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A-R/0001/2026

Silvester in Münster verantwortungsvoll gestalten - Sicherheit stärken, Belastungen reduzieren, Traditionen respektieren

Antrag an den Rat 29.01.2026

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.02.2026, TOP 22.2

A-R-0001-2026

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A-R-0001-2026

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Ratsantrag 
 
Silvester in Münster verantwortungsvoll gestalten – Sicherheit stärken, 
Belastungen reduzieren, Traditionen respektieren 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
1. Der Rat der Stadt Münster bekräftigt das Ziel, den Jahreswechsel sicher und 
verantwortungsvoll zu gestalten. Der Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt sowie die 
Entlastung von Einsatzkräften der Sicherheits- und Rettungsdienste sowie der AWM stehen 
dabei im Mittelpunkt. 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, die bestehenden Feuerwerksverbotszonen und 
ordnungsrechtlichen Maßnahmen zum Jahreswechsel 2025/26 auszuwerten. Dabei sollen 
insbesondere Wirksamkeit, Akzeptanz, Einsatzaufkommen sowie die Einhaltung geltenden 
Rechts betrachtet werden. 
3. Die Verwaltung wird beauftragt zu prüfen, ob und wo punktuelle Erweiterungen von 
Feuerwerksverbotszonen sachlich und rechtlich geboten sind. Maßgeblich sollen dabei 
insbesondere sein: 
o konkrete Gefahrenlagen, 
o hohe Personendichten, 
o bauliche oder denkmalpflegerische Besonderheiten, 
o Erfahrungen von Polizei, Feuerwehr und Ordnungsdienst. 
Über das Ergebnis der Prüfung ist dem Ausschuss für Personal, Sicherheit und Ordnung bis Mai 
2026 zu berichten. 
4. Die Verwaltung wird aufgefordert, gemeinsam mit Polizei und Zoll bestehende Maßnahmen 
gegen den Handel und Einsatz illegalen Feuerwerks zu bündeln und – im Rahmen der 
Zuständigkeiten – zu intensivieren. 
5. Die Verwaltung wird beauftragt, die Durchführung eines zentralen städtischen Feuerwerks 
oder alternativer gemeinschaftlicher Formate zu prüfen. Für ein zentrales Silvesterfeuerwerk 
um Mitternacht mit einer Dauer von rund 15 Minuten ist von Kosten in Höhe von etwa 15.000 
Euro auszugehen. Dieser Betrag stellt eine realistische und konservative Orientierungsgröße 
dar.  Der Rat bittet die Verwaltung zu prüfen, auf welchen Wegen eine Finanzierung außerhalb 
oder ergänzend zum städtischen Kernhaushalt möglich ist. Dabei sollen insbesondere 
folgende Optionen betrachtet werden: 
 die Einbindung privater Sponsoren sowie Akteure des Stadtmarketings, 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0001/2026

 eine Beteiligung von Gastronomie, Hotellerie oder Innenstadtakteuren, 
 Kooperationen mit städtischen Gesellschaften, 
 die Nutzung oder Umschichtung bestehender Veranstaltungs- oder Kulturmittel, 
 sowie mögliche Kompensationseffekte durch Einsparungen bei Reinigung, Sicherheit 
oder Einsatzkräften. 
Ziel ist es, die Durchführung eines zentralen Feuerwerks haushaltsverträglich, transparent und 
ohne zusätzliche Belastung der Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen. 
Die Ergebnisse sind dem Ausschuss für Personal, Sicherheit und Ordnung bis Juli 2026 
vorzulegen. 
6. Die Stadt entwickelt eine Informations- und Aufklärungskampagne zum verantwortungsvollen 
Umgang mit Feuerwerk. Ziel ist es, freiwillige Rücksichtnahme zu fördern, bestehende Regeln 
bekannt zu machen und für sensible Bereiche zu sensibilisieren. Dabei sollen insbesondere 
Polizei, Feuerwehr, Abfallwirtschaftsbetriebe, Tierschutz- und Umweltverbände eingebunden 
werden. 
7. Der Oberbürgermeister wird gebeten, sich über den Deutschen Städtetag und den Städtetag 
NRW für eine praxistaugliche Weiterentwicklung der rechtlichen Rahmenbedingungen 
einzusetzen, insbesondere mit Blick auf den Umgang mit illegalem Feuerwerk und den Schutz 
von Einsatzkräften. 
Begründung: 
 
Der Jahreswechsel ist für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil gelebter Tradition. 
Gleichzeitig zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass es an einzelnen Orten und in 
bestimmten Situationen zu erheblichen Belastungen für Einsatzkräfte, Anwohnende, Tiere und 
Umwelt kommt. Ziel dieses Antrags ist es daher nicht, Silvesterfeuerwerk pauschal in Frage zu 
stellen oder den Verkauf von Feuerwerk zu verbieten, sondern bestehende Regelungen 
wirksam umzusetzen, gezielt weiterzuentwickeln und verantwortungsvolles Verhalten zu 
stärken. 
Die Praxis des Silvesterfeuerwerks hat sich in den letzten Jahren auch in Münster verändert. Frei 
verkäufliche Feuerwerkskörper werden immer lauter. Geknallt wird oft schon an den Tagen vor 
Silvester in extremer Lautstärke. Der Handel mit verbotenem Feuerwerk nimmt zu. Jahr für Jahr 
werden Menschen durch den unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerk schwer verletzt, das 
betrifft nicht selten Jugendliche und sogar Kinder. Die Krankenhäuser haben Hochbetrieb. 
Sicherheits- und Rettungskräfte sind an Silvester im Dauereinsatz und werden darüber hinaus 
regelmäßig bei Einsätzen angegriffen. Die AWM musste zum Jahreswechsel 2025/26 eine 
Rekordmenge an Müll von 6,6 Tonnen beseitigen. Haustierbesitzer in Münster berichten von 
extrem lärmgestressten Hunden, Katzen, Pferden und Kleintieren. 
 
Eine zum Jahreswechsel beendete Petition der Gewerkschaft der Polizei zur Beendigung der 
derzeitigen Praxis des privaten Feuerwerks war mit rund 3,25 Mio. Unterzeichnern die

erfolgreichste Petition, die je in Deutschland gestartet wurde. Rund 60 Prozent der Deutschen 
sind inzwischen gegen privates Feuerwerk, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2025 
belegt. Einer aktuellen Umfrage des TÜV zufolge wollen nur noch rund 22 Prozent der Deutschen 
selbst Feuerwerk machen. Viele Experten fordern ein Ende bzw. zumindest eine deutlichere 
Reglementierung des privaten Feuerwerks, wie sie von uns angestrebt wird. 
 
Ein differenzierter, rechtskonformer Ansatz, der zwischen Innenstadt und Stadtteilen sowie 
zwischen legalem und illegalem Feuerwerk unterscheidet, ist Voraussetzung für Akzeptanz 
und Wirksamkeit. Münster soll den Jahreswechsel sicher, geordnet und mit Augenmaß 
gestalten – ohne Symbolpolitik und ohne pauschale Verbotsdebatten. 
Münster, 26. Januar 2026 
 
gez. 
Stefan Weber 
Mathias Kersting 
Carmen Greefrath 
Angela Stähler  
Marcus Bielefeld 
Olaf Bloch 
Andreas Bracht 
 
 
Meik Bruns 
Dr. Dietmar Erber 
Walter von Göwels 
Alf Rüdiger Kaßenbrock 
Stefan Leschniok 
Babette Lichtenstein van Lengerich 
Jutta Malik 
 
 
Martin Peitzmeier 
Dr. Britta Riederer Freifrau 
von Paar 
Carolin Schwarz 
Jolanta Vogelberg 
Thomas Werth 
Peter Wolfgarten

Beratungsverlauf (1)

11.02.2026 Rat
TOP 22.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0001/2026
Typ
Antrag an den Rat
Datum
29.01.2026
Erstellt
29.01.2026 10:17