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1048/2024

Bericht des Netzwerks Arbeits- und Erwerbslosenberatung zum Förderprogramm BOREA für das Jahr 2023

Mitteilung Ausschuss 09.04.2024

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Mitteilung Ausschuss

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Sachbericht 1.4.23 - 31.12.2023 Beratungsnetz Köln

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Mitteilung Ausschuss

3822 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/50/505 
 
Vorlagen-Nummer 09.04.2024 
 1048/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.04.2024 
Wirtschaftsausschuss 18.04.2024 
 
Bericht des Netzwerks Arbeits- und Erwerbslosenberatung zum Förderprogramm 
BOREA für das Jahr 2023 
 
Die Verwaltung legt in der Anlage den Jahresbericht 2023 des Kölner Beratungsnetzwerks Ar-
beits- und Erwerblosenberatung vor. Der Bericht bezieht sich mit dem Zeitraum 01.04.2023 
bis 31.12.2023 erstmalig auf das neue Förderprogramms „BOREA - Beratung und Orientie-
rung für erwerbs- und arbeitslose Menschen" (Session 3793/2022). 
 
Die Entstehungsgeschichte und die Entwicklung der kommunalen Förderung des Netzwerks 
in Ergänzung einer im Umfang schwankenden Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen 
und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) hat die Verwaltung bereits in der Mittei-
lung zum letzten Jahresbericht ausführlich beschrieben (Session 2181/2023).  
 
Das Förderprogramm BOREA umfasst die Teilelemente „Erweiterte Erwerbslosenberatung“ 
und „ArBOr - Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“. Über die kommunale Kofinanzie-
rung der in erster Linie aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und landesgeför-
derten „Beratungsstelle Arbeit“ hinaus ist ein ausdifferenziertes Beratungsnetzwerk entstan-
den, das mit seiner schlagkräftigen Struktur eine Anlaufstelle und nachhaltige Orientierung für 
eine große Anzahl von Menschen in Köln bietet. 
 
Die Träger haben ein Alleinstellungsmerkmal in der Arbeit mit den Zielgruppen, insbesondere 
mit von Arbeitslosigkeit Betroffenen und langzeitarbeitslosen Menschen. Sie verfügen über 
teilweise jahrzehntelange Erfahrung in der Arbeit und weisen einen hohen Bekanntheitsgrad 
unter den ratsuchenden Menschen auf. Sie sind oftmals erste Anlaufstelle im „Veedel“ für ihre 
Bedarfe, Nöte und Fragen sowie für Nutzung von unterschiedlichen Angeboten im Bereich Bil-
dung, Freizeit und Aktivitäten. 
 
Zudem arbeiten die Träger im Förderprogramm BOREA ganzheitlich und bieten durch nied-
rigschwelligen Zugang, Beratung und bedarfs- und lebensweltorientierte Angeboten Unterstüt-
zung und Hilfen an. 
 
Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe (Empowerment), diese bietet Chancen und Lösungsmöglichkei-
ten, die Lebenssituation und -perspektive langfristig zu verändern und zu realisieren, damit 
gesellschaftliche und soziale Teilhabe gelingen kann. Die Nachfrage an Beratung ist im Be-
richtszeitraum nach der Corona Pandemie deutlich gestiegen. Zur Beratung zählen Kurz- und 
Verweisberatungen, Folgeberatungen, themenspezifische Beratungen wie z.B. berufliche Ori-
entierung, prekäre Beschäftigung und Sozialberatung.

2 
 
 
Hinsichtlich der inhaltlichen Beratungsarbeit enthalten die Berichte der Träger nach wie vor 
vereinzelt Hinweise auf die Zusammenarbeit mit den relevanten Behörden und Leistungsträ-
gern, naturgemäß aufgrund des Beratungsauftrags hier vor allem das Jobcenter Köln. 
 
Wie bereits in der Mitteilung zum letzten Bericht (Session 2181/2023) ausgeführt, hat sich der 
im Förderprogramm BOREA vorgesehene Austausch (sog. „runder Tisch“) unter Moderation 
der Arbeitsmarktförderung als ein wirksames Instrument im Sinne eines Qualitätsdialoges be-
währt. Ziel ist es weiterhin, eine Kommunikationsstruktur zu entwickeln, um die beschriebenen 
Hinweise unmittelbar an betroffene Behörden und Leistungsträger weiterzugeben und eine 
schnelle Lösung im Sinne der Bürger*innen zu finden. 
 
Die vom Ausschuss am 19.01.2023 beschlossene Förderung BOREA bezieht sich zunächst 
auf die Haushaltsjahre 2023 und 2024 (Session 3793/2022). Aus Sicht der Verwaltung hat 
sich das sehr ausgewogene Beratungsnetzwerk in der bestehenden Struktur bewährt. 
 
Anlage: Jahresbericht 01.04. – 31.12.2023  
 
 
Gez. Dr. Rau

Sachbericht 1.4.23 - 31.12.2023 Beratungsnetz Köln

107749 Zeichen

JAHRESBERICHT 01.04.2023 – 31.12.2023 
ZUR VORLAGE STADT KÖLN, AMT FÜR SOZIALES, ARBEIT  UND SE-
NIOREN 
 
in Kooperation mit

Inhalt 
Einleitung .................................................................................................................... 3 
Beratungs und Besucher:innenzahlen für Berichtszeitraum 2023…………………….. 4 
Die Themen im Beratungsnetz……………………………………………………………..4 
 
 Sachberichte der BeratungsstellenArbeit…………………………………………………7 
ABC Höhenhaus (Caritas-Verband für die Stadt Köln e. V.) ................................... 7 
Kölner Arbeitslosenzentrum (KALZ) e. V…………………………….…………………9 
Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst .....................................................................12 
 
Sachberichte der kommunal geförderten Erwerbslosenberatungsstellen ..................15 
Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e. V. .......................15 
eCHO – Engagiert in Chorweiler / PariSozial gGmbH Köln ...................................17 
    Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.…………………………………………………   19 
 
Sachberichte zur  arbeitsbezogenen Beratung und Orientierung in den ArBOr-          
Beratungsstellen     ...………………………………………………………………………22 
    Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e. V……………..…22 
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e. V. .....................................................................24 
Kellerladen e. V. .....................................................................................................26 
Lindweiler Treff e. V. ..............................................................................................28 
Veedel e. V. ...........................................................................................................30 
Bürgerzentrum Finkenberg / PariSozial gGmbH Köln ............................................32 
Angebote des Beratungsnetz ....................................................................................35 
Impressum .................................................................................................................36

3 
 
Einleitung 
 
Der vorliegende Bericht sowie die Statistik zu Beratungen und Besucher:innen ist eine Ge-
samtdokumentation des Kölner Beratungsnetzwerk von insgesamt zehn Trägern, die als Be-
ratungsstelle Arbeit mit ESF Landesmitteln NRW (Ministerium für Arbeit, Gesundheit und So-
ziales NRW) oder kommunal gefördert durch Mittel der Stadt Köln - Förderprogramm   BO-
REA/ArBor (Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung) - als Erwerbslosenberatungsstelle 
und/oder ehemals als Arbeitslosenzentrum beauftragt sind ihre Arbeit für erwerbslose, ein-
kommensschwache und von prekärer Beschäftigung betroffener Menschen im gesamten 
Stadtgebiet Köln durchzuführen.  
Hierzu finden sich im Verlauf einzelne Berichte der Träger, sowie ein Gesamtüberblick der 
Angebote, die in 2023 vorgehalten wurden. 
 
Das Berichtswesen bezieht sich auf den Zeitraum  01.04.2023 bis 31.12.2023 mit Start des 
neuen Förderprogramms der Stadt Köln – BOREA – welches eine neue Förderung durch kom-
munale Mittel für die Erwerbslosenberatungsstellen und Angebote im Förderprogramm ArBOr 
vorsieht. 
Der Bericht für die Beratungsstellen Arbeit bezieht sich auf den Zeitraum 01.01.2023 – 
31.12.2023. 
 
Förderstruktur 2023 
  
Über das Land NRW für die ESF Förderphase 2022/2027 sind  zunächst bis Ende 2025 als 
Beratungsstelle Arbeit in Projektgemeinschaft beauftragt: 
 
ABC Höhenhaus, Caritas Verband für die Stadt Köln 
Kölner Arbeitslosenzentrum e.V. (KALZ e.V.) 
Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst 
 
Die Träger erhalten zur Landesförderung ergänzend eine kommunale Förderung seitens der 
Stadt Köln. 
 
Über den politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan der Stadt Köln wurden als 
Erwerbslosenberatungsstelle in  2023  folgende Einrichtungen gefördert: 
 
Begegnungs-und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
ECHo – Pari Sozial Köln gGmbH Köln 
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. Köln 
 
Das kommunale Förderprogramm „ArBOr – Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“ ver-
folgt das Ziel der Zukunftssicherung eines niedrigschwelligen Beratungsangebotes in Köln und 
somit der inhaltlichen Fortsetzung des Angebots der bisherigen Arbeitslosenzentren.  
 
Über „ArBOr“ wurden folgende Beratungsstellen gefördert: 
 
Begegnungs-und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. 
Bürgerzentrum Finkenberg Pari Sozial gGmbH Köln 
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V.  
Kellerladen e.V. 
Lindweiler Treff, Diakonie 
Veedel e.V.

4 
 
 
Für übergreifende Funktionen und Projektentwicklung sowie zur Koordination des Netzwerkes 
erfolgt über kommunale Mittel eine institutionelle Förderung des KALZ e.V. und Vingster Treffs, 
Bürgerzentrum Vingst, in ihren Funktionen als rechts- und linksrheinische Beratungsstellen.  
 
Die Träger haben ein Alleinstellungsmerkmal in der Arbeit mit den Zielgruppen, insbesondere 
mit langzeitarbeitslosen Menschen. Sie verfügen über teilweise jahrzehntelange Erfahrung in 
der Arbeit und weisen einen hohen Bekanntheitsgrad unter den ratsuchenden Menschen auf. 
Sie sind oftmals erste Anlaufstelle im „Veedel“  für ihre Bedarfe, Nöte und Fragen sowie für 
Nutzung von unterschiedlichen Angeboten im Bereich Bildung, Freizeit und Aktivitäten. 
 
Qualitätsmanagement - Akkreditierungs-und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung 
 
Auf Grund des § 184 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung –, der durch 
Artikel 2 Nummer 18 des Gesetzes vom 20. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2854) geändert wor-
den ist, verordnete das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die gesetzliche V orgabe 
der AZAV (Akkreditierungs -und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) für Träger , die 
Dienstleistungen am Arbeitsmarkt für die Agentur für Arbeit und /oder das Jobcenter durchfüh-
ren. 
Beratungs- und Besucher:innenzahlen  
BOREA/ArBOr Förderprogramm Berichtszeitraum 01.04.2023-31.12.2023 
Beratungsstelle Arbeit 01.01.2023 - 31.12.2023 
 
 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 
Beratungen 
insgesamt 
6829 5835 
 
5977 
 
5764 
 
5203 
 
5484 6005 6481 10.038 
Besucher- 
:innen ins-
gesamt 
11.625 12.585 15.228 16.433 16.411 7.544 7.216 
 
13.253   7.522 
 
Die Nachfrage an Beratung ist nach der Corona Pandemie deutlich gestiegen.  
Zur Beratung zählen Kurz- und Verweisberatungen, Folgeberatungen, themenspezifische Be-
ratungen wie z.B. berufliche Orientierung, prekäre Beschäftigung und Sozialberatung. 
 
Die Träger im Förderprogramm BOREA/ArBor arbeiten ganzheitlich und bieten den Men-
schen insbesondere Langzeitarbeitslosen und von Arbeitslosigkeit Betroffenen durch nied-
rigschwelligen Zugang, Beratung und bedarfs- und lebensweltorientierte Angeboten Unter-
stützung und Hilfen an. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe (Empowerment), diese bietet ihnen 
Chancen und Lösungsmöglichkeiten, ihre Lebenssituation -perspektive langfristig zu verän-
dern und zu realisieren, damit gesellschaftliche und soziale Teilhabe gelingen kann. 
Die Beratungsstellen Arbeit sind mit den Trägern des Förderprogramms BOREA/ArBOr sehr 
gut vernetzt und bieten mit ihrem Schwerpunkt, neben der Sozialberatung, Beratungen zu 
prekärer Beschäftigung und Arbeitsausbeutung an. 
Die Kombination zwischen Beratungs- und bedarfsorientierten Angeboten, wie Informations- 
und Wissensvermittlung, Kurse, Workshops oder Freizeitangeboten, hat sich bewährt. 
Im Jahr 2023 fanden im Beratungsnetz regelmäßige Treffen zum fachlichen Austausch, zu 
Schwerpunktthemen in der Beratung und  zu gesetzlichen Änderungen  statt. Darüber hinaus 
sind die Träger in den Veedeln und in den Stadtbezirken, sowie Stadtweit gut vernetzt und 
wirken an Arbeitskreisen, Gremien in Kooperation mit Behörden und andere Einrichtungen

5 
 
und Beratungsstellen aktiv mit. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungen (z.B. SGBII und zu 
angrenzenden Rechtskreisen) professionalisieren die Beratungen. 
Die Träger im Beratungsnetz sind den Menschen bekannt, sie sind Orte der kulturellen Be-
gegnung, fördern Austausch und Vernetzung, wirken nachhaltig gegen Armut und Einsam-
keit, fördern den sozialen Frieden, stärken die demokratischen Werte und das Zusammenle-
ben unserer Gesellschaft. Eine große Wirkung und unverzichtbar für Köln. 
 
Die Themen im Beratungsnetz 
 
- hoher Bedarf und Nachfrage an Beratung, Termine sind über längeren Zeitraum 
ausgebucht, für Ratsuchende bestehen Wartezeiten 
- die Folgen durch Abbau/Wegfall von Projekten und Maßnahmen wirken direkt ins 
Beratungsnetz, die Nachfrage an Beratung steigt.   
- Einzelberatung nimmt mehr Zeit in Anspruch, Ursachen liegen in der Komplexität 
der einzelnen Fälle  
- Zugewanderte, Flucht und Menschen mit internationaler Biografie: Handlungs-
bedarf ist das Zusammenwirken mit den Behörden (Ausländeramt, Jobcenter), wenn 
es um Aufenthalt, Leistungen und ggfls. Erhalt der Erwerbstätigkeit geht. Hier sind die 
Berater:innen zu ausländerrechtlichen Themen mit anderen Beratungsstellen eng 
vernetzt (z.B. MBE) und bilden Schnittstellenfunktion zwischen Beratung, Betroffenen 
und Behörden. Oftmals komplexe Fälle mit längerer Begleitung in der Beratung.   
- fehlende ausreichende Angebote zur Anerkennung von schulischen und beruf-
lichen Abschlüssen, der Bedarf ist durch Zugewanderte und Menschen mit internati-
onaler Biographie  gestiegen, d.h. lange Wartezeiten für einen Termin und Ergebnis 
der Prüfung der Unterlagen  
- Arbeitnehmer:innen in prekärer oder arbeitsausbeuterischer Beschäftigung 
suchten verstärkt Unterstützung in den Beratungsstellen Arbeit zur Wahrnehmung 
ihrer Rechte, insbesondere bei Kündigungen und ausbleibenden Lohnzahlungen. 
- fehlende Kinderbetreuung, Reduzierung von Betreuungsstunden in KiTas, 
Schließungstage aufgrund fehlenden Fachpersonals, wirken sich auf Eltern, ins-
besondere auf Alleinerziehende aus. In der Beratung thematisieren die Mütter/Eltern 
die Auswirkungen auf ihre berufliche Orientierung und Beschäftigungsaufnahme, das 
Ziel unabhängig von staatlichen Transferleistungen zu werden, ist nicht realisierbar 
- Digitalisierung, die Anforderungen digital die eigenen Anliegen zu klären sind ge-
stiegen (z.B. Einreichen von Unterlagen, Termine buchen etc.) In der Beratung bedarf 
es an mehr Zeit- und Personalressourcen sowie zusätzlichen Angeboten digitale 
Kompetenzen zu vermitteln. Die Anzahl der Menschen mit unzureichenden Sprach-
kenntnissen, fehlender Grundbildung Texte und Inhalte zu verstehen, ist groß und an-
steigend. Sie bilden einen größeren Anteil in der Beratung ab, die Hilfen und Unter-
stützung benötigen. 
- spürbare Auswirkungen der in 2022 noch vorhandenen Pandemie, haben sich 
in das Jahr 2023 verlagert: Probleme haben sich „aufgestaut“, z.B. bei Schulden, 
Energie, (Energiearmut, Stromsperren abwenden, Zusammenwirken mit der Verbrau-
cherzentrale für Informationsveranstaltungen und Prävention, Miete etc. 
- Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 wirken die Folgen 
weit in die Gesellschaft.  Steigerung der Energiekosten, Lebenshaltungskosten 
und Inflation hat einen Anstieg der Beratungsanfragen  zur Folge, ein ausreichender

6 
 
Beratungsbedarf konnte nicht gedeckt werden. Positiv war der Stärkungspakt NRW im 
Jahr 2023, es konnte einen Teil der Menschen mit einmaligen schnellen Hilfen unter-
stützen (z.B. Übernahme von Energieschulden, Gutscheinausgaben für Lebensmittel 
etc.) 
- Menschen sind durch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen ver-
unsichert, psychische Belastungen steigen, Menschen geraten in existenzielle Nöte, 
sorgen sich um ihre Existenz (Einkommen, Leistungen), um ihr e Gesundheit und Er-
nährung und um ihre Zukunft 
- Ukrainische Flüchtlinge: eine Zielgruppe mit neuen Bedarfen, erweitern der Sprach-
kenntnisse um ukrainisch und russisch, Informationsveranstaltungen und neue Ange-
bote für die Zielgruppe 
- Armut: zunehmende sichtbare Armut und Anstieg der Armutsgefährdung, insbeson-
dere bei Familien mit Kindern, Alleinerziehenden, Älteren, Menschen mit internationa-
ler Familiengeschichte, Menschen, die bisher mit einem geringen Einkommen oder ei-
ner kleinen Rente über die Runden kamen, geraten in Armutsgefährdung. Existenzielle 
Nöte, Menschen haben weniger Geld zum Leben. 
- Wohnraum und Miete:  steigender Bedarf an finanzierbaren Wohnraum, steigende 
Mieten und Mietnebenkosten, Räumungsklagen, drohende Obdachlosigkeit führten zu 
erhöhten Nachfragen in der Beratung. Menschen leben zum Teil in unzumutbaren 
Wohnverhältnissen    
- Zugänge zu Behörden und Ämter für die Betroffenen: die Berater:innen  der Träger 
im Beratungsnetz fungieren als Schnittstelle zwischen den Ratsuchenden und den Be-
hörden, um die Anliegen zu klären 
- Neue gesetzliche Regelungen zu Bürgergeld/Wohngeld/Kindergeldzuschlag: 
verstärkte Nachfrage zu Informationen und Unterstützung bei der Antragstellung, zum 
Bürgergeld und Chancen Teilhabegesetz.

7 
 
Sachberichte der Beratungsstellen Arbeit  
 
 
Beratungsstelle Arbeit, ABC Höhenhaus, Caritas-Verband für die Stadt Köln 
e. V. 
 
Der Caritasverband für die Stadt Köln e.V. führte erfolgreich gemeinsam mit dem Vingster 
Treff/Bürgerzentrum Vingst und dem Kölner Arbeitslosenzentrum (KALZ e.V.) die Arbeit im 
Förderprogramm ‚Beratungsstelle Arbeit‘ des Landes NRW fort. 
Die Beratungsstelle Arbeit am Standort in Köln-Höhenhaus ist seit Januar 2023 mit drei Mit-
arbeiterinnen mit einem Stellenumfang von jeweils 19,5 Stunden besetzt und an fünf Tagen 
die Woche geöffnet mit insgesamt 32 Stunden. Räumlichkeiten stehen in ausreichendem 
Umfang zur Verfügung, jede Beraterin hat ein eigenes Büro. Der Zugang zu den Räumlich-
keiten ist barrierefrei und die Beratungsstelle gut erreichbar mit öffentlichen Verkehrsmitteln. 
Die Erweiterung der Arbeit um die zusätzliche halbe Stelle zur Unterstützung von Menschen, 
die sich aufgrund des Kriegs in der Ukraine in Deutschland aufhalten, führte zu Ausweitung 
der Angebotsstruktur. 
Der Verlust von Heimat und Familienmitgliedern, die Trennung von Familien, Sprachbarrie-
ren, Unterbringung in Unterkünften, Ausschluss zunächst von Bildung, Arbeit und Beruf löste 
bei vielen Betroffenen große Zukunftsängste und Verunsicherung aus. Der Beratungs- und 
Unterstützungsbedarf erwies sich aufgrund der vielfältigen sozialen, wirtschaftlichen und fa-
miliären Themenfelder als umfangreich. Mit zunehmender Länge des Krieges schwand die 
Hoffnung auf Rückkehr in die Heimat, das zeigte sich sehr stark in der zweiten Jahreshälfte 
2023. Die Nachfrage nach Unterstützung bei der Integration in den Arbeitsmarkt, nach Quali-
fizierung und Anerkennung ausländischer Abschlüsse nahm zu.  
Gesellschaftliche Veränderungen, steigende Inflation (hohe Lebens- Miet- und Energie-
kosten), Krieg in der Ukraine und Folgen der Corona-Pandemie prägten die Arbeit im Jahr 
2023. Gesetzliche Änderungen im SGB II durch das Bürgergeld-Gesetz lösten einen zu-
sätzlichen Beratungsbedarf aus. Die Einschränkung der E-Mail-Kommunikation mit dem Job-
center ab Herbst 2023 sowohl für die Beratungsstellen als auch für die Kunden selbst führte 
zu steigenden Nachfragen. Der Verweis auf das Online-Portal (Jobcenter digital) überfor-
derte die Ratsuchenden, da sie mit digitalen Medien nicht vertraut sind. Eingeschränkte Zu-
gangswege in Behörden wie Jobcenter, Agentur für Arbeit und Ausländeramt kamen er-
schwerend hinzu. Die mangelnde Erreichbarkeit der Ämter brachte Ratsuchende zum Teil in 
existenzbedrohende Situationen. Durch Intervention der Beratungsstelle konnten viele Prob-
lemstellungen gelöst werden. Existenzängste bei Arbeitnehmer:innen mit geringeren Ein-
künften und bei Transferleistungsbeziehenden aufgrund gestiegener Lebenshaltungs- , Miet- 
und Energiekosten, Angst vor Armut sowie eine Zunahme an psychischen Belastungen bei 
vulnerablen Zielgruppen erforderten zeitintensive Gespräche.  
Besucherstruktur 
Im Jahre 2023 (Basisdaten aus der Statistik des Dokumentationswesens ABBA) wurden ins-
gesamt 1055 Beratungen (persönlich face-to-face, telefonisch, per E-Mail, über Online-Be-
ratungsportal) durchgeführt. In der Mehrzahl der Fälle (83%) handelt es sich bei den Bera-
tungen um einen persönlichen Erstkontakt der Kunden zur Einrichtung, in 17% der Fälle um

8 
 
einen Folgekontakt, 31% nutzten das Angebot der Kurzberatung (bis 15 Min.). Beratungsan-
fragen über E-Mail und Online-Zugang haben sich erhöht, digitale Zugangswege werden zu-
nehmend genutzt. 
Die Beratung wurde wie im Jahr zuvor vielfach von Frauen in Anspruch genommen (63%), 
darunter insbesondere Alleinerziehende (29%). 
28% der Ratsuchenden haben die deutsche Staatsbürgerschaft (mit und ohne Migrations-
hintergrund), 41% der Bürger*innen stammen aus Drittstaaten (darunter insbesondere 
Irak/Iran/Syrien/Nigeria sowie andere Staaten), 23% sind Bürger*innen aus einem europäi-
schen Staat außerhalb der EU, darunter über die Hälfte aus der Ukraine.  
Die Beratung wird überwiegend von den Altersgruppen zwischen 25 und 54 Jahren (81%) in 
Anspruch nehmen. Einen allgemeinen Schulabschluss weisen 71% der Kunden auf, dabei 
handelt es sich um in Deutschland erworbene bzw. anerkannte Schulabschlüsse sowie um 
ausländische Abschlüsse, die in Deutschland nicht anerkannt worden sind. Über eine abge-
schlossene Berufs- bzw. Hochschulausbildung verfügen 46% der Besucher:innen. 
Die Hälfte der Besucher:innen stammt aus dem Stadtbezirk Mülheim, weitere Besucher 
kommen überwiegend aus den benachbarten Stadtbezirken Kalk (19%) und Porz (8%). 
48% sind arbeitslos gemeldet und überwiegend langzeitarbeitslos. Eine Erwerbstätigkeit 
üben mehr als ein Drittel der Ratsuchenden in Voll- und Teilzeit sowie als Minijob aus. Dabei 
handelt es sich vielfach um befristete Arbeitsverhältnisse mit geringem Lohn, sodass - ab-
hängig von der Familiengröße - ergänzende Sozialleistungen in Anspruch genommen wer-
den müssen. 
Schwerpunkte der Arbeit 
Bei den Beratungsthemen im sozialrechtlichen Kontext handelt es sich vielfach um kom-
plexe Sachverhalte. Die Beratung zu Fragen des SGB II umfasst in der Mehrzahl der Fälle 
die Themen Bescheidprüfung, Anrechnung von Einkommen, Rückforderung / Aufrechnung, 
Existenzsicherung, akute Mittellosigkeit, Energie- und Mietschulden, Kosten der Unterkunft, 
Unterstützung bei Antragstellung. Bei zugewanderten und geflüchteten Menschen ging die 
Beratung einher mit ausländerrechtlichen Fragestellungen, Fristablauf der Aufenthaltser-
laubnis und den Auswirkungen auf Sozialleistungsbezug und Arbeitsverhältnisse. Im SGB III 
bezogen sich die Fragestellungen auf die Beantragung von Leistungen sowie den Förder-
möglichkeiten im Bereich Weiterbildung und Qualifizierung. Im arbeitsrechtlichen Kontext 
ist der Themenkomplex ‚prekäre Beschäftigung und Arbeitsausbeutung‘ von Relevanz. 
Zur Klärung der Anliegen konnte bis Mitte des Jahres bei Bedarf auf den Rechtsberatungs-
pool der G.I.B Rückgriff genommen werden.  
Die Rechtmäßigkeit von Kündigungen, die Geltendmachung von Lohnansprüchen war ein 
großes Thema, jedoch ist die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verbunde-
nen Existenzgrundlage weiter ein Hinderungsgrund Arbeitnehmerrechte wahrzunehmen. Da-
her konzentrierte sich die Arbeit auf präventive Aspekte. In regelmäßigen Abständen infor-
mierten die BSA-Mitarbeitenden in den Unterkünften für Geflüchtete, bei Migrationsfach-
diensten, in Sprachkursen über Arbeitnehmer:innen-Rechte auf dem deutschen Arbeits-
markt. 
Die Workshops zum Thema „Das ABC der Online-Bewerbung“ wurden fortgeführt. Das 
Angebot trägt insbesondere bei Ratsuchenden mit geringer Affinität zum Thema Digitalisie-
rung zur Stärkung der Kompetenzen bei. Informationsveranstaltungen zu weiteren The-
men wie ‚Jobcenter digital‘, Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer sowie eine Veranstal-
tungsreihe auf Russisch zu Themen des deutschen Gesundheitssystems (speziell für Men-
schen aus der Ukraine) schlossen sich an. Für die Menschen aus der Ukraine wurde ein 
Frühstückstreff eingerichtet. Die Sprechstunde des Projektes ‚Stromsparcheck‘ wurde auf-
grund der gestiegenen Energiekosten rege in Anspruch genommen.  Auf vier Jobmessen, 
mit zum Teil aktiver Beteiligung der BSA, konnten sich Interessent:innen über Ausbildungs- 
und Arbeitsstellen sowie Qualifizierungsmöglichkeiten von Unternehmen und Bildungsträ-

9 
 
gern informieren. Auf der Jobmesse Motorworld waren wir an zwei Tagen vertreten und infor-
mierten an unserem Stand ca.150 Ratsuchende (überwiegend ukrainische Messebesucher) 
über unsere Angebote. 
Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Projekt React SOE (Zielgruppe sind zugewan-
derte Menschen aus Südosteuropa, Mittel- und Osteuropa) endete im März. Mit dem Projekt 
Let’s Go bietet sich seit Jahresbeginn die Möglichkeit, Frauen mit Migrationserfahrung ge-
zielt bei ihrer Ausbildungs- und Arbeitssuche zu unterstützen. 
Beratungs- und Bildungsangebote für geflüchtete Menschen bietet das ABC aktuell über das 
Projekt GesA (Gemeinsam stark in den Arbeitsmarkt) an. Ein neuer Sprachkurs für Geflüch-
tete in Kooperation mit einem Sprachkursträger startete im Sommer 2023.  
Bei gesundheitlichen Fragestellungen erfolgte eine enge Kooperation mit dem Projekt ‚Go 
Fit‘, ein Angebot zur Gesundheitsförderung. 
Bei Bedarf werden Sprachmittler und Dolmetscher eingesetzt. Eine Weiterleitung bzw. 
Verweisberatung (Lotsenfunktion) erfolgt bei Bedarf an spezialisierte Fachdienste für Mig-
rationsfragen (MBE/JMD), Weiterbildungsträger, Schuldnerberatung. 
 
Vernetzung und Kooperation 
Die Einrichtung verfügt über eine gewachsene Infrastruktur. Die Berater:innen der drei Ver-
bundpartner in Köln treffen sich regelmäßig einmal im Quartal zu einem BSA - Erfahrungs-
austausch, um aktuelle, sozialpolitische, sozial- und arbeitsrechtliche Themen aus der Bera-
tungspraxis aufzugreifen, Handlungsbedarfe zu eruieren, gemeinsame Strategien sowie Akti-
onen und Veranstaltungen zu planen.  
Die Beratungsstelle ist aktiv im Kölner Beratungsnetz, beteiligt sich an lokaler Gremienar-
beit, nimmt an den regelmäßigen Austauschtreffen u.a. mit der Regionalagentur und Job-
center Köln teil. Kooperationen bestehen zu weiteren arbeitsmarktrelevanten Akteuren. Zur 
Stärkung und Sensibilisierung der Arbeitnehmer*innen findet in Kooperation mit den IQ-Pro-
jekten (Netzwerk NRW) ‚Faire Integration‘ sowie ‚Arbeit und Leben‘ (DGB/VHS NRW) eine 
Zusammenarbeit statt. 
Qualitätssicherung / Fortbildung der Berater:innen 
Der fachlich hohe Standard der Berater:innen wird durch die regelmäßige Teilnahme an Fort-
bildungen, Workshops und Austauschtreffen gewährleistet. 
Im Jahr 2023 erfolgte die Teilnahme an Fortbildungen der GIB zu aktuellen (u.a. steigende 
Energiepreise, Bürgergeldgesetz) und spezifischen Themen (u.a. Leiharbeit, Arbeitsrecht). 
Durch die regelmäßige Teilnahme an den Kollegialen Fallberatungen zu arbeitsrechtlichen 
und sozialrechtlichen Fragen sowie den Kollegialen Praxisaustauschtreffen der GIB für Bera-
ter*innen des landesweiten Netzwerkes gegen Arbeitsausbeutung konnte das Fachwissen 
immer auf den aktuellen Stand gebracht werden.  
Öffentlichkeitsarbeit 
Die Öffentlichkeitsarbeit erfolgt über Flyer, Homepage und über Facebook auf der Caritas-
Seite ‚Beruf und Arbeit‘. Auf Facebook werden regelmäßig Beiträge gepostet und Videos ein-
gestellt: Beiträge zu Angeboten der Einrichtung, wichtige Informationen zu Kontaktaufnahme 
/ Öffnungszeiten / persönlichen Beratungsmöglich-
keiten, wichtige Infos zu sozialpolitischen Themen.  
 
 
 
 
 
Kölner Arbeitslosenzentrum (KALZ) e. V.

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Die Beratungsstelle Arbeit 
Die „Beratungsstelle Arbeit“ wird für die Gebietskörperschaft Köln vom KALZ e.V. (Mitglied 
im Diakonischen Werk) zusammen mit ABC Höhenhaus (Caritasverband der Stadt Köln e.V.) 
und Vingster Treff (DPWV) getragen. Der ESF und die Landesförderung NRW haben eine 
dreijährige Förderphase vom 01.01.2023 bis 31.12.2025 bewilligt.  
Dies bedeutet, dass die Finanzierung der Beratungsstelle durch die ESF- und Landes-
förderung für drei Jahre mittelfristig gesichert ist. Zudem sind die kommunalen Mittel 
als Ergänzung zur Landesförderung für den Zeitraum vom 01.01.2023 bis zum 
31.12.2024 durch den Doppelhaushalt der Stadt Köln bewilligt. 
 
Personal und Finanzierung der Beratungsstelle KALZ entspricht der Antragstellung und 
Bewilligung. 
 
Prekäre und ausbeuterische Beschäftigung 
Die Beratungstätigkeit konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte. Zum einen suchen Men-
schen die Beratungsstelle auf, die von Armut und Erwerbslosigkeit bedroht und/oder betrof-
fen sind und zum anderen mit Anliegen, die auf prekäre Beschäftigungssituationen hindeu-
ten. Prekäre Beschäftigungsverhältnisse tragen zur Verstärkung von Armut bei und erfordern 
Maßnahmen zur Beratung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen. 
Themen der Beratungen im Jahr 2023 betrafen vermehrt prekäre und ausbeuterische Be-
schäftigung im Vergleich zum Vorjahr. Die häufigsten Anliegen waren ungerechtfertigte Kün-
digungen, überzogene und nicht angemessene Leistungsvorgaben und es ist auch ein Zu-
wachs an Menschen zu verzeichnen, die durch mobbingartige Strukturen am Arbeitsplatz 
krankheitsbedingt ausgefallen sind. Dazu kommen fehlende Zahlungen von Lohn, u.a. im 
Krankheitsfall oder bei ungerechtfertigten fristlosen Kündigungen. Damit einhergehend ist in 
solchen Fällen die Beratung von finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten unabdingbar.  
Ein deutlicher Zuwachs an arbeitsrechtlichen Themen und Anliegen, die prekäre Beschäfti-
gungen betreffen ist im zweiten Halbjahr 2023 zu verzeichnen. Der Anstieg von 5 Prozent im 
ersten Halbjahr 2023 auf 11 Prozent im zweiten Halbjahr 2023 zeigt den Bedarf sehr deut-
lich. Menschen mit nicht-europäischer Staatsangehörigkeit haben im Jahr 2023 vermehrt so-
zialversicherungspflichtige Beschäftigungen gefunden und die Tendenz in eine prekäre Be-
schäftigung zu geraten ist durch fehlende Rechtskenntnis und sprachliche Barrieren eher 
wahrscheinlich. Konflikte mit dem Arbeitgeber sind häufiger zu verzeichnen und schlagen 
sich auch in unserer Beratung nieder. 
 
Die Weiter- und Fortbildung der Berater:innen durch diverse, hilfreiche Austausche und Fort-
bildungsangebote trugen 2023 zu einer hohen fachlichen Qualität und Professionalität bei. 
Die Ergebnisse der Fortbildungen konnte direkt in den Beratungskontext umgesetzt werden 
und die Erträge an die Ratsuchenden weitergegeben werden. Dem Aufbau von strukturellen 
Kontakten zu anderen Akteur:innen, die prekäre Beschäftigung bekämpfen, wurde im KALZ 
besonderes Augenmerk geschenkt. So fand zum Beispiel am 21.11.2023 eine gemeinsame 
Aktion mit „Arbeit und Leben“ des DGB und der Fachstelle Faire Integration vor dem Ama-
zon-Lager in Köln statt, wo Kurierfahrer:innen eine erste Information zu ihren Arbeitsrechten 
und möglichen Hilfsangeboten bekamen. Darüber hinaus wurde eine enge Kooperation mit 
einem Fachanwalt für Arbeitsrecht fortgeführt. 
 
Erreichbarkeit 
Die Folgen der unzureichenden persönlichen und telefonischen Erreichbarkeit der 
Jobcenter waren u.a. Verzögerungen der Leistungsbewilligungen bzw. Auszahlungen 
der Leistungen bis hin zur akuten Mittellosigkeit auch durch verlorengegangene Un-
terlagen. Dies erhöhte den Bedarf der Ratsuchenden in unserer Beratungsstelle.  
Da die Verzahnung von Hilfs- und existenzsichernden sowie rechtlichen Angeboten für die 
Ratsuchenden schwierig zu verstehen und zu erreichen ist, gestalten sich die Beratungen

11 
 
komplexer. Nicht zuletzt sind auch in Anbetracht der hinzukommenden Schwierigkeiten in in-
terkultureller und sprachlicher Hinsicht die Beratungen zeit- und arbeitsintensiver sowie viel-
schichtiger geworden.  
 
1260 Beratungen im KALZ 2023  
Vom 01.01.2023 wurden bis zum 31.12.2023 1260 Beratungen im KALZ durchgeführt. Bera-
tungen fanden zu 64% der Beratungen persönlich, 30% telefonisch und 6% per E-Mail statt. 
62% der Ratsuchenden waren Frauen, 38% Männer. 
 
Insgesamt wurde das Angebot von Menschen aus 53 Herkunftsländern genutzt. An der 
Spitze liegen hier Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft (75%, wovon jedoch mehr als 
ein Viertel Migrationshintergrund hatte), gefolgt von türkischen Staatsbürger:innen (4%) und 
Menschen mit iranischer (3%), sowie weitere Ratsuchende mit ukrainischer, marokkanischer, 
irakischer oder syrischer Staatsangehörigkeit. Allein die Vielzahl und Unterschiedlichkeit der 
Ratsuchenden zeigen, vor welchen Herausforderungen die Berater:innen in sprachlicher, in-
terkultureller Hinsicht und im Hinblick auf die professionellen Sach- und Fachkenntnisse ste-
hen.  
 
Knapp 58 % der Ratsuchenden sind zwischen 36 und 55 Jahre alt. Lediglich 4% der Ratsu-
chenden waren 25 Jahre oder jünger. Die 26 – 35-Jährigen machten 13% der Ratsuchenden 
aus. Nahezu gleichbleibend ist der Anteil bei den über 55 jährigen Personen (25%). Der Zu-
gang zu Behörden, wie z. B. dem Jobcenter, ist weiterhin eingeschränkt und setzt überwie-
gend auf digitalisierte Prozesse. Eine Kommunikation über E-Mail wurde in der zweiten Jah-
reshälfte eingestellt und nur noch über die online Plattform des Jobcenter konnten Nachrich-
ten verschickt werden. Leistungsberechtigte ohne die nötige technische Ausstattung und 
Know-How wurden abgehängt und suchten den Weg in die Beratungsstelle.  
 
7% der Ratsuchenden waren während der Beratung von Arbeitslosigkeit bedroht. 16 % wa-
ren unter einem Jahr arbeitslos und in aller Regel dem SGB III System angeschlossen. 19% 
waren ein bis drei Jahre, 8% drei bis fünf Jahre und 14% waren länger als fünf Jahre arbeits-
los. Ein großer Anteil der Ratsuchenden ist während der Pandemie arbeitslos geworden. 
Eine längere Dauer der Arbeitslosigkeit erschwert zunehmend den Weg zurück in den Ar-
beitsmarkt. Dies zeigt auch die Anzahl der Ratsuchenden, die über fünf Jahre keine Beschäf-
tigung ausgeübt haben.  
 
Lediglich 26% verfügen über keinen Berufsabschluss. Insgesamt 68% der Nutzer:innen des 
KALZ sind hochqualifiziert und verfügen über eine Berufsausbildung (45%) oder ein abge-
schlossenes Hochschulstudium (22%). Der Lebensunterhalt wird schwerpunktmäßig durch 
SGB II–Leistungen bei 54% Ratsuchenden sichergestellt, gefolgt von Einkünften aus nicht-
selbstständiger Tätigkeit (18%) und SGB III-Leistungen (9%), sowie Einkünften aus selbst-
ständiger Tätigkeit (4%),  Rente (7%), Krankengeld (3%), Leistungen nach dem SGB XII 
(3%) und privatem Unterhalt (1%).  
Im Vergleich zum Vorjahr wird deutlich, dass die Sicherung des Lebensunterhalts noch stär-
ker durch existenzsichernde Leistungen nach dem SGB II in Anspruch genommen werden 
müssen. Die Eingliederung in Arbeit erfordert ein Hohes Maß an individueller Beratung und 
Betreuung. Langzeitarbeitslose Personen haben höhere Hemmnisse wieder auf dem Arbeits-
markt Fuß zu fassen.   
 
Existenzsicherung 
Von großer Bedeutung in der Beratungsarbeit ist die Existenzsicherung, die nicht selten auch 
von Ratsuchenden im Niedriglohnsektor aufgesucht wird. Die fachliche Kompetenz der Bera-
ter:innen ermöglicht es durch den Beratungsersuch beispielsweise zu sozialrechtlichen The-
men, prekäre und ausbeuterische Beschäftigung aufzudecken.

12 
 
Die Energiekrise hat sich auch im Jahr 2023 fortgesetzt und sich in der Beratung niederge-
schlagen. Heiz- und Nebenkostennachzahlungen, sowie Überschreitungen der Mietober-
grenzen durch Erhöhung der monatlichen Miete und/oder der Heiz- und Nebenkosten waren 
vermehrt Thema im letzten Jahr. Ende des Jahres 2023 war bereits absehbar, dass die stei-
genden Energiekosten durch Wegfallen der Gas- und/oder Strompreisbremsen bzw. staatli-
cher Entlastungen den Beratungsbedarf nochmal mehr erhöhen. 
Die Strompreise können aus dem dafür vorgesehenen Posten im Regelsatz nicht mehr ge-
zahlt werden und eine Folge ist die Unterschreitung des Existenzminimums. Hinzukommt, 
dass mehr Menschen in die Beratung kommen, bei denen nicht die tatsächlichen Mieten in-
klusive Heiz- und Nebenkosten gezahlt werden. Eine ähnliche Problematik findet sich im 
Thema Umzug im SGB II wider. Die Kostenübernahme wird oftmals wegen Überschreitung 
der Mietobergrenzen abgelehnt. Dies kollidiert jedoch mit der Wohnungsnot in Köln und fin-
det immer mehr Niederschlag in der Beratung. 
 
Für das Jahr 2024 wird ein nochmal erhöhtes Beratungsaufkommen zu der beschriebenen 
Problematik erwartet. 
 
Auch in diesem Jahr zeigte unsere Zufriedenheitsumfrage, die über mehrere Monate durch-
geführt wurde, ein durchgehend positives Ergebnis. Die Beratungen fanden auf einem quali-
tativ hohen Niveau statt, nicht zuletzt durch die diversen Fortbildungen der Berater:innen. 
 
 
 
 
 
Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst   
 
 
Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst  
Gemeinsam mit dem Caritasverband für die Stadt Köln e.V. (ABC Höhenhaus) und dem Köl-
ner Arbeitslosenzentrum (KALZ e.V.) führte der Vingster Treff die Arbeit im ESF Förder-pro-
gramm „Beratungsstelle Arbeit“ des Landes NRW durch. 
In der Beratungsstelle Arbeit hat zu Mitte des Jahres 2023 ein Personalwechsel stattgefun-
den. Die Stelle ist mit 39 Std/W. besetzt  und bietet innerhalb der Öffnungszeiten 8.30 – 
17.00 Uhr Beratungen an fünf Tagen der Woche an. Der Zugang zur Beratungsstelle Arbeit 
ist barrierefrei und mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar. 
  
I. Daten zur Kontaktaufnahme 
Innerhalb des Zeitraumes vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 wurden in der Beratungs-
stelle 784 Beratungen durchgeführt. Schwerpunkte lagen in den SGB II, III, XII und angren-
zenden Rechtskreisen, in prekärer Beschäftigung, Arbeitsausbeutung und Arbeitsrechten, im 
Rahmen beruflicher Orientierung sowie Zugängen zum Arbeitsmarkt und in Themen der Mig-
ration und Zuwanderung. Die professionellen Beratungen sind in Deutscher, Englischer, 
Französischer und Spanischer Sprache erfolgt.  
Personenbezogene Daten 
Der Migrationshintergrund der Ratsuchenden war mit 79% weiterhin hoch. Der Großteil der 
Ratsuchenden kam weiterhin aus dem Stadtgebiet Kölns und schwerpunktmäßig aus dem

13 
 
Bezirk Köln-Kalk, in dem sich die Beratungsstelle Arbeit, Vingster Treff befindet. Die Bera-
tung wurde vermehrt von Frauen (62%) aufgesucht. Häufig übernahmen die ratsuchenden 
Frauen hiermit Verantwortung für Anliegen, die ganze Familien betrafen. Die Anzahl der Al-
leinerziehenden war mit 19% weiterhin hoch. Mit 45% war im Berichtszeitraum ein hoher 
Anteil der Ratsuchenden der Gruppe der Langzeitarbeitslosen (mehr als 12 Monate Ar-
beitslosigkeit) zuzuordnen.  
 
II. Beratungsschwerpunkte 
Ein Hauptschwerpunkt der Beratung lag unverändert in den Themen rund um das  Sozial-
recht. Viele Anliegen betrafen Mittellosigkeit sowie Existenzsicherung und standen in direk-
tem Zusammenhang mit stark belasteten Lebenssituationen, Armut und eingeschränkten Zu-
gängen zum Arbeitsmarkt.  
Änderungen in der Sozialgesetzgebung, insbesondere die Bürgergeldreform, führten zu ei-
nem gestiegenen Beratungsbedarf zu Leistungsansprüchen, Rahmenbedingungen und be-
hördlichen Zuständigkeiten. Auch Bescheidprüfung, Einkommensanrechnung und Rück-
forderungsverfahren stellten wichtige Beratungsthemen in diesem Kontext dar. 
2023 wurde eine steigende Anzahl an Beratungen im Kontext von Arbeitsausbeutung und 
prekärer Beschäftigung durchgeführt, insgesamt 14% zum Vorjahr 8%. Besonders häufig 
ging es hierbei um Anliegen rund um Kündigungen, fehlende Lohnabrechnungen und Ar-
beitsverträge sowie unerklärte Abzüge von Lohn und Gehalt. 
Aufgrund der Wohngeldreform zum Jahresbeginn mussten sich viele Ratsuchende inner-
halb des Sozialleistungssystems umorientieren. Da Ratsuchende häufig viele Monate auf 
Bearbeitung ihrer Anträge bei der Wohngeldstelle warteten, fanden besonders viele Beratun-
gen zum Thema der Existenzsicherung statt. 
Die Umstellung der elektronischen Kommunikationswege der Jobcenter von E-Mail auf 
das Portal „Jobcenter Digital“ zum Oktober 2023 erschwerte Erreichbarkeit und Zugang zu 
Information für Ratsuchende erheblich. Nutzung und Zugang zu diesem Portal setzt jedoch 
deutlich höhere EDV-Kenntnisse voraus. So waren Ratsuchende verunsichert, es fehlten di-
gitale Kompetenzen und sie hatten de facto noch weniger Zugang zu Information. Um nach 
Lösungen im Sinne der Ratsuchenden zu suchen, fanden im Vingster Treff Gespräche mit 
Jobcenterstandortleitungen statt. 
Fehlender und prekärer Wohnraum, drohende Wohnungslosigkeit und Mietschulden 
waren 2023 unverändert wichtige Beratungsthemen. Auch Fragestellungen zu erhöhten 
Energiekosten und drastisch steigenden Lebenshaltungskosten waren stetig wachsende 
Anliegen. Die Kooperationen mit der Verbraucherberatung im Quartier und die Energiebe-
ratung im Vingster Treff ermöglichten hier Aufklärung und Lösungsansätze. 
Die Erreichbarkeit von Behörden war für Ratsuchende weiterhin ein großes Problem. In 
diesem Zuge kam der Beratungsstelle Arbeit eine wichtige Lotsenfunktion zu. So konnte 
durch bestehende Kommunikationswege in die Behörden vor allem bei akuten Problemlagen 
schnelle Lösungen gefunden werden. Durch den engen Kontakt der Beratungsstelle mit dem 
Jobcenter konnte beispielsweise bei akuter Mittellosigkeit Abhilfe geschaffen werden. Im 
Rahmen des guten Kontakts mit der G.A.G. sowie der Fachstelle Wohnen konnte vor allem 
bei drohender Obdachlosigkeit interveniert und Lösungen erarbeitet werden (Wohnersatz-
raum, Zahlungsvereinbarungen, Übernahme von Mietschulden). Zielführend war hier auch 
die Zusammenarbeit mit Schuldnerberatungsstellen. Bei komplizierteren Mietangelegenhei-
ten war die Anbindung an den Mieterbund unter Zusicherung der Kostenübernahme durch 
das Jobcenter ein wichtiges Instrument.  
Wichtig war auch die enge Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Angeboten des 
Trägers. Hierzu zählen unter anderen die Migrationsberatung für erwachsene Zugewan-
derte (MBE), das Kommunale Integrationsmanagement (KIM), einem Beratungsangebot für

14 
 
migrantisierte Menschen. Mit EhAP-Plus Projekt „INKA - In Köln ankommen“ startete im 
März 2023 ein Angebot zur sozialen Eingliederung von besonders benachteiligten neuzuge-
wanderten Unionsbürger*innen und deren minderjährigen Kindern im Vingster Treff. Durch 
die Kooperation mit der Integrationsagentur konnten unter anderem Integrationslots:innen 
zur Unterstützung Ratsuchender gefunden werden. Bis Februar 2023 wurde das Projekt 
REACT-SOE, welches an die Beratungsstelle Arbeit angebunden war, durchgeführt.  
Kurse und Angebote 
Langzeitarbeitslose Menschen machen nach wie vor einen Großteil der Ratsuchenden der 
Beratungsstelle Arbeit aus. Für diese überdurchschnittlich von sozialer Isolation betroffene 
Gruppe konnten so Zugänge zu sozialen Netzwerken und Teilhabe geschaffen werden 
Viele Ratsuchende nahmen so an diversen Angeboten des Vingster Treffs, wie „Grünes 
Vingst“, dem „Vingster Nähkästchen“, dem Frauencafé, an Bildungs- Informations- oder Frei-
zeitangeboten und den vielfältigen Angeboten für Menschen ab 50 teil. Neben mehreren 
niedrigschwelligen (Sprach-)Angeboten, findet „Miteinander im Veedel“ ganzjährig statt. 
Zahlreiche Neuzugewanderte konnten an das Angebot angebunden wurden.  
Im Rahmen des Angebotes „Erste Schritte Digital“ hatten Ratsuchende 2023 im Vingster 
Treff die Möglichkeit, sich Grundkenntnisse für den digitalen Alltag anzueignen. 
Auch erhielten Ratsuchende im Vingster Treff weiterhin Unterstützung bei der Erstellung von 
Bewerbungsunterlagen und dem Ausfüllen von Antragsformularen. 
Fortbildungen zum SGB II für Fachkolleg:innen sind fester Bestandteil der Angebote der 
Beratungsstelle Arbeit. 
 
III. Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit 
Einbindung und Austausch in vielen überregionalen, regionalen und sozialraumorientier-
ten Arbeitskreisen und Netzwerken waren weiterhin wichtig, um eine gute Beratungsarbeit 
zu gewährleisten. Neben dem Beratungsnetz Köln, den der Vingster Treff gemeinsam mit 
dem KALZ koordiniert, Stadtteiltreffen, wurde sich im AK für die Beratungseinrichtungen in 
Kalk aktiv beteiligt. Mit der Auslage von Informationsmaterialien und Flyern wurde auf Ange-
bote der Beratungsstelle Arbeit und im Vingster Treff aufmerksam gemacht. 
Durch die aktive Mitwirkung im Jobcenterbeirat, konnten Probleme aus der Beratung, die 
vermehrt bei Bürgergeld Beziehenden auftraten, gezielt angesprochen werden. Der Kontakt 
zum Kundenreaktionsmanagement des Jobcenters konnte gut genutzt werden.  So konn-
ten auf kurzem Wege vor allem existenzsichernde Lösungen herbeigeführt werden. Auch 
fanden Austauschtreffen mit Geschäftsführung und Teamleitungen des Jobcenters Kalk statt, 
bei denen strukturelle Probleme erörtert und Lösungen besprochen wurden.  
Der Vingster Treff ist zertifizierter Träger nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsver-
ordnung Arbeitsförderung) und hat ein Qualitätsmanagementsystem, welches 2023 erfolg-
reich zertifiziert wurde. In der Beratungsstelle werden regelmäßig Kundenzufriedenheit, 
Beschwerdemanagement und die Zufriedenheit der Referenten:innen erhoben und aus-
gewertet.

15 
 
 
 
 
 
Sachberichte der kommunal geförderten Erwerbslosenberatungs-
stellen 
 
Begegnungs- und Fortbildungszentrum  
muslimischer Frauen e. V.      
 
 
Erwerbslosenberatungsstelle des Begegnungs- und Fortbildungszent-
rum muslimischer Frauen (BFmF) e.V.  
 
Sachbericht „Erweiterte Erwerbslosenberatung“ 2. bis 4. Quartal 2023  
Das Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimischer Frauen e.V. ist eine 
Empowermentinitiative muslimischer Frauen unterschiedlicher Herkunftsländer, die sich 
1996 in Köln gegründet hat. Unter den Schwerpunkten Bildung, Beratung, Begegnung und 
Betreuung bietet das BFmF eine Vielzahl von Angeboten wie z.B. die Migrationsberatung für 
erwachsene Zuwanderer, die Regionale Flüchtlingsberatung, das KIM Case-Management, 
die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, die offene Familienberatung und die 
Erwerbslosenberatungsstelle (EBS). Die EBS, die in das gesamte Angebot der Einrichtung 
eingebettet ist, ermöglicht einen niederschwelligen Zugang und interne Weitervermittlung der 
Ratsuchenden in das breitgefächerte Repertoire der Einrichtung. 
 
Statistische Auswertung 
Im 2. Quartal 2023 wurden 365 Ratsuchende über unterschiedliche Anliegen beraten. Es 
wurden 33 % Erst- und 67 % Folgeberatungen durchgeführt. 47 % der Beratungsfälle waren 
persönliche Beratungen, 44 % erfolgten telefonisch und 9 % ließen sich per E-Mail beraten. 
65 % der Ratsuchenden waren weiblich und 35 % männlich. Die primären Einkünfte waren 
zu 47 % Leistungsbezug und zu 24 % Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Ca. 29 % der Fälle 
sind ohne Angaben.  Die Herkunftsländer waren folgende: Türkei 21,1 %, Syrien 16,4 %, 
Deutschland 11,5 %, Afghanistan 10,4 %, Afrikanische Länder 10,4 %, restl. naher Osten 
5,47 %, restl. Europa 4,6 %, andere Länder 7,8 % und ohne Angaben 4,9 %. 
 
Im 3. und 4. Quartal 2023 fanden 567 Beratungen und 193 Kurzkontakte statt. Die 
Kurzkontakte erfolgten u.a. für Terminvereinbarungen, Klärung kurzer Anliegen oder 
Verweisberatung. Da bei den Kurzkontakten keine weiteren Daten erhoben wurden, sind als 
Grundlage für die Prozentauswertungen die Gesamtzahl der Erst- und Folgeberatungen 
herangezogen worden. Es waren 19 % Erst- und 55 % Folgeberatungen. 61 % der Fälle 
waren persönliche Beratungen, 34 % telefonische und nur 5 % ließen sich per E-Mail 
beraten. Weiterhin waren 65 % der Ratsuchenden weiblich und 35 % männlich. Die meisten 
Ratsuchenden waren 26 bis 45 Jahre alt (69 %). Der Anteil der jüngeren (unter 25) und 
älteren (über 46) Ratsuchenden lag jeweils bei ca. 16 %. 46 % der Ratsuchende waren ohne

16 
 
Kinder und 53 % mit Kindern im Haushalt, davon waren 14 % alleinerziehend. Die primären 
Einkünfte waren in 24 % der Fälle durch eigene Arbeit, in 42 % durch Leistungsbezug und in 
14 % durch aufstockende Leistungen. 16 % der Fälle sind ohne Angaben. 
Die Herkunftsländer waren folgende: Syrien 22,6 %, Türkei 16,2 %, Deutschland 14,5 %, Irak 
5,3 %, Bulgarien 9,7 %, Afghanistan 7,8 %, Ukraine 3 %, Afrikanische Länder 8,0 %, restl. 
naher Osten 5,5 %, restl. Europa 4,6 %, andere Länder 1,7 % und ohne Angaben 1,1 %. 
Auch im Jahr 2023 kamen Ratsuchende, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind. 
Unter ihnen waren auch Zugewanderte aus Drittstaaten ohne ukrainische 
Staatsangehörigkeit. 
18,2 % der Ratsuchenden wurden im Anschluss an die Beratung an folgende 
Beratungsstellen verwiesen: Leitungsträger und Behörden 11,1 %, Migrationsberatung 4,1 
%, Frauen- und Familienberatung 1,2 %, Rechtsberatung 1,2 %, Schuldnerberatung 0,4 %. 
 
Inhaltlich fanden die Beratungen hauptsächlich zu folgende Themen statt: 
Berufliche Entwicklung 
Das größte Anliegen für Ratsuchende ist der Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt. 
Die Ratsuchenden werden bei Bedarf über den gesamten Bewerbungsprozess individuell 
begleitet: Suche nach Arbeits- /Ausbildungs-/ und Praktikumsstellen, Erstellung der Bewer-
bungsunterlagen, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Erklärung des Arbeitsver-
trags. Viele Ratsuchende, vermehrt Berufsrückkehrer:innen (nach Familien-/ Pflegezeit oder 
Krankheit) oder junge Menschen im Übergang von Schule zu Beruf, nutzen die Beratung, um 
sich beruflich zu orientieren. Dabei ging es um Informationen über Berufe, Zugang zur Aus- 
und Weiterbildung und zum Studium und zum Nachholen von Schul- und Berufsabschlüs-
sen. Hierbei wurden stets individuelle Möglichkeiten des Einstiegs erarbeitet. Ratsuchenden 
mussten häufig die Förderung von Weiterbildungen mit dem Jobcenter oder der Agentur für 
Arbeit klären. In der Beratung wurden mit ihnen die Gesprächstermine beim JC/AA inhaltlich 
vorbereitet, sodass sie ihr Anliegen überzeugend erklären können. 
Die EBS verwies Ratsuchende an migrantenspezifische Programme und Projekte zur (Wie-
der-)Eingliederung in die Erwerbstätigkeit, wie z.B. „LehrkräftePlus für Geflüchtete“ an der 
Universität zu Köln oder Förderprogramm „Perspektiven im Erwerbsleben“ (PiE). 
 
Hilfe bei sozial- und arbeitsrechtlichen Problemen  
Für viele Ratsuchende mit Migrationshintergrund stellt das Verstehen und Bearbeiten von 
Antragsformularen eine große Hürde dar. In der Beratung wurden Antragsformulare z.B. Kin-
dergeld bearbeitet. Weitere wichtige Anliegen waren die Bearbeitung von Vermittlungsvor-
schlägen, Einleitung von Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation aufgrund von Erkran-
kung/Behinderung, Informationen zur Anrechnung von Einkommen beim Leistungsbezug, die 
Erfüllung der Mitwirkungs- und Mitteilungspflicht, Antrag auf Übernahme von Anerkennungs-
kosten und Klärung bei Fragen der Überzahlung von Leistungen des Jobcenters.  
Einzelne erwerbstätige Ratsuchende waren mit arbeitsrechtlichen Problemen konfrontiert 
und wurden über ihre Rechte informiert, wie z.B. Kündigungsrecht, Urlaubsanspruch, Lohn-
fortzahlung im Krankheitsfall, Wechsel des Arbeitgebers und Ausstellung eines wohlwollen-
den Arbeitszeugnisses. Hierbei versuchten die Beraterinnen, zwischen den Arbeitgeber:in-
nen und den Ratsuchenden zu vermitteln. Wenn ein Kompromiss nicht möglich war, wurden 
Ratsuchende an Fachanwälte und im Einzelfall wegen des Antrags auf Beratungshilfe an 
das Amtsgericht verwiesen. 
 
Beratung zu migrationsspezifischen Fragen  
2023 kamen vermehrt Beratungsanfragen zum Thema Anerkennung von schulischen und 
beruflichen Abschlüssen aus dem Ausland. Die Beraterinnen der EBS konnten kompetent 
unterstützen, verwiesen aber bei der komplexen Anerkennungsberatung von Berufsab-
schlüssen an die Fachberatungen im Programm „Perspektiven im Erwerbsleben“ (PiE) in der 
Region.

17 
 
Das neue Programm Job-Turbo bewirkte eine vermehrte Beratungsanfrage, deren Tendenz 
steigend ist. Vor allem Asylbewerber und Drittstaatler aus der Ukraine mussten mit der Su-
che nach Arbeitsstellen und Deutschkursen ihre Integrationsbemühungen nachweisen. Be-
hördliche und rechtliche Hürden sowie geringe Sprachkenntnisse erschwerten die Suche 
nach einer passenden Arbeitsstelle. 
 
Sonstige Fälle (Verweisberatung)  
Die vielschichtigen Beratungsanliegen der Ratsuchenden werden auch über interne und ex-
terne Verweisberatungen aufgefangen. Bei Erziehungsfragen, Problemen bei Tren-
nung/Scheidung sowie psychischen Problemen wurden Termine direkt bei der internen Fa-
milienberatung vereinbart, bei Schuldenproblemen verwies die EBS an die hausinterne 
Schuldnerberatung. Bei Fragen zur Existenzgründung wurden Ratsuchende an Coaching-
Seminare verwiesen, die vom JC/AA gefördert werden können.  
 
Weitere Aktivitäten und Angebote der EBS 
Die EBS organisierte in Kooperation mit zwei Referentinnen der IHK Köln eine Informations-
veranstaltung zum Thema „Berufliche Orientierung“ in den Hauptschulabschluss-Kursen. 
Ebenfalls fand ein Bewerbungsworkshop mit fünf Modulen (Lebenslauf, Anschreiben, Vor-
stellungsgespräch, Stellenrecherche und Online-Bewerbung).  
 
Weiterbildung, Vernetzung, AKs, Öffentlichkeitsarbeit 
Eine Beraterin nahm Anfang des Jahres an Schulungen zum Thema „Wesentliche gesetzli-
che Änderungen zum Wohngeld, Bürgergeld und zur Sozialhilfe“ und „Eingliederungsprozess 
und Arbeitsförderung im neuen Bürgergeld“ teil. 
Die Einbindung und der Austausch in den überregionalen, regionalen und internen Arbeits-
kreisen und Netzwerken sind für eine vernetzte Beratungsarbeit und für den kollegialen Aus-
tausch notwendig. Deshalb nahmen die Beraterinnen der EBS an den Treffen von AK Bera-
tungsnetz Köln, FAK Armut und Grundsicherung, Erfahrungsaustausch mit dem JC Köln und 
dem hausinternen AK SGB II teil. Wichtig waren die Austauschtreffen „Runder Tisch“ mit der 
Stadt Köln zur Umsetzung und Darstellung des Förderprogramms BOREA. 
Im Laufe des Jahres begleiteten die Beraterinnen interessierte Teilnehmer:innen zu diversen 
Job-/Ausbildungs-/Karrieremessen.  
Die Beraterinnen werben bei internen sowie externen Veranstaltungen mit Flyern und dem 
Jahresprogrammbuch, Die digitalen Kanäle, wie Instagram, WhatsApp und die Homepage, 
sind weitere Zugänge zu den Angeboten der EBS.  
 
                                                                             
Echo – Engagiert in Chorweiler  Deutsch-Türkischer Verein Köln      
(DTVK e.V) 
 
Der DTVK e.V. (Deutsch-Türkischer-Verein) hat am 01.04.2023 die Erwerbslosenberatungs-
stelle ECho (Engagiert in Chorweiler) vom PariSozial gGmbH Köln übernommen und ins För-
derprogramm BOREA überführt. Die langjährige Verzahnung mit den Angeboten des DTVK

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konnte so aufrechterhalten werden. Der Verein ist Träger einer Integrationsagentur, eines In-
terkulturellen Zentrums, des Case-Managements KIM und des Senior:innen Netzwerks See-
berg-Nord. Das Bildungsangebot besteht aus Integrations- und Sprachkursen, Bildungsarbeit 
mit Eltern an Schulen und weiteren an den Bedingungen vor Ort ausgerichteten nieder-
schwelligen Bildungsangeboten. 
Die langjährige Beraterin Bea Metten (PariSozial) wurde in den Ruhestand verabschiedet. 
Die BOREA-Stelle wurde durch zwei neue Sozialarbeiterinnen in Teilzeit besetzt und die Be-
ratungsstelle neu aufgebaut. Die Ratsuchenden haben das Angebot aufgrund der bereits be-
kannten Räumlichkeiten und Strukturen weiterhin gut angenommen.  
Im Jahr 2023 (01.04.-31.12.2023) haben insgesamt 329 Beratungen und 401 Kurzkontakte 
stattgefunden. Der Anteil an Frauen in der Beratung ist mit ca. 62 % um einiges höher als der 
Anteil an Männern (38 %). Die Gruppen der 36–45-Jährigen und der 26–35-Jährigen sind mit 
39 % bzw. 26 % aller Beratungen überrepräsentiert, U25-jährige bilden mit lediglich 5 % die 
kleinste Gruppe. Die meisten der Ratsuchenden (84 %) hatten im Jahr 2023 eine internatio-
nale Familiengeschichte; anteilig an allen Beratungen besaßen 15 % die türkische, 9 % die 
ghanaische und jeweils ca. 7 % die ukrainische oder afghanische Staatsangehörigkeit. Oft 
gehen damit sprachliche Barrieren oder mangelnde Kenntnisse in der Kommunikation mit 
Behörden und deren Strukturen (v. a. auch durch die fortschreitende Digitalisierung und den 
Abbau anderer Zugänge) einher. 
Etwas über die Hälfte der Ratsuchenden hatte eine sozialversicherungspflichtige Beschäfti-
gung oder einen Minijob und fast zwei Drittel von ihnen war auf aufstockende bzw. ergän-
zende Leistungen angewiesen. Auch der Anteil der Alleinerziehenden ist mit 27 % vergleichs-
weise sehr hoch. 
Beratung 
Eine zeitnahe Terminvereinbarung wird mit einer offenen Sprechstunde kombiniert. Hier kön-
nen Kurzberatungen und kurze Nachfragen bearbeitet werden. Den Beratungen mit vorheri-
ger Terminvereinbarung bleibt insgesamt der größte Zeitrahmen vorbehalten, da in den meis-
ten Fällen multiple Problemstellungen zu bearbeiten sind. 
Das Angebot beinhaltet Beratung zu sozial- und förderrechtlichen Fragen, Stabilisierung der 
wirtschaftlichen Situation, Bereitstellung von Informationen und die Erarbeitung von mögli-
chen Lösungen und Perspektiven (z. B. Recherchen zu Teilzeitausbildungen und Praktika). 
In jeder Beratung werden Kompetenzen zur Organisation des eigenen Lebens gestärkt (z. B. 
„Ordner anlegen-Durchblick behalten“ oder Unterstützung bei digitalen Zugängen zum Job-
center durch die Jobcenter Köln App). Die Menschen sollen gestärkt werden und zuversicht-
lich mit Unterstützung die nächsten Schritte selbst gehen können, daher zielt das Beratungs-
angebot auf die Entwicklung von Bewältigungsstrategien ab. Die Reduzierung der Hemm-
schwelle zu den entsprechenden Ämtern wurde durch einmalige Begleitungen erreicht. 
Die Nachfrage nach Unterstützung bei der Wohnraumsuche war sehr hoch. Chorweiler hat 
im Stadtvergleich günstige Mieten, dafür aber die höchste Mietbelastungsquote. Daher 
wurde die Hilfestellung bei Wohngeldanträgen oft nachgefragt. Durch die Wohngeldreform 
zum 01.01.2023 („Wohngeld Plus“) gab es viele Beratungen inkl. Unterstützung bei der An-
tragstellung für das Wohngeld und bei Kindern im Haushalt auch für ergänzenden Kinderzu-
schlag. Die Wohnsituation hat sich insgesamt durch die Übernahme zwangsverwalteter 
Hochhäuser durch die GAG etwas entschärft, die anderen Gebäude befinden sich aber nach

19 
 
wie vor in einem Sanierungsstau und die Beschwerden über verschimmelte Wohnungen 
nehmen weiter zu. Die Wohnungssuche für Familien ist nahezu aussichtslos. 
Die Belastung durch gestiegene Preise und enorme Energieabrechnungen war 2023 ein prä-
sentes Thema. Hohe Nachzahlungen aus Energielieferungen sind besonders für Menschen 
mit geringem Einkommen nicht zu bewältigen und führen zu Energiearmut. Die Beratungs-
stelle musste vermehrt zu Stromsperren und deren Abwendung beraten. Außerdem wurden 
Tarifänderungen und Sparmaßnahmen thematisiert. 
Auch akute Mittellosigkeit ist immer wieder ein Thema in der Beratung. Hier ist das Ziel, 
schnellstmöglich das Existenzminimum sicherzustellen und drohende Wohnungslosigkeit 
aufgrund von Mietschulden abzuwenden. Häufig sind auch Familien mit minderjährigen Kin-
dern von akuter Mittellosigkeit betroffen und können ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen 
Mitteln bestreiten. Betroffene Ratsuchende sind aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel 
extrem belastet und als Folge daraus oft überfordert und ängstlich im Umgang mit den Be-
hörden, weswegen die Beraterinnen in diesen Situationen als Vermittlerinnen auftreten. 
Besonders hoher und intensiver Beratungsbedarf bestand, wenn ein Rechtskreiswechsel zu 
durchlaufen war (z.B. von SGB XII zu SGB II). Hier besteht enormer Informationsbedarf und 
es bestehen keinerlei Routinen im Umgang mit dem Jobcenter.  
Fortbildungen der Beraterinnen: „Kurs- und Beratungsangebote traumasensibel gestalten“ 
und „Update SGB II – Überblick Bürgergeld, aktuelle Rechtsprechung“ 
Vernetzung / Kooperation 
Die Vernetzung mit anderen Beratungsstellen in Chorweiler ist sehr gut. Die Struktur der Be-
ratungslandschaft im Sozialraum ist sehr vielseitig (von BerMico und der Mieterkontaktstelle 
bis zur Verbraucherberatung im Quartier). So konnten passgenaue Verweise an andere zu-
ständige Fachdienste innerhalb des Sozialraums und kooperative Problembearbeitungen 
stattfinden. 
Es findet ein regelmäßiger Erfahrungs- und Informationsaustausch besonders in der AG Be-
ratung statt, die auch regelmäßige Treffen mit dem Jobcenter Chorweiler organisiert. Hier 
können viele Fragen diskutiert und geklärt werden. Dadurch fallen auch Problemlagen auf, 
die beratungsstellenübergreifend auftreten (z. B. die zum Teil erschwerte Kommunikation mit 
den Behörden aufgrund von nicht-niedrigschwelligen Zugängen). Die Beratungsstellen neh-
men ihre Lobbyfunktion wahr und arbeiten an Verbesserungen für die Ratsuchenden. 
 
 
                                                                   
 
Sachbericht der Erwerbslosenberatungsstelle von Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. 
Darstellung der Tätigkeiten im Zeitraum vom 01.04.2023 bis 31.12.2023 
Der Verein Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. greift auf langjährige Erfahrungen in der Be-
ratung und Unterstützung erwerbsloser und von Erwerbslosigkeit bedrohter Frauen zurück. 
Die Angebote der Erwerbslosenberatungsstelle richten sich an alle Frauen, unabhängig von

20 
 
sozialer oder kultureller Herkunft, Bildungshintergrund, Alter, Familienstand, sexueller Orien-
tierung, Religionszugehörigkeit oder Lebenssituation. Zu den Zielgruppen gehören erwerbs-
lose und von Erwerbslosigkeit bedrohte Frauen, Alleinerziehende, Berufsrückkehrerinnen, 
Frauen mit Zuwanderungsgeschichte und geflüchtete Frauen. Ein zunehmend nachgefragter 
Schwerpunkt bildet die Beratung von Transgender und Queer orientierten Menschen mit und 
ohne Migrationshintergrund und geflüchteten Frauen aus der Ukraine. 
Als interkulturelle Anlaufstelle für erwerbslose Frauen in Köln Nippes ist der Verein vielen 
Ratsuchenden gut bekannt. Bei Bedarf können Beratungen in folgenden Sprachen angebo-
ten werden: Türkisch, Farsi, Arabisch, Kurdisch, Russisch, Ukrainisch, Aserbaidschanisch, 
Bulgarisch, Tigrinya, Aramäisch, Englisch, Französisch und Spanisch. Während der Ange-
bote besteht bei Bedarf im Notfall, die Möglichkeit der Kinderbetreuung. 
Durch die kommunale Finanzierung wurde eine hauptamtliche Stelle der Sozialberaterin/ 
Diplom-Sozialarbeiterin eingerichtet. Die Mitarbeiterin war anteilig mit jeweils 35 Stun-
den/Woche als Beraterin in der Erwerbslosenberatungsstelle und mit 4 Std./Woche in der 
kommunalen Förderung des Beratungsangebotes „ArBOr“ tätig. 
Ausgangslage 
In der Beratungsarbeit wurden die psychosozialen Belastungen der ratsuchenden Menschen 
deutlich sichtbar. Wir beobachteten eine generelle Erschöpfung, häufig verbunden mit einer 
Verschlechterung der psychischen und mentalen Gesundheit. Insbesondere Alleinerzie-
hende und Mütter mit mehreren Kindern beschrieben eine permanente Überforderung durch 
nicht gesicherte Kinderbetreuung, immer wieder kehrende Kitaschließungen und Schulaus-
fall, häufige Infektionen und Erkrankungen der Kinder. Ein weiterer Faktor sind die gestiege-
nen Lebenshaltungskosten. Bestehende Ungleichheiten haben sich verstärkt, Armut und das 
Gefühl von Ausweglosigkeit sind gewachsen. Hinzu kommen die Auswirkungen der weltweit 
eskalierenden Krisen, Kriege und Katastrophen, die in vielen Herkunftsländern ratsuchender 
Migrantinnen/ Geflüchteter vorherrschen. Bereits bestehende Belastungen und Traumata 
wurden verstärkt. 
Für Haushalte mit geringem Einkommen hat sich die Soziale Teilhabe weiterhin verringert. 
Die digitale Kommunikation ist aufgrund fehlender sprachlicher und digitaler Ressourcen 
häufig eingeschränkt. Da der direkte persönliche Zugang zu vielen Behörden und Institutio-
nen oft nicht gegeben ist, ist hier ein gestiegener Unterstützungsbedarf zu verzeichnen. Auch 
der Zugang zu medizinischer Versorgung ist für viele erschwert. Frauen mit Zuwanderungs-
geschichte und nicht ausreichenden Sprachkenntnissen sind besonders auf Unterstützung 
und Begleitung durch Sprachmittler*innen angewiesen. 
Zahlen und Statistik 
Vom 1.4.-31.12.2023 fanden 474 vertiefte Einzelberatungen statt. Zusätzlich kam es im Rah-
men des Beratungsangebotes ArBOr zu 342 Kurz- bzw. Verweisberatungen. (Siehe hierzu 
auch im Abschnitt „Beratungsangebot ArBOr“.) 
Frauen mit Migrations- bzw. Fluchtgeschichte bildeten mit 303 Beratungen die größte Ziel-
gruppe, gefolgt von den Alleinerziehenden mit 187.  
Da hier nur die offiziell als alleinerziehend geltenden Frauen abgebildet werden, liegt die tat-
sächliche Zahl der „allein für die Erziehung Zuständigen“ weitaus höher. Diese Frauen sind 
sowohl zeitlich als auch finanziell stark gebunden, was ihre Chancen auf Zugang zu Bildung 
und Erwerbsleben erheblich beeinträchtigt. Neben dem hohen Anteil an größeren Haushal-
ten mit mehreren Kindern, suchten zunehmend Alleinstehende (222) Unterstützung. 
Es waren alle Altersgruppen vertreten, die größte Gruppe war zwischen 36 und 45 Jahre alt 
(176 TN), gefolgt von den 46 bis 55-Jährigen (122 TN), 81 TN waren zwischen 26 und 35 
Jahre alt und 91 älter als 55 Jahre. Lediglich 4 TN waren unter 25 Jahre.

21 
 
Auch die Herkunftssprachen waren heterogen - insgesamt waren 31 Sprachen vertreten. Ne-
ben der deutschen Sprache waren die häufigsten Sprachen: Dari, Farsi, Arabisch, Ukrai-
nisch, Türkisch, Bulgarisch, Serbokroatisch sowie viele afrikanische Sprachen.  
 
 
Beratungsthemen 
Die Gründe, die Einzelberatung aufzusuchen, waren vielfältig und komplex. Der Überset-
zungsbedarf mit Einsatz von Sprachmittlerinnen verlängerte die Beratungszeiten zuneh-
mend. Sozialrechtliche Fragestellungen standen deutlich im Vordergrund (312 TN). Neu- und 
Weiterbewilligungsanträge von Bürgergeld, insbesondere nach Trennung, Scheidung, An-
träge für ALG, Rente bzw. Grundsicherung im Alter, Elterngeld, Kindergeld, Kinderzuschlag, 
Wohngeld, UVG, BUT, Bescheidprüfungen, vor allem von KdU und bei Anrechnung von Ein-
kommen, Widersprüche und Überprüfungsanträge von Erstattungsbescheiden/ Rückzah-
lungsforderungen, Wohnraumsicherung, Energie- und Mietkostensteigerungen. Aufgrund 
langer Bearbeitungszeiten bei Neuanträgen, vor allem von Bürgergeld und noch länger bei 
Wohngeld, sind 20 Ratsuchende in schwierige wirtschaftliche Situationen geraten, da die 
Kosten der Unterkunft oder z.B. die Kinderbetreuungskosten nicht mehr gesichert waren. Die 
Verweisberatung zu Verbraucherschutzzentrale, Verbraucherberatung im Quartier, dem Mie-
terverein und der Sozialberatung anderer Träger zur Übernahme von Energieschulden war 
hier besonders gefragt. 
Die existentielle Not spiegelt sich, neben den Auswirkungen der diversen Krisen, in deutli-
chen erhöhten psychosozialen Belastungen wieder. Krisenintervention erfolgte bei akuter 
Gewalterfahrung z.B. Verweisberatung bei häuslicher Gewalt, Vermittlung einer Unterbrin-
gung im Frauenhaus, Unterstützung bei Trennung, Scheidung- verbunden mit Aufenthalts-
problemen, Fragen zur Existenzsicherung und Sorgerechtsfragen. Zusätzlich berichteten 62 
Teilnehmende von gesundheitlichen Einschränkungen mit Fragen zu Kuren für Mütter/ Mut-
ter-Kind, Schwerbehinderung, berufliche Reha, Krankengeld, Trauma-Therapie, Bewegungs-
und Entspannungsangeboten. Andere (24 TN) suchten Hilfe bei der Vereinbarkeit von Fami-
lie und Beruf (Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Erziehungsberatung). 26 TN hatten 
Fragen zum Arbeitsmarkt, Bildung und Qualifizierung sowie zur Berufswegeplanung und/ o-
der Bewerbung und nach Kontakten und Austauschmöglichkeiten in deutscher Sprache. 22 
Ratsuchende konnten zur weitergehenden Unterstützung in interne Projekte des Vereins ver-
mittelt werden  
Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit 
Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. ist in vielen regionalen, überregionalen, sozialraum- und 
zielgruppenorientierten Arbeitskreisen und Netzwerken aktiv. Darüber hinaus gibt es eine ge-
wachsene Zusammenarbeit mit verschiedenen Anlaufstellen, Regel- und Fachdiensten. Als 
langjähriger Kooperationspartner der städtischen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik, führt er seit 
Jahren Projekte für erwerbslose Migrantinnen im Auftrag des Jobcenters durch und beteiligt 
sich erfolgreich an ESF- geförderten-  Bundes- und Landesprogrammen. Der Verein hat ein 
zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem nach AZAV eingeführt, das regelmäßig auditiert 
wird. Kundinnenzufriedenheit und Beschwerdemanangement werden regelmäßig erhoben 
und ausgewertet.

22 
 
 
 
 
Sachberichte zur  arbeitsbezogenen Beratung und Orientierung in 
den ArBOr-Beratungsstellen 
 
                                                                                                       
 
ArBOr- Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung 2023 (2. - 4. Quartal) 
 
Die „Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“ (ArBOr) ist eine niederschwellige Anlauf-
stelle für alle Frauen und Männer mit oder ohne Zuwanderungsgeschichte. Sie ist Teil des 
umfassenden Bildungs- und Beratungsangebots des Begegnungs- und Fortbildungszent-
rums muslimischer Frauen e.V. (BFmF). Die ArBOr wird überwiegend von Menschen mit Zu-
wanderungsgeschichte genutzt. Für die Besucher:innen ist die ArBOr sowohl Treffpunkt und 
Begegnungsstätte als auch Aufenthalts- und Arbeitsraum. Durch die große Sprachenvielfalt 
vor Ort kann die Institution BFmF ihre Angebote auf die Bedarfe der Rat- und Hilfesuchen-
den anpassen. So können die Menschen das Beratungsangebot oftmals in einer für sie be-
kannten Sprache wahrnehmen. So wird eine wichtige Hürde bei der Verständigung überwun-
den. Entscheidend ist bei allen Angeboten der ArBOr die Maßgabe „Hilfe zur Selbsthilfe“. Be-
sucher:innen können sich z.B. mittels der stetig aktualisierten Aushänge eigenständig über 
rechtliche Mitteilungen, Stellenanzeigen sowie verbraucherrechtliche oder arbeitsmarktrele-
vante Entwicklungen informieren. Unter dem Aushang „Tipp der Woche“ werden wöchentlich 
besondere Mitteilungen, wie Neuerungen beim Jobcenter oder zum Deutschlandticket, sozial 
gemacht. Durch die Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung im BFmF wird somit ein 
wichtiger Beitrag zur Vorbeugung von sozialer Ausgrenzung und Isolierung geleistet.  
Die Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung war von Montag bis Freitag von 9-15 Uhr 
geöffnet. Die Leiterin der ArBOr stand bis 17 Uhr im angrenzenden Beratungsbüro für indivi-
duelle Anfragen zur Verfügung. 
Um die Besucherfrequenz genauer zu bestimmen, wurde vom 2. Quartal bis Ende des Jah-
res 2023 werktäglich eine Kundenfrequenzzählung per Strichliste durchgeführt. In dieser Zeit 
haben 2.875 Besucher:innen die Angebote der ArBOr in Anspruch genommen. Der Anteil 
der Männer lag bei 37 % und der Frauen bei 63 %. 
Die Räumlichkeiten der ArBOr befinden sich barrierefrei im Erdgeschoss, sodass sie sehr 
gut zugänglich sind. Auch Besucher:innen der anderen Beratungs- und Bildungsangebote 
des BFmF können das Angebot sehen und bei Bedarf wahrnehmen. Der als Treffpunkt und 
Bistro organisierte Empfangsraum ist mit einer kompletten PC-Arbeitsstation mit Drucker, al-
len notwendigen Büromaterialien sowie kostenlosem Internetanschluss ausgestattet. Die Be-
sucher:innen nutzen die Möglichkeit gerne für individuelle Stellenrecherchen, zum Ausdru-
cken, Aktualisieren oder Korrigieren von Bewerbungsunterlagen und zum Überprüfen von E-
Mails. Bei größerem Bedarf gibt es die Ausweichmöglichkeit in den Computer-Raum im sel-
ben Gebäude, in dem bis zu 14 PC-Arbeitsstationen genutzt werden können. Um den Besu-

23 
 
cher:innen einen niederschwelligen Zugang zu ermöglichen und ihnen auch eine Willkom-
mensatmosphäre zu schaffen, gibt es neben dem Bistro „Pusteblume“ auch noch die Kleider-
kammer „Die Klamotte“. Im Bistro „Pusteblume“ können sich die Besucher:innen zu einem 
erschwinglichen Preis täglich mit heißen und kalten Getränken sowie Kuchen und Gebäck 
versorgen. Bei schönem Wetter wird der Außenbereich mit weiteren Sitzmöglichkeiten aus-
gestattet und als Terrasse genutzt. In der Kleiderkammer werden gespendete Kleidung, 
Schuhe und Haushaltswaren an Bedürftige abgegeben. Das Angebot wird insbesondere 
auch von geflüchteten Menschen genutzt. Die Angebote des Bistros und der Kleiderkammer 
sind als niederschwelliger und offener Zugang sehr wichtig und bieten mit ihrem kultursen-
siblen Ansatz eine einladende Atmosphäre, in der sich die Besucher:innen angenommen 
und aufgehoben fühlen. Als weitere Unterstützungsmöglichkeit können Ratsuchende Le-
bensmittelspenden des Kölner Großmarkts kostenlos mitnehmen, die vom BFmF täglich zur 
Verfügung gestellt werden. Die Angebote wurden vermehrt auch von Ratsuchenden/ Men-
schen in Bedarfslagen aus den im Sozialraum liegenden Unterkünften (u.a. Herkulesstraße, 
Methweg) genutzt. 
Im 3. und 4. Quartal 2023 wurden 172 Verweisberatungen durchgeführt. Im 2. Quartal 2023 
wurden keine Beratungsdaten erhoben. Es sind schätzungsweise 80 Beratungen zustande 
gekommen. Die Beratungen fanden vorwiegend persönlich, gelegentlich telefonisch und sel-
ten per E-Mail/schriftlich statt. In der ArBOr wurden u. a. folgende Anfragen behandelt: 
 Verweisberatung zu internen und externen Fachberatungsstellen  
 Vermittlung von Terminen zur Erwerbslosenberatung 
 Online-Stellenrecherche 
 Nachweis von Bewerbungsbemühungen für das Jobcenter 
 Scannen, Kopieren und Drucken von Originalunterlagen 
 Formulare und Anträge ausfüllen (z.B. Köln-Pass, BuT-Anträge, Familienversiche-
rungsnachweise, Schulanmeldungen etc.) 
 Übersetzungshilfe leisten und bei weiteren Sprachen organisieren 
 Unterstützung bei dringenden und kurzzeitig erforderlichen Lebensläufen 
 Beantwortung von externen Anfragen nach Arbeitsmöglichkeiten und zur Anerken-
nung von ausländischen Abschlüssen 
 Hilfe bei Verwaltung von Unterlagen / Ablagenorganisation 
 Weiterleitung von Anfragen zur Rechtsberatung 
 Vermittlung von Ratsuchenden an das Gesundheitszentrum für Migrant:innen 
Nach wie vor wurden Energiethemen aufgrund des anhaltenden Ukraine-Krieges und der 
Energiekrise stark angefragt, sodass insbesondere das in Kooperation mit der Caritas orga-
nisierte Seminar „Stromsparcheck“ sehr gut besucht wurde. Außerdem wurden Seminare 
zum Thema Energie mit dem Titel „Spartipps Strom, Wärme, Lebenshaltungskosten“ reali-
siert. Auch im Bereich der beruflichen Orientierung fand in Kooperation mit dem Johanniter 
Stift eine Veranstaltung zu Berufen in der Pflege statt. Im Rahmen eines Wintercafés wurde 
eine Infoveranstaltung zum Thema Sprache und Kommunikation organisiert. Die ArBOr wird 
weiterhin für regelmäßige Treffen mit Beschäftigten zum fachlichen Austausch genutzt. Der 
Raum wurde auch für eine Arbeitskreissitzung der Kölner Schuldnerberatungsstellen zur 
Verfügung gestellt. Die Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung ist intern mit verschiede-
nen Beratungsstellen wie der Erwerbslosenberatung, der MBE, der Familienberatung und 
der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung vernetzt. Außerdem kooperiert sie auch 
mit verschiedenen externen Partnern und Beratungsstellen u. a. der Caritas, SKF, Gesund-
heitszentrum für Migrant:innen und Johanniter Stift. Dadurch können Ratsuchende schnell 
und unkompliziert fachlich kompetente Unterstützung finden.

24 
 
Durch die Einbettung in die Strukturen des BFmF beteiligt sich das ArBOr-Team an verschie-
denen Aktivitäten zur Erreichung der Zielgruppen, z.B. an Aktionen zum Weltfrauentag, Tag 
der Muttersprache, internationalen Tag der Migrant:innen. Außerdem betreute das ArBOr-
Team einen Getränkestand auf dem Familienfest am 13.05.2023 und konnte so auch in Kon-
takt mit neuen bzw. potenziellen Ratsuchenden treten. 
Die Leiterin der ArBOr ist Mitglied des Facharbeitskreises Arbeit und Qualifizierung vom Pari-
tätischen Gesamtverband. Die Treffen fanden 2023 mit wechselnden, stets aktuellen The-
men dreimal statt. Zudem ist sie im ständigen kollegialen Austausch mit den internen Bera-
tungsstellen, die sich zu regelmäßigen Treffen einfinden. 
Wichtig ist bei der Arbeit mit Menschen aus schwierigen und prekären Lebensverhältnissen 
der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, welches sich allmählich durch den freiwilligen, un-
verbindlichen und stetigen Kontakt ergibt. In dieser Hinsicht leistet die ArBOr einen essenzi-
ellen Beitrag. 
 
 
 
 
 
Kommunales Förderprogramm ArBOr- Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung 
bei Frauen gegen Erwerbslosigkeit e.V. 
(Kurz)-Beratung, Orientierung und Gruppenangebote vom 1.4. – 31.12.2023 
Neben dem Angebot der tiefergehenden Einzelberatung in der Erwerbslosenberatungsstelle, 
konnten im Rahmen des Programms ArBOr Kurz-und Verweisberatungen sowie Gruppen-
angebote durchgeführt werden. Auch diese Angebote richteten sich an alle Frauen, unab-
hängig von sozialer oder kultureller Herkunft, Bildungshintergrund, Alter, Familienstand, se-
xueller Orientierung, Religionszugehörigkeit oder Lebenssituation. Wir bieten Austauschmög-
lichkeiten und Kontakte, um sozialen Rückzug, Isolation, Vereinsamung und Individualisie-
rung zu überwinden. Bei Bedarf konnten die Beratungen in vielen Herkunftssprachen er-
werbsloser Menschen mit Zuwanderungsgeschichte durch Sprachmittlerinnen übersetzt wer-
den.  
Die Erreichbarkeit des Beratungsangebotes war zu den geforderten Öffnungszeiten stets ge-
geben: Montag-Donnerstag: 8-16 Uhr und Freitag 8-14 Uhr. Die Einrichtungsräume sind 
freundlich, gendersensibel, kindersicher und barrierefrei gestaltet. Durch die kommunale Fi-
nanzierung konnte für den Verein eine hauptamtliche Stelle der Sozialberaterin/ Diplom-Sozi-
alarbeiterin eingerichtet werden. Die Mitarbeiterin war anteilig mit jeweils 35 Stunden/Woche 
als Beraterin in der Erwerbslosenberatungsstelle und mit 4 Std./Woche in der kommunalen 
Förderung des Beratungsangebotes „ArBOr“ tätig. Dort war sie zuständig für die Kurz-und 
Verweisungsberatungen, die Durchführung und Koordination der offenen Angebote sowie 
u.a. für Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkarbeit. Zusätzlich waren Honorarkräfte, Übungslei-
terinnen und Ehrenamtliche im Einsatz. 
 
Zahlen und Statistik 
Kurz- bzw. Verweisberatungen: 342 Beratungen haben als Kurz- (bis ca. 15 Minuten) und 
Verweisberatungen (z.B. zu Erwerbslosenberatungsstelle, Sprachförderung, Frauen-und Fa-
milienberatung, MBE, Rechtsanwält:innen, Anerkennungsberatung, Schuldnerberatung, Ver-
braucherschutz, Frauenhaus, Wohnungsbaugesellschaften, Behörden, Weiterbildungsträger,

25 
 
„Little Bird“…) v.a. persönlich in Präsenz aber auch bei Bedarf telefonisch oder per Email 
stattgefunden. 
Gruppenangebote: Insgesamt 1.035 Teilnehmerinnen (TN) haben folgende Angebote be-
sucht: 
Infocafé (insgesamt 96 TN): Im seit vielen Jahren regelmäßig stattfindenden Info-Café wer-
den Fragen aus der Beratung aufgegriffen und in Form von Infoveranstaltungen mit Hilfe ein-
geladener Referent*innen bearbeitet. Schwerpunkte der monatlich durchgeführten Info-Ver-
anstaltungen waren: 2x Fragen zum Bürgergeld, Verbraucherberatung im Quartier (Achtung 
bei Verträgen: Handy, Strom), gesunde Ernährung, Gesundheitsprävention durch Bewe-
gung, Ehrenamt, Stressbewältigung, Frauen-Selbstverteidigung. 
Bewerbungswerkstatt (144 TN): In der wöchentlich stattfindenden Bewerbungswerkstatt 
fanden die Besucherinnen (in Einzelterminen) konkrete Unterstützung bei der Stellensuche, 
der Erstellung der Bewerbungsunterlagen und der Vorbereitung zu Vorstellungsgesprächen. 
Bewerbungstraining und Berufsorientierung (112 TN): Das Bewerbungstraining und die 
Berufsorientierung als Gruppenangebot fand ab dem 2. Quartal 2023 mit insgesamt 16 Ter-
minen mit durchschnittlich 7 TN statt. 
“Ich entdecke meine Stadt“ (225 TN): 15 Ausflüge und Exkursionen, kostenlose Museums-
besuche, Zoobesuch, entspannte Plätze und Lernspaziergänge in Parks, Stadtteilführungen, 
besondere Orte etc.- teils als Ferienprogramm für Mütter und Kinder. 
Konversationstraining für Bewerbung in Beruf und Ausbildung (296 TN): ein gut fre-
quentiertes, wöchentliches Kleingruppenangebot für durchschnittlich 8 erwerbslose Migran-
tinnen, die ihre erworbenen Sprachkenntnisse weiter ausbauen möchten. 
Neu ab November: Empowermentgruppe für erwerbslose Frauen (16 TN), ein monatli-
ches Angebot für Frauen, die ihre vorhandenen Fähigkeiten festigen und den Mut entwickeln 
möchten, Neues zu lernen-zur Stärkung ihrer Lebensfreude und Selbstermächtigung. 
Gesundheitswandern für Frauen (15 TN): in Kooperation mit dem Projekt „Basis für Ge-
sundheit“ von Zug um Zug e.V. erwandern wir einmal im Quartal nahe gelegene Naturpfade, 
um neue Wege kennen zu lernen, in Gemeinschaft Natur zu erleben und Freude an Gesund-
heit zu entwickeln. 
Feste und Veranstaltungen (insgesamt 131 TN): Nach längerer Pause war es endlich wie-
der möglich, gemeinsam kleinere Feste, Infoveranstaltungen und Aktivitäten durchzuführen. 
Die Angebote wurden gerne angenommen: Sommerfest für Frauen und Kinder (63 TN) Inter-
nationaler Tag gegen Gewalt an Frauen (15 TN), Interkulturelles Jahresabschlussfest 
(53TN). 
- Nicht mitgezählt ist unsere gemeinsame aktive Teilnahme an den Großveranstaltungen: 
Aktionstag „Köln bleibt sozial“, „Fest für neue Nachbar*innen“ mit dem IKD Nippes auf dem 
Wilhelmsplatz, und vor allem der „Tag des guten Lebens in Nippes“ mit kulinarischen und 
kreativen Spiel-Angeboten für Eltern und Kinder. 
Zusätzlich standen den Besucherinnen weitere offene Angebote des Vereins zur Verfü-
gung: 
- Workshop Resilienztraining (15 Termine mit je 4 UStd./Woche,) zur persönlichen Stär-
kung 
- Yoga und Entspannung: wöchentliches Angebot zur Kräftigung von Seele und Körper

26 
 
-Lernwerkstatt für Alleinerziehende- „Digitales Empowerment“- Einführung in die Nut-
zung von iPads und Verleih von Endgeräten  
-Perspektiven im Erwerbsleben (Landesprogramm NRW): Fachberatung zur Anerken-
nung im Ausland erworbener beruflicher Qualifikationen, Coaching zur beruflichen Weiterent-
wicklung 
-das ehrenamtlich geführte „Sprachcafe für Geflüchtete“ mit Austauschmöglichkeit, Ange-
boten wie Alphabetisierungskurs, Kreativangebote, Mitnehmbazar mit gut erhaltener Klei-
dung, Spielzeug und Kosmetikartikeln aus Spenden u.a 
Netzwerke und Öffentlichkeitsarbeit: Der Verein ist seit vielen Jahren in regionalen, über-
regionalen, sozialraum- und zielgruppenorientierten Arbeitskreisen und Netzwerken aktiv, 
z.B. : „Kölner Beratungsnetz“, „Bilderstöckchenkonferenz“ und „Stadtbezirkskonferenz Nip-
pes“, „LILA in Köln“-Bündnis autonomer Frauenprojekte, „AKF-Arbeitskreis Kölner Frauenor-
ganisationen“, „Austausch mit  BCA Jobcenter/ Agentur für Arbeit, „Bündnis für Teilzeitbe-
rufsausbildung der Regionalagentur Köln“, „AK- vernetzte Beratung der Lernenden Region“, 
div. Facharbeitskreise des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, „ AK Grundsicherung in 
Köln“, „ AK Beratungsnetz Nippes“ u.v.m. Durch die Einladung von Referent*innen vor Ort im 
„Infocafe“, konnten unbürokratisch erste Kontakte zu weiteren Fachdiensten geknüpft und 
die Ratsuchenden gut angebunden werden. 
 
 
 
Kellerladen e. V.    
 
 
ArBOr – arbeitsbezogene Beratung  im Kellerladen e.V. 01.04.2023 – 31.12.2023 
 
Im o.g. Zeitraum kam es zu 583 Kontakten, dahinter stehen 35 Personen mit 110 Folge- 
kontakten und das heißt, das es 21 Frauen und 14 Männer waren, die längerfristig 
beraten wurden. Bei den 438 Kurzkontakten werden Informationen weiter gegeben, die den 
Einzelnen helfen, Dinge evtl. schneller zu erledigen. 
 
Der Kellerladen e.V. befindet sich in einem Siedlungsgebiet in unmittelbarer Nähe zu den 
Menschen,so daß fast alle Gespräch direkt im persönlichen Kontakt stattfanden. Wie im Jahr 
zuvor blieb es nicht bei einem einmaligen Kontakt, sondern es gab Folgekontakte. Oft hilft 
eine Information im Rahmen eines Kurzkontaktes über weitere Hilfen, zuständige Ämter oder 
sonstiges, damit Ratsuchende alleine weiter ihre Interessen verfolgen können. Kurzkontakte 
entstehen auch oftmals vor einem Beratungsgespräch oder hinterher. 
 
Der Sozialraum Bilderstöckchen ist ein kinderreiches Viertel, daher leben bis zu 40 % der 
Ratsuchenden  mit einem bis zu sechs Kinder zusammen. Dies bedeutet oft, daß die 
Familien aufstockende Leistungen aus dem Bürgergeld erhalten bzw. Wohngeld und 
Kinderzuschlag; dazu kommen noch ergänzende Leistungen und Vergünstigungen, die 
man durch Anträge bei „BuT“ oder den KölnPass erhalten kann. 
 
Diese finanzielle „Decke“ ist trotzdem oftmals zu kurz. Gibt es irgendeinen Sonderbedarf, 
z.B. ein wichtiges Haushaltsgerät (Waschmaschine, Herd, Kühlschrank) ist irreparabel 
defekt, wird die Grenze der Existenzsicherheit erreicht und die Haushalte geraten schnell in

27 
 
Gefahr, die Miete oder die Kosten für die Energie nicht mehr oder nicht mehr vollständig zu 
zahlen. Hier beginnt dann oft die Schuldenfalle, aus der man nur mit viel Beratung, 
Begleitung und Geduld hinauskommt. 
 
Der Kellerladen e.V. bietet neben der allgemeinen Beratung sein Wissen und seine Kontakte 
an, um zusätzliche finanzielle Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes vorzuhalten. Seit 
2009 gibt es eine Lebensmittelausgabe, die gut besucht wird. Der Fahrradladen sowie der 
Friseur bieten für 
unsere Bewohner ihre Dienstleistungen preiswert an. Das Café im Vereinstreff bietet die 
Möglichkeit, andere bei einer Tasse Kaffee zu treffen bzw. zwanglos mit dem Kellerladen in 
Berührung zu kommen. 
 
Eine andere zahlenmäßig starke Gruppe sind die 1-Personen-Haushalte ( 45 %). Hier 
handelt es sich hauptsächlich um Menschen im Rentenalter mit aufstockender 
Grundsicherung oder schwer- 
behinderte, kranke und langzeitarbeitlose Personen, die neben ihrer 
Erwerbsminderungsrente 
ebenfalls eine Transferleistung erhalten. 
 
Viele „Babyboomer“, die jetzt das Rentenalter erreichen, benötigen Hilfe bei der Beantragung 
der Altersrente und Beratung bei der Frage, wie sie mit dem geringeren Einkommen ihren 
Lebensunterhalt bestreiten können. 
 
Im Jahr 2023 wurden Folgeanträge zur Erwerbsminderungsrente nur sehr schleppend 
bearbeitet bzw. sehr genau geprüft z.B. mit Vorstellung bei einem Amtsarzt. Liegt der 
Rentenbescheid nicht vor, gibt es Probleme bei der Auszahlung von Geldern von anderen 
Sozialleistungsträgern. Die Anträge für Wohngeld und Kinderzuschlag, die sich gegenseitig 
bedingen, benötigen bis zur Bewilligung Monate und bringen Familien in große finanzielle 
Bedrängnis bzw. es bedeutet eine Antragstellung beim Jobcenter für eine 
Zwischenfinanzierung – verbunden mit all dem bürokratischen Aufwand. 
 
Erschwerend kommt zu allem hinzu, dass der Zugang zum Jobcenter nur noch digital 
erfolgen soll. 
 
Die Praxis zeigt, dass die Menschen ein Smartphone, aber keinen Scanner/Drucker haben 
und damit der digitale Weg oft versperrt ist. Außerdem verstehen Menschen mit 
Migrationshintergrund oft nicht die Erklärungen der Schritte, die sie machen sollen, um zu 
einem Ergebnis zu gelangen. 
 
Der Kellerladen e.V. hat gut aus- und fortgebildete Mitarbeiter und ist als Träger gemäß 
AZAV zertifiziert. Zusätzlich zu der allgemeinen sozialen Beratung hat sich der U25-Bereich 
über die Jahre gut entwickelt. Hier werden Jugendliche und junge Erwachsene auf ein 
selbständiges Leben mit einem Arbeits- oder Ausbildungsplatz beraten und begleitet. Diese 
Jugendlichen und junge Erwachsenen kommen häufig aus den Familien, deren Eltern bereits 
den Kellerladen kennen. 
 
Trotzdem gibt es Bereiche, die spezielles Wissen erfordern bzw. vertiefte, längere 
Beratungsprozesse mit sich bringen. Hier verweisen die Mitarbeiter entweder auf die 
Erwerbslosenberatungsstellen oder andere Beratungsstellen, wie Verbraucherzentrale, 
Schuldnerberatung, 
Beratung in Sachen Sucht oder Erziehungs- und Familienberatungsstellen.

28 
 
Regelmäßig nimmt der Kellerladen e.V. an der „Bilderstöckchenkonferenz“ und deren Unter-
AG’s 
zu bestimmten Themen (z.B. Jugend und Wohnen) teil. Hier treffen sich alle sozialen Akteure 
aus 
dem Sozialraum, um sich auszutauschen und zu kooperieren. 
 
 
Ebenso gibt es Arbeitskreise zu den Themen „Arbeitslosigkeit“ und „Armut“, die stadtweit 
organisiert sind und an denen der Kellerladen e.V. ebenfalls teilnimmt. Hier treffen sich auch 
die Institutionen, die über das städtische Förderprogramm BOREA gefördert werden. Diese 
Kooperation beinhaltet auch, daß man sich bei hohem Aufkommen von Beratungen 
gegenseitig hilft, d.h. Ratsuchende können so schnelle Hilfe bekommen. 
 
Im einem Sozialraum wie dem „Bilderstöckchen“ spielt das Zusammengehörigkeitsgefühl 
eine große Rolle. Bei so vielen unterschiedlichen Nationen, die hier zusammenleben, ist es 
unabdingbar, daß man in „guter Nachbarschaft“ lebt. Dazu tragen Feste bei, die jetzt – nach 
Corona -wieder stattfinden konnten. 
 
 
 
Lindweiler Treff e. V.      
 
 
Beratungsstelle im Rahmen des Förderprogramms „ArBOr - Arbeitsbezo-
gene Beratung und Orientierung“ im Lindweiler Treff des Diakonischen 
Werks Köln und Region 01.04.2023 -31-12.2023 
Die soziale Begegnungs- und Beratungsstelle Lindweiler Treff und das ihm angehörige Café 
Schatztruhe liegen mitten im Zentrum des Ortes und damit in geographisch günstig gelege-
ner Position im Stadtteil Lindweiler. Der im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes 
frisch sanierte und barrierefrei bebaute Platz ist von vier Seiten zugänglich. Hier finden über 
das ganze Jahr verteilt viele gemeinsame Aktivitäten statt, die zur Belebung des Platzes bei-
tragen. In der Regel nehmen pro Woche bis zu 250 Besucher:innen die Angebote und Aktivi-
täten des Lindweiler Treffs wahr. Hinzu kommen jene, die die zielgruppenspezifischen Veran-
staltungen, das Secondhandcafé, Einzelaktivitäten und Einmalprojekte besuchen, Darüber 
werden die Räumlichkeiten des Lindweiler Treffs von Gruppen selbstständig und/oder selbst-
organisiert genutzt. Insgesamt besuchten im gesamten  Jahr 2023 bis zu  3.000 Menschen 
den Lindweiler Treff. 
Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 2348 Beratungen durchgeführt.  
Kurzkontakte 1498, Sozialberatung 922. 
 
Regionale Problemlage und Folgen der anhaltenden Krisen 
Der Lindweiler Treff hat langjährige Erfahrung in der Begleitung  von Menschen ohne Er-
werbstätigkeit und jenen die von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Um den Ratsuchenden in ihrer 
sozialen Problemlage partnerschaftliche Unterstützung anzubieten, hat es sich bewährt, An-
gebote grundsätzlich niedrigschwellig und sozialräumlich auszurichten. Demnach sind die 
Angebote des Beratungszentrums für alle Ratsuchenden offen und zeitnah verfügbar. Der 
Zugang in die Angebote erfordert keine Antragstellung und Kosten.

29 
 
Diese geringen Anforderungen an die an die Inanspruchnahme der Angebote erleichtert Rat-
suchenden den Zugang zu Hilfen und Unterstützungsangeboten.  
Lindweiler ist bereits aufgrund seiner Insellage von strukturellen Problemen gezeichnet und 
dadurch besonders anfällig für die Auswirkungen multipler Krisen.  
Im gesamten Kölner Beratungsnetz wurden 2023 weiter steigende Beratungs- und Bedarfs-
lagen durch die Folgen der multiplen Krisen, dazu gehören u.a. die gestiegenen Energie- Le-
bensmittel- und Mietkosten, Engpässe in der Versorgungslage etc., festgestellt.  
Der demographische Wandel führt zu einer Überalterung – hinzu kommt der Aus- und Weg-
zug der Kindergeneration. Gleichzeitig gibt es einen Generationswechsel. Freiwerdende 
Wohnungen werden vor allem durch Familien im SGB II-Bezug und Personen mit Migrations-
hintergrund neu bezogen. Der Trend hin zum Wachstum dieser beiden Bewohnergruppen in 
Lindweiler hält weiterhin an. 
 
Haupt- und Ehrenamtliche im Lindweiler Treff & Café Schatztruhe 
Im Lindweiler Treff sind in der Regel zwei qualifizierte Fachkräfte (je 39 Std, 19,5 Std) und 
ein Semesterpraktikant tätig. Darüber hinaus arbeiten drei Schüler-Coaches auf Minijob-Ba-
sis sowie weitere projektbezogen tätige Honorarkräfte. 
Ferner sind ca. 35 langjährige und neu dazugekommene ehrenamtliche Mitarbeiter:innen im 
Lindweiler Treff tätig. Eine Überalterung ist auch hier feststellbar. Das ehrenamtliche Engage-
ment bietet vor allem Langzeiterwerblosen eine sinnvolle Beschäftigung. 2023 konnten die 
Fachkräfte neue Ehrenamtliche akquirieren. 
Dauerhafte Angebote und Projekte des Erwerblosenberatungszentrums 
Für alle Angebote und Aktivitäten des Lindweiler Treff stehen den Teilnehmenden 3 unter-
schiedlich große Räume und eine kleine, voll ausgestattete Küche zur Verfügung. Hinzu 
kommen noch die Räumlichkeiten des Secondhandcafé Schatztruhe hinzu. 
 Café Schatztruhe mit sozialpädagogischer Fachbegleitung 
 Stadtteilfrühstück mit Sozialberatungsangebot 
 Lebensmittelschrank 
 Fairteiler-Rad & Foodsharing 
 Schuldnerberatung 
 Soziale Beratung und Verweisberatung 
 Nähtreff 
 Internationales Frauencafé 
 Computerclub 
 Qualifizierungsangebote mit freiem Zugang zum mobilen Bücherschrank 
 Suchtberatung mit Verweisberatung 
 Mittagstisch 
 Seniorentreff 
 Seniorensport 
 Sprechstunde mit der Veedelspolizistin 
 Sprechstunde mit dem Seniorenvertreter 
 Meditation

30 
 
 Demenzcafé – für demenziell Erkrankte und ihre Angehörige 
 Schülercoaching mit regelmäßigen Ausflügen 
 Smartphone Workshop für Senior:innen 
 „Auf einen Kaffee mit… „ Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben  
Weitere Projekte und Aktivitäten, wie das Kinder- und Jugendprojekt „Sommer-hochdrei“, das 
„Hoffest Marienberger Hof“, zwei Reisen nach Berlin, Weihnachtsmarkt etc.,  die über das 
gesamte Jahr 2023 verteilt stattfanden, wurden sehr gut angenommen. 
Kölner Beratungsnetz 
Der Lindweiler Treff Mitglied des Kölner Beratungsnetzes. Dies ermöglicht eine enge Zusam-
menarbeit und Kooperation mit den anderen Mitgliedern des Kölner 
Beratungsnetzes, was eine bestmögliche Unterstützungsleistung für Ratsuchende garantiert. 
 
Veedel e. V. Köln        Mitglied im 
 
 
 
Café im Veedel  
Beratungsstelle im Rahmen des Förderprogramms  
„ArBOr – Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung" 
 
Jahresbericht: vom 01.04.2023 – 31.12.2023 
 
„Café im Veedel“│ Buchheimer Weg 50 │ 51107 Köln │ 0221 – 890 24 21 
Beratungsbüro   │ Buchheimer Weg 9   │ 51107 Köln │ 0221 – 222 878-0 
Die Beratungsstelle liegt mitten im Stadtteil Ostheim. Eingebettet zwischen den 
benachteiligten Quartieren Buchheimer Weg und Gernsheimer Straße, die circa 50% der 
Einwohner von Ostheim ausmachen. Das Quartier Gernsheimer Straße gilt als das am 
meisten benachteiligte Gebiet in Köln (91% Migrationshintergrund; 89,2% OGTS beitragsfrei; 
SGB II Quote bei Kindern von 3-6 gleich 71,8%; Arbeitslosenquote 26,2 %) Neben den 
Ostheimer Einwohnern nutzen auch viele Arbeitslose aus angrenzenden Stadtteilen die 
Beratungsstelle als eine niedrigschwellige Anlaufstelle in Lebens- und Arbeitsfragen oder als 
Betätigungs- und Teilhabemöglichkeit. 
Ziel der Arbeit  
ist die Aktivierung und Verbesserung der Lebenssituation von Arbeitslosen und von Arbeits-
losigkeit bedrohten Personen. Durch das ineinandergreifen der verschiedener Handlungsfel-
der des Cafés, sollen Impulse für Veränderungen in den Lebensumständen der Zielgruppen 
gesetzt werden, damit diese ihre Lebenssituationen verbessern können.  
Durch niedrigschwellige Angebote und Begegnungsmöglichkeiten wird der Kontakt zur 
Zielgruppe aufgebaut und Teilhabechancen ermöglicht. Durch Beratungs- und 
Betätigungsmöglichkeiten, sowie durch die Unterstützung und Aktivierung bei der Selbsthilfe 
werden Impulse zur Verbesserung der Lebenssituation ermöglicht.

31 
 
Zielgruppen sind vor allem die Arbeitslosen und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen in 
Ostheim und den angrenzenden Stadtteilen. 
Für die Besucher der Beratungsstelle werden verschiedene Begegnungs-, Betätigungs-, 
Bildungs- und Freizeitmöglichkeiten geschaffen.  
 
Regelmäßige Offene Angebote im „Café im Veedel“: 
 
-Frühstückstreff: April bis August 2023 jeden Montag und Freitag, dann nur noch 
montags jeweils von 8:30 – 12:30. Kleines Frühstück um sich zu begegnen und 
auszutauschen.  
In Kooperation mit dem Campus:Arbeit Ostheim. 
57 Termine mit jeweils 2-3 Teilnehmer*innen 
-Sprachcafé seit August 2023 jeden Freitag, 08:30 – 12:30 Uhr. Kleines Frühstück und 
Deutsch lernen. In Kooperation mit dem Campus:Arbeit Ostheim. 
20 Termine mit jeweils 2- 5 Teilnehmer*innen 
-Mittagessen im Café jeden Mittwoch ab 12:30 bis 15:00 Uhr. Im Café im Veedel 
Mittagessen um sich zu begegnen und auszutauschen. In Kooperation mit 
Seniorennetzwerk Ostheim. 
32 Termine mit jeweils 30-40 Gästen 
-Grundbildungsangebot: Kunterbuntes Malcafé für Frauen seit Oktober von 09:00 bis 
11:00 Uhr. Aquarelle malen als Deutsch Konversationskurs. 10 Termine mit je 8 
Teilnehmerinnen. Dazu eine Vernissage am 12.12.2023 mit 20 Gästen. In Kooperation 
mit Lernende Region Köln. 
-Reibekuchendonnerstag seit August jeden Donnerstag von 09:00 – 13:00 Uhr. 
Reibekuchen essen um sich zu begegnen und auszutauschen. 20 Termine mit jeweils 
15-20 Gästen. 
-Formularhilfe seit November 2023 alle zwei Wochen dienstags von 16.00 bis 18.00 Uhr. 
4 Termine je 2-3 Hilfesuchend, mit 2 ehrenamtliche Unterstützer*inne. 
-Schachtreff seit November 2023 alle zwei Wochen montags von 17.00 – 19.00 Uhr. 3 
Termine je 1-2 Teilnehmer*innen. 
-Kochgruppen: Anlassbezogen nach Vereinbarung. Meist 08:00 bis 12:00, 10 Termine je 
5-7 Teilnehmer*innen. 
 
Die Beratungsstelle ist außerdem im Stadtteil verankert und organisiert 
Teilhabmöglichkeiten für die Menschen. Saisonale Feste und Angebote: 
Frühlingsfest am Buchheimer Weg 
Weihnachten: Adventskranzbinden im Café, Weihnachtsliedersingen im Café, 
Plätzchenbacken im Café, der Nikolaus kommt ins Café 
Ostheimer Weihnachtsmarkt 
Ostheimer Stadtteilfest 
Ostheimer Karnevalszug 
Vermietung des Café im Veedel für private Feiern  
 
 
Sozialberatung 
Die Sozial- und Verweisberatung war in diesem Zeitraum von mehreren Wechseln bestimmt. 
J. Will vertrat P. Leimert, die Anfang des Jahres ausgeschieden war bis zum Juni 2023 
übergangsweise. Ab August 2023 wurde die Sozialberatung von N. Butchuladze 
übernommen. 
 
Durch die Diskontinuitäten in der Personalsituation fanden Beratungen nur im dritten und 
vierten Quartal des Jahres statt. Insgesamt wurden 81 Personen beraten. Die

32 
 
Ratsuchenden kamen erst langsam wieder in die Beratungsstelle, nachdem das Angebot im 
Rahmen der Personalwechsels erneut verstärkt im Stadtteil beworben wurden.  
 
25 % der Ratsuchenden haben die deutsche Staatsangehörigkeit, der Anteil der 
Menschen mit einer internationalen Geschichte liegt bei 90 %.  
Von den Ratsuchenden bestreiten 62 % (Vorjahr 72%) ihren Lebensunterhalt primär durch 
SGB II Leistungen. Die Anzahl an Personen bzw. Haushalten mit mehreren 
Einkunftsarten, auch weiteren Transferleistungen, liegt bei 29%.  
Bis auf zwei Personen sind alle zu Beratenden über 25 Jahre alt. Wobei 44% in der 
Erwerbsarbeitsphase zwischen 25 und 44 und 50% in der Erwerbsarbeitsphase 
zwischen 45 und 64 sind. 
Von 18 Personen ist bekannt, dass sie Alleinerziehend sind. Der Anteil von Haushalten mit 
vier oder mehr Familienangehörigen ist gleichbleibend hoch bei 44%. 
 
Die Verteilung der relevanten Themenbereiche konzentrierte sich in der Beratung stark auf 
die Themen Wohnen und Wohnraumerhaltung, Schulden und gesundheitliche Versorgung - 
45 % davon bezogen sich auf das SGB II - gleichgeblieben, mit einem Anteil von 10 % gab 
es Beratungen auch im Bereich Ausländerrecht (Aufenthaltstitel/Einbürgerung). Viele dieser 
Fälle haben mit einer fehlenden Erreichbarkeit des Ausländeramtes und dem Ablaufen von 
Aufenthaltstiteln zu tun. 
 
Die Widerspruchsbearbeitung konzentrierte sich auf fehlerhaftes oder massiv verspätet 
angerechnetes Einkommen durch das Jobcenter. Die psychosoziale Situation war in 6 
Beratungen Schwerpunktthema. Deutlich weniger im Vergleich zum Vorjahr sind mit 13% (zu 
37% 2022) die Fälle der Beratung in akuten Notsituationen (u. a. drohender 
Wohnungsverlust, Mittellosigkeit) und hoher psychosozialer Belastung geworden. Über ein 
Drittel der Beratenen sind funktionalen Analphabeten, die Lese- und Schreibhilfe 
benötigen. 
Das Café im Veedel bietet insbesondere auch für diese Menschen seit November 2023 eine 
von ehrenamtlichen unterstützte Formularhilfe ergänzend zur Sozialberatung an. 2024 sollen 
weitere Angebot der Grundbildung folgen. 
 
 
 
 
            
 
 
Bürgerzentrum Finkenberg   
 
ArBOr - Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung im Bürgerzentrum Finken-
berg  
Träger:  Parisozial gGmbH Köln  
Berichtszeitraum: 01.04.2023 – 31.12.2023 
Die „Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“ gibt es seit Mai 2022 im Bürgerzentrum 
Finkenberg.

33 
 
Seit dem 01.04.2023, also beginnend mit dem Berichtszeitraum, wird die Beratung von der 
Berichterstatterin durchgeführt. Dies erfolgt an zwei Tagen pro Woche für jeweils acht Stun-
den im Bürgerzentrum Finkenberg, an einem weiteren Tag für vier Stunden als telefonische 
oder Online-Beratung angeboten.  
Vom 01.04. bis 01.07.2023 fanden 63 ausführliche Beratungen statt. Zu den Kurzberatungen 
gibt es in diesem Zeitraum keine Zahlen.  
Vom 01.07. bis 31.12.2023 fanden 182 ausführliche Beratungen und 53 Kurzberatungen 
statt.  
Die ausführlichen Beratungen fanden zum Großteil vor Ort im Bürgerzentrum Finkenberg 
statt, während die meisten Kurzberatungen telefonisch oder online durchgeführt wurden.  
Im Berichtszeitraum erfolgten somit insgesamt 298 Beratungen. Der Schwerpunkt lag auf der 
individuellen Beratung und Unterstützung zu Fragen und Problemen, die im Zusammenhang 
mit Erwerbslosigkeit stehen. Dies bedeutet:  
 Information und Beratung rund ums Arbeitslosen- und Bürgergeld, speziell SGB II 
und SGB III  
 Hilfe in besonderen Problemlagen der Arbeitslosigkeit  
 Bescheide und Anträge erklären, prüfen und ausfüllen  
 Weitervermittlung zu anderen Fachstellen  
 Computernutzung  
 
Schwerpunkte 
Die Mehrzahl der Beratungen zog sich über mehrere Termine hin. Viele Personen kehrten 
immer wieder mit neuen Problemen zurück. In der o.g. Statistik werden solche Beratungen 
jeweils einzeln erfasst. 
Besonders häufig kamen Personen mit sozialrechtlichen Fragen; insbesondere Schreiben 
des Jobcenters, Formulare und Anträge bereiteten oft große Schwierigkeiten und der Bera-
tungsbedarf war sehr hoch.  
Ähnlich sieht es bei Angelegenheiten aus, die das Wohngeld oder die Familienkasse betref-
fen. Hindernisse scheinen hier vor allem begrenzte sprachliche Ressourcen und geringe 
Kenntnisse deutscher gesellschaftlicher und bürokratischer Regeln zu sein. Die Beratung 
zielte daher vor allem auf die Erklärung der Inhalte der Schreiben, Formulare und Anträge 
ab, versucht aber auch ein Verständnis für die Notwendigkeit und den sorgsamen Umgang 
mit offiziellen Dokumenten zu vermitteln.  
Die Ratsuchenden in Finkenberg waren häufig bereits seit längerer Zeit erwerbslos, und die 
Beratung war von multiplen Problemlagen geprägt. 
In vielen Fällen dominierte die Problematik der Überschuldung die Lebensführung, ohne fi-
nanzielle Grundbildung. Oftmals ging es um Existenzsicherung. Infolgedessen lag der Fokus 
der Beratung darauf, gemeinsam mit den Klient:innen nachhaltige Lösungen zu entwickeln. 
Es wurden kleine Schritte vereinbart und umfangreiche Aufklärungsarbeit geleistet, um ein 
solides Fundament für weiterführende Beratungsmaßnahmen zu legen. 
Ein weiteres großes Thema war das Finden einer Arbeitsstelle. Viele Personen, die die Bera-
tung besucht haben, zeigten einen großen Wunsch nach Erwerbstätigkeit und der Abkehr 
von Unterstützungsleistungen. Daher lag ein großer Fokus auf der Hilfe beim Zusammenstel-
len von Bewerbungsunterlagen. Aber auch der Zugang zu Stellenausschreibungen war oft 
unklar; hier musste besonders darauf geachtet werden, den digitalen Zugang zu einschlägi-
gen Stellenportalen zu erklären.

34 
 
Auch der Umgang mit Bewerberportalen oder der Bewerbung per E-Mail stellte die betroffe-
nen Personen vor große Herausforderungen. Daher wurde bei den Terminen darauf geach-
tet, den Betroffenen ein Verständnis für den Umgang mit digitalen Medien zu vermitteln. Das 
Zusammenstellen der Bewerbungsunterlagen und die Suche nach geeigneten Jobangeboten 
und Ausbildungsplätzen waren zwar zeitaufwendig, wirkten jedoch motivationsfördernd und 
hatten einen positiven Effekt auf die berufliche Orientierung.  
Im Stadtteil Finkenberg ist von überdurchschnittlicher Arbeitslosigkeit geprägt (24%). Gleich-
zeitig ist das Netz aus Trägern und Einrichtungen, an die sich Ratsuchende wenden können, 
ausbaufähig.  
Entsprechend hoch ist die Nachfrage nach Beratung im Rahmen des Programms ArBOr. In 
Finkenberg war – und ist es weiterhin – deshalb nicht möglich, spontan zu beraten. Seit Juli 
2023 mussten Termine mindestens eine Woche im Voraus vereinbart werden. Durch die 
hohe Auslastung der Fachkraft mit Beratungsgesprächen konnte sie im Berichtszeitraum 
keine Workshops durchführen. 
Die Beratungsarbeit wurde dabei durch eine schlechte Erreichbarkeit der Behörden, insbe-
sondere des Jobcenters, erschwert. Direkte Ansprechpartner stehen der Fachkraft nicht zur 
Verfügung; und in den allgemeinen Hotlines muss sie lange Wartezeiten hinnehmen, auch 
für kurze fachliche Nachfragen. Dies verzögert die Beratungsarbeit.  
 
Kooperations- und Netzwerkarbeit  
Ein wichtiger Bestandteil der Beratungsarbeit ist die gute Vernetzung mit lokalen Akteur:in-
nen. Sie ermöglicht fachlichen- und Informationsaustausch, einen stets aktuellen Überblick 
über Angebote und Einrichtungen und, falls dies angezeigt ist, die zielgenaue Weitervermitt-
lung Ratsuchender. Die Berichterstatterin führte besonders im April und Mai 2023 Kooperati-
onsgespräche und Arbeitsfeldvorstellungen mit zahlreichen Beratungseinrichtungen in Fin-
kenberg und Porz durch. Daraus hat sich nachhaltiger Kontakt und Austausch insbesondere 
mit BerMico Porz (Beratung und Mietcoaching), dem Fachdienst für Integration und Migration 
in Porz und der Frauenberatung im Bürgerzentrum Finkenberg ergeben. Das ganze Jahr 
2023 über nahm die Beraterin zudem an diversen Arbeitskreisen teil (u.a. Arbeitskreis Bera-
ter:innen zu ArBOr und Borea, Netzwerktreffen Finkenberg, Berater:innen-Netzwerk Porz).  
 
Öffentlichkeitsarbeit  
Der Flyer zur „Arbeitsbezogenen Beratung und Orientierung“ wurde 2023 aktualisiert und in 
einer Auflage von 750 Stück neu gedruckt. Der Verteilerkreis sind örtliche Multiplikator:innen, 
Auslagen an Orten mit Publikumsverkehr (Jobcenter, Kiosks etc.), Besucher:innen des Bür-
gerzentrums u.v.m. Zahlreiche Ratsuchende gaben an, dass sie durch den Flyer auf das Be-
ratungsangebot aufmerksam geworden seien. 
Weitere Informationen über die Beratung bot die lokale Zeitung Porzer Illu, die Internetseiten 
www.parisozial-koeln.de sowie der Stadt Köln und mehrfache Rundmails des Bürgerzent-
rums über den Netzwerkverteiler Finkenberg.  
 
Fazit und Ausblick  
Das Konzept des Förderprogramms „Arbeitsbezogene Beratung und Orientierung“ ist in Fin-
kenberg umgesetzt. Es ist gelungen, eine niedrigschwellige Beratungsstelle rund um das 
Thema Arbeitslosigkeit und Arbeit im Bürgerzentrum Finkenberg zu etablieren und bekannt

35 
 
zu machen. Die Resonanz auf das Beratungsangebot ist sowohl bei den Klient:innen als 
auch bei den Kooperationspartner:innen groß und positiv. Für das Jahr 2024 und darüber 
hinaus wäre eine nachhaltige Ausweitung der Kapazität wünschenswert, um der hohen 
Nachfrage Ratsuchender nachzukommen und zusätzliche Angebote wie   Workshops zu rea-
lisieren.

Angebote des Beratungsnetz Köln  
 36 
 
 
 
 
Anerkennungsberatung zu schu-
lischen und berufl. Abschlüssen 
PIE (Erarbeitung von Per-spekti-
ven im Erwerbsleben) 
KIM (Casemangement für junge 
Zugewanderte) 
REACT – Unterstützung von 
Menschen aus Südost-Europa 
Offene Familienberatung 
Beratung für Geflüchtete 
 
Infoveranstaltungen/ Digi-
tale Angebote 
Informationen zum Bürgergeld 
Energie Sparen 
Rechte auf dem deutschen Ar-
beitsmarkt (Deutsch, Arabisch, 
Ukrainisch)  
Stärkung digitaler Kompetenzen 
Email – Erste Schritte 
Online Beratung  
ABC goes digital  
Smartphone für Senior:innen 
Fortbildungen für Multi-
plikator:innen                  Ak-
tuelles zum SGB II            Work-
shops für Lehrkräfte in In-tegrati-
ons & Berufssprachkursen 
 
 
Kurse 
 
Bewerbungstraining &  -module 
ABC der Online-Bewerbung 
Alphabetisierungskurse 
Integrationssprachkurse  
Sozialpädagogische  Beglei-
tung bei Deutschkursen 
Berufsbezogener Konversati-
onskurs 
Kurse zur Stärkung der Kom-
munikation und Orientierung im 
Veedel 
Nachholen externer Schulab-
schlüsse nach Kl.9 +10 
MiA Kurse für Männer und 
Frauen 
Kurse Beruf & Karriere  
Kurse zu Themen der Gesund-
heit, Bildung, Fremdsprachen 
Resilienztraining 
Digitales Empowerment 
Kunterbuntes Malcafe 
 
Förderangebote für 
Kinder und Jugendliche 
Einzelcoaching für Jugendliche 
ins Berufsleben 
Nachhilfeangebote  
Übermittagsbetreuung 
PC Gruppen  
Hausaufgabenbetreuung 
Eltern-Kind-Gruppen 
Kreativangebote 
Offene Angebote/Treffen 
Interkulturelles Frühstück 
Offener Treff für Zugewanderte 
Frauencafé /Erwerbslosencafé 
PC-Nutzung zur Stellensuche 
Formularhilfe 
Sprachcafé für Geflüchtete  
Grünes Vingst 
Gesundheitscoaching 
Spielnachmittag für Mütter/Väter 
mit Kindern im Alter von 5-7  J 
Walking Gruppe 
Meditation 
Väter-Club/ Väter-Treff 
Freitagsfrühstück für Menschen 
mit und ohne Arbeit 
Nähtreff/Nähwerkstatt 
Interkulturelle Kochgruppen 
Café Schatztruhe  im Stadtteil) 
Secondhand-Café 
Vereinstreff im Waggon 
Nachtcafé 
(Interkulturelle) Seniorentreffs – 
Gedächtnistraining/ Spielenach-
mittag 
Infocafé mit Referentinnen u.a. 
zu Frauengesundheit & Verhü-
tung, Selbstverteidigung, Notruf 
Ausflüge und Exkursionen in 
Köln und Umgebung 
Sprechstunde mit dem Senio-
renvertreter/oder Veedels-poli-
zistin 
Sprechstunde mit der Veedels-
Dienstleistungen 
 
Begleitprojekt ins Jobcenter 
Catering 
Fahrradreparatur  
Kinderfriseur 
Raumvermietung 
Seniorenkalender 
Holzwerkstatt Reparatur von 
Möbeln, Kunstgewerbe 
Schreinerei - Anfertigung von 
Kleinmöbeln, Reparaturen etc.)  
Wöchentliche Lebensmittelaus-
gabe 
Bistro 
Sprachmittler:innen 
Klamottenausgabe  
(Second Hand) 
Krabbelgruppe 
Kinderbetreuung /auch U3 
AGH und Beschäftigung nach 
(§16i und §16e SGB II) 
Veranstaltungen  
Weltkindertag 
Familienfest 
Hennaabend 
Nachbarschaftsfest 
Internationaler Frauentag 
Beratungsangebote 
Beratung zum SGBII, III, XII KDU- 
Kosten der Unterkunft 
Sozialberatung in arabischer, per-
sischer (farsi) , türkischer, eng- li-
scher, eritreischer (tigrinya),  spa-
nischer, bulgarischer, russischer 
und französischer Sprache 
Beratung zu Arbeitsrecht  und pre-
kärer Beschäftigung / Unter-stüt-
zung bei Arbeitsausbeutung 
Wege in Arbeit- Berufswege-pla-
nung, Einzelcoaching auch         für 
Arbeitssuchende mit gesundheitli-
chen Einschränkungen 
Psychosoziale Beratung bei Stress 
und Angst 
Nahtlosigkeit – Übergang Krank-
heit - ALGI 
Rechtsberatung, Schwerpunkt Zu-
wanderungsgesetz 
Migrationsberatung 
Orientierungs- + Antragsberatung 
Teilhabe- und Bildungspaket 
Schuldnerberatung 
Verbraucherberatung im Quartier 
Energieberatung  
Beratung bei fehlender Kinderbe-
treuung und Vereinbarkeit Familie 
und Beruf 
Vereinfachte Antragstellung, Kurz-
arbeit, Soloselbstständige 
Beratung zur Existenzgründung

37 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum 
 
Sachberichte Die Sachberichte liegen in der in der Verantwortung der jeweiligen Trä-
ger: (in alphabetischer Reihenfolge) 
ArbeitslosenBürgerCentrum (ABC) Höhenhaus/Caritasverband für die 
Stadt Köln e. V., Begegnungs - und Fortbildungszentrum muslimischer 
Frauen e. V., Bürgerzentrum Finkenberg – Parisozial gGmbH Köln ,  
eCHO – Engagiert in Chorweiler/Deutsch-Türkischer Verein Köln (DTVK 
e.V.), Frauen gegen Erwerbslosigkeit e. V., Kellerladen e.V., Kölner Ar-
beitslosenzentrum (KALZ) e.V., Lindweiler Treff - Diakonie Köln, Veedel 
e. V., Vingster Treff - Bürgerzentrum Vingst  
 
 
 
Layout 
 
Beate Mages, Vingster Treff, Bürgerzentrum Vingst 
 
 
Koordination und 
Kontakt für das 
Kölner 
Beratungsnetz 
Beate Mages, Bürgerzentrum Vingst,  Vingster Treff, Heßhofstr. 43,  
51107 Köln, Tel.: 0221/ 870 50 90  
Bernd Mombauer/ Karl-Heinz Iffland , Kölner Arbeitslosenzentrum 
(KALZ) e.V., Hans-Böckler-Platz 1 1, 50672 Köln, Tel.: 0221 /546 10 72 
 
 
Stand: 08.03.2024

Beratungsverlauf (2)

18.04.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.04.2024 Wirtschaftsausschuss
TOP 4.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1048/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
09.04.2024
Erstellt
19.03.2024 13:40