreis der Interkulturellen Zentren vorgestellt werden und dort Ideen für ein Zusammenwirken entwickelt werden. Zudem soll das Konzept im Rat der Religionen vorgestellt werden. Die Dienststelle Diversity hat darüber hinaus zugesagt insbesondere im Hinblick auf - 5 - die Zugangswege z.B. zu Moscheevereinen, Migrantenselbsthilfeorganisationen, aber auch z.B. zu LGBTI-Personen – zu unterstützen. b) Evaluation der Arbeit der SeniorenNetzwerke Die Universität zu Köln hat einen Förderantrag beim Ministerium für Kultur und Wis- senschaft des Landes NRW gestellt, den das Amt für Soziales und Senioren mit ei- nem Letter of Intent unterstützt. Geplant ist, in Zusammenarbeit mit dem Forschungs- kolleg GROW das Themenfeld „Vernetzte Versorgung/Sorgende Gemeinschaften“ wissenschaftlich zu untersuchen. Aus dieser Kooperation werden wissenschaftliche Erkenntnisse erwartet, die für die Weiterentwicklung der Angebote für Seniorinnen und Senioren nutzbar sind und sich u.a. bei der Einbeziehung der oben genannten Personengruppen in die SeniorenNetzwerk-Arbeit auswirken. Ungeachtet dieser wissenschaftlichen Erkenntnisse ist ein evtl. über das Leitprojekt noch zur Verfügung stehender Betrag für die Fortbildung der vorhandenen Senioren- Netzwerk-Koordinationen einzusetzen, um den Zugang besonderer Personengruppen in die SeniorenNetzwerke zu optimieren. Die Arbeit der SeniorenNetzwerke soll stadtweit nach einheitlichen Kriterien evaluiert werden. Neben dem bereits oben erwähnten Forschungsprojekt GROW, sollen abhängig von vorhandenen Personalstellen und finanziellen Mitteln Möglichkeiten der Evaluation genutzt werden. c) Nutzung der Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung. Neben dem Themenfeld „Vernetzte Versorgung/Sorgende Gemeinschaften“ wird die Universität zu Köln ab 2019 durch das Forschungskolleg GROW auch zu „Digitalisie- rung und Nutzbarmachung im Alltag als Unterstützung für Seniorinnen und Senioren“ forschen. Die daraus erwachsenen Erkenntnisse sind in die SeniorenNetzwerk-Arbeit zu integrieren. d) Nutzung der Expertise von zentralen Akteuren im Bezirk und Weiterentwicklung der Kooperationen/Schnittstellen in den Bezirken (Seniorenvertretung, Seniorenkoordina- tion, Seniorenberatung, Vereine…). Um in der SeniorenNetzwerk-Arbeit eine noch größere Inanspruchnahme, Vielfalt und Wirksamkeit als bisher zu erreichen, ist es sinnvoll, eine stärkere Verzahnung bereits bestehender Unterstützungs- und Vernetzungsstrukturen mit den SeniorenNetzwer- ken herzustellen. So soll ein verbindlicher Weg gefunden werden, z.B. einen bei einer Seniorenbera- tungsstelle vorsprechenden, zurückgezogen lebenden älteren Menschen, der von Al- tersarmut betroffen ist, über die SeniorenNetzwerke zu informieren und zur Teilnah- me zu motivieren. Gleiches gilt für das zugehende Angebot der präventiven Hausbe- suche oder anderer Programme, wie z.B. Kölsch Hätz oder Op Jück. Die Verbindungen zur Seniorenvertretung und der neu eingerichteten Seniorenkoor- dination sollen ausgebaut werden, ebenso wie die mögliche generationenübergrei- fende Zusammenarbeit mit den Einrichtungen der Jugendarbeit im Stadtteil. e) Ausbau der Unterstützung für die selbstorganisierten SeniorenNetzwerke. Auf Grund der Fördermittel aus dem Leitprojekt „Weiterentwicklung des Seniorenpa- kets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels/Teilaspekt - Ausbau der SeniorenNetzwerke“ und der damit verbundenen quantitativen Erweiterung der Seni- orenNetzwerk-Arbeit werden die ersten Stadtbezirke flächendeckend mit Senioren- - 6 - Netzwerken ausgestattet. In den Folgejahren (ca. in 5 Jahren) werden im Bezirk die SeniorenNetzwerke im Aufbau sich in selbstorganisierte SeniorenNetzwerke umwan- deln, sodass ein Stadtbezirk aus einem standortgebundenen SeniorenNetzwerk (in Ausnahmefällen auch zwei) und vielen selbstorganisierten SeniorenNetzwerken be- stehen wird. Daraus ergeben sich in der Hauptsache folgende zwei Fragen: - Wie wird die hauptamtliche Koordination eines Sen iorenNetzwerkes im Aufbau weiter eingesetzt, wenn dieses SeniorenNetzwerk in die Verselbständigung geht? - Wie kann die Unterstützung von Seniorinnen und Se nioren in selbstorganisierten Se- niorenNetzwerken weiter optimiert werden? Um die Vielzahl der selbstorganisierten SeniorenNetzwerke zu betreuen ist zunächst eine quantitative Ausweitung erforderlich, d.h. in jedem Stadtbezirk soll zukünftig je eine 0,5 Servicestelle vorhanden sein. Begonnen wird damit in den Stadtbezirken Kalk und Mülheim. Beide Stadtbezirke wurden für eine erste beispielhafte Umsetzung ausgesucht, da alle Stadtteile einen überwiegend hohen Altenhilfebedarf aufweisen, ein hoher Anteil an selbstorganisierten SeniorenNetzwerken vorhanden ist und ab Ende 2018/Anfang 2019 in allen Stadtteilen ein SeniorenNetzwerk aktiv sein wird. f) Entwicklung von gemeinsamen Standards (Unterstüt zung der Selbstorganisation, Herangehensweise bei SeniorenNetzwerken im Aufbau…) . Um einen noch höheren Wirkungsgrad der SeniorenNetzwerk-Arbeit zu erreichen, sollen gemeinsam mit den Trägern der Koordinations- und Servicestellen sowie der Seniorenvertretung und Sprecherinnen und Sprechern der SeniorenNetzwerke Auf- gaben fortgeschrieben werden. 2. Quantitative Erweiterung SeniorenNetzwerke / Servicestellen/Unterstützungsstruktur Geplant ist in 2018 über das Leitprojekt zu den bereits vorhandenen SeniorenNetzwerken 15 weitere Netzwerke stadtweit und eine weitere Servicestelle im Stadtbezirk Mülheim einzu- richten. Insgesamt wären dann 60 SeniorenNetzwerke aktiv. Durch die fortlaufende Verselb- ständigung der SeniorenNetzwerke im Aufbau könnte spätestens im Jahr 2029 das Ziel er- reicht werden, dass in allen 86 Stadtteilen des Stadtgebietes SeniorenNetzwerke vorhanden sind. Zur Unterstützung der selbstorganisierten SeniorenNetzwerke ist geplant zu den bereits 3 vorhandenen, 6 weitere Servicestellen nach fortlaufendem Bedarf einzurichten, so dass jeder Stadtbezirk eine Servicestelle zur Verfügung hat. Die Stellen werden kostenneutral aus dem Kontingent der vorhandenen Koordinationsstellen der SeniorenNetzwerke im Aufbau zur Verfügung gestellt. 3. Öffentlichkeitswirksame Darstellung der Arbeit u nd der Wirkungen/Erfolge der SeniorenNetzwerke Die Diskussionen der letzten Monate haben aufgezeigt, dass die Bausteine der Seniorenar- beit, wozu auch die SeniorenNetzwerke zählen, in ihrer Komplexität und Wirkung nicht um- fänglich bekannt sind, dies gilt insbesondere für externe Akteure. Hier wird ein Konzept zur öffentlichkeitswirksamen Darstellung erarbeitet und sukzessive umgesetzt. Anlage: Liste der 15 Stadtteile, die über das Leitprojekt ein neues SNW bekommen sollen.
Anlage 3 Zustimmung SVK
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Seniorenvertretung der Stadt Köln Dr. Martin Theisohn z Sprecher Amt für Soziales x Zimmer 1.G.12 Ottmar-Pohl-Platz 1 51103 Köln-Kalk Tel.:-0221 221 27515 Seniorenvertretung der Stadt Köln und Senioren seniorenvertretung@stadt-koeln.de Seniorenarbeit in Köln: Leitprojekt“Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demografischen Wandels“ - Ausbau der SeniorenNetzwerke Stellungnahme der Seniorenvertretung der Stadt Köln Die Seniorenvertretung der Stadt Köln (SVK) begrüßt das Leitprojekt. Sie freut sich beson- ders über die Zusetzungen im Bereich der SeniorenNetzwerke, da damit nun 15 weitere Netz- werke mit einem Koordinator*in versehen und aufgebaut werden können. Die in der Vorlage vorgesehenen Standorte sind mit der SVK und den Seniorenvertretern der Stadtbezirke besprochen. Die Zusetzungen von 2 Halbe-Stellen in den Stadtbezirken Mülheim und Kalk zur direkten Unterstützung der bestehenden und verselbständigten SeniorenNetzwerke wird ausdrücklich begrüßt. Damit erhalten diese SeniorenNetzwerke erstmals eine direkte Unterstützung in ihrer täglichen Arbeit. Wir halten diese Maßnahme als Ergänzung der zentral angesiedelt en Ser- vicestellen für sehr notwendig und zielführend. Die Aussicht, dass in absehbarer Zeit auch die anderen Stadtbezirke eine solche Unterstützung bekommen können, wird ebenfalls “ und unterstützt. begrüßt Die im Abschnitt B „Umsetzung Leitprojekt ...““ beschrieben Ausweitung der Aufgaben und Tätigkeiten und Angeboten eines SeniorenNetzwerkes (Einbezug von Migranten, ten, Flüchtlingen und LSBT-Personen) sind alle wünschenswert, können aber wo ehinder- nicht durch die in den SeniorenNetzwerken aktiven Bürgerinnen und Bürgern erbracht werden. Da- zu ist eine wesentliche Aktivität der SeniorenNetzwerk-Koordinator*innen erforderlich. Auch dann wird dies nicht leicht umzusetzen sein . Zusätzlich haben wir die Bitte, dass bei Neugründung eines SeniorenNetzwerkes vi n Beginn an versucht wird für die Koordinator*in sowie die zu gewinnenden aktiven Netzwerker ein Büro mit Treff- und Austauschmöglichkeiten zu haben. Ein solcher Treffpunkt scheint uns über die Gründungsphase hinaus unerlässlich. Köln, den 28.9.18 Martin Theisohn
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 3177/2018 Freigabedatum 30.10.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels" hier: Ausbau der SeniorenNetzwerke Beschlussorgan Ausschuss Soziales und Senioren Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Soziales und Senioren beschließt, vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtarbeits- gemeinschaft Seniorenpolitik, das in der Anlage beigefügte Strategiepapier für das Leitprojekt „Wei- terentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels – hier: Aus- bau der SeniorenNetzwerke“, einschließlich der Einrichtung von 15 neuen SeniorenNetzwerken in den in der Anlage 2 vorgeschlagenen Stadtteilen und beauftragt die Verwaltung mit der Umsetzung. Die Verwaltung wird außerdem beauftragt, das bestehende Konzept für die SeniorenNetzwerk-Arbeit unter Beteiligung der Seniorenvertretung zu überarbeiten, die im vorgelegten Strategiepapier formu- lierten Handlungsfelder aufzunehmen und das überarbeitete Konzept dem Ausschuss für Soziales und Senioren bis Ende 2019 zur Beschlussfassung vorzulegen. Ausschuss Soziales und Senioren 06.11.2018 Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik 14.11.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 328.675 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2019 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 657.350 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Finanzielle Planung Um den Herausforderungen des demographischen Wandels im Hinblick auf die sich verändernden Bedarfe der älteren Generation begegnen zu können, sind die im Haushaltsplan 2018 veranschlagten Mittel für das Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels" in Höhe von insgesamt rd. 540.000 € wirksam einzusetzen. In diesem Betrag sind für die Zeit vom 01.7.2018 – 31.12.2018 = 328.675 € für den Ausbau der SeniorenNetz- werke enthalten. Mit dem Restbetrag in Höhe von 211.325 € soll eine Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit demenziellen Erkrankungen und der Ausbau der präventiven Hausbesuche gefördert werden. Für beide Maßnahmen werden separate Vorlagen gefertigt. Für das Haushaltsjahr 2019 sind für das Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demographischen Wandels" insgesamt rd. 1.100.000 € eingeplant. Nach Inkrafttreten des Haushalts 2019 ist daraus für die Zeit vom 01.01.2019 – 31.12.2019 ein Betrag in Höhe von 657.350 € für den Ausbau der SeniorenNetzwerke vorgesehen. Strategie und Ziele Die strategische Aufgabe der Sozialverwaltung besteht darin, die vorhandenen kommunalen Pro- gramme und Maßnahmen zur Aktivierung und Teilhabe in den nächsten Jahren qualitativ und quanti- tativ an die demographische Entwicklung anzupassen. Die beabsichtigten Wirkungsziele sind die Stärkung und Steuerung des Zusammenwirkens von professionellen Dienstleistungen mit nachbar- schaftlichen, familiären und zivilgesellschaftlichen Ressourcen. Die Unterstützung soll durch Em- powermentkonzepte und regionale Verzahnungen von wohnortnahen Unterstützungs- und Versor- gungsangeboten den Grad der Autonomie und der Selbstbestimmung der Kölner Seniorinnen und Senioren erhöhen. 3 Um dies für die SeniorenNetzwerke in Köln umsetzen zu können, wurde von Seiten der Verwaltung mit Beteiligung der Liga der Wohlfahrtsverbände, den Sozial-Betrieben Köln und der Seniorenvertre- tung (vgl. Anlage 3) das in der Anlage beigefügte Strategiepapier erstellt. Ziel der SeniorenNetzwerke sind Begegnung und Kennenlernen der älteren Menschen im Stadtteil (Netzwerkerinnen und Netzwerker), um gemeinsame Aktivitäten entwickeln zu können. Dabei sollen gegenseitige Hilfe- und Unterstützungsstrukturen entstehen und die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich ältere Menschen am Leben und der Gestaltung im Stadtteil beteiligen. Ein wesentliches Strukturmerkmal der SeniorenNetzwerk-Arbeit ist die Selbstorganisation der Netzwerkerinnen und Netzwerker im Stadtteil zu fördern und zu stärken. Dieses Merkmal soll auch in Zukunft unverändert erhalten bleiben. Maßnahmen Im Strategiepapier enthalten sind folgende wesentliche Gesichtspunkte: a) Quantitativer Ausbau der SeniorenNetzwerk-Arbeit auf 15 weitere Stadtteile in Köln (s. Anlage 2 zum Strategiepapier für das Leitprojekt „Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hin- tergrund des demographischen Wandels“). b) Ausbau des hauptamtlichen Unterstützungssystems für die ehrenamtliche Arbeit in den selbstorganisierten SeniorenNetzwerken durch Einrichtung einer bezirksbezogenen Service- stelle zur Unterstützung der selbstorganisierten SeniorenNetzwerke im Bezirk Mülheim und im Bezirk Kalk. Perspektivisch ist daran gedacht, in jedem Stadtbezirk eine Servicestelle einzu- richten. c) Stärkung der Netzwerkerinnen und Netzwerker in den selbstorganisierten SeniorenNetzwer- ken durch Erhöhung der Sachmittel von bisher 1.000 € auf 1.500 € ab 2019. d) Fortschreibung und Weiterentwicklung des bisher bestehenden Konzeptes für die Senioren- Netzwerke Köln unter Mitwirkung der Seniorenvertretung. Hierbei soll insbesondere die Nut- zung der Expertise von zentralen Akteuren im Bezirk und die Weiterentwicklung der Koopera- tionen/Schnittstellen in den Bezirken verstärkt werden. e) Personengruppen, die bisher nur zu einem geringen Anteil in den SeniorenNetzwerken reprä- sentiert werden, sollen stärker eingebunden werden. f) Angestrebte Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln zwecks Evaluation der Senioren- Netzwerke. Zur Dringlichkeit: Die Beschlussfassung in der Novembersitzung ist erforderlich, damit die Umsetzung der Maßnahme noch im Jahr 2018 begonnen werden kann.
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Ottmar-Pohl-Platz 1
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- 3177/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 30.10.2018
- Erstellt
- 27.09.2018 14:31