SV-2012/0008
Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 24. Januar 2012 betr. Mitsprache bei Führungspositionen im Staatstheater
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SV-2012/0008
2923 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2012/0008
Liebigstrasse 46
64293 Darmstadt
Tel. & Fax 06151/8606067
www.uffbasse-darmstadt.de
Darmstadt, 24. Januar 2012
Antrag - Mitsprache bei Führungspositionen im Staatstheater
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert,
1. zu prüfen, ob es eine rechtliche Grundlage für eine vorzeitige Abberufung des Intendanten des
Staatstheaters gibt, den Stadtverordneten über das Ergebnis dieser Prüfung zu berichten und eine
Beschlussempfehlung vorzubereiten.
2. künftig bei der Ausschreibung, Auswahl und Besetzung einer leitenden Stelle im Staatstheater
entsprechend §3 des Theatervertrages die Stadtverordneten in geeigneter Form einzubinden.
3. die Entscheidung der Stadt Darmstadt zu Berufung bzw. Abberufung einer leitenden Person im
Staatstheater im Sinne des §3 des Theatervertrages künftig stets im Einvernehmen mit der
Stadtverordnetenversammlung festzulegen
Begründung:
Die Stadt Darmstadt trägt nahezu die Hälfte der jährlichen Kosten für das Staatstheater in Höhe von
etwa 12-13 Mio. Euro. Andererseits ist davon auszugehen, dass die überwiegende Zahl der
Theaterbesucher Darmstädter Bürgerinnen und Bürger sind, es also ein sehr großes Interesse an
dieser kulturellen Einrichtung gibt. Die Reaktionen auf die derzeitigen Turbulenzen belegen dies.
In §3 des Vertrages zwischen Stadt und Land zum Staatstheater aus 1971/72 ist die Bestellung und
Abberufung der Leitenden Positionen im Staatstheater wie folgt geregelt:
„Der Intendant, der Verwaltungsdirektor und der Generalmusikdirektor werden im
Einvernehmen zwischen dem Land und der Stadt berufen und abberufen. Dienstherr ist das
Land. Es schließt die Anstellungsverträge ab, über deren Inhalt zwischen den
Vertragsschließenden Übereinstimmung bestehen muss“.
Damit ist de facto festgelegt, dass eine solche Besetzung oder Abberufung eine gemeinsame
Entscheidung zwischen Land Hessen und der Stadt Darmstadt sein muss.
In der Vergangenheit wurde diese Entscheidung „hinter den Kulissen“ des politischen Kultur- und
Theaterbetriebes vorbereitet, abgesprochen, entschieden und dann der Öffentlichkeit mitgeteilt.
Gewählte (kultur-) politische Gremien der Stadt wie Magistrat oder Stadtverordnetenversammlung
waren an dieser Entscheidung nicht beteiligt, es war allein Sache des Kulturdezernenten.
Das muss sich ändern und es muss ein geeignetes Vorgehen verabredet werden, welches ein offenes
und transparentes Verfahren bei der Besetzung der Leitung des Theaters gewährleistet.
Die Bedeutung des Staatstheater für das Image der Stadt Darmstadt nach innen und außen machen
dies ebenso notwendig wie die besonderen kultur- und finanzpolitischen Aspekte.
Weitere Begründung mündlich
2
Stadtverordnete
Jürgen Barth, Jörg Dillmann, Roswita Emig, Georg Hang, Kerstin Lau
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Liebigstraße 46
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Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2012/0008
- Typ
- Antrag
- Datum
- 25.01.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00