2018/0303
////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand
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161 Zeichen
Punkt 34: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand (V-Nr. 2018/0303) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 4
181 Zeichen
Punkt 12: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand (V-Nr. 2018/0303) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 2
179 Zeichen
Punkt 7: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand (V-Nr. 2018/0303) - Kenntnisnahme – Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 6
198 Zeichen
Punkt 52: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand (V-Nr. 2018/0303) - Kenntnisnahme - Die Stadtverordnetenversammlung nimmt von der Vorlage Kenntnis.
2018/0303
9852 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
24.10.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordne tenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0303
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto: 6779340
Betreff: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+
Sachstand
Vorlage vom: 16.10.2018
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat nimmt den Bericht zum aktuellen Prozessstand ////Darmstadt
weiterdenken – Masterplan 2030+ zur Kenntnis
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.10.2018
Die Entwicklung urbaner Räume in Deutschland und damit auch der Wissenschaftsstadt
Darmstadt ist heute mit vielfältigen Herausforderungen und übergeordneten
Rahmenbedingungen konfrontiert, u.a. dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel,
zunehmender sozialräumlicher Polarisierung, der digitalen Transformation, dem
wirtschaftlichen Strukturwandel sowie der Notwendigkeit von Klima- und Ressourcenschutz.
Das Wachstum attraktiver Städte - bei gleichzeitiger Schrumpfung von ökonomisch weniger
attraktiven Städten im ländlichen Raum - gilt in besonderem Maße für Darmstadt. Diese
Rahmenbedingungen sind auch in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei allen Planungen zu
berücksichtigen, ist die Stadt doch stellenweise in besonderer Weise von diesen
Veränderungsprozessen betroffen.
Der aktuell rechtswirksame Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2006, der die
planungsrechtliche Grundlage der aktuellen Stadtentwicklung ist, ging für das Jahr 2020 von
einer maximalen Einwohnerzahl von 148.900 aus.
Die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten 15 Jahren um rd. 24.000 Einwohner/innen und
damit 17 % gesteigert. Auf dem Stadtgebiet leben somit heute bereits 161.000. Alle aktuellen
Bevölkerungsprognosen (Wissenschaftsstadt Darmstadt, Hessisches Statistisches Landesamt,
HessenAgentur) gehen von einer weiteren Bevölkerungszunahme in Darmstadt aus: bis 2030
rd. 175.000. Berechnungen des Instituts für Umwelt (IWU) zu Folge besteht bis 2030 dadurch
ein Bedarf von rd. 18.000 Wohnungen.
Beim Thema Arbeitsplätzen ging der Flächennutzungsplan 2006 für das Ziel-Jahr 2020 von
einer Arbeitsplatzerhöhung um ca. 10.000 aus. Die Zahl der Arbeitsplätze betrug jedoch
bereits im Jahr 2015 130.200 und liegt somit bei einer Erhöhung von rd. 12.000
Arbeitsplätzen – mit einem fortlaufenden Anstieg bis heute.
Dieses Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum erzeugt in Darmstadt einen erheblichen
Bedarf an Flächen für einerseits Wohnungsneubau bzw. Gewerbeentwicklung und andererseits
einen Flächenbedarf für die damit einhergehende Erweiterung der technischen und sozialen
Infrastruktur sowie der Grünräume. Diese benötigten Flächen stehen in Darmstadt jedoch nur
sehr begrenzt zur Verfügung. Im Wesentlichen sind die Flächenreserven in Form von ehemals
militärisch genutzten Liegenschaften und gewerblichen Konversionsflächen vorhanden.
Allerdings übersteigt der vom IWU im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes von
2013 prognostiziertem Flächenbedarf die vorhandenen Kapazitäten deutlich.
Die starke Zunahme der Darmstädter Bevölkerung und des Arbeitsplatzwachstums in den
letzten 10 Jahren hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt.
Denn zum einen steigt die Anzahl derer, die in die Stadt aufgrund der Arbeitsplätze einpendeln
(ca. 95.000 Einpendler/innen), aber es steigt auch die Zahl derer, die in Darmstadt leben, aber
außerhalb von Darmstadt arbeiten und damit auspendeln (ca. 30.000 Auspendler/innen). Das
Verkehrsnetz ist inzwischen an seine Kapazitätsgrenzen gelangt und dies obwohl sich der
Modal Split (Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel) erheblich
zu Gunsten der Fahrradnutzung verschoben hat (17 %) und sich der Kfz-Verkehrsanteil auf
38 % verringert hat. Dennoch hat und wird sich von 2006 bis 2020 die Anzahl der Kfz-
Fahrten/Tag von ca. 460.000 auf 550.000 erhöhen (Grundlage Verkehrsmodell der
Wissenschaftsstadt Darmstadt). Da die Straßenräume nicht beliebig erweitert werden können,
führt das gewachsene Verkehrsaufkommen bereits heute im Ergebnis zur Begrenzung der
(Wohnbau-) Entwicklungsmöglichkeiten in der Stadt Darmstadt.
- 4 -
Damit dieses Wachstum gesteuert, sozial gerecht sowie bestmöglich für eine integrierte
Stadtentwicklung genutzt werden kann, bedarf es einer übergeordneten Strategie. Mit
////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ / Mobilitätkonzept 2030+ soll ein
übergreifender Orientierungsrahmen für die weitere räumliche Entwicklung von Darmstadt
angelegt werden.
Ziel des Planungsverfahrens ist es, räumliche, funktionale und gesellschaftliche Zukunftsbilder
für die zentralen Wachstumsaufgaben der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu entwickeln. Um
der daraus entstehenden Komplexität der Aufgabenstellung gerecht zu werden, wurden
erfahrene und interdisziplinäre Planungsteams ausgewählt. Die Beiträge der Planungsteams
sollen Impulse für die zukünftige Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt geben. Al s
räumliches Leitbild für die Stadt verknüpfen sie übergeordnete Querschnittsaufgaben der
Stadtentwicklung, zentrale Wachstumsherausforderungen der Stadt, Bedürfnisse der
Bürgerinnen und Bürger und ergänzen diese mit dem Blick von außen.
Seit der letzten Berichtsvorlage (Vorlage-Nr. 2017/0430) vom 02.01.2018 wurden weitere
wichtige Meilensteine im Prozess erreicht:
- Kontinuierliche Bearbeitung der Themenfelder Wohnstadt, Quartierstadt, Wissenschafts -
und Arbeitsstadt, Freie Stadt und Mobile Stadt durch die fünf Planungsteams
- Dokumentation und Auswertung des 1. Bürgerforums vom 16. November 2017
- 1. Aufruf und Online-Dialog: Darmstadts Schätze
- Aufsuchende Bürgerbeteiligung mit Inforad in Darmstadt: Luisenplatz, Frauenfrühstück im
Bürgerhaus in Kranichstein, Uni Campus, Fußgängerzone, Weihnachtsmarkt Im Carree,
Ausländerbeirat.
- Dokumentation und Auswertung des Aufrufs zu Darmstadts Schätzen
- 2. Bürgerforum am 8. Februar 2018 im Justus-Liebig-Haus unter dem Thema „Trends und
Dynamiken“
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams, Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und
Verwaltung am 9. Februar 2018
- Dokumentation und Auswertung des 2. Bürgerforums
- 2. Aufruf: Darmstadts Stadtaktionen
- Auswertung und Auswahl von 7 Stadtaktionen vom Aufruf zu Darmstadts Stadtaktionen
- 3. Bürgerforum am 25. April 2018 in der Centralstation unter dem Thema „Zukunftsbilder
und Szenarien“
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams, Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und
Verwaltung am 26. April 2018
- Dokumentation und Auswertung des 3. Bürgerforums
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams und Projektkoordination am 7. Juni 2018
- Durchführung der 7 ausgewählten Stadtaktionen durch Initiatoren im Sommer 2018
- Kinder- und Jugendforum am 6. September 2018 in der Centralstation
- 4. Bürgerforum am 6. September 2018 in der Centralstation mit Planungsteams,
Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und Verwaltung unter dem Thema Strategien und
Schlüsselräume.
Ebenfalls wurde die städtische Homepage unter www.darmstadt.de/weiterdenken2030
kontinuierlich gepflegt und ausgebaut. Allen Interessierten stehen hier neben den
Informationen rund um den Prozess auch Bildergalerien der Veranstaltungen sowie alle
Ergebnisdokumentationen und Hörprotokolle der Bürgerveranstaltungen zur Verfügung.
- 5 -
Weiteres Vorgehen
Im Nachgang zum 4. Bürgerforum erfolgen die Auswertung sowie die Dokumentation des
4. Bürgerforums und des Kinder- und Jugendforums. Die fünf beauftragten Planungsteams
fassen ihre sektoralen Arbeitsergebnisse zusammen und beenden formal ihre Arbeit.
Daran anschließend übernimmt federführend das Steuerungsteam Urban Catalyst die
Aufgaben der inhaltlichen und grafischen Zusammenführung, aus den Ergebnissen des
Planungsverfahrens, den vier öffentlichen Bürgerforen, um aus den räumlichen Konzepten der
Teams ein gesamtstädtisches Leitbild und den Masterplan Darmstadt 2030+ im Zeitraum
Herbst/Winter 2018 zu entwerfen.
Dieser Entwurf wird sowohl der Verwaltung, dem Lenkungskreis als auch der Politik vorgest ellt
und erörtert.
Am Ende wird der Masterplan DA2030+ als integriertes Leitbild für die Entwicklung
Darmstadts fertiggestellt und der Stadtverordnetenversammlung – voraussichtlich im Frühjahr
2019 – zur Beschlussfassung vorgelegt.
Im Anschluss erfolgt eine Vorstellung des Masterplans DA2030+ im Rahmen einer öffentlichen
Veranstaltung und Ausstellung.
Das Thema „Mobilität“ erfährt eine intensivere Betrachtung. Die strategische
Konzeptentwicklung ist in dem eigenen Arbeitsfeld „Mobile Stadt / Mobilitätskonzept
DA2030+“ bearbeitet und wird in einem Mobilitätskonzept 2030+ konkretisiert und vertieft.
Der Bearbeitungszeitraum hierfür wird ca. ein Jahr länger sein.
Über den weiteren Prozessverlauf werden die Gremien, wie schon mit den Magistratsvor lagen
Vorlage-Nr. 2015/0408, Vorlage-Nr. 2016/0230, Vorlage-Nr. 2016/0464 und Vorlage-Nr.
2017/0430 kontinuierlich informiert.
Dezernat I Dezernat III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Darmstadt, 16.10.2018
61.1 il Nst. 2607
15 kh Nst. 4432
anlage 1
9931 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
24.10.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 15
III 61
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0303
Magistratsbeschluss-Nr.
392
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5110-21 Sachkonto: 6779340
Betreff: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+
Sachstand
Vorlage vom: 16.10.2018
Beschlussvorschlag:
1. Der Magistrat nimmt den Bericht zum aktuellen Prozessstand ////Darmstadt
weiterdenken – Masterplan 2030+ zur Kenntnis
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 31.10.2018
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.10.2018
Die Entwicklung urbaner Räume in Deutschland und damit auch der Wissenschaftsstadt
Darmstadt ist heute mit vielfältigen Herausforderungen und übergeordneten
Rahmenbedingungen konfrontiert, u.a. dem demografischen und gesellschaftlichen Wandel,
zunehmender sozialräumlicher Polarisierung, der digitalen Transformation, dem
wirtschaftlichen Strukturwandel sowie der Notwendigkeit von Klima- und Ressourcenschutz.
Das Wachstum attraktiver Städte - bei gleichzeitiger Schrumpfung von ökonomisch weniger
attraktiven Städten im ländlichen Raum - gilt in besonderem Maße für Darmstadt. Diese
Rahmenbedingungen sind auch in der Wissenschaftsstadt Darmstadt bei allen Planungen zu
berücksichtigen, ist die Stadt doch stellenweise in besonderer Weise von diesen
Veränderungsprozessen betroffen.
Der aktuell rechtswirksame Flächennutzungsplan aus dem Jahr 2006, der die
planungsrechtliche Grundlage der aktuellen Stadtentwicklung ist, ging für das Jahr 2020 von
einer maximalen Einwohnerzahl von 148.900 aus.
Die Bevölkerungszahl hat sich in den letzten 15 Jahren um rd. 24.000 Einwohner/innen und
damit 17 % gesteigert. Auf dem Stadtgebiet leben somit heute bereits 161.000. Alle aktuellen
Bevölkerungsprognosen (Wissenschaftsstadt Darmstadt, Hessisches Statistisches Landesamt,
HessenAgentur) gehen von einer weiteren Bevölkerungszunahme in Darmstadt aus: bis 2030
rd. 175.000. Berechnungen des Instituts für Umwelt (IWU) zu Folge besteht bis 2030 dadurch
ein Bedarf von rd. 18.000 Wohnungen.
Beim Thema Arbeitsplätzen ging der Flächennutzungsplan 2006 für das Ziel-Jahr 2020 von
einer Arbeitsplatzerhöhung um ca. 10.000 aus. Die Zahl der Arbeitsplätze betrug jedoch
bereits im Jahr 2015 130.200 und liegt somit bei einer Erhöhung von rd. 12.000
Arbeitsplätzen – mit einem fortlaufenden Anstieg bis heute.
Dieses Bevölkerungs- und Arbeitsplatzwachstum erzeugt in Darmstadt einen erheblichen
Bedarf an Flächen für einerseits Wohnungsneubau bzw. Gewerbeentwicklung und andererseits
einen Flächenbedarf für die damit einhergehende Erweiterung der technischen und sozialen
Infrastruktur sowie der Grünräume. Diese benötigten Flächen stehen in Darmstadt jedoch nur
sehr begrenzt zur Verfügung. Im Wesentlichen sind die Flächenreserven in Form von ehemals
militärisch genutzten Liegenschaften und gewerblichen Konversionsflächen vorhanden.
Allerdings übersteigt der vom IWU im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes von
2013 prognostiziertem Flächenbedarf die vorhandenen Kapazitäten deutlich.
Die starke Zunahme der Darmstädter Bevölkerung und des Arbeitsplatzwachstums in den
letzten 10 Jahren hat ebenfalls erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt.
Denn zum einen steigt die Anzahl derer, die in die Stadt aufgrund der Arbeitsplätze einpendeln
(ca. 95.000 Einpendler/innen), aber es steigt auch die Zahl derer, die in Darmstadt leben, aber
außerhalb von Darmstadt arbeiten und damit auspendeln (ca. 30.000 Auspendler/innen). Das
Verkehrsnetz ist inzwischen an seine Kapazitätsgrenzen gelangt und dies obwohl sich der
Modal Split (Verteilung des Transportaufkommens auf verschiedene Verkehrsmittel) erheblich
zu Gunsten der Fahrradnutzung verschoben hat (17 %) und sich der Kfz-Verkehrsanteil auf
38 % verringert hat. Dennoch hat und wird sich von 2006 bis 2020 die Anzahl der Kfz-
Fahrten/Tag von ca. 460.000 auf 550.000 erhöhen (Grundlage Verkehrsmodell der
Wissenschaftsstadt Darmstadt). Da die Straßenräume nicht beliebig erweitert werden können,
führt das gewachsene Verkehrsaufkommen bereits heute im Ergebnis zur Begrenzung der
(Wohnbau-) Entwicklungsmöglichkeiten in der Stadt Darmstadt.
- 5 -
Damit dieses Wachstum gesteuert, sozial gerecht sowie bestmöglich für eine integrierte
Stadtentwicklung genutzt werden kann, bedarf es einer übergeordneten Strategie. Mit
////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ / Mobilitätkonzept 2030+ soll ein
übergreifender Orientierungsrahmen für die weitere räumliche Entwicklung von Darmstadt
angelegt werden.
Ziel des Planungsverfahrens ist es, räumliche, funktionale und gesellschaftliche Zukunftsbilder
für die zentralen Wachstumsaufgaben der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu entwickeln. Um
der daraus entstehenden Komplexität der Aufgabenstellung gerecht zu werden, wurden
erfahrene und interdisziplinäre Planungsteams ausgewählt. Die Beiträge der Planungsteams
sollen Impulse für die zukünftige Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt geben. Als
räumliches Leitbild für die Stadt verknüpfen sie übergeordnete Querschnittsaufgaben der
Stadtentwicklung, zentrale Wachstumsherausforderungen der Stadt, Bedürfnisse der
Bürgerinnen und Bürger und ergänzen diese mit dem Blick von außen.
Seit der letzten Berichtsvorlage (Vorlage-Nr. 2017/0430) vom 02.01.2018 wurden weitere
wichtige Meilensteine im Prozess erreicht:
- Kontinuierliche Bearbeitung der Themenfelder Wohnstadt, Quartierstadt, Wissenschafts-
und Arbeitsstadt, Freie Stadt und Mobile Stadt durch die fünf Planungsteams
- Dokumentation und Auswertung des 1. Bürgerforums vom 16. November 2017
- 1. Aufruf und Online-Dialog: Darmstadts Schätze
- Aufsuchende Bürgerbeteiligung mit Inforad in Darmstadt: Luisenplatz, Frauenfrühstück im
Bürgerhaus in Kranichstein, Uni Campus, Fußgängerzone, Weihnachtsmarkt Im Carree,
Ausländerbeirat.
- Dokumentation und Auswertung des Aufrufs zu Darmstadts Schätzen
- 2. Bürgerforum am 8. Februar 2018 im Justus-Liebig-Haus unter dem Thema „Trends und
Dynamiken“
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams, Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und
Verwaltung am 9. Februar 2018
- Dokumentation und Auswertung des 2. Bürgerforums
- 2. Aufruf: Darmstadts Stadtaktionen
- Auswertung und Auswahl von 7 Stadtaktionen vom Aufruf zu Darmstadts Stadtaktionen
- 3. Bürgerforum am 25. April 2018 in der Centralstation unter dem Thema „Zukunftsbilder
und Szenarien“
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams, Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und
Verwaltung am 26. April 2018
- Dokumentation und Auswertung des 3. Bürgerforums
- nicht-öffentlicher Workshop mit Planungsteams und Projektkoordination am 7. Juni 2018
- Durchführung der 7 ausgewählten Stadtaktionen durch Initiatoren im Sommer 2018
- Kinder- und Jugendforum am 6. September 2018 in der Centralstation
- 4. Bürgerforum am 6. September 2018 in der Centralstation mit Planungsteams,
Fachöffentlichkeit, Lenkungskreis und Verwaltung unter dem Thema Strategien und
Schlüsselräume.
Ebenfalls wurde die städtische Homepage unter www.darmstadt.de/weiterdenken2030
kontinuierlich gepflegt und ausgebaut. Allen Interessierten stehen hier neben den
Informationen rund um den Prozess auch Bildergalerien der Veranstaltungen sowie alle
Ergebnisdokumentationen und Hörprotokolle der Bürgerveranstaltungen zur Verfügung.
- 6 -
Weiteres Vorgehen
Im Nachgang zum 4. Bürgerforum erfolgen die Auswertung sowie die Dokumentation des
4. Bürgerforums und des Kinder- und Jugendforums. Die fünf beauftragten Planungsteams
fassen ihre sektoralen Arbeitsergebnisse zusammen und beenden formal ihre Arbeit.
Daran anschließend übernimmt federführend das Steuerungsteam Urban Catalyst die
Aufgaben der inhaltlichen und grafischen Zusammenführung, aus den Ergebnissen des
Planungsverfahrens, den vier öffentlichen Bürgerforen, um aus den räumlichen Konzepten der
Teams ein gesamtstädtisches Leitbild und den Masterplan Darmstadt 2030+ im Zeitraum
Herbst/Winter 2018 zu entwerfen.
Dieser Entwurf wird sowohl der Verwaltung, dem Lenkungskreis als auch der Politik vorgestellt
und erörtert.
Am Ende wird der Masterplan DA2030+ als integriertes Leitbild für die Entwicklung
Darmstadts fertiggestellt und der Stadtverordnetenversammlung – voraussichtlich im Frühjahr
2019 – zur Beschlussfassung vorgelegt.
Im Anschluss erfolgt eine Vorstellung des Masterplans DA2030+ im Rahmen einer öffentlichen
Veranstaltung und Ausstellung.
Das Thema „Mobilität“ erfährt eine intensivere Betrachtung. Die strategische
Konzeptentwicklung ist in dem eigenen Arbeitsfeld „Mobile Stadt / Mobilitätskonzept
DA2030+“ bearbeitet und wird in einem Mobilitätskonzept 2030+ konkretisiert und vertieft.
Der Bearbeitungszeitraum hierfür wird ca. ein Jahr länger sein.
Über den weiteren Prozessverlauf werden die Gremien, wie schon mit den Magistratsvorlagen
Vorlage-Nr. 2015/0408, Vorlage-Nr. 2016/0230, Vorlage-Nr. 2016/0464 und Vorlage-Nr.
2017/0430 kontinuierlich informiert.
Dezernat I Dezernat III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Darmstadt, 16.10.2018
61.1 il Nst. 2607
15 kh Nst. 4432
anlage 3
181 Zeichen
Punkt 10: ////Darmstadt weiterdenken - Masterplan 2030+ / Mobilitätskonzept 2030+ Sachstand (V-Nr. 2018/0303) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
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Orte (2)
- Luisenplatz
- Im Carree
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0303
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 16.10.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00