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V/1031/2015

Masterplan Aasee prüfen und optimieren

Vorlagen 15.12.2015

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 17.02.2016, TOP 2.3

Beschlussvorlage

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A-R_0044_2015_a-r-0044-2015-Masterplan_Aasee_pruefen_und_optimieren

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Beschlussvorlage

8146 Zeichen

V/1031/2015 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der CDU-Fraktion an den Rat Nr. A-R/0044/2015 vom 18.06.2015 
"Masterplan Aasee prüfen und optimieren" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
17.02.2016 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1) Der Haupt- und Finanzausschuss nimmt den Sachstandsbericht zum Masterplan Aasee zur 
Kenntnis.  
2) Auf Grundlage des dargelegten Sachstandsberichtes ist der Antrag der CDU-Fraktion Nr. A-
R/0044/2015, „Masterplan Aasee prüfen und optimieren“, erledigt. 
 
 
 
Begründung: 
Der Antrag der CDU , A -R/0044/2015, „Masterplan Aasee prüfen und optimieren“ wurde mit B e-
schluss des Rates an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen. 
 
Der Antrag umfasste drei Punkte, zu denen im Folgenden berichtet wird. 
 
Zu 1) Sachstandsbericht und zu 2) Optimierungen: 
Der Masterplan Aasee wurde im Jahr 2011 beschlossen. Seitdem sind in einem kontinuierlichen 
Prozess viele der Inhalte des Masterplanes durch die Verwaltung umgesetzt worden. Für einen 
Überblick sind in der Folge die wichtigsten Ziele zusammengestellt. 
 
Wege: 
Auf der Nordseite wurde, zur Ergänzung des Radwegesystems,  entlang des Spielplatzes 
an der Torminbrücke bis zur „Ballonwiese“, der Weg zusätzlich für Radfahrer freigegeben. 
Der Bogen ermöglicht Radfahrern in diesem Teilbereich den Blickkontakt zum See und zum Spiel-
platz. 
Die Erlebbarkeit der Aa durch Blickbeziehungen und Aussichtspunkten wurde an der Mecklenb e-
cker Straße, im Bereich der Aa -Renaturierung, verbessert. Dafür sind punktuell Sichtschneisen in 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/1031/2015 
Auskunft erteilt: 
Herr Determann 
Ruf: 
492 67 40 
E-Mail: 
Determann@stadt-muenster.de  
Datum: 
14.12.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/1031/2015 
den Gehölzbestand geschnitten worden, die dauerhaft freigehalten werden. 
Für Menschen mit Behinderungen sind in Abstimmung mit der KIB (Kommission zur Förderung 
der Inklusion von Menschen mit Behinderung) die Rampen am „Himmelreich“ und an der To r-
minbrücke verbessert worden. Die drei Anleger der „Solaaris“ wurden barrierefrei ausgebaut. 
Die Anbindung des Stadtteils Gievenbeck an den Aasee über eine öffentliche Wegeverbindung 
zwischen Sentruper Straße und Roxeler Straße konnte bislang aus liegenschaftlichen Gründen 
nicht weiter entwickelt werden. Auch die Anbindung des Landschaftspark Mecklenbeck an den Aa-
see durch naturnahe Strukturen und Wegebeziehungen konnten bislang aus diesem Grund nicht 
realisiert werden. Sobald sich die Rahmenbedingungen ändern, wird das Amt für Grünflächen, 
Umwelt und Nachhaltigkeit diese Planungsziele weiter verfolgen. 
 
 
Aufenthalt und Nutzung / Sauberkeit und Ordnung 
Um die Grillaktivitäten zu bündeln, sollte an drei Standorten die Müllentsorgung und die Erreichbar-
keit öffentlicher Toiletten verbessert werden. Die drei Standorte sind: 
- bei den Oldenburg Kugeln 
- zwischen dem Wewerka-Pavillon und dem Aasee 
- beim Segelclub Hansa, zwischen Modersohn-Brücke und der Slip-Anlage an der Mecklenbe-
cker Straße. 
Es wurden an allen drei Standorten größere Müllbehälter und Kisten für heiße Grillasche  aufge-
stellt.  
Besonders die Sammelkisten für die Asche werden sehr gut angenommen. Das Ziel, das Grillen an 
diesen Standorten zu bündeln, damit die übrigen Flächen nur sehr selten genutzt werden, ist nur 
bedingt erreicht worden. Die Attraktivität des Aase e ist so groß, dass an schönen Tagen we itere 
Flächen genutzt werden. An diesen Tagen sind die bestehenden Abfallbehälter an ihrer Leistungs-
grenze. Entsprechend unsauber sehen die Aasee -Wiesen gelegentlich früh morgens aus. Durch 
entsprechenden Einsatz von Reinigungsteams werden die Flächen im Regelfall kurzfristig gesä u-
bert.  
Zur Unterstützung der Sauberkeit werden zeitweise zusätzliche Behälter, die orangen „Event -
Tonnen“ der AWM, aufgestellt. Durch den Einsatz der Tonnen soll die Sauberkeit verbessert we r-
den. Es ist zu beobachten, dass die Bürgerinnen und Bürger diese Angebote nur eingeschränkt nut-
zen. Daher sind zusätzliche Abfallsammelbehälter nur bedingt geeignet, diese Problematik zu lösen. 
Die ständige Präsenz weiterer Abfallbehälter würde das Gesamte rscheinungsbild des Aasee -
Umfeldes zudem zusätzlich beeinträchtigen. Das Thema befindet sich unter ständiger Beobachtung 
und die Abwägung dieser Aspekte im kontinuierlichen Optimierungsprozess. 
Die Errichtung einer neuen Toilette im Umfeld des Wewerka -Pavillons wurde geprüft. Da sämtliche 
öffentlichen Toiletten durch die Wall-AG betrieben werden, wurde im Jahr 2012 ein Angebot für eine 
Toilettenanlage für den Standort eingeholt. Die Kosten incl. Wartung und Betrieb bis ins Jahr 2023 
beliefen sich auf 322.50 9,04 € brutto. Auf Grund der hohen Kosten wurde das Vorhaben damals 
nicht weiter verfolgt. Mit Ablauf des Vertrages der Wall-AG im Jahr 2023 wird die Möglichkeit der Er-
gänzung einer Toilette bei der Neuausschreibung nochmals überprüft. 
Rund um die Aasee-Kugeln gab es gelegentlich Beschwerden über fehlende Toiletten. Die nächsten 
öffentlichen Toiletten sind an den Aasee-Terrassen. Zur besseren Auffindbarkeit wurden ergänzen-
de Hinweisschilder aufgestellt. Diese Schilder verbessern die Situation für Ortsunkundige. 
Insgesamt werden die Aspekte Sauberkeit und Ordnung rund um den Aasee durch die Verwa ltung 
aufmerksam begleitet. Anpassungen und Optimierungen werden in kleinerem Umfang r egelmäßig 
durchgeführt. Durch die Nutzungsintensität wird es jedoch nicht möglic h sein, Konflikte gänzlich zu 
vermeiden. Verbotszonen für das Grillen sollen entsprechend des Nutzungskonzeptes auch weiter-
hin nicht eingerichtet werden.  Durch gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis s o l l  auf 
ordnungsrechtliche Festlegungen verzichtet werden.

- 3 - 
V/1031/2015 
 
Beschilderung 
Grundsätzlich wird mit dem Thema Beschilderung, entsprechend dem Konzept zum Aasee, zurück-
haltend umgegangen. Zur Verbesserung der Orientierung wurden jedoch einige Hinweisschilder mit 
den Zielen Zoo, LWL -Naturkundemuseum, Mühlenhof und öffentliche Toiletten angebracht. Ergä n-
zend wurden im Bereich der Zugänge Übersichtstafeln aufgestellt. Sie geben einen Überblick über 
die Gesamtanlage.  
Für Sicherheit im Winter wurden neue (Eis -) Rettungsstationen aufgestellt. Sie verbessern die S i-
cherheit.  
 
 
Hunde 
Es gibt gelegentlich Diskussionen, über das Führen von Hunden an der Leine. Der von vielen Hu n-
debesitzern gebräuchliche Umgang, im Bereich des alten Aasee die Hunde anzuleinen, soll fortg e-
führt werden. Auf Grund der geltenden Rechtslage ist ein Leinenzwang am alten Aasee nicht durch-
setzbar. 
Nachdem in einigen Parkanlagen gute Erfahrungen mit Tütenspendern (Dogstations) für Hundehau-
fen gesammelt wurden, sind einige dieser Einrichtungen auch am Aasee aufgestellt worden.  
 
 
Nutzungsgrundsatz 
Im Masterplan Aasee wurde formuliert: „Der Charme des Aasee besteht auch darin, dass er Fre i-
raum für spontane Aktivitäten ohne besonderen Regelungsbedarf bietet. Seine bürgerschaftliche 
Nutzung soll nach Möglichkeit nicht durch eine Vielzahl festgeschriebe ner Regeln eingeengt we r-
den. Es soll auch keine Parkranger geben, die die Einhaltung von Regeln durch ständige Präsenz 
einfordern.“ Dieser Grundsatz hat auch heute noch Gültigkeit.  
 
 
Zu 3) Bürgerversammlung: 
Die Aufstellung der unterschiedlichsten Aspekte zeigt, dass das Amt für Grünflächen, Umwelt und 
Nachhaltigkeit die Umsetzung der Ziele des Masterplan Aasee kontinuierlich verfolgt. Unter Berück-
sichtigung der im Antrag dargelegten Zielsetzung wird die Entwicklung in 2016 dezidiert beobachtet 
und ausgewertet. Unterschwellige Maßnahmen (Aufstellen von „Eventtonnen“, verstärkte Reinigung 
usw.) werden unmittelbar umgesetzt.  
Sofern sich aus der Prüfung und den Erfahrungen im Sommer grundsätzlich neue, gravierende Prob-
lemstellungen bzw. Problemzuspitzungen erkennen lassen, wird die Verwaltung hierzu auch unter Be-
rücksichtigung der Einbindung der Nutzer und Anlieger einen Verfahrensvorschlag unterbreiten. 
 
 
 
i.V. 
 
gez. 
 
Matthias Peck 
Stadtrat 
 
Anlage

A-R_0044_2015_a-r-0044-2015-Masterplan_Aasee_pruefen_und_optimieren

3225 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0044/2015 
 
 
 
 
 Münster, 18.06.2015 
 
Antrag  
 
MASTERPLAN AASEE PRÜFEN UND OPTIMIEREN 
 
Der Rat möge beschließen: 
 
1.) 
 Die Verwaltung legt bis Ende 2015 einen Bericht über den aktuellen Stand 
der Umsetzung des Handlungskonzeptes Aasee (Masterpan Aasee) vor. 
 
2.) 
 Die Verwaltung prüft, inwieweit Optimierungen des Handlungskonzeptes Aasee 
(Masterplan Aasee) bei der Müllvermeidung und Sauberkeit in der warmen 
Jahreszeit zu erreichen sind. Sie legt das Ergebnis der Prüfung samt kon- 
kreten Vorschlägen für Verbesserungen ebenfalls bis Ende 2015 vor. 
 
3.) 
 Die Verwaltung führt nach den Sommerferien eine Bürgerversammlung durch, 
um sich über aktuelle Verbesserungswünsche und Anregungen der Anlieger 
und der Bevölkerung zu informieren. 
 
Begründung: 
 
Der Aasee ist Münsters größter und wichtigster innerstädtischer Grün- und Erho- 
lungsraum, der sich sowohl bei der münsterschen Bevölkerung als auch bei Besu- 
cherinnen und Besuchern unserer Stadt großer Beliebtheit erfreut.  
 
Aus diesem Grund hat der Rat der Stadt Münster im Jahr 2011 einen umfassenden 
Masterplan Aasee beschlossen, der die weitere touristische und freizeitorientierte Er- 
schließung des Terrains mit den wichtigen Fragen nach Schutz und Erhalt der 
Landschaft, der ökologischen Nachhaltigkeit, des freizeitbezogenen Naturerlebens und 
der Sicherung der vorhandenen sportlichen Nutzungen in Einklang bringen soll 
(V/0304/2011 und V/0304/2011/1). 
Die CDU-Ratsfraktion hält es nach Ablauf von rund 4 Jahren für sachgerecht und 
geboten, der Verwaltung aufzugeben, einen umfassenden Bericht über den aktuellen 
Stand der Umsetzung des Handlungskonzeptes Aasee (Masterpan Aasee) vorzule- 
gen. 
 
In den letzten Wochen gab es mehrere Beschwerden über eine zunehmende Ver- 
müllung der Flächen rund um den Aasee und die Verrichtung der Notdurft auf die- 
sen Flächen, die auch zu Veröffentlichungen in der Tagespresse geführt haben.

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 . 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 . Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de . http://www.cdu-ms.de 
 
Wir nehmen dies zum Anlass, die Verwaltung aufzufordern, mögliche Verbesserungen 
bei der Müllvermeidung und der Sauberkeit in der warmen Jahreszeit zu prüfen und 
konkrete Vorschläge für die Umsetzung solcher Verbesserungen vorzulegen. Dabei 
soll auch über die voraussichtlichen Kosten dieser Maßnahmen informiert werden. 
 
Die CDU-Ratsfraktion hält es in diesem Zusammenhang für zwingend erforderlich, 
eine vorbereitende Bürgerversammlung von Anrainern und interessierten Bürgerinnen 
und Bürgern durchzuführen, um so deren Kritikpunkte, Verbesserungsvorschläge und 
Anregungen in Erfahrung zu bringen. 
 
 
 
gez. 
Stefan Weber 
Frank Baumann 
Horst Beitelhoff 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Olaf Bloch 
Peter Börgel 
Heinz-G. Buddenbäumer 
 
 
Olaf Dreßen 
Dr. Dietmar Erber  
Sven Gotthal 
Walter von Göwels 
Richard Halberstadt 
Gilbert Hartmann 
Jens Christian Heinemann 
Bruno Kleine Borgmann 
 
 
Jan Leiße 
Stefan Leschniok 
Christel Loschelder 
Hans Neumann 
Andreas Nicklas 
Karin Reismann 
Josef Schliemann 
Angela Stähler 
Manfred Wenzel

Beratungsverlauf (1)

17.02.2016 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 2.3 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Mauritzstraße 7
  • Sentruper Straße
  • Roxeler Straße
  • Asche

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Details

Aktenzeichen
V/1031/2015
Typ
Vorlagen
Datum
15.12.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37