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2013/0430

Sanierungsgebiet Martinsviertel; Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum geplanten Vorhaben der Technischen Universität Darmstadt am Kantplatz

Magistratsvorlage 09.12.2013

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2013/0430

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
11.12.2013 
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor  
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III  an die Stadtverordnetenversammlung 
 
  OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0430 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:  511020 
Kostenstelle:  061-030-1000 Investitionsnummer:  08061-4014 
Kostenträger:  5110-21 Sachkonto:  953010 
 
Betreff: Sanierungsgebiet Martinsviertel; 
Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung zum geplanten Vorhaben der Technischen 
Universität Darmstadt am Kantplatz 
 
Vorlage vom: 09.12.2013 
 
Beschlussvorschlag : 
Der Magistrat beschließt die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer 
Informationsveranstaltung zum geplanten Wettbewerb der TU Darmstadt am Kantplatz im 
Sanierungsgebiet Martinsviertel. 
Die Öffentlichkeit wird anhand eines Faltblattes (s. Anlage) über die Planung und Veranstaltung 
informiert. 
 
 
Anlagen: Faltblatt Öffentlichkeitsbeteiligung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.12.2013 
 
 
Anlass 
 
Die Technische Universität Darmstadt (TU Darmstadt) plant auf ihrem innerstädti-
schen Grundstück am Kantplatz ein neues Institutsgebäude zu errichten. Damit eine 
städtebaulich überzeugende Lösung entstehen kann, soll auch ein Teil der städti-
schen Verkehrsfläche in der Schlossgartenstrasse und in der Pankratiusstraße in die 
Wettbewerbsfläche miteinbezogen werden. Die Neuplanung soll auch im Rahmen der 
Sanierung Martinsviertel den öffentlichen Bereich Kantplatz aufwerten. Die Schließung 
der Bebauung am Kantplatz soll die städtebauliche Situation dort verbessern und an 
die ehemals vorhandene, historische Bebauung anknüpfen. Die positiven Ergebnisse 
bei der Neugestaltung des Kantplatzes, die Renovierung der Hochschulstraße und der 
Umbau und die Renovierung des historischen Maschinenhauses  sollen durch den 
Neubau vervollständigt werden. Die TU Darmstadt plant für das Institutsgebäude 
einen Wettbewerb durchzuführen. Ziel des Wettbewerbes ist es, eine qualitätvolle und 
städtebaulich überzeugende Lösung für dieses Vorhaben zu finden. Die 
Rahmenbedingungen des Wettbewerbs wurden zwischen der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt und der TU Darmstadt abgestimmt. Das zukünftige Wettbewerbsgebiet 
liegt an der Südspitze des Bebauungsplanentwurfs N32, für den die 
Stadtverordnetenversammlung am 15.12.1982 einen Aufstellungsbeschluss gefasst 
hat. Die Offenlage erfolgte 2005. Der Bebauungsplan hat bislang keine Rechtskraft 
erlangt. Der zukünftige Wettbewerbsbereich ist als Teil des SO-Gebiet (Sondergebiet 
Hochschule) gemäß § 11 BauNVO mit einer max. Ausnutzung von GRZ 0,5 und GFZ 
1,3 vorgeschlagen. Für den Teilbereich des SO-Gebietes soll nach Abschluss und auf 
Grundlage des Wettbewerbergebnisses ein Bauleitplanverfahren nach 
Baugesetzbuch(BauGB) durchgeführt werden. 
 
Öffentlichkeitsbeteiligung 
 
Das TU eigene Grundstück am Kantplatz liegt im Sanierungsgebiet Martinsviertel. Es 
ist nach § 3 BauGB sowie nach § 137 BauGB eine frühzeitige Öffentlichkeitsbetei-
ligung durchzuführen. Anhand des beigefügten Faltblattes soll die Öffentlichkeit über 
die geplante Entwicklung informiert werden. Mit dem Faltblatt wird zugleich eine 
Informationsveranstaltung am 21.01.2014 angekündigt, bei der die TU Darmstadt und 
das Stadtplanungsamt das Projekt präsentieren. Die Öffentlichkeit hat anlässlich der 
Veranstaltung Gelegenheit ihre Anregungen zu formulieren und über das Projekt zu 
diskutieren. 
 
Wettbewerbsverfahren 
 
Im Rahmen des VOF- Verfahrens (Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen) 
wird das Wettbewerbverfahren europaweit durchgeführt. Gesetzlich unterliegen alle 
Planungsaufgaben öffentlicher Auftraggeber oberhalb des von der EU festgelegten 
Schwellenwertes den Bestimmungen des VOF- Verfahrens.  
 
Der von der TU Darmstadt geplante Wettbewerb soll mit einem vorgeschalteten 
Bewerbungsverfahren eingeleitet werden. Nach Prüfung der Voraussetzungen für die 
Teilnahme am Wettbewerb sollen 25 Architekturbüros ausgewählt werden, die dann 
zur Teilnahme am Wettbewerb aufgefordert werden. Nach Abschluss des Wettbewerbs 
wird durch das Preisgericht, das sich aus Fachpreisrichtern und Sachpreisrichtern, 
Vertretern der Politik sowie Sachverständigen ohne Stimmrecht zusammensetzt, die 
Rangfolge der Arbeiten und die Preisträger bestimmt. Das Ergebnis des Wettbewerbs

- 4 - 
wird der Öffentlichkeit in einer Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten präsentiert. Die 
prämierten Arbeiten werden in dem weiteren VOF- Verfahren berücksichtigt.  
 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Nach zustimmenden Beschluss des Magistrats der Wissenschaftsstadt Darmstadt soll 
eine Pressemitteilung veröffentlicht werden, in der das europaweite VOF- Verfahren für 
das neue Institutsgebäude angekündigt und auf die am 21.01.2014 vorgesehene 
Veranstaltung zur Information der Öffentlichkeit hingewiesen wird. Anfang Januar 
2014 soll das Faltblatt an die Bewohnerschaft in der näheren Umgebung verteilt und 
teilweise in stark von der Öffentlichkeit frequentierten Läden ausgelegt werden.  
Die anlässlich der Veranstaltung eingegangenen Anregungen aus der Öffentlichkeit 
sollen geprüft werden. 
Parallel zum Wettbewerb wird der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan-
verfahren für den zwischen Schlossgartenstrasse und Pankratiusstraße gelegenen 
Teilbereich vorbereitet.  
 
Darmstadt, 09.12.2013 
61.1.2 / ei-kl Nst. 36 45 
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Brigitte Lindscheid 
Stadträtin

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Mit der Umgestaltung und der Rückgewinnung 
des Platzraumes für die Öffentlichkeit hat sich 
der gesamte Bereich zu einem attraktiven Aufent-
haltsbereich für alle entwickelt. Er ist nicht nur 
Verteiler ins Quartier Martinsviertel, sondern auch 
nördlicher Eingang zum neuen Campusgelände der 
TU Darmstadt. Mit einer Neubebauung wird die 
fehlende nördliche Platzseite geschlossen und der 
öffentliche Raum als Dreh- und Anschlusspunkt 
zwischen Universität, Wohnquartier und Innenstadt 
aufgewertet.
4. Lage / Abgrenzung
Das Planungsgebiet des Wettbewerbs wird eine 
Größe von ca. 3.200 m
2 haben. Neben der Bebau-
ung an der Pankratiusstraße befinden sich Grün-
flächen mit Baumbeständen sowie eine Anzahl von 
Stellplätzen auf dem Gelände. Durch eine diago-
nale Erschließungsstraße (Geh- und Fahrrecht), ist 
die Anbindung der rückwärtigen Gebäude der TU 
Darmstadt gesichert. 
Der Weg, der auf der alten Trasse der Arheilger 
Straße liegt, hat wichtige Funktionen als Fuß- und 
Radwegebeziehung zwischen dem nördlich gelege-
nen Stadtteil Martinsviertel, dem Herrngarten und 
der Innenstadt im Süden. 
5. Rahmenbedingungen
Das Grundstück gehört zum Sanierungsgebiet 
Martinsviertel. Das zukünftige Wettbewerbsgebiet 
liegt an der Südspitze des Bebauungsplanentwurfs 
N32, der am 15.12 1982 durch die Stadtverord-
netenversammlung aufgestellt wurde. Der Bebau-
ungsplan hat bislang keine Rechtskraft erlangt. 
Der zukünftige Wettbewerbsbereich ist als Teil des 
SO-Gebiet (Sondergebiet) Hochschule gemäß § 11 
BauNVO mit einer max. Ausnutzung von GRZ 0,5 
und GFZ 1,3 vorgeschlagen. Für den Teilbereich des 
SO-Gebietes soll nach Abschluss und auf Grundlage 
des Wettbewerbergebnisses ein Bauleitplanverfahren  
nach BauGB durchgeführt werden.
6. Die wichtigsten Neuordnungsvorschläge
Die  wichtigsten Änderungen dieses Bereiches gegen-
über dem Bestand und dem Bebauungsplanentwurf 
werden sein:
-  die Baugrenzen der überbaubaren Flächen für 
   die Bestandsgebäude Schlossgartenstraße 1 und
   Pankratiusstraße 2 werden aufgehoben.
-  Umwandlung einer Teilfläche der öffentlichen Ver-
   kehrsfläche im Kreuzungsbereich Kantplatz.
-  Verlegung der mit Geh-, Fahr- und Leitungsrechten
   belegten Flächen, als Option.
-  Ausweisung von neuen überbaubaren Flächen auf
   Grundlage des Wettbewerbergebnisses.
-  Erhalt der wichtigen raumprägenden Bäume.
-  Neugestaltung und Neupflanzungen der Frei- und 
   Grünflächen.
-  Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange.
7. Weiteres Vorgehen
Mit diesem Informationsblatt, in dem die Grundzüge 
der Planung dargestellt sind, möchten wir Sie zu 
einer Informationsveranstaltung einladen. Wir wer-
den Ihnen die Planungsziele und den Ablauf des 
Wettbewerbverfahrens näher erläutern und Ihre An-
regungen zum geplanten Verfahren aufnehmen. 
Die Veranstaltung findet statt am:
21. Januar 2014
um 19:00 Uhr
im historischen Maschinenhaus
Magdalenenstraße 12
Kernphysik
Verfügungsgebäude 
Mathematik / Phy
sik
Kita
Historische Bebauung auf der Nordseite des Kantplatzes

Kontakt 
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Technisches Stadthaus /
Bessunger Straße 125, Block D
64295 Darmstadt
Telefon   06151-13 2092, Fax 06151-13 2088
E-Mail   stadtplanungsamt@darmstadt.de
Internet  http://stadtplanung.darmstadt.de
Information zur Sanierung Martinsviertel  
Neubebauung der TU 
Darmstadt am Kantplatz   
1. Worum es geht
Die Technische Universität Darmstadt beabsichtigt, 
auf einer Teilfläche ihres Grundstücks nördlich des 
Kantplatzes an der Ecke Schlossgartenstraße (Flur 
3, Flurstücke 96/6 und 96/8) sowie möglicherweise 
auf einer im Plan dargestellten städtischen Verkehrs-
fläche ein Instituts- und Forschungsgebäude zu er-
richten. Das Informationsblatt dient der öffentlichen 
Unterrichtung der Bürger (entsprechend § 3 Abs. 1 
Baugesetzbuch) sowie der frühzeitigen Erörterung 
der Sanierung (entsprechend § 137 Baugesetzbuch). 
Um eine dem Ort angemessene und gestalterisch 
optimale Lösung zu finden, soll in enger Abstimm-
ung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt ein  
Realisierungswettbewerb für diese Aufgabe ausge-
lobt werden. 
Dieser Realisierungswettbewerb, an dem 25 Architek-
turbüros teilnehmen werden, ist für Frühjahr 2014 
geplant und wird mit einer Preisrichtersitzung und 
einer Ausstellung voraussichtlich im Mai beendet.
Bevor  dieser Wettbewerb mit dem Bewerbungsver-
fahren beginnt, lädt die Wissenschaftsstadt Darm-
stadt die interessierte Öffentlichkeit und die An-
wohnerschaft zu einer Informationsveranstaltung 
ein, um gemeinsam die Ziele dieser Planung zu 
diskutieren. Die Veranstaltung wird am 21.01.2014 
im historischen Maschinenhaus in direkter Nachbar-
schaft zum Kantplatz stattfinden.
2. Ziel und Zweck der Planung
Mit dem geplanten Neubau wird ein Instituts-und For- 
schungsgebäude entstehen, das für den Universitäts-
standort Darmstadt von großer Bedeutung ist. 
Die Neuplanung soll aber auch im Rahmen der Sa-
nierungsplanung Martinsviertel den öffentlichen 
Bereich Kantplatz aufwerten. Die positiven Ergeb-
nisse bei der Neugestaltung des Kantplatzes, die Re-
novierung der Hochschulstraße und der Umbau des 
historischen Maschinenhauses zu einem modernen 
Lehrzentrum sollen durch die Schließung der Bebau-
ung am Kantplatz abgeschlossen werden. Damit wird 
die städtebauliche Aufwertung vervollständigt.
Mit dem Neubau wird ein adäquater und gestalte-
risch anspruchsvoller baulicher Abschluss im 
Norden des Platzes gebildet. Das bestehende 
Verfügungsgebäude Mathematik/Physik wird in  
den Hintergrund rücken. Die unbefriedigende Ge- 
staltung der Freiflächen mit Zufahrten, Stellplätz-
en, Gehwegen und Restgrünflächen soll neu geord-
net und damit aufgewertet werden.
Die beiden Gebäude Schlossgartenstraße Nr.1 und 
Pankratiusstraße Nr.2 befinden sich in einem sehr 
schlechten baulichen Zustand und sind unter wirt-
schaftlichen Gesichtspunkten nicht sanierungs-
fähig. Sie werden zugunsten der Neuordnung ab-
gerissen.
3. Geschichte
Die stadträumliche Struktur und Bebauung der 
ehemaligen Vorstadt wurde im Krieg fast völlig 
zerstört.
Mit der Entscheidung  zum Bau des Verfügungs-
gebäudes Mathematik / Physik mit dem ange-
gliederten Parkhaus in den 1970er Jahren, wur-
de die historische Achse der Arheilger Straße 
zwischen Ruthstraße und Kantplatz in großen 
Teilen bereits aufgegeben. Heute ist nur noch ein 
Reststück im Bereich des Platzes zu erkennen.
Den Kantplatz als Platz in der heutigen Form gab 
es historisch nicht. Die öffentliche Verkehrsfläche 
war eine Straßenspinne als Verteiler der einmün-
denden Straßen. Über viele Jahre wurden große 
Teile des öffentlichen Raumes als ungestaltete und 
unbefestigte Parkplatzfläche genutzt.
historische Bebauung

Beratungsverlauf (4)

TOP 8
TOP 531
TOP 31 zur Kenntnis
TOP 16

Orte (6)

  • Schloßgartenstraße 1
  • Pankratiusstraße 2
  • Bessunger Straße 125
  • Hochschulstraße
  • Arheilger Straße
  • Magdalenenstraße 12

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Details

Vorlagen-Nr.
2013/0430
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.12.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00