2026/0089
Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Bundesprogramm "Demokratie leben! - Partnerschaft für Demokratie" (2026-2032)
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
2026/0089
7651 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
25.02.2026
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Büro für
Demokratie und
gesellschaftlichen
Zusammenhalt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2026/0089
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Beteiligung der Wissenschaftsstadt Darmstadt am Bundesprogramm "Demokratie
leben! - Partnerschaft für Demokratie" (2026 -2032)
Vorlage vom: 25.02.2026
Beschlussvorschlag :
1. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beteiligt sich an dem Bundesprogramm „Demokratie
leben! – Partnerschaft für Demokratie“ für die Förderperiode 2026–2032.
2. Das Büro für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt übernimmt als
federführendes Amt die Koordinierung mit einer 0,5 VZÄ.
3. Der hierfür erforderliche kommunale Eigenanteil können der
Kostenstelle 711-001-1003 entnommen werden.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 25.02.2026:
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt misst der Stärkung demokratischer Strukturen, der
Förderung von Diversität sowie der aktiven Prävention extremistischer Entwicklungen eine hohe
Bedeutung bei. Eine lebendige und engagierte Zivilgesellschaft ist zentrale Grundlage des
gesellschaftlichen Zusammenhalts in unserer Stadt.
Aktive Demokratieförderung wird sowohl auf städtischer Ebene durch die 2025 neu
eingerichtete Stabsstelle „Büro für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt“ als auch
auf zivilgesellschaftlicher Ebene durch zahlreiche Initiativen und Vereine geleistet. Das Büro für
Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt bündelt zentrale Aufgabenbereiche zur
Stärkung demokratischer Teilhabe, zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts sowie
zur Prävention extremistischer und demokratiefeindlicher Tendenzen. Die Mitarbeitende n
arbeiten diskriminierungskritisch und befassen sich insbesondere mit den Themenfeldern
Antisemitismus, Antiziganismus, Queerfeindlichkeit und Rassismus.
Die bestehenden kommunalen Maßnahmen bilden eine tragfähige Grundlage der
Demokratieförderung in Darmstadt. Angesichts zunehmender gesellschaftlicher
Herausforderungen ist jedoch eine strukturelle und inhaltliche Weiterentwicklung dieser Arbeit
angezeigt. Hier setzt das Bundesprogramm „Demokratie leben! – Partnerschaft für
Demokratie“ an.
Seit 2015 fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kommunen bei der Umsetzung lokaler Partnerschaften für Demokratie. Ziel ist die Stärkung
demokratischer Teilhabe, die Förderung zivilgesellschaftlichen Engagements sowie die
Prävention von Extremismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Ein wesentlicher
Bestandteil ist die enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Zivilgesellschaft sowie die
Aktivierung junger Menschen für demokratisches Engagement.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich in den Förderperioden 2015–2020 und 2020–2025
erfolgreich beteiligt. In diesem Rahmen wurden zahlreiche Projekte zivilgesellschaftlicher
Initiativen umgesetzt, insbesondere im Bildungsbereich. Dass der Antrag für die dritte
Förderperiode im ersten Anlauf nicht berücksichtigt wurde, war ein herber Rückschlag. Der
Oberbürgermeister hat daraufhin das Fachamt und das Revisionsamt um eine inhaltliche
Qualitätsprüfung gebeten. Diese hat bestätigt, dass die inhaltliche Ausrichtung und die Qualität
der einzelnen Projekte sehr gut waren, dass es aber insbesondere administrative Hürden bei
der Bearbeitung der Verwendungsnachweise im ehemaligen Amt für Vielfalt gab, die nun
akribisch aufgearbeitet wurden. Das Büro für Demokratie und gesellschaftlichen
Zusammenhalt hat im letzten Jahr mit Unterstützung der Finanzverwaltung alle
Verwendungsnachweise in enger Absprache mit dem Fördermittelgeber und dem Revisionsamt
abgearbeitet und fristgerecht eingereicht. Aus den prozessualen Fehlern wurde gelernt.
Gleichzeitig hatte der Oberbürgermeister das Fachamt angewiesen, dass Interesse der Stadt
als Nachrücker für das Programm zur Verfügung zu stehen, schriftlich beim Fördermittelgeber
zu hinterlegen. Die Stadt erhält nun im Jahr 2026 vorbehaltlich einer positiven Entscheidung,
die Chance als Nachrückerkommune zum Zuge zu kommen. Mit einer optimierten internen
Verwaltung und der bewährten Qualität unserer Projekte im Bildungs- und Jugendbereich
möchten wir den Anschluss an dieses wichtige Bundesprogramm wiederherstellen.
- 4 -
Eine erfolgreiche Bewerbung würde folgende Fördermittel ermöglichen:
Projektlaufzeit: 01.04.2026 – 31.12.2026
Gesamtförderzeitraum: 2026-2032
Festbetragsfinanzierung im Förderjahr 2026:
• Bundesmittel: 105.000 €
• Landesmittel: 9.000 €
• Kommunaler Eigenanteil: 2.666,67 €
Festbetragsfinanzierung ab 2027 (volle Haushaltsjahre)
• Bundesmittel: 140.000 € jährlich
• Landesmittel: 12.000 € jährlich
• Kommunaler Eigenanteil: 3.555,56 € jährlich
Die erforderliche kommunale Kofinanzierung wird aus den Mitteln des Büros für Demokratie
und gesellschaftlichen Zusammenhalt bereitgestellt.
Für die administrative Umsetzung als federführendes Amt stellt das Büro 0,5 VZÄ zur
Verfügung. Eine weitere Stelle im Umfang von 0,5 VZÄ wird durch die Koordinierungs - und
Fachstelle eingebracht. Die Koordinierungs- und Fachstelle wird neu besetzt; Gespräche mit
potenziellen Trägern werden derzeit geführt.
Zentrales Steuerungsgremium der Partnerschaft für Demokratie ist ein Bündnis aus
Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaft. Es dient der strategischen Ausrichtung, der
Vernetzung der beteiligten Akteurinnen und Akteure sowie der Entscheidung über die
Förderung einzelner Projekte. Dadurch werden Transparenz bei der Mittelvergabe sowie eine
kontinuierliche fachliche Begleitung gewährleistet. Seit der Neustrukturierung des Büros für
Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt im Jahr 2025 sollen perspektivisch
unterrepräsentierte Gruppen im Bündnis stärker berücksichtigt werden, insbesondere
Personen, die von Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus oder LSBT*IQ-Feindlichkeit
betroffen sind.
Die erneute Teilnahme am Bundesprogramm ermöglicht die Verstetigung bestehender
Netzwerke, die gezielte Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen sowie die strukturelle
Weiterentwicklung der Demokratieförderung in Darmstadt. Angesichts zunehmender
gesellschaftlicher Polarisierung stellt die Beteiligung an „Demokratie leben! – Partnerschaft für
Demokratie“ ein zentrales Instrument kommunaler Präventions- und Teilhabestrategie dar.
Darmstadt, 25.02.2026
Dezernat I
Hanno Benz
Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2026/0089
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 25.02.2026
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00